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Trauer und Freude. Was für ein Tag!

Donnerstag, den 11. April 2019
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Es gibt Momente, da wird es kurz mal ganz still. Wenn Nachrichten eintreffen, die erschütternd sind. Am Mittwochmittag ist das bei uns im Büro passiert.

Ingo Pahl ist gestorben. Der Marwitzer kümmerte sich nicht nur engagiert um die Feuerwehr, er war in gewisser Hinsicht auch ein Kollege. Er lieferte oft großartige Luftbildaufnahmen. Er hatte eine Drohne und war damit in der Gegend unterwegs, um Orte aus der Sicht von oben zu zeigen.
Er machte möglich, zu sehen, wie Brückenbaustellen von oben aussehen. Da gab es neulich zum Beispiel das Bild vom Brückenkrater in Bötzow. Das Foto stammte von ihm. Seine Mails mit diesen Fotos kamen immer überraschend, und immer sorgten sie für Staunen.
Seine Öffentlichkeitsarbeit war immer eine runde Sache, er kümmerte sich – und ich habe ihn nie mit mieser Laune erlebt.

Und da kommen wir zum Moment der Stille zurück. Abgelöst wurde er nämlich von einem leichten Schmunzeln, einem lächelnden Kopfschütteln. Er selbst war es, der seine Öffentlichkeitsarbeit bis über den Tod hinaus betrieb. Typisch Pahl. Er hatte seine Familie noch beauftragt, die Öffentlichkeit über seinen Tod zu informieren. Die wusste nach nur wenigen Minuten seines Ablebens Bescheid.

Aber wie das immer so ist. Auf traurige Nachrichten folgen gute Nachrichten. Eine ehemalige Kollegin schrieb ein paar Stunden später in unserer WhatsApp-Gruppe, dass sie vor ein paar Tagen zum ersten Mal Mutter geworden ist. Große Freude!

Was für ein Tag.

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Neu-Marwitz

Montag, den 8. April 2019
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Noch vor zwei Jahren endete die Glienallee in Marwitz auf halbem Weg. Damals parkte ich mein Auto noch in einer Sackgasse. Dahinter war freies Feld. Wir liefen über die Stoppelfelder und sahen uns um: Der Blick ging in die Ferne, und da war noch wenig zu sehen.
Der Bürgermeister von Oberkrämer war da, ein Investor, und wir alle schauten auf eine große Karte. Darauf zu sehen war, was denn mal auf diesem freien Feld entstehen soll: nämlich ein neues großes Wohngebiet.

Inzwischen gibt es dieses Wohngebiet. Am Ende sollen es mehr als 160 neue Häuser sein, die dort stehen werden. Marwitz wird sich immens vergrößern.
Am Sonntag bin ich zum ersten Mal die Glienallee weitergefahren – rein ins neue Wohngebiet. Es ist ein merkwürdiges Gefühl, wenn man die Bilder von vor zwei Jahren vor Auge hat, und noch sieht dieses Areal sehr künstlich aus. Überall wird noch gebaut, überall sieht man noch Provisorien. Plötzlich gibt es dort Straßen, an die vorher nicht zu denken war.
Es fühlte sich an, als betrete man das erste Mal eine neue Welt.

Für Marwitz geht es nun darum, diese Neubürger willkommen zu heißen, sie zu integrieren. In der Hoffnung, dass diese Neubürger ihre neue Heimat auch annehmen wollen und nicht nur zum schlafen nutzen möchten.

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Sind Sie eigentlich volksnah, Herr Leys?

Samstag, den 23. März 2019
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Oberkrämers Bürgermeister äußert sich über den Zuzug, die Schulsituation und den Autobahnbau

MAZ Oberhavel, 23.3.2019

Oberkrämer.
Der Gemeinde Oberkrämer geht es finanziell gut, Probleme gibt es dennoch einige. Der hohe Zuzug bedeutet, dass es enger wird in den Kitas und Schulen, die neuen Bewohner müssen integriert werden. Und wie geht es weiter mit dem Oberschulthema? Über diese und andere Themen spricht Bürgermeister Peter Leys im MAZ-Interview.

