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Es ist immer noch laut

Freitag, den 27. November 2020
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Nach dem Ausbau der A 10 und der Errichtung der Lärmschutzwand hat sich am Gärtnereiweg in Neu-Vehlefanz erstaunlich wenig geändert

MAZ Oranienburg, 27.11.2020

Neu-Vehlefanz.
Es ist immer noch laut an der Autobahn. Sehr laut sogar. Und das, obwohl am Gärtnereiweg in Neu-Vehlefanz seit einiger Zeit eine Lärmschutzwand steht.

Die MAZ hat schon mehrfach über Familie Hoffmann berichtet. Seit 1971, mit dem Bau der Autobahn, leben die Hoffmanns in Sichtweite zur Schnellstraße. Bis zum Ausbau des nördlichen Berliner Rings gab es an der Stelle keinen Schutz vor Lärm, Autofahrern sind die beiden Häuser nahe der Fahrbahn aufgefallen – die Häuser sind von der Straße aus nun nicht mehr zu sehen. Aber wirklich was verändert hat sich für die Bewohner offenbar nicht.
„Es ist nicht besser geworden“, sagte Fred Hoffmann bei einem Vor-Ort-Termin am Gärtnereiweg am Donnerstagvormittag. Aus seiner Sicht liegt das nicht nur daran, dass die gesamte Autobahn jetzt gute zwei Meter höher liege. „Wenn wir jetzt aus dem Fenster sehen, dann sehen wir jetzt die Autos vorbeifahren, das war vorher nicht so. Es ist alles angehoben worden.“ Es gibt aber noch einen Grund, dass sich lärmmäßig eigentlich kaum was verändert hat. Weil sich direkt nebenan der Rastplatz Ziethener Luch befindet, endet die Lärmschutzwand vor der Ausfahrt des Platzes. Heißt: Hoffmanns können nicht nur weiter auf die Autobahn schauen, sie bekommen auch nach wie vor den kompletten Lärm ab. „Wenn der Wind aus Richtung Eichstädt kommt, ist es besonders schlimm“, sagt Fred Hoffmann. Besser wäre es aus seiner Sicht gewesen, wenn die Schutzwand an der Stelle abgeknickt wäre, so dass sie auch zwischen den Grundstücken und dem Rastplatz gestanden hätte.

Fred Hoffmann ist von der Wirkung der Wand enttäuscht. Im benachbarten Klein-Ziethen soll sich die Lärmsituation allerdings ein wenig verbessert haben. In einem MAZ-Gespräch mit Ortsvorsteher Peter Gerlach hatte der sich allerdings auch eher skeptisch geäußert. Es gebe dazu unterschiedliche Meldungen der Einwohner.
„Am ruhigsten war es, als hier auf der Autobahn die Baustelle war“, erinnert sich Fred Hoffmann. Allerdings sei diese Zeit auch durch die vielen Baufahrzeuge belastend gewesen, die den unbefestigten Gärtnereiweg genutzt haben. „Der Weg ist jetzt viel breiter als vorher“, sagte der Neu-Vehlefanzer. Der Weg ist löchrig und schwer befahrbar. „Das werde ich mir nicht gefallen lassen, da vermisse ich ein Zutun von unserer Gemeindeverwaltung.“ Einfach nur wieder die Löcher zu füllen, reiche nicht. Zudem sei die Straße im Sommer bei Trockenheit extrem staubig.

Die Hoffmanns denken darüber nach, noch einmal ein Lärmgutachten erstellen zu lassen. „Wir wollen aber erst mal noch den nächsten Sommer abwarten.“ Mit dem Rastplatz an sich gebe es aber bislang keine Lärmprobleme – eher aber ein Geruchsproblem, wenn nachts die Motoren für die Heizungen laufen.
Weniger Lärmprobleme gibt es übrigens jetzt am Wendemarker Weg in Bärenklau. Da hat die Lärmschutzwand – die allerdings dort nicht unterbrochen wird – eine höhere Wirkung. Der Lärmpegel ist dort deutlich zurückgegangen.

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Bitte bloß nichts schön machen!

