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Wann wird’s mal wieder richtig Winter?

Mittwoch, den 9. Oktober 2013
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Im Rhinluch drängeln sich die Kraniche. Am Dienstag sind rund um die Linumer Teiche mehr als 90.000 Vögel gezählt worden. So viele und auch so früh: Das gab es noch nie!
Aber was sagt uns das? Steht der Winter schon unmittelbar bevor? Flüchten die Kraniche vor einem frühen und vor allem strengen Winter? Spüren die Vögel etwas, was die Meteorologen nicht mal erahnen?

Es kann aber auch Zufall sein. Als Anfang März 2013 in Kremmen der erste Storch auftauchte, da atmeten wir alle auf und riefen den Frühling aus. Nur wenige tage später erlebten wir einen weiteren Wintereinbruch mit drei Wochen Schnee. Auch Vögel können sich irren.

Aber es schadet ja trotzdem nicht, langsam mal nach den Winterreifen für das Auto zu schauen. Und passen eigentlich die Winterklamotten noch? Was ist mit den Schuhen vom letzten Jahr? Aber vielleicht haben wir ja Glück, und der Winter lässt noch auf sich warten. Obwohl: Ich mag ja Schnee.

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Auf der Kutsche reisen wie 1830

Sonntag, den 23. Juni 2013
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Ein Ruck, und Theimen und Qanter laufen los, ziehen uns vom Hof des Alten Dorfkruges in Staffelde. Theimen und Qander sind Pferde, acht Jahre alt, sie ziehen die gelbe Postkutsche, die uns über Flatow, Kuhhorst nach Linum und wieder zurück bringen wird.
Es ist ein bisschen wie im Jahre 1830. Damals brachte Neuentwicklungen ein bisschen mehr Luxus: Aus unbefestigten Straßen wurden glatte Chausseen, die Postkutschen hatten erstmals Federn, die Menschen gelangten ein wenig schneller von A nach B.

Eine Fahrt mit der Hamburger Postkutsche ist die Wiederentdeckung der Langsamkeit. Der Weg von Staffelde nach Kuhhorst dauert nicht zehn Minuten, wie mit dem Auto. Eine gute Stunde muss der Mitfahrer in der Kutsche schon einplanen. Dafür hat er Zeit, sich die Felder und Wiesen im Luch anzusehen, neben dem Getrappel der Pferde die Stille und die Natur zu genießen.
Vom Alten Dorfkrug aus starten die Touren mit dem gelben Pferdewagen, ein neues touristisches Angebot in der Region. Das Gespann ist ein Nachbau einer Kutsche, wie sie ab 1830 unterwegs waren. Von auf dem Wagen sitzen der Kutscher und sein Beifahrer, hinter ihm ist Platz für zwei weitere Mitfahrer, auf dem hinteren Teil haben fünf Leute Platz, im Innenraum können sechs Leute mitfahren.

Wir rollen an den Spargelfeldern bei Flatow vorbei, immer wieder überholen uns andere Autos. Viele Leute winken, wenn sie überholen. Auch Menschen, die an der Straße sehen und die große Kutsche beobachten, winken. Ein echtes Phänomen, das wir auch von Schiffstouren kennen oder von Oldtimerrallyes. Besonderen Fahrzeugen winkt man, das scheint eine unausgesprochene Regel zu sein.
In Flatow halten wir die rot-weiße Kelle nach links, unseren Blinker. Die Kelle zeigt an, dass nun bitte niemand links überholt.
Theimen und Qanter müssen kräftig ziehen, als wir den Berg zur Brücke über die Autobahn hochrollen – Richtung Luch. Die Landesstraße 17, die Strecke zum Karolinenhof, ist inzwischen geflickt, jedenfalls die gröbsten Schlaglöcher. Für alle hat es leider nicht gereicht. An der Kreisgrenze zwischen Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin ließ OPR ein Begrüßungsschild aufstellen. Das wäre nicht nötig gewesen, dass wir Oberhavel verlassen, merken wir daran, dass die Straßenqualität schlagartig besser wird.