Oberkrämer wächst. Ist das ein Segen oder ein Fluch?
Peter Leys: Weder noch. Ein Segen schon deshalb nicht, weil nicht die Notwendigkeit besteht, mit Gewalt wachsen zu müssen. Ein Fluch würde sich sehr schlimm anhören. Es ist mit Belastungen verbunden, aber wir werden uns bemühen, die Probleme zu lösen.

Marwitz wächst derzeit rasant. Stichwort „Marwitzer Heide“. Wie kann man die neuen Bewohner integrieren?
Das ist sicherlich nicht so einfach. Aber zum Beispiel, indem wir die Vereine unterstützen, die die Möglichkeit bieten, Kontakte aufzunehmen. Dort finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Auch die Feuerwehr hat ein sehr aktives Leben, da haben auch schon einige angeklopft.

Wird Oberkrämer weiterhin allen Kindern Kita- und Grundschulplätze anbieten können?
Ich denke ja, aber einen Garantieschein würde ich da auch nicht vergeben wollen. Es ist unwahrscheinlich schwer einzuschätzen, wie die weitere Entwicklung ist. Wir hatten vor zwei Jahren die Situation, dass wir den Kitabedarfsplan verabschiedet haben, und vier Monate später haben wir schon einen Nachtrag beschlossen. Aber wir wollen das nicht dem Zufall überlassen. Die Entwicklung geht nach oben, aber nicht unendlich nach oben. Wir werden Kitaplätze anbieten können, aber nicht immer entsprechend den Wünschen der neuen Bürger. Das ist ein Riesenproblem. Wir können nicht an jeder Kita anbauen.

In der Hinsicht werfen Ihnen Kritiker Planlosigkeit vor.
Die Planung hat ein Büro neutral von außen erstellt. Da ging man von den Geburtenzahlen aus, die sind nicht höher als woanders, man zog Prognosen des Landes und der Bertelsmann Stiftung zurate. Bis vor zwei Jahren waren sich alle Experten sicher, dass Oberkrämer schrumpfen wird. Wir haben damals unsere Zweifel angemeldet. Den Schuh würde ich mir deshalb nicht anziehen.

In Velten wird mehr Platz für die Oberschule geschaffen. Aber es gibt weiter Forderungen nach einer Ober- oder Gesamtschule direkt in Oberkrämer. Sind Sie dennoch zufrieden?
Ich wäre zufriedener mit einer Schule in Oberkrämer. Das wäre ja auch ein Standortvorteil. Es ist auch eine politische Geschichte, die Schule im Ort zu fordern. Klar ist eins, man muss vernünftig und sachlich sein. Der Landkreis meint, dass die Lösung in Velten liegt. Wenn es so kommt, dass dort die Oberschule gebaut wird und auch ausreichend Plätze vorhanden sind, dann ist das auch für Oberkrämer eine gute Sache.

Auch Velten wächst – nach Marwitz hinein. Wie soll es mit der Parkstadt Velten II weitergehen?
Die Gemeinde Oberkrämer war bisher offen gewesen zur Gebietsabtretung. Wenn man sich die Historie ansieht, ist das auch mal so geplant gewesen. Es gibt schon einen neuen Termin entsprechend des Beschlusses in Velten. Velten hat sich bemüht, mit uns in Kontakt zu treten, vorher war das immer andersrum. Ich gehe davon aus, dass sich Oberkrämer nicht dagegenstellen wird, obwohl der Beschluss von 2012 aufgehoben wurde.

Der Ausbau der Autobahn beeinträchtigt auch Oberkrämer. Fühlen Sie sich über den aktuellen Stand immer gut informiert?
Aus meiner Sicht ausreichend. Wir kriegen nicht täglich Infos, aber wir können bei Bedarf jeden Tag anrufen. So richtig zufrieden mit der ganzen Brückengeschichte in Bärenklau bin ich allerdings nicht. Auch liegt immer noch keine Genehmigung für die Brecheranlage vor. Die Gemeinde Oberkrämer hat keine positive Stellungnahme dazu abgegeben. Wir wollen, dass der Anlieferverkehr für diese Anlage nicht über unsere kommunalen Straßen erfolgt. Das ist mal so abgesprochen worden, aber das ist nicht hundertprozentig der Fall. Seit Wochen ist eine Brecheranlage an der Autobahnzufahrt bei Eichstädt, die haben unwahrscheinlich viel gebrochen. Viele Leute haben das gar nicht bemerkt. Ich sage das auch wegen der Befürchtung in Bärenklau. Das wird kaum zu hören sein, und die Menge, die gebrochen werden muss, ist inzwischen auch nicht mehr so groß.

