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Bild kämpft für Radio Paradiso

Donnerstag, den 27. Mai 2010
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MI 26.05.2010 | Bild

Oh. Mein. Gott! Die Kirchenkrise weitet sich aus. Erst die vielen Skandale, und dann auch noch das: Berlins christlicher Sender Radio Paradiso hat seine Sendelizenz verloren.
Allerdings… christlicher Sender? Ist Radio Paradiso nicht vielmehr einer der schlimmsten und ödesten Dudelfunks in Berlin?

Für Radio Paradiso schlägt bald das letzte Stündlein. Wenn sich die Medienanstalt Berlin-Brandenburg nicht doch noch mal umentscheidet, dann bekommt oldiestar am 1. Dezember 2010 die Berliner Paradiso-Frequenz.

So weit, so gut. Nur die Bild-Zeitung tut so, als würde ganz Berlin in tiefe Trauer verfallen. Bild startet eine Kampagne für Radio Paradiso. Nur hat der Zeitung wohl noch niemand erklärt, dass man dafür auch Argumente braucht.

“Er ist ein ganz besonderer Sender”, schreibt der Bild-Autor, der leider vergessen hat, seinen Namen für die Paradiso-Rettungsaktion herzugeben. Aber besonders ist Paradiso tatsächlich. Ganz besonders seicht nämlich.
Besonders beliebt soll er sein, 22000 Berliner schalten den Sender ein. “Pro Stunde!”, schreibt Bild. Dass das extrem miese Quoten sind, verschweigt Bild. BB Radio hat das Zehnfache, weit mehr als 200000 Zuhörer. Und wahrscheinlich glaubt Bild auch noch, dass jede Stunde andere 22000 Hörer einschalten, das wären ja pro Tag 528000! Wahnsinn!

Dann kommen Promis ins Spiel. Die sagen auch irgendwas Nettes über Paradiso. Der Promifriseur (wie kommt Bild darauf, dass jeder Promifriseur auch selbst ein Promi ist?) Shan Rahimkhan habe durch Paradiso die Weihnachtsgeschichte kennengelernt. Als ob Heiligabend nur Paradiso die Story nachbetet und nach dem Sender-Aus die Weihnachtsgeschichte ausstirbe. “Arche”-Gründer Bernd Siggelkow faselt, dass Paradiso der einzige Sender sei, er Werte vermittelt. Das ist natürlich Unsinn. Andere Sender bieten genauso Gottesdienste oder “Worte für den Tag”. Insbesondere die öffentlich-rechtlichen Sender bieten das an. Und die CDU muss auch ihren Senf dazugeben, nur leider keinen Kompetenten: Paradiso sei eine wichtige Alternative zum herkömmlichen Radioprogramm, sagt Stefanie Bung, CDU-Sprecherin für Stadtentwicklung. Die Frau kann unmöglich Paradiso gemeint haben.

Bild will Paradiso retten, schreibt darüber jedoch nur Murks. Eigentlich verdammt gute Argumente, den Langweilerkanal tatsächlich abzuschalten.

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Werbung: Berliner Kurier

Mittwoch, den 28. Oktober 2009
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MI 28.10.2009 | 19.29 Uhr | oldiestar

Der Berliner Kurier ruft einen Skandal aus. Morgen wird die Zeitung darüber berichten, dass Sat.1, ProSieben und kabeleins ihre Programme verschlüsselt werden und nennt dies “überraschende Pläne”.
Ein entsprechender Werbespot als Vorschau auf die morgige Ausgabe des Boulevardbälttchens lief am Mittwochabend bei oldiestar.

Allerdings: So ganz stimmt die Geschichte nicht. Und ist auch noch uralt.
Erstens: Ja, die Privaten wollen Extra-Gebühren. Allerdings für die geplanten HD-Programme, also für die Leute, die Sat.1 und Co. in hochauflösender Qualität sehen wollen.
Zweitens: Diese Pläne sind schon lange bekannt.

Das alles verschweigt der Berliner Kurier seinen Lesern. Stattdessen drücken die Krawalljournalisten auf die Skandaltube.
Denn Fakt ist: Auf den herkömmlichen Übertragungswegen werden die Sender nicht verschlüsselt. Zumindest gibt es zurzeit keine solchen Pläne. Bisher ist ja in Deutschland noch nicht mal der Schritt vom analogen zum digitalen Fernsehen komplett vollzogen.

Der Bericht und die Werbung dazu sind also einfach nur dämliche Panikmache.

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Wochenendclub: Digitales Kabel

Samstag, den 10. Oktober 2009
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SA 10.10.2009 | 13.05 Uhr | oldiestar

Nein, nein, mit Werbung oder gar Schleichwerbung hat das gar nichts zu tun. Im Lokalradio oder -fernsehen nennt sich das Service, wenn sich Firmen minuten- oder gar stundenlang darstellen dürfen.
oldiestar stand mit seinem Übertragungswagen am Sonnabend mehrere Stunden in Oranienburgs Zentrum – daneben ein Werbestand eines Kabelfernsehanbieters. Im Programm der Sendung “Wochenendclub” durfte ein Vertreter der Firma über das digitale Kabel sprechen und welche Programmpakete es gibt – und was sie kosten.

