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Fan-Randale: Regionalexpress stoppte in Oranienburg

Montag, den 31. März 2014
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Ein Regionalexpress mit Fußballfans sorgte am Sonntagabend in Oranienburg für Wirbel. Der Lokführer des RE5 weigerte sich, die Fahrt fortzusetzen. Wie die Märkische Allgemeine auf der Facebookseite “MAZ Oberhavel” berichtet, befanden sich im Zug Fans des SC Magdeburg. Ihr Verein hatte zuvor in Neustrelitz verloren. Laut grölend sollen die 45 Fans im Zug herumgesprungen sein.

Es sind Beamte der Bundespolizei angefordert worden, um die Passagiere zu begleiten und die Nichtfans zu schützen. Drei Transporthubschrauber der Bundespolizei landeten daraufhin auf einer Wiese nahe der Arbeitsagentur. Mit der personellen Verstärkung setzte der RE5 seine Fahrt stark verspätet fort.

aRTikel

Seit 25 Jahren im Dienst des Herrn

Donnerstag, den 10. Oktober 2013
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Sabine Dill gibt in Kremmen Religionsunterricht und sitzt in der Kirche an der Orgel

MAZ Oranienburg, 10.10.2013

KREMMEN
Die Anonymität der Großstadt ist nicht ihr Ding. „Ich möchte es überschaubar“, sagt Sabine Dill. Deshalb mag sie das Leben in der kleinen Stadt. Seit 2005 lebt sie mit ihrem Mann Matthias und den zwei Söhnen in Kremmen.
In diesen Tagen feiert Sabine Dill ein Berufsjubiläum. Seit 25 Jahren ist sie Katechetin. Der Begriff bedeutet „Unterweisung“. „Ich unterrichte Kinder und Jugendliche im christlichen Glauben“, sagt sie. Zu ihr kommen die Kinder zur Christenlehre nach Beetz. An der Goetheschule in Kremmen gibt die 48-Jährige freitags Religionsunterricht. Ihre Schüler kommen freiwillig zu ihr. „Christenlehre klingt sehr streng, aber es soll auch Spaß machen“, sagt Sabine Dill und lächelt.
In Kremmen kümmert sie sich aber auch um die Kirchenmusik. Mittwochs ist Musicalprobe, donnerstags gibt sie Blockflötenunterricht für Kinder, außerdem kommt der Flötenkreis zusammen. Am Sonnabend hat sie ein wenig Zeit zum Orgelspielen, sonntags begleitet sie in der Regel zwei Gottesdienste auf dem Instrument. „24 Stunden sind ziemlich wenig Zeit“, sagt sie. „Und eine Familie habe ich ja schließlich auch noch.“

Sabine Dill ist über die Musik zur Kirche gekommen – und über ihr Elternhaus. „Meine Eltern waren sehr gläubig.“ Sie lacht und sagt dann: „Ich bin bei Kirchens aufgewachsen.“ Sie stammt aus Magdeburg-Olvenstedt. „Meine Familie konnte mit dem DDR-Sozialismus nicht viel anfangen, in dem Staat war die Kirche mein Zuhause.“ Sie fing eine Kleidungsfacharbeiterlehre an. Mit 18 lernte sie Orgelspielen und begann daraufhin ein Kirchenmusikstudium in Halle an der Saale. „Ich habe als Kind schon Klavier gespielt und gern gesungen.“ 1988 trat sie ihre erste Stelle als Katechetin in Erfurt an und arbeitete auch dort schon nebenamtlich als Kirchenmusikerin. Sie blieb bis 2005 in Thüringen und kam dann mit ihrer Familie nach Kremmen. „Nach so langer Zeit wollte ich noch mal wechseln“, sagt Sabine Dill.

