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Frag Google (6): Der Kussmark und die Sextillarde

Montag, den 29. April 2013
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(5) -> 24.1.2013

Ich habe unermüdlich weitergesammelt. Wieder gibt es zehn neue, wunderliche Sucheingaben bei Google, die aus irgendwelchen Gründen auf meine Seite führten

1. “ich weiß was du letzten freitag getan hast uschi”
Es scheint sehr interessant zu sein, was diese gewisse Frau Uschi an dem besagten Freitag getan hat. Leider kann ich an dieser Stelle nur spekulieren.

2. “hohenbruck kremmen polarfuchs”
Ganz falsch. Hohenbruck ist Hohenbruch. Und der Polarfuchs ist ein Polarwolf. Aber das wird der/die Suchende inzwischen sicher wissen.

3. “katrin sass , pierre kussmark”
Die Suche erfolgte anlässlich des Skandalauftrittes von Katrin Sass bei “Markus Lanz“. Der/die Suchende scheint aber eher Fan von Nicht-Dschungelcamp-Fan Sass zu sein, denn die hat er/sie richtig geschrieben und Peer Kusmagk nicht. Aber Kussmark klingt ja auch nett.

4. “peter klöppel tor umgefallen”
Großer Schreck meinerseits: Peter Kloeppel ist tot umgefallen? Aber dann fiel mir auf: Ich habe mich verlesen.

5. “wo war peter kloeppel als der papst starb”
Auf dem Klo viellicht? Oder doch auf dem Weg ins RTL-Studio? Auf Sendung war er zum Zeitpunkt der Breaking News jedenfalls nicht.

6. “patchwork family pause???”
Nein, weg. Zum Glück.

7. “warum spielt ndr 2 ständig das gleiche”
Das ist eine verdammt gute Frage! Und dabei war NDR2 mal so ein guter Sender, aber das ist 20 Jahre her.

8. “wer ruft bei astro tv an”
Na, zum Beispiel die Uschi, die wissen will, ob morgen ihr Mann wieder mit ihr spricht. Oder die Rita, die wissen will, ob sie morgen Lotto spielen soll. Oder Leute, denen aus noch ganz anderen Gründen langweilig ist.

9. “wer kennt ole aus löwenberg”
Ich nicht. Du?

10. “was ist die nächste zahl von sextillarden”
Hm. Sextillarde und eins? Also 1.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.000.001? Oder meinte der/die Suchende doch die Septillion?

aRTikel

Joachim Gauck und die Youtubestars

Donnerstag, den 27. Dezember 2012
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„Willi“: 58-mal in der MAZ und täglich auf Facebook – was 2012 bei den Jugendlichen in Oberhavel los war

MAZ Oranienburg, 27.12.2012

Topmodels, Videos auf Youtube, Auftritte im Fernsehen. Das Jahr bot in Oberhavel interessante Höhepunkte.

Januar:
In Hohen Neuendorf und im Löwenberger Land beginnt das Jahr mit gähnender Leere. Zumindest in den Veranstaltungskalendern auf den Internetseiten stehen keine Einträge. Glücklicherweise nur ein vorübergehender Zustand.
Toxica ist mit 15 Jahren die wohl jüngste Bassistin in Oberhavel. Die Schildower Band „Masters of dark Fire“ scheint aber Geschichte zu sein, denn die Musikerin gründet eine eigene Band.

Februar:
Tobias Regner, 2006 Gewinner bei „Deutschland sucht den Superstar“, gibt ein Konzert in Oranienburg. Der Hype um ihn hielt ein halbes Jahr, dann sei Schluss gewesen, erzählt er im „Willi“-Interview. Aber er macht tapfer weiter.
Facebook gestaltet seine Seiten um, führt die Chronik ein. Die „Willi“-Fans sind nicht begeistert, nur sieben Prozent finden die neuen Strukturen gut, ergibt eine Umfrage.
„Crazy Dennis Tiger“ feiert auf der Berlinale Premiere. Der Kurzfilm wurde in Schildow und Bergfelde gedreht. In der Hauptrolle: Dennis Kamitz aus Schildow.

