RTZapper

Trailer: Weihnachtssongs erst zu Weihnachten

Mittwoch, den 16. Dezember 2015
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MO 14.12.2015 | 18.06 Uhr | radioeins

Inzwischen steht schon wieder das Weihnachtsfest vor der Tür. Im Auto stapeln sich die CDs mit den Weihnachtshits, und jetzt, im Dezember, hört man die auch immer ganz gerne. Nicht so die Leute von radioeins.

Der rbb-Radiosender verzeichtet auf Weihnachtsmusik im Programm und kündigt das auch in Trailern an, wie am Montagabend zum Beispiel. Weihnachtslieder würden bei radioeins erst zu Weihnachten laufen, hieß es da.
Schade eigentlich, und völlig unverständlich dazu. Warum ist soll es so dämlich sein, im Advent ab und zu mal einen entsprechenden Songs zu spielen? Muss ja nicht permanent sein, aber alle zwei bis drei Stunden ist das doch ganz nett. Und die radioeins-Leute finden sicherlich auch coole Weihnachtshits, die ins Programm passen.

Ich mag ja radioeins sehr. Aber diese Anti-Masche finde ich dann doch dämlich.

RTelenovela

Countdown: Ackerburger-Weihnachtsliedersingen 2015

Montag, den 14. Dezember 2015
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Heute mal wieder Werbung in eigener Sache. Heute am Montag, 14. Dezember 2015, moderiere ich das “2. Ackerburger-Weihnachtsliedersingen 2015”. Es beginnt gegen 19 Uhr – also im Anschluss an den musikalischen Adventskalender auf dem Kremmener Marktplatz – im Bistro “Ackerburger” im Scheunenviertel.
Schon lange vorher werden die Tore geöffnet, dann gibt es nämlich Burger und Co.

2014 war das eine wahnsinnig schöne Veranstaltung, denn hier geht es nicht darum, dass man anderen beim Singen zusieht. Nein, alle singen! Alle, die da sind.
Und die Kremmener waren bei der Premiere glücklicherweise nicht zimperlich und haben wirklich lauthals mitgemacht. Das hat Spaß gemacht – und macht es diesmal hoffentlich wieder.
Live-Musik gibt’s zwischendurch aber auch! Und dazu noch eine nette weihnachtliche Geschichte.

Also: Kommt vorbei!
Der Eintritt kostet nichts! Aber um eine Tischbestellung wird gebeten – per Telefon: 0170/2129135.

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Night of the Proms 2015

Mittwoch, den 9. Dezember 2015
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DI 08.12.2015 | Berlin, Mercedes-Benz-Arena

Dass ich das mal erleben darf: ein Konzert, in dem die Beach Boys auftreten. In dem John Miles seine “Music”-Hymne anstimmt. In dem OMD ihre großen Hits spielen. Wo die Leute nach einem Song von Faithless tanzen.
Ja, und das alles in nur einem Konzert.

Es war meine erste “Night of the Proms”. Am Dienstagabend gastierte sie in der ehemaligen Ohzwei-Welt in Berlin, die seit einigen Monaten Mercedes-Benz-Arena heißt. Leider scheint das Event in Berlin kein Selbstläufer zu sein, der Oberrang war gar nicht erst geöffnet, und selbst im Unterrang waren noch viele Plätze frei.
Was ich nicht verstehen kann, denn so einen tollen Musikabend erlebt man nicht so oft.

“Night of the Proms” heißt: Klassik trifft Pop. Das Orchester “Il Novecento” und die Electric Band sorgen für die klassischen Töne. Sie spielen Tschaikowski und einen Walzer – und unterstützen auch alle anderen Gäste.
Es ist eine erstaunliche Bandbreite, die da geboten wird. Die Mädchen vom Scala-Chor singen Deutschlands Fußballhymne “Auf uns”. Die Norwegerin Maria Mena singt herzzerreißend schön. Gänsehautmomente gibt’s bei OMD. Johannes Oerding wird als Shootingstar gefeiert (obwohl er ja nicht so ganz neu im Geschäft ist).
John Miles’ “Music (was my first Love)” begleitet mich schon lange im Leben, nun habe ich das Lied zum ersten Mal von ihm live gehört. Ein echtes Erlebnis!
Der Tenor Fernando Varela sorgte widerum für die klassische Note, wobei ich sagen muss, dass “Nessun Dorma” inzwischen schon ein bisschen, nun ja, ausgelutscht ist und bei mir keine Gänsehaut mehr erzeugt.

