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1993: Kremmen ist pleite und bekommt einen neuen Amtsdirektor

Samstag, den 26. Januar 2013
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Dezember 1992 II -> 29.12.2012

Vor 20 Jahren: Klaus-Jürgen Sasse setzt sich gegen hessischen Kandidaten durch / Zwei Tote werden aus der Oranienburger Havel geborgen

MAZ Oranienburg, 26.1.2013

Was passierte vor 20 Jahren in der Region? Diesmal die Ereignisse im Januar 1993.

OBERHAVEL
Neues Jahr, neue Namen: Viele Straßen in Oranienburg sind umbenannt worden. Die Otto-Nuschke-Straße ist nun die Lehnitzstraße, die Leninallee ist jetzt die Berliner Straße, die Straße des Friedens nennt sich nun Bernauer Straße.

Es ist kalt in Oberhavel in den ersten Januartagen 1993. Die Gewässer frieren zu. Im Hafen in Velten ruht die Binnenschifffahrt. Die Wasserschutzpolizei muss ihre Boote aus dem Lehnitzsee ziehen, selbst die Eisbrecher fahren nicht mehr. Als das Eis schmilzt, taucht im Wasser des Veltener Hafens plötzlich ein alter Wartburg auf.

In der Lehnitzstraße brennt am Neujahrsmorgen 1993 die Baracke des ehemaligen Finanzamtes bis auf die Grundmauern nieder. Es war wohl Brandstiftung.

Das Schloss in Sommerswalde steht leer. Die Bildungsgemeinschaft Embut und das Bildungsministerium haben ihren Streit beigelegt, Embut verließ die Stätte. Offen ist, wie das Haus nun genutzt werden soll. Im Gespräch sind das Landratsamt und die Industrie- und Handelskammer. Auch die Treuhand-Anstalt erhebt Ansprüche.

Am 7. Januar 1993 taut das Eis auf der Havel. Es kommt zur Tragödie. Feuerwehrleute ziehen nahe der Lehnitzbrücke in Oranienburg einen Mann des GUS-Hubschrauberregiments aus dem kalten Wasser – er ist ertrunken. Einen Tag später bergen Taucher ein zweites Todesopfer aus der Havel.

Konsul Ronald Bauermeister will bis Ende 1994 das Schloss in Schwante sanieren. Geplant ist ein kulturelles Zentrum.

Im Hennigsdorfer Stadtklubhaus gerät am 10. Januar eine Party mit Jugendlichen aus Heiligensee außer Kontrolle. Draußen stehen 50 Leute, die wegen Überfüllung nicht mehr reinkommen. Einige beginnen, Gehwegplatten durch die Fenster zu schmeißen.

Große Pläne für das Areal an der B273 am Germendorfer Ortseingang. Dort soll nicht nur der neue Betriebshof für die Busgesellschaft entstehen, sondern auch ein Baumarkt.

Am 15. Januar 1993 wird in Oranienburg der Grundstein für das neue Pharmawerk gelegt. Zum Akt kommen auch Ministerpräsident Manfred Stolpe und Vorstandvorsitzender Klaus Schweickart.

Mehrere mittelständische Betriebe in Hennigsdorf proben den Aufstand. Mit gut 35 Fahrzeugen fahren sie schnell mal eben tanken – und bringen so den Verkehr in der Stadt zum Erliegen. Es handelt sich wohl um eine Protestaktion wegen fehlender Gewerbeflächen.

Post Zehlendorf ist Sieger der Fußball-Hallenkreismeisterschaften. Der FC Kremmen landet auf dem 2. Platz.

Die Leute in Nieder Neuendorf fühlen sich von Hennigsdorf benachteiligt. Sie fordern einen Ortsrat. Bürgermeister Schulz verweist auf die Kommunalverfassung, die Ortsräte nicht kennt.

Flatows Bürgermeister Hermann Maeker hat sein Amt niedergelegt. Nun amtiert der vorherige Stellvertreter Gert Dietrich.

Kremmens Bürgermeister Michael Kinne teilt es den Stadtverordneten am 28. Januar 1993 eher beiläufig mit: Die Stadt ist pleite. Es ist nicht mal mehr Geld da, um Schaukästen aufzustellen. Nun soll die Schulküche an den Verein „Pro Seniorenpflege“ verkauft werden. Kinne muss sich von den Abgeordneten heftige Kritik anhören.

