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The Common Linnets: Calm after the Storm

Samstag, den 26. Juli 2014
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SO 20.07.2014 | 2.14 Uhr (Mo.) | VIVA

Es hat ein wenig gedauert, aber es weht doch wieder ein bisschen Eurovisionsluft im Radio und im Musikfernsehen. Während die 2014er-Gewinnerin Conchita Wurst weniger mit ihrem Siegersong als mit ihrer Person von sich reden macht, haben die zweitplatzierten Niederländer offenbar den Sprung in die deutschen Medien geschafft.

The Common Linnets laufen mit “Calm after the Storm” nicht nur bei VIVA. Das Lied ist auch im Radio zu hören, und das nicht nur auf den öffentlich-rechtlichen Sendern wie RadioBerlin oder NDR2. Auch bei 104.6 RTL oder der Ostseewelle kommt es vor, dass einem der wunderschöne Song begegnet.
Wäre auch schade, wenn der Eurovision Song Contest ein einmalige Spektakel sind und die Lieder danach komplett ignoriert werden.

aRTikel

Dimitri Kalaschnikow wünscht sich mehr Smalltalk und Gin

Samstag, den 19. Juli 2014
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Florian Nikolai (26) aus Hennigsdorf hat ein neues Solo-Musikprojekt gestartet

MAZ Oranienburg, 19.7.2014

HENNIGSDORF
Dimitri Kalaschnikow will nicht perfekt sein. Er will eine Sache beenden, bevor er zehnmal darüber nachgedacht hat. Seine Musik klingt auch nicht perfekt – aber gut. Demnächst bringt er seine erste EP raus: „Smalltalk & Gin“ heißt die CD mit fünf Elektropopsongs.
Hinter Dimitri Kalaschnikow verbirgt sich Florian Nikolai. Der 26-Jährige aus Hennigsdorf ist bekannt durch „Die anderen Kinder“. Die Band pausiert, da mehrere Mitglieder momentan im Ausland sind. „Wenn sie wiederkommen, wollen wir uns zusammensetzen und überlegen, ob es weitergeht“, sagt Florian.

Allerdings hatte er schon immer vor, auch mal was anderes zu machen, ein Soloprojekt. Daraus wurde nun Dimitri Kalaschnikow. Er arbeitet mit einem Partner aus der Berliner Elektronikszene zusammen. „The Stereomühl“ war vorher unter dem Namen „Momo Berlin“ in der Hauptstadt unterwegs. Die beiden sind seit zehn Jahren befreundet. „Er hat ein kleines Homestudio und ist dort gut ausgerüstet“, sagt Florian alias Dimitri. „Ich wollte unbedingt mit einer Loupmaschine arbeiten.“ Die sorgt dafür, dass Sounds, die er spielt, automatisch wiederholt werden und dass so irgendwann ein Klangteppich entsteht, der wie eine große Band klingt.

Dimitri sorgt für die Melodien, „The Stereomühl“ für das Synthiefeuerwerk. Und das ist die Musik in der Tat. „Smalltalk & Gin“ ist ein ruhiger, sehr verspielter Song – ideal für laue Sommernächte, in denen man mit Freunden zusammensitzt. „Das war die Idee des Entschleunigens. Wir planen auch ein Video, da habe ich die Idee, dass es nachts und in Zeitlupe spielen könnte. Würde passen!“
Über das Soundcloud-Internetportal lassen sich die Songs schon kostenlos runterladen, jetzt will Dimitri aber auch eine richtige kleine CD herausbringen. „Ich möchte die Leute anfüttern, sie sollen einfach mal reinhören, was ich da jetzt so mache“, sagt er.

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ZAPPER VOR ORT: Massive Attack in Berlin

Montag, den 7. Juli 2014
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SA 05.07.2014 | Berlin, Tempodrom

Wenn man in ein Konzert einer Band geht, die man gern hört, dann erwartet der Fan nicht zwingend, dass die Songs eins zu eins so gespielt werden, wie sie von der CD bekannt sind. Wenn aber die Lieder gar nicht mehr erkennbar sind und einen völlig anderen Charakter bekommen, dann macht es einfach keinen Spaß.
So ging es mir bei Massive Attack.

