RTZapper

Werbung: Best of 2014 – Frühlingshits

Dienstag, den 18. März 2014
Tags: , , ,

MO 17.03.2014 | 0.00 Uhr (Di.) | ProSieben

Helene Fischer hat den Durchbruch geschafft. Das mag eine überraschende Erkenntnis sein, denn erfolgreich ist die Sängerin nicht erst seit gestern. Aber offenbar hat sie den Durchbruch ins Popbusiness geschafft.

ProSieben zeigte am Montagabend den Werbespot für den CD-Sampler “Best of 2014 – Frühlingshits”. Und gleich auf CD1, zwischen Avicii und Milky Chance findet der junge Popinteressierte den Song von Helene Fischer: “Atemlos durch die Nacht”.
In den Discos wird die Tanzfläche meistens auch voll, wenn Helenes Song ertönt – und ich muss gestehen: Das Ding bleibt im Ohr hängen.
Dass die Schlagersängerin es nun aber auf einen der coolen Hitsampler geschafft hat, das ist dann doch bemerkenswert. Jetzt warte ich nur noch darauf, dass auch die Pop-Radiowellen “Atemlos” sind.

RTZapper

Eurovision Song Contest 2014: Unser Song für Dänemark

Freitag, den 14. März 2014
Tags: , ,

DO 13.03.2014 | 20.30 Uhr | Das Erste

“Wir werden niemals untergehen!”, sangen die Leute von der Band Santiano. Dass sich diese “Niemals”-Sache dann aber doch so schnell erledigen kann, zeigte sich eindrucksvoll am Donnerstagabend im Ersten, denn obwohl sich die Musiker die Stadt Kopenhagen schon in ihrem Navi einprogrammiert hatten, präsentieren sie NICHT “Unser Lied für Dänemark”. Zum Glück.
Und auch Unheilig mit dem Grafen haben es nicht geschafft. Obwohl alle dachten, aufgrund seiner Popularität müsste das ein Durchmarsch sein, endete dieser im Finale.

Und ich muss das an der Stelle mal ganz deutlich sagen: Liebes deutsches Fernsehvolk, ich bin stolz auf dich! Denn die Zuschauer haben nicht den bekanntesten Act gewählt, sondern tatsächlich den besten Songs des Abends.
Die Band Elaiza vertritt uns beim Eurovision Song Contest 2014 in Kopenhagen, und es ist fast ein Märchen. Beim Clubkonzert vor zwei Wochen im NDR gewann Elaiza, davor vollkommen unbekannt, die Wildcard für den deutschen Vorentscheid. Überraschenderweise trat die Band sogar mit dem Siegersong der NDR-Sendung auf – und mit genau diesem hat sie nun erneut gewonnen und darf ins große Finale.

Allerdings war das auch nicht so schwer. Das gezeichnete Ich traf kaum einen Ton und sang schlimm schief. Oceanas Song war alles andere als ein Ohrwurm, die Baseballs kamen mit einem seltsamen langweiligen Titel daher, Santiano sind sowieso ein No-Go und MarieMarie mit der Harfe – irgendwie war da auch mehr drin. Und der Graf mit Unheilig war einfach zu schmusig-perfekt, das wäre zwar auf Deutsch, aber doch irgendwie langweilig gewesen.

Mit Elaiza haben wir einen guten Song im Rennen. Selbst wenn wir es damit nicht auf Platz 1 oder 10 schaffen – wir können dazu stehen und uns an der Musik und unserem Beitrag ganz ohne Scham erfreuen. Alles Gute im mai für Kopenhagen!

RTZapper

Circus Halligalli: Klaas kann nicht trommeln

Donnerstag, den 6. März 2014
Tags: ,

MO 03.03.2014 | 22.10 Uhr | ProSieben

Eines muss man den Leuten vom “Circus Hallgalli” lassen: Sie schaffen es immer wieder, mich zu fesseln und diesen einen Auweia-Augenblick zu kreieren. Der Moment, wo man vor dem Fernseher sitzt und mitfiebert und mitleidet.
Am Montagabend gab es mal wieder so eine Aktion.

Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf waren zu Gast beim Konzert von Jared Letos Band “30 Seconds to Mars”. Joko hatte mit Leto abgesprochen, dass Klaas seinen grioßen Auftritt bekommt – als Schlagzeuger. Angeblich, weil er so toll spielt und schon immer mal mit der Band auftreten wollte.
Blöd nur: Klaas kann nicht trommeln, und er wollte keineswegs dort auftreten.
Nun aber sagte Jared Leto den verdutzten Klaas an, und der konnte nicht flüchten. So musste er tatsächlich ans Schlagzeug und zeigen, dass er’s (nicht) kann.
Leto war entsetzt, das Publikum auch, das Konzert ist abgebrochen worden. Joko und Klaas hat die Band regelrecht aus der Halle gejagt.

Oh. Mein. Gott. In Klaas muss es gebrodelt haben. So eine Blamage! Auch als Zuschauer war das ein Wechselbad der Gefühle. Einerseits waren diese Szenen lustig. Aber zu sehen, wie sich Klaas demütigen lassen musste – das hatte es in sich.
Bis Joko zugab, dass alles abgesprochen war. Jered Leto wusste Bescheid, die Band und selbst das Publikum.

Eine großartige Aktion, und ein Stück Emotion im und vor dem Fernseher, das heute nur noch selten passiert. Und immer wieder das große Staunen: was Joko und Klaas alles über sich ergehen lassen. Mutig sind die beiden ja schon…

RTZapper

Eurovision Song Contest 2014: Unser Song für Dänemark – Clubkonzert

Freitag, den 28. Februar 2014
Tags: , , ,

DO 27.02.2014 | 22.10 Uhr | NDR fernsehen

Nach dem Cascada-Desaster beim Eurovision Song Contest 2013 in Malmö, sollte mal wieder alles anders werden. Ein neues Auswahlkonzept sollte her. Beim deutschen Vorentscheid für Dänemark wird es diesmal kein Expertenvoting geben, wir haben ja gesehen, wohin das geführt hat. Erstmals ist ein Clubkonzert veranstaltet worden. Zehn bislang weitgehend unbekannte Künstler oder Bands traten an, die Zuschauer wählten den oder die beste. Der Sieger bekam eine Wildcard für das deutsche Finale am 13. März.

Hätte spannend werden können. Aber spätestens, als eine der Kandidatinnen plötzlich mit einem Cover von Leona Lewis’ “Run” auftrat, musste man stutzig werden. Mit “Run” möchte die junge Frau beim ESC auftreten? Sind da neuerdings Coversongs zugelassen?
Nein, sind sie nicht.
Des Rätsels Lösung: Die Songs an diesem Abend sind gar nicht die Songs, mit dem der Gewinner dann beim deutschen Vorentscheid antreten wird. So war zumindest die Antwort der Twitter-Redaktion des deutschen ESC auf eine entsprechende Frage.

Irgendwelche Unbekannten traten also mit irgendwelchen Liedern an, die aber später gar keine Rolle spielen?
Was soll das? Ich dachte, die Show heißt “Unser SONG für Dänemark” und es geht um den Eurovision SONG Contest? Warum wird dann in der Show nur ein Künstler gewählt, und der Song spielt noch gar keine Rolle.
Das machte diese Sendung dann leider schrecklich uninteressant. Dabei wäre es doch reizvoll gewesen, schon mal das Lied zu hören. Wirklich unfair gegenüber den sieben anderen Acts wäre das auch nicht. Letztlich haben diese Newcomer doch sowieso keine Chance, gegen Unheilig oder den anderen bekannten Kandidaten im eigentlichen Vorentscheid zu gewinnen. Und es wäre auch schön gewesen, die Songs der anderen sieben auch schon mal zu hören. Die Acts sind zwar gezeigt worden – aber auch nicht mit den späteren ESC-Songs.
So jedenfalls wird das nichts mit der Identifikation mit dem Gewinner dieses Clubkonzertes.

Übertragen wurde es übrigens am Donnerstagabend nicht nur vom NDR fernsehen, sondern auch von einsplus. Auf dem Spartensender liefen nebenher noch Facebook- und Twittermeldungen der Zuschauer. Das ist keine bahnbrechend neue Sache, aber dennoch eine gute Idee. Meistens war ich eher auf einplus dabei – immerhin gab es dort gleich die erste Zuschauerreaktionen.