Einen Tag danach entscheidet sich der Amtsausschuss von Kremmen für Klaus-Jürgen Sasse als neuen Amtsdirektor. Der Germendorfer Bürgermeister setzt sich gegen Ortwin Bayer aus dem hessischen Wetzlar durch.

aRTikel

Mit 20 Jahren selbstständig gemacht

Mittwoch, den 11. April 2012
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Tobias Hollschewski leitet seit 2010 einen Hennigsdorfer Pizzabringdienst

MAZ Oranienburg, 11.4.2012

Der Jungunternehmer ist bei “Pizza Planet” der Chef von zehn Mitarbeitern. Er steckt viel Zeit und Energie in den laden und steht auch oft selbst in der Küche.

HENNIGSDORF
Dass es klappt, da war er sich sicher. Aufgeregt war Tobias Hollschewski aber trotzdem, als er sich vor zwei Jahren selbstständig machte – mit gerade mal 20 Jahren.
Hollschewski ist der Chef der Hennigsdorfer Pizza-Planet-Filiale und hat dort zehn Mitarbeiter unter sich. Mehrmals in der Woche steht er selbst in der Küche und hilft mit. „Oft auch am Wochenende“, erzählt er. Ist Not am Mann, bekommt er einen Anruf, und ein paar Minuten später ist er zur Stelle. Sieben Tage pro Woche ist er im Einsatz, für irgendwelche Hobbys bleibt da keine Zeit.

„Ich wollte mich unbedingt selbstständig machen“, sagt der heute 22-Jährige. Seine Bäckerlehre in Berlin-Karlshorst hat er jedoch abgeschlossen, er nahm sogar bei der Landesmeisterschaft der Jungbäckergesellen teil. „Aber man hat dort als Geselle wenig Zukunftschancen“, sagt Tobias Hollschewski. „Das Gehalt ist recht klein.“ Das frühe Aufstehen kam noch hinzu. Nach dreieinhalb Jahren in dem Job wollte der damalige Berliner was anderes machen.
Schon während der Zeit als Bäcker arbeitete er nebenher bei „Pizza Planet“ als Fahrer. „Das hat mir großen Spaß gemacht“, so Hollschewski. Er wollte sein eigenes Geschäft gründen und erkundigte nach entsprechenden Möglichkeiten. „Größtenteils ging es um die Finanzierung“, erzählt er. Bei den Banken blitzte er ab, aber seine Eltern haben ihm das Geld dann geliehen. „Sie haben lange überlegt.“ Allerdings sei ein Pizza-bringdienst etwas Tragfähiges. „Essen tun die Leute ja immer.“ Die Schulden arbeitet er nun nach und nach ab. 30 000 Euro stecken in dem Laden an der Hennigsdorfer Edisonstraße.

„Hennigsdorf ist ein ganz guter Standort“, sagt der 22-Jährige. Er fand ihn mithilfe der Neuenhagener Zentrale der Firma und dem Franchisepartner in Birkenwerder. „Die Firma hat mir den Laden eingerichtet und mir in den ersten Wochen den Rücken gestärkt.“ Was die Pizzateige angeht, „habe ich es nicht so schwer, weil ich ja aus dem Bäckerhandwerk komme“, sagt Tobias Hollschewski. Für sein eigenes Geschäft ist er vor zwei Jahren in den Hennigsdorfer Ortsteil Nieder Neuendorf gezogen.