Ich war schon mal bei einem Massive-Attack-Konzert, aber daran musste mich ein Freund erst erinnern. Und während des Auftrittes der Band im Berliner Tempodrom, wusste ich auch, warum: Ich habe die Songs von der CD noch nie live gehört. Jedenfalls nicht so.
“Teardrop” beispielsweise ist einer der schönsten Songs von Massive Attack. Ich habe ihn live überhaupt erst erkannt, als die Sängerin einsetzte. Sie säuselte das Ding aber so gelangweilt herunter, dass es keine Freude war. Die zärtlichen Elektro-Orgel-Melodie ist live durch harten Bass ersetzt worden. Hat leider gar nicht gepasst.
So ging es mit vielen der Lieder.
Klar, live wird an der Musik gern mal was verändert, sonst könnten sie ja gleich das Playback anschmeißen. Aber ich möchte den Song wenigstens noch wiedererkennen.

Massive Attack spielte seine Songs herunter, die Sängerin verließ die Bühne immer wieder grußlos. Nach 45 Minuten ist das Berliner Publikum begrüßt worden, nach nur 70 Minuten mussten sich die Leute eine Zugabe erklatschen. Nach 90 Minuten war alles zu Ende.
Das war schon sehr enttäuschend. Selten hat mich ein Konzert so wenig erreicht und mitgerissen.
Ich kann Massive Attack nun wohl endgültig von meiner Muss-man-live-gesehen-haben-Liste streichen.

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Schlagerfestival 1925

Donnerstag, den 26. Juni 2014
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DO 26.06.2014 | 12.45 Uhr | zdf.kultur

Eigentlich sollte es an dieser Stelle darum gehen, dass in meiner Fernsehzeitschrift ein lustiger Schreibfehler zu finden ist. Da soll doch tatsächlich bei zdf.kultur das “Schlagerfestival 1925″ zu sehen sein.
Total lustig, wo es doch 1925 noch gar kein Fernsehen gab.

Es handelte sich dann aber tatsächlich um das “Schlagerfestival 1925″. Die Show stammt aus dem Jahr 1975, lief damals in der ZDF-Primetime. Hans Rosenthal präsentierte Hits, die damals 50 Jahre alt waren.
Dazu gehörten Lieder wie “Gern hab ich die Frau’n geküsst”, “Was machst du mit dem Knie” und “Durch Berlin fließt immer noch die Spree” – alles Lieder, die wohl tatsächlich 1925 erschienen sind.
Eine Jury sollte aus 14 Liedern das Beste wählen. Sehr, sehr spannend. Und offenbar so schwer zu kapieren, dass Moderator Hans Rosenthal das Prozedere immer wieder erklären musste.

Die Show ist zwar ein interessantes Zeitdokument, aber auch unglaublich trutschig und behäbig. Schauspieler stellen Witze von 1925 nach und sind so lustig wie ein Hustenreiz. Es lacht kam jemand. Selbst Hans Rosenthal wirkt erstaunlich bieder und langweilig. Aber 1975 war das alles vermutlich total hip und aufregend.

Die komplette Show auf Youtube.

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ZDF-Fernsehgarten: Vadder Abraham

Montag, den 23. Juni 2014
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SO 22.06.2014 | 11.00 Uhr | ZDF

“Sagt mal, wo kommt ihr denn her?” “Aus Schlumpfhausen, bittesehr!”
Es ist inzwischen mehr als 35 Jahre her, dass das “Lied der Schlümpfe” halb Deutschland ins blaue Delirium versetzte. Vadder Abraham ist inzwischen fast 80, und in dem Alter ist es dann schon ein bisschen schwierig mit der Koordination.

