RTZapper

Otis Redding: Merry Christmas, Baby

Donnerstag, den 21. Dezember 2017
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MO 18.12.2017 | 18.09 Uhr | radioeins

Montagabend bei radioeins. Sechs Tage vor Heiligabend. Im Vorabendprogramm erklingt eine Weihnachtsmusik. Otis Redding singt “Merry Christmas, Baby!” Und der geübte radioeins-Hörer stutzt: nanu!?

Den ganzen Advent lang liefen beim rbb-Radiosender kurze Trailer, die dem Hörer sagten, dass Weihnachtsmusik erst Weihnachten laufen – und nicht früher. Das kann man natürlich machen. Allerdings ist es viel cooler, es einfach machen – da muss man die Hörer nicht jede Stunde darauf hinweisen, dass man doch ach so cool ist.
Dabei ist das eine alberne Maxime. Was spricht gegen gute Weihnachtssongs? Es muss ja nicht so schmalzig sein, es gibt auch coole, zu radioeins passende, weihnachtliche Stücke. Wie auch der, der am Montag zu hören war.
Aber wahrscheinlich gehört der 18. Dezember schon zu Weihnachten, da nimmt man es bei radioeins nicht so genau.

RTZapper

Frank Schöbel – Die Jubiläumsgala

Dienstag, den 19. Dezember 2017
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SA 16.12.2017 | 20.15 Uhr | mdr-Fernsehen

Lustige Sache. Eigentlich dachte ich ja, dass der mdr am Sonnabend Frank Schöbels 75. Geburtstag gefeiert hat. Und für seine 75 sieht er auch noch extrem gut aus. In Wirklichkeit aber spielte dieser Geburtstag in der Jubiläumsgala aus Berlin gar keine Rolle. Stattdessen ist ausgiebigst sein 55. Bühnenjubiläum gegangen worden, obwohl ja die 55 eher mit Ach und Krach ein Galagrund ist.
Dass sich aber Schöbel durch eine derart lahme und erschreckend unlustige Show quälen musste, das war dann schon nicht mehr lustig, sondern eher traurig.

Aber immerhin lebte das DDR-Fernsehen für 145 Minuten noch mal auf. Denn die mdr-Show war nicht nur eine Schöbel-Gala, sondern auch eine Rückschau auf die DDR-Fernsehunterhaltung. Und so durften heute kaum noch bekannte Oststars zu 40 bis 50 Jahre alten Playbacks auf die Bühne, um noch einmal ihre Lippen dazu bewegen zu dürfen.
So schön es für die Leute ist, noch mal ins Rampenlicht zu können. So schön es für die damaligen Zuschauer ist, diese Stars noch mal sehen zu können – es wirkt immer fad, wenn die Musik auf dem Band so explizit nicht mehr zum Bild passen will.

Aber mit Live-Musik hatte Frank Schöbel am Sonnabend sowieso eher wenig am Hut, alle seine Gesangskünste kamen vom Band. Und selbst die sind mitunter schlimm verhunzt worden. Ausgerechnet zum schönen Schlager “Gold in deinen Augen” musste Komiker Paul Pauls mit auf die Bühne, der als dümmlicher Polizist in das Lied reinquatschte. Unlustig, unpassend, einfach doof.
Aber in Sachen Timing und gute Humorsetzung scheint man beim mdr manchmal sowieso irgendwo in den 80ern stehengeblieben zu sein.

KeineWochenShow

#50 – Höchste Zeit für die Diät!

Sonntag, den 17. Dezember 2017
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50. Sendung! Als wir im Januar mit der “KeineWochenShow” begonnen haben, haben wir nicht geahnt, dass wir wirklich so lange durchhalten und ohne Pause abliefern.

In der Jubiläumsausgabe stellen wir schöne Weihnachtsfilme vor, die man sich in den nächsten Tagen noch reinziehen kann. Wir erinnern aber auch daran, dass momentan Chanukka gefeiert wird.
Es geht außerdem um den rauen Ton zwischen CDU und SPD und die Sondierung, ob sondiert werden soll. Außerdem sprechen wir über den um sich greifenden Hass. Sei es Hassreden im Internet oder auch die ständigen Angriffe auf Zugbegleiter.
Zum 75. Geburtstage von Frank Schöbel wird auch wieder gesungen. Ein Bier gibt es selbstverständlich auch wieder. Und wir fragen uns, warum eigentlich Hennigsdorf es immer wieder schafft, Promis auf ihre Feste zu holen und Oranienburg nicht.