Es ist viel zu tun: „Ich muss den ganzen Tag telefonieren, überprüfe, was in der Küche fehlt, fahre dann auch einkaufen. Ich stehe aber auch gern in der Küche.“ Es sei immer besser, wenn der Chef vor Ort sei.
Dass seine Mitarbeiter fast alle älter sind als er selbst, sei nie ein Problem gewesen. „Aber sie zu leiten, ist schon eine Herausforderung.“ Schwierig ist nur, dass die Tage schwer zu planen sind. „Manchmal ist es extrem ruhig. Andererseits kommen innerhalb von zehn Minuten so viele Bestellungen, dass ich sofort in den Laden kommen muss.“ Die wichtigsten Tage sind der Freitag und der Sonntag. Hauptsächlich beliefern er und seine Mitarbeiter Hennigsdorf, aber auch Velten, Bötzow, Marwitz und Berlin-Heiligensee.
Urlaub hat er momentan nicht wirklich. „Ich stecke viel Zeit hier rein“, erzählt der Jungunternehmer. „Ich könnte mehr Freizeit haben, nehme sie mir aber nicht.“

Auf lange Sicht möchte Tobias Hollschewski mit einem Bekannten einen weiteren Laden in der Region eröffnen. Aber bis dahin vergeht noch ein wenig Zeit. „Erstmal muss ich den Laden hier abbezahlen“, sagt er und sieht sich in der Küche um, in der bereits der Ofen angeheizt ist. Es ist 11.30 Uhr, und die ersten Pizzabestellungen sind bereits eingegangen.

RTZapper

Oberhavel TV: Kunst und Reklame

Freitag, den 21. August 2009
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DO 20.08.2009 | 3.30 Uhr (Fr.) | Oberhavel TV

Oberhavel TV präsentiert eine ganz neue Art des Fernsehens. Die reine Kunst. In einem Beitrag über einen PR-Stand von Venetien in Oranienburg vermischte sich die reale Welt mit der künstlichen. Scheinbar betreibt Oberhavel TV seit neuestem ein Trickfilmstudio. Anders ist es nicht zu erklären, was da über die Bildschirme flimmert.
Die Leute in dem Beitrag sahen aus wie am Computer erstellt, wie in einem neumodischen, aber schwer verunglückten Animationsfilm: krankhaft orange im Gesicht – wie schon vor Jahren gestorben, aber nochmal reanimiert.
Farben werden nicht mehr realistisch dargestellt, sondern nur noch in Grell. Der Himmel hat keine gar Farbe mehr, sondern ist nur noch hell, schneeweiß. Bei Bewegungen ruckelt das Bild.
Oberhavel TV ist nur noch Leuten zu empfehlen, die eine Augenkrankheit herausfordern wollen. Und es liegt nicht an der Übertragung, dass das Bild so mies ist. Wie schon mal erwähnt: Die Kamera des Teams ist nur noch Sondermüll. Denn ein Beitrag über den Potsdamer Landtag, mit einer anderen Kamera aufgenommen, ist technisch in Ordnung.

Aber mal ganz nebenbei: Wer interessiert sich – außer Oberhavel TV – eigentlich für einen PR-Stand in Oranienburg, der für die italienische Region Venetien wirbt? Warum muss es zu diesem spannenden Thema einen Beitrag geben?
Der Grund könnte sein, dass die Venetien-PR-Leute Werbekunden von Oberhavel TV sind. Ein entsprechender Spot geistert schon seit Wochen durch den Werbeblock des Kanals. Da war der redaktionelle (oder so) Beitrag – inclusive PR-Filmausschnitt – wahrscheinlich ein kleiner Nachschlag. Angesichts der grauenvollen Bildqualität werden die Zahler bestimmt begeistert sein.

Reine Werbung war auch der Beitrag über eine Nieder Neuendorfer Gaststätte. Hat sich Oberhavel TV dafür bezahlen lassen? Unabhängig und distanziert klang der Bericht jedenfalls nicht. Alles super. Alles total toll. Sommerbericht nannte sich das Ganze. Nebst Adresseneinblendung am Ende.
Werbung und Programm sind bei Oberhavel TV kaum noch zu unterscheiden. Und das nervt. Auch, weil in Oberhavel mehr los ist als im Programm von Oberhavel TV.
Mal ganz abgesehen davon, dass es in Oberhavel nicht aussieht wie nach zehn Jahren Schweinegrippe. So sehen jedenfalls seit Monaten die Berichte bei dem Sender aus.