Auf dem Ökohof in Kuhhorst sehen wir uns die Schweine- und Kuhställe an. Im Hofladen können wir von den selbsthergestellten Produkten kosten: Leberwurst, Käse und vieles mehr. Die Pferde können sich in der Zeit ausruhen.

Zwischen Kuhhorst und Linum müssen wir einen Moment anhalten. Das Luch bietet nicht nur Ruhe, sondern auch viele Fliegen, Mücken und Bremsen. Sie bevölkern vor allem Theimen und Qanter, die erst mal vom Schwarm befreit werden müssen.
Die Straßen im Luch sind schmal. Begegnet uns ein Auto müssen wir bis auf den Randstreifen fahren.
Die Sonne scheint, von oben haben wir einen herrlichen Blick auf die Felder. zwischendurch cremen wir uns ein – ein Sonnenbrand muss ja nicht sein. Wir werden trotzdem einen bekommen.

Wir erreichen Linum. Durch Linum führte einst die alte Poststraße zwischen Berlin und Hamburg, bevor es die Chaussee, die heutige B5, gab.
Die Pferde haben nun fast vier Stunden Zeit, sich auszurugen. Das ist auch nötig. “Sie sind an der Grenze”, sagt der Kutscher. Bei brüllender Hitze, wie vor einigen Tagen, hätten wir nicht fahren können. 15 Grad, die wären ideal.

Im “Kleinen Haus” von Frank Buthmann gibt’s nicht nur was Leckeres zu Essen, sondern auch alte Bekannte. Wir treffen meinen Kollegen Dietmar Ringel, der mit seiner Ruppiner Genießertour ebenfalls unterwegs ist und in Linum einen Zwischenstopp einlegt.
Vom kleinen Linumer Hafen aus fahren wir mit einem solarbetriebenen Boot den Amtmannkanal bis zum Alten Rhin entlang. Im Teichgebiet herrscht die pure Natur. Wir fahren durch eine Schilfschneise, ab und zu sind die Teiche dahinter zu sehen, auch die Schwäne, die sich dort aufhalten.

Es ist inzwischen später Nachmittag, als wir wieder in Richtung Staffelde aufbrechen. Das Linumer Kopfsteinpflaster ist glatt, es macht den Pferden ein wenig zu schaffen. Etwas mehr als eine Stunde benötigen wir für die Heimfahrt. In Flatow treffen wir auf viele winkende Menschen.
Die Kutschreise im Jahr 2013 hat, vermutlich im Gegensatz zu 1830, viel Entspannendes. Es ist ein ganz kleines Stück Urlaub. Das war vor fast 185 Jahren sicherlich anders.

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Kranichtour 2012

Montag, den 15. Oktober 2012
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2009 -> 26.10.2009

Die Rhinluch-Region ist von Ende September an bis in den November hinein im Ausnahmezustand. Tausende Touristen kommen jeden Tag dorthin, um sich am späten Nachmittag das Vogelspektakel anzusehen.
2010 und 2011 habe ich mit der Kranichtour ausgesetzt. Ich war der Meinung, schon alles gesehen zu haben. Gleichzeitig waren wir nie wirklich am Ort des Geschehens. Das sollte diesmal anders werden, erstmals nahm ich an einer geführten Tour teil.
Der in Fehrbellin lebende Journalist Dietmar Ringel, er ist Moderator beim rbb-Inforadio, macht seine zweite Kranichtour. „In Linum ist es für die Beobachter inzwischen recht eng“, erzählt er. Er führt seine Gäste noch bis 10. November an diversen Tagen durchs Luch.

Wir treffen uns in Linum, wo die Lage um kurz vor 14 Uhr noch relativ ruhig ist. Wir fahren zunächst zum Karolinenhof, unweit von Kuhhorst. An diesem Sonnabendnachmittag ist dort noch wenig von den Kranichen zu spüren. Ganz weit, in der Ferne, abseits der Ziegenställe, ist das Gekreische zu hören. Man muss leise sein und lauschen.
Wir kosten vom Ziegenkäse. Er schmeckt ein wenig schärfer, leicht bitterer als Käse von der Kuhmilch. Aber durchaus lecker. Den Hof gibt es seit 20 Jahren, dort leben 100 Ziegen, die morgens und abends gemolken werden. 20 Sorten Ziegenkäse entstehen daraus, und es gibt auf dem Hof tatsächlich nur Milch-Produkte, die auch von dort stammen.

