KeineWochenShow

#3 – Auf dem Filly-Pferd ins Dschungelcamp

Sonntag, den 22. Januar 2017
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Läuft. 338 Abrufe hatte die 2. Folge von “KeineWochenShow” auf Facebook und Youtube. Eigentlich dachten wir, dass es jetzt ein bisschen nach unten geht. Na ja, der “Quotensturz” kommt ja vielleicht noch.
Und auch Reaktionen gab es: Dass der Ton noch ausbaufähig ist. Stimmt, aber vorerst wird sich daran erst mal noch nichts ändern. Dass ein Vorspann fehlt. Stimmt auch, aber… siehe oben. Und wir wissen jetzt, dass Elfi Ömmel aus der Zeichentrickserie “Willo, das Wildlicht” stammt.

In der 3. Folge unseres Video-Blogs geht es um das Dschungelcamp, das in diesem Jahr wieder ein bisschen langweilig ist. Außerdem sprechen wir über einen echten Mädchenkult: die Filly-Pferde, von denen ich vorher noch nie was gehört habe.
Der CD-Tipp ist das zweite Album von Marcel Brell, der Buchtipp ist ein Krimi über eine Journalistin, und ein Bier testet MetalMewes auch wieder.

Anmerkungen und Ideen gern in die Kommentare.

Auf Youtube: KeineWochenShow #3

RTZapper

It takes 2

Dienstag, den 17. Januar 2017
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SO 15.01.2017 | 20.15 Uhr | RTL

Niedlich sind sie ja, die Leute von RTL. Weil sich bestimmt manche Leute wundern, warum Daniel Hartwich die neue Show “It takes 2″ moderiert und danach gleich wieder im Dschungelcamp zu sehen ist, haben sie sich am Sonntagabend was ganz doll Lustiges überlegt.
Am Ende der Show verschwand Hartwich in einer Zauberkugel, die ihn direkt nach Australien verklappte.
Dabei ist ja die eigentliche spannende Frage, warum RTL eine Show mit einem Moderator startet, der gerade sowieso eine hohe Aufmerksamkeit hat.
Zumal: Beim Dschungelcamp weiß jeder, dass die Sendung live ist, also muss “It take 2″ irgendwann im vergangenen Herbst aufgezeichnet worden sein. Das an sich ist nicht dramatisch, man muss aber den Leuten ja nicht gleich auf die Nase binden, dass eine Show schon ein bisschen älter ist.

Bei “It takes 2″ stellen sich Promis (mehr oder weniger oder gar nicht bekannt) auf eine Bühne und trällern ein Lied. Eine Jury bewertet das, und manchmal auf unberechenbare Weise.
Während Schauspieler André Dietz (ach, der!) mehr schlecht als recht einen Sportfreunde-Stiller-Song grölte, fand die Jury das trotzdem ganz toll. Warum auch immer. Als aber Olympiasieger Matthias Steiner relativ nett ein Lied der Münchner Freiheit sang, fand die Jury das lahm und doof.
Muss man nicht verstehen.

“It takes 2″ ist nette, harmlose Unterhaltung am Sonntagabend. Tut nicht weh, schaut man eher nebenbei und schaltet das nächste Mal ein oder auch nicht.

RT im Kino

La La Land

Montag, den 16. Januar 2017
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Das gute alte Kino: Eine kitschige Liebesgeschichte, viel Musik – ein Musical. Kennen die Älteren vielleicht noch von früher und die Jüngeren aus dem Fernsehen, wenn die alten Dinger mal wiederholt werden.
In der heutigen Zeit wurde so was nicht mehr produziert – wenn man von Bollywood mal absieht, die dieses Genre voll für sich entdeckt haben.
Jetzt aber kommt “La La Land” – und ist wundervoll!