März:
„Hackt’s noch? Schmeißt den Dreck in den Müll!“ Das ist nur eine Reaktion auf eine Verlosung von DVDs der Band Freiwild. Die Musiker sollen eine Naziskin-Vergangenheit haben.
Der Leegebrucher Jugendklub kommt in die Jahre. Die Party zum 50. Geburtstag ist ein rauschendes Fest.
Annabelle Rieß aus Velten mischt „Germany’s next Topmodel“ auf. Die 23-Jährige schafft es in der ProSieben-Modelshow unter die letzten 13 Frauen.

April:
Bei Youtube erscheint der Videoclip zum Song „Tanzen“ von Ilja Schierbaum. Gedreht wurde der Film auf Schloss Schwante.
Ingmar und Boussa von der Energy-Berlin-Toastshow treten im Oranienburger Filmpalast auf. Boussa überzeugt mit ihrer groovigen Musik, Ingmars Comedyshow bleibt eher platt.
Schauspieler Jörn Schlönvoigt, bekannt aus „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, engagiert sich für den Tierschutzverein Oberhavel. Dafür setzt er sich bei „Fressnapf“ in Oranienburg an die Kasse.
Die Hennigsdorfer Band „Die anderen Kinder“ hat einen Auftritt in der ZDFneo-Show „NeoParadise“. Die Pilotfolge ist schon 2011 aufgezeichnet und nun heimlich ausgestrahlt worden. Die Musiker haben ihren eigenen TV-Auftritt verpasst.

Mai:
Theo Trebs aus Birkenwerder hat einen Auftritt im „Tatort“. Im SWR-Fall „Der Wald steht schwarz und schweiget“ spielt der 17-Jährige aus Birkenwerder an der Seite von Ulrike Folkerts (Lena Odenthal).
Sandro Kohnke ist Youtubestar. der 20-Jährige aus Schwante spielt in einem Imagefilm der Bäckerinnung mit. Bislang ist er 271 000-mal angeklickt worden.
Glückwunsch! Mit einer „Trash is fash“-Party feiert die „Beat-Fabrik“ in Marwitz ihren 15. Geburtstag.

Juni:
3D schlägt 2D. „Men in Black 3“ ist der erste Film, der im Filmpalast Oranienburg gleichzeitig in beiden Versionen läuft. Die 3D-Fassung wird jedoch mehr angenommen.
Janin Schadewald (23) aus Oranienburg lässt sich vom ZDF umstylen. „Schick und schön“ heißt die Show, aus der sie wie ein neuer Mensch herauskommt.
In Zehdenick wird Moritz von Uslars Buch „Deutschboden“ für das Kino verfilmt. Premiere soll im Herbst 2013 sein.
An der Regine-Hildebrandt-Gesamtschule in Birkenwerder tauchen Vampire auf. „Blut“ heißt das Musical, das dort Premiere feiert.

Juli:
Noch ein 15. Geburtstag! Diesmal feiern wir uns selbst, „Willi“ ist in der Pubertät angekommen.
Michael Kessler ist mal wieder auf Expedition. Mit dem Klapprad fährt er von Kopenhagen nach Berlin. Vor dem Oranienburger Schloss lässt er sich von Jugendlichen einige Akrobatiktipps geben.

August:
In Oranienburg tauchen an Brücken- und Hausmauern gelbe Klebezettel auf. „Junger, schlanker Er sucht Sie bis 20 Jahre“, heißt es darauf. Der Unbekannte bietet „viel TG“, Taschengeld. Wir warnen davor.
Die Oranienburger Runge-Gymnasiasten beziehen zum Schuljahresbeginn ihr neues Gebäude an der Willy-Brandt-Straße. Sie lernen nun in modernen Räumen.
Sven Gruel wird von Paul Aurin erst im Stechen besiegt. In Hohen Neuendorf steigt am Marie-Curie-Gymnasium wieder das Event „Schlag den Paul“. Eine echt spannende Show.

September:
Die Oranienburger Band PlekWek bringt ihr neues Album „Deswegen!“ heraus. Mehr als 250 Konzerte haben die Musiker bereits gegeben.
Die Kremmener Jugendarbeit bekommt gute Noten von den jungen Leuten in den Klubs, aber auch von den Betreuern. Die Stadt Kremmen hatte die Jugendarbeit von einem privaten Träger übernommen.

