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Hoher Aufwand für die siebenfache Silberhochzeit

Freitag, den 28. Januar 2022
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Das Comedyduo Emmi und Willnowsky tritt eine ganze Woche lang im Kremmener Theater auf – Hygieneregeln müssen täglich neu umgesetzt werden

MAZ Oberhavel, 28.1.2022

Kremmen.
Auch 25 Jahre nach ihrem ersten gemeinsamen Auftritt keifen sich Emmi und Willnowsky auf der Bühne immer noch an. „Ich bin 25 Jahre verheiratet, und mein Mann lebt immer noch.“ Oder: „In jedem Mann steckt etwas Gutes, und wenn es das Küchenmesser ist.“ Eine ganze Woche ist das Comedyduo derzeit in Kremmen zu Gast. Noch bis zum Sonntag finden die Shows im Theater „Tiefste Provinz“ im Scheunenviertel statt. Wegen der Pandemiebestimmungen sind die Abende mehrfach verschoben worden – nun laufen die Emmi-und-Willnowsky-Festspiele aber.

Für Theaterchef Andreas Dalibor ist das mit viel Aufwand verbunden. Immerhin kommen jeden Tag um die 100 Gäste ins Theater. Alle müssen sie am Eingang nachweisen, dass sie geimpft und außerdem getestet oder geboostert sind. Während der Veranstaltung müssen die medizinischen Masken auch auf den Plätzen getragen werden. In der kleinen Küche werden nur Getränke in Flaschen verkauft, die draußen getrunken werden. Stattdessen gibt es nebenan im Bistro vorher und in der Pause Getränke und einen kleinen Imbiss.
Jeden Tag muss Andreas Dalibor außerdem sein Theater gründlich säubern. „Morgens komme ich her und wische und putze“, erzählte er am Donnerstag. „Ich sprühe außerdem alles mit so einem Hygienezeug ein. Der Müll muss raus, und es muss eingekauft werden.“

Es sei auch für ihn ein komisches Gefühl, diese Abende mit den vielen Menschen. Es gelten die oben genannten 2G+-Regeln. Jeden Abend bleiben etwa zehn Prozent der Plätze leer, weil Leute mit gekauften Tickets doch nicht kommen. „Die Tickets sind eigentlich alle, bis auf einen Tag, ausverkauft“, so der Theaterchef. Auch die Unterbringung des Comedyduos sei schwierig gewesen, weil die Zimmer in der Region derzeit nicht oder nur servicefrei verfügbar seien. Stattdessen gehe es jeden Abend zurück nach Berlin.
Dennoch merkt Andreas Dalibor, dass die Abende den Menschen in seinem Theater richtig gut tun. „Ich finde es gut, dass die Leute so richtig befreit lachen und mal ausspannen können. Es lastet doch schon ein ganz schöner Druck auf den Menschen, und das hier tut ihnen gut.“

Und zu lachen gibt es im Laufe des Abends viel, wie auch am Mittwochabend zu beobachten war. Seit 1996 – also eigentlich schon seit 26 Jahren, aber die Jubiläumsfeier war 2021 aus bekannten Gründen nicht möglich – stehen Christian Willner als Valentin Willnowsky und Christoph Dompke als seine Gattin Emmi gemeinsam auf der Bühne. „Ihr seid in eine Eheberatung geraten“, sagte Andreas Dalibor am Mittwoch vor Beginn der Show, und damit könnte er nicht ganz unrecht haben.
Gut zwei Stunden lang werfen sich Emmi und Willnowsky ihre oft vergifteten Bälle zu, sie singen miteinander, sie keifen, machen Witze auf eigene Kosten und unterhalten sich auch mit dem Publikum. Am Mittwoch waren besonders viele Leute aus Leegebruch im Kremmener Theater. Emmi ist immer auf der Suche nach jungen Männern, um etwas Spaß zu haben. Zum 32-jährigen Stephan sagte sie: „Ich würde mal ein Auge zudrücken.“ Denn älter als 30 sollten die Herren eigentlich nicht sein. Marcel (26) aus Spandau war mit „seiner besseren Hälfte“ gekommen und stand für Emmi nicht zur Verfügung, wie sie enttäuscht feststellen musste. Aber auch ihr Mann Valentin teilt Anzüglichkeiten aus, die das Publikum zum Lachen bringen. Zu Marleen in den Zuschauerreihen sagte er: „Du bist so süß, du könntest Haribo verdrängen.“ Und sie wollten wissen, ob jemand aus Verlorenort im Publikum sei. In 13 Jahren, in denen das Paar in Kremmen auftrete, sei noch nie jemand aus Verlorenort da gewesen. „Liebe muss weh tun, nur dann ist sie echt“, lautet das Motto der beiden Comedians, und wenn man sieht, wie Emmi zwischendurch ihrem Valentin unauffällig und liebevoll den Hemdkragen zurechtzupft, dann ist da sicherlich was dran. Vom 10. bis 16. Dezember sind die beiden wieder in Kremmen – dann bereits mit der Preview des 2023er-Programms.

