RTelenovela

DJ-Alptraum oder: Somewhere over the Rainbow

Montag, den 13. März 2017
Tags: ,

Familienparty auf dem Dorf. Da liegt es oft am DJ, ob sie ein rauschendes Fest wird, oder doch eher nur so lala. Ob er irgendwie peinlich ist oder zwar körperlich anwesend, sonst aber eher nicht.

Am Sonnabend erlebten wir eher einen DJ-Alptraum. Aber irgendwie war es auch lustig – und hin und wieder fast Comedy.
Die Geburtstagskinder moderieren gerade etwas, der Abend war schon ein wenig fortgeschritten, und am Ende meinten sie, der DJ solle jetzt mal so richtig loslegen. Das nahm sich der DJ sehr zu Herzen und startete eine besonders schmissige Nummer: “Somewhere over the Rainbow” von Israel Kamakawiwo’ole.
Da ging die Post ab.
Hat er aber recht schnell abgewürgt, weil er offenbar gemerkt hat, dass das irgendwie gerade nicht ganz so passend war.

Ganz ruhig saß der junge Mann auf der Bühne rum, neben seinem Mischpult. Einmal versuchte er mit Mühe, ein Gähnen zu unterdrücken, so sehr hat ihm die eigene Playlist gefallen. Gesagt hat er übrigens gar nichts. Ein DJ ist eben Musikabspieler, denkt er.
Treffsicher fegte er die Tanzfläche leer, wenn nach einem Musikkracher mal wieder ein Rohrkrepierer kam. Ein Gefühl dafür, wie man eine Playlist erfolgreich fortsetzt, hatte er scheinbar nicht.

Als wir gegen Mitternacht die Party verließen – die auch trotz DJ ganz okay war -, spielte er noch mal “Somewhere over the Rainbow”. Das ist doch mal eine Abgangsmucke.

RTelenovela

Holprige Heimat

Sonntag, den 12. März 2017
Tags: , , ,

Wer auf den Landesstraßen in der Region unterwegs ist, wird es merken: Wenn der Heimatkreis Oberhavel endlich erreicht ist. Man braucht als Autofahrer dazu gar kein Schild, dass man nun in Oberhavel ist – man merkt es dadurch, dass es plötzlich total ungemütlich wird im Auto.

Zum Beispiel auf der Landesstraße zwischen Linum und Orion. Im Bereich Ostprignitz-Ruppin ist die Straße glatt und breit, alles ist schick. Vielleicht stellen sie in OPR deshalb auch an der Kreisgrenze entsprechende Willkommensschilder auf. In Oberhavel gibt es die nicht, und es wäre auch ein peinliches Willkommen. Denn plötzlich rumpelt und pumpelt es, die Straße ist wellig, schmaler und einfach nur im Eimer.
Warum ist eigentlich für dieselbe Landesstraße im Nachbarkreis Geld da und hierzulande nicht?
Gleiches erlebt man auf der Landesstraße zwischen Flatow und Kuhhorst. Im Oberhavel-Bereich ist die Strecke schmal und voller Schlaglöcher, die immer wieder mehr schlecht als recht geflickt werden. Und kaum erreicht man OPR, steht da nicht nur ein Schild, sondern – aufatmen – die Straße ist in gutem Zustand.
Ähnliche Beispiele gibt es auch an anderen Stellen.
Oberhavel ist eben eine eher holprige Heimat.

aRTikel

Antrittsbesuch in der Flatower Kirche

Freitag, den 3. Juli 2015
Tags: , ,

Nico Vajen ist neuer Pfarrer in acht Gemeinden

MAZ Oranienburg, 3.7.2015

FLATOW
Hier in der Gegend eine Wohnung zu finden – das ist gar nicht so einfach. Nico Vajen und seine Familie sind in Linum gelandet. Montag war der Umzugstag, jetzt richten sie sich langsam ein.
Nico Vajen ist der neue Pfarrer von Flatow. Insgesamt aber ist der 33-Jährige für acht Kirchengemeinden zuständig. Zu seinem Gebiet gehören auch Linum, Tietzow, Hakenberg-Tarmow, Karwesee, Dechtow, Betzin und Brunne. In den nächsten Wochen will er seinen Wirkungsbereich näher kennenlernen. „Das ist hier meine erste Herausforderung.“ Gestern ist er in der Flatower Kirche schon mal von Karlheinz Sandow vom Gemeindekirchenrat begrüßt worden. „Wir freuen uns, dass wir wieder einen Pfarrer haben“, sagte er.