Mittwoch, den 16. September 2020
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Der nördliche Berliner Ring wird gerade ausgebaut, und inzwischen sind die Arbeiten schon so weit fortgeschritten, dass der erste größere Abschnitt schon fertig ist.

In Neu-Vehlefanz gibt es rechts und links der A10 nun auch kleine Raststätten. Auf der nördlichen Seite heißt der Rastplatz Ziethener Luch, auf der südlichen Seite Krämerforst. Das passt durchaus, weil man die Namen in der Tat den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten angepasst hat.
Das Besondere: Die beiden Toilettenhäuser sind künstlerisch bemalt worden. Das sieht nun recht bunt und ganz schön aus.

Aber dennoch: Es wird gemäkelt. Gerade Facebook ist ja längst die große Plattform der Mäkler und Bedenkenträger. In der örtlichen Facebookgruppe wurden Bilder der Anlage gezeigt, und es wurde gemosert, dass man doch bitte bei weiteren solchen Projekten die Häuser wieder grau belassen solle, weil die ja eh besprüht würden.
Das kann sein, dass das passiert. Aber die Erfahrungen sind andere. Überall da, wo etwas mit Kunst besprüht ist, wird seltener etwas anderes drüber gesprüht. In Oranienburg zum Beispiel hat man an vielen Stellen damit gute Erfahrungen gemacht.
Dann will ich mal hoffen, dass die Mäkler auch in Neu-Vehlefanz nicht recht haben werden.

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40? 60? Wann wird geblitzt?

Dienstag, den 19. März 2019
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Es bleibt spannend auf der Autobahn-Baustelle auf dem nördlichen Berliner Ring. Wer dort langfährt, droht immer wieder abgelenkt zu werden. Beim Blick auf die fehlende andere Fahrbahn. Oder an den Brücken, wo oft schon der erste Teil fehlt. Oder die neue Lärmschutzwand in Neu-Vehlefanz. Dass da an den meisten Stellen der Baustelle nur Tempo 60 erlaubt ist, verwundert da nicht.

Neulich aber war ich schwer verunsichert. An der Abfahrt Oberkrämer gilt Tempo 40. Zumindest in Richtung Hamburg. Kein Wunder bei den vielen Unfällen dort. Ich kam nachts von einer längeren Tour aus Richtung Dreieck Havelland nach Oberkrämer. Auf der Strecke gilt Tempo 60. Dann aber, direkt an der Abfahrt steht ein Tempo-40-Schild. Befestigt über dem Ausfahrt-Schild. Gelten diese 40 nun für mich oder nur für den, der abfährt? Vorsichtshalber fuhr ich noch ein bisschen langsamer, denn ich wusste: An der Auffahrt steht ein Blitzer. Direkt davor bremste ich noch mal scharf, das Auto hinter mir auch.

Aber eigentlich gehe ich davon aus, dass da Tempo 60 erlaubt ist. In einer der Facebook-Gruppen wurde mir das wenig später bestätigt. Aber dennoch sollte man noch mal an der Beschilderung arbeiten.

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Die Autobahn lenkt ab

Donnerstag, den 14. Juni 2018
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Oh, was ist denn das da drüben, auf der anderen Fahrbahnseite? Haben die da etwa kurz vor Abfahrt Kremmen die Spuren eingeengt? Was ist denn da los? Und dann, ein paar Kilometer weiter, was sind denn das da für komische Sandhaufen bei Neu-Vehlefanz? Und noch ein paar Kilometer weiter: Da gerät ja plötzlich ein See ins Blickfeld, nachdem die zig Bäume gefällt worden sind.

Ja, es gibt viel zu sehen auf der Autobahn zwischen Neuruppin und Pankow. Die Mega-Baustelle wird noch noch ein paar Jahre begleiten, und immer wieder lesen und hören wir von Unfällen, weil wieder jemand unaufmerksam war.
Aber als Autofahrer muss man sich auch mächtig zusam… oh, was machen die denn da an der Brücke über dem Wendemarker Weg in Bärenklau? Der Bagger stand doch da neulich noch gar nicht.
Ups, ich war schon wieder abgelenkt. Aber es ist wirklich so: Als Autofahrer muss man nicht nur wegen der immer wieder veränderten Verkehrsführung extrem aufpassen. Aber eben auch, weil drumherum sehr viel passiert, das die Aufmerksamkeit anzieht.
Wir alle, die dort langmüssen, bleibt nichts anderes übrig, als aufmerksam zu bleiben – und gelassen auch.