Andreas Dalibor erlebt momentan alle sieben Auftritte mit. „Es war noch keinen Tag langweilig“, sagte er. „Es kommen jeden Tag neue Witze dazu, andere fallen weg.“ Die Kremmener Bühne ist für Emmi und Willnowsky die Probe vor der eigentlichen Premiere.

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Chronik Kremmen 2021

Freitag, den 31. Dezember 2021
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MAZ Oberhavel, 31.12.2021

Chronik Kremmen
Januar: In Sommerfeld wird an der Sana-Klinik eine Pandemie-Station eingerichtet. +++ Corona-Inzidenz über 200: Wer Kremmen in Richtung Ostprignitz-Ruppin verlassen will, muss einen 15-Kilometer-Radius einhalten. +++ Bürgermeister Busse wird am Blinddarm operiert.

Februar: Der Salon Silke am Marktplatz in Kremmen schließt. +++ Ein Wolf in Kremmen? Entsprechende Infos zu einem Video erweisen sich als Fake. +++ Die Beetzer feiern den Karneval auf Youtube. +++ Kämmerei und Hauptamt werden zusammengelegt. +++ In der Berliner Straße brennt eine Lagerhalle.

März: Jugendkoordinator Danny See verlässt die Stadt. Nachfolgerin wird Simone Buttgereit. +++ Die Bibliothek zieht an den Marktplatz. +++ Flatows Ortschef Gert Dietrich hadert 20 Jahre nach der Eingemeindung immer noch damit, dass sein Dorf nun zu Kremmen gehört.

April: Kremmen hat nun einen Osterbrunnen. +++ Die Sanierung der Groß-Ziethener Kirche wird teurer – die Gemeinde bittet um Spenden. +++ Ein Corona-Testzentrum öffnet in der Stadtparkhalle. +++ Das Torfstecherhaus wird Denkmal des Monats. +++ Am Marktplatz öffnet eine Poststelle. +++ Im Eichenhain in Flatow werden 30 Bäume gefällt.

Mai: Wird Kremmen Storchenstadt? Zehn Störche kreisen über der Altstadt.

Juni: Die beiden Brücken am Kanal werden freigegeben. +++ Im Flatoewer Gartenweg brennt eine große Scheune.

Juli: Nach einem Starkregen sterben in Kremmen, Groß-Ziethen und Hohenbruch insgesamt acht Jungstörche. +++ Demo am Kremmener See: Noch immer gibt es keine Einigung über einen geregelten Badebetrieb. +++ Ehrenbürgerin Ursula Münchow wird 100. +++ Die Container an der Goetheschule bekommen eine zweite Etage.

August: Das Neptunfest findet diesmal am Beetzer See statt. +++ Der Anbau für die Kremmener Kita „Rhinstrolche“ wird eröffnet. +++ Bjarne Mädel dreht in Kremmen für den Film „Buba“. +++ Andreas Dalibor erklärt seinen Rücktritt als Stadtverordneter. Ihm folgt Andreas Kretzschmar.

September: Wie soll der Verkehr im Scheunenviertel und der Altstadt fließen? Zu einem entsprechenden Workshop kommen nur wenige Menschen. +++ Das Erntefest in Kremmen und das Herbstfest in Flatow finden mit einem Hygienekonzept statt. +++ Hohenbruch bekommt ein neues Gemeindehaus. +++ Der Posaunenchor Hohenbruch wird 70. +++ Bei der Bundestagswahl siegt in Kremmen die SPD vor der AfD.

Oktober: Die Straße zwischen Kremmen und Sommerfeld wird saniert. +++ Sturm Ignaz sorgt in Kremmen für Schäden, auf die Bahnstrecke fallen schwere Äste.

November: 62 Leute nehmen an der Schleppjagd in Staffelde teil. +++ Jugendclub und Schulen starten das Projekt Bauernhofpädagogik. +++ Nach einer satirischen Karnevalsrede von Bürgermeister Busse gibt es eine wütende Beschwerde von Stadtverordnetenvorsteherin Stefanie Gebauer.

