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Bundesstraßen sind auch nicht mehr das, was sie mal waren

Mittwoch, den 10. Januar 2018
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Die B109 war früher eine der großen Verbindungen von Berlin zur Ostsee. Sie begann (und beginnt) in Berlin-Prenzlauer Berg und führte bis nach Greifswald, inzwischen bis zur A-20-Anschlussstelle Greifswald.
Aber führten Bundesstraßen früher auf dem möglichst schnellsten Wege von A nach B, ist inzwischen eine Wurstigkeit eingetreten.

Zwischen Berlin-Pankow und Zerpenschleuse gibt es die B109 inzwischen gar nicht mehr, sie wurde runtergestuft zur L100, einer Landesstraße. Es heißt, wegen der parallel führenden Autobahn sei die Bedeutung der Bundesstraße nicht mehr da. Was seltsam ist, weil es die Autobahn ja nicht erst seit gestern gibt.

Irrsinnig wird es aber, wenn man aus Prenzlau Richtung Berlin fährt. Hinter Mittenwalde verlässt die B109 nämlich die frühere gerade durch die Schorfheide führende Strecke nach Berlin. Stattdessen geht es rechts raus in Richtung Templin. Welchen Sinn es haben soll, über relativ schmale Waldstrecken eine Bundesstraße zu führen, will sich mir nicht erschließen. Zumal es keine konkrete Ausschilderung dieser B109 mehr gibt. Erst in Zehdenick gibt es wieder den Hinweis auf die Bundesstraße, die von der Havelstadt aus aber erneut einen Umweg über Falkenthal macht und nicht den direkten Weg über die Siedlung II und Krewelin.
In Falkenthal hat man eher den Eindruck einer engen Dorfstraße.

Dass Bundesstraßen unsinnigerweise umgeleitet werden, kommt selten vor. Dass sie unterbrochen werden, weil es ja Autobahnparallelen gibt (die irgendjemandem gaaanz plötzlich aufgefallen ist), passiert dagegen immer öfter. Wer aus Berlin auf der B2 unterwegs ist, landet plötzlich auf der A11. Wer von Oranienburg Richtung Westen auf der B273 fährt, landet auf der L170. Die B273 beginnt irgendwann später wieder. Wer auf der B96 nach Norden reist, wird hinter Neubrandenburg zur A20 geführt.
Es scheint eher, dass der Bund sparen will. Stattdessen werden die Pisten an das Land runtergereicht. Sollen die sich doch drum kümmern. So werden die Kompetenzen immer schön nach unten gedrückt.

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aRTikel

Party-Allstars entscheiden über Roberts Zukunft

Montag, den 23. Februar 2015
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Ein 20-Jähriger aus Klein-Mutz veranstaltet im Sommer seine ersten großen Events

MAZ Gransee, 23.2.2015

KLEIN-MUTZ
Robert Stresemann will’s wissen! Seit zwei Jahren betreibt der 20-Jährige aus dem Zehdenicker Ortsteil Klein-Mutz sein Unternehmen „DeinEvent24.de“. Im Juli veranstaltet er sein erstes richtiges, eigenes Event. Und was für eins!
Am 12. Juli findet im Oranienburger Schlosshof ein Schlagerkonzert unter dem Motto „Party-Allstars“ statt. Zu Gast sind echte Größen aus dem Musikbusiness: Jürgen Drews kommt ebenso wie Michael Wendler, Anna Maria Zimmermann und Michelle.

„Ja, da ist ein gewisser Druck da“, sagt Robert Stresemann und lächelt ein bisschen. „Ich kann aber nur unter Druck arbeiten. Unter Druck kommt bei mir immer das Beste zustande.“ Immerhin sind, so sagt er, schon die Hälfte der Tickets verkauft. Am 15. August soll es dann ein weiteres Konzert in Neubrandenburg geben.