Die Beach Boys kamen ganz zum Schluss und sorgten noch einmal für Partystimmung. Erst in diesem Jahr lief die Beach-Boys-Filmbiografie “Love & Mercy” im Kino, die Musik war deshalb noch sehr präsent – zudem hatte ich mir danach sogar eine CD gekauft.
Okay, da standen inzwischen auch ältere Herren, die ihre 60er-Jahre-Hits natürlich nicht mehr so rüberbringen können, wie einst. Aber wenn da vorne auf der Bühne plötzlich “Help me, Rhonda” erklingt oder “Surfin’ USA” und “Good Vibrations”, dann kommt das wieder dieses “Wow!”-Gefühl.

2016 kommt die “Night of the Proms” leider nicht nach Berlin. Ansonsten wäre ich dort ganz sicher wieder hingegangen. Denn diese Mischung aus Klassik und Pop, aus moderner und früherer Hits, die vielen verschiedenen Stile, die sind kurzweilig und ein wirkliches Musik-Event.

RTZapper

Sunshine live News

Freitag, den 4. Dezember 2015
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DO 03.12.2015 | 21.00 Uhr | sunshine live

Beim Electronic-Music-Radio sunshine live aus Mannheim gibt es eindeutig die coolsten Nachrichten. Da kann man sich nämlich aussuchen, ob man die Nachrichteninhalte hören oder doch lieber tanzen möchte. Ein einmaliger Service!

Denn die News auf sunshine live sind mit einem sehr speziellen Soundteppich unterlegt. Am Donnerstagabend ging um mögliche Kampfeinsätze in Syrien und andere brisante Themen, Angela Merkel hatte etwas zu sagen.
Aber irgendwie habe ich das so genau nicht mitbekommen, denn ich war viel zu sehr von der Hintergrundmusik fasziniert.
Es war ein Elektromusiksound. Aber nicht nur, wie man das von vielen anderen Sendern kennt, mit Drums-Elementen, sondern auch mit einer recht eingehenden Melodie, und das alles relativ laut.

Wer also kein Interesse an News hat, muss trotzdem nicht das Programm von sunshine live wegschalten. Er kann einfach weitertanzen.
Interessanter Spagat.

Machen die das ekigentlich auch bei wirklich schlimmen Meldungen? Bei Anschlägen oder Todesfällen?
So vielleicht: Umtz, umtz, umtz… Helmut Schmidt… umtz, umtz… ist tot…. umtz, umtz… Refrain…
So vertreibt man wenigstens nicht seine Partypeople!

aRTikel

Man darf sich nicht runterziehen lassen

Samstag, den 21. November 2015
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Sänger Patrick Lindner über seinen Auftritt in Velten und Unterhaltung in Zeiten schlechter Nachrichten

MAZ Oberhavel, 21.11.2015

VELTEN
Mit „Sternstunden zur Weihnachtszeit“ kommt der Volksmusikstar Patrick Lindner am Sonntag, 20. Dezember, nach Velten. Seit einem Vierteljahrhundert steht der 55-jährige gebürtige Münchner auf den Bühnen dieses Landes. Vor dem Konzert in Ofenstadthalle erwischte ihn die MAZ schon mal vorab am Telefon.

Was erwartet die Zuschauer in Velten?
Patrick Lindner: Wir haben ein wunderschönes Weihnachtsprogramm. Im ersten Teil ist es noch nicht ganz so weihnachtlich. Jeder von uns hat so seine Hits dabei, auch aus den aktuellen Alben werden wir etwas spielen. Der zweite Teil wird dann aber absolut weihnachtlich, da wollen wir dann das Publikum auf das Fest einstimmen. Wir sind ja auch wirklich ganz kurz vor Weihnachten in Velten.

Wer ist denn alles mit dabei?
Lindner: Angela Wiedl ist dabei, die Schäfer und außerdem Judith und Mel.

Wenn man in eine Stadt wie nach Velten kommt, hat man vorher noch Zeit, sich dort umzusehen
Lindner: Kommt drauf an. Wir sind ja nicht das erste Mal in Velten. Es ergibt sich manchmal, dass wir noch Zeit haben, uns umzuschauen. Zum Beispiel auf den Weihnachtsmarkt zu gehen. Es kommt aber auch öfter vor, dass wir durch Termine eingespannt sind und gar nicht dazu kommen.