Dezember: Sebastian Busse bleibt Bürgermeister, er verliert die Landratswahl gegen Alexander Tönnies.

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Zigaretten, aber pssst!

Dienstag, den 26. Oktober 2021
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Im Kremmener Supermarkt, am Kassenband. Vor mir steht eine ältere Frau, begleitet von einem jüngeren Mann. Vielleicht ihr Sohn. Sie packen ihre Waren aus dem Korb aufs Band, und während der Mann auf der anderen Seite der Kasse wartet, dass alles über den Scanner gezogen wird, steht die Frau am Zigarettenautomaten und drückt eine Taste. Und noch mal. Irgendwann purzelt dann tatsächlich eine Schachtel raus.

Sie nimmt die Schachtel und legt ganz ans Ende ihres Waren, direkt vor den Trenner. Sie lässt die Hand auf der Schachtel liegen und schiebt sie ein wenig und eine andere Packung.
Sie scheint unschlüssig zu sein.
Schließlich nimmt sie die Zigarettenpackung wieder in die Hand. Es wirkt, als wolle sie sie verstecken. Sie geht damit halb an der Kasse vorbei. Will sie die Dinger klauen?
Sie zögert.
Dann geht sie zurück auf die andere Seite der Kasse, inzwischen sind fast alle Waren über den Scanner gezogen worden. Sie legt die Schachtel wieder aufs Band, sie wird auch gleich über den Scanner gezogen. Sogleich nimmt die Frau die Packung wieder und schiebt sie in die Tasche.

Der Mann an der Kasse und ich tauschen wissende Blicke. Zumindest in der Hinsicht, dass wir beide dasselbe gesehen haben.
Denn eigentlich sind wir gar nicht wissend. Was war da los? Wollte sie klauen? Oder wollte sie den Zigarettenkauf vor dem jungen Mann verheimlichen? Darf sie nicht rauchen, tut es aber trotzdem? Da sie selbst bezahlt hat, kann man auch davon ausgehen, dass der Mann den Kassenbon nicht zu sehen bekommt. Und hat der Mann das alles tatsächlich nicht gesehen? Fragen über Fragen.

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Dönerteller – aber alles einzeln

Sonntag, den 24. Oktober 2021
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Wenn man am Imbiss einen Döner bestellt, dann hat man ja in der Regel sehr viele verschiedene Möglichkeiten. Verschiedene Soßen. Keine Zwiebeln. Oder keine Tomaten. Besonders viel Fleisch oder eher weniger Fleisch. Bei einem Stamm-Dönerladen bestelle ich den Döner mit Kräutersoße und mit Eisbergsalat und Weißkraut. Meistens wissen die das schon, wenn ich den Döner bestelle.

Am Imbiss in Kremmen habe ich am Sonnabend aber etwas durchaus Außergewöhnliches mitbekommen – und ehrlich gesagt: So richtig kapiert habe ich das nicht. Ein Mann bestellte einen Dönerteller. Salat aber einzeln. Und fleisch aber auch einzeln. Und die Soße wohl ebenfalls einzeln.
Mir ist zwar nicht ganz klar, welchen Sinn ein Dönerteller macht, wenn man sich den ganzen Kram einzeln verpacken lässt, aber vielleicht machen die Leute ja zu Hause eine Dönertellerparty, wo sie die Zutaten zu etwas ganz anderem mixten.

Die Männer hinterm Verkaufstresen staunten jedenfalls nicht schlecht, sie mussten noch mal nachfragen, und so ganz sicher waren wir uns vermutlich auch nicht, ob das alles ernstgemeint war.
Vielleicht bestellte ich dort bald mal einen Burger: Brot. Fleisch, Salat, Soße – alles einzeln. Man kann ja mal experimentieren…

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In Flatow herrscht Frust über fehlende Investitionen

Freitag, den 15. Oktober 2021
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Diskussion über den Stand des Dorfes innerhalb des Kremmener Stadtgebildes – Ortsvorsteher Gert Dietrich sieht eine Benachteiligung – aber nicht alle teilen seine Meinung, sehen auch Positives

MAZ Oberhavel, 15.10.2021

Flatow.
Die Abfuhr war deutlich. Als Flatows Ortsvorsteher Gert Dietrich (UWG/LGU) vergangene Woche im Namen seines Ortsbeirates vorschlug, dass Geld, das in Flatow erwirtschaftet wird, mindestens teilweise auch in Flatow ausgegeben werde, wurde das seitens der anderen Stadtverordneten abgelehnt. Begründung: Flatow gehört zu Kremmen, und in Kremmen gibt es einen Haushaltstopf. So ging es um das Geld, das bei den Fällungen im Flatower Eichenhain erwirtschaftet worden war. Die Diskussion in der Stadtverordnetenversammlung (MAZ berichtete) gipfelte in der Anmerkung von Bürgermeister Sebastian Busse (CDU): „Man könnte denken, Flatow will eigenständig werden.“