Wir fahren weiter auf den Ökohof nach Kuhhorst. Dort gibt es einen großen Schweinestall. Ganz vorne treffen wir auf Piet, ein großes, stattliches Schwein. Er sorgte bislang für den Nachwuchs in Kuhhorst. Doch das ist vorbei, Piet weiß noch nicht, dass er bald geschlachtet wird. Ricardo, der auf dem Hof arbeitet, führt uns herum. Er kennt jedes der Schweine mit Namen. In einer der Boxen liegen die Neugeborenen, und der Anblick ist einfach nur goldig.
Im Hofladen gibt es, wie auch nebenan auf dem Karolinenhof, viele Produkte aus heimischer Herstellung. Ich kaufe eine Packung Nudeln made in Kuhhorst.

Die Straße zwischen Kuhhorst und Linum füllt sich. Am Rand stehen Menschentrauben. Alle blicken aufs Feld, wo die Kraniche stehen. Es ist eng und ziemlich gefährlich an der Strecke. Hier und da stehen schon ein paar Schilder, es ist nur Tempo 60 erlaubt.
Die Kraniche verbringen dort, auf dem Feld, ihren Tag.

Weiter zurück nach Linum. In der Naturschutzstation schaut der kleine Jonathan gebannt auf den Fernseher, auf dem ein Film über Kraniche zu sehen ist. Seine Mutter bekommt ihn nur schwer davon weg. „Wir wollen doch die echten Kraniche sehen“, sagt sie ihm, aber er murrt. Nur mit Mühe kann er sich losreißen.
Nebenan stehen mehere lebensgroße Modelle von Kranichen. Es sind die größten Vögel, die in der Region gesichtet werden können, sie werden um die 1,30 Meter groß.

Schräg gegenüber von der Station liegt Rixmanns Hof. „Jetzt, im Oktober, haben wir Hochsaision“, erzählt Sabine Schwalm, die hinter dem kleinen Verkaufstisch steht. „Die meisten Besucher kommen wegen der Kraniche, aber viele auch gezielt zu uns.“
Auf dem Hof liegen riesige Kürbisse, und das erste, was die Leute oft sagen, wenn sie das Gelände betreten, ist: „Wow!“ In vielen Kisten liegen die riesigen, runden Früchte, die man ohne Weiteres gar nicht wegtragen könnte.

Auch im „Kleinen Haus“ in Linum herrscht Hochbetrieb. Gastwirt Frank Buthmann ist von morgens bis abends in seinem Lokal. „Wir sind erst nachts um elf wieder draußen“, erzählt er, während er die nächste Speise zubereitet. Jetzt, während der Kranichzeit, macht er seinen Hauptumsatz. Man muss vorbestellen, wenn man sich sicher sein will, auch einen Platz zu bekommen.
Wir kosten vom Rote-Beete-Apfel-Saft. Als ich einigen Freunden davon erzählt habe, habe ich mitleidige Blicke bekommen, dabei schmeckt der Saft recht gut – auch wenn man davon nicht unbedingt zwei Gläser trinken muss.
Buthmann verarbeitet in seinem Lokal ebenfalls vorwiegend Produkte aus der Region. Die geschmorte Hackse stammt vom Havelland-Rind aus Hakenberg, dazu gab’s Kürbis-Mangold und Kartoffeln. Wäre ich zu Hause gewesen, hätte ich den Teller abgeleckt. Aber ich konnte mich gerade noch beherrschen.

