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Rügen 2009 (1): Nostalgiefahrt

Donnerstag, den 16. April 2009
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Die Insel Rügen hat mich wieder. Gestern bin ich nach Binz aufgebrochen, um an der Ostsee ein paar Tage lang das schöne Frühlingswetter zu genießen.
Normalerweise führt die Strecke nach Rügen über die Autobahnen 11 und 20, doch da ich genug Zeit hatte, wählte ich die Nostalgiestrecke. Früher ging es fast ausschließlich über die B96 (F96) nach Rügen. Diese alte Strecke mal wieder abzufahren, ist heutzutage gar nicht mehr so einfach, denn auch auf der alten Route wurden diverse Umgehungsstraßen gebaut.
Neustrelitz wird inzwischen großzügig umfahren. Ganz früher ging die Bundesstraße noch komplett durch die Stadt, dann wurde der Verkehr am Ortseingang abgeleitet, inzwischen beginnt die Umgehung weit vor Neustrelitz.
Neubrandenburg hat noch keine Umgehungsstraße, die soll erst ab 2012 gebaut werden. Hier geht es noch immer mehrspurig durch die Stadt.
Hinter Neubrandenburg ist dann die B96 plötzlich zu Ende. Der Fernverkehr wird auf die Autobahn A20 gelenkt, um schneller in den Norden zu gelangen. Die Bundesstraße beginnt erst wieder am Dreieck Stralsund. Ich blieb jedoch auf der alten Strecke, die von der Bundes- zur Landesstraße degradiert wurde. Zwischen Neubrandenburg und Greifswald verlaufen die alte B96 und die A20 kilometerweise parallel.
Rund um Greifswald und Stralsund wurden die Bundesstraßen munter verschoben. Die Strecke am südlichen Gewerbegebiet war ganz früher die B96. Die wurde dann irgendwann umgeleitet. Aus der B96 wurde die verlängerte B109. Aber auch die bekam nun eine Umgehung.
Die Schnellstraße zwischen Greifswald und Stralsund ist inzwischen auch nicht mehr die B96, sondern die verlängerte B105. Ales sehr verwirrend. In Mecklenburg-Vorpommern scheinen sie großen Spaß daran zu haben, die Linienführung der Bundesstraßen alle paar Jahre zu verändern.
Ich ignorierte das alles, fuhr auf der alten B-96-Strecke durch Greifswald, weiter nach Stahlbrode.
Hier verließ mich die Nostalgie. Früher fuhren wir stur durch Stralsund und über den Rügendamm. Nur einmal, vor einigen Jahren, nahm ich auf der Rückfahrt von Rügen den Weg über die Fähre zwischen Glewitz auf Rügen und Stahlbrode. Diesmal also andersrum. Die Wartezeit an der Fähre war kurz, ich war der Einzige, der für 5 Euro mitfahren wollte. Herrlich! Ich ließ mir die Seeluft um die Nase wehen. Der Wellengang auf dem Bodden war recht ordentlich, es schaukelte ziemlich, die Gischt wehte auf die Fläche. Nach wenigen Minuten erreichte das Schiff Glewitz – und damit Rügen.
Weiter ging es über Putbus, das mitunter entsetzlich verfallene Häuser an den Straßen vorzeigen muss, nach Binz.
Ich checkte im Hotel ein und genoss den sonnigen Tag an der See – inklusive der besten Waffel Deutschlands an der Binzer Hauptstraße…

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aRTikel

Techno in der Vehlefanzer Idylle

Mittwoch, den 1. April 2009
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Ein Mecklenburger Fleischermeister will in Oberhavel Jugendarbeit betreiben

MAZ Oranienburg, 1.4.2009

Hans-Christian Grubenheimer plant ein Jugendcamp am Vehlefanzer Mühlensee.