Eine Woche später ist Gert Dietrich immer noch erbost, aber er sagte am Donnerstag im MAZ-Gespräch auch: „Wir wollen nicht weggehen, aber man muss auch ehrlich sein.“ Der Frust sitzt tief. „In Kremmen werden Gehwege gebaut, dann wird der Weg vom Friedhof gepflastert – und bei uns? Nichts.“ Auch der Zustand der Spielplätze sei so ein Beispiel. „Es geht alles nach Kremmen und Staffelde.“ Auch die neue Fahrbahndecke für den Wolfslaker Weg in Staffelde „ist so ein Ding“, wie Dietrich sagte. Da sei die Sanierung auch plötzlich ganz schnell gegangen. „Wenn man das da macht, muss man das in den anderen Orten auch machen.“ Die Straße Am Eichenhain hätte auch seit Jahren gemacht werden müssen, so der Flatower Ortschef.

Schon im März hatte Gert Dietrich seinen Frust in einem Interview mit der MAZ klar gemacht. Die großen Projekte würden alle in Kremmen umgesetzt. „Flatow war ja damals das einzige Dorf, das Nein zum Zusammenschluss gesagt hat. Ich finde, die, die damals Nein gesagt haben, haben recht gehabt. Jetzt werden viele Fördermittel für Kremmen gebraucht, die kommen auch. Aber nach Flatow kommt zu wenig“, so Dietrich im März.

Wie es jetzt weitergehen soll, will der Ortsvorsteher mit seinen Kollegen im Ortsbeirat bald besprechen. Sein Stellvertreter Andreas Schulz wollte sich am Donnerstag konkret nicht äußern. Aber man wolle besprechen, ob man „überreagiert“ habe. „Wir setzen uns zeitnah zusammen und werden darüber sprechen.“

Alleine ist Gert Dietrich mit seiner Meinung nicht. „Als Bürger fühlt man sich hier schon teilweise vernachlässigt“, sagte Arielle Schmidt im Facebook-Forum „Wir in Kremmen“. Außerdem sagte sie, dass auch der Spielplatz sanierungsbedürftig sei. „Das Rutschenhaus wurde weg gemacht, da dort die Nägel und Schrauben rausschauten, nun ist die Rutsche in einem Sandhaufen, wo Kinder mit vier Jahren kaum rutschen können. Die Wippe ist noch aus meiner Kindheit, überall kommen Holzsplitter und Schrauben raus. Auf Nachfrage hatte sie noch viel mehr zu erzählen. „Mülleimer fehlen. Der Löschteich muss endlich gründlich vom Schilf befreit werden, Hundekotbeutelstationen wären was, dafür zahlen die Leute Hundesteuer. Der Jugendclub kann nicht aufmachen, weil Personal fehlt.“ In Kremmen würden die Gehwege saniert, in Flatow sei er in schlechtem Zustand. „Der Friedhof lässt zu wünschen übrig. Parkplätze sind nicht vorhanden, parkt man vorm Haus, gibt es Knöllchen.“
Verärgert ist auch Juliane Dieter. Auf Facebook schrieb sie: „Die Kita hat, vermute ich, den höchsten Sanierungsbedarf von allen in der Stadt Kremmen. Die Gehwege in der Hauptstraße sind stellenweise eine Zumutung. Und vom Friedhof möchte ich erst gar nicht anfangen.“

Anders sieht das die Flatowerin Natja Guse. „Wenn man rückblickend auf die vergangenen Jahre blickt, dann sieht man, dass Flatow eigentlich ganz gut da steht als kleines Dorf“, sagte sie am Donnerstag. „Wenn wir Kremmen nicht hätten, würde Flatow nicht so gut da stehen.“ Vielleicht habe man ein Jahr lang gute Einnahmen, dafür in den anderen Jahren weniger. „Ich denke nicht, dass Flatow benachteiligt wird.“ Sicher gebe es immer Wünsche. Auch sie nennt den Zustand der Gehwege an der Hauptstraße, auch die fehlenden Parkbuchten. „Es gibt 1000 Sachen, die man da findet, aber alles geht eben manchmal nicht.“ Der Ortsvorsteher würde schon lange in Richtung Kremmen sticheln, findet sie. Die Skepsis gegenüber der Stadt Kremmen sei in den Köpfen einiger drin. Man könne sich allerdings auch in eine Sache reinsteigern. Sie appelliert mehr positive Energie zu haben „und mehr Verständnis für die Arbeit der anderen. Das fehlt etwas.“