Wieder draußen, an der Linumer Hauptstraße. Ganz plötzlich, ohne Vorwarnung, geht es los. Es ist 17.25 Uhr. Am Himmel über Linum taucht der erste Kranichschwarm auf. Mit ihm das typische Gekreische der Tiere.
Die Leute schauen nach oben, bleiben stehen. Es ist ein magischer Moment. Jeden Nachmittag geht das so. Die Sonne bewegt sich langsam zum Horizont, das kleine Dorf im Luch füllt sich, die Hauptstraße ist voller Autos.
Wie auf ein geheimes Kommando scheinen sich die Kraniche von ihren Tagesrastplätzen rund um Linum aufzumachen. Von einer Minute zur nächsten beginnt das Gekreische am Himmel.

Norbert Weißbach und Gudrun Grimm kennen das. Sie betreiben seit 15 Jahren einen Hof in Linumhorst. Er liegt nur wenige hundert Meter vom Schlafplatz der Vögel entfernt. Wir dürfen dorthin, das geht nur auf dieser geführten Tour.
Die Kraniche fliegen direkt über den Hof der Linumhorster. „Wir warten schon drauf“, erzählt Gudrun Grimm. „Wenn die Kraniche kommen, dann ist klar: Es ist Herbst.“ Für die das Paar schon Normalität.
Unsere Gruppe darf auf das Privatgelände kommen, um den Einzug der Kraniche zu beobachten. „Die Tiere sind sehr empfindlich“, sagt Norbert Weißbach. „Wenn wir hier nicht auf unserem Feld stehen, dann kommen sie auch schon mal auf unsere Wiesen.“
Es fliegen mehr und mehr Kraniche ein, immer tiefer schweben sie majestätisch über den Hof hinweg.
Je dunkler es wird, desto tiefer fliegen sie. Wir stehen auf einer großen Wiese, die den Linumhorstern gehört. Da hinten, hinter den Bäumen, ist der große Schlafplatz der Kraniche. Sie übernachten in einem flachen Gewässer. Dort müssen sie nämlich nicht fürchten, von Menschen oder Raubtieren belästigt zu werden. Wir sehen das Spektakel aus der Ferne. Es ist ein unfassbares Geschnatter, ein Gekreische, wie in einem Fußballstadion.
In einigen Schwärmen ist ein hohes Piepsen zu hören. Es kommt von den Jungtieren, erzählt Norbert Weißbach.
Das Gewimmel wird immer lauter. Laut der letzten Zählung vor gut einer Woche sind etwas mehr als 25.000 Kraniche in der Region, inzwischen werden es sicherlich mehr sein, der Höhepunkt könnte am kommenden Wochenende sein.
In der Ferne sehen wir lauter schwarze Punkte. Dann geht ein riesiger Schwarm wieder in die Luft. Der Schlafplatz scheint voll zu sein. Die ersten Kraniche weichen auf die Wiese davor aus. Sie kommen näher.
Und wir ziehen uns dezent zurück.

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Mitreden – Der Brunchtalk (1)

Dienstag, den 17. Januar 2012
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Die erste Ausgabe von “Mitreden – Der Brunchtalk” ist Geschichte, und ich wage zu behaupten, dass sie gelungen ist.

Die “Tiefste Provinz” in Kremmen war schon am Tag davor ausverkauft. Als ich gut 50 Minuten vor Beginn dort war, schien ich einer der Letzten gewesen zu sein. Obwohl erst für 10.30 Uhr angekündigt, muss das Brunchbüfett schon ab 10 Uhr gestürmt worden sein.
Wir haben unterdessen noch mal unseren Auftritt durchgesprochen. Unser großes Ziel war, diese Talkshow, die es ja vor einigen Jahren schon mal gab, aufzulockern. Dazu gehörte nicht nur der Brunch, sondern auch, dass es rund um den Talk mehr Aktionen gab.
So riefen wir anfangs nicht gleich die Gäste auf die Bühne. Wir plauderten über den Brunchtalk, über Herrn Wulff und gute Vorsätze. Es sollte eine Art kleiner Stand up werden. Das hat ganz gut funktioniert.