RT/Max Zimmermann

OBERHAVEL
Dunkle Wolken ziehen über das Wasser. Nieselregen fällt auf den schlammigen Boden, der den Füßen nur wenig Halt bietet. Das Gelände um den Vehlefanzer Mühlensee sieht zurzeit so aus, als würde es noch tief im Winterschlaf feststecken.
Im Juli und August hat die Idylle jedoch ein Ende. Gleich zwei Großveranstaltungen sind im Sommer in Vehlefanz geplant. Neben dem alljährlich stattfindenden Sommerlager der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde wird es einen zweiten Jugendtreffpunkt geben. Die Rede ist vom einem “Jugendcamp zur Selbstfindung”. Stattfinden soll es vom 31. Juli bis 9. August 2009.
Veranstalter ist Hans-Christian Grubenheimer. Er betreibt im mecklenburgischen Neustrelitz die Kette “Fleischer-Hans” und ist in der Region nördlich von Fürstenberg für seine umfassende Jugendarbeit bekannt. “Eingeladen sind junge Leute im Alter von zwölf bis 20 Jahren”, so Grubenheimer. Im Camp können die Jugendlichen Musik machen und Instrumente erlernen. Im Ortskern von Vehlefanz soll es jeden Abend Konzerte geben.
Die Jugendlichen werden an den verschiedenen Tagen aber auch lernen, wie sie in der Natur zurechtkommen, und wie sie Tiere, die sie am Mühlensee einfangen, weiterverwerten können.
Dass sich das Jugendcamp am ersten Wochenende mit dem unter anderen von Karl-Dietmar Plentz organisierten Sommerlager überschneidet, ist für Grubenheimer kein Problem: “In den ersten drei Tagen beschallen wir den Mühlensee mit einer großen Technoparty”, kündigt er an. Sie beginnt am Freitag, 31. Juli, gegen 20 Uhr und endet am Sonntag danach um 18 Uhr. “Die Kinder des nebenan stattfindenden Kirchenlagers sind dazu natürlich herzlich eingeladen.”“
Die Sommeraktion ist für Hans-Christian Grubenheimer der Beginn seiner Wirtschafts- und Jugendaktivitäten in Oberhavel. Bisher betreibt er die Kette “Fleischer-Hans”“nur im Landkreis Mecklenburg-Strelitz. Im Juli will er in Oberkrämer das erste Geschäft eröffnen. “Aus rechtlichen und organisatorischen Gründen möchte ich meine Investitionspläne aber noch geheim halten”, erklärt Grubenheimer.
Nur eins steht für den 45-Jährigen langfristig fest: Er möchte die Jugendarbeit rund um Oranienburg nachhaltig prägen. Sein erstes Projekt ist dabei jedoch nicht das Sommerlager am Mühlensee. In wenigen Wochen, am 18. April, wird Grubenheimer mit einer Aktion beim Oranienburger Autofrühling die angehenden Abiturienten in Oberhavel unterstützen. “Ich stelle einen meiner Fleischkühltransporter zur Verfügung”, kündigt er an. Er soll auf der Bernauer Straße über eine Distanz von 450 Metern gezogen werden. Der Clou ist aber der Inhalt des Lkw: “Er ist vollgepackt mit Fleischwaren, die beim Abiball des Gewinnerjahrgangs verzehrt werden können”, sagt der “Fleischer-Hans”-Chef. “Es hätte auch ein Trabant sein können, aber die Idee habe ich verworfen, das fand ich zu lumpig.”“
Langfristig will Grubenheimer in Oberhavel mehrere Jugendzentren eröffnen. In Vehlefanz, Teerofen, und Siedlung II, einem Ortsteil von Zehdenick, hat er sich bereits Grundstücke angesehen. Probleme gebe es jedoch vor allem in Teerofen, weil dort für den Bau des Zentrums ein vier Hektar großes Waldstück gefällt werden muss.

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Anmerkung, 2.4.09:
Dies ist ein Aprilscherz!!

