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Schlag den Star: Sasha vs. Tim Mälzer

Donnerstag, den 14. Februar 2019
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SA 09.02.2019 | 20.15 Uhr | ProSieben

Ein gutes Konzept allein macht noch keine gute Show. Man braucht Leute, die dieses Konzept mit Leben füllen. Das haben wir sehr eindrucksvoll am Sonnabendabend auf ProSieben erleben dürfen.
Nachdem Steffen Henssler keine Lust mehr auf den Wettbewerb hatte, den einst Stefan Raab ins Leben gerufen hatte, zeigt ProSieben nun stattdessen wieder “Schlag den Star”.
Zwei Stars treten in bis zu 15 Spielen live gegeneinander an. Ende offen. Verlauf sowieso.

Das Konzept funktioniert. Auch deshalb, weil es ja eigentlich nur ein Grundgerüst ist. Die 15 Spiele sind immer andere, keine Show gleicht der anderen.
Aber was ist, wenn die Promis lahm sind? Wenn Sarah Lombardi in Wirklichkeit gegen Eko Fresh keine Chance hat? Oder wenn die Stars an sich langweilig sind? Dann hilft auch das beste Showkonzept nichts. Lahm bleibt lahm.

Am Sonnabend aber traten Sasha und Tim Mälzer gegeneinander an. Und insbesondere der Fernsehkoch Mälzer hat an diesem Abend bewiesen, was für ein phantastischer Entertainer er ist. Er hat ein bisschen mit den Pfunden zu kämpfen, und deshalb hatte er hier und da ordentlich zu pumpen. Aber das war es nicht, was es so spannend machte: Er nahm die Show ernst, er wollte gewinnen – aber das immer mit sehr viel Humor und Ironie. Er wollte den Sieg, blieb dabei aber immer sympathisch. Flüche, kleine Wutausbrüche – alles blieb im Rahmen des Guten.
Sasha war der ruhigere Gegenpool, derjenige, der besonnener sein Ding durchzog – im Gegenspiel zu Mälzer geradezu perfekt.

Bis nach 1 Uhr dauerte die Show. Wirklich langweilig geworden ist es aber nie, und fast ist es ein bisschen schade, dass Tim Mälzer schon abgewunken hat, dass er der nächste Raab werden möchte.

Hits: 95

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My Hit. Your Song.

Montag, den 21. Januar 2019
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DO 17.01.2019 | 20.15 Uhr | ProSieben

Eigentlich ist das nichts Besonderes: Leute stellen sich vor eine Jury und singen Hits von Stars nach. Die Jury hebt oder senkt den Daumen, und das war es dann.
Bei ProSieben läuft das jetzt ähnlich – zumindest grundsätzlich.

Am Donnerstagabend heiß es erstmals: “My Hit. Your Song”. Leute stehen auf einer Bühne und singen und spielen Hits von Stars nach. Allerdings: In der Jury sitzen eben jene Stars, dessen Songs sie nachsingen beziehungsweise neuinterpretieren.

Das sorgt auch mal für magische Momente: Wenn Kandidat James Gruntz den Sasha-Hit “If you believe” auf seine Art interpretiert, dann kommt Gänsehaut auf. Nicht nur beim Zuschauer – auch in Sashas Augen hat man deutlich die Faszination gesehen. Nicht umsonst hat er ihn am Ende unter den anderen Kandidaten an diesem Abend als Gewinner ausgewählt.

Allerdings steht und fällt die Sendung mit denen, dessen Songs nachgesungen werden. Bei Sasha hat’s funktioniert, bei Olly Murs einigermaßen, bei Jason Darulo schon weniger. Nur wenn die Lieder der Kandidaten irgendwie Spannungspotenzial haben, dann ist auch die Show interessant.
Grundsätzlich herrscht zwar in “My Hit. Your Song.” wenig Spannung. der Drang zusehen zu müssen ist nicht unbedingt hoch, aber immerhin kommt sie ohne Trash aus und ist nettes Unterhaltungsfernsehen.

Hits: 168

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Das war 2018!

Montag, den 31. Dezember 2018
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Ein sonniger Winternachmittag auf dem Kudamm in Berlin. Die Lichter an den Bäumen sehen zum Träumen aus. Johannes B. Kerner und Marcus Lanz plaudern ein wenig, sie wollen auf den Weihnachtsmarkt, und Marcus freut sich schon auf das Mettbrot, das er sich kaufen will. Träumerisch blickt Johannes den Marcus an und greift nach seiner Hand, als… ähm…
Nein, nein, diese ausgedachten Geschichten sollte ich wirklich lassen. Das konnte Claas Relotius vom “Spiegel” sehr viel besser. Allerdings ist er damit im Dezember 2018 dann doch aufgeflogen. Peinliche Sache, auch für den “Spiegel”, der ja angeblich alles nachrecherchiert, was die Reporter so abliefern.