Da blickt man schon mal neidisch in die Nachbarkreise: Sowohl der Barnim als auch Ostprignitz-Ruppin haben Lokalsender, gegen die Oberhavel TV den Machern einfach nur noch peinlich sein sollte.

aRTikel

Willi macht den Eistest

Mittwoch, den 1. August 2007
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Fünfmal zwei Kreationen in hennigsdorf gekostet / “Vanilla” gewinnt

MAZ Oranienburg, 1.8.2007

Auf zur nächsten Testrunde! Diesmal haben sich die MAZ-Mitarbeiter Robert Tiesler und Sebastian Jannasch in den vergangenen Tagen in den Eiscafés und einigen Gaststätten in Hennigsdorf umgesehen. Sofern angeboten wurde der Schokoeisbecher (oder etwas Ähnliches) sowie eine zweite Kreation des Hauses unter die Lupe genommen. Bei den fünf Teilnehmern des Willi-Tests (Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.) kamen jedoch nur die Eisbecher selbst, nicht das Lokalumfeld in die Wertung. Alle Testergebnisse stehen auf dieser Seite.

*

Eiscafé Vanilla
Hennigsdorf, Postplatz.
Geöffnet Montag bis Sonnabend, 10 bis 22 Uhr, sonntags von 11 bis 22 Uhr.
Das Eiscafé macht drinnen einen amerikanischen Eindruck, aber sehr gemütlich. Richtig schön ist es aber auf den Schattenplätzen im Freien, mit Blick auf den Postplatz.

Schokobecher
Preis: 4 Euro.
Der Eisbecher sieht schon toll aus! Und dazu noch eine Kirsche obendrauf! Nur das Vanilleeis ist hin und wieder eisklumpig.
Note: 2+

Schwedenbecher
Preis: 4,50 Euro.
Die Sahne schmeckt sehr frisch, der Apfelmus ist total lecker. Und auch hier: Schon der Anblick des Bechers macht glücklich.
Note: 1-
Testsieger!

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Il Buon Gelato
Hennigsdorf, Havelpassage.
Öffnungszeiten sind am Geschäft leider nicht angegeben (oder wurden nicht entdeckt).
Die Auswahl an Eisbechern ist hier leider nicht sehr groß. Das Eissorten-Angebot ist jedoch vielfältig. Bei gutem Wetter kann man es sich auf der Passage gemütlich machen.

Moccabecher
Preis: 3,20 Euro
Die Definition von Mocca ist nicht ganz eindeutig. Im Eisbecher sind verschiedene Kaffeegeschmäcker. Latte-Macchiato-Eis, Moccabohnen. Erscheint ein bisschen willkürlich.
Note: 2-

Kiwibecher
Preis: 3,20 Euro.
Die Kiwis sind frisch und lecker. Die Sahne könnte allerdings ein bisschen frischer schmecken.
Note: 2-

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Café Diadem
Nieder Neuendorf, Dorfstraße 28.
Geöffnet täglich ab 11 Uhr.
So richtig herrlich sitzt es sich auf der kleinen, schattigen Terrasse neben dem Café. Nur der Verkehr könnte etwas leiser sein. Nett: das Europafähnchen auf einem der Eisbecher.

Schokotraum
Preis: 3,85 Euro
An sich ist das Eis okay. Aber ein Traum ist etwas anderes, dafür sollte der Eisbecher kreativer aussehen. Die Sahne schmeckte wie aus der Sprühdose.
Note: 3+

Bananensplit
Preis: 4,20 Euro
Eigentlich kann man das nicht viel falsch machen. Auf dem kleinen Teller haben Banane und Eis jedoch zu wenig Platz. Und: Bitte mehr Schokoladensoße!
Note: 2

*

Janny’s Eis
Hennigsdorf, Havelpassage 5.
Geöffnet Montag bis Sonnabend von 10 bis 22 Uhr, sonntags ab 11 Uhr.
Die beiden Bedienungen waren extrem flott und geschäftig. So schnell kann man gar nicht gucken! Schade, dass es nur die Pappbecher gibt.