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aRTikel

Fahrt in die Dämmerung von Oberhavel

Mittwoch, den 31. Dezember 2008
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Internet: Filme aus dem Landkreis auf den Videoplattformen im virtuellen Netz / Teil 4: Fürstenberg

MAZ Gransee, 31.12.2008

FÜRSTENBERG
Insgesamt 530 Treffer auf den Internetportalen Youtube und MyVideo für Fürstenberg. Doch diese Zahl trügt gewaltig. Ganz gewaltig sogar. Denn Fürstenberg ist nicht nur der Name von acht Orten in Deutschland – am nächsten dran ist Fürstenberg (Oder), ein Ortsteil von Eisenhüttenstadt –, sondern auch der Name eines Fallschirmteams und einer Biermarke. Da ist klar, dass sich so mancher Eintrag unter diesem Namen auf den Videoseiten findet.
Aus Fürstenberg/Havel ist im Internet bisher nur recht wenig zu finden. Offenbar haben die Fürstenberger die Seiten, auf denen sie kostenlos eigene Filme hochladen können, noch nicht für sich entdeckt. Oder in Fürstenberg gibt es nichts zu filmen. Aber das ist eigentlich kaum vorstellbar.
Ein Nutzer hat im März 2008 einen Mitschnitt einer Autofahrt auf der B96 zwischen Fürstenberg und Neustrelitz reingestellt. Die Fahrt verläuft leider nur ohne Ton – und viel los ist auf der Bundesstraße auch nicht. Immerhin 567-mal ist das fast zehnminütige Filmchen trotzdem schon angeklickt worden. Die Reise von Düsterförde nach Fürstenberg wollten sich dagegen nur 36 Nutzer ansehen. Besteht da etwa weniger Interesse?
Bei MyVideo können Höhepunkte eines City-Konzertes angesehen werden. 954-mal wurde das Angebot bereits genutzt. Ein echtes Highlight ist auf Youtube aber auch zu finden: „Von Fürstenberg/Havel Richtung Nacht“ nennt sich das fast fünf Minuten lange Werk. Zu sphärischer Musik sind Impressionen aus der Havelstadt zu sehen. Die Dunkelheit bricht langsam herein. Während einer Fahrt mit dem Regionalexpress sind dann sehr gelungene, schöne Bilder der Dämmerung in Oberhavel zu sehen. Ein leuchtender, roter Himmel. Dazu die Musik – könnte man sich glatt mehrmals ansehen! Bisher 808-mal.

Die Seiten im Internet: www.youtube.de, www.myvideo.de

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aRTikel

Angeeckt: Das Ende der Sommerkinos

Mittwoch, den 2. August 2006
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Zu wenige Besucher in Himmelpfort und Neuglobsow


MAZ Gransee, 2.8.2006

OBERHAVEL

Die Sommerkinos in Himmelpfort und Neuglobsow haben ihren Betrieb eingestellt. Das bestätigte am Montag auf MAZ-Nachfrage eine Sprecherin des Betreibers „Rent A Kino“. Grund: Besuchermangel. Es würde finanziell nur draufgezahlt, die Einnahmen reichen hinten und vorne nicht.
Seltsam: Dabei wünschen sich doch gerade die Jugendlichen im Norden von Oberhavel ein Kino. Nun hatten sie, zumindest jetzt im Sommer, sogar zwei – und keiner geht hin. Zu weit weg vom Schuss? Zu teuer? Zu heiß draußen?
Kinos gibt es jetzt nur noch außerhalb des Nordkreises: in Neustrelitz, Neuruppin, Templin und Oranienburg, außerdem noch das Zempower Autokino. Ob es einen weiteren Versuch für das Sommerkino 2007 gibt, bleibt fraglich. Vielleicht wäre ein neuer Versuch direkt in Gransee, Zehdenick oder Fürstenberg ratsamer. Vielleicht sind hier mehr Kinointeressierte? Aber die Hoffnung scheint eher gering. Sehr schade.

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