Die Geschichte ist eigentlich ganz simpel. Mia (Emma Stone) ist Schauspielerin und wartet auf den großen Durchbruch. Sebastian ist Jazzmusiker (Ryan Gosling) und – ja, auch er wartet auf das ganz große Ding. Sie laufen sich ein paar mal über den Weg – und es funkt zwischen den beiden. Sie verlieben sich, die ziehen zusammen und machen Pläne. Lebensträume. Aber kann diese Liebe bestehen, wenn sie ihre Ziele weiterverfolgen?

Rein von der Geschichte her, ist “La La Land” zunächst nicht so aufregend. Aber die Umsetzung.
Filmmusicals haben es schwer. Und meistens funktionieren sie auch nicht so richtig, weil es immer an irgendwas hapert. An der Ernsthaftigkeit. An guten Songs. An tollen Darstellern. An der richtigen Balance.
“La La Land” funktioniert. Damien Chazelle, der schon mit “Whiplash” überzeugen konnte, hat nun einen Film ins Kino gebracht, der Spaß macht, der fasziniert, bei dem man mitgeht – und der sogar fesselt. Und das auch, weil sich der Film total ernst nimmt und das auch kann. Die Gesangseinlagen wirken nie peinlich, sie sind gekonnt inszeniert und stellenweise durch das Retro-Element irgendwie auch herzig.
Faszinierend ist, wie sich Ryan Gosling in die Rolle reingearbeitet hat. Er schauspielert, er spielt toll Klavier, er tanzt. Da kommt man ins Staunen. Seine Partnerin Emma Stone ist nicht minder gut.
Das alles ist eingebettet in virtuos kreierte Szenen, wenn plötzlich ein Verkehrsstau zur Musicaleinlage oder später grandioser Jazz geboten wird. Und später bietet die zunächst einfach Story sogar noch Spannung. Denn klar ist in dieser Liebesbeziehung längst nicht alles.
Ob “La La Land” mal zum Klassiker wird, kann man erst später sagen. Aber für die jetzige Zeit im Kino ist er brillante, sehr kurzweilige, perfekte Unterhaltung. Das Kino lebt!

La La Land
USA 2016, Regie: Damien Chazelle
Studiocanal, 128 Minuten, ab 0
10/10

KeineWochenShow

#2 – Smartphone-WM. Elphi mit Husten. Freedom Call und Herzbuben

Sonntag, den 15. Januar 2017
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Das lief doch schon mal ganz gut! 291 Abrufe hatte die Premiere von “KeineWochenShow” auf Facebook und Youtube. Damit haben wir nicht gerechnet.
Ein paar Reaktionen gab es auch: Dass wir uns ja gar nicht vorgestellt hatten. Dass einer von uns eine ganz schön ramschige Hose an hatte.

In der 2. Folge unseres Video-Blogs geht es um die Handball-WM, die wir ja nur im Internet verfolgen können – in meinem Fall auf dem Smartphone.
Wir sprechen über die Elbphilharmonie in Hamburg, über das grandiose Eröffnungskonzert und darüber, dass man im Saal besser nicht hustet.
Der CD-Tipp ist die neue Scheibe von Freedom Call, die gerade bei RTL II mit den Wildecker Herzbuben zu sehen waren.
Der Buchtipp ist ein Rügen-Krimi, und ein Bier testet MetalMewes auch.

Anmerkungen gern in die Kommentar.

Auf Youtube: KeineWochenShow #2

RTZapper

Tausch dein Lied!

Donnerstag, den 12. Januar 2017
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DI 10.01.2017 | 0.25 Uhr (Mi.) | RTL II

RTL II ist in Deutschland der erste Ansprechpartner, wenn es um Fernsehtauschgeschäfte geht. Normalerweise werden dort meistens Frauen getauscht, was meistens erschreckend prollig ist. Diesmal aber geht es um Lieder, und die neue Sendung “Tausch dein Lied!” ist so niveauvoll, dass man bei RTL II kalte Füße bekommen hat. Für das Abendprogramm schien das zu viel Anspruch und Seriosität zu sein, denn die neue Reihe lief am sehr späten Dienstagabend um 0.25 Uhr an.

