RTelenovela

Mit der Ferres am See

Montag, den 22. Juni 2009
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Der Starnberger See liegt direkt vor den Toren Münchens. Hat man erst mal die richtige Autobahn Richtung Starnberg gefunden – und das ging von München-Ost erstaunlich einfach – ist es nicht mehr weit.
In Starnberg wird aus der Autobahn die Bundesstraße B2. Eine alte Bekannte, denn die B2 führt auch durch Berlin und Potsdam. Nach einem kleinen Mittagessen fuhr ich aber weiter ans nördliche Ostufer des Starnberger Sees, nach Berg.
Ich hielt auf einem Parkplatz und wunderte mich: Parkgebühren sind zwar keine zu zahlen, aber eine Parkscheibe muss man hinterlegen. Parken darf man: 24 Stunden. Ja, genau. 24 Stunden.
Ich frage mich: Wie soll das funktionieren? Stelle ich meine Parkuhr auf „3“, weiß doch niemand, ob 3 Uhr oder 15 Uhr gemeint ist. Und wenn sie sowieso 24 Stunden gilt, wieso muss ich dann überhaupt eine Parkuhr stellen? Irgendwie erschloss sich mir das Ganze nicht, aber vielleicht kann mir das ja mal jemand erklären.

Ich spazierte zum See. Auf einem Bootssteg standen gerade ein paar Jungs in Badehosen und sprangen ins kühle Nass. Immer wieder. Mehrere kleinere Kinder und ein Paar beobachteten das Ganze.
Die Frau kam mir irgendwie bekannt vor, und ich sollte mich nicht irren. Neben mir stand die Schauspielerin Veronica Ferres mit einem Mann, der wahrscheinlich ihr Lebensgefährte ist. Leider bin ich nicht auf dem aktuellen Stand, was Frau Ferres‘ Familienstand angeht. Die beiden schlenderten dann auch weg, und ich auch lief zurück zum Auto.

Ein paar Kilometer weiter, in Leoni, präsentierte sich der Starnberger See dann in seiner ganzen Schönheit. Die Straße in den kleinen Ort führte einen Abhang hinunter, beim Runterfahren konnte man auf den See blicken. Ein Panoramabild.
Was durchaus auffällt: Die erstaunlich schlechten Straßen. Das heißt nicht, dass sie völlig runtergekommen sind, sie schon durchaus asphaltiert, aber wahrscheinlich schon jahrelang nicht mehr in gutem Zustand. Wellig, brüchig – wahrscheinlich schlägt sich der angebliche Reichtum der Leute dort nicht auf den Straßenbau nieder.

Als ich auf der Rückfahrt in Percha (Lindenstraßen-Fans könnten diesen Ort noch kennen) tankte, war es mit dem guten Wetter auch dahin, ein Wolkenbruch ergoss sich über den See und die Orte drumherum.