Der neue Pfarrer stammt aus Scheeßel in Niedersachsen – der Ort ist durch das jährliche Hurricane-Festival bekannt. „Mit 15 war ich das erste Mal dort“, erzählt Nico Vajen. Nach der Schule absolvierte er zunächst eine kaufmännische Ausbildung. „Aber ich habe gemerkt, das ist nichts, was ich machen möchte.“ Nebenbei half er schon bei der Jugendarbeit in seiner Gemeinde. „Das interessierte mich, und ich wollte was Sinnvolles machen.“ Der Pfarrer sprach ihn an, wenig später begann Nico Vajen ein Theologiestudium. In dieser Zeit war er auch ein halbes Jahr in Indonesien sowie auch in England. Zuletzt war er Pfarrer in Bremervörde in Niedersachsen.

Da seine Schwiegereltern in Berlin wohnen – seine Frau stammt aus der Hauptstadt –, hat er sich bei der hiesigen Landeskirche beworben. Die entsandte ihn in den Bereich um Flatow und Linum. Dort hat er zunächst eine zweijährige Probezeit. „Wir sind froh, dass wir in einem der Dörfer leben können, in dem ich arbeite.“ Auch in Kremmen und Fehrbellin hatte sich die Familie, dazu gehören eine dreijährige Tochter und ein einjähriger Sohn, nach Wohnraum erkundigt.

Als seine Aufgabe sieht er es, die Menschen, die zu ihm kommen, in ihrem Glauben zu stärken. Aber er möchte auch zu denen Kontakt aufnehmen, die nicht oder nicht mehr in der Kirche sind. „Am Anfang werde ich sehr viele Besuche machen“, kündigt er an. Auch wünscht er sich, dass die Kirchen in den Dörfern Orte sind und bleiben, wo sich die Menschen treffen. „Da sollten wir für vieles offen sein“, sagt Nico Vajen.

In seiner Freizeit liest er viel und unternimmt etwas mit seiner Familie. Auch liebt er den Fußball – er ist Anhänger von Werder Bremen.

Ein paar Wochen der Eingewöhnung werden wohl noch folgen, schätzt er. „Aber wir sind bisher sehr herzlich aufgenommen worden“, so Nico Vajen.
Am kommenden Sonntag findet um 14 Uhr in Linum der Begrüßungsgottesdienst statt.

aRTikel

Kranichrekord im Rhinluch

Freitag, den 10. Oktober 2014
Tags: , , ,

Abends ist der Himmel schwarz. Die Tiere werden wohl noch eine Weile in der der Region bleiben.

MAZ Oranienburg, 10.10.2014

LINUMHORST
In der Nacht zu gestern war es besonders laut auf den Wiesen hinter Linumhorst. Kein Wunder: Im Rhinluch rasten momentan 117.550 Kraniche. Das jedenfalls ergaben Zählungen des Kremmener Landschaftsfördervereins Oberes Rhinluch. Eine besonders hohe Anzahl an Vögeln – ein einsamer Rekord. Schon als im vergangenen Jahr die 100.000er-Marke knapp erreicht worden war, galt das als Rekord.

„Was uns auffällt, ist, dass am Abend die Flugketten der Kraniche deutlich größer sind als früher“, sagt der in Linumhorst lebende Norbert Weißbach. „Die Formationen sind wesentlich breiter als sonst.“ Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Kraniche im Rhinluch, einem Gebiet zwischen Flatow, Linumhorst und Linum, um das Vierfache an. Wird noch das angrenzende Havelluch hinzugezählt, befinden sich sogar mehr als 130.000 Kraniche in der Region. Hinzu kommen zehntausende Gänse.

