RTelenovela

Der literarische Spambogen

Donnerstag, den 11. Oktober 2012
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In diesen Tagen begann in Ostprignitz-Ruppin der Literarische Bilderbogen. Eine feine Sache, weil auch viele Promis in die Region kommen und aus ihren Büchern lesen oder zu Talkrunden einladen.
Ich bin dabei. Ende Oktober fahre ich nach Fehrbellin und schaue mir die Veranstaltung mit Walter Kohl, Helmuts Sohn, an. Er liest aus seinem Buch “Leben oder gelebt werden” und unterhält sich darüber mit einem Moderator. Das ist ganz sicher spannend, und ich freue mich drauf.

Um nach Fehrbellin fahren zu können, habe ich mich vor einíger Zeit angemeldet. Dazu habe ich auch meine Adresse angegeben.
Veranstalter sind die öffentlichen Bibliotheken in OPR. Neulich bekam ich Post vom Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Ich machte mir schon kurz Sorgen über den Inhalt, war, nachdem ich den Brief aufriss, aber überrascht: Es handelte sich um Reklame für den Literarischen Bilderbogen, in dem Fall eine Veranstaltung in Kyritz.

Ich werde demnächst eine Veranstaltung des Bilderbogens besuchen. Dazu habe ich mir das Programm angesehen und eine Auswahl getroffen. Das hielt beim Medienzentrum in Neuruppin aber niemanden davon ab, mir trotzdem noch mal Reklame zu schicken.
Ich finde das nervig. Hätten sie mir 2013 so eine Reklamepost verschickt, hätte ich das noch verstanden. Das aber ist aufdringlich.

Heute hatte ich ein weiteres Mal Post aus Neuruppin. Wieder Werbung für den Literarischen Bilderbogen. Diesmal für die Veranstaltung mit Walter Kohl in Fehrbellin. Für die Sause, für die ich bereits Tickets bestellt habe. Ich konnte nur noch leicht säuerlich den Kopf schütteln.
Ob in Neuruppin irgendjemand nachdenkt, bevor sie ungebeten Post verschicken? Es sieht nicht so aus. Aber immerhin scheint man in Neuruppin noch ordentlich Kohle für Spam-Post zu haben.

RTelenovela

Cabriotour 2011: Ein Schwein! Gib Gas!!

Samstag, den 4. Juni 2011
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2009 -> 21.8.2009

Eine Ära endet, das (oder heißt es: der?) Cabrio wird bald verkauft, deshalb könnte diese Tour schon die Letzte sein.
Keine Cabriotour ohne einen Zwischenstopp in Neuruppin. Auf dem Schulplatz herrschte das übliche Markttreiben, das wir diesmal aber links liegen ließen. Neuruppin diente nur als meine Geldauszahlungsquelle.

Am Tornowsee kurz vor Boltenmühle. Ein Mann steht am Ufer und sucht seine Boote. “Habt ihr hier ein Boot stehen sehen? Rot? Ein Zweisitzer?” Tatsächlich sind Minuten vorher ein mann und Frau weggepaddelt. Der Mann suchte allerdings insgesamt drei Boote. Und es schien, als ob er ziemlich ungehalten war, dass sie spurlos verschwunden waren.
Wir nutzen die kleine Badestelle, um uns ein wenig abzukühlen. Macht allerdings keinen so großen Spaß, wenn daneben ein paar Leute mit ihrem Hund stehen. Das Tier wollte unbedingt ins Wasser – schwimmen. Als er sich direkt neben mir die Nässe aus dem Fell schüttelte, war ich kurzzeitig nicht ganz so gut gelaunt.

Wir verließen die Ruppiner Schweiz in Richtung Herzsprung. Hinter Rossow hätte unsere Fahrt fast ein plötzliches Ende gefunden. Erst war es ein großes Wildschwein, das vor uns über die Straße rannte. Sah ein bisschen wie ein großer Hund aus. Auf der linken Fahrbahnseite tauchte kurz danach ein Jungtier auf – das wollte natürlich auch über die Straße. Und nun? Bremsen? Gas geben? Ich entschied mich für: Gas geben. Hätte ich gebremst, wäre das Schwein direkt ins Auto gelaufen. So vermieden wir eine Begegnung.