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Hoffmanns und ihr Trabi-Doppel

Mittwoch, den 21. Februar 2018
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Die Autoschlosser-Familie aus Neu-Vehlefanz hütet ihre beiden Schätze aus den 80er-Jahren

MAZ Oberhavel, 21.2.2018

Neu-Vehlefanz.
Allzu oft wollen Hoffmanns ihre beiden Trabis nicht bewegen. „Die sollen ja noch lange halten”, sagt Fred Hoffmann. Einer der Trabis hat ein Saisonkennzeichen von April bis Juni, der andere darf von Juli bis September auf die Straße.

Die Neu-Vehlefanzer, die nebenan in Wolfslake eine Autowerkstatt betreiben, hegen und pflegen ihre beiden Fahrzeuge. Einer ist Baujahr 1985, der andere aus den letzten Tagen der DDR, von 1989. „Ich hätte ja nach der Wende nie gedacht, dass die Trabis mal zum DDR-Kulturerbe zählen“, sagt Fred Hoffmann. „Da hätte ich eher auf den Wartburg getippt. Zur Wende hat ja jeder den Trabi regelrecht weggeschmissen.“ Er selbst hat 1968 an seinem ersten Trabant geschraubt, als er in Velten mit seiner Autoschlosser-Lehre begonnen hatte. Vielleicht sein Meisterstück: Von 1979 bis 1981 hat er einen alten P 600 zum 601er umgebaut. Der Trabant hatte sich bei einem Unfall überschlagen, und Hoffmann holte sich beim damaligen Rat des Kreises eine Aufbaugenehmigung. „Das war ein Neuaufbau, das ist in der DDR nicht oft passiert.“ Bis 1987 war er dann in Besitz der Familie, „dann war der wieder reif für die Insel.“

Die beiden Trabis, die Hoffmanns jetzt in Neu-Vehlefanz haben, können schon eine bewegte Geschichte erzählen. Den 1985er-Trabant hat Fred Hoffmann auf dem Dorfplatz in Klein-Ziethen entdeckt. Nach einem schweren Sturm war ein Baum auf’s Auto gefallen. Der Besitzer wollte ihn auf den Schrott bringen. „Ich habe ihm einen Zehner gegeben und weggeschnappt.“
Der Trabant von 1989 stammt aus Neu-Vehlefanz. Der ehemalige Revierförster hatte ihn gefahren. „Er war damit auf der Jagd.“ Auch diesen Wagen hat er restauriert. „Allerdings bekommt man die original Türgummis nicht mehr“, erzählt der Autoschrauber. „Jetzt sind es welche vom Golf 2, die passen da original rein“, erklärt er und lächelt. Ansonsten legen sie aber Wert auf wirkliche Originalität. „Er soll nicht flacher oder breiter sein, sondern wie ab Werk.“ Was ihm allerdings mal gefallen hat, war eine Trabant-Stretchlimo. „Die habe ich mal bei einem Trabitreffen gesehen, und die war handwerklich gut gemacht.“

Es sind Erinnerungen, die daran hängen. „Das ist ein Hobby und die Pflege der Rest-DDR-Kultur. Es geht nicht um einen geldwerten Vorteil.“ Mehrere Touren unternehmen die Hoffmanns im Jahr. So geht es immer zur Oldtimerveranstaltung nach Paaren im Glien. „Aber nicht im Regen. Das ist ein Schönwetter-Auto, die kriegt man ja nie wieder sauber.“ Deshalb fahren sie auch gleich nach Hause, wenn ein Regenguss droht. Immerhin 78 000 Kilometer hat der 1985er runter, der 1989er liegt laut Tachostand bei 50 000. „Davon ist er 30000 bestimmt im Wald gefahren“, sagt Fred Hoffmann.
Beide Trabis haben übrigens eine spezielle Plakette an der Frontscheibe zu kleben, sie erinnern an die gängigen Umweltplaketten, sehen aber auf den Trabis sehr anders aus: „Mobile Randgruppe 1“ – darunter ein Totenkopf. „So was gibt es auf Oldtimertreffen“, sagt Fred Hoffmann.