Die Macher hätten das aber ahnen können. Die ersten Minuten der Doku gehen für Gespräche drauf. So ganz normal. Menschen unterhalten sich. Eine halbe Ewigkeit. Der 20.15-Uhr-RTL-II-Zuschauer wird da ja schon ganz hibbelig. Und der um 0.25 Uhr pennt wahrscheinlich eh schon.
Es sind die Wildecker Herzbuben und die Metalband-Mitglieder von Freedom Call, die sich da unterhalten. Über ihre Songs. Über ihre Auftritte. Das ist ganz nett, mehr aber eben auch nicht.

Die Metaller sollen – was auch sonst? – “Herzilein” nachsingen. Die Herzbuben müssen dafür einen Metalsong interpretieren. Die Doku zeigt, wie sie daran arbeiten und sich gegenseitig ihre Songs präsentieren.
Dass sich das Ganze schon sehr stark an die VOX-Reihe “Sing deinen Song” orientiert – na ja, egal.
So gibt es also eine Light-Metalversion des Volksmusikhits, und die Buben glätten ein bisschen den Rocksong.

Ein schönes, ruhiges Format. Aber für RTL II einfach zu niveauvoll. Da muss das eben ins Nachtprogramm abgeschoben werden. Nicht dass noch jemand denkt, RTL II will vom Proll-Image weg.

aRTikel

Bis zur Premiere ist noch viel zu tun

Mittwoch, den 11. Januar 2017
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“Zwischen/Welten” heißt das neue Musical von Michael Wudick aus Grüneberg

MAZ Oberhavel, 11.1.2017

Grüneberg.
Am Freitagabend ist Premiere, aber bis dahin ist noch viel Arbeit zu erledigen. Im Rheinsberger Schlosstheater wird zum ersten Mal das Musical „Zwischen/Welten“ aufgeführt. Seit vielen Wochen arbeiten Kinder und Jugendliche aus Rheinsberg und Umgebung daran, dass die Aufführungen ein Erfolg werden.
Geschrieben hat das Stück Michael Wudick. Es ist das zweite komplett selbst verfasste Kindermusical des 35-Jährigen aus Grüneberg. „Es geht um eine nahe Zukunft auf der Erde“, erzählt er. „Die Klimakatastrophe steht unmittelbar bevor.“ In dem Musical geht es darum, die Erde vor diesem Kollaps zu retten. Sogar eine Zeitmaschine kommt dabei zum Einsatz.

Einmal im Jahr findet das Musicalprojekt mit Rheinsberger und Neuruppiner Kindern statt, und bei den letztjährigen Proben kam Michael „Wudi“ Wudick auch die Idee zu seinem neuen Werk. „Die Botschaft ist natürlich: Jeder sollte mal über das Klima und die Verschmutzung der Erde nachdenken.“ Aber auch das Verhältnis der Generationen untereinander spielt eine Rolle in dem Stück. „Ich bin beim Schreiben sehr pedantisch, dass wirklich alle Fakten stimmen.“ Deshalb recherchiert er sehr viel, während er an so einem Musical arbeitet.

Ein gutes Jahr hat es gedauert, bis das Stück fertig war. Wobei: Wirklich fertig wird es erst ganz kurz vor der Premiere. Denn in dieser Woche gab es überhaupt erst die richtigen Durchlaufproben. Das ist eine anstrengende Woche für alle Beteiligten, „aber wenn man das fertige Stück am Ende sieht, ist das toll!“, sagt er.

Musik war schon immer das Hobby von Michael Wudick. Bereits am Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium stand er bis zum Abitur 2000 oft bei Konzerten auf der Bühne. Er schrieb danach viele Songs für verschiedene Stücke und Musicals. In Rheinsberg macht er das vierte Mal bei einer Produktion mit. Sein erstes komplett selbst geschriebenes Stück „Lost and Found“, das 2014 Premiere hatte, konnte er an einen Verlag verkaufen.
Für die Produktion ist Michael Wudick nach Grüneberg zurück gekommen – dort lebt auch seine Familie, das ist seine Heimat. Nach dem Abitur studierte er in Potsdam, promovierte in Frankreich und arbeitete als Naturwissenschaftler in Lissabon. Jetzt ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der University of Maryland in College Park, ganz in der Nähe der US-Hauptstadt Washington. Er arbeitet dort als Molekularbiologe in einem Grundlagenforschungslabor und forscht an Pflanzen. Gerade erst hat er seinen Vertrag um ein Jahr verlängert.