Der Skandal ist Futter für alle, die sowieso sagen, dass die Medien allesamt lügen, wenn es um brisante Themen geht. Dabei sind 2018 einige heikle Dinge aufgedeckt worden. Da ging es um die Football-Leaks und die Frage, wie sehr sich Fußballvereine von den Fans entfernen. Um den Steuer-Raubzug großer Banken bei den CumEx-Enthüllungen. Um nur zwei dieser Storys zu nennen.
Auch wenn es um die Flüchtlingskrise geht, haken die Journalisten inzwischen knallhart nach. Dass dabei andere, vielleicht sogar wichtigere Themen, untergehen, bemerken offenbar nur die Zuschauer. Bei den Sommerinterviews von ARD und ZDF ging es oft 18 Minuten um die Flüchtlingskrise und zwei um den Rest. Nur bei Alexander Gauland von der AfD ging es fast nur um den Rest – und Gauland schien ratlos.

Die AfD sitzt seit 2017 im Bundestag, und immer meinen die Blauen, Unrecht in den Medien aufgedeckt zu haben. Im Brennpunkt steht dabei die Band “Feine Sahne Fischfilet”. Dass sie mal vom Verfassungsschutz beobachtet worden ist, hängt ihr noch ewig nach, und die linke Band ist der rechten AfD ein Dorn im Auge. Andererseits wird aber auch jede Kleinigkeit über “Feine Sahne Fischfilet” in den Medien durchgekaut. Als die Band für das ZDF in Dessau ein Konzert aufzeichnen wollte, sagte der Veranstalter, die Bauhaus-Stiftung, den Veranstaltungsort ab. Eine Diskussion, die für die AfD ein voller Erfolg war.
Ebenso die Diskussion um eine KiKA-Doku über ein junges Mädchen, das einen Moslem liebt, wo die AfD der Meinung war, so etwas könne man nicht unkommentiert lassen. Als Deniz Yücel in der Türkei freigelassen worden ist, wollte die AfD wissen, ob der nicht vielleicht selber schuld war, dass er in Haft war. In den sozialen Netzwerken versuchen viele Parteimitglieder weiterhin, die Gesellschaft zu spalten.

In Cottbus hat das schon gut funktioniert. Die Rechten sind dort der Meinung, dass die Stadt überfremdet sei, dass es zu viele Straftaten von Flüchtlingen gebe. Der Hass bei den Demos, an denen Normalos mit den Rechtsextremen gemeinsam marschieren, richtet sich auch gegen die Medien. Der rbb wird ebenso angefeindet wie die Reporter der Lausitzer Rundschau. Da helfen auch Diskussionssendungen, die der rbb live aus Cottbus sendet, nur wenig. Aber wenigstens bleibt man im Gespräch. Irgendwie.

Das scheint auch das Ziel von CSU-Innenminister Horst Seehofer zu sein. Als er seinen Rücktritt, nun ja, androht, berichten die Nachrichtensender in Dauerschleife. Tritt er zurück? Oder doch nicht? Oder doch? Seehofer weiß nicht so recht, und ganz Deutschland wartet auf einen eventuellen Bruch der Großen Koalition. Als die Meldung bekannt wird, dass sich gar CSU und CDU trennen, schickt ntv die Breaking News gleich auf Sendung – um dann die nächste Breaking News hinterher zu schicken, dass man einer Ente aufgesessen sei. Aber es musste eben schnell gehen. Keiner hatte 2018 so viele Comebacks wie Seehofer.