Auch seinen Sohn René hat der Neu-Vehlefanzer mit seiner Liebe zu den Trabis angesteckt. „Es ist eine Erfahrung zu erleben, wie das früher mal war“, sagt er. „Da ist ein echter Unterschied zu merken, schon allein, wie hart das Autofahren mal war. Das merkt man dann schon, wenn man mal zwei Stunden mit dem Trabi fährt.“ Sein Vater Fred nickt lächelnd, und René Hoffmann erzählt: „Nach so einer längeren Tour ist man fix und fertig. Ein Auto ohne Servolenkung und ohne Klimaanlage. Das ist laut und heiß.“
Aber beide sind sich einig. Die beiden Trabis sollen noch lange halten, damit ein Stück DDR-Geschichte erlebbar bleibt.

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Chronik Oberkrämer 2017

Freitag, den 29. Dezember 2017
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MAZ Oranienburg, 29.12.2017

Januar: Die „Vehlefanzer Amseln“ feiern ihr zehntes Jubiläum. Der Chor wurde 2007 gegründet. – Erste Pläne für die neuen Hortgebäude in Vehlefanz und Bötzow werden vorgestellt. Die Kosten betragen insgesamt etwa 4,5 Millionen Euro. Der Hort in Vehlefanz sollte im Herbst fertig sein, nun aber erst 2018.

Trauer in Marwitz
Albrecht Seeburg ist am 27. Januar im Alter von 79 Jahren überraschend gestorben. Bis zuletzt war er Ortsvorsteher in Marwitz und Gemeindevertreter in Oberkrämer – er setzte sich für die Belange der Menschen ein.

Februar: 35 Leute kommen zum Seniorenfasching nach Eichstädt. Die Kaffeenachmittage, die jeden Monat im Gemeindehaus stattfinden, sind ein voller Erfolg.

Müllers Helfer
Nachdem auf dem Hof von Familie Müller in Schwante ein milder Volgelgrippe-Fall aufgetreten war, wurden dort rund 500 Tiere getötet. Die Trauer in der Familie war groß. Um so größer die Freude, als im Februar viele Helfer auf den Hof kamen, um aufzuräumen und für einen Neustart zu sorgen.

Thiede zeigt’s dem Minister
Albrecht Gerber, der Wirtschaftsminister von Brandenburg, war im Februar zu Gast in der Tischlerei von Olaf Thiede in Bötzow. Er staunte: “Ein ganz großes Spektrum” habe er dort entdecken können.

Mehr Plätze in der Bötzower Kita
Der Anbau der Kita “Traumzauberbaum” in Bötzow ist Ende Februar eröffnet worden. Sie bietet nun Platz für 165 Kinder, das sind 40 mehr als vorher.

März: Die Kirche in Marwitz ist marode und muss saniert werden. Betroffen sind das Dach und das Gestein. Der neue Pfarrer Marcus Schütte beziffert die Kosten auf etwa 310 000 Euro. Er bittet bei der Gemeinde Oberkrämer um Hilfe. – Nach dem Tod von Albrecht Seeburg wird Thomas Nocke neuer Ortsvorsteher von Marwitz. – Auf dem Autohof Oberkrämer in Vehlefanz kommt es zu einem Zwischenfall: Es gibt Streit um die Plätze an den Spielautomaten. Ein Mann (28) kommt mit einem Beil und schlägt auf einen 35-Jährigen ein. – In Schwante schließen sich die Gastwirte vom Schloss, Forsthaus und Gartenhaus zusammen. Sie starken die Vermarktungskampagne „Schwante is(s)t gut“.