Am Sonntagmittag war er live im ZDF-Fernsehgarten zu Gast. Das heißt, er selbst war live, sein Gesang war schon ein bisschen älter. Und was ihm offenbar niemand gesagt hat: Das Mikro in seiner Hand war nur eine Attrappe.
Und so stolperte er durch die Kulissen und bewegte dazu sporadisch die Lippen. Mal vergaß er mitzusingen, mal sang er den Text der Schlümpfe anstatt seinen. Immer wieder hielt er das Mikro den Zuschauern hin, die zwar reinsangen, aber nicht zu hören waren – Attrappe halt.
So wirkte dieser Auftritt denn leider doch mehr traurig als fröhlich. Manchmal ist es vielleicht besser Erinnerungen an einen solchen Hit eben nicht aufzufrischen, sondern es bei der Erinnerung zu belassen.

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Werbung: Shop24Direct – Frank Zander

Mittwoch, den 18. Juni 2014
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SO 15.06.2014 | 1.01 Uhr (Mo.) | Deutsches Musik Fernsehen

Wer sich Sorgen um das Einkommen von Frank Zander macht, kann sich beruhigt zurücklehnen. Selbst wenn es mal nicht mehr so gut bei ihm laufen sollte – er hat eine vermutlich beständige Einnahmequelle.
Im Deutschen Musik Fernsehen lief in der Nacht zu Montag ein Werbespot mit ganz besonderer Musik.

Seit vielen Jahren schon bietet Frank Zander Geburtstagslieder an. Allerdings ganz persönliche, mit dem Namen des Geburtstagskindes. Auf der “ganz persönlichen Geburtstags-CD” singt Frankyboy den Song und spricht vorher eine Widmung: “Hallo Ingeborg, hallo Geburtstagskind! Hör zu…”
Zander muss schon so ziemlich alle Vornamen eingesprochen haben. So aufwändig kann es also nicht sein, die schon vorhandenen Datien auf eine CD zu pressen und zu verschicken. Dennoch kostet dieser eine Song 19,99 Euro. Nicht gerade wenig, denn trotz der persönlichen Art und Weise handelt es sich ja trotzdem auch um eine Serienproduktion.
Und wenn man damit kein Geld verdient, ja, dann hat Frank Zander wohl wirklich was falsch gemacht.

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Der große Deutsche Volksmusik Wettbewerb

Dienstag, den 17. Juni 2014
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SO 15.06.2014 | 23.55 Uhr | Deutsches Musik Fernsehen

Bumm, Bumm, Bumm hat mein Herz gemacht!
Ach, ist das schön! Es gibt sie noch, die heile Welt der Volksmusik. Zwar sehr versteckt auf einem kleinen Spartenkanal, aber immerhin. Das Deutsche Musik Fernsehen gibt dem Nachwuchs und den mehr oder weniger Talentierten eine Chance und richtet den “großen Deutschen Volksmusik Wettbewerb” aus.

Die große Show kommt aus einem Mehrzweckraum in Vilshofen und hat den Charme eines Rentnernachmittags im Dorfzentrum.
Auftreten darf dort offenbar so ziemlich jeder, der sich beim Sender meldet. Da gibt es Silbermond Silberstern mit besagtem Herz, das “Bumm Bumm Bumm” macht. Michael Esprit besingt einen Engel, die Spatzl besingen die Berge, Jenny und Ueli spielen auf ihre Blasinstrumenten etwas über die Berge.

Das Publikum in der Mehrzweckhalle ist einigermaßen gut drauf. Aber nicht gut genug. Mitten in der Moderation von Armin Stöckl (der Name ist Programm) schneidet das Deutsche Musik Fernsehen Applaus relativ wahl- und sinnlos rein. Also, das heißt: Man sieht Leute applaudieren, aber man hört den Applaus nicht. Wenn schon die Zuschauer bescheißen, dann aber richtig.

“Der große Deutsche Volksmusik Wettbewerb” (endlich eine Sendung mit einem guten, griffigen, deutschen Titel) ist eine richtig spannende Sache. Es gibt sage und schreibe zehn Vorentscheidungsshows und zwei Finalsendungen. Man muss seine Zuschauer eben bei der Stange halten. Alle beide.