Sein Abi machte er am Zehdenicker Georg-Mendheim-OSZ. „Ich wollte schon immer in die künstlerische Richtung“, sagt er. Er hatte Schauspielunterricht und nahm an diversen Castings teil, beschloss dann aber, diese Schiene nicht weiter zu verfolgen.
Inzwischen studiert er Wirtschaftswissenschaften an der BBW-Hochschule in Berlin-Charlottenburg. Dort entstand gewissermaßen auch die Idee einer eigenen Event-Agentur. „Wir hatten an der Uni Fächer, die in diese Richtung gingen“, erzählt er. „Da haben wir schon Veranstaltungen organisiert – also rein theoretisch.“ Aber schon zu Schulzeiten, als er auch im Landesschulbeirat saß, organisierte er ein Event mit: ein Konzert gegen Rassismus auf dem Oranienburger Schlossplatz.

Er selbst tritt hin und wieder als DJ oder in der Band „Under the Sun“ auf. „Da waren die Abrechnungen immer schwierig“, erinnert sich Robert. Er gründete „DeinEvent24.de“. Für seine erste große selbst organisierte Veranstaltung wollte er eigentlich die Band Santiano gewinnen. „Aber da bin ich mir mit dem Management nicht über die Gage einig geworden“, sagt Robert Stresemann.
Er überlegte sich daraufhin ein neues Eventkonzept und lernte Leute von einer großen Agentur, die im Ruhrgebiet Konzerte mit bis zu 60 000 Zuschauer organisiert, kennen. Die haben Künstler wie den Wendler oder Jürgen Drews unter Vertrag und boten an, mit dem Klein-Mutzer zusammenzuarbeiten. „Mir war es wichtig, bekannte Namen zu haben.“ Als im Business noch Unerfahrener, wäre es jedoch allein und ohne Partner schwierig gewesen, sie zu bekommen. Immerhin konnte er bereits einen Hauptsponsor für die Konzerte in Oranienburg und Neubrandenburg finden. „Ich hoffe, dass alles klappt, ist ja dann meine Premiere.“ Er ist aber zuversichtlich, dass das Event funktioniert.
Dann könnte es 2016 eine Fortsetzung geben, eventuell dann auch in weiteren Städten. „Vielleicht darüber hinaus mal was für Jugendliche“, sagt er. Privat hört er auch Schlager, aber natürlich längst nicht nur.
Seine Vision: größere Konzerte in größeren Städten – irgendwann auch mal ein Stadionevent. In Klein-Mutz wird er auf Dauer nicht bleiben. „Das ist viel zu weit weg von den Hot-Spots“, sagt er. Ein solches Unternehmen dort aufzubauen sei schwierig. „Ich habe hier nicht die Ressourcen, die man eigentlich braucht.“ Wenn er sein Studium abgeschlossen hat, wird er wahrscheinlich von Klein-Mutz nach Berlin ziehen.

Trotz der Uni ist sein Unternehmen aber schon jetzt ein Fulltimejob. Verträge lesen. Das Marketing. Das Homepage-Design. „Das nimmt viel Zeit in Anspruch.“ Immerhin bleibt auch auch noch ein wenig Muße für andere Hobbys. Er ist Mitglied im Neuruppiner Karnevalsverein und trat dort auch als Prinz auf. Er wirkte am Programm mit und konnte viele Mädels küssen, wie er mit einem Grinsen erzählt.
Der Sommer wird zeigen, wie Robert Stresemanns Werdegang aussieht. „Mit den beiden Konzerten im Juli und August steht und fällt die Zukunft“, sagt er. Momentan wirkt er noch nicht besonders nervös.

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Ausgebogst nach Neubrandenburg

Dienstag, den 30. Oktober 2012
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Jürgen Bogs war in der DDR mal ein guter Trainer. Jedenfalls führte er den BFC Dynamo zehnmal zur Fußball-Meisterschaft. Aber das ist lange, lange her. Inzwischen ist er Rentner, trainiert aber immer noch die eine oder andere Mannschaft.
Im Frühsommer kam er nach Zehdenick, um den SV zu trainieren. Das lief, sagen wir mal, nicht immer gut. Eine 0:7- und eine 0:4-Niederlage waren eher unerwartete Ergebnisse.