April: Eigentlich sollte am Gemeindezentrum in Bötzow eine Streetball-Anlage entstehen. Sie kommt nicht, weil der Ortsbeirat befürchtet, es könnte zu laut werden. – An der MAZ-Frühlingswanderung zur Mühle nach Vehlefanz nehmen 80 Leute teil und sehen Oberkrämer von einer anderen Seite. – Die Gemeindevertreter beschließen einen Nachtragshaushalt für 2017. Die Höhe der Investitionen steigt von 1,98 auf 6,5 Millionen Euro Euro. – Manfred Ende aus Bötzow veröffentlicht sein neues Buch „Als der Bleistift spöttisch die Miene verzog“. – Bernd Ostwald aus Schwante ist neuer Behindertenbeauftragter in Oberkrämer. – Unzählige Besucher kommen zum 15. Krämerwaldfest nach Wolfslake.

Mai: Der Bau des Radweges an der L 170 von Schwante nach Germendorf kommt noch vor 2030. Das geht aus einer neuen Bedarfsliste der Landesregierung hervor. Es herrscht Frust. – Es wird bekannt, dass der Lindenkrug in Schwante schließen muss. Ende September ist Schluss. – Polizei, Veterinäramt und ein Tierarzt holen von einem Grundstück in Eichstädt-Ausbau viele Enten, Hühner, Puten und mehr. Es besteht der Vorwurf der Tierquälerei, den der Besitzer bestreitet. – Das Unternehmen „Fi-sherman’s Partner zieht von Schwante in den Gewerbepark nach Vehlefanz und öffnet dort eine größere Filiale. – Der Oberkrämer-Abschnitt der Straße von Sommerswalde nach Hohenbruch wird saniert.

Marwitzer Partypeople
Die Beat-Fabrik in Marwitz feierte im Mai ihren 20. Geburtstag. Einmal im Monat wird dort eine Nacht lange gefeirt.

Juni: Vehlefanz hat eine zweite Mühlen-Attraktion. Dietmar Sturzbecher kümmert sich um die Bathe-Mühle an der Lindenallee. – Für das Gemeindezentrum in Schwante werden nach dem Auszug der Tourismusinfo neue Nutzer gesucht. – 170 Gäste kommen zur Feier der Brandenburgischen Seniorenwoche in die Marwitzer Turnhalle. – Die Jugendkoordinatorin Marlies Arian geht in den Ruhestand. Silvia Hinze ist ihre Nachfolgerin. – Der Jahrhundertregen sorgt insbesondere in Vehlefanz, Bärenklau und Schwante für viele Einsätze. – David Ostwald ist neuer Gemeindebrandmeister.

140 Jahre Plentz
Das Erdbeerfest im Juni auf dem Dorfanger in Schwante nutzte Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz für eine besondere Feier. Die Bäckerei ist 1877 gegründet worden, nun stand das 140. Jubiläum auf dem Programm.

Touristischer Mittelpunkt
Die Mühle in Vehlefanz entwickelt sich weiter zum touristischen Mittelpunkt in Oberkrämer. Im Juni ist dort die neue Tourismusinfo eröffnet worden. Dazu ist ein ehemaliges Wohnhaus direkt neben der Mühle umgebaut worden.

Juli: Die Dorfkirche in Marwitz ist 250 Jahre alt. Das Kirchweihjubiläum wird mit einem Gemeindefest gefeiert. – Es gibt Dauerregen in Oberkrämer. Erneut hat die Feuerwehr diverse Hochwassereinsätze. – Die Senioren aus dem altersgerechten Wohnheim in Vehlefanz unternehmen mit dem Erlebnisshuttle aus Paaren eine Sommertour durch Vehlefanz und Schwante. – Das Sommerlager der Freikirche muss umziehen. Das Gelände am Mühlensee in Vehlefanz ist zu schlammig. Kurzfristig muss das Lager eine Wiese weiterziehen – eine logistische Herausforderung. Am Ende läuft alles reibungslos.