Auch der Rest. Unsere Gäste waren allesamt locker. Rainer Grieger, der Chef der Oranienburger Polizeischule erzählte von seinen Flugkünsten, und das extrem unterhaltsam. Der Koch Frank Buthmann aus Linum war durch seine Kocheinlagen sowieso ein abwechslungsreicher Gast. Auch der Schauspieler Jürgen Heinrich präsentierte sich auf hochsympathische Art und Weise. Ganz ohne Gage reiste er nach Kremmen und schien ehrlich begeistert von der Location gewesen zu sein. Er berichtete über seine erste Liebe, aus der leider nichts geworden ist.

Interessanterweise war ich direkt vor der Talkshow nicht sehr aufgeregt. Das lag vielleicht daran, dass mir der Ort ja schon recht vertraut war. Oder auch daran, dass der Talk recht zwanglos begann und ich gar keine Zeit für Lampenfieber hatte.
Dass der Talk an vielen Stellen anders verlief, als wir uns das vorher überlegt haben, dass die von uns erdachten Aktionen oftmals spontan hin- und hergeschoben wurden – das hat garantiert niemand bemerkt. Aber es hat Spaß gemacht, sich mit meinem Kollegen Dietmar Ringel die Bälle zuzuwerfen. Zu sehen, dass sich das Publikum unterhalten fühlt. Und überhaupt auch selbst diese Talkshow zu verfolgen. Andererseits ist man mit den Gedanken immer beim Ablauf der Show. Und was wollte ich Jürgen Heinrich noch alles fragen?

Danke an alle, die da waren. Danke an alle, die beim Brunch geholfen haben. Danke an Andreas Dalibor, der sich um alles kümmert. Danke an die Gäste. Und danke an Dietmar.
Der Spaß geht weiter: Am 1. April kommt Entertainer Achim Mentzel zu uns ins Kremmener Theater. Und das ist kein Aprilscherz!

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Mitreden – Der Countdown

Donnerstag, den 5. Januar 2012
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Heute mal wieder Werbung in eigener Sache. Wie schon mal erwähnt, steht demnächst eine Premiere an. Erstmals moderiere ich gemeinsam mit Inforadio-Moderator Dietmar Ringel die Talkshow “Mitreden”. Einen Termin gibt es inzwischen auch: Los geht es am Sonntag, 15. Januar 2012, um 11 Uhr in der “Tiefsten Provinz” im Kremmener Scheunenviertel.

Schon um 10.30 Uhr werden die Tore geöffnet, dann gibt es nämlich einen Brunch. “Mitreden” ist ein Brunchtalk.
Zu Gast sind der Schauspieler Jürgen Heinrich (”Wolffs Revier”), Rainer Grieger, der Präsident der Oranienburger Polizei-Fachhochschule, sowie Frank Buthmann, der Geschäftsführer und Koch im “Kleinen Haus” in Linum. Dazu gibt’s natürlich auch Live-Musik.

Nun trafen wir uns zur zweiten “Redaktionssitzung” und planten die Sause ein bisschen durch. Natürlich will ich nicht zu viel verraten, aber diese Show wird nicht nur eine Gesprächsrunde sein, ein bisschen Action wird es ebenfalls geben. Und wenn alles so läuft, wie wir uns das denken, dann könnte das ganz unterhaltsam werden.
Am 1. April geht es weiter, und auf den Gast, der da kommt, auf den freue ich mich schon ganz besonders. Wer das ist, das verraten wir am 15. Januar in Kremmen!

Der Eintritt kostet – inklusive Brunch 15 Euro. Wer das sehen will, gebe mir ein Zeichen.

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Skat spielen ist ein Hobby fürs Leben

Dienstag, den 20. Dezember 2011
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Freizeit: Die Liebe zu den Karten kommt als Jugendlicher / Turnier in Ludwigsaue

MAZ Oranienburg, 20.12.2011

Reiner und Silvia Klaas vom Heimatverein Ludwigsaue luden zum Weihnachtspreisskat ein. Das Spiel gilt als anspruchsvoller als Rommé und Co.