Comeback ist sowieso ein gutes Stichwort. Fernsehmacher glauben, dass die Zuschauer darauf abfahren, wenn alte Serien wiederbelebt werden. In Deutschland floppte allerdings die Neuauflage von “Akte X” oder “Will & Grace”. Selbst Shows wie “Dingsda” im Ersten und “Die Montagsmaler” im SWR-Fernsehen laufen eher mau.
Die “Lindenstraße” dagegen wird nicht fortgesetzt. Im März 2020 wird nach fast 35 Jahren die letzte Folge laufen. Begründung: schlechte Quoten und inhaltliche Unzufriedenheit. Von einer Absetzung aus inhaltlichen Gründen von “In aller Freundschaft”, “Rote Rosen”, “Sturm der Liebe” oder “Rentnercops” ist allerdings noch nichts bekannt.
Auch an der Vormittagssendung “live nach neun” hält man im Ersten fest, obwohl die Zuschauerzahlen ein Desaster sind. Ähnlich sieht es am Vorabend in Sat.1 aus. Mit “Endlich Feierabend” versucht man da zum x-ten Mal das Frühstücksfernsehen zu kopieren – und scheitert zum x-ten Mal. In diesem miesen Sog läuft auch die neue Dailysoap “Alles oder nichts” ziemlich mies. Sie hatte nie eine wirkliche Chance.
Auch ProSieben hat Sorgen. Die neuen Folgen der “Simpsons” laufen richtig schlecht. Bei Sat.1 wird die Unternehmershow “Start up” abgesetzt, obwohl doch Jurymitglied Carsten Maschmeyer so doll dafür geworben hat. Aber vermutlich wollten gerade wegen ihm so wenige einschalten.
Bei Sky dachte man sich, es sei eine gute Idee, die Castingshow “X-Factor” aus der Versenkung zurückzuholen. Die Quoten waren kaum messbar, und wer gewonnen hat… ähm… Wer hat da eigentlich gewonnen? Eine weitere Staffel ist ausgeschlossen.

Es wird für das herkömmliche Fernsehen immer schwieriger, Aufmerksamkeit zu erregen. Die Mehrzahl der jungen Zuschauer schaut schon überwiegend online. Und dann eher Netflix oder Amazon Prime, auch Youtube ist ein echter Konkurrent.
Ein Opfer ist der Musiksender VIVA. Nach 25 Jahren wird Silvester der Stecker gezogen, MTV aus dem gleichen Senderkonzern lebt weiter, aber in der Nische. Immerhin noch wacker hält sich Deluxe Music. Musikclips schaut man an sich aber eher bei Youtube.

Immerhin: Man bemüht sich aber noch. Im Ersten läuft im Herbst “Babylon Berlin”, die teure Co-Produktion mit Sky. Auf dem “Tatort”-Sendeplatz werden etwa acht Millionen Zuschauer erreicht. Das Interesse am Berlin der 20er-Jahre schwindet jedoch, am Ende schauen weniger als vier Millionen zu. Allerdings stehen in den diversen Kritiken zur Serie, in denen es hieß, man müsse als Zuschauer drei Folgen durchhalten, bis man es eventuell verdammt gut fände, auch für sich. Allerdings sorgt die Serie auch für einen der magischsten Momente des Fernsehjahres – nämlich mit einer Szene in einem Tanzclub, die für Gänsehaut sorgt.
Im ZDF wird “Bad Banks” von der Kritik gelobt, ist aber dennoch langweilig. Amazon Prime dagegen trumpft mit einer neuen Staffel “Deutschland 86” auf und mit “Pastewka” auf.

Das Fernsehen steht aber immerhin noch für Events. In diesem Land lief es glücklicherweise für Deutschland auch mal gut beim Eurovision Song Contest in Lissabon. Michael Schulte schaffte den 4. Platz. Die Diskussionen darum, dass niemand Deutschland mag und wählt, finden nicht statt.
Bei der Fußball-WM dagegen, ach, lassen wir das. Immerhin sorgte das WM-Spiel von Deutschland gegen Schweden mit 27,48 Millionen Zuschauer für den 2018er-Quotenrekord.
Und auch als in Großbritannien Harry und Meghan heirateten, waren ein paar Millionen dabei – auch Ross Antony, der für RTL vor Ort und ausrastete, nur weil das Prinzenpaar in der Kutsche an ihm vorbeirauschte.

Aber nicht alle haben Glück mit Großereignissen. In letzter Minute hatte Eurosport für die Olympischen Winterspiele in Korea Sublizenzen an ARD und ZDF vergeben. Die Folge: Die meisten Zuschauer waren bei ARD und ZDF dabei, für Eurosport 1 und den Frauensender TLC blieben kaum Zuschauer übrig. Selbst die Abendshow “Zwanzig18” hatte auf zwei Sendern parallel gerade mal 200.000 Zuschauer. Dass man in Korea eventuell einen koreanischen Dolmetscher braucht, konnte man im Ersten allerdings echt nicht ahnen.
Und dann der Echo. Der Musikpreis gerät 2018 zum Debakel. Farid Bang und Kollegah rappten davon, dass sein Körper definierter sei als von Auschwitz-Insassen. Kam nicht überall gut an, Preise gab es dafür trotzdem, und Proteste auch. Selbst in der Show herrschte Unruhe. Danach geben diverse Promis ihre Echos zurück. Ende vom Lied: Der Echo ist tot.

