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Vor 20 Jahren (43): Der erste Westurlaub

Samstag, den 24. Juli 2010
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(42) -> 14.7.2010

Dienstag, 24. Juli 1990.
Am 24. Juli 1990 saß ich bei meiner Tante und meinem Onkel in Melle in Niedersachsen und schrieb eine Postkarte nach Hause. Es war mein erster Westurlaub. Eigentlich waren wir zu dieser Zeit, mitte Juli, immer in Baabe auf Rügen. Doch das hatte sich wohl nicht ergeben. Stattdessen verbrachte ich eine gute Woche in Melle. Und es war eine ereignisreiche Woche für mich.

Seltsamerweise weiß ich gar nicht mehr, wie ich eigentlich dorthin gekommen bin. An eine Zugfahrt kann ich mich jedenfalls nicht erinnern. An eine Autofahrt aber auch nicht.
Auch habe ich wenige Erinnerungen an die Stadt Melle selbst. Ganz dunkel vor mir sehe ich noch das Wohngebiet, in dem lauter neue Einfamilienhäuser standen. Melle hat einen sehr schönen Park, und da mein Onkel mir ein Fahrrad geschenkt hatte, sind wir sehr viel unterwegs gewesen.

Im Freibad von Melle zum Beispiel. Dort war eine große Liegewiese und ein Becken voller Wasser.
Eisenbahnfan war ich ja schon immer. Umso toller war für mich die Fahrt mit dem Teuto-Express von Bad Laer nach Ibbenbühren. Dort ist der Aasee, und an dem fand ich den Namen am faszinierendsten.
In einem Freizeitbad waren wir auch. Bis zu dem Zeitpunkt kannte ich nur das SEZ in Berlin-Friedrichshain.
Mit den Rädern fuhren wir anderntags am Mittellandkanal entlang. Bei Minden fuhren wir dann mit einem Dampfer, wobei ich nicht mehr weiß, ob wir die Weser oder den Mittellandkanal entlangschipperten. Die Wasserkreuzung fand ich jedenfalls sehr faszinierend.
In Porta Westfalica spazierten wir zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal, und wenn ich den 1990er-Eintrag lese, könnte es sein, dass ich damals dachte, das Denkmal sei die Porta Westfalica.

Mit meinem Fahrrad auf dem Autodach sind wir dann, mein Onkel, meine Tante und ich, dann von Melle nach Oranienburg gedüst.
Mein erster Urlaub im Westen. Ich fand’s toll.