38 Kinder nehmen am Religionsunterricht an der Kremmener Schule teil. „Die Vermittlung ist schwieriger geworden.“ Das Interesse an den Grundlagen des Glaubens sei kaum noch da. „Ich muss alles erklären.“ Im ländlichen Bereich würden sich die Leute ganz allgemein immer weniger auf die Kirche einlassen. „Das hat nichts mit der DDR-Vergangenheit zu tun. Es spielt einfach im Alltag keine Rolle mehr.“ Sabine Dill findet das schade, denn ihr ist der Glaube wichtig. „Gott hat mich durch schwierige Lebensphasen hindurchgetragen“, sagt sie. Wobei Glauben nicht heiße, dass das Leben nur dadurch leichter und fröhlicher sei. „Gott ist nicht dazu da, unsere Wünsche zu erfüllen. Aber er hört mir zu, wenn ich bete, er gibt mir Kraft, auch körperliche Kraft. Er kann helfen, durchs Leben zu kommen.“
Sonntags kommen immer weniger Menschen in die Kirchen, aber das sei gar nicht mal so schlimm. „Gottesdienste haben heute einen anderen Stellenwert. Sonntags wollen die Leute in ihren Familien sein.“ Wichtiger seien gemeinsame Feiern wie das Johannis- oder Martinsfest – und natürlich Weihnachten. Da sind die Kirchen voll. „Klar ist es schade, dass die Leute nur zu solchen Feiertagen zu uns kommen, aber wir müssen diese Möglichkeit nutzen.“

Zeit, ihr Berufsjubiläum zu feiern, hat Sabine Dill kaum. Die Gemeindearbeit nimmt sie sehr ein. Aber die Silberhochzeit mit ihrem Mann – die war ein rauschendes Fest

RTZapper

Pop10 live: Local-Heroes-Bundesfinale 2011

Sonntag, den 6. November 2011
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SA 05.11.2011 | 18.00 Uhr | Offener Kanal Salzwedel

Neun Stunden. Nach unfassbaren neun Stunden stand endlich der Gewinner des bundesweiten Finales im Bandwettbewerb “Local Heroes” fest. Und die Moderatoren des Offenen Kanals Salzwedel hatten fast schon ihre Stimmen verloren. Nach neun Stunden konnten sie in der Nacht zum Sonntag endlich Feierabend machen.

Aber wenn 15 Bands, davon 14 im Wettbewerb den Abend bestreiten müssen, dann kann es schon mal länger werden.
Die Moderatoren waren doppelt so lange auf Sendung, wie das Frühstücksfernsehen dauert. Sie mussten Blogeinträge vorlesen, Bands vorstellen, Berichte ansagen und labern, labern, labern. Dafür, dass sie dafür wahrscheinlich wenig bis kein Geld bekommen, eine erstaunliche Leistung.

Erstaunlich war aber auch eine Umfrage, die ein Reporter in Magdeburg gemacht hat. Was sind lokale Helden, wollte er wissen. Aber die Magdeburger schien bockig zu sein. “Was wird denn das?”, fragte ein Passant skeptisch. “Sagt mir nichts”, meinte ein anderer. “Kein Interesse für”, teilte ein weiterer Herr mit. Und wieder ein anderer machte einfach nur große Augen.
Die Ausbeute dieser Umfrage muss verheerend gewesen sein, wenn solche Nicht-Aussagen gesendet werden müssen. Die Moderatorin muss das auch gemerkt haben: Im zweiten teil der Umfrage sagen einige was, meinte sie.

Um 3 Uhr endete die Megashow. Aber wer sieht sich das volle neun Stunden an? Wer hat so viel Sitzfleisch? Selbst im Salzwedeler Kulturhaus herrschte am Ende Müdigkeit. Das Konzept, an einem Abend so viele Bands auftreten zu lassen, erscheint sehr fragwürdig. Das Teilnehmerfeld sollte für das Finale dringend verkleinert werden, damit die Show um die Hälfte der zeit eingedampft werden kann.

RTZapper

Imbiss live

Donnerstag, den 2. Oktober 2008
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MI 01.10.2008 | 17.15 Uhr | kabeleins

Currysoßen müssen angerührt werden. Der Verkauf geht zu langsam. Eine Mitarbeiterin ist genervt, will morgen nicht kommen.
Sehr, sehr spannend. So dramatisch geht es zu im “Curry 36″-Imbiss in Magdeburg. Fünfmal pro Woche sendet kabeleins Zusammenschnitte aus dem Laden, der im Internet rund um die Uhr beobachtet werden kann. Am spannendsten wird es jedoch ganz am Ende, wenn fünf Minuten live gesendet wird.
Heute zum Beispiel: Ganz zufällig steht gerade eine nette, redegewandte Frau am Verkaufsfenster, um sich mit dem Imbisschef über irgendein scharfes Essen zu unterhalten. Nebenbei kann der so erwähnen, dass ja bald ein großes Event stattfinden wird.
Wäre ja auch schade, wenn in den 5 Live-Minuten gerade mal nichts passiert, einfach nur gähnende Leere im Imbiss herrschen würde. So richtig voll scheint es da ja nie zu sein. Dumm wäre natürlich auch, wenn während der Liveschalte ausschließlich Jugendliche rumständen, die blöd in die Kameras winken und nach Hause telefonieren, ob sie denn wirklich im Fernsehen sind.
Irgendwie wirkt das ganze ziemlich albern – und billig obendrein. Es zeigt aber auch: So ein Imbiss hat vielleicht gutes Essen, aber nach einigen Minuten will man da auch wieder raus. Bei kabeleins sieht man nun: Man verpasst rein gar nichts.

