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Unter Grizzlys

Freitag, den 16. Oktober 2020
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MI 14.10.2020 | 18.30 Uhr | phoenix

Das Leben der Grizzlys aus nächster Nähe. Kameras haben beobachtet, wie die Bären leben, wie sie sich verhalten. Wie sie mit der Natur und auch miteinander umgehen.

Sehr spannend.
Wobei ich, ehrlich gesagt, gar nicht so wirklich auf die Grizzy-Doku geachtet habe. Sie lief am Mittwochabend bei phoenix. Und während die Bären durchs Bild liefen, war auf der linken Seite das Bild eines leeren Raumes zu sehen. Daneben stand der Hinweis: In Kürze live – phoenix wartete darauf, dass die Pressekonferenz mit Angela Merkel nach dem Treffen mit den Ministerpräsidenten begann. Und ich wartete auch darauf.

In dem kleinen Bild liefen ab und zu Leute durchs Bild. Mal setzte sich jemand auf die Journalistenstühle, mal stand wieder jemand auf. Packend. Was die Grizzlys in der Zeit im Hauptbild gemacht hat, habe ich leider nicht mehr so genau mitbekommen.
Aber auch um 19.15 Uhr, als die Grizzly-Doku änderte, tat sich in Berlin noch nichts. Somit gab es auf phoenix auch noch den 2. Teil der Grizzly-Doku. Und die Tagesschau. Und eine Doku über Che Guevara. Und eine Doku über Mahatma Gandhi. Und ein Bericht über das Althai-Gebirge.

Es dauerte bis 22.15 Uhr, bis dann auch auf der linken Bildschirmseite mal was passierte. Merkel und Co. waren sich früher nicht einig geworden, und deshalb hatte sich die Pressekonferenz so wahnsinnig verzögert.
Aber nein, ich habe dann noch nicht vier Stunden irgendwelche phoenix-Dokus geschaut, nur um zu sehen, wann endlich die Coronanews kommen. Aber dennoch ist es ein Stilmittel, das dafür sorgt, dass man immer wieder zu phoenix schaltet, um zu schauen, wie der Stand der Dinge ist. Und wenn die Leute bei phoenix Glück haben, bleibt vielleicht der eine oder andere länger hängen, auch wenn die PK auf sich warten lässt.

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phoenix vor Ort: US-Wahl 2020 – Erstes TV-Duell zwischen Trump und Biden

Freitag, den 2. Oktober 2020
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DI 29.09.2020 | 2.45 Uhr (Mi.) | phoenix

Joe Biden will US-Präsident werden. Donald Trump will US-Präsident bleiben, und in gut fünf Wochen werden wissen, wie das Wahlergebnis aussieht. Bis dahin treffen Trump und Biden noch in mehreren TV-Duellen aufeinander.
Das erste übertrug phoenix in der Nacht zu Mittwoch live.

Und bei phoenix dachten die tatsächlich, es würde ausreichen, wenn sie zwei Dolmetscher einsetzen. Eine Frau für Trump und einen Mann für Biden und den Moderator des TV-Duells.
Die gut 100 Minuten wurden zu einer Schwerstarbeit für die beiden Dolmetscher – und für den Moderator erst recht. Denn Trump und Biden lieferten sich eine Redeschlacht, die sich gewaschen hat. Vom Niveau her war allerdings nur noch wenig Platz nach unten vom “Sommerhaus der Stars”. Trump blökte dazwischen, wenn ihm was nicht passte, er quakte bei Biden dazwischen, aber auch bei Moderator Chris Wallace, der es nicht schaffte, die Diskussion irgendwie zu leiten, weil Donald Trump nicht zu dulden vermag, wenn jemand anderes redet.

Trump war voll auf Konfrontation, immer wieder und von Anfang an. Und wieder – das wiesen ihm Analysten später nach – waren viele Lügen dabei. Das Problem: Bei den Trump-Fans wird diese Konfrontation sehr gut ankommen, ob Fakten oder Lügen im Raum standen, interessiert die nicht. Das zweite Problem: Biden. Dass die Demokraten in den USA wirklich niemanden gefunden haben, der Trump echtes Kontra geben kann und eine wirkliche und klare und zukunftsweisende Alternative bieten kann, ist wirklich peinlich. Wenn Trump gewinnen sollte, dann muss man auch den Demokraten sagen: Ihr habt versagt.