Es gibt Ärger um den Tennisplatz in Bärenklau. Will man den Familiensportverein nicht?
Die Sache, die da beantragt wurde, ob die tatsächlich für Bärenklau störend ist, da kann man Zweifel haben. Ich habe schon Hockeyspiele gesehen. Fußball ist lauter, das muss man so deutlich sagen. Ungeachtet dessen ist die Gemeinde nicht verpflichtet, diese Änderung des Bebauungsplanes vorzunehmen. Da spielt der Verein vielleicht eine Rolle, aber ich kann mich nicht erinnern, dass jemand im Bauausschuss so diskutiert hat.

Neulich gab es im Vehlefanzer Ortsbeirat den Vorschlag, das ehemalige Volksbank-Grundstück für die Feuerwehr zu kaufen. Sie wollten sich wegen der Kosten erkundigen.
Das habe ich noch nicht gemacht. Wir müssen auch prüfen: Wer will da wirklich was machen? Es ging ja weniger um die Feuerwehr, sondern der Feuerwehrverein suchte eine Räumlichkeit. Das alles ist nicht übers Knie zu brechen.

Hätten Sie eigentlich gern in Eichstädt die Regenbogenflagge gehisst?
Nein. Ich denke, das ist eine rein private Angelegenheit, wie jemand sexuell ausgerichtet ist. Das hat vor der Verwaltung nichts zu suchen.

Sind Sie eigentlich volksnah?
Na ja. Das ist schwierig. Wenn ich ehrlich bin, nicht so sehr. Ich bin insofern volksnah, dass ich versuche, das Optimale für unsere Gemeinde auf den Weg zu bringen und ich weiß, was in Oberkrämer passiert. Aber mich öffentlich zu präsentieren ist nicht so mein Ding. Da würde ich prahlen, wenn ich das sagen würde. Aber das weiß auch jeder.

Heute ist in Schwante und Vehlefanz Dorfputz. Sind Sie dabei?
Das hätte ich gemacht, aber ich bin am Wochenende privat unterwegs, das war schon länger geplant. Das ist schade, denn ich finde, das ist eine super Aktion.

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Spielplatzbau: Mütter vermissen Angebote für kleine Kinder

Mittwoch, den 13. März 2019
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Auf dem Marwitzer Dorfanger werden derzeit neue Geräte aufstellt – auf der Wunschliste stehen aber auch eine Wippe, Rutsche und ein Buddelkasten

MAZ Oranienburg, 13.3.2019

Marwitz.
Das kann sich durchaus sehen lassen. Auf dem Marwitzer Dorfanger entsteht derzeit ein vollkommen neuer Spielplatz. Dort werden Balancespiele möglich sein, es gibt einen Kletterturm und noch einiges mehr.

Christine Noack und Nicole Friedbauer schauten sich gestern Vormittag die Bauarbeiten und die neuen Spielgeräte an. Beide haben Bays dabei, beide haben aber auch schon Kinder im Alter von etwa drei Jahren. „Der Spielplatz wird super“, sagt Christine Noack. „Er ist schön gelegen, im Sommer ist es schattig, und er ist dicht an der Kita.“ Da gibt es jedoch ein großes Aber. „Das Problem ist, er deckt nicht alle Altersklassen ab.“ Kinder bis zwölf Jahren werden die Fläche und die Geräte nutzen können, so steht es auf einem Schild. Die beiden Marwitzerinnen fragen sich allerdings: Was ist mit den noch kleinen Kindern? „Für die ist das hier eher ungeeignet“, findet Nicole Friedbauer.
Aus Sicht der beiden Mütter fehlen auf dem neuen Spielplatz eine Schaukel oder eine Wippe, auch gibt es keine Rutsche und keinen Buddelkasten. An einem der Balance-Geräte seien die Geländer zum Festhalten zu hoch für kleine Kinder. Am Kletterhaus befinden sich seitlich Seile zum Hochziehen und Festhalten, auch die seien für kleinere Kinder ungeeignet, so die Mütter. „Außerdem wäre eine Umzäunung gut, immerhin haben wir eine 50er-Strecke nebenan“, sagt Christine Noack.
Für Kritik sorgen bei den Marwitzerinnen auch die Sitzgelegenheiten auf dem Areal. Dabei handelt es sich um graue Betonblöcke. „Zum Sitzen sind die nicht so schön, da holt man sich schnell eine Blasenentzündung.“ Außerdem befürchten sie, dass sich fallende Kinder dort verletzten könnten.