„In diesem Jahr ist alles ganz anders“, sagt Ekkehard Hinke. Der Hennigsdorfer ist seit vielen Jahren der Rastplatzbetreuer. Normalerweise geht die Zahl der Kraniche Mitte Oktober noch mal zurück, dann kommt eine zweite Welle. „Diesmal scheinen beide Wellen zusammen hier angekommen zu sein“, so Ekkehard Hinke. Die Wetterbedingungen für die Kraniche sind nach Ansicht des Rastplatzbetreuers besonders günstig. „Die wollen jetzt erst mal nicht weiterziehen. Wir müssen uns wohl noch eine Weile mit ihnen beschäftigen“, sagt er voraus. Dazu ist es noch zu warm und zu sonnig. „Der Absturz kommt erst, wenn Nordwest-Winde einsetzen. Dann könnte es sein, dass sie weiterziehen.“
Er glaubt, dass der Höhepunkt der Welle am kommenden Wochenende stattfindet. Jeden Dienstagmorgen ist Hinke mit einem Team von etwa 30 Leuten unterwegs, um die Vögel zu zählen. „Dazu umstellen wir das Rhinluch weiträumig“, erzählt er. „Wir zählen morgens, wenn die Kraniche ausfliegen. Abends ist das nicht möglich“, erklärt er weiter. „Man merkt beim abendlichen Einfliegen der Tiere, dass es mehr sind als sonst“, sagt Ekkehard Hinke. „Der Himmel ist schwarz.“

Aber nicht nur die Kraniche bevölkern die Region – auch die Menschen. „Vor allem am Wochenende sind hier viele Leute unterwegs“, sagt Gudrun Grimm aus Linumhorst. Während im 50-Seelen-Dorf sonst Ruhe herrscht, ist in diesen Tagen viel mehr los. „Am 3. Oktober, dem Feiertag, war das Maximum erreicht“, ergänzt Norbert Weißbach. „Wir haben schon viele Leute von den Feldern geholt“, erzählt Rastplatzbetreuer Ekkehard Hinke. Die Touristen wollen Nahaufnahmen von den Vögeln. „Damit werden sie aber aufgeschreckt.“ 100 Leute seien vernünftig, einer benehme sich daneben, so Hinke weiter. Vier bis fünf Leute sind im Rhinluchgebiet permanent unterwegs, um die Vögel und die Menschen zu beobachten, Schilder aufzustellen und Absperrbänder zu ziehen.

Ekkehard Hinke hofft unterdessen, dass es nicht sehr viel mehr Kraniche werden. „Wo es zu viele Tiere und Touristen gibt, herrscht auch größere Unruhe.“

Regeln für das Rastgebiet
Für Besucher des Rhinluches gelten bei der Kranichschau Regeln, die der Kremmener Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch veröffentlichte.
Gäste sollten möglichst an einer organisierten Führung teilnehmen. Vor allem die markierten Wege und Aussichtspunkte sollen genutzt sowie Wegesperrungen und aktuelle Hinweise beachtet werden. Für Hunde gilt absoluter Leinenzwang. Büsche und Hecken können entlang der Wege als Deckung genutzt werden.
Fotografen sollten ihr Blitzlicht ausschalten. Gäste werden außerdem gebeten, abends mit Taschenlampen nicht nach oben zu leuchten.
Mehr Infos gibt es im Internet unter www.oberes-rhinluch.de.

RTelenovela

Stau auf der A24, aber eigentlich ist nichts los

Donnerstag, den 21. August 2014
Tags: , , , , ,

Wer am Sonntag aus Richtung Norden nach Berlin möchte, erlebt die Autobahnhölle. Dichter Verkehr auf der A 19, Staus auf der A 24. Tag im Eimer.
Das wollte ich umgehen. Deshalb musste ich mich entscheiden: Entweder verbringe ich den Tag bis zum Abend in und um Bützow in Mecklenburg-Vorpommern, wo ich wegen einer Hochzeit war. Oder ich machte mich bereits am Morgen auf den Weg. Ich entschied mich für Ersteres.