Auch Frank Bommert, der für die CDU lange in der Stadtverordnetenversammlung gesessen hat, äußert sich in diese Richtung. „Flatow hat und profitiert ja auch weiterhin von der gesamten Gemeinschaft“, sagte er. „Wenn alle Ortsteile so denken würden, dann würde es für Flatow am Ende wohl schlechter aussehen.“

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2G in Zeiten des Coronavirus

Dienstag, den 12. Oktober 2021
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Es sind noch viele Stühle frei im Theater. Die Show beginnt in zehn Minuten. Freie Stühle sind üblich in Zeiten des Coronavirus. Abstand und so. Und Masken.
Im Theater allerdings hat niemand Masken auf, und kurz bevor es wirklich los geht, kommt noch eine große Gruppe von Leuten. Alle wollen sie noch rein ins Theater. Der Raum füllt sich, und inzwischen ist fast jeder Platz besetzt.
Ich stehe vor der Tür, sehe rein.
Ein volles Theater. Wie lange habe ich das nicht mehr gesehen? Wie lange war ich nicht mehr in einem vollen Theater? Wie lange schon ist es her, dass Abstände keine Rolle gespielt haben? Und wir keine Maske tragen mussten?
Ich gehe rein, ins volle Theater.

Was heute irgendwie seltsam war, das war noch Anfang März 2020 ganz normal. Ins Theater gehen. Mit Leuten eng zusammensitzen. In großen Gruppen Spaß haben.
Aber es könnte der Beginn der neuen Normalität sein.

Im Kremmener Theater “Tiefste Provinz” präsentierte Ausbilder Schmidt am Montagabend sein neues Programm. Und was früher ganz normal war, ist heute besonders: Er trat vor vollem Haus auf.
Mehrfach verschoben, konnte der Abend nun stattfinden. Unter einer Bedingung: 2G. Nur wer geimpft oder genesen ist, durfte ins Theater. Unter anderen Umständen – auch mit 3G – wäre aus diesem Abend nicht geworden. Denn 3G bedeutet: weiterhin Abstände, Maske tragen. Aber die Tickets waren schon verkauft, und nun musste überlegt werden, es es weitergehen soll.
Nur sechs Leute haben abgesagt, als es hieß, dass die 2G-Regel für den Abend gilt. Es habe Verständnis geherrscht, sagt Betreiber Andreas Dalibor.

Und so sitze ich in einem vollen Theater, allerdings in der letzten Reihe. Ich sitze also nicht mittendrin, sondern am Rand. Aber dennoch: Dieses volle Theater zu sehen, war ein schönes Gefühl. Plus das Gefühl, sich erst wieder an die neue Normalität gewöhnen zu müssen. Aber auch die Erkenntnis: mach es, wenn die Gelegenheit da ist. Denn über kurz oder lang müssen wir uns wieder an Nähe gewöhnen. Um wieder normal zu werden. Aber auch, damit es weiterhin so ein Theater wie das in Kremmen gibt. Das rechnet sich nur mit einem gut gefüllten Saal.

Angesichts der Tatsache, dass inzwischen wohl mehr als 80 Prozent der Erwachsenen geimpft sind, halte ich die 2G-Regel in solchen Fällen für absolut gerechtfertigt. Auch für Clubs und Discos ist das nun die einzige Chance, wieder ans Netz zu gehen.

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KeineWochenShow

#244 – Ein letzter Sirtaki

Sonntag, den 5. September 2021
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Nun sind es nur noch drei Wochen bis zur Bundestagswahl, und so langsam kommen wir in die heiße Phase. Deshalb besprechen wir auch das erste Triell bei RTL und die große Wahlplakatparade, die man besonders in Berlin erleben kann.
Die Corona-Lage ist ebenfalls wieder Thema, und auch, dass in Oranienburg nach einem Jahr Pause wieder eine Schlossparknacht stattgefunden hat – allerdings hat sich der Besucherschwand-Trend sehr stark fortgesetzt – und wir rätseln, was da los ist.

Außerdem geht es darum, warum in der Kremmener Altstadt Scheinwerfer rumstehen, was Schauspieler Bjarne Mädel damit zu tun hat und warum es kein Foto von ihm gibt. Es geht um Megastaus rund um Hohen Neuendorf und noch um einiges mehr – in KeineWochenShow #244 auf Youtube.

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