Oktober:
Schock! Der Schauspieler Dirk Bach ist tot! Nur vier Tage, bevor er gestorben war, kam er in die Show „neoParadise“. Der Schildower Dennis Kamitz war vor Ort. „Dirk Bach war total gut drauf“, erzählte er.
Ali Rhabarber und die Pfirsichräuber haben einen neuen Sänger. Die Band aus Groß-Ziethen wird nun von Mike Döhnert unterstützt.
Die Geburtstagsparty eines 16-Jährigen in Lehnitz ufert dermaßen aus, dass die Polizei kommt. Dutzende Jugendliche müssen zum Lehnitzer Bahnhof eskortiert werden.
Das „Kino im Ziel“ in Hennigsdorf schließt. Die Mitarbeiter erfahren es erst wenige Tage vorher. Unterdessen feiert der Oranienburger Filmpalast sein 15. Jubiläum seit der Neueröffnung.

November:
Schüler des Oranienburger Runge-Gymnasiums treten am Morgen nach der US-Wahl im Morgenmagazin der ARD auf. Sie präsentieren ihr Projekt zur Wahl. Sie sagen voraus, dass Mitt Romney in Indiana gewinnt – und haben recht.
Ein Treffen bei Bundespräsident Gauck in Berlin haben Oranienburger Schüler des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums ein paar Wochen danach. Die Band Hightek Music schafft es sogar ins „Nachtmagazin“ der ARD.
Die Band Mayia, die regelmäßig in Oranienburg probt, gewinnt die zweite Ausgabe von „Rockin’ Oberhavel“ im Hennigsdorfer Stadtklubhaus. Die jungen Frauen sind die Nachfolger der „anderen Kinder“, die 2010 gewannen.

Dezember:
Herzlichen Glückwunsch! Die Theatergruppe „Obst“ vom Oranienburger Runge-Gymnasium bekommt den diesjährigen Kulturpreis des Landkreises Oberhavel.
Die Hennigsdorfer sind schockiert: Unbekannte brechen ins Jugendfreizeitzentrum Konradsberg ein und stehlen Laptops, eine Playstation 3, eine Digitalkamera sowie ein Diktiergerät.

aRTikel

Luise und die Superstars

Mittwoch, den 28. Dezember 2011
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Rückblick: 56-mal „Willi“: Die MAZ-Jugendredaktion mit ihrer eigenen Jahresbilanz 2011

MAZ Oranienburg, 28.12.2011

Mehrere Bands aus der Region bringen eine CD heraus, andere drängt es zu den Castingshows ins Fernsehen.

Januar:
Zum Jahresanfang bricht wieder das Dschungelfieber aus. Im RTL-Dschungelcamp zicken sich Sarah Dingens und Jay Khan an. „Die sind doch selbst schuld, wenn die dahin gehen“, sagt ein junges Mädchen in einer Umfrage.
In den Dschungel will zwar niemand ziehen, aber nach Berlin. Raus aus der elterlichen Wohnung oder nicht? Das fragen sich viele Jugendliche. Philipp (20) ist gerade mit seiner Freundin nach Berlin gezogen, Christoph (20) kann sich eine eigene Wohnung nicht leisten.

Februar:
Immer mehr Internetnutzer treiben sich bei Facebook rum – und bei Jappy. „Da sind alle meine Freunde, und ich kann kostenlos mit ihnen sprechen“, sagt eine 23-jährige Hennigsdorferin. Allerdings sollen dort, auf der Seite, auch anzügliche Nacktfotos kursieren und Leute gemobbt werden.
Zwei Musiker aus Oberhavel lassen sich von Dieter Bohlen casten. Nils Jörissen aus Schildow verlässt „Deutschland sucht den Superstar“ nach dem Recall auf den Malediven. Diaz aus Zehdenick fliegt dort raus.
An der Musikschule Hennigsdorf feiert das neue Musical „Luise“ Premiere. Louise-Henriette trifft auf das Mädchen Luise.
Im Kino läuft „Der ganz große Traum“ mit Theo Trebs aus Birkenwerder. Es ist sein dritter historischer Film, erzählt er.

März:
Timon Richter aus Schwante ist Jungbauer – und erfolgreich. Im Regionalausscheid des Berufswettbewerbes schafft er den 2. Platz. Während der Erntezeit muss er zwölf bis 14 Stunden arbeiten – dafür sei im Winter mehr Zeit, sagt er.
Eine Borgsdorfer Kneipe ist in der Kabeleins-Reihe „Rosins Restaurants“ zu sehen. Der Koch fand, es läuft nicht so gut. Und heraus kam: Der Koch ist daran nicht ganz unschuldig.
Die Atomkatastrophe in Japan macht uns nachdenklich. So schnell wie möglich die Kraftwerke abschalten, sagt ein Mädchen in einer Umfrage. Ein anderer sagt: Wir können auf Atomkraft nicht verzichten.