2018 war wieder ein Jahr der Abschiede. Wir mussten uns von vielen Promis verabschieden. Die große Aretha Franklin lebt nicht mehr. Monserrat Caballé ist verstummt. Ebenso die Musiker Holger Biege, Jürgen Marcus, DJ Avicii, Lys Assia, France Gall, Ingo Insterburg, Abi Ofarim, Dolores Edwards (Cranberries) und Charles Aznavour. Auch nicht mehr da: die Schauspieler Rolf Hoppe, Morten Grunwald, Burt Reynolds, Rolf Zacher, Siegfried Rauch, Wolfgang Völz, Jochen Senf und Ulrich Pleitgen. Die Sportler Markus Beyer und Graciano Rocchigiani. Die Fernsehleute Dieter-Thomas Heck, Egon Hoegen, Wilfried Scharnagl, Gunther Witte, Friedrich Moll, Stefanie Tücking, Martin Haas, Thomas Leif und Dagobert Lindlau. Die Entertainer Jens Büchner und Daniel Küblböck, der am Jahresende nach einem Sturz vom Schiff immer noch als vermisst gilt. Die Politiker George Bush, seine Frau Barbara Bush, Philipp Jenninger und Kofi Annan. Wissenschaftler Stephen Hawking, Sternekoch Paul Bocuse, Kirchenmann Karl Kardinal Lehmann, Unternehmerin Käthe Wohlfahrt. Die Autorin Philip Roth und Christine Nöstlinger. Sie werden fehlen.

Auch Nachrichten fehlen. RTL II findet, dass die News zu wenige Zuschauer haben. Deshalb laufen die nun am Nachmittag und sind fünf Minuten kürzer. Und auch der rbb hat seine Spätnachrichten um die Hälfte auf 15 Minuten gekürzt. Damit um 22 Uhr gut abgehangene und preiswerte ARD-Degeto-Schnulzen laufen können. Bei N24 hat sich dagegen wenig geändert – bis auf den Namen: Welt.

Und sonst so? Sascha Hehn will nicht mehr Kapitän vom Traumschiff sein. Ist ihm vielleicht zu doof geworden. Kein Wunder.
Spiegel TV ist 30 geworden. Geschenk von RTL: Sendeplatzverschiebung auf den späten Montagabend. Glückwunsch.
Auf Sat.1 durfte im “Promi Big Brother”-Haus eine gewisse Katja Krasavice minutenlang in der Wanne mit dem Duschkopf masturbieren.
Die Chefs vom FC Bayern München teilten den Journalisten mit, dass die ein bisschen genervt von der ewigen Kritik seien. Bitte mal aufhören. Danke.
Dunja Hayali moderiert nun auch das “Aktuelle Sportstudio” im ZDF. Ihren Hatern bleibt aber auch gar nichts erspart.
Das SWR-Mega-Live-Event “Jäger der versunkenen Lok” musste ausfallen. Mangels versunkener Lok. Ist aber erst nach 25 Jahren Suche aufgefallen.
Und dann noch die Helene und der Flori. Es ist so traurig.

Kann man da eigentlich noch das Jahresende feiern? Darf man sich da noch auf 2019 freuen? Mit neuen Diskussionen und Hasskommentaren und den aktuellen Wasserstandsmeldungen von “Feine Sahne Fischfilet?” Und den neuen Schluckaufs der AfD? Wir bleiben dran und freuen uns auf 2019. Und Michelle ist auch dabei.

Hits: 266

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Late Night Berlin: The Voice of Germany

Samstag, den 3. November 2018
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DO 01.11.2018 | 22.40 Uhr | ProSieben

Ist eigentlich “The Voice of Germany” eine gute Show?
Donnerstags läuft neuerdings auch Klaas Heufer-Unmlaufs “Late Night Berlin” auf ProSieben – direkt nach “The Voice of Germany”. Die Late Night soll vom starken Quotenvorlauf profitieren – und deshalb sind auch immer Jurymitglieder der Castingshow zu Gast.

