RTelenovela

Vor 20 Jahren (1): Wiedersehen in der Tagesschau

Donnerstag, den 20. August 2009
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Sonntag, 20. August 1989.
Ein warmer Tag. Mit unseren Nachbarn verbrachte ich den Nachmittag am Stolzenhagener See. Damals fuhren wir allerdings noch nicht zum Sandstrand, sondern blieben vorn im Ort auf der Badewiese. 1989 konnte man dort auch noch parken.

Am Abend dann gemütliches Fernsehen mit meinen Eltern. Es beginnt die Spätausgabe der “Tagesschau”. Berichtet wird über die Flüchtlinge, die aus der DDR über Ungarn in den Westen flüchten. Es werden immer mehr Menschen. In dem Bericht erzählt ein Mann von seinen Erlebnissen auf der Flucht über die ungarisch-österreichische Grenze. Es ist ein großer Mann, die Kamera schwenkt hoch zu seinem Gesicht – und dann der Schock. Dieser mann ist ein Bekannter meines Vaters. Auch dessen Frau und die Kinder sind zu sehen.
Somit betraf uns die Fluchtwelle erstmals auch persönlich.
Die Familie lebte dann lange in Nürnberg, inzwischen jedoch wohnt sie wieder in Oranienburg.

RTelenovela

5, 6, 9, 10. Zusatzzahl: 96

Montag, den 28. April 2008
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Warum ich denn zu Marcel immer über Erfurt und Frankfurt fahren würde. Das dauert doch viel länger, als wenn man über Nürnberg fährt.
Heute machte ich also den Test. Wenn ich nach Neulußheim fahre, geht es normalerweise über die A10, A9, A4, A7, A5, A66 und A6. Über Erfurt und Frankfurt fahre ich ohne Pause 5 1/2 Stunden. Auf der Hinfahrt mache ich meist zwei längere Pausen, so dass ich am Ende 6 1/2 Stunden unterwegs bin.
Das sei viel zu lange, höre ich immer wieder. Über Nürnberg sei man viel schneller, Marcel sei letztens nur 5 Stunden gefahren.
So, so.
Deshalb heute die Glückszahlen: Von Neulußheim zur Auffahrt Walldorf/Wiesloch auf die A5. Dann am Autobahnkreuz Walldorf auf die A6. Von dort bis Nürnberg. Dort auf die A9 bis zum Dreieck Potsdam. Weiter über den Berliner Ring (A10) bis zum Kreuz Oranienburg. Die letzten Kilometer bis Oranienburg dann auf der B96.
Nun ja. Ich weiß ja nicht, wie die anderen das machen, aber ich brauchte auch auf dieser Strecke (die Pausen abgezogen) ebenfalls 5 1/2 Stunden. Man spart nichts. Zumal auf dieser Strecke sehr viele Geschwindigkeitsbegrenzungen herrschen. Auf der A9 hinter Schleiz in Thüringen sind teilweise sogar nur 100 erlaubt, die Autobahn ist in schlechtem Zustand.
Wer weiß, vielleicht kümmern sich die anderen ja nicht um Geschwindigkeitsbegrenzungen…
Fazit: Es ist vollkommen egal, welche Strecke man fährt. Über Erfurt ist es eventuell sogar ein wenig spannender, da die Gegenden abwechslungsreicher sind.

RTZapper

Flocke

Mittwoch, den 9. April 2008
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DI 08.04.2008 | 16.10 Uhr | Das Erste

Och, wie süüüüß! Ein Eisbär! So tapsig! So niedlich! Ach, und nun guck doch mal! Zum Knuddeln!!
Ich kann es nicht mehr hören. Der Medienhype um Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo war ja schon gigantisch. Inzwischen ist Knut groß, schmutzig und überhaupt nicht mehr niedlich. Stattdessen tötet er unschuldige Fische, die in einem Teich schwammen. Wie kann er nur?!
Was die Berliner können, wollen die Nürnberger mit ihrem Eisbärbaby nun auch. Nach Knut kommt Flocke, das Eisbärenmädchen. Die ARD übertrug Dienstagnachmittag den ersten Ausflug ins Freie live. 50 Minuten lang pure Freude über ein kleines Tierchen. Dass am Abend nicht auch noch ein „Brennpunkt“ ins Abendprogramm eingeschoben wurde, ist schon fast verwunderlich. Dabei zeigte sich bald, dass das Interesse an Flocke nicht allzu groß ist. Vielleicht haben wir ja Glück und werden nun nicht mehr mit Liveübertragungen der nächsten Eisbärenausflüge behelligt.
Wie wäre es stattdessen mal mit der Übertragung des ersten Ausfluges von seltenen Mückenschwärmen? Nur dass sich die Begeisterung der Leute in Grenzen halten würde. Aber das wäre dann der ARD vielleicht wiederum einen „Brennpunkt“ wert…