KeineWochenShow #50 gibt es zur Besichtigung auf YouTube.

KeineWochenShow

#48 – Die erste Kerze ist ein Witz!

Montag, den 4. Dezember 2017
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Zu einer festlichen Adventssendung gehört Weihnachtsdeko! Die haben wir natürlich auch, und deshalb brennt zum 1. Advent bei uns auch eine Kerze. Allerdings… aber seht selbst.

Diesmal geht es um unserer Konzerterlebnisse. Ein Teeniekonzert in einem Berliner Club kann ein echtes Erlebnis sein, wenn man dem Teeniealter eigentlich längst entwachsen ist. Außerdem geht es um die Menschen, die ein Konzert eigentlich nur noch durch ihr Smartphone verfolgen und verwackelte Videos in schlechter Tonqualität drehen.

Politisch machen wir uns Gedanken, ob wir nun vielleicht doch wieder eine “GroKo” erleben – allerdings macht es der CSU-Schmidt mit seinem Glyphosat-Alleingang nicht gerade einfacher.

Passend zum nahenden Fest haben wir gleich drei festliche Bücher im Gepäck. Da sollte für jeden etwas dabei sein. Klatsch und Tratsch gibt’s natürlich auch – auf YouTube in Folge 48 von “KeineWochenShow”.

RTelenovela

Überraschungsevent (16): Kreisch!

Sonntag, den 26. November 2017
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(15) -> 8.10.2017

Der Startschuss fiel im April 2016: Einmal im Monat wollen wir uns gegenseitig überraschen. Und immer darf der andere nicht wissen, wo genau wir hingehen werden – erst vor Ort wird das Geheimnis gelüftet. Der Termin muss beim anderen natürlich abgefragt werden, alles andere nicht. Die Preisgrenze liegt bei 30 Euro. In diesem Monat durfte ich das Event planen, im Januar ist sie dran.

Diesmal war alles anders. Ich war zwar dran, das Event zu planen. Das tat ich auch. Was mich aber wirklich erwartete, wusste ich aber diesmal auch nicht.
Ich fand ein Event im Club “Musik & Frieden”, an der Grenze zwischen Kreuzberg und Friedrichshain in Berlin. Ein Musiker namens “Vona” aus Tübingen trat dort auf. Auf Youtube sah ich mir zwei Clips an – und griff zu. Ich kannte also weder den Club, noch die Band.

Auf Youtube konnte ich schon sehen, dass Vona ein junger Mann ist, der popige Songs singt. Seine Zielgruppe sind vor allem junge Frauen um die 20. Diese Art von Konzerten habe ich bestimmt schon gut zehn Jahre nicht mehr erlebt. Wir waren nicht ganz die Ältesten, aber die meisten Besucher waren um die 20 bis 25.
Vona singt und die Mädchen kreischen. Kein Wunder, der Typ singt gut aus, hat ein Babyface. Kommt damit natürlich gut an. Die Mädels kreischten. Erstaunlicherweise habe ich von ihm noch nie gehört – er und seine Songs waren mir komplett unbekannt. Aber ein Album hat er draußen, und die vielen Besucher kannten fast alle Texte.
Die Musik ist hörbar. Ein paar Songs sind sogar recht gut. Die Musiker im Hintergrund sind gut, viele Songs haben immer irgendwas Auffallendes, Besonderes. An seiner Stimme muss Vona aber noch arbeiten, oft spricht und singt er undeutlich. Seine Trainingsjacke wirkt unpassend. Denn seine Musik macht einen “großen” Eindruck, einige Songs erinnern an Roger Cicero und könnte mit Orchester gespielt werden – so eine Trainingsjacke passt da irgendwie nicht.