Oberkrämers Bauamtsleiter Dirk Eger erklärte gestern Nachmittag, dass dem Bau des Marwitzer Spielplatzes ein aufwendiges Verfahren vor­anging. Im Ortsbeirat des Dorfes sei das Thema ausgiebig besprochen worden. „Dort ging es zum Beispiel darum, unter welches Motiv man den Spielplatz stellen kann.“ Auch an der Planung der Spielgeräte habe sich der Ortsbeirat aktiv beteiligt. „Mehr als ein Jahr vorher stand die Haushaltsplanung, es war klar, dass dort investiert wird“, so Dirk Eger weiter. Die Sitzungen des Ortsbeirates sind immer öffentlich. Der Bauamtsleiter bedauert, dass sich niemand an diesen Planungen in diesem Gremium beteiligt habe. Das sei ohne Weiteres möglich gewesen. Die Gemeinde Oberkrämer gibt etwa 150 000 Euro für den Spielplatz aus. Voraussichtlich im April wird eröffnet. „Wenn alles fertig ist, wollen wir noch etwa vier Wochen warten, bis alles begrünt ist“, so Dirk Eger weiter.
Was die Spielgeräte angeht, ist aber noch nicht aller Tage Abend. „Wenn sich Änderungswünsche ergeben, bin ich gesprächsbereit.“ Es sei noch genügend Platz auf der Fläche für eventuelle Ergänzungen. „Das ist an sich gar kein Problem, ich bin da relativ offen.“ Wenn es im April zur Spielplatzeröffnung komme und alle wichtigen Leute vor Ort seien und die Kinder alles ausprobieren, könne man auch direkt am Platz ins Gespräch kommen.

Es ist der einzige Spielplatz in Marwitz. Christine Noack und Nicole Friedbauer ist das zu wenig, gerade in Hinblick auf die neue große Siedlung in der Marwitzer Heide. „Da hätte man auch einen Spielplatz integrieren müssen“, findet Nicole Friedbauer. Das Argument, dass ja jeder Garten einen Buddelkasten habe, zähle nicht. Es gehe dabei auch um soziale Treffpunkte für Kinder und Eltern.

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Ein Stück Velten schwappt nach Marwitz über

Freitag, den 12. Oktober 2018
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Ortsgrenze verläuft Am Tonberg entlang – Wohnpark wird aufOberkrämer-Gebiet gebaut – das führt zu Problemen

Marwitz.
Am Tonberg entstehen derzeit neue Wohnhäuser: die so genannte „Parkstadt Velten II“. Allerdings: Sie befindet sich in Marwitz. An dieser Stelle vergrößert sich die Stadt Velten in die Gemeinde Oberkrämer hinein – über die Ortsgrenze hinweg. Klar ist auch, dass dieses Gebiet auf absehbare Zeit weiterhin zu Oberkrämer gehören wird.

