RTelenovela

Thermentest 7.2

Montag, den 12. November 2012
Tags:

-> 19.12.2010

Vor zwei Jahren habe ich alle Thermen in Brandenburg bereist und habe eine Serie darüber geschrieben. Die Kristalltherme in Ludwigsfelde schnitt dabei sehr gut ab, deshalb lag es nahe, da irgendwann noch mal hinzufahren.
Erstaunlicherweise fallen einem da Dinge auf, die man beim ersten Besuch gar nicht so gesehen hat. Dumm nur, dass diese neuen Einsichten allesamt negativ waren.
Die Therme ist weiterhin gut, die Saunenvielfalt immer noch top – siehe den obenstehenden Link zum Thermentest von 2010.

Vieles jedoch ist in Ludwigsfelde schlecht durchdacht.
Das fängt beim Bezahlsystem an. Wer am Eingang den Eintritt bezahlt, bekommt eine Karte. Die widerum steckt man in den Schrank, wo man dann den Schlüssel abziehen kann. In der Therme jedoch kann man mit diesem Schlüssel nichts anfangen. Für den Wertsachenschrank braucht man einen Euro. Für die Bar und die Kantine braucht man ebenfalls Bargeld. Oder man muss einen Chip aufladen, aber ich muss gestehen, dass ich das System – auch nach Durchlesen eines entsprechenden Hinweises – nicht verstanden habe.

In der Kantine gibt es nur eine Kasse, aber keine Kellner wie zum Beispiel in der “Turm”-Sauna in Oranienburg. Ständig kommen irgendwelche Frauen, um die Getränkeregale aufzufüllen. Wer ein Essen bestellt, bekommt ein Dingbums, das leuchtet, wenn es fertig ist, dann darf man es abholen.
Das geht auch anders.

Wer länger im Bad ist, als man bezahlt hat, muss zu einem Automaten gehen, wo man dann das Geld nachzahlen kann. Oft kommt es da zum Stau. Offenbar gibt es in der Therme zu wenige Mitarbeiter.

Auch scheint man unterschätzt zu haben, wie viele Besucher in die Therme kommen. Der Behelfsparkplatz ist inzwischen sehr viel größer als der eigentliche. Und an diesem Sonnabendabend gerammelt voll.

Auch nach dem zweiten Besuch der Ludwigsfelder Therme kann ich sagen, dass es ein wirklich gutes Bad ist – der Erholungswert wird jedoch geschmälert, vor allem durch das unmoderne Schrank- und Bezahlsystem.

aRTikel

Thermentest (7): Textilfrei und Spaß dabei

Sonntag, den 19. Dezember 2010
Tags: , ,

(6) -> 12.12.2010

Brandenburg: Die Ludwigsfelder Therme hat eine Sauna-Arena

MAZ, 18.12.2010

Winterzeit ist Thermenzeit. Bei Wind und Wetter tun Sauna und Sole besonders gut. In dieser Serie testen wir die märkischen Thermen. Teil 7: Kristall-Saunatherme, Ludwigsfelde

*
Ein etwas seltsames Bild: Eine Frau watet durch das Wasserbecken der Kristall-Saunatherme in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming). In der Hand trägt sie ihre Geldbörse, sie muss sie hoch in die Luft halten, denn sonst werden die Scheinchen nass. Ihr Ziel: Die Poolbar. Der Besucher der Therme kann sich dort im Wasser auf einen Hocker setzen und sich ein Getränk kommen lassen. Die Bar befindet sich mitten im Pool. Das ist an sich eine sehr gute Idee – und in den märkischen Thermen einzigartig. Der Haken an der Sache: Der Kunde muss mit Bargeld zahlen. Denn ein bargeldloses System, bei dem der Badegast über den Chip des Umkleideschranks bezahlt, ist in Ludwigsfelde noch nicht eingeführt worden. Es wird höchste Zeit.

Die Buchstaben FKK sind, wenn das Klischee stimmt, den Ostdeutschen vertraut. Die Kristall-Saunatherme ist die einzige in der Mark, in der die Gäste textilfrei baden. Und, mal ganz im Ernst: Das ist gut so. Denn irgendwie nervt es, sich die nasse Badehose anzuziehen, wenn man aus der Sauna kommt und ein bisschen baden möchte. Da es in Ludwigsfelde jedoch sowieso keine abgetrennten Sauna- und Badebereiche gibt, lässt es sich auch kaum anders regeln. Außer mittwochs und sonntags, da kann sich der (schamhafte?) Gast aussuchen, ob er nackt bleiben will oder nicht. Das scheint ein Kompromiss zu sein.