Allerdings: Es wird nicht gerade gute Werbung für “The Voice” gemacht. Kann es sein, dass die Kandidaten eigentlich gar keine Rolle spielen? Denn wenn Ausschnitte davon gezeigt werden, dann geht es immer nur darum, wie sich die Jurymitglieder humorvoll zoffen.
Wenn es darum geht, wer wen coachen darf, dann necken und streiten sich die Juryleute, sie springen auf, leisten sich total witzige Wortgefechte – und sorgen bei mir leider für einen Würgereiz.
Denn diese Scharmützel wirken zurecht geschnitten, einstudiert und einfach nur bescheuert. Und weil genau das immer wieder ausschnittweise bei “Late Night Berlin” gezeigt wird, ist das für mich das Signal: Ich muss diese Show nicht sehen. Ist mir zu blöd.

Insofern kann ich dem Team der “Late Night Berlin” nur dankbar sein, dass ich für “The Voice” keine Zeit verschwenden muss. Aber war diese Show schon immer so blöd-albern?

Hits: 134

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Alle gegen 1

Dienstag, den 23. Oktober 2018
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SA 20.10.2018 | 20.15 Uhr | ProSieben

Die ProSieben halten sie stoisch daran fest, dass Spielshows weit mehr als dreieinhalb Stunden dauern müssen. Am Sonnabend startete “Alle gegen 1”. Es ist der nächste Versuch, am Sonnabend live etwas auf die Beine zu stellen.
Elton hat einen Kandidaten, der einen Abend lang gegen Deutschland spielt. Das klingt aufregender als es ist. Es geht nämlich nur darum, dass der Kandidat etwas schätzen muss. Und die Zuschauer per App auch.

Dazu gibt es Einspieler oder Aktionen. Bastian Bielendorfer fährt Achterbahn mit einem Popcorneimer im Arm – und der Kandidaten sollte schätzen, wie viel von den 5000 Popcörnern übrig bleiben. Oder wie viele Luftballons nötig sind, ein Mädchen zum Schweben zu bringen.
Das ist irgendwie nett und nicht uninteressant – rein vom Konzept her aber nun wirklich nicht neu. Und dass man so etwas bis Mitternacht sehen sollte, erschließt sich auch nicht.

Gerade ProSieben leidet darunter, dass die junge Zielgruppe immer seltener Fernsehen schaut – also das klassische Live-Fernsehen. Aber dass der Sender nun Formate entwickelt, die Streaming-tauglicher sind – und entsprechend nicht ganz so lang – ist immer noch nicht zu merken. Und wenn eine Show schon so lange dauert, dann muss es auch einen entsprechenden Spannungsbogen geben. “Schlag den Raab” hatte den. “Alle gegen 1” nicht.

Eine interessante Erkenntnis brachte dieser überlange Showabend aber doch: Bastian Bielendorfer – bekannt geworden als Lehrerkind-Autor und Stand-up-Comedian – empfiehlt sich für mehr. Er hat eine gute Präsenz, kann recht gut moderieren und könnte für frischen Wind im ProSieben-Einerlei sorgen. Nur Mut!

Hits: 41

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Late Night Berlin

Donnerstag, den 27. September 2018
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MO 24.09.2018 | 23.10 Uhr | ProSieben

Dass diese bewegten Zeiten auch viel Stoff für gute Satire bieten, das zeigen Sendungen wie “heute show”, “extra 3” oder das “Neo Magazin Royale” jede Woche.
“Late Night Berlin” auf ProSieben wirkt dagegen wie ein kreativer Bankrott. Dass das allein am Moderator Klaas Heufer-Umlauf liegt, kann man allerdings nicht sagen. Es liegt sicher auch am Autorenteam dahinter.

Am Montagabend gab es einen Beitrag, in dem Sidekick Jakob Lundt Leute in einer Art Museum auf den Arm nehmen musste. Klaas Heufer-Umlauf sagte ihm per Knopf im Ohr, was er sagen sollte. Mal abgesehen davon, dass die Idee inzwischen sehr alt und verbraucht ist – Jakob Lundt ist leider nicht derjenige, der das besonders witzig umsetzen kann. Zu steif und schüchtern ist er – und letztlich schlicht nur wenig lustig. Ein netter Typ, aber nicht der richtige Mann für diese Stelle. Auch als Sidekick wirkt er nicht gerade präsent, dass er bei der Band sitzt, aber nicht spielen kann, ist albern und uncool.