Wer auf der Straße Am Tonberg unterwegs ist, befindet sich wechselweise in Marwitz oder in Velten, die Grundstücke östlich davon gehören zu Velten, die westlichen zu Marwitz. Eigentlich sollte sich dort schon längst etwas geändert haben. „Es gab da 2011 schon eine Beschlussfassung“, sagte Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO) gestern. Von Seiten Oberkrämers habe der Gebietsabtretung für diesen Bereich nichts im Wege gestanden.
Denn dass das neue Wohngebiet optisch und vom Gefühl her zu Velten gehört, aber in Wirklichkeit in Marwitz steht, bringt Probleme mit sich. Kinder, die dort mit ihren Familien leben werden, müssten in die Kita nach Marwitz. „Das bekommt man vielleicht noch gelöst“, so Peter Leys. Schwieriger werde es, wenn die Kinder eingeschult werden. „Dann müssen die Kinder nicht nach Velten zur Schule, sondern sie werden in Bötzow oder sogar in Vehlefanz eingeschult“, so Oberkrämers Bürgermeister. Auch alle amtlichen Behördengänge werden die Bewohner nicht nach Velten, sondern nach Eichstädt führen.
„Es wäre sinnvoller, wenn man das Gebiet an Velten übergeben könnte. Die Leute sind sowieso der Meinung, sie ziehen nach Velten – was aber nicht so ist.“ Aus seiner Sicht sei das ein „richtiges Problem.“

Lange sei zu diesem Thema nichts passiert. Erst im vergangenen Jahr, als das Bauvorhaben in der „Parkstadt Velten II“ konkret geworden war, kam das Thema wieder auf den Tisch. Die Stadt Velten hat allerdings für eine Übernahme des Areals eine Bedingung gestellt. „Alle öffentlichen Grundstücke müssen an die Stadt übergeben werden“, so Peter Leys. Also auch alle Straßen – und das ist die Schwierigkeit.
Veltens Pressesprecherin Ivonne Pelz sagte gestern, dass die Stadt noch immer an einer Übernahme des Gebietes interessiert sei. „Allerdings hat Oberkrämer die Eigentumsverhältnisse nicht abschließend klären können.“ Das bestätigte Peter Leys. Konkret geht es um die Straße Tonberg Ausbau, die zwar öffentlich gewidmet ist, offenbar aber teilweise über ein privates Gelände führt. Es sei schwierig, die verschiedenen Besitzer ausfindig zu machen, „und wir können sie auch nicht dazu zwingen“, so Oberkrämers Verwaltungschef zu einer möglichen Übertragung an die Gemeinde.
Daran scheitert offenbar die Übertragung des Areals an Velten. Veltens Stadtsprecherin Ivonne Pelz versicherte, dass, falls das Problem doch noch gelöst werden könnte, die Gespräche wieder aufgenommen würden.

Insgesamt sind im neuen Wohnpark, teilweise in Velten, teilweise also in Marwitz zwölf Wohneinheiten in Doppelhäusern und 18 Einfamilienhäuser auf Grundstücken zwischen 293 und 672 Quadratmetern geplant. Einige Häuser sind dort bereits zu sehen.

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Grippewelle 2018

Samstag, den 24. Februar 2018
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An der Tür der Arztpraxis hängt ein Zettel: Wegen der Grippewelle müsste momentan mit erheblichen Wartezeiten gerechnet werden.
Oh, dachte ich.
Vor allem, weil ich momentan noch gar nicht wirklich etwas von der Grippewelle mitbekommen habe. Vielleicht habe ich bislang in einem Kokon gelebt.

Ich erwartete nun also eine volle Praxis – und stand in einer fast leeren. Eine der Schwestern erzählte dann aber, dass in den vergangenen Tagen Ausnahmezustand herrscht, und heute der erste Tag sei, an dem wieder etwas mehr Normalität eingetreten sei.
Als mir dann die Ärtzin erzählte, was zu meiner Gesundheit zu sagen ist, stockte sie kurz und nieste in ihre Armhöhle. Und noch mal. Sie hoffe, nicht auch krank zu werden, sagte sie dann doch. Und gab mir zum Abschied die Hand.
Ich hoffe, sie wäscht sich öfter mal die Hände denn ansonsten, ist ja das Handgeben während einer Grippewelle eher nicht so optimal.

Im Radio hörte ich dann in den Nachrichten tatsächlich auch einen Beitrag über die Grippewelle in der Regio Brandenburg. Und im Internet ploppte dazu auch ein Beitrag auf.
Also ob ich plötzlich auch meinen Info-Kokon verlassen habe.

Am Abend, in der Marwitzer Turnhalle: Jahresempfang der Gemeinde Oberkrämer. Viele konnten nicht kommen – wegen der Grippe. Und viele Mitarbeiter der Verwaltung konnten nicht bei der Vorbereitung der Veranstaltung helfen – wegen der Grippe. Der Bürgermeister verzichtete auf überschwängliche Begrüßungen mit Handschlag – wegen der Grippe.