April:
Das Cybermobbing nimmt zu. Auf der Internetseite „I Share Gossip“ können Leute öffentlich fertiggemacht werden. Auch Schulen aus Oranienburg, Hohen Neuendorf und Zehdenick sind vertreten.
Juliane Heinrich aus Oranienburg tritt in der RTL-II-Show „Sing! Wenn du kannst“ auf. Ein Castingteam hatte sie in einer Karaokebar angesprochen, aber der Auftritt hätte, nun ja, besser laufen können.

Mai:
Lena Meyer-Landrut will ihren Titel beim Eurovision Song Contest 2011 verteidigen, aber in Oberhavel glaubt kaum jemand an einen erneuten Sieg. „Ich finde ihren Song spacig und cool“, sagt der Hohen Neuendorfer Musiker Christoph Hengelhaupt. Lena wird Zehnte.
In Löwenberg ist DJ-Contest, und kaum jemand geht hin. Der Hain bleibt am Nachmittag des Wettbewerbes ziemlich leer.

Juni:
Die Hennigsdorfer Video-AG des Puschkin-Gymnasiums zeigt erstmals ihren Film „Sanduhrzeit“. Eine strenge Lehrerin mobbt eine Schülerin. Damit reisen die Filmemacher sogar zu einem internationalen Nachwuchsfestival. Dort gewinnen sie zwar nicht – aber auch die Teilnahme ist schon ein Erfolg.
Schüler des Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasiums sind vom Easy-Abi-Skandal betroffen. Eine Agentur macht sich mit dem Geld aus dem Staub, das die Gymnasiasten für die Abifeiern vorgestreckt haben. 63 Euro pro Schüler sind futsch.

Juli:
Isabella Giese aus Liebenwalde läuft als Model auf der Berliner Fashionweek. Eigentlich will sie Medizin studieren, ein Anruf bei BB Radio brachte ihr den Job bei den Reichen und Schönen.
Die Söhne Mannheims treten in Liebenwalde auf. Der Marktplatz ist voller Menschen, als Xavier Naidoo ins Mikrofon singt.
In Schönfließ entsteht der Videoclip „Phoenix Arizing“ der Berliner Band Not Called Jinx. Nachts um 3 schaut kurz mal die Polizei vorbei – zu viel Lärm mitten in der Nacht.

August:
Am Hohen Neuendorfer Marie-Curie-Gymnasium heißt es „Schlag den Paul“. Wie Stefan Raab in der ProSieben-Show tritt Paul Aurin (21) in 15 Spielen gegen einen Kandidaten an. Paul gewinnt.
Filippo Smaldino-Stattaus will Bürgermeister im Mühlenbecker Land werden und schmeißt sich dafür auch an die Jugend ran. An der Mönchmühle treten HipHoper aus Berlin auf.

September:
Mehrere Bands aus Oberhavel haben eine CD aufgenommen. 5 Teeth Less aus Zehdenick sind auf dem Hörbuch zu „Deutschboden“ vertreten. Die anderen Kinder aus Hennigsdorf waren im Studio, ebenso wie Jazzica Nabis aus Birkenwerder. Tibration aus Hennigsdorf sind mit „She’s a Freak“ wochenlang in den „Club Rotation“ bei Viva.
Wie erfahren, wie Frauen die Männer kategorisieren: Brad Pitt ist schön, Matthias Schweighöfer süß und Robbie Williams geil.

Oktober:
Die Eurokrise ist das große Herbstthema. Die Jugend in Oberhavel macht sich aber noch keine großen Sorgen. „Geld löst diese Kriese nicht“, sagt einer der Befragten.

November:
Die Occupy-Bewegung ist die Konsequenz aus der Eurokrise. Ein Liebenwalder sagt bei „Willi“, solche Proteste seien in seiner Stadt kaum denkbar – es gebe ja nur zwei Banken dort.
Oberhavel ist immer stärker bei Facebook vertreten – auch der Jugendklub Oase aus Velten. Flyer seien nicht mehr zeitgemäß, sagt Betreuer Martin Bellack.
Arne Lüthke (24) ist der neue Vizeboss in der Musikschule Hennigsdorf. Damit rückt ein „Eigengewächs“ in die Chefetage. Lüthke folgt auf Rolf-Peter Büttner.
Melanie (31) aus Oranienburg tritt beim RTL-„Supertalent“ auf. Sie strippt vor Dieter Bohlen, fällt bei ihm aber durch.