Moderator Chris Wallace sagte übrigens danach: “Ich bin ein Profi. So etwas habe ich noch nie durchgemacht. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass es so aus dem Ruder laufen würde.”
Na dann viel Spaß beim zweiten Duell.

-> Das TV-Duell in der ARD-Mediathek (bis 30. September 2025)

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phoenix vor Ort: SPD-Parteivorstand zur Nominierung von Olaf Scholz

Mittwoch, den 12. August 2020
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MO 10.08.2020 | 14.00 Uhr | phoenix

Als es darum ging, wer an der Spitze der SPD stehen soll, da entschieden die Mitglieder der Partei. Gegen Olaf Scholz, für Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans. Und diese beiden teilten am Montagnachmittag der Presse mit, dass eben jener Olaf Scholz nun der SPD-Kanzlerkandidat für 2021 werden soll. Die Basis hatte da nichts mitzureden, und selbst Olaf Scholz hatte bei der Pressekonferenz erst mal nichts zu sagen.

Auf phoenix war live zu sehen, wie Scholz zwischen den beiden Chefs rumstand. Esken und Walter-Borjans erklärten erst mal eine geschlagene Viertelstunde lang, was denn die SPD so will, dass sie es schaffen wird und dass alles gut wird. Eine Viertelstunde lang hatte Olaf Scholz nichts anderes zu tun, als immer hin und her zu gucken und zu lauschen, was denn die Oberen Wichtiges zu sagen haben. Wie ein kleiner Junge, der zum Stillsein verdammt war und der sich dabei scheinbar ein Grinsen nicht immer ganz verkneifen konnte, weil er das Ganze vielleicht auch ein bisschen grotesk fand.
Erst nachdem Esken und Walter-Borjans ihr Manifest verkündet hatten, durfte auch der Olaf was sagen.

Erst 23 Stunden vorher war Saskia Esken zu Gast beim Sommerinterview im “Bericht aus Berlin”. Da schwadronierte sie noch davon, dass die SPD ja auch unter Führung der Grünen mitregieren könne. Da fragt man sich natürlich, wozu die SPD einen Kanzlerkandidaten braucht.
Aber immerhin kann man sich als Partei mitten in der Coronakrise auch mal mit einem anderen Thema kurz wichtig machen.

-> Die Übertragung bei phoenix auf Youtube

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phoenix vor Ort: Vorstellung der Corona-Warn-App

Freitag, den 19. Juni 2020
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DI 16.06.2020 | 10.30 Uhr | phoenix

Am lustigsten sind ja die Leute, die sich auf Facebook darüber aufregen, dass die neue Corona-Warn-App ihren Datenschutz verletzten würde. Dass sie ja gläsern würden.
Überhaupt hat man ja auf Facebook und Co. den Eindruck, dass niemand diese App brauche und sich eigentlich alle nur darüber aufregen. Dass nach gerade mal zwei Tagen mehr als 7 Millionen Nuter die App runtergeladen haben, überrascht dann doch. Was auch zeigt, dass sich in den Sozialen Netzwerken nur die Nörgler aufhalten, die eh alles Sch… finden.

Am Dienstagvormittag ist die App vorgestellt worden, und phoenix übertrug live. Die Zeiten, wo auch die großen Sender live solche Pressekonferenzen übertragen, scheinen jedenfalls vorbei zu sein. ARD und ZDF haben ihr vormittägliches Wiederholungsprogramm für diese wichtige Pressekonferenz nicht unterbrochen. Dabei ist dort gut erklärt worden, wie diese App funktioniert und wieso die Menschen sie auch nutzen sollen und können. Immerhin schwirren Mythen durch das Internet, ist fast schon so dämlich sind, dass man nur noch lachen kann.

Die Daten der App gehen direkt zur Bundesregierung? Angela Merkel weiß, wann ich das Haus in Richtung Dönerladen verlasse? Und sie wird dann panisch den roten Knopf drücken?
Dabei gibt die App an sich erst mal gar nichts weiter. Sie merkt sich für eine gewisse Zeit, wann ich wo war. Was Google übrigens schon immer sehr präzise – erschreckend präzise – tut. Bekomme ich das Coronavirus, gibt es beim Arzt einen Code, und ich muss die App darüber informieren. Die wiederum checkt, wer in den letzten Tagen in meiner Nähe war. Und schlägt bei demjenigen Alarm, wo die Codes übereinstimmen. Derjenige muss dann auch zum Gesundheitsamt. Im Grunde erfährt also keiner was, die Daten sind auf dem Handy, und selbst ein Gewarnter kann die Warnung theoretisch für sich behalten, ohne dass jemand was merkt.
Eigentlich ist das simpel, und selbst der Chaos-Computer-Club sieht bei der App keine gravierenden Probleme. Ganz im Gegensatz zu Facebook, wo sich ja alle aufregen, wie schlimm die Corona-Warn-App ist…