RTelenovela

Nicki und die rote Sonne von Barbados

Donnerstag, den 27. Februar 2014
Tags: , ,

Als aus den Lautsprechern die Flippers “Die rote Sonne von Barbados” besangen, da wurde ich hellhörig. Eigentlich dachte ich immer, dass McDonald’s ein junges, hippes Unternehmen ist. Noch dazu in Oranienburg gegenüber des Gymnasiums. Da, wo die Jugend ein und aus geht und dementsprechend die aktuellen Hits und das Beste der 90er und 2000er-Jahre zu hören ist. Und nun das. Die Flippers. Ganz schön uncool.

Zunächst machte ich mir nichts draus. Ich goss das Dressing über den Salat, da hörte ich plötzlich Nicki von der “Samstagnacht” singen. Meine Güte, bei Nicki denke ich an die “ZDF-Hitparade” aus den 80ern. Da war Nicki ganz oft zu Gast. Ich bin in die Schlagerparade geraten.
Ich biss in den McChicken, und Nicki wurde von Rodger Witthaker und “Albany” abgelöst. Oh. Mein Gott. Aber andererseits kam die Erinnerungen: Familienfeiern in den späten 80ern und frühen 90ern. Mein Vater besaß eine Kassette mit Roger-Witthaker-Songs. Ich kenne sie fast alle.

Die Schlagerparade bei McDonald’s ging munter weiter, und ich könnte jetzt behaupten, dass ich die Musik besonders schlimm fand. Aber nein, ich wippte mit, und ich hatte ein Lächeln auf den Lippen. Uncool? Ja, was kann ich denn dafür, dass bei McDonald’s solche Musik läuft?! Darf ich mir fürs nächste Mal Songs wünschen? Ein bisschen was von Nena vielleicht?

RTelenovela

Hey Kremmen, du mei’ Stadt am Rhin

Freitag, den 21. Februar 2014
Tags: ,

Gehe zum Stadtempfang von Kremmen, und du kannst was erleben! Und fast hätten wir es verpasst, weil wir ins Gespräch vertieft waren, mein Kollege und ich. Unser Landrat schmetterte ein Lied ins Mikrofon, und er sang aus Leibeskräften.
In seiner Rede erzählte Karl-Heinz Schröter vorher von einem Lied der Höhner, darin heißt es: “Hey Kölle – do ming Stadt am Rhing, he wo ich jroß jewode ben.” Und das passe ja perfekt: Kölle und Kremmen könne man austauschen, und schon habe man ein neues Lied, zumal die Stadt ja auch den Rhin habe, das kleine Flüsslein. So kam es, dass er sich das Mikro schnappte und sang: “Hey Kremmen, du mei’ Stadt am Rhin (oder so ähnlich), da wo ich groß geworden bin.”

Ob er damit bei Dieter Bohlen eine Chance gehabt hätte, vermag ich nicht zu sagen. Ob er jemals einen so hohen Entertainmentfaktor hatte, auch nicht – dazu treffe ich den Landrat einfach zu selten. Aber vielleicht ist das ja eine zweite Karriere, wenn er irgendwann mal nicht mehr Landrat sein sollte. Also, falls das jemals passiert.

RTZapper

Olympia live: Thomas Anders

Dienstag, den 18. Februar 2014
Tags: , , ,

SO 16.02.2014 | 18.10 Uhr | Das Erste

Modern Talking ist Geschichte? Nicht in Russland!
In der früheren Sowjetunion waren Dieter Bohlen und Thomas Anders fast schon Volkshelden. Modern Talking waren dort Megastars, die Band hatte große Auftritte und unfassbar viele Fans.
Bis heute ist das scheinbar so.

Thomas Anders und Dieter Bohlen haben sich zwar schon vor vielen Jahren (zweimal) getrennt, und die beiden reden, nun ja, nicht besonders gut übereinander. Aber wenn es um Ruhm und geld geht, dann ist Modern Talking doch wieder auf der Tagesordnung. Und dann eben der Thomas ohne den Dieter.
Und so reiste Thomas Anders nach Sotschi, um bei den Olympischen Spiele den halben Modern-Talking-Mann zu geben.
Das Erste war am frühen Sonntagabend kurz und fast schon zufällig live dabei, als der Brother Louie seinen Hit schleuderte. Nun könnte man ja sagen, die Russen hätten es nicht besser verdient, aber die finden das ja offenbar sogar gut. Schon seltsam, die Russen.