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Streetfun

Samstag, den 27. April 2019
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DO 25.04.2019 | 20.15 Uhr | ProSieben Maxx

Vier junge Typen sitzen auf einem Sofa, schauen ihr eigenen Filme und beömmeln sich. Ja, das will man zur Primetime sehen. Also, nicht. Das weiß man auch bei ProSieben, weshalb das neue Format “Streetfun” auch nur beim kleinen Ableger ProSieben Maxx läuft.

Das Format ist allerdings auch nicht ganz so neu. Die jungen Mäner quatschen auf der Straße oder in einem Park Leute an, um sie zu veralbern. Oder sie drängeln sich dreist an der Achterbahn-Schlange vor, und wir sehen die Reaktionen.
Kennen wir von “Comedystreet”, und mit Simon Gosejohann war das einst eine oft extrem lustige Show. Leider hat das später nicht mehr so gut funktioniert, weil Gosejohann zu bekannt wurde und er öfter erkannt worden ist.
Deswegen ist es auch nicht verwerflich, solche Konzepte mit neuen Leuten aufzuwärmen. Allerdings zeigt “Streetfun” auch, dass so eine Sendung mit den Darstellern steht oder fällt. Und natürlich mit den Ideen.

Da werden Leute nicht zu einer Veranstaltung eingelassen oder Polizisten reagieren nicht auf Vorfälle. Das ist viel zu selten lustig, und nicht nur, weil die Leute heutzutage schon viel zu abgebrüht sind, als dass sie irgendwie speziell reagieren. Und dass man immer wieder die vier Typen auf ihrem Sofa sitzend dabei zuhören muss, wie sie das Gesehene noch mal durchkauen – da kommt dann wirklich Langeweile auf. Wäre “Streetfun” gut, würde sie ohne Erklärungen und Einwürfe auskommen.

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Hart. Härter. Höllencamp.

Sonntag, den 16. September 2018
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DO 13.09.2018 | 20.15 Uhr | ProSieben Maxx

Quäl dich, du Sau!
Man hat neuerdings zwei Möglichkeiten, sich anschreien zu lassen, unter Schlafentzug zu leiden, weil es Nachtalarm gibt, und mit schwerem Gepäck durch die Heide zu latschen: Entweder geht man zur Bundeswehr und erlebt einen ungemütlichen Grundwehrdienst. Oder man geht in Höllencamp von ProSieben Maxx.

“Hart. Härter. Höllencamp.” ist so hart, dass man sogar verzichtet hat, das Ganze mit D-Promis zu veranstalten. Weicheier scheitern da schnell: 72 Stunden lang müssen zehn Kandidaten durch die Hölle gehen.
Zig Liegestütze, Gewaltmärsche und psychischer Stress ohne Ende. Kennt man tatsächlich vom Militär – denn es sind Prüfungen, die so auch angeblich bei militärischen Ausbildungen praktiziert wird. Dagegen ist das Dschungelcamp ein echter Kuschelausflug.

Acht Männer und zwei Frauen trauen sich – und geben sich hart und unerschütterlich. Um so mehr schmunzelt man, wenn plötzlich mitten in einer Übung ein Typ ausschert und sagt: Das war’s, ich kann nicht mehr. Was fast eine Entblößung ist, denn ein Scheitern war für sie sicherlich nicht vorgesehen. Um so interessanter ist es, zu sehen, wie Maulhelden plötzlich so klein mit Hut werden.

“Hart. Härter. Höllencamp.” auf ProSieben Maxx läuft erstaunlicherweise in direkter Konkurrenz zu “Global Gladiators” auf ProSieben. Scheinbar hielt man nur wenig von ersterem Format, dass man es zum Minisender abschiebt. Dabei ist es interessanter als die Promiqual, die gleichzeitig auf ProSieben läuft.

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ran eSports – Professional. Gaming. Magazine.

Samstag, den 11. November 2017
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MI 08.11.2017 | 0.05 Uhr (Do.) | ProSieben Maxx

Menschen sind irgendwie komisch. Oder ich werde langsam alt, weil es da einen Trend gibt, den ich nicht so ganz richtig nachvollziehen kann.
Da setzen sich zehntausende Leute in einer riesige Veranstaltungshalle oder in ein Stadion, um zwei Menschen beim Computerspielen zuzusehen. Sie setzen sich da hin, um oben an der Decke hängende Monitore anzustarren.
Sie kommen nicht mehr, um sich Menschen anzusehen, die unten auf dem Feld Fußball spielen, sondern um auf Monitoren zu sehen, wie andere auf dem Bildschirm im Computerfußball gegeneinander antreten.
Das ist inzwischen ein Megageschäft, und insbesondere in Asien wird ein riesiger Hype darum gemacht, die eSport-Spieler sind dort große Stars.