Dabei sind es insbesonders die Kabelnetzbetreiber, die das digitale Kabel blockieren. Die Damen und Herren am Stand konnten beispielsweise nicht die Frage beantworten, warum ich für das digitale Kabel mehr zahlen will, wenn ich die gleichen Sender empfangen will, die ich jetzt auch schon analog bekomme. Ich finde das unlogisch, zumal der Empfang technisch umständlicher wird. So ein zusätzlicher Receiver muss ja auch erst mal angeschlossen und der Festplattenrecorder dazwischen geschaltet werden.
Ich habe schon eine Digitalbox, empfange damit aber nur die Öffentlich-Rechtlichen Sender. Aber so lange ich für die Standard-Programme mehr bezahlen muss und mir niemand ein Argument liefert, warum das so ist, werde ich nicht komplett umstellen.
Da kann oldiestar noch so lange (schleich)werben.

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Popclub

Mittwoch, den 20. Mai 2009
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DI 19.05.2009 | 20.05 Uhr | oldiestar

Ab wann ist ein Oldie eigentlich ein Oldie? Songs aus den 60ern wie “Monday, Monday” oder “San Francisco” sind ganz sicher Oldies. Und wenn man alle Augen zudrückt sind inzwischen sogar DDR-Hits Oldies – schließlich ist die Wende auch schon 20 Jahre her.
Dennoch weicht oldiestar seinen Oldiebegriff immer mehr auf. Der Radiosender aus Berlin und Oranienburg und seine Macher scheinen sich der Schlagkräftigkeit der alten Musik wohl nicht mehr sicher sein.

Oder gibt es eine neue Regel? Ist ein Song, der ein jahr alt ist, auch schon ein Oldie? Anders kann ich mir nicht erklären, dass plötzlich Katy Parry auf oldiestar läuft. Sehr grotesk: Erst läuft der aktuelle Song, dann das Jingle von oldiestar. Passt überhaupt nicht zusammen.
Aber vielleicht soll der “Popclub”, der immer dienstagabends läuft, ja mal ein paar andere Hörer vors Radio locken.
Ich jedenfalls dachte beim Hören des Songs, mich im Sender geirrt zu haben…

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OldieStar: Wo senden wir eigentlich?

Sonntag, den 24. Juni 2007
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Also wenn der Morgenmoderator des Oldiestar Radios nicht weiß, auf welcher Frequenz der Sender zu empfangen ist – wer bitteschön dann?
Der gute Mann war ein wenig planlos, als er auf der Oranienburger Stadtfestbühne stand. Vielleicht lag es auch ein wenig an Mary Roos. Vielleicht hat er sich ja, ähnlich wie Bürgermeister Laesicke, in die Schlagersängerin verliebt?
Oldiestar würde in unserer Region auf der 97,9 senden. Nun ja. Nicht ganz. Die richtige Antwort wäre 96,7 MHz gewesen, oder eben die 104,9, die eher bekannte Frequenz in Oranienburg. Aber als Morgenmoderator, der in Oranienburg sitzt (oder doch eher irgendwo in Berlin?), muss man das gar nicht so genau wissen.

PS: Lieber Oldiestar-Reporter: Tausende Leute seien beim Auftritt von Mary Roos in Oranienburg gewesen. Können wir uns auf Hunderte einigen? Ja? Sehr schön.

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Werbung: Turm-Erlebniscity

Sonntag, den 12. November 2006
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SA 11.11.2006, 23.13 Uhr, DSF

“Täglich Urlaub Riesen Möglichkeiten”. Selbst in Oranienburg wissen die wenigsten, was das Kürzel “T.U.R.M.” der Erlebniscity eigentlich bedeutet. Und wahrscheinlich erlebten wir heute eine Premiere: Ein Werbespot der Oranienburger Turm-Erlebniscity im bundesweiten Fernsehen, beim DSF. In der Box-Werbepause.
Obwohl das Lied, das in dem Spot geträllert wird, voll ätzend ist und dem Medienkonsumenten schon im lokalen Oldiestar-Radio voll auf den Keks geht, schon ein kleiner denkwürdiger Augenblick.
Und an dem dusseligen Werbesong kann man ja noch arbeiten…

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Wochenendclub

Samstag, den 16. September 2006
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SA 16.09.2006, 8.00 Uhr, 104|9 OldieStar

Neben mehr oder weniger alten Oldies bringt 104|9 OldieStar regionale Informationen aus Oberhavel, Barnim und Nordost-Berlin.
Doch manchmal muss der Informationsgehalt stark angezweifelt werden. Ein Ü-Wagen war heute Vormittag in Oranienburg an einem Autohaus. Dort wurde offenbar ein enues Auto vorgestellt – und eine Mehrwertsteueraktion.
Gut und schön. In einem Werbeblock wäre so was okay. Aber diese Berichterstattung war nichts weiter als Schleichwerbung.
Wahnsinn, so viele Leute hier! Und, ja, die Mehrwertsteueraktion von XY kommt sehr gut an. Und so weiter.
“XY” wurde dabei sehr oft genannt.
Gibt es wirklich keine spannenderen Orte in der Region als eine Autohausparty?

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