Wichtigster Begleiter auf der Fahrt nach Hause ist der Verkehrsfunk im Radio. Die Ostseewelle hatte allerdings noch nichts zu melden. Freie Fahrt, und tatsächlich war die A19 noch relativ frei.
Ich erreichte das Dreieck Wittstock und die A24 und schon nahm der Verkehr schlagartig zu. Mehr als Tempo 80 war nicht mehr drin. Was da wohl noch kommen mag? Verkehrsfunk auf radioeins: Nichts. Nur ein liegengebliebener Lkw.

Erster Stillstand bei Neuruppin. Direkt hinter der Abfahrt. Ursprünglich war Plan B, dass ich die Autobahn verlasse, wenn der Verkehrsfunk Stau meldet. Von Neuruppin aus wäre das kein Problem gewesen.
Zum Glück löste sich der Knoten noch mal. Aber ab Linum wurde es dann richtig zähflüssig. Und dann: Totaler Stillstand in Höhe Flatow, kurz vor der Abfahrt Kremmen.

Und der Verkehrsfunk? Still ruht der See, ein Stau irgendwo in Berlin. Dabei war das komplette Dreieck Havelland dicht. Die Überfahrt von der A10 zur A24 war ein einziger Stillstand, und in der Gegenrichtung ebenfalls.
Wozu haben wir die moderne Überwachungstechnik, wenn selbst schon stattfindende Staus nicht weitergegeben werden können? Warum meldet die Polizei stattdessen offenbar den Zustand von vor einer Stunde? Wieso ist das System so lahmarschig?

RTelenovela

Wann wird’s mal wieder richtig Winter?

Mittwoch, den 9. Oktober 2013
Tags: , , , ,

Im Rhinluch drängeln sich die Kraniche. Am Dienstag sind rund um die Linumer Teiche mehr als 90.000 Vögel gezählt worden. So viele und auch so früh: Das gab es noch nie!
Aber was sagt uns das? Steht der Winter schon unmittelbar bevor? Flüchten die Kraniche vor einem frühen und vor allem strengen Winter? Spüren die Vögel etwas, was die Meteorologen nicht mal erahnen?

Es kann aber auch Zufall sein. Als Anfang März 2013 in Kremmen der erste Storch auftauchte, da atmeten wir alle auf und riefen den Frühling aus. Nur wenige tage später erlebten wir einen weiteren Wintereinbruch mit drei Wochen Schnee. Auch Vögel können sich irren.

Aber es schadet ja trotzdem nicht, langsam mal nach den Winterreifen für das Auto zu schauen. Und passen eigentlich die Winterklamotten noch? Was ist mit den Schuhen vom letzten Jahr? Aber vielleicht haben wir ja Glück, und der Winter lässt noch auf sich warten. Obwohl: Ich mag ja Schnee.

RTelenovela

Auf der Kutsche reisen wie 1830

Sonntag, den 23. Juni 2013
Tags: , , , , , ,

Ein Ruck, und Theimen und Qanter laufen los, ziehen uns vom Hof des Alten Dorfkruges in Staffelde. Theimen und Qander sind Pferde, acht Jahre alt, sie ziehen die gelbe Postkutsche, die uns über Flatow, Kuhhorst nach Linum und wieder zurück bringen wird.
Es ist ein bisschen wie im Jahre 1830. Damals brachte Neuentwicklungen ein bisschen mehr Luxus: Aus unbefestigten Straßen wurden glatte Chausseen, die Postkutschen hatten erstmals Federn, die Menschen gelangten ein wenig schneller von A nach B.

Eine Fahrt mit der Hamburger Postkutsche ist die Wiederentdeckung der Langsamkeit. Der Weg von Staffelde nach Kuhhorst dauert nicht zehn Minuten, wie mit dem Auto. Eine gute Stunde muss der Mitfahrer in der Kutsche schon einplanen. Dafür hat er Zeit, sich die Felder und Wiesen im Luch anzusehen, neben dem Getrappel der Pferde die Stille und die Natur zu genießen.
Vom Alten Dorfkrug aus starten die Touren mit dem gelben Pferdewagen, ein neues touristisches Angebot in der Region. Das Gespann ist ein Nachbau einer Kutsche, wie sie ab 1830 unterwegs waren. Von auf dem Wagen sitzen der Kutscher und sein Beifahrer, hinter ihm ist Platz für zwei weitere Mitfahrer, auf dem hinteren Teil haben fünf Leute Platz, im Innenraum können sechs Leute mitfahren.