Schoko-Krokant-Becher
Preis: 3,30 Euro
Die Eissorten kann sich jeder selbst aussuchen. Was unter Umständen dazu führt, dass von Schoko und Krokant nicht viel bleibt. Durch den Pappbecher wirkt das Ganze ein wenig billig.
Note: 3+

Vitamino
Preis: 3,50 Euro
Viele, viele Früchte! Schmeckte erstaunlich gut und frisch. Das Zitroneneis wirkte jedoch ein bisschen künstlich.
Note: 2-

*

Athos
Nieder Neuendorf, Dorfstraße 48-50.
Geöffnet täglich von 11.30 bis 0 Uhr.
Draußen zu sitzen ist beim “Athos” besonders schön. Die Blumenkästen sehen allerdings sehr ungepflegt aus. Da besteht sehr dringender Handlungsbedarf! Die Fotos von den Eisbechern auf der Karte sehen erstaunlich trostlos aus.

Nussbecher
Preis 3,80 Euro
Die Karamellsoße war ganz lecker, wenn auch erst ganz unten im Becher. Die Sahne sah irgendwie seltsam aus.
Note: 3+

Cupe Dänemark
Im Vanilleeis waren große Eisstücke. Das trübte den Geschmack. Ansonsten fehlt es sehr an Schokosoße. Das kleine Tröpfchen war entschieden zu wenig.
Note: 3

aRTikel

Willi macht den Cocktailtest

Freitag, den 15. Dezember 2006
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Wo gibt es in Hennigsdorf die besten Mixgetränke? Testsieger: das „Café Louma“

MAZ Oranienburg, 15.11.2006

Für den Hennigsdorfer Cocktailtest besuchten die MAZ-Mitarbeiter Robert Tiesler und Katja Hellmys mit Freunden in den vergangenen Wochen fünf verschiedene Bars, Cafés und Gaststätten. Untersucht wurden bei jedem Besuch der Coconut Kiss (oder Lips), ein alkoholfreier Mix aus Kirsch- und Kokossirup und Sahne (Coconut Lips mit Erdbeer). Außerdem der „Sex On The Beach“, mit Wodka und weiteren Zutaten, die überall leicht variierten. Als Drittes wurde ein Cocktail unter die Lupe genommen, der jedesmal individuell ausgesucht wurde. Das Ergebnis war durchaus überraschend. Der große Favorit enttäuschte leider, dafür gewann ein Kandidat, mit dem die Tester eigentlich nicht rechneten. Der Test erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, in die Wertung gingen nur die ein (mit bis zu fünf Punkten), nicht die Lokalitäten an sich.

Athos

Nieder Neuendorf, Dorfstraße 48 bis 50.
Täglich 11.30 bis 0 Uhr.

Atmosphäre:
Wenn es abends richtig voll ist, könnte es bei dem Griechen richtig laut werden. Sehr gemütlich ist es aber trotzdem. Eigentlich sind die Cocktails hier nur ein Randangebot, es gibt nur sechs.

Coconut Kiss:
Dieser Cocktail hat eigentlich nur nach reinem Ananassaft geschmeckt. Kokos schien nicht vorhanden.
4,50 Euro. 0 von 5

Sex On The Beach:
Das gleiche Phänomen: Der schmeckte fast ausschließlich nach Orangensaft. Extrem enttäuschend!
5 Euro. 0 von 5

Sportsmen:
War für einen Cocktail zu kalt. Schmeckte auch nur nach Maracuja. Als hätten wir einen Multivitaminsaft bestellt.
4,50 Euro.  1 von 5

Garnitur:
Neben dem Strohhalm befand sich auf dem Rand des Glases nur ein Ananasring.
Das Essen ist lecker – die Cocktails verzichtbar.

Mexicali

Hennigsdorf, Postplatz 4.
Täglich ab 17 Uhr.

Atmosphäre:
Bei gedämpftem Licht und poppiger Musik im Hintergrund herrscht ein sehr angenehmes Klima. Besonders schön im Sommer: die Dachterrasse.

Coconut Kiss:
War extrem süß, zuckrig. Dafür kaum Erdbeergeschmack, dafür mehr Kokos.
4,50 Euro.  3 von 5

Sex On The Beach:
Schmeckte fruchtig süß, der Pfirsichlikör war deutlich herauszuschmecken.
5,90 Euro. 3 von 5

Mai Tai:
Der knallt ganz schön! Schmeckt allerdings sehr künstlich. Man schmeckt den Mandelsirup stark heraus. 6,20 Euro. 2 von 5

Garnitur:
Oben drauf gab’s eine Orangenscheibe und eine Cocktailkirsche. Sehr nett!