An der Tankstelle bei Herzsprung gibt es einen besonderen Service. Parkt man an einer der Tanksäulen, kommt eine junge Frau: “Herzlichen Willkommen bei Shell.” Es klingt ein bisschen monoton und einstudiert. Und ob sie das Auto mit V-Power volltanken dürfe. Durfte sie nicht. Ich mache das lieber selbst. Vielleicht sollte das alles ein bisschen lockerer klingen. Gestelzte Freundlichkeiten kommen irgendwie nicht so gut.

Hunger. Ob es in Kyritz einen Imbiss gibt? Nein, gibt es nicht. Zumindest nicht im Zentrum. Wir haben jedenfalls keinen entdeckt. Außer den Asia-Imbiss. Aber der hatte wegen des Brückentages geschlossen. Und einen Imbiss neben dem Supermarkt. Aber der hatte wegen des Brückentages geschlossen.
Der Supermarkt in Kyritz, der “Supermarkt” heißt, ist übrigens eine echte Attraktion. Mal abgesehen von den Farben, sieht er nämlich noch genauso aus wie früher in der DDR die HO-Kaufhallen. Samt der Gitterkonstruktion im Eingangsbereich. (Fotos). Nach der Wende scheint dort ein Spar-Markt gewesen zu sein, wie man heute noch an einigen Beschriftungen im Markt selbst erkennen kann.

Gegessen haben wir dann in der Therme in Bad Wilsnack. Dort gibt es seit einem halben Jahr einen Salzsee mit einem 24-prozentigen Salzgehalt. Man muss sich gar nicht anstrengen, schon treibt man arschoben auf dem Wasser. Brustschwimmen ist nicht möglich, weil das Salzwasser den Bauch und die Beine nach oben drücken. Nett ist’s trotzdem, auch wenn das Wasser ein wenig trübe aussieht.

Rücktour. Entlang der B5 bis Nauen. Nauen überraschte uns mit einer unangekündigten Baustelle. Die B273 in Richtung Oranienburg war einfach mal gesperrt. Aber das Neubaugebiet hat ja auch seine Reize. Glücklicherweise kenne ich die Ecke ein wenig, später war plötzlich auch eine Umleitung gekennzeichnet. Die Nauener scheinen ein wenig unpräzise zu sein…

Den letzten Teil der Fahrt über Falkensee und Velten – inzwischen mit Langarmshirt und Schal – beschallten wir das Auto mit der Übertragung des Fußball-Länderspiels zwischen Deutschland und Österreich – und dem 1:0 für Deutschland.
Als das Eigentor fiel, waren wir schon wieder zu Hause. Falls es wirklich die letzte Cabriotour war, war es ein würdiger Abschluss.

aRTikel

Zum ersten Mal in der Wahlkabine

Freitag, den 25. September 2009
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Politik: 1600 Jugendliche stimmen in Neuruppin ab / Ergebnis bleibt bis Sonntagabend geheim

MAZ Neuruppin, 25.9.2009

Die Neuruppiner Gymnasien und das OSZ veranstalten derzeit die den Juniorwahlen. Die Beteiligung ist hoch, so die bisherigen Schätzungen.

NEURUPPIN
Etwa 1600 Neuruppiner Schüler haben bis morgen die Qual der Wahl. Schon vor den eigentlichen Wahlen am Sonntag dürfen sie in den Wahlkabinen ihre Kreuzchen setzen. Das Oberstufenzentrum (OSZ), das Karl-Friedrich-Schinkel-Gymnasium sowie das Evangelische Gymnasium nehmen an den Juniorwahlen der Bundeszentrale für Politische Bildung teil.

Am OSZ begann die Aktion bereits am Montag. „Wir haben uns schon einige Zeit mit dem Thema beschäftigt“, erzählt die 22-jährige Jennifer Schmidt aus Wittstock. „Es war ein freiwilliges Projekt, bei dem wir überprüft haben, welche Parteien wie viel für sich werben“, erklärt sie. „Die Linke und die FDP waren recht stark vertreten.“ Für ihre gestrige Wahl informierte sie sich vor allem im Internet und aus der Tagespresse. Ebenso wie ihr Mitschüler Daniel Knies (20) aus Kyritz. Er machte die Wahlprobe mit dem Wahlomat, einer Internetseite, die die politischen Ansichten der Nutzer mit den Parteiprogrammen vergleicht. „Ich habe tatsächlich die Partei gewählt, die mir der Wahlomat am Ende zugewiesen hat“, sagt Daniel Knies.
Das Wahlergebnis wird am OSZ, wie auch an den anderen teilnehmenden Schulen, noch bis Sonntagabend geheim gehalten. „Die Resonanz ist auf jeden Fall sehr hoch“, sagt Uta Jolk, Schulleiterin am Oberstufenzentrum. „Es gibt natürlich auch Schüler, die nicht teilnehmen wollen. Aber ich finde es gut, wenn sie die Erfahrung machen, wie die Wahlen funktionieren.“