Die Therme bietet drei große Becken, eines davon draußen. Für die Kinder gibt es eine Grotte zum Toben, außerdem diverse Massagedüsen und einen Wasserschwall. Im Außenbecken – das Wasser hätte zwei, drei Grad mehr vertragen – macht der Strömungskanal Spaß. Der große Raum ist sehr schön und gemütlich eingerichtet. Grünpflanzen, weihnachtliche Dekoration, viele Liegestühle.

Wirklich erfreulich ist die große Auswahl an verschiedenen Saunen. Fast ist der Besucher damit überfordert. Drei Stunden reichen bei Weitem nicht, alles auszuprobieren. Die Attraktion ist die Kristall-Arena. In der riesigen Sauna sitzen die Gäste weitläufig um die heißen Steine herum. Beim Aufguss wirkt es tatsächlich so, als habe der Saunameister ein Publikum um sich. Der Nachteil: Der Raum ist so groß, dass es recht laut ist und selbst der „Aufguss brutal“ seinem Namen nicht gerecht wird. Nette Specials wie ein Salzpeeling machen das aber wieder wett. Schade war beim Testbesuch, dass es in der Eukalyptussauna nicht wirklich nach Eukalyptus roch.

Nachholbedarf gibt’s bei den Duschen: Im Bad selbst lassen sie sich nicht regeln – das Wasser ist ausschließlich kalt. Die Regler im eigentlichen Sanitärbereich haben zwar rote und blaue Zonen, aber entweder ist’s heiß oder lauwarm, aber selten kalt.

Wer Hunger bekommt, kann sich im Bistro aus dem reichhaltigen Angebot bedienen. Besonders zu erwähnen ist das frische Salatbüfett, 100 Gramm kosten 1,20 Euro. Auf der Karte stehen auch eine Waldpilzcremesuppe (4 Euro), Kassler auf Grünkohl (6,90 Euro), Schnitzel und Pommes (5,95 Euro) sowie Salate, Fisch und Nudeln.

Zum Entspannen ist die Ludwigsfelder Therme – trotz kleiner Schwächen – also gut geeignet. Allerdings fragt sich der Gast beim Anblick einiger Schrifttafeln schon, ob das alles ernst gemeint ist: Hinweise wie „Saunagarten“ oder „Ab hier textilfrei“ stehen überflüssigerweise immer in Anführungszeichen. Dabei sollte das sicherlich nicht ironisch sein.

*
Informationen:
Adresse: Fichtestraße, 14974 Ludwigsfelde, Tel.: 03378/518790,
www.kristall-saunatherme-ludwigsfelde.de
Öffnungszeiten: sonntags bis donnerstags 9 bis 22 Uhr, freitags und sonnabends 9 bis 23 Uhr.
Preise: Drei Stunden kosten 15,50 Euro (Jugendliche bis 15 Jahren: 10 Euro), die Tageskarte kostet 26 (18) Euro.
Angebote: Sportbecken, drei Thermalsolebecken mit Strömungskanal, Massagedüsen, Wasserschwall. Zwölf verschiedene Saunen, u.a. Bergkristall-, Rosen-Lavendel- und Zitronensauna. Umfangreiches Aufgussprogramm. Im Wellnessbereich diverse Massageangebote, Hamam und kosmetische Behandlungen.

Badewelt: 4/5
Saunawelt: 4/5
Gastronomie: 5/5
Sauberkeit: 5/5
Erholungswert: 4/5

ORA aktuell

Handball: Neuer Trainer für den OHC

Dienstag, den 9. Februar 2010
Tags: , ,

Generationenwechsel beim Oranienburger Handballclub (OHC): Die Mannschaft bekommt im Juni einen neuen Trainer. Peter Frank ist 68 Jahre alt und trainiert derzeit noch die Mannschaft des Ludwigsfelder HC.
Frank führte die Reinickendorfer Füchse einst in die 1. Bundesliga. Beim OHC bekommt er zunächst einen Ein-Jahres-Vertrag.
Momentan kämpfen die Oranienburger gegen den Abstieg aus der Regionalliga.