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Narrenkonferenz 2008

Sonntag, den 3. Februar 2008
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SO 03.02.2008, ab 12.00 Uhr, rbb, WDR, Bayerisches Fernsehen, NDR fernsehen, hr-Fernsehen, SWR-Fernsehen, MDR-Fernsehen

Der große Narrensonntag in allen Dritten Programmen. Und alle scheinen sich etwas beweisen zu wollen. Egal, ob in Berlin, Nürnberg, Braunschweig, Frankfurt/Main, Ludwigshafen, Cottbus oder Radeburg gefeiert wird – alle schielen sie nach Köln. Köln scheint das Maß aller Dinge zu sein. Oft gebrauchter Satz: Eine Stimmung wie beim Kölner Karneval. Da werden die Kölner aber blass. Die Kölner sind sicher neidisch auf unseren Festumzug.
Mal ganz abgesehen davon, dass Köln durch de Höhner so oder so deutschlandweit präsent ist. “Viva Colonia” führt auch in diesem Jahr ganz sicher die närrische Hitparade 2008 an. Dicht gefolgt von “Die Hände zum Himmel”.
Sicherlich, Köln ist DIE Heimstadt des Karnevals. Aber man muss sagen: Berlin macht sich. Die Leute werden fröhlicher, machen mit. In Cottbus bietet der rbb mit seinen Moderatoren eine kurzweilige Show. Ebenso in Frankfurt/Main das hr-Fernsehen. Der MDR bemüht sich in Radeburg (Sachsen). Nur beim NDR fernsehen in Braunschweig war der Eindruck vorherrschend, dass die selbst nicht so richtig vom närrischen Treiben überzeugt sind. Der Zugreporter scheute sich sogar vor einer Verkleidung. Und auch Nürnberg (zwar wohl der älteste Narrenumzug Deutschlands) konnte den anderen Hochburgen nicht das wasser reichen, was aber vielleicht auch an den Schnarchnasen des Bayerischen Fernsehens lag.
Immer wieder sagen Nicht-Narren, dass sie es nervig finden, nur an wenigen Tagen im Jahr fröhlich zu sein. Aber vielleicht ist das ja gar nicht so. Einer der Kölner Karnevalisten erwähnte, dass sie seit Ende August 2007 am Wagen jund am Konzept gefeilt haben. Vielleicht ist es wohl der Höhepunkt des Jahres – aber ich vermute, die Leute dort lachen nicht nur zum Karneval.
Vor zwei Jahren war ich bereits beim (eher kleineren) Narrenumzug in Waiblingen. Mal sehen – irgendwann wird es sich bestimmt mal ergeben, nach Köln zu reisen um das Ganze hautnah zu erleben…

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Globe Trekker: Deutschland

Dienstag, den 15. April 2003
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MO 14.04.2003, 19.00 Uhr, Discovery Channel

Welches Bild von Deutschland wird Amerikanern vermittelt, wenn dort eine Reportage über uns gezeigt wird? In der Doku „Globe Trekker“ am Montagabend im Discovery Channel begab sich eine junge Amerikanerin nach Deutschland. In (Ost-)Berlin staunte sie über die alten DDR-Ampelmännchen, auf Sylt über die FKK-Strände. In der Sauna ging es nur für die US-Kameras verkrampft zu. Brustwarzen und das ganze Gedöns da unten dürfen in den USA nämlich nicht gezeigt werden. Nur Hintern sind erlaubt. Deutschland ist für die Amis: Trachten, Feiern und Drittes Reich. Im niedersächsischen Langeloh durfte sich der dortige Schützenverein vor die US-Kamera stellen, in Nürnberg ging es ausschließlich um die düstere Vergangenheit, in München natürlich um das Oktoberfest. Dort kostete die Deutschland-Besucherin erst einmal eine Bavarian National Wurst, eine Weißwurst. Und wunderte sich, dass sie nicht wie ein Hot Dog zu essen ist. Dann ein Eklat: Ein betrunkener Bayer fasste ihr, jetzt auf dem Oktoberfest als Bedienung unterwegs, an den Hintern. Worauf sie ihm eine Brezel an den Kopf donnerte. Das fand wiederrum die ordentliche deutsche Chef-Kellnerin gar nicht lustig! Was ist schon dabei? Das Gebäck muss bezahlt werden! Das Fazit der Amerikanerin: Die Deutschen sind nicht sehr kontaktfreudig, außer nach ein paar Bier. Alles ist sehr sauber, selbst in den billigsten Hotels gibt es saubere Klos. Na, wenn das nichts ist! Auf uns!