Dezember:
Das Louise-Henriette-Gymnasium wagt ein Experiment. Schülerinnen geben ein Konzert vor Rentnern im Seniorenheim. Das kommt gut an.

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Bundesstraße: einspurig, nicht gepflastert

Mittwoch, den 21. Dezember 2011
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Das Unheil kündigt sich schon im Verkehrsfunk an. Die B96 ist zwischen Löwenberg und Gransee wegen eines Unfalls voll gesperrt. Ortskundige sollen die Strecke weiträumig umfahren. Da bin ich gerade zwischen Nassenheide und Teschendorf unterwegs – mit Ziel Gransee.
Ich bin nicht ortskundig – jedenfalls nicht zwischen Löwenberg und Gransee. Und nun? Umdrehen und nach Hause fahren? Den Kollegen in Gransee anrufen und nach Schleichwegen fragen?
Ich entscheide mich, einfach erst mal weiterzufahren. Vielleicht ist die Sperrung ja schon aufgehoben.

Die Hoffnung schwindet: Schon in Löwenberg kommen mir kaum noch Autos entgegen. Hinter Löwenberg kommt aus Richtung Gransee niemand mehr.
Am Abzweig nach Gutengermendorf kommen lauter Autos von vorn und geben Lichthupe. Da scheint der Unfall zu sein, die Autos kommen alle zurück, weil es dort nicht weitergeht.
Also biege ich ab, nach Gutengermendorf – weil das ja alle machen. Wenn ich Glück habe, habe ich ortskundige Autofahrer vor mir. Oder die, die vor mir fahren. Oder davor.

Wir erreichen in der Kolonne Gutengermendorf. Ich war noch nie in Gutengermendorf. An einer Kreuzung geht es nach links. Da erscheint mir sinnvoll, da wären wir dann wieder parallel der B96.
Die Straße ist schmal. Selten fahren wohl so viele Autos durch Gutengermendorf. Am Ortsausgang wird die Straße einspurig. Kopfsteinpflaster. Und dann gar kein Pflaster mehr. Einspurig. Ein Feldweg.
Die inoffizielle Umleitung der B96 ist ein Feldweg. Dass dort jetzt Auto an Auto fährt, war so wohl nie geplant.
So rollt die Kolonne durchs Feld, und ich mache mir langsam Sorgen. Geht es hier wirklich irgendwo hin? Und was ist, wenn Gegenverkehr kommt? Es ist kein Platz für Gegenverkehr.
Der Weg ist holprig, kurz droht ein Stau auf dem Feldweg. Alle fahren dem Vordermann hinterher, in der Hoffnung, jemand hat einen Plan. Das Auto vor mir kommt jedenfalls nicht aus Oberhavel.

Die Straße wird wieder besser und breiter. Buberow. 30-Zone. Ein Auto steht am Ende der Straße. der Fahrer will nach Gutengermendorf. Bei dem Gegenverkehr wird er aber wohl noch eine Weile da stehen.
Die Kolonne rollt durch Buberow, zurück zur B96. Wir haben unsere Stammstrecke wieder erreicht, holen einmal tief Luft. Und weil das alles so langsam ging, muss mein Hintermann mich erst mal fix überholen. Fast hätte es den nächsten Unfall gegeben.

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Im Atlas: Der Blick in die Zukunft

Montag, den 25. Juli 2011
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Manchmal brauchen Straßenprojekte etwas länger, bis sie Wirklichkeit werden. Einige liegen ewig auf Eis, fallen dem Sparzwang zum Opfer, andere Projekte sind erst nach langem Hin und Her fertig.
Einige Straßenatlanten schaffen jedoch schon überraschende Fakten. Im Travelmag-Reiseatlas 2011/12 sind bereits der Verlauf der B96 in Richtung Norden gekennzeichnet. Immerhin mit dem zusätzlichen Kürzel “i.Pl.” – in Planung.

