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Unfallschwerpunkt B96 – Selber schuld?

Mittwoch, den 4. Dezember 2019
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Kürzlich ist über den Unfallschwerpunkt B96 berichtet worden. Sieben Unfalltote gab es bislang 2019 zwischen Oranienburg und Fürstenberg, mehr als 400 Unfälle. Besonders schlimm ist es im Bereich ab Nassenheide, wo die Bundesstraße zweispurig und mitunter eng wird.

Nun könnte man natürlich sagen: Reißt die Bäume weg, baut die Straße aus – macht was! Aber sind es nicht die Menschen, die die Straße benutzen, die einfach nur leichtsinnig fahren, die Unfälle verursachen?

Neulich war ich mal wieder auf dem Weg entlang der B96 Richtung Norden. Ich will in Löwenberg gerade die Tankstelle verlassen, als ich fast einen Radfahrer anfahre. Er kommt von rechts, auf der falschen Straßenseite, seine Funzel ist im Dunkeln kaum zu sehen, die dunklen Klamotten machen es nicht besser.
Gleich hinter der Löwenberg muss die ganze Kolonne relativ hart bremsen. Voraus ist ein Radler auf der B96. Das ist waghalsig, aber es gibt keinen Radweg. Im Dunkeln hat er ein recht dünnes Rücklicht, und eigentlich trägt er sogar eine Warnweste. Weil die aber offen rumschlabbert, warnt die nicht, die Reflektoren werden nicht angeleuchtet. Hochgradig gefährlich.

Vor mir dann zwei Lkw und zwei weitere Autos. Die Lkw halten keinen Abstand, man kann sie schlecht oder gar nicht überholen, hinter mir ein weiterer Lkw und eine Pkw-Kolonne. Hinter Gransee schert hinten plötzlich jemand aus. Auf der Überholspur donnert er an Lkw, an mir, zwei Pkw und zwei weiteren Lkw vorbei. Die Rechtskurve vor Altlüdersdorf nimmt er mit – und er kann nicht gesehen haben, ob von vorn was kommt.
Da stockt einem der Atem, denn wir wollen doch mal festhalten: Kommt es zum Crash, bringt der Verursacher alle anderen mit in Gefahr. Zumal der Lkw vorn mehr als Tempo 80 drauf hatte, und Tempo 80 war dort sowieso nur erlaubt.
Diese waghalsigen Überholmanöver sind kein Einzelfall, ich habe sie dort schon oft erlebt.

Das Fahren auf der B96 ist anstrengend. Und das weniger wegen der schmalen Strecke. Sondern wegen denen, die meinen, keine Zeit zu haben und drängeln und überholen zu müssen.

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Ortsbeirat: Endlich wieder tolle Events!

Donnerstag, den 26. April 2018
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Frohes neues Jahr! Ja, da guckst du jetzt vielleicht ein bisschen irritiert. Aber im Löwenberger Land hat endlich auch das Jahr 2018 begonnen. Zumindest herrschte bis jetzt noch ein besinnlicher Winterschlaf.

Wer in den vergangenen Monaten mal auf der Internetseite der Gemeinde nachschaute, was denn so an Veranstaltungen los ist, der wird gesehen haben: nichts. Null. Seit Anfang Januar kein einziges Event.
Die Veranstaltungen stehen im Löwenberger Land unter der Rubrik “Tourismus”, und bislang scheint es in der Hinsicht noch, nun ja, Anlaufschwierigkeiten gegeben zu haben.

Doch nun, am Donnerstag, findet es statt – das erste touristische Event 2018, das auf der Gemeindeseite angekündigt wird: der Ortsbeirat von Gutengermendorf.
In Gutengermendorf hat man sich vermutlich lange darauf vorbereitet, denn als erste offiziell angekündigte Veranstaltung 2018 hat man ja auch eine gewisse Verantwortung. Und der Ansturm zur Saisoneröffnung dürfte auch groß sein.