LUDWIGSAUE
Gut Blatt! Das ist nicht nur der übliche Gruß, sondern auch der Wunsch eines jeden Skatspielers. Nicht immer geht er jedoch in Erfüllung. Reiner Klaas kann sich noch gut an sein erstes Mal erinnern: „Als ich vor 40 Jahren das erste Mal in meinem Fußballverein an einem Skatturnier teilgenommen habe, wurde ich Letzter“, erzählt er und lächelt. „Ich habe damals nur Schnürsenkel gewonnen.“ Trotzdem ist für den Vorsitzenden des Ludwigs-auer Heimatvereins das Skatspiel zum großen Hobby geworden. „Denn es hat riesen Spaß gemacht.“

Am Sonntag luden er und seine Frau Silvia zum großen Weihnachtspreisskat-Turnier in den Beetzer Ortsteil. Für einen Zehner konnten alle mitmachten – 14 sind gekommen.
Einer der Teilnehmer ist Jörg Schildroth. Der Sommerfelder bezeichnet sich als professionellen Skatspieler. „Ich mache das seit mehr als 40 Jahren“, erzählt er. Was das Tolle am Skat ist? „Beim Skat muss man immer überlegen“, sagt er. „Rommé hat zum Beispiel mehr mit Glück zu tun“, ergänzt er. Beim Skat müssten die Mitspieler während der Partie permanent mitrechnen. „Sowohl bei den eigenen Punkten als auch bei den der anderen“, so Schildroth. Spaß mache ihm besonders das Reizen, wenn es darum geht, das Spiel in Gang zu bringen. „Dabei kann man natürlich auch auf die Fresse fallen“, sagt er und grinst. „So wie ich heute.“ Es läuft in dem Turnier nicht so besonders gut für ihn. Am Tag davor, in Beetz, belegte er noch den 1. Platz.

Skat scheint ein Männersport zu sein, denn Petra Freier aus Linum ist die einzige Frau beim Kartenspieltag in Ludwigsaue. „Zu Hause sind wir nur zu zweit, da können wir keinen Skat spielen“, sagt sie. Früher, als der Sohn noch bei ihnen lebte, da sei das anders gewesen. Rommé spiele sie auch gern, allerdings mache ihr Mann da nicht mit.

Am Tisch von Reiner Klaas gibt’s Gelächter, und das gefällt dem Ludwigsauer. „Wenn man in einer lustigen Runde spielt, dann ist es am besten“, sagt er. „Anders ist es, wenn viele Verbissene dabei sind, die nach jedem Spiel erst alles analysieren wollen, warum dieses und jenes so oder so abgelaufen ist.“ Was natürlich nicht heißt, dass Ehrgeiz beim Skat nicht vorhanden ist. „Beim Reizen geht man auch mal über Grenzen, wird dann aber von seinen Mitspielern schnell wieder eingefangen“, erzählt Reiner Klaas und wendet sich der nächsten Spielrunde zu.

Meist dauern solche Skatrunden in der Alten Schule in Ludwigsaue um die fünf Stunden. Deshalb reicht Silvia Klaas vom Heimatverein zwischendurch auch Wildgulasch, Klöße und Rotkohl.

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Autobahn, linke Spur, Tempo 105

Donnerstag, den 13. Januar 2011
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Mit Doppelbelastungen kommen viele Autofahrer einfach nicht klar. Einer von ihnen machte das auf der A24 kurz vor der Raststätte Linumer Bruch ganz deutlich.
Gemächlich rollte sein Auto auf der linken Spur. Tempo 105 musste auf der Strecke, die für Tempo 130 freigegeben ist, ausreichen. Er war dabei, eine lange Schlange mit Lkw zu überholen. Aber er hatte Zeit. Im Gegensatz zu mir und den vielen anderen, die nun hinter ihm herfahren mussten.

Fünf Minuten später gab er endlich die linke Spur frei. Und ich sah, warum er es nicht fertig brachte, etwas schneller zu fahren. Er musste dringend telefonieren. Und wer telefoniert, kann nicht auch noch schnell fahren.