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phoenix vor Ort: Merkels Kandidatur

Montag, den 21. November 2016
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SO 20.11.2016 | 18.15 Uhr | phoenix

Immer wieder ist sie gefragt worden: Wird Angela Merkel auch 2017 wieder für die CDU als Kanzlerkandidatin antreten?
Am Sonntagabend gab sie die Antwort: ja. Sie wird.

phoenix übertrug die Pressekonferenz live, und auch die Fragen der Journalisten im Anschluss an das Merkel-Statement. Aber manchmal fasst man sich an den Kopf: Nun hat Merkel Ja zu 2017 gesagt, und schon wollte eine Journalistin wissen, wie sie denn eigentlich aus diesem Hamsterrad rauskomme und wie das denn im Jahr 2021 aussehe.
Klar, Merkel konnte dazu nichts sagen, sie merkte nur an, dass ja auch niemand wisse, ob die fragende Journalistin dann noch an Bord sei. Blöde Frage gut gekontert.

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phoenix vor Ort: Republican National Convention

Samstag, den 23. Juli 2016
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DO 21.07.2016 | 0.45 Uhr (Fr.) | phoenix

Bei phoenix kann man auch anders, wenn sie denn wollen. Oder wenn sie das sehr viel länger im voraus planen können. In der Nacht zum Freitag übertrug der Sender stundenlang den Parteitag der US-Republikaner, bei dem schließlich Donald Trump zum Präsidentschaftskandidat ernannt worden ist. Nicht erst “morgen um 9 Uhr”.
Nach 4 Uhr deutscher Zeit hielt er dann seine Grundsatzrede, und die war wohl sehr viel länger als geplant. Gleich vier phoenix-Dolmetscher hat Trump während seiner mehr als 70-minütigen Rede verschlissen. Ihn live zu übersetzen, und was ewig lange, ist aber auch eine große Herausforderung.

Und Trump? Der sammelt offenbar weiter seine Wahl-Schäfchen ein, und das macht er durchaus gerissen – was den Wahlkampf sicherlich sehr spannend machen wird.
Trump bedient das Volk, das die aktuelle Politik satt hat. Und er füttert sie regelrecht. Man könne es sich nicht mehr leisten, politisch korrekt zu sein, sagt er. Man wolle nicht mehr die Mythen der Lügen hören.
Es werde wieder Sicherheit herrschen – ab 20. Januar 2017, wenn er Präsident wird, wovon Trump natürlich überzeugt ist. Er erzähle die Wahrheit und nichts als die Wahrheit. Dann nennt er Zahlen, zum Beispiel dass es in der Hauptstadt 50 Prozent mehr Morde gegeben haben, ohne zu sagen, auf welche konkreten Zahlen sich das bezieht.
Dass sich der IS ausbreiten konnte, daran habe Hillary Clinton schuld.

Donald Trump sagt auch etwas, was immer mehr in Mode kommt: “Amerika zuerst.” Populisten in vielen Ländern wollen damit punkten, dass man doch das Geld zuerst im eigenen Land einsetzen solle – und nicht außerhalb. Amerika statt Globalisierung. Schließlich seien die Straßen marode (stimmt) und die Flughäfen auch. Und natürlich: sichere Grenzen.
Andererseits wolle er die kleingeistige Politik abschütteln, was natürlich angesichts der vorherigen Aussagen verwundert.
Aber dennoch: Trump ist ein Populist, aber was er sagt erreicht viele Menschen, weil er ihnen sagt, was sie hören wollen.
Er überrascht sogar mit einer Aussage: Der Anschlag gegen den Homosexuellen-Club vor einigen Wochen, “das ist nicht gut, das müssen wir stoppen.” Man müsse die schwul-lesbischen Bürger schützen vor hasserfüllten ausländischen Ideologien. Das ist ein interessanter Schachzug, weil sich Trump in einer Aussage als liberal und harter Hund darstellen will.

Nächste Woche folgt der Nominierungsparteitag der Demokraten, dann schießt Frau Clinton zurück. Ein heißer Politherbst in den USA.