Aber mal im Ernst: Vier Monate dauerte es, bis der Veranstaltungskalender auf der Internetseite des Löwenberger Landes gefüllt worden ist. Das ist peinlich. Genauso wie übrigens sinnloserweise viele Veranstaltungen ohne eine Uhrzeit und ohne Veranstaltungsort angekündigt werden. Service sieht anders aus.

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An den Geräten

Donnerstag, den 8. März 2018
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Sport war ja schon immer nicht so meins. Leichtathletik war ganz okay, Dauerlauf mochte ich sogar – aber Geräteturnen?
Die Sparte stand in der Grundschule immer im Winter auf dem Programm. Für mich der Horror. Eine Rolle auf dem Reck? Gerade so, aber auch nur, wenn die Stange nicht all zu hoch lag. Aber sonst irgendwelche Übungen? Keinesfalls.
Am Barren konnte ich ein bisschen hin und herschwingen und mit eben jenem Schwung eine Grätsche hinkriegen. Aber eine Rolle? Keinesfalls.
Immer wenn wir in die kleine Sporthalle an unserer Schule kamen, warf ich einen Blick auf die Stangen – Stangenklettern fand ich nämlich auch nicht so toll – wobei ich es im Laufe der Zeit immerhin doch noch bis ganz nach oben geschafft hatte.
Bodenturnen: Rolle vorwärts, Rolle rückwärts. Irgendwelche Standfiguren. Meine Kür war immer relativ kurz, aber die Rollen rissen es raus, so dass es nie eine 6 gab.

Warum ich das alles erzähle? Ich war zu Gast in der Turnhalle in Löwenberg, dort fand ein Geräteturnen-Kurs für Kinder und Jugendliche statt. Während die Kleinen auf den Matten turnten und die Größeren auf dem Kasten Übungen machten, schwelgte ich in Erinnerungen, die nicht nur Angenehmes hervorriefen.
Im Gegensatz zu den meisten Kindern dort, die sehr viel Spaß hatten, sich da zu bewegen. Als ein kleines Mädchen sich jedoch weigerte, die Rolle vorwärts zu machen, dachte ich: Kommt mir bekannt vor – wenn auch nicht in Sachen Rolle vorwärts.
Meine Lehrerin Frau B. war immer relativ streng, sie konnte es gar nicht leiden, wenn man bestimmte Übungen nicht gemacht hat. Herr L. war noch schlimmer. Herr B. war später – dann schon auf dem Gymnasium – einen Tick cooler. Meinem letzten Sportlehrer war später herzlich egal, ob ich überhaupt anwesend war. Das war mein Glück.

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B tuckert

Sonntag, den 13. August 2017
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Großstädter lästern gern ja mal über Autofahrer aus der Provinz und bekommen eine Krise, wenn sie entsprechende Kennzeichen vor dem Kühler haben.
Andersrum ist es aber genauso. Denn oft scheint es, als ob Großstädter in der Provinz gern mal einen Gang runter schalten. Auf der B96 Richtung Norden zum Beispiel. Da gilt auf einem langen Abschnitt Tempo 80 außerhalb der Ortschaften.

Zwischen Teschendorf und Löwenberg hielt so ein Berliner am Sonnabendnachmittag den Verkehr auf. Statt der erlaubten Tempo 80 begnügte er sich mit Tempo 70. Was natürlich für Unruhe in der Schlange sorgt. Jeder will irgendwie am Hindernis vorbei, und deshalb halte für solche übervorsichtigen Fahrer in Wirklichkeit für gefährlich.
In Löwenberg stoppte er auf einem Parkplatz.

An der nachfolgenden Ampel stand allerdings schon der nächste Berliner. Aber es werden ja nicht alle so lahm sein – dachte ich. Am Löwenberger Ortsausgang Richtungen Gransee kam das Auto aber erneut nicht über 70 oder 75 hinaus.
Immer dieses Großstadt-Autofahrer-Klischee…

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B96: Wenn’s mal wieder länger dauert

Sonntag, den 16. August 2015
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Die Bewohner von Fürstenberg verfluchen die B96. Die führt mitten durch das Zentrum und kann verdammt laut werden. Die Vorbereitungen für eine Ortsumgehung laufen nun nach langem Kampf. Wobei es ja für einen Ort für Fürstenberg auch immer Fluch und Segen zugleich ist, so eine belebte Straße zu haben. Kein Durchgangsverkehr führt schließlich dazu, dass auch weniger Leute in den Ort kommen.
Es heißt, nachts um 1 Uhr könne man langsam dran denken, mal ein Fenster aufzumachen, dann kämen weniger Lkw durch. Weniger. Nicht: keine.