-> Die Pressekonferenz bei phoenix via Youtube

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Augstein und Blome

Samstag, den 30. Mai 2020
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FR 29.05.2020 | 17.05 Uhr | phoenix

Wenn wir etwas in unserer Gesellschaft immer weniger können, das ist es das Streiten. Das Austauschen von Meinungen, ohne sich am Ende gleich abgrundtief zu hassen und sich für immer aus dem Weg zu gehen.

Ob sich Jakob Augstein und Nikolaus Blome privat hassen, ist nicht klar. Jeden Freitag zoffen sie sich 10 bis 15 Minuten lang in ihrer Sendung “Augstein und Blome” bei phoenix.
Es ist eine spannende Zusammensetzung. Jakob Augstein kommt eher aus dem linken Journalistenspektrum. Nikolaus Blome ist aus der konservativen, eher rechten Ecke (rechts im Sinne von: nicht links oder Mitte, “rechts” ist ja heutzutage fälschlicherweise schon ein Schimpfwort). Jede Woche kommen sie für ein paar Minuten zusammen, um über aktuelle Themen zu diskutieren. Ein Schlagabtausch.

Das machen sie auf eine interessante Weise, denn sie gehen nicht immer zimperlich miteinander um. Diese Woche ging es um “Wissenschaft und Politik – Was erlauben Drosten?”.
Augstein argumentierte, ob es gut sei, wissenschaftliches Halbwissen in die Öffentlichkeit zu pusten. Blome merkte hingegen an, es gebe eine zwangpolitisierte Wissenschaft.
Corona ist momentan natürlich ein Dauerthema, der eine will wissen, warum die Menschen derart eingeschränkt werden, der andere hat Verständnis.

Da fallen manchmal harte Worte. Andererseits machen die beiden das seit 2011. So richtig hassen kann man sich da eigentlich nicht, wenn man Woche für Woche auf diese Weise zusammenkommt.
Dass diese Sendung auch wieder nur in der Nische im Spartensender läuft, ist schade. Auch sie hätte mehr Aufmerksamkeit verdient, zum Beispiel an einem Tag nach den “Tagesthemen”.

-> Die Sendung auf Youtube

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phoenix vor Ort: Virtueller CSU-Parteitag

Montag, den 25. Mai 2020
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FR 22.05.2020 | 17.00 Uhr | phoenix

Wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel mal ein zehnminütige Fernsehansprache hält, dann ist es ja einigen Leuten auch schon zu viel, als dass sie ihr folgen könnten. Am Freitagabend aber, da saß Marcus Söder, der bayerische Ministerpräsident, eine gute dreiviertel Stunde an seinem Tisch und redete und redete und redete. Es nahm einfach kein Ende.
Dabei war seine Redezeit gar nicht mal so ungewöhnlich. Ungewöhnlich war viel mehr die Art und Weise seiner Rede. Normalerweise würde sie er vor anderen Menschen halten und nicht alleine und immer an der Kamera vorbeischauend.
Es war CSU-Parteitag, und weil wir wegen des Coronavirus keine Großveranstaltungen durchführen können, musste eben auch der CSU-Parteitag virtuell abgehalten werden.
Der Sender phoenix übertrug am Freitag trotzdem live. Und nun eben nicht aus einer großen Halle, sondern man übernahm einfach das Signal der CSU-Übertragung. Was ein bisschen wirkte wie der offene Kanal.

