RTelenovela

Bulettenkönig in der Krise

Sonntag, den 8. August 2010
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McDonald’s oder Burger King? Welche Fast-Food-Kette ist die Bessere? Lange Jahre hatte ich da einen eindeutigen Standpunkt: Bei Burger King ist’s leckerer. Aber das war einmal.

Früher schmeckte der Kram bei Burger King einfach besser. Das Fleisch schmeckte nach Gegrilltem, der Whopper war saftig und lecker, die Pommes knusprig. Das ist Geschichte. Selbst wenn man einen Whopper mit Sonderwünschen bestellt, schmeckt der oft nach eingeschlafenen Füßen. Der Salat ist welk und scheinbar alt, alles sieht aus wie zusammengeklatscht. Die Brötchen sind meist kalt und werden dadurch immer mehr im Mund. Schmeckt – mit Verlaub – beschissen. Und das ist kein Einzelfall, sondern die Regel. Egal, in welche Filiale man kommt. Die speziellen Burgerkreationen, die es immer nur phasenweise gibt, sind oft eine kulinarische Katastrophe. Der Calfornia-Whopper, der auf Fotos schon nicht nach Kalifornien aussieht, macht live eher den Eindruck eines Nassenheide-Sonderangebot-Whoppers.
Die Läden machen meist einen extrem schmuddeligen Eindruck, erschreckend oft darf man miterleben, wie sich die Mitarbeiter streiten.
Neulich, in Berlin-Tempelhof, türmte sich der Müll, die Tische waren allesamt verdreckt, der Mann an der Kasse hatte keinen Plan von dem, was er da macht. Seine Kollegen halfen nicht, sondern keiften sich an. Es war heiß, eine Klimaanlage schien es nicht zu geben, der Getränkeautomat war kaputt.
Neulich, in Frankenwald. Gerade wollen sie dicht machen, die Mädchen an der Kasse ziehen eine Fresse, als ob sie alle Kunden abgrundtief hassen würden.
Neulich auf dem Rasthof Pegnitz. Die Fresse ziehenden Mädchen trifft der Kunde auch hier an. Bestellt man was, drehen sie sich weg und ziehen woanders Fresse.
Als das alles von vorn bis hinten nicht mehr stimmte, beschloss ich, vorerst Burger King weiträumig zu umfahren.

Bei McDonald’s ist es auch nicht immer blitzblanksauber, aber die Burger sind gut, dass sie alt und abgestanden schmecken, kommt nur sehr selten vor. Die Läden sehen im Großen und Ganzen freundlicher aus.
McDonald’s liegt jedenfalls momentan um viele Nasenlängen dem Bulettenkönig voraus.

RTelenovela

München (14): Kprz

Dienstag, den 8. Juni 2010
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(13) -> 10.7.2009

Da sind wir wieder! Servus, München! Und irgendwie scheint es schon eine Tradition zu sein, dass uns Bavaria mit Sauwetter empfängt.
Eigentlich wollten wir nach dem Essen auf dem Rasthof Pegnitz noch ein bisschen spazieren gehen, doch ein Wolkenbruch hielt uns davon ab. Spannend wird es übrigens, wenn man kurz nach 22 Uhr dort ankommt: Dann macht Burger King eigentlich dicht, was die Kunden jedoch nicht hinnehmen wollen und sich trotzdem weiter anstellen. Die Chefin beginnt dann, seltsames Wände auf Rädern um den Tresen zu bauen. Die Stimmung scheint in dem Laden unterdessen nicht so dolle zu sein. Die Bedienung zog eine Fresse und maulte, ob denn die Kunden nicht lesen könnten.
Ganz neu ist auch, dass der Gang auf die Sanifiar-Klos teurer geworden ist, was wie die Super-Neuerung verkauft wird. NEU! Jetzt 70 Cent – so steht auf den Schildern. Einlösen kann man weiterhin nur 50 Cent, was irgendwie das ganze System infrage stellt. 20 Cent seien nun für den Service. Auf dem Rasthof bestand der aus stinkenden Pinkelbecken und einem zugigen Flur. Dafür man man doch gern.

Das Wetter in München änderte sich zum Glück wieder. Da wir hier jedoch erneut ein Presseseminar belegen, darf es tagsüber aber gern ein bisschen kühler sein. Aber man kann ja nicht alles haben und sollte nicht immer nur meckern. Wenn ich jetzt raus sehe, erblicke ich einen fast wolkenlosen Himmel. Es sind gute 25 Grad.
In der U-Bahn werden die Stationen immer noch von Fahrer ins Mikro genuschelt, heute zum Beispiel sind wir an der Station “Kprz” ausgestiegen. Das heißt so viel wie “Karl-Preis-Platz”. Gut, dass wir das auch so wissen, wo wir hin wollen. In den modernen Zügen, die wir allerdings nur selten erwischen, da komtm da alles leicht verständlich vom Band.

Ein heißes Thema in München scheint derzeit das Rauchverbot zu sein. Hier und da sind Autos zu sehen, die mit Werbung für eine Abstimmung beklebt sind.
Gestern machten wir es uns in einem Biergarten unweit unseres Hotels gemütlich. An so ziemlich jedem Tisch wurde geraucht, und Zigararren sind besonders widerlich. Ginge es nach mir, dürfte auch dort nicht gequalmt werden. Aber es geht ja nicht nach mir.