Kennen Sie die Region?
Lindner: Ich war schon öfter dort, es ist immer wunderschön. Es ist auch immer wieder nett, wenn Publikum kommt, das schon mal da war. Da freue ich mich.

Wer kommt denn so in Ihre Shows?
Lindner: Das ist ziemlich gemischt. Zu den Weihnachtsprogramm kommen eher viele ältere Menschen, da sind keine Teenies oder so. Aber durchaus Leute ab 40 aufwärts.

Würden Sie sich denn mehr Teenies wünschen?
Lindner: Der Schlager spricht ja im Moment tatsächlich auch viele junge Menschen an, durch Interpreten wie Andrea Berg oder Helene Fischer. Aber mit unserer Programmform sprechen wir auch nicht so sehr das ganz junge Publikum an.

Wie nah kann Ihnen denn das Veltener Publikum kommen?
Lindner: Es gibt öfter mal ein Meet and Greet, wo man sich vorher trifft. In der Pause geben wir aber auch immer Autogramme, da wird dann auch mal ein persönlicher Satz gewechselt. Es ist mir ganz wichtig, dass man Kontakt zum Publikum hat.

Könnte man denn spontan das Programm ändern, wenn irgendwas Unvorhergesehenes passiert?
Lindner: Vom Programm her sind die Lieder reininstalliert, manchmal kann man aber natürlich auch spontan auf etwas eingehen. Davon leben wir ja auch auf der Bühne. Ich bin sehr froh, wenn sich so was ergibt, das macht es ja auch lebendiger. Ansonsten gibt es aber einen roten Faden im Programm.

Singen Sie live?
Lindner: Die Musik kommt vom Band, wir singen aber alle live. Das hat sich in den letzten Jahren so eingespielt. Wir setzen aber auch auf ein schönes Bühnenbild. Es ist wichtig, dass die Optik stimmt.

Nach so einer Show während der Tour, sitzt man da noch zusammen oder will man auch mal alleine sein.
Lindner: Ja, doch. Wir sind eigentlich immer ganz gesellig. Allerdings reisen wir ja immer mit eigenen Pkws, um ein bisschen unabhängig zu sein. Jeder hat zwischenzeitlich auch mal andere Termine. Aber wir sind oft zusammen, das ist eine schöne Zeit für uns. Wie eine Zirkusfamilie.

Im Fernsehen ist der volkstümliche Schlager kaum noch präsent.
Lindner: Leider Gottes ist das so. Wenn wir unterwegs sind, fragen uns die Leute scharenweise ,Bitte, bitte, warum gibt es diese Sendung auch nicht mehr?’ Es hat ein Generationswechsel stattgefunden in den oberen Etagen der Sender, wo man sich nicht unbedingt mit unserer Musik identifizieren kann. Aber Gott sei Dank gibt es noch einen Sender wie den MDR, der doch daran festhält.

Brauchen Sie eine bessere Lobby?
Lindner: Eigentlich ist der Schlager ja wieder total angesagt. Ein großer Teil des Publikums ist trotzdem traurig, dass es solche Sendungen kaum noch gibt.

Kann es sein, dass es volkstümlichen Schlager in 30, 40 Jahren gar nicht mehr gibt?
Lindner: Nee, das glaube ich nicht. Das glaube ich auf gar keinen Fall. Es sind Lieder, die von Generation zu Generation weitergegeben wird. Es gibt da Schwankungen. In den 80ern ist der volkstümliche Schlager großgeworden, und der wird auch immer irgendwie da sein.

In Zeiten des Terrors – macht es da noch Spaß?
Lindner: Es wird ja bei unserer Musik immer von der heilen Welt gesprochen. Wir wissen, unser Publikum möchte für ein paar Stunden abschalten. Also keinen Terror, Krieg oder Tod. Sie wollen sich musikalische in einer andere Welt träumen.

Die aktuelle Nachrichtenlage – hat die Einfluss auf die Shows?
Lindner: Dazu sind wir hochprofessionell, man darf sich da auch nicht runterziehen lassen. Während unseres Programms werden wir nicht politisch, wir sind ja in der Unterhaltung tätig. Es ist das, was uns am meisten Spaß macht, deshalb fällt uns das nicht schwer.

Was machen Sie Weihnachten?
Lindner: Da bin ich zu Hause, wie fast alle anderen Menschen auch. Nach vier Wochen auf Tour ist man froh, wieder zu Hause zu tun und wirklich keine Termine zu haben. Diese Zeit genieße ich unglaublich.