Café Louma

Hennigsdorf, Havelpassage 14.
Di. bis Fr. ab 11 Uhr,
Sa. ab 12 Uhr, So. ab 16 Uhr. Bis mindestens 22 Uhr.

Atmosphäre:
Recht klein, sehr gemütlich. Der Kellner kümmert sich sehr um seine Gäste. „Seit ihr Raucher? Schmeckt’s?“

Coconut Kiss:
Schmeckt sehr frisch. Die Kirsche kommt geschmacklich sehr gut durch.
4,50 Euro.  5 von 5

Sex On The Beach:
Süß, exotisch, leichter Ananasgeschmack. Schmeckt außerdem bonbonig nach Melone.
6 Euro.  4 von 5

Cosmopolitan:
Zitat der Testerin: „Voll schick! Fast schon Kunst!“ Erst schmeckt man den Kokos, erst später stößt der Alkoholgeschmack hinzu. Sehr erfrischend.
5,50 Euro.  5 von 5

Garnitur:
Echt lecker! Es gibt ein Stück Ananas und Weintrauben an einem Stäbchen.
Wir waren an diesem Abend rundum glücklich. 
Testsieger!

Escobar

Hennigsdorf, Fontanestraße 34.
Täglich 18 bis 1 Uhr.

Atmosphäre:
Ja, es ist mal was anderes, so ein Fußboden voller Sand. Wenn dazu noch Strandhitze herrschen würde, würde das aber besser funktionieren. So liegt einfach nur Sand rum. Die laute Musik macht es fast unmöglich, sich zu unterhalten.

Coconut Kiss:
Sehr süß, der Kokosgeschmack überdeckt alles andere, was noch drin sein soll.
4,30 Euro. 2 von 5

Sex On The Beach:
Schmeckt seltsamerweise nach Preiselbeerbrause. Der Minischuss Alkohol wird durch das Eis verwässert.
5,90 Euro.
1 von 5

Küsschens:
Irgendwie interessant. Mit Wodka, und Creme de Kakao. Erst bitter, dann ganz süß. 6,30 Euro.  2 von 5

Garnitur:
Keine. Wirklich null. Für eine echte Cocktailbar extrem dürftig. Dafür sind die Eiswürfel so richtig fett. Und die Auswahl riesig.

Meister Bernado

Hennigsdorf, Neuendorfer Straße 3.
Täglich 11 bis 0 Uhr.

Atmosphäre:
Recht gemütlich, aber man riecht, dass mit viel Würze und Knoblauch gearbeitet wird.

Coconut Kiss:
Sahnig, nicht zu süß, schmeckt dezent nach Ananas. Preiswert!
3 Euro. 3 von 5

Sex On The Beach:
Sehr fruchtig, wie frische Melonen. Man schmeckt alle Zutaten raus. 5 Euro.  4 von 5

Bernado Special:
Seltsam: Obwohl laut Karte keine Kirsche drin ist, schmeckt er danach. Insgesamt sehr gut.
4,50 Euro.
4 von 5

Garnitur:
Sehen sehr schön aus! Mit einem Stück Honigmelone und Schirmchen.

RTelenovela

Parkhaus

Sonntag, den 4. Dezember 2005
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Vom Hennigsdorfer Stadtklubhaus, wo das Weihnachtskonzert der Musikschule stattfand, führte uns unser Weg über den Griechen in Nieder Neuendorf, über “Hubertus” in Hennigsdorf auf den Potsdamer Platz nach Berlin. Dort ist alles nicht nur festlich geschmückt – sondern auch alles offen. Adventsshopping bis 24 Uhr! Jeden Sonnabend im Advent! Geil! Und das Parkhaus ist auch kostenlos.
So haben wir auch quasi im Vorbeigehen unsere Robbie-Williams-Karten für den 28. Juli 2006 gekauft und sind danach ins Kino gegangen.
Rückweg. Wir betreten den Fahrstuhl runter ins Parkhaus. Bär drückt auf den Knopf. Unten angekommen erwartet uns am Automaten die freudige Umsonst-Parken-Überraschung. Wir laufen dorthin, wo ich mein Auto vermute. Doch es ist weit und breit nichts zu sehen. Geklaut? Dabei sieht eigentlich alles so aus wie vorher. Oder doch nicht?
Mir wird ein wenig flau im Magen. Das kann ja eigentlich gar nicht sein. Denn so einfach käme man ja ohne Parkkarte hier auch gar nicht raus. Oder doch?
Wir gehen den Weg nochmal ab. Da fällt mir auf, dass der Parkscheinautomat doch mal auf der anderen Seite der Wand stand. Sind wir vielleicht im falschen Stockwerk?
Wir sind im falschen Stockwerk. Bär hat einfach mal irgendeinen Knopf gedrückt, ohne zu fragen, wo wir eigentlich stehen. Den Humor will ich mal haben…
Ein Stockwerk höher stand das Auto, dort, wo ich es geparkt hatte.
Ende gut, alles gut.