In Nassenheide zeigt der Atlas eine Strecke, die westlich um den Ort herumführt. Nördlich davon kreuzt die Planungsstrecke die alte B96, bevor sie zwischen Neuendorf und Teschendorf wieder nach links abknickt. Weiter nach Norden, in Höhe Wackerberge, an der Kreuzung nach Grüneberg, kreuzt die im Altas gestrichelte Strecke wieder die alte Bundesstraße. Dann geht es westlich von Löwenberg weiter.
Und auch die Umgehung der B167 ist eingetragen. Diese Umgehung führt von südlich von Löwenberg am Ort vorbei, kreuzt dort die B96. erst östlich von Neulöwenberg schwenkt die B167 wieder auf die alte Trasse.
Und auch um Gransee herum ist eine Umgehung eingetragen, die so ziemlich in den Sternen liegt. Östlich der Stadt führt bis nördlich von Altlüdersdorf wieder auf die alte B96. Eine weitere Umgehung führt im Atlas westlich an Fürstenberg vorbei. Auch östlich von Neubrandenburg soll es eine neue außerörtliche Strecke geben.

Was davon wirklich umgesetzt, ist noch völlig unklar. Am ehesten wird noch die Strecke von Nassenheide nach Löwenberg gebaut, alle weiteren Projekte liegen momentan auf Eis.

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Die Zeigefingerwedler

Donnerstag, den 12. Mai 2011
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So eine rote Ampel kann man ja leicht mal übersehen. In Löwenberg auf der B96 schaltet sich die Linksabbieger-Ampel in Richtung Oranienburg erst später auf Grün als die Geradeaus-Ampel. Einen Autofahrer aus Märkisch-Oderland (MOL) scherte das nicht und fuhr bei Rot drüber. Da half es auch nichts, dass der Motorradfahrer dahinter wie ein Blöder hupte – und danach mit dem Zeigerfinger wedelte.

Ein paar Kilometer weiter. Kurz vor dem Abzweig nach Grüneberg bei Wackerberge überholte eben jener Motoradfahrer eben jenen Wagen aus MOL. Das erlaubte Tempo 80 interessierte den Zweiradler nicht wirklich.
Das Zeigefingerwedeln kam nun aus dem MOL-Auto.
Ich würde mal sagen: unentschieden.

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Im Winterwunderland (4): Ein langer Winter, sagt Phil

Dienstag, den 2. Februar 2010
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(3) -> 12.1.2010

Phil sagt, es wird ein langer Winter.
Nun ja, im Grunde ist es ja nun schon ein langer Winter. Seit Ende Dezember liegt Schnee, und davor Mitte Dezember auch schon mal eine gute Woche lang. Und jetzt gerade, in Potsdam, flockt es auch schon wieder vom Himmel, und der Wind weht.
Phil ist übrigens ein Murmeltier. An jedem 2. Februar wird er in Punxsutawney aus seinem Bau geholt. Sieht er dann seinen Schatten, bleibt es noch winterlich. Heute ist nämlich: MURMELTIERTAG! Vielleicht werde ich mir heute Abend mal wieder “Und täglich grüßt das Murmeltier”, den Film zum Wetterevent, ansehen.

Am Wochenende war Rügen mal wieder eingeschneit, wie überhaupt der ganze Nordosten im Schnee versinkt. Bis vor die Tore Oranienburgs reichten die Schneeverwehungen und entsprechenden Straßensperren.
Der Regionalexpress fuhr am Sonntag deshlab auch nicht bis Stralsund, sondern nur bis Neubrandenburg. Zwar hat die Bahn überall ihre dynamischen Zugzielanzeiger, leider aber können die Dinger diese Änderungen offenbar nicht anzeigen. Ganz stur steht da: Stralsund. Auch im Zug ist wenig darüber zu erfahren, wie denn die Schienensituation im Norden ist. Außer eben: In Neubrandenburg ist Schluss. Nur der Schaffner erzählte im Vorbeigehen, dass der Schnee in Berlin erträglich sei, schon ab Löwenberg würde der Zug durch eine regelrechte Schneeschneise fahren.
Ich hoffe ja, dass es noch eine Weile so bleibt. Man weiß ja auch nicht so genau, auf welche Weltegion sich Phil mit seiner Vorhersage bezieht.
Dann würde ich nämlich am übernächsten Wochenende mal nach Rügen düsen – vorrausgesetzt, es kommt nicht wieder irgend so ein Tief vorbei.