aRTikel

MAZ-Team reist mit dem Auto in einer Woche von Paris nach Berlin

Samstag, den 5. Juli 2008
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Aktion: Susanne Schildbach und Janine Perschke (19) nehmen an Jugendtour für Fahranfänger teil / Heute Mittag Ankunft auf dem Alexanderplatz

MAZ Gransee, 5.7.2008

GRANSEE
„Ich hoffe, dass ich hier lerne, sicherer zu fahren und mich gleichzeitig auch orientieren zu können.“ Die 19-jährige Susanne Schildbach aus Gransee gehört mit der ebenfalls 19-jährigen Janine Perschke zum MAZ-Team, das bei der Jugendtour „Paris–Berlin 2008“ mitfährt.
Gemeinsam mit dem französischen Automobile-Club und dem ADAC hat das Deutsch-Französische Jugendwerk in Paris die Tour organisiert. Innerhalb einer Woche sind 30 Teams von 18- bis 25-Jährigen aus Deutschland, Frankreich, Bulgarien und Rumänien unterwegs von der französischen in die deutsche Hauptstadt. Ziel der Veranstalter ist es, das Unfallrisiko junger Fahrer zu senken. Bei der Tour geht es deshalb auch nicht um Schnelligkeit, sondern um ein verantwortungsbewusstes Fahren.
Von Paris aus ging es am Montag nach Reims im Nordosten Frankreichs. Dienstag fuhren die Teams mehr als 300 Kilometer nach Dijon, Mittwoch erreichten sie bei heißen Temperaturen Straßburg im Elsass. Donnerstag ging es weiter auf deutschem Gebiet nach Frankfurt/Main, gestern war Magdeburg das Etappenziel. Heute Mittag endet die Tour „Paris–Berlin 2008“ auf dem Berliner Alexanderplatz. Die Tour wurde vom Jugendwerk und seinen Partnern auf das Genaueste geplant. Im „Roadbook“ sind die zu fahrenden Strecken genau beschrieben.
Die beiden Granseerinnen sind als MAZ-Team dabei. Ausgestattet mit einer Straßenkarte und dem Roadbook, der „Bibel“ der Jugendtour, bereisten sie bis heute die französischen und deutschen Strecken. Nicht immer klappte das reibungslos: In Reims nahmen die Mädchen zunächst eine falsche Ausfahrt. „Reims gefällt uns so gut“, sagte Janine Perschke scherzhaft. Doch schnell fanden sie die Autobahn, die aus der Stadt herausführt, und schon waren sie wieder auf der richtigen Strecke. „Das ist unser Glück“, erzählte Janine, „wir denken, wir sind falsch, sind dann aber doch richtig.“
Die Rundfahrt durch Paris hat Janine Perschke beim französischen Teil der Tour am besten gefallen. Susanne Schildbach war vom Abend im Rheinland-Pfalz-Haus in Dijon sehr angetan: „Es gab Musik, viele Getränke, gutes Essen. Die Atmosphäre war toll.“
Die Anmeldegebühr beträgt für die Teams 200 Euro. Dafür wird ihnen jedoch das komplette Benzin bezahlt, außerdem die Verpflegung und Übernachtung – ein Rundumservice. „Die Organisation ist super“, sagt dann auch Janine Perschke. „Da steckt echt ein großer Aufwand dahinter. Wenn wir ein Problem haben, dann helfen sie uns.“
Wenn die Teams, die fast alle mit ihren Privatwagen unterwegs sind, heute in Berlin ankommen, haben sie 1695 Kilometer hinter sich gebracht. Zumindest, wenn sie sich nicht verfahren haben. Das hat aber so ziemlich niemand geschafft in den vergangenen Tagen.