Während der Wahlraum am OSZ voller Jugendlicher ist, haben die Helfer in der Aula des Schinkelgymnasiums gerade ein wenig Zeit zum Luftholen. Aber auch dort sind die Schüler nicht wahlmüde: „Etwa 400 haben schon teilgenommen“, sagt die 17-jährige Kyra Hanke aus Brunne. Gemeinsam mit der Alt Ruppinerin Linda Wenzel (17) und dem Treskower Oliver Christensen (18) sorgt sie dafür, dass die Juniorwahl ohne Pannen über die Bühne geht. Organisiert wird die Aktion dort von den Politikkursen der Klasse 12. „Ich finde es interessant zu beobachten, wie viele wirklich mitmachen“, sagt Kyra Hanke über ihre Aufgabe. Sie hat auch schon ihren Wahlzettel in die Urne gesteckt.
Auf die Ergebnisse am Sonntag sind die drei Jugendlichen schon sehr gespannt: „Es wird interessant zu sehen, wie hoch die Gewinne und Verluste bei CDU und SPD sein werden“, sagt Linda Wenzel. „Mir sind die sozialen Themen und die Bildung wichtig“, ergänzt sie. „Ich möchte, dass mehr Gleichberechtigung zwischen den Armen und den Reichen entsteht.“ Gestern Nachmittag wurden die Stimmen am Schinkelgymnasium ausgezählt, doch auch dort bleiben die Zahlen bis Sonntag geheim.

Am Evangelischen Gymnasium werden die Zahlen am Sonntagabend auf der Wahlparty im Café Tasca präsentiert. „Wir sind das erste Mal bei der Juniorwahl dabei“, sagt Politiklehrer Frank Weigel. „Wir wollen mit dieser Aktion das Interesse an dem Thema wecken.“ Das scheint zu funktionieren. Die Schüler schauen sich den Wahlzettel genau an, bevor sie in der Minikabine online abstimmen. Im Gegensatz zu den anderen Schulen wählen die Evangelischen Gymnasiasten per Computer.
Henning Christ aus Dammkrug hat bereits die Knöpfchen am PC gedrückt. „Ich werde auch am Sonntag wählen gehen“, sagt der 18-Jährige. „Ansonsten darf man nicht über die Politik meckern, wenn man sich nicht beteiligt hat.“

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Die Ergebnisse der Juniorwahl werden am Sonntagabend veröffentlicht. Infos auf www.juniorwahl.de.
Mit dem Wahlomaten können eigene Meinungen mit den Parteiprogrammen verglichen werden: www.wahl-o-mat.de.

RTZapper

Verkehrsservice: Falschfahrer – irgendwo

Donnerstag, den 6. August 2009
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MI 05.08.2009 | 9.47 Uhr | radioeins

Sondermeldung im radioeins-Verkehrsservice: Ein Falschfahrer sei auf der B5 zwischen Charlottenburg und Kyritz unterwegs.
Das interessiert die Autofahrer zwischen Berlin-Charlottenburg und Kyritz sicherlich ganz besonders.

Das Problem ist: Zwischen den Orten liegen weit mehr als eine Stunde Fahrzeit. Und: Im Berliner Bereich ist die Heerstraße sowieso eine große, breite Strecke. Zwischen Staaken und Nauen ist die B5 dann vierspurig. Allerdings liegen an der Strecke diverse Ausfahrten. Zwischen Nauen und Kyritz ist die B5 dann zweispurig.

Frage also an radioeins: Wo genau war denn der Falschfahrer unterwegs? Irgendwo also auf der B5? Geht es vielleicht auch präziser?
Oder wird demnächst ein Falschfahrer auf der B96 angsagt – zwischen Berlin und Stralsund?