Wenn er von der Musik leben könnte, wäre das vielleicht auch eine Option. Danach sieht es aber momentan nicht aus, so schätzt der 35-Jährige. Für einen Sänger in Portugal hat „Wudi“ für eine Fado-CD eine Melodie komponiert., und wenn nächstes Jahr das nächste Rheinsberger Projekt ansteht, wird er sicherlich auch wieder dabei sein. Es ist so etwas wie eine Herzensangelegenheit.

aRTikel

Erik Dubs macht Musik mit dem Mund

Dienstag, den 10. Januar 2017
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Der 17-jährige Oranienburger ist Beatboxer – dafür braucht er nur sein Mikro und viel Übung – nun sucht er weitere Mitstreiter

MAZ Oberhavel, 10.1.2017

Oranienburg.
Es ist schon ein paar Jahre her. Erik Dubs ging damals in die 6. Klasse, als er in Berlin einen Mann auf der Straße gesehen hat, der mit dem Mund Musik machte. Das fand der heute 17-Jährige so faszinierend, dass er damit auch angefangen hat. „Ich habe im Internet
nachgeschaut“, erzählt der Oranienburger.

Auf Youtube gibt es Videos, in denen erklärt wird, wie das mit der Beatbox genau funktioniert. „Ich will aber immer mehr und immer neue Sounds probieren.“ Heißt: Fertig mit dem Lernen ist Erik Dubs nie. Bei der Beatbox nimmt er sich das Mikro dicht vor den Mund und ahmt Musikinstrumente oder -geräusche nach. „Oder ich kreiere neue.“ Dazu braucht er nicht viel – nur seine Stimme. „Das ist perfekt. Hat man mal nichts zu tun, kann man einfach ein bisschen was probieren.“
Mit dem Oranienburger Hoforchester, der Schulband des Runge-Gymnasiums, hatte er schon ein paar Auftritte, zuletzt am Sonnabend
beim „Tag der offenen Tür“. Das macht ihm großen Spaß: „Da kann ich den Leuten zeigen: Ihr könnt das auch“, sagt er.

Als er damals das Beatboxen für sich entdeckt hatte, wussten erst mal nur die Familie und engste Freunde davon. Aber irgendwann war der Tag gekommen, wo er auch anderen Menschen zeigen wollte, was er sich draufgeschafft hat. Inzwischen ist die Öffentlichkeit für ihn zur Droge geworden.

Und das nicht nur mit Musik: Erik Dubs ist auch Poetry Slamer, mit seinen Gedichten hat er auch schon auf Bühnen gestanden. Sein beruflicher Traum ist allerdings die Fotografie. Auf Instagram hat er unter dem Namen „ed.perspektive“ seinen eigenen Fotoblog.
In den vergangenen Tagen hat er eine Tour durch Oranienburg unternommen und zum Beispiel das Schloss aus etwas anderen Blickwinkeln unter die Lupe genommen.

Sein nächster Schritt: Der Elftklässler möchte ein kleines Netzwerk aufbauen. „Vielleicht könnte eine AG daraus werden“, sagt er. Er sucht Leute, die sich in der Region ebenfalls mit Beatbox beschäftigen oder auch Poetry Slamer und Fotografen. „Es geht mir darum, dass man sich mit anderen austauschen kann.“ Auf seiner Schule gab es schon ein Echo, auch in Berlin kennt er einige Musiker, aber in Oberhavel sieht es noch mau aus. Aber vielleicht wird sich das ja bald ändern.

Wer Interesse hat, kann sich am besten über Facebook mit ihm verbinden. Einfach dort nach „Erik Dubs“ suchen.