Wir rollen an den Spargelfeldern bei Flatow vorbei, immer wieder überholen uns andere Autos. Viele Leute winken, wenn sie überholen. Auch Menschen, die an der Straße sehen und die große Kutsche beobachten, winken. Ein echtes Phänomen, das wir auch von Schiffstouren kennen oder von Oldtimerrallyes. Besonderen Fahrzeugen winkt man, das scheint eine unausgesprochene Regel zu sein.
In Flatow halten wir die rot-weiße Kelle nach links, unseren Blinker. Die Kelle zeigt an, dass nun bitte niemand links überholt.
Theimen und Qanter müssen kräftig ziehen, als wir den Berg zur Brücke über die Autobahn hochrollen – Richtung Luch. Die Landesstraße 17, die Strecke zum Karolinenhof, ist inzwischen geflickt, jedenfalls die gröbsten Schlaglöcher. Für alle hat es leider nicht gereicht. An der Kreisgrenze zwischen Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin ließ OPR ein Begrüßungsschild aufstellen. Das wäre nicht nötig gewesen, dass wir Oberhavel verlassen, merken wir daran, dass die Straßenqualität schlagartig besser wird.

Auf dem Ökohof in Kuhhorst sehen wir uns die Schweine- und Kuhställe an. Im Hofladen können wir von den selbsthergestellten Produkten kosten: Leberwurst, Käse und vieles mehr. Die Pferde können sich in der Zeit ausruhen.

Zwischen Kuhhorst und Linum müssen wir einen Moment anhalten. Das Luch bietet nicht nur Ruhe, sondern auch viele Fliegen, Mücken und Bremsen. Sie bevölkern vor allem Theimen und Qanter, die erst mal vom Schwarm befreit werden müssen.
Die Straßen im Luch sind schmal. Begegnet uns ein Auto müssen wir bis auf den Randstreifen fahren.
Die Sonne scheint, von oben haben wir einen herrlichen Blick auf die Felder. zwischendurch cremen wir uns ein – ein Sonnenbrand muss ja nicht sein. Wir werden trotzdem einen bekommen.

Wir erreichen Linum. Durch Linum führte einst die alte Poststraße zwischen Berlin und Hamburg, bevor es die Chaussee, die heutige B5, gab.
Die Pferde haben nun fast vier Stunden Zeit, sich auszurugen. Das ist auch nötig. “Sie sind an der Grenze”, sagt der Kutscher. Bei brüllender Hitze, wie vor einigen Tagen, hätten wir nicht fahren können. 15 Grad, die wären ideal.

Im “Kleinen Haus” von Frank Buthmann gibt’s nicht nur was Leckeres zu Essen, sondern auch alte Bekannte. Wir treffen meinen Kollegen Dietmar Ringel, der mit seiner Ruppiner Genießertour ebenfalls unterwegs ist und in Linum einen Zwischenstopp einlegt.
Vom kleinen Linumer Hafen aus fahren wir mit einem solarbetriebenen Boot den Amtmannkanal bis zum Alten Rhin entlang. Im Teichgebiet herrscht die pure Natur. Wir fahren durch eine Schilfschneise, ab und zu sind die Teiche dahinter zu sehen, auch die Schwäne, die sich dort aufhalten.

Es ist inzwischen später Nachmittag, als wir wieder in Richtung Staffelde aufbrechen. Das Linumer Kopfsteinpflaster ist glatt, es macht den Pferden ein wenig zu schaffen. Etwas mehr als eine Stunde benötigen wir für die Heimfahrt. In Flatow treffen wir auf viele winkende Menschen.
Die Kutschreise im Jahr 2013 hat, vermutlich im Gegensatz zu 1830, viel Entspannendes. Es ist ein ganz kleines Stück Urlaub. Das war vor fast 185 Jahren sicherlich anders.