RTelenovela

Bitte nie wieder Adoro!

Montag, den 16. November 2015
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An dieser Stelle wird es Zeit für eine Entschuldigung! Ich habe ihnen unrecht getan. Ich war genervt, gelangweilt und wollte dass es aufhört.
Die Rede ist von Albano und Romina Power, von Adriano Celentano und von Eros Ramazzotti. Wer in ein italienisches Restaurant geht, wird mit hoher Sicherheit mit Musik dieser Künstler beschallt. Und irgendwie fand ich das immer anstrengend.

Jetzt aber weiß ich: Es gibt Schlimmeres! Adoro!
Adoro sind fünf junge Opernsänger, die der Meinung sind, große Pophits in verheulte Opernarien verwandeln zu müssen. In einem Lokal in Birkenwerder sind wir mit einer ganzen, scheinbar nicht enden wollenden CD damit beglückt worden. Nun weiß ich ja nicht, ob es an der Musik lag, dass die Bratkartoffeln in rasender Geschwindigkeit kalt wurden – verdenken könnte man es ihnen nicht.

Irgendwann hat doch mal jemand die CD gewechselt, und Adoro sind von Abba abgelöst worden, und das kann man gerade noch so gelten lassen.

aRTikel

Hennigsdorf ist sein Venedig

Dienstag, den 10. November 2015
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Der Musiker Maximilian Hecker hat der Stadt eine besondere Hommage gewidmet – immer zu Silvester kommt er wieder

MAZ Oberhavel, 10.11.2015

HENNIGSDORF
Ganz schön düster in Hennigsdorf! Im Videoclip zu dem Song, der so heißt wie die Stadt an der Havel, sieht man in Schwarz-weiß den Bahndamm und einen dort entlang führenden Weg – beleuchtet vom Licht der Laternen. Und einen jungen Mann, der dort herumirrt. Es ist Silvester, und ab und zu hört man im Hintergrund die Raketen donnern.
Es ist die wohl ungewöhnlichste Hommage an Hennigsdorf, die es bisher gibt. Der Musiker Maximilian Hecker hat ihn der Stadt gewidmet – er verbrachte nämlich schon dreimal die Silvesternacht dort. Allein. In einem Businesshotel an der Veltener Straße, direkt neben einer Tankstelle.

„Silvester so zu verbringen, wo ja fast jeder unter Leuten ist, ist sehr ungewöhnlich, ich weiß“, erzählt der Musiker. „Aber das ist eine bewusste Einsamkeit.“ Da fühle er sich wohl, abseits von Berlin-Mitte, wo er eigentlich wohnt. Silvester gebe es oft einen Feierzwang, aber „ich will reflektieren: Wie war das letzte Jahr, was bringt das kommende.“ Das wolle er nicht mit vielen Leuten machen, schon gar nicht mit Betrunkenen. Als er das erste Silvester in Hennigsdorf verbrachte, lag er um 22 Uhr im Bett. „Im Grunde ist’s da relativ ruhig, aber natürlich wird dann um Mitternacht relativ laut gefeiert.“ Im vergangenen Jahr ist er in der besagten Nacht durch die Stadt gelaufen und hat gefilmt – wie man im Videoclip auch sehen kann.
Im Lied „Hennigsdorf“ geht es dann auch darum, wie er das normale Leben in dieser Nacht verlässt, es geht um die Schönheit des Momentes, auch um die Verzweiflung, die in so einer Nacht stecken kann – und um die Entscheidung, wie es im Leben weitergehen könnte.

Inzwischen kommt er nicht nur Silvester nach Hennigsdorf. „Es ist inzwischen mein Fluchtort.“ Nach Albumaufnahmen oder Tourneen fährt er hin und schläft sich dort aus. „Als Belohnung. Dann schaue ich mir alte Folgen von ,Aktenzeichen XY ungelöst’ an und esse Toffifee.“ Leicht pubertär nennt er das und muss selbst ein wenig darüber lachen. „Meine Eltern sind immer sehr beunruhigt, wenn ich dort bin“, ergänzt er noch. Dabei hat er nur gute Gefühle: „Hennigsdorf ist mein Venedig“, sagt Maximilian Hecker. „Ich empfinde da das gleiche Glück wie jemand, der nach Venedig reist.“
Auch in diesem Jahr wird er wohl Silvester wieder in Hennigsdorf verbringen. „Irgendwie hat es ja auch was Augenzwinkerndes.“

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Das Video bei Youtube.