Ich fand das Konzert eigentlich ganz okay, auch wenn songtechnisch am Ende nichts hängenbleibt. Aber ich werde das auf Youtube noch mal nachhören. Sie fand es so lala, hätte auch nach drei Songs gehen können, sagte sie.

Was Vona übrigens so richtig vergeigt hat, war sein Abgang. Nach dem letzten Song ging die Band ab, und irgendwie wirkte das so lapidar, dass keiner applaudierte. Keine Verbeugung, nichts. Das Publikum blieb perplex zurück, und erst nach langem Zögern kamen Zugabe-Rufe, die es dann auch gab. Aber so ein Abgang muss wirklich besser zelebriert werden. Aber kommt ja vielleicht noch.

Im Dezember gibt es kein neues Überraschungsevent. Dann werden wir stattdessen das Ü-Event des Jahres 2017 wählen. Ich bin sehr gespannt, wer als Sieger hervorgeht.

RTelenovela

Casper live im Smartphone

Samstag, den 25. November 2017
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War mal wieder ein toller Abend mit Casper. In der Berliner Max-Schmeling-Halle gab er ein Konzert, das sich sehen und hören lassen konnte.
Die beiden neben mir haben vom Konzert allerdings ein bisschen weniger mitbekommen – nämlich nur so viel, wie es der Smartphone-Monitor hergab. Wenn das Paar nicht klammernd auf ihren Sitzen festklebte und dem Konzert still und passiv folgten, dann fotografierten sie. Oder filmten. Beide, sie und er jeweils auf dem eigenen Smartphone.

“So perfekt” – als Casper den Song anstimmte, zückten beide ihr Handy und filmten. Parallel. Dass der Ton grauenhaft sein wird und das Bild miserabel, weil wir leider nicht all zu dicht dran waren – egal.
Und dann die Katastrophe. Als sie das Video abspeichern will – kann sie es nicht. Speicher ist voll. Sie schaut lange auf ihr Handy, sie scheint zu überlegen – dann löscht sie das Video, das sie gerade gefilmt hat.
Ihr Freund hat zum Glück noch Speicherplatz, er kann weiterfilmen.

So starren sie also beiden durch seinen Smartphone-Monitor in Richtung Bühne. Da spielt zwar die Musik, aber Casper ist in der Zwischenzeit auf eine zweite Bühne mitten im Publikum gewechselt. Haben die beiden nicht mitbekommen. Hätten sie mal woanders hingeschaut und nicht nur durch Handy, hätten sie Casper auf die Bühne schleichen sehen.
So ein Smartphone-Monitor ist eben einfach viel zu klein…

RTZapper

90s Smash Hits powered by Nitrolaut

Samstag, den 25. November 2017
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DO 23.11.2017 | 22.00 Uhr | Nitro

Eigentlich sind die 90er ja gerade wieder total in – warum auch immer. Der RTL-Spartenkanal Nitro hatte mit den “90s Smash Hits powered by Nitrolaut” nicht so viel Glück. Am Donnerstagabend lief dort eine Clipshow mit den 25 Songs aus den 90ern, die am meisten gestreamt werden.
Und wenn die Leute eventuell anhand des Sendungstitels gewusst hätten, was sie da erwartet, hätten vielleicht auch ein paar mehr eingeschaltet. Aber was sollen denn bitte “Neunzichs Smäsch Hits powered bei Nitrolaut” sein? Wer oder was wird da von Nitrolaut gepowert, warum müssen Hits überhaupt gepowert werden, und was ist eigentlich Nitrolaut?
Hätte man diese billige Musik-Resterampe nicht einfach “Die besten 90er-Hits” nennen und von Sonja Zietlow wegmoderieren lassen können?

Dabei ist die Sendung ganz nett. Marks Kavka sagte zum Glück nicht nur die Clips an, sondern begrüßte auch musikalische Gäste wie den erstaunlich und erfreulich unterhaltsamen Haddaway. Gemeinsam machten sie am Ende Musik, nur die Karaoke-Nummer, bei der sich alle geziert haben, hätten sie sich sparen können.
Preiswerte, nette Show, die man zwar nicht wirklich braucht, aber auch nicht bereut, gesehen zu haben.