Am Sonnabendvormittag war die B96 eher ein Fluch. Eine halbe Ewigkeit stand ich in einer der Seitenseiten, um links auf die Bundesstraße abzubiegen. Lange Kolonnen auf beiden Seiten, der sich durch die kleine Stadt quält. Ferienverkehr. Bestimmt fünf Minuten ging das so, bis sich endlich mal ein Schlupfloch auftat.
Immerhin war der Weg Richtung Oranienburg relativ frei. Aber nach Norden: Stau an der Brückenbaustelle bei Dannenwalde. Stau in Löwenberg. Stau vor Nassenheide. Wer dorthin unterwegs war, brauchte viel Geduld. Andererseits blieb viel Zeit zum Träumen von wunderschönen Umgehungsstraßen.

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1993: Regine Hildebrandt lobt neue Sommerfelder Rehaklinik

Dienstag, den 25. Juni 2013
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April/Mai 1993 -> 11.5.2013

Vor 20 Jahren: Ausbau des Hellmuth-Ulrici-Geländes kommt voran / Zoff um Schildower Amtsdirektor / Racheakt in Friedrichsthal

MAZ Oranienburg, 25.6.2013

Was passierte vor 20 Jahren im damaligen Kreis Oranienburg? Diesmal der Mai und Juni 1993.

OBERHAVEL
An der B 96 bei Nassenheide soll ein Motel gebaut werden. Entsprechende Pläne werden am 21. Mai 1993 bekannt. Entstehen soll es in rustikaler Blockbauweise mit mehr als 30 Betten, einer Gaststätte, Sauna und einem Fitnessbereich.

Der Löwenberger SV gewinnt das Fußball-Kreispokalfinale. Gegen den 1. FC Kremmen gewinnt die Mannschaft mit 3:2.

Die SPD ist die große Siegerin bei der Wahl zum Gemeindeparlament in Stolpe-Süd. Am 23. Mai 1993 bekommt sie mehr als 50 Prozent der Stimmen. Werner Ebert wird neuer Bürgermeister. Nach heftigen Streitigkeiten und dem Rücktritt fast aller Gemeindevertreter ist die Wahl notwendig geworden.

Sprengmeister Horst Reinhardt steht am 25. Mai 1993 vor seinem bis dahin schwierigsten Fall. Am Bachstelzenweg in Lehnitz muss eine 500-Kilo-Bombe entschärft werden. Sie liegt in sechs Metern Tiefe, lange muss erst das Grundwasser abgepumpt werden. Am Ende ist eine Sprengung aber doch nicht notwendig, Reinhardt gelingt es, sie zu entschärfen.
Nur 24 Stunden später ist wieder Bombenalarm, diesmal auf dem Gutsplatz in Lehnitz.

Peter Ihloff soll nicht mehr Amtsdirektor in Schildow sein. Sieben von acht Mitgliedern des Amtsausschusses sind am 26. Mai 1993 für seine Abberufung. Die Unzufriedenheit über die Arbeitsweise Ihloffs im Amt Schildow ist groß. Mühlenbecks Bürgermeister Helmut Woggon bemängelt vor allem das Finanzchaos, aber das bringt ihm Ärger ein. Auch Waggon sieht sich Rücktrittsforderungen ausgesetzt, denn die Mühlenbecker Gemeindevertretung hatte eigentlich gegen die Abwahl Ihloffs gestimmt. Die Mühlenbecker wollen Einspruch gegen die Entscheidung einlegen. Woggon bleibt zunächst Ortschef.

Am Birkengrund in Wensickendorf sollen auf einer Fläche von 2500 Quadratmetern drei Tennisplätze entstehen. Zum Komplex gehört ein Klubhaus. Die Gemeindevertreter erhoffen sich auch Impulse für die Jugendlichen im Dorf.