Ich neige dazu, wenn ich so was mitbekomme, sofort davon auszugehen, dass ich mich irgendwo angesteckt habe. Dann spüre ich eine Trockenheit an den Augen, einen leichten Kopfschmerz, und im Hals tut sich auch schon was.
Aber auf Grippe habe ich eigentlich gar keine Lust…

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Zwei Jahrzehnte durchgetanzt

Samstag, den 27. Januar 2018
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Die Bärenklauer Dance Bears feiern ihr Jubiläum im Februar mit einer großen Party in Marwitz

MAZ Oberhavel, 27.1.2018

Bärenklau.
Mit einem Westernball im Dorf fing alles an. Das war 1998. Damals spielte eine Band, es wurde getanzt. Linedance. „Wo macht man so was?“, fragten sich einige Bärenklauer danach. „Sechs Leute fuhren dann nach Berlin zum Training und zur Countrymusikmesse“, erzählt Gundula Klatt. „Im Auto haben wir dann beschlossen: Wie machen eine Tanzgruppe.“ Den ersten Auftritt hatten sie im inzwischen geschlossenen „Bärenstübl“ im Dorf. Der Name stand auch schnell fest: Dance Bears.
Bears – Bären – Bärenklau. Das passt, bis heute. Die Dance Bears feiern im Februar ihr 20-jähiges Bestehen. Dazu wird es in der Marwitzer Turnhalle ein großes Countryfest geben. Trainiert wird jeden Dienstag von 19 bis 20 Uhr in der Alten Remonteschule.

Das besondere am Linedance ist, dass alle dasselbe tanzen. Und nicht nur das: Alle Linedancer, überall, tanzen bei bestimmten Liedern bestimmte Schrittfolgen. Spielt eine Band einen Song, dann wissen alle Countytänzer, egal woher sie kommen, was nun zu tun ist. „Das macht auch am meisten Spaß, wenn alle gleich tanzen, eine Masse, keiner kommt aus dem Takt“, erzählt die 14-jährige Melina Kahl. „Das ist echt cool, wenn alle mitmachen.“

Gundula Klatt ist die Chefin, Cornelia Langner aber die Trainerin. „Zwei oder drei Wochen brauchen wir schon, bis ein Tanz wirklich sitzt.“ Es sind vor allem Videos im Internet, in denen die Schritte zu sehen und worüber sie erlernbar sind. Ein Tanz besteht aus 32 oder 64 Counts, also verschiedenen Schritten. Besonders schwere Tänze können auch mehr als 100 Schritte haben. „Ich tanze etappenweise vor, erst die ersten acht Schritte, dann geht es weiter“, erzählt Cornelia Langner. „Ich sage dann zur Gruppe, dass sie vorm Schlafengehen die Schritte in Gedanken noch mal durchgehen sollen.“
50 bis 60 Tänze haben die Bärenklauerinnen drauf. Ständig werden es mehr. Die Gruppe besteht derzeit aus 15 Frauen zwischen 14 und 69 Jahren. Es ist kein Mann dabei – das war schon mal anders. „Es ist schwierig, Männer dafür zu interessieren“, gibt Gundula Klatt zu. Zwischenzeitlich gab es sogar noch die Young Dance Bears, die Kindergruppe wurde mangels Nachwuchs aufgelöst, die jugendlichen Mädchen gehören nun zur eigentlichen Truppe. „Das Tolle ist, dass man beim Tanzen den Kopf frei bekommt“, sagt Lea Schmidt (15).

Für Neueinsteiger ist der Start nicht ganz einfach, das geben alle zu. Denn die vielen Schritte müssen gelernt sein. „Viele finden die Musik toll und die Tänze schön, aber viele empfinden das eben auch als schwierig, sagt Renata Förster, die ebenfalls in der Gruppe dabei ist. „Aber wenn Neue kommen, dann versuchen wir, einen Anfängertanz beizubringen“, ergänzt Trainerin Cornelia Langner. Momentan wird schon für das Fest am 17. Februar geprobt.

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