In einem zweiten Beitrag gab es eine Umfrage unter Passanten, die ihre abgedrehten Antworten aber abgelesen haben. Das war natürlich der Gag, aber die Leute lasen ihre Antwort so mies ab, dass der Witz leider auch da auf der Strecke blieb.

“Late Night Berlin” wirkt wie die Fortsetzung vom “Circus Halligalli”. Der hat aber nur im Zweiergespann mit Joko und Klaas funktioniert. Eine Late Night sollte aber anders laufen als eine einstmals gute Comedy- und Personalityshow.
Die Sendung von Montag hat leider gezeigt, dass es an neuen Einfällen mangelt – und auch noch an der guten Umsetzung der aufgewärmten Ideen.

Klaas Heufer-Umlauf hat Potenzial, und “Late Night Berlin” hat sowieso viel Potenzial. Umgesetzt wurde das Montagabend in eklatanter Weise überhaupt nicht.

Hits: 24

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This is us – Das ist Leben

Mittwoch, den 18. Juli 2018
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MO 16.07.2018 | 20.15 Uhr | sixx

“This is us” ist eine in den USA gefeierte Serie. Endlich mal wieder ein großer Erfolg, heißt es. Kein Wunder, dass ProSieben die 1. Staffel auch in Deutschland sehr groß bewarb – um dann eine Bruchlandung hinzulegen. Die Quoten dümpelten weit unter einer Million Zuschauer, dennoch ist die Serie erstaunlicherweise zu Ende gesendet worden. Für Staffel 2 jedoch war auf ProSieben kein Platz mehr, sie läuft stattdessen bei sixx. Dort blieben am Montag, beim Staffelstart gerade mal noch 200.000 Zuschauer übrig.

Die Serie wird von den Kritikern gefeiert, und der Flop in Deutschland führt mal wieder zu den Diskussionen, dass die Deutschen einfach zu doof für solche Serien seien. Dass sie keine fortlaufenden Geschichten sehen wollen und können, weil sie es angeblich einfach nicht schnallen.
Dabei ist dieser Vorwurf schlicht falsch. Auch in Deutschjland gab und gibt es schon immer fortlaufend erzählte Serien. Selbst “Die Schwarzwaldklinik” in den 80ern war eine Mischung aus Episodengeschichten und fortlaufender Handlung. Die “Lindenstraße” erzählt nun seit 33 Jahren fortlaufende Geschichten, von den Daily Soaps nicht zu reden.

Ich muss gestehen: Das Fieber hat mich bei der Serie auch nie gepackt. Ich habe ihr drei Chancen gegeben. Bei ProSieben bin ich irgendwann nach Folge 5 oder 6 ausgestiegen, es hat mich nicht gepackt. Später habe ich dann doch alle Folgen bei Amazon Prime gesehen, aber auch da nur halbherzig. Irgendwie interessant waren nur die letzten drei Folgen von Staffel 1. Ein Zeitpunkt, den man ja normalerweise gar nicht mehr mitbekommt. Auch auf sixx war ich noch mal dabei, um während der 2. Folge zu beschließen, dass es das nun war. Ausstieg.

Sicherlich ist der Ansatz einer Familiengeschichte bei “This is us” reizvoll. Aber es gibt selbst im US-Serienbereich sehr viel spannendere Familienserien – wie zum Beispiel die hierzulande aber auch kaum beachtete Serie “Parenthood”.
Dass “This is us” auf verschiedenen zeitlichen Ebenen spielt – also die Familie parallel in verschiedenen Zeiten beobachtet, das war am Anfang interessant. Aber später hatte man immer mehr den Eindruck, die Handlung tritt auf der Stelle. Ich habe auch immer mal wieder den Überblick verloren, wer wann was gerade macht. Der Großvater stirbt am Ende von Staffel 1 und taucht in Staffel 2 wieder auf, weil die Story zeitlich wieder weiter vorne ansetzt. Das ödet mich leider an. Immer wieder dieselben Probleme, nichts kommt voran, zumindest hat man den Eindruck. Spannungsbögen fehlen oft komplett, Cliffhanger, die dafür sorgen könnten, dass man nächstes Mal unbedingt wieder einschalten sollte, fehlen oft.

“This is us” ist schlicht nicht fesselnd, und dass es noch mehr Leuten so geht wie mehr, zeigt die Quotenentwicklung, die nach Folge 1 zurückging und sich dann auf niedrigem Niveau einpendelte. Nun wird es spannend, ob bei sixx wenigstens die wenigen 200.000 Zuschauer gehalten werden.

Hits: 31