aRTikel

Der Test-Bader: Oberflächlich schön warm

Dienstag, den 12. August 2003
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Test-Bader (12): Nieder Neuendorf

MAZ Oranienburg, 12.8.2003

NIEDER NEUENDORF
Frauen! Alles müssen sie verkomplizieren! Damit auch ja niemand etwas zu viel sieht! Aber wahrscheinlich hat sie sich die Sache auch leichter vorgestellt. Unter dem bereits wieder angezogenen Kleid versucht sie, ihr Bikini-Oberteil hervorzufriemeln. Aber das dauert eben! Dabei sind wir doch an der „Naturbadestelle“ in Nieder Neuendorf, da durfte doch so etwas gar kein Problem sein!
Der Strand am Nieder Neuendorfer See ist zwar als Grünanlage ausgewiesen, ist aber inzwischen mehr eine Mischung aus Wiese und Sandstrand. Parkplätze sind vorhanden. Abgesehen von einigen Kippen und vereinzelten Papierschnipselchen ist es hier recht sauber. Mülltonnen sind vorhanden. An den Seiten stehen einige Bäumchen, die allerdings (noch) keinen Schatten spendieren. Sportfans können sich im Beachvolleyball ausprobieren. Hinten steht ein Imbisswagen und ein Container, vermutlich Toiletten. Das Publikum ist sehr gemischt, von sehr jung bis nicht mehr ganz so jung.
Es ist heiß, die Sonne knallt – also rein ins Wasser. Bei einem Blick nach draußen der Schock. Die Badestelle ist durch Leinen abgegrenzt. Und danach? Ist dann Schluss? Verboten, weiterzuschwimmen? Aber nein, das ist nur der Nichtschwimmerbereich. Das Wasser ist überraschend warm. Sieht allerdings auch nicht sehr schön aus. Irgendwie suppig. Die Sichttiefe liegt vielleicht bei 70 bis 80 Zentimetern. Der Boden ist okay, fester Kies, hier und da ein Steinchen. Aus der Ferne sehe ich die junge Frau, die an ihrem BH verzweifelt. Am Ufer sitzt ein Mann. Vor sich eine Sandburg, ein Halm scheint der Fahnenmast zu sein. Und genau an diesem Halm lutscht der gute Mann. Eine depressive Phase?
Den Nichtschwimmerbereich verlassend, wird schnell klar, dass der See, durch den übrigens die Havel fließt, nur oberflächlich warm ist. Weiter unten sowie an einigen Stellen wird es überraschend kühl. Dennoch eignet sich der See wunderbar zum Schwimmen, Hauptsache, man gerät nicht in die Fahrrine der Havel-Schiffe.
Wieder am Strand, erklingen inzwischen Hip-Hop-Klänge aus dem Autoradio einiger Jugendlicher. Und dabei konnte man es doch bisher hier ganz gut aushalten. Die junge Dame, die ihren trockenen BH endlich auch unter Dach und Fach bekommen hat, verzieht ebenfalls das Gesicht. Es wird Zeit, zu gehen.

Subjektive Wertung
(Schulnote):
Der Strand: Siehe S. Note 2
Das Wasser: Siehe S. Note 2
Die Leute: Siehe S. Note 3

Offizielle Wertung
(Quelle: Landkreis):
Wasserqualität: Beginnen-
des Algenwachstum
Sichttiefe: 0,5 bis 1 Meter