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phoenix vor Ort: Das Referendum

Freitag, den 24. Juni 2016
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DO 23.06.2016 | 22.45 Uhr | phoenix

Wenn du glaubst, dass die “Tagesschau” im Ersten oder die “heute”-Leute im ZDF ein großes Studio haben, dann hast du wahrscheinlich noch nie die Nachrichten der BBC gesehen.
Im Laufe der phoenix-Berichterstattung über das britische Referendum zum möglichen EU-Austritt ist auch immer wieder zur BBC geschaltet worden, um deren Live-Sendung zu übernehmen.

Um einen Tisch saßen lauter Experten, aber dahinter, irgendwo ganz klein im hinteren Teil des Studios stand ein weiterer Moderator, um zu zeigen, wo in Großbritannien schon abgestimmt worden ist. An einer riesigen, ewig langen Wand wurde irgendwelche Balken eingeblendet. Es schien, als ob jeder Wahlkreis einen Balken hatte, denn es waren unfassbar viele Balken.
Davor war noch auf dem Boden eine große Karte der britischen Insel, die immer farbiger wurde, je nachdem wo schon ein Ergebnis vorlag. Aber selbst die Kameraleute schienen Probleme gehabt zu haben, die riesigen Studiodimensionen einzufangen. In einigen Einstellungen war der BBC-Mann so klein, das man ihn im Bild kaum noch erkennen konnte.
Zumal es sich offenbar um ein virtuelles Studio handelt, denn der Moderator stakste ein wenig unsicher durch seine Fernsehhalle. Ist ja auch blöd, wenn man stundenlang und immer wieder ins grüne Nichts zeigen muss.
Dagegen ist das Tagesschau-Studio ja noch kuschelig klein und beruhigend real.

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phoenix vor Ort: Fußball-EM 2016 – DFB-Pressekonferenz

Mittwoch, den 15. Juni 2016
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DI 14.06.2016 | 12.45 Uhr | phoenix

Ja, okay, das waren etwas, nun ja, unschöne Szenen. Und sie spielten sich zwar bei der Fußball-EM ab, aber nicht unmittelbar auf dem Platz. Sondern daneben. Erst schiebt sich Bundestrainer Jogi Löw die Hand in die Hose, dann schnüffelt er an der Hand. Das gleiche Spiel dann, ähm, hinten.
Nun kann man sich natürlich einerseits fragen, warum Löw das macht, obwohl er ja weiß, dass er permanent von Kamera beobachtet wird. Aber andererseits ist das auch typisch Internet: Tausende Leute schicken sich diese Szenen amüsiert und hämischem Muahahaha in den sozialen Netzwerken rum. Hat sich Jogi also an die Eier gepackt.
Das also war es, worüber sich Fußballdeutschland am Dienstag das Maul zerrissen hat.

Und natürlich war das am Dienstagmittag auch bei der von phoenix gezeigten DFB-Pressekonferenz ein Thema. Ein Journalist wollte wissen, was denn die Mannschaft davon halte, als ob da jetzt eine große Krise ausgebrochen wäre.
Aber Lukas Podolski hatte die richtige Antwort darauf parat: Schließlich würden sich ja 80 Prozent von uns mal an die Eier packen. Bäm. Und damit war das Thema erledigt. Zumindest in der Pressekonferenz. Ansonsten wird Jogi Löw diese Bilder wohl so schnell nicht mehr los.

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Peter Hahne: Alles für die Alten – Kommen die Jungen zu kurz?

Dienstag, den 14. Juni 2016
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SO 12.06.2016 | 1.20 Uhr (Mo.) | ZDF

Kurz vor zwei, mitten in der Nacht zum Montag im ZDF: Peter Hahne diskutiert mit seinen Gästen über den Generationenkonflikt. Darüber, was denn mal aus der Rente wird. Und ob die Alten vielleicht egoistisch sind.
Die eigentliche Frage ist aber: Wer sieht sich so was gezielt an, nachts um 1.20 Uhr?

Das ZDF scheint Peter Hahne einfach nicht loszuwerden. Immer noch steht er grinsend am Beginn der Sendung im Studio rum und fragt die Zuschauer: “Geht Ihnen das auch so…?” Und vielleicht will er ja sagen: “Geht es Ihnen auch so, dass Sie nachts nicht schlafen können, um meine verschnarchte Sendung sehen zu können? Aber das ZDF wird mich nicht los!”
Ja, so scheint es. Das ZDF kann sich noch so viele Programmreformen ausdenken – Hahne sendet weiter. Angefangen hat er am Mittag gegen 13 Uhr, dann wurde die Sendung wegen akuter Quotenschwäche auf 10.15 Uhr vorgezogen und wegen immer noch großer Quotenschwäche in die Nacht abgeschoben. Immerhin läuft die Premiere von “Peter Hahne” mit Peter Hahne nun aber sonnabends um 19.30 Uhr auf phoenix.