Klar, dass man da ein bisschen die Lust verliert, und dann spielt ja Zehdenick auch nur in der Landesklasse, da langweilte sich Jürgen Bogs bestimmt.
Deshalb machte er sich nun aus dem Staub. Der 1. FC Neubrandenburg rief (immerhin Oberliga – hohoho!), und Bogs kam. Macht doch euren Zehdenicker Dreck alleine, Bogs ist zu höherem berufen, denkt er sich vermutlich.
Der Mannschaft hat er seinen Abschied nicht verkündet, nur dem fünfköpfigen Spielerrat erklärte sich. So was Schäbiges! Der mann hat nicht mal den Arsch in der Hose, sich von einen Leuten vernünftig zu verabschieden, stattdessen verpfeift er sich – und tschüss.
Unsportlich, um es mal vorsichtig auszudrücken.

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ORA aktuell

Überfall: Oranienburger zu Haftstrafen verurteilt

Mittwoch, den 18. April 2012
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Zwei Oranienburger Jugendliche sind am Montag vom Landgericht in Neuruppin zu Haftstrafen verurteilt worden.
Am 27. Oktober 2011 brachen der 17- und der 18-Jährige in das Haus eines 73-Jährigen und seiner 69-jährigen Frau in Oranienburg ein. Im Bad standen sich plötzlich Täter und Opfer gegenüber, es kam zu einer Rangelei. Der Rentner verlor dadurch auf dem linken Auge die Sehkraft. Die Jugendlichen hatten ihn am Boden liegend verprügelt.

Die beiden jungen Männer gestanden die Tat und schoben sie auf Alkohol und Drogen. Gernot S. (18) muss für vier Jahre und zehn Monate und Dominik S. für drei Jahre ins Gefängnis.
Das Rentnerpaar ist inzwischen nach Neubrandenburg gezogen – die beiden hielten es in ihrem Haus nicht mehr aus.

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Bahnbekanntschaften (61): Der Kleine mit der Brille

Samstag, den 25. Februar 2012
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(60) -> 3.2.2012

Der RE5 nach Neubrandenburg fährt gerade an Bergfelde vorbei. Es ist der Wochenendspätzug, der noch nach 23 Uhr aus Berlin rausfährt. In einem der Abteile sitzt eine Gruppe mit fünf Leuten, als der Fahrkartenkontrolleur kommt. Und er wundert sich. Fünf Leute und kein Gruppenticket?
Die Leute beginnen zu erklären: Zwei von ihnen seien in Neubrandenburg eingestiegen, die anderen erst später. Und da habe es ihnen der Schaffner nicht erlaubt, ein Gruppenticket zu kaufen, weil sie ja nicht alle zusammen losgefahren sind.

Der Schaffner lacht. “Wer war denn das?”, fragt er. “War das so ein Kleiner mit Brille?” Die Leute bejahen das. Offenbar ist dieser Kleine mit der Brille bekannt. Ja, der mache immer Krawall, so der Schaffner. Der sei dafür bekannt, hart zu sein. Die Regel sei ja richtig, aber er sehe das nicht so eng. Sonst müsse er ja ständig die Bundespolizei rufen, wenn er ständig auf diese Regel pochen würde. Und der Brillentyp sei ja alleine zu Hause, vielleicht sei er ja deshalb so seltsam.
Muss ja ein netter Gesell’ sein.

Es dauerte eine Weile, ich hatte schon ewig meine Tageskarte in der Hand. “Na, da will ich auch mal zu Ihnen kommen, Sie warten ja schon ewig”, meinte der Schaffner dann zu mir. Da waren wir schon an Birkenwerder vorbeigefahren. Aber trotz der späten Stunde, war die Stimmung im Zug gut.