Land unter am Hörstegraben
Viel zu sehen vom Hörstegraben ist nicht mehr. Ende Juni gab es den Jahrhundertregen. Im Juli folgte ein zweiter Mega-Regenguss, gefolgt von mehrtägigem Dauerregen. Der Hörstegraben in Schwante, in dem viele Kanäle aus Oberkrämer zusammenlaufen und nach Kremmen weiterfließen, konnte die Wassermassen im Laufe des Sommers nicht mehr aufnehmen. Die Wiese nebenan war mehr als einen halben Meter überflutet. Im Spätherbst bot sich an der Stelle noch einmal ein ähnliches Bild. Ein Problem auch für die Anwohner des Grabens.

August: Das Hochwasser nach den Regenfällen am Elsgraben in Bärenklau läuft nur langsam ab. Die Anwohner bitten um Hilfe. – In Vehlefanz startet eine Verfolgungsjagd. Ein Autofahrer ignoriert eine Polizeikontrolle. Die Jagd endet an einem Straßenbaum in Sommerswalde. – Die Gemeindevertreter lehnen die Pläne zur Erweiterung des Geländes der Firma in Winzler in Bötzow-West ab. – Lisa Andreß (22) ist Erntekönigin in Bärenklau. – Ein Hannoveraner-Wallach in Bötzow muss in Quarantäne. Das Pferd ist an Druse erkrankt.

September: Die Kita „Krämer Kids“ wird gesperrt – wegen aggressiven Schimmelbefalls. Die Kinder müssen ausweichen in die Kita Bötzow und ins „Haus der Generationen“. – Die Marwitzer Straße in Bötzow wird ausgebaut – breiter und sicherer soll sie werden. – In Schwante stürzt ein Bauarbeiter aus großer Höhe ab und landet auf einer Zwischendecke. Er wird schwer verletzt. – Bei der Bundestagswahl liegt in Oberkrämer die CDU (32,8 Prozent) vor der SPD (23,0) und der AfD (18,2).

Endlich fertig!
Die Kirche in Vehlefanz wurden sieben Jahre lang saniert. Dach, Fassade, Innenraum. Im September feierte die Gemeinde die Wiedereinweihung.

Oktober: Der Seniorenbeirat Oberkrämer feiert das 20. Jubiläum. Viele Ziele seien geschafft, so die Vorsitzende Erika Kaatsch. – Die Schlossherren in Schwante wollen wieder mehr auf die Dorfbewohner zugehen. Geplant sind diverse Abendveranstaltungen und Feste. – Der Heimatverein Vehlefanz feiert das 25. Jubiläum. Weil im „Haus der Generationen“ aber die Kita untergebracht ist, wird die Feier auf 2018 verschoben. – Der Bolzplatz in Bötzow wird eröffnet. Kosten: etwa 114 000 Euro. – An der Kirche in Vehlefanz wird ein Luther-Baum gepflanzt. – Der Jugendclub zieht vorübergehend in die Feuerwehr, der Platz im „Haus der Generationen“ wird von der Kita gebraucht.

Xavier ließ die Bäume fallen
Große Schäden richtete Anfang Oktober das Orkantief Xavier in Oberkrämer an. Allein auf der L17 zwischen Schwante und Groß-Ziethen fielen 21 dicke Alleebäume samt Wurzeln um und richteten dadurch auch Schäden an der Straße an. Schlimm sah es auch am Wendemarker Weg in Bärenklau aus. Blockiert waren auch die Straßen zwischen Germendorf, Sommerswalde und Schwante sowie zwischen Eichstädt und Marwitz. Die Aufräumarbeiten dauerten langen an.

November: Bei der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge in Bärenklau kommen 2375,50 Euro zusammen. – An der A 10 in Oberkrämer werden Bäume gefällt. Kahlschlag. Bitter ist das für die Autobahn-Anwohner in Neu-Vehlefanz. Sie sind dem Krach nun komplett ausgesetzt. – Die Senioren-Weihnachtsfeier wird zur logistischen Hausforderung. Weil 240 Leute kommen, ist die Marwitzer Halle zu klein. Es wird in der Oberkrämerhalle in Eichstädt gefeiert.