Nach dem Brandanschlag von Solingen, bei dem Ende Mai 1993 fünf türkische Bewohner sterben, demonstrieren Schüler des Oranienburger Runge-Gymnasiums am 3. Juni gegen Ausländerfeindlichkeit und Fremdenhass.

Die Liebenwalder Marktschule platzt aus allen Nähten. Die Konsequenz: Die 3. Klasse wird im kommenden Schuljahr 1993/94 in Räumen der Schule in Neuholland unterrichtet.

Erstmals wird der Kulturpreis des Kreises Oranienburg vergeben. Er geht 1993 an die Marwitzer Keramikerin Hedwig Bollhagen, die für ihre jahrzehntelange Arbeit geehrt wird.

Brandenburgs Sozialministerin Regine Hildebrandt (SPD) kommt am 9. Juni zur Eröffnung der Sommerfelder Rehaklinik. Es handelt sich um die erste Stufe des Ausbaus der Hellmuth-Ulrici-Kliniken. Hildebrandt versprach, sich um den Landtausch zu kümmern, denn das Gelände in Sommerfeld gehört immer noch dem Land Berlin.

Racheakt in Friedrichsthal. Vier Männer verwüsten ein Haus am Ortsrand, die Polizei kann sie am 9. Juni 1993 bei einer Verfolgungsjagd schnell festnehmen. Der Tat ging ein Vorfall voraus, bei dem der Hund der betreffenden Familie von einem anderen Hund gebissen worden ist. Daraufhin kam es zu einer brutalen Schlägerei unter den Besitzern.

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Frag Google (6): Der Kussmark und die Sextillarde

Montag, den 29. April 2013
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(5) -> 24.1.2013

Ich habe unermüdlich weitergesammelt. Wieder gibt es zehn neue, wunderliche Sucheingaben bei Google, die aus irgendwelchen Gründen auf meine Seite führten

1. “ich weiß was du letzten freitag getan hast uschi”
Es scheint sehr interessant zu sein, was diese gewisse Frau Uschi an dem besagten Freitag getan hat. Leider kann ich an dieser Stelle nur spekulieren.

2. “hohenbruck kremmen polarfuchs”
Ganz falsch. Hohenbruck ist Hohenbruch. Und der Polarfuchs ist ein Polarwolf. Aber das wird der/die Suchende inzwischen sicher wissen.

3. “katrin sass , pierre kussmark”
Die Suche erfolgte anlässlich des Skandalauftrittes von Katrin Sass bei “Markus Lanz“. Der/die Suchende scheint aber eher Fan von Nicht-Dschungelcamp-Fan Sass zu sein, denn die hat er/sie richtig geschrieben und Peer Kusmagk nicht. Aber Kussmark klingt ja auch nett.

4. “peter klöppel tor umgefallen”
Großer Schreck meinerseits: Peter Kloeppel ist tot umgefallen? Aber dann fiel mir auf: Ich habe mich verlesen.

5. “wo war peter kloeppel als der papst starb”
Auf dem Klo viellicht? Oder doch auf dem Weg ins RTL-Studio? Auf Sendung war er zum Zeitpunkt der Breaking News jedenfalls nicht.

6. “patchwork family pause???”
Nein, weg. Zum Glück.

7. “warum spielt ndr 2 ständig das gleiche”
Das ist eine verdammt gute Frage! Und dabei war NDR2 mal so ein guter Sender, aber das ist 20 Jahre her.

8. “wer ruft bei astro tv an”
Na, zum Beispiel die Uschi, die wissen will, ob morgen ihr Mann wieder mit ihr spricht. Oder die Rita, die wissen will, ob sie morgen Lotto spielen soll. Oder Leute, denen aus noch ganz anderen Gründen langweilig ist.

9. “wer kennt ole aus löwenberg”
Ich nicht. Du?

10. “was ist die nächste zahl von sextillarden”
Hm. Sextillarde und eins? Also 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.001? Oder meinte der/die Suchende doch die Septillion?

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