RTelenovela

Unser Service für Sie: Legen Sie selbst Hand an!

Sonntag, den 28. Juni 2009
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Die Fahrt auf der Autobahn A8 war noch nie ein besonderes Vergnügen. Die Strecke zwischen München und Stuttgart ist jedoch der Horror.
Lange verläuft die Strecke nur zweispurig in jede Richtung, einen Standstreifen gibt es auch noch nicht – wie sie eben in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbaut wurde. Doch man arbeitet dran. Ewige Kilometer ist die A8 eine Baustelle mit verengten Spuren und Tempo 80. Ätzend.

Mein Plan war, dass ich erstmal aus München rausfahre, um dann auf der ersten Raststätte meinen Kram aus dem Kofferraum zu holen: also Kassetten und etwas zu trinken. Außerdem wollte ich mir was zu Essen kaufen. Doch blöderweise kam erstmal keine Raststätte. Bis Augsburg.
Auf dem Schild wurde die Raststätte in 3000 Metern angekündigt. Wenige hundert Meter später kündigte ein weiteres Schild eine weitere Raststätte an. Ich ignorierte es – und so düste ich am Rastplatz vorbei. Durch die Großbaustelle musste man sich mit dem Auto schon früher auf eine andere Spur einfädeln. So war für mich die Rast unerreichbar. Von wegen 3000 Meter…

Ich fuhr weiter nach Scheppach in Schwaben. Bei McDonald’s war die Hölle los. Am beeindruckensten war jedoch das Schild an der Wand in den Klokabinen: “Ein besonderer Service unseres Hauses: Desinfizieren Sie Ihre WC-Brille selbst.”
Schön. Da verzichtet McDonald’s wohl auf eine umfassende Reinigung der Klos und verkauft es als Service, dass man die Klobrillen nun selbst reinigen darf.

Bei Stuttgart wurde es dann richtig kritisch. Frontal die tiefstehende Sonne. Dazu ein Wolkenbruch. Und die Sonne spiegelte sich auf der Fahrbahn. Ich sah nichts mehr. Eine gefährliche Situation, denn der Verkehr war relativ dicht. Mehr als Tempo 50 war nicht drin, und fast hätte es kurz vor mir trotzdem gescheppert.

Mit dem Wetter zu kämpfen hatte wir aber auch heute, am Sonnabend. Eigentlich wollten wir in der Pfalz bei Bad Dürkheim ein bisschen wandern. Gerade als wir die Stadt erreichten, war es mit dem schönen Wetter dahin, es begann zu regnen – und hörte auch nicht mehr auf.
Während wir in einer kleinen Gaststätte an der B37 saßen, goss unaufhörlich.
Schnell gaben wir unser Wandervorhaben auf, denn es wurde nicht besser. In der Ferne blitzte es. Als wir Neustadt an der Weinstraße erreichten, war das Gewitter genau über uns. Blitz und Donner gleichzeitig. Es blitzte und krachte, als wir an einer Ampel standen.
Und, wie sollte es anders sein, als wir den Rhein hinter Speyer erreichten, hörte der Regen auf. Auch in Neulußheim hatte es zu diesem Zeitpunkt nicht geregnet – allerdings zogen auch hier dicke Wolken auf.
Es ist Siebenschläfer. Wenn das das Wetter der nächsten sechs Wochen wird – dann gute Nacht. Die Aussichten besagen zum Glück etwas anderes.

RTelenovela

Feuchtgebiet und Saumagen

Sonntag, den 27. April 2008
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So gehört sich das: Wenn ich in den Südwesten reise, hat die Autobahn gefälligst frei zu sein. Sämtliche Staus, Unfälle, Brände (!) und liegengebliebene Autos befanden sich auf der Gegenfahrbahn.
Neulußheim empfing mich mit dem schönsten Frühlingswetter. So führte uns unser Weg gestern in den Pfälzer Wald. Allein schon die Fahrt dorthin ist gerade bei diesem Wetter ein Erlebnis. Die B39 führt bis Neustadt an der Weinstraße schnurgerade an allen Orten vorbei. Doch in Neustadt geht es plötzlich durch enge Gässchen und n uralten Häsuern vorbei. Die Strecke schlängelt sich dann langsam die Berge hoch. Kleine malerische Dörfer, alte Häuser und Kirchen.
In der Nähe von Bad Dürkheim gingen wir im Wald wandern. Eine tolle Gegend, allerdings sieht man im Pfälzer Wald auch schon sehr gut, wie weit das Waldsterben voranschreitet. Andererseis ist es natürlich Wahnsinn, was gerade in der Natur abgeht. Alles schießt und sprießt, die Bäume sind grün. Überall sind hier Spargel- und Weinfelder, so weit man sehen kann.
In einer kleinen Gastwirtschaft begegnete ich dann meinem ersten Saumagen. Altkanzler Kohl hat seine Leibspeise allen ausländischen Gästen vorgesetzt. Ich hatte ihn mir ehlich gesagt anders vorgestellt: Er sah ein wenig aus wie Leberkäse (Fleischkäse), nur die Inhaltsstoffe sind wahrscheinlich andere. Ich hatte so was Ähnliches wie Eisbein im Kopf. Aber ich habe den Saumagen ja nur bei Marcel gekostet, ich selbst habe Bratwurst mit Sauerkraut gegessen. Lecker!

Ich lese gerade Charlotte Roches “Feuchtgebiete”. Mit dem Buch begeht sie einen Tabubruch nach dem anderen. Das macht es natürlich interessant. Wobei die Reaktionen der Kritiker das eigentlich Spannende sind. Lustig, wie die meisten aufheulen.
Tatsächlich wurde mir ein ein wenig anders, als an einer Stelle erzählt, dass Helen und ihre Freundin ihr Ausgekotztes tranken. Harter Tobak. Kritik demnächst im aRTikel-Bereich.

Heute waren weit mehr als 20 Grad und strahlender Sonnenschein. Wir eröffneten die Freiluftsaison an einem See in Weiher. Fürs Baden war es allerdings noch deutlich zu Kühl. Nicht die Luft, aber das Wasser. Eine halbe Minute mit den Füßen im Wasser, schon schien das Blut zu gefrieren…