Dezember: Die Gaststätte „Zur Waage“ schließt. – Die Bärenklauer Sicherheitspartner werden vom Landespräventionsrat ausgezeichnet. Preisgeld: 1000 Euro. – Der Heimatverein Bärenklau veranstaltet auf dem Remontehof erstmals einen Adventsmarkt. – Das Auto von Thomas Nocke, dem Marwitzer Ortsvorsteher, brennt ab. Es ist wohl Brandstiftung – und das dritte Mal, dass es in Zusammenhang mit Nocke einen Zwischenfall gibt.

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“Jetzt ist es richtig laut!”

Freitag, den 10. November 2017
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Fred Hoffmann lebt in Neu-Vehlefanz direkt an der Autobahn und muss nun noch mehr Lärm ertragen

MAZ Oberhavel, 10.11.2017

Neu-Vehlefanz.
Mit der Fällung von Bäumen und der Rodung von Büschen an der Autobahn im Bereich Oberkrämer, geraten plötzlich auch Häuser ins Blickfeld, die vorher versteckt hinter dem Grün lagen. „Jetzt ist es richtig laut!“, sagt Fred Hoffmann. Er lebt mit seiner Frau in einem der dortigen Häuser in Neu-Vehlefanz. Die Familie baute ihr Eigenheim 1949, da war an eine Autobahn an dieser Stelle noch nicht zu denken.
Die Bäume und Büsche direkt an der Fahrbahn boten den letzten Lärmschutz. Vor dem Ausbau des nördlichen Berliner Rings auf drei Fahrspuren finden nun aber ein Kahlschlag statt – auch vor dem Grundstück der Hoffmanns. „Jetzt geht es in die zweite Woche“, so Fred Hoffmann, der in Wolfslake eine Autowerkstatt betreibt, am Donnerstag. „Jetzt ist alles kahl.“ Eine Info, dass nun gebaut wird, bekam die Familie nicht. Der Frust ist groß. „Da wird gebaut, ohne die Anlieger zu informieren.“

„Wir haben gefühlt zu 80 Prozent Westwind“, sagt der Neu-Vehlefanzer. Und bei Westwind brüllt die Autobahn so richtig laut. „Speziell nachts bei Vollmond, wenn die Luft richtig klar ist.“ Immer am Morgen zwischen 5.30 und 5.45 Uhr frühstücken die Hoffmanns. Das Küchenfenster geht zur Autobahn raus. „Da hat man das Gefühl, die Laster kommen in unsere Hauseinfahrt rein.“ Denn nicht nur der Lärmschutz fehlt nun, sondern auch die Sichtbarrikade. „Wir sehen jetzt die Scheinwerfer der Lkw, wenn sie ihre Dachflutlichtanlage einschalten.“
Nachts ab etwa 23 Uhr wird es auf der A 10 ein wenig ruhiger. „Wenn der Lkw-Verkehr abflaut und die Verkehrsdichte abnimmt, dann geht es. Aber ab 3.30 Uhr oder 4 Uhr in der Früh, da geht es wieder richtig zur Sache. Da wissen wir dann auch, dass wir bald aufstehen müssen.“ Am Wochenende versuchen Hoffmanns den Lärm auszublenden. Immerhin haben sie im Schlafzimmer in moderne Schallschutzfenster investiert. „Die anderen waren sowieso alt und nicht mehr dicht.“ Die Fenster haben sie selbst bezahlt, obwohl sie der Überzeugung sind, dass der Bund sie hätte mitfinanzieren müssen. „Das war eine Investition in unsere Gesundheit“, so Hoffmann. „Wir müssen nun damit erst mal leben“, sagt er über die aktuelle Lärmsituation. „Hier soll ja dann eine Lärmschutzwand gebaut werden.“ Ob die was bringt, ist aber noch offen. „Die Wolfslaker sind ja auch eher enttäuscht, da hat die Lärmschutzwand auch nichts gebracht“, sagt Fred Hoffmann.
„Wir sind der Autobahn jetzt schutzlos ausgeliefert.“ Hoffmanns warten nun auf neuen Lärmschutz – und darauf, dass sie in Zukunft mehr Infos zu den geplanten Bauarbeiten erhalten.

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