Das will man sich in Deutschland natürlich nicht entgehen lassen, auch hierzulande gibt es inzwischen solche Events. Und auch das Fernsehen will mitmischen. Auf ProSieben Maxx lief am späten Mittwochabend “ran eSports”. Eine Sendung, die wirkt, als würde ich mich hinter jemanden setzen, der gerade ein PC-Spiel zockt. Was auf Dauer für den passiv Zusehenden langweilig ist – finde ich. Die halbe Welt scheint das anders zu sehen.

Was kommt als Nächstes? Wird der Fußball als Live-Spiel abgeschafft, und alle Spiele stehen stattdessen zu hause in virtuellen Räumen, um dort den Sport zu simulieren, und das Stadionpublikum starrt auch nur noch auf Monitore? Werden im Theater bald auch nur noch Monitore auf die Bühne geschoben? Damit man sich das Stück auf dem Fernseher anschauen kann? Das wird bestimmt alles sehr spannend! Und es wird ganz sicher Leute geben, die verdammt viel Kohle damit verdienen werden.

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Inside Wikileak – Die fünfte Gewalt

Freitag, den 14. Oktober 2016
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DI 11.10.2016 | 20.15 Uhr | ProSieben Maxx

Wenn Fernsehmacher eine Free-TV-Premiere in einem ihrer Kleinstsender gegen ein Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft programmieren – dann ist entweder der Film total mies. Oder es werden eh schlechte Quoten erwartet. Oder es sollen gar nicht so viele Leute den Film sehen.

“Inside Wikileak – Die fünfte Gewalt” ist vielleicht keine Filmperle, aber schon ein spannendes Stück Zeitgeschichte. Immerhin geht es darum, wie Julian Assange die Onlineplattform Wilileaks ins Leben ruft, um dort eigentlich geheime, brisante Dokumente zu veröffentlichen. Der Film zeigt, wie Assange (Benedict Cumberbatch) Daniel Berg (heute Domscheit-Berg, gespielt von Daniel Brühl) kennenlernt, und wie sie zusammenarbeiten. Anfangs jedenfalls.

Klar, der Film ist umstritten, denn dass Julian Assange wirklich so wirr und psychotisch ist, wie dort dargestellt, sehen bei weitem nicht alle Experten so.
Dennoch erlaubt “Inside Wikileaks” interessante Einblicke in diese Welt, und dass ProSieben Maxx das Ding am Dienstagabend gegen den Fußball versendete, ist gerade tragisch. Nur 170.000 Zuschauer waren dabei.
Der Film hätte mehr Zuseher verdient gehabt.

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Senderlaunch ProSieben Maxx

Mittwoch, den 4. September 2013
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DI 03.09.2013 | 20.12 Uhr | Sat.1

Mit der ProSiebenSat.1-Gruppe geht es bergab. Das merkt man nicht nur an den schwinden Marktanteilen von ProSieben und Sat.1, sondern auch daran, dass die noch nicht einmal in der Lage sind, einen neuen Sender vernünftig und pannenfrei zu starten. Der Start von ProSieben MAXX ging gründlich in die Hose.
Dabei sollte alles so toll werden.

Der Programmstart, äh, Verzeihung: Der Senderlaunch sollte das ganz große Ding werden, live übertragen aus Berlin – und nicht nur auf ProSieben MAXX selbst, sondern auch auf Sat.1, ProSieben, kabeleins, sixx und Sat.1 Gold.
Eine aufgekratzte Moderatorin freute sich wie Gräfin koks über den Programmstart. Sogar ein paar Promis latschten über den roten Teppich, um dieses Topvent nicht zu verpassen. Sogar ein paar Zuschauer standen rum, und natürlich waren auch die total crazy drauf (ob sie eingekauft waren?). Im Hintergrund lief der Countdown.

Aber ach: Als der Countdown die 4-Sekunden-Marke erreichte, endete ganz abrupt die Übertragung des Programmstarts. Ob irgendein wichtiges rotes Knöpfchen gedrückt worden ist – wir wissen es nicht. Mittendrin war Sense, und auf allen sechs Sendern begann das jeweilige Primetime-Programm. Auf Sat.1 gab es einen Programmtrailer, und auf ProSieben MAXX startete das Programm, ohne dass es einen Programmstart gab.
Das ist wirklich eine Leistung, ein solches sendereigenes Event derart in die Tonne zu kloppen. Respekt!

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