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Rügen 2011 (6): Der Regen zieht vorbei

Montag, den 12. September 2011
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(5) -> 11.9.2011

Schwere Wolken ziehen auf Binz zu. Über dem Schmachter See braut sich einiges zusammen. Gerade laufe ich die Hauptstraße von Binz entlang, will zu den anderen an den Strand. Wir wollen den Sonntag noch für eine ausgiebige Sonnenschau nutzen – und dann das.

Schon am Sonnabend lagen wir am Strand direkt vor dem Kurhaus. Immer wieder versteckte sich die Sonne hinter schweren Wolken. Links von uns, in der Gegend um Sassnitz, schien schon der Regen runterzukommen. Die Landzunge war von Binz aus kaum noch zu sehen. Vor uns, über dem Meer, sind auch schon deutlich die Regenfäden zu sehen.
Nur bei uns, in Binz, bleibt es trocken. Bis zum Abend.

Am Sonntag geht das munter weiter. Die schweren Wolken ziehen über uns hinweg. Kurz trübt es sich ein, wird es kühler, dann aber kehrt die Sonne zurück, der Himmel zeigt sich heiter. Und wieder: Links von uns, in der Gegend um Prora, Mukran und Sassnitz, sieht es wesentlich schlechter aus.
Binz bleibt trocken an diesem Wochenende. Und ich finde, so muss das sein, wenn wir dort sind.

Rückfahrt: In Höhe Altefähr, kurz vor der Rügenbrücke, zuckt der erste Blitz in meiner Sichtweite. Ganz weit weg, irgendwo auf dem Festland, vielleicht in der Greifswalder Region. Das zieht sich auf der weiteren Fahrt bis zum Autobahnkreuz Uckermark. Bei Neubrandenburg zucken gewaltige Blitze auf. Zwischen den Hochspannungsleitungen leuchtet kurz ein großer Teil des Himmels auf, es wird taghell, mehr als eine Sekunde lang.

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Im Atlas: Der Blick in die Zukunft

Montag, den 25. Juli 2011
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Manchmal brauchen Straßenprojekte etwas länger, bis sie Wirklichkeit werden. Einige liegen ewig auf Eis, fallen dem Sparzwang zum Opfer, andere Projekte sind erst nach langem Hin und Her fertig.
Einige Straßenatlanten schaffen jedoch schon überraschende Fakten. Im Travelmag-Reiseatlas 2011/12 sind bereits der Verlauf der B96 in Richtung Norden gekennzeichnet. Immerhin mit dem zusätzlichen Kürzel “i.Pl.” – in Planung.

In Nassenheide zeigt der Atlas eine Strecke, die westlich um den Ort herumführt. Nördlich davon kreuzt die Planungsstrecke die alte B96, bevor sie zwischen Neuendorf und Teschendorf wieder nach links abknickt. Weiter nach Norden, in Höhe Wackerberge, an der Kreuzung nach Grüneberg, kreuzt die im Altas gestrichelte Strecke wieder die alte Bundesstraße. Dann geht es westlich von Löwenberg weiter.
Und auch die Umgehung der B167 ist eingetragen. Diese Umgehung führt von südlich von Löwenberg am Ort vorbei, kreuzt dort die B96. erst östlich von Neulöwenberg schwenkt die B167 wieder auf die alte Trasse.
Und auch um Gransee herum ist eine Umgehung eingetragen, die so ziemlich in den Sternen liegt. Östlich der Stadt führt bis nördlich von Altlüdersdorf wieder auf die alte B96. Eine weitere Umgehung führt im Atlas westlich an Fürstenberg vorbei. Auch östlich von Neubrandenburg soll es eine neue außerörtliche Strecke geben.

Was davon wirklich umgesetzt, ist noch völlig unklar. Am ehesten wird noch die Strecke von Nassenheide nach Löwenberg gebaut, alle weiteren Projekte liegen momentan auf Eis.

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