Aber Hahne scheint einen Vertrag auf Lebenszeit zu haben – unkündbar? Vermutlich würde er auch grinsend die Leute befragen (”Geht es Ihnen auch so? Senile Bettflucht?”), wenn es 3 Uhr nachts wäre.

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Eurovision Song Contest 2016 – 2. Halbfinale

Freitag, den 13. Mai 2016
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DO 12.05.2016 | 21.00 Uhr | phoenix

Immerhin ist Litauen im Finale. Donny Montell hatte mit “I’ve been waiting for this Night” am Donnerstagabend immerhin noch einen schönen Song mit einem tollen Refrain geliefert. Das war der beste Song des Abends – allerdings stach er auch nur wenig aus der Masse heraus.

Das muss man leider so sagen: Das 2. Halbfinale des Eurovision Song Contests 2016, live übertragen von phoenix und einsfestival, war leider ganz schön langweilig. Europa kam mit viel Einheitsquark daher. Gefälliger Pop. Rock, der aber auch nur gefallen wollte. Und selbst Australien hat schnell gelernt und schickte eine Sängerin mit Glitzerkleid und Ballade nach Stockholm.
Alles war nett, manchmal ein bisschen schief, und wenn man die Nettigkeit kaschieren wollte, dann arbeitete man eben mit Videoeffekten, in denen der Sänger irgendwie nackt zu sehen ist – so wie Weißrussland in diesem Jahr. Und damit hat er es noch nicht mal ins Finale geschafft.

Mit nur “nett” wird so eine Show aber leider nicht aufregend. In dieser Hinsicht hatte das Halbfinale 1 sehr viel mehr zu bieten.

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Eurovision Song Contest 2016 – 1. Halbfinale

Mittwoch, den 11. Mai 2016
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DI 10.05.2016 | 21.00 Uhr | phoenix

Europa, wir müssen reden. Mal wieder. Leute, irgendwie schafft ihr es immer wieder, meine persönlichen ESC-Favoriten zu ignorieren.
Im 1. Halbfinale des Eurovision Song Contests 2016 in Stockholm traf es diesmal Serhat, der für San Marino antrat. “I don’t know” war eine recht außergewöhnliche 70er-Jahre-Disconummer, die aber irgendwie sehr cool war. Nur stehe ich mit der Meinung wohl relativ alleine da. San Marino ist raus. Wobei der Auftritt des Mittfünzigers irgendwie auch nicht so cool rüberkam, wie im vorher veröffentlichten Video, in dem allerdings wesentlich mehr Tänzerinnen und Tänzer auf der Bühne waren (beim ESC selbst dürgen nur sechs Leute auf der Bühne stehen – könnte man mal abschaffen, die Regel).

Ansonsten bot die Show, die am Dienstagabend bei phoenix und einsfestival zu sehen war, viel Pop, ein bisschen Folklore, ein bisschen Rock, Windmaschinen und eine Spur Langeweile – alles wie immer also. Allerdings nutzen immer mehr Länder, die Bühne für aufwendige visuelle Effekte.

Russland zum Beispiel tritt mit einem mittelmäßigen Song an – donnert dafür aber die ganze Power in die Bühnenshow, die dann allerdings so künstlich und kalt wirkte, dass sie irgendwie gar nicht funktionierte. Ist aber wurscht, weil die Russen eh immer weiter kommen.

Immerhin haben es die Niederländer geschafft – mit einem Song, der ein bisschen wie ein Oldie klingt mit einem Hauch Country und einem tollen Refrain: “Slow down”. Und auch die Österreicher sind weiter, erstaunlicherweise mit einem Song auf Französisch. Aber Zoe ist damit offenbar gut angekommen, und das freut mich für unser Nachbarland.

Dass der ESC auch politisch sein kann, zeigte das Pausenprogramm – mit einem Tanz rund um das Thema Flüchtlinge. Am Ende schminkten sich die grauen Menschen ab, lächelten, gingen ins Publikum, und alle nahmen sich an die Hände und feierten die Freiheit. Ein Gänsehautmoment.