Immerhin hat sich Gastredner Sebastian Kurz, der Bundeskanzler in Österreich, in einen Raum gesetzt, in dem hinter ihm Fahnen standen und neben ein… tja, man weiß es nicht genau. Ein Ofen vielleicht? Es hallte, weil er kein Mikro hatte.
Einen Blick in sein Wohnzimmer ließ er aber nicht zu – ganz im Gegensatz zu Ilse Aigner, der Präsidentin des Landtages in Bayern. Auf ihrem Schrank stehen so viele Bilder rum, dass sie fast bis ans Wandbild ranreichen. Aber vielleicht kann man der Frau Aigner ja mal den Tipp geben, die Wandbilder etwas höher zu hängen. Sehr geschmackvoll ist aber die Blume mit den weißen Blüten neben der Tür. Was sie erzählt hat, weiß ich nicht mehr, ich war ganz auf ihre schlicht eingerichtete Wohnung konzentriert.
Angelika Niebler meldete dich aus einem Dachzimmer, in dem kläglich wenige Bücher rumstanden und eine kleine Europaflagge. Und daneben irgendein Porzellan-Dingsbums mit den weiß-blauen Farben im Bauchbereich. Sehr geschmackvoll. Sie hat auch über irgendwas geredet (“schwere Stunde”, “Nachbarn nicht hängen lassen”), aber dieses Zimmer ganz in Grautönen war einfach zu…. na ja, spannend wäre nun das falsche Wort.

Es ging im einen Leitantrag, um die Rolle der Frauen in der Krise und so weiter. Aber das Ambiente dieses CSU-Parteitags at Home war dann doch viel faszinierender. Als dann die nächste Rednerin nur noch per Telefon zugeschaltet war, war dann aber auch mein Interesse erloschen.

-> Der CSU-Parteitag auf Youtube (Welt-Livestream)

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phoenix vor Ort: Bundeskanzlerin nach Treffen von Corona-Kabinett

Samstag, den 11. April 2020
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DO 09.04.2020 | 15.30 Uhr | phoenix

Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde Bundeskanzlerei Angela Merkel von der Berliner Journaille niedergeschrieben. Sie wirkte kraftlos, habe keine Ideen, ziehe sich zurück, man höre nichts von ihr, sie gebe keine Impulse mehr.
Nichts mehr davon.
Denn einmal mehr zeigt sich momentan, wie wichtig Angela Merkel für Deutschland ist. Am Donnerstagnachmittag war das in der von phoenix live übertragenen Pressekonferenz zur Corona-Situation vor dem Osterfest einmal mehr nachdrücklich zu erleben gewesen.

Während Staatschefs wie Donald Trump oder Emmanuel Macron gerne kämpferische Kriegsrhetorik verwenden und insbesondere Donald Trump in den USA so tun als wäre er der Allwissende, der alles schon längst gewusst habe, spricht Angela Merkel auf ganz andere Weise zu den Menschen.
Sie erklärt was Sache ist. Sie sagt, was bekannt ist und was nicht bekannt ist. Sie macht keine Hoffnungen, wo sie es noch nicht machen kann. Sie sagt, dass es nach Ostern Gespräche und Entscheidungen geben werde. Sie sagt in diesem Moment nichts, was sie nicht wirklich versprechen kann.
Und vor allem: Sie macht keine Illusionen. Sie erklärt, dass Lockerungen der Kontaktverbote auch erst mal dazu führen, dass man schauen müsse, was die Lockerungen bewirken. Es geht um Vorsicht, damit Entscheidungen nicht zurückgenommen werden müssten.

FDP-Lindner poltert, dass die Regierungen mit den Menschen wie mit Kindern spreche. Das mag vielleicht sein, aber was ist daran falsch? Was die Regierung, hier Merkel, erklärt, müssen und sollen alle Menschen verstehen. Gerade jetzt ist es wichtig, die Dinge so auszudrücken, dass es alle verstehen, dass alle mitgenommen werden.
Und das schafft Angela Merkel momentan sehr gut. Dass es Menschen gibt, die mit den aktuellen Maßnahmen nicht einverstanden sind, das mag so sein. Allerdings sind die Gegenargumente auch nicht wirklich schlüssig.
Wichtig ist, dass die Menschen in dieser schwierigen Zeit Vertrauen in die Maßnahmen haben, die getroffen werden. Und das Vertrauen haben, dass verantwortungsvoll damit umgegangen werden, die Maßnahmen nach und nach zu lockern.
Dass darüber nachgedacht werden muss, wie es mit der Wirtschaft weitergeht, ist unstrittig, und ich bin mir sehr sicher, dass das passiert. Unstrittig sollte aber auch sein, dass alles zu seiner Zeit stattfinden muss.

Ich bin jedenfalls momentan sehr froh, dass wir eine Frau wie Angela Merkel an der Spitze des Landes haben. Besonnenheit und überlegtes Handeln – das brauchen wir.

-> Die Übertragung von phoenix auf Youtube.

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