RTelenovela

Ein schneller Blick, und alles ist sauber

Dienstag, den 30. Juni 2009
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Sind das schon Auswirkungen des Konjunkturprogrammes gegen die Wirtschaftskrise? So viele Baustellen wie diesmal hatte ich jedenfalls noch nie auf der Fahrt von Neulußheim nach Oranienburg. Unfassbar viele Baustellen. Fahrbahnerneuerungen, Ausbesserungen – kilometerlang. Selbst in Neulußheim selbst sind bereits langwierige Bauarbeiten an einer der Hauptstraßen angekündigt. Allerdings: Gerade die Straßen in Baden-Württemberg haben es teilweise mehr als nötig. Wer beispielsweise am Ortsausgang von Schwetzingen auf die vierspurige Bundesstraße Richtung Mannheim fährt, rollt über brüchigen und löchtigen Fahrbahnbelag.

Kleines Reisepäuschen bei Burger King in Kirchheim in Hessen. Sauberkeit ist dort Trumpf, besonders in den Toilettenräumen – auch wenn König Kunde inzwischen selbst Hand anlegen muss.
Meist hängen in den Örtlichkeiten Schilder, bei denen in bestimmten Rhythmen notiert ist, wenn jemand die Sauberkeit kontrolliert hat. Soll heißen: Wann zum letzten Mal sauber gemacht wurde.
Bei Burger King in Kirchheim funktioniert das so: Eine Frau macht die Tür auf, dreht sich zur am Eingang hängenden Tafel, zückt den Stift und unterschreibt, dass alles sauber ist. Dann geht sie wieder. Erstaunlich, wie sie das in der guten halben Sekunde überprüft hat.

Im Übrigen fühle ich mich diskriminiert: Auf dem Rastplatz in Köckern (Sachsen-Anhalt) sind vor dem Eingang die Behinderten- und direkt daneben die Frauenparkplätze. Und die Männer dürfen latschen. Womit haben es die Frauen verdient, extra Parkplätze zu bekommen? Um ihre Stöckelschuhe zu schonen?
Okay, das war jetzt ein Klischee – aber fühlen sich Frauen nicht auch doof, gleich neben den Behinderten platziert zu werden?

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Heimreise

Dienstag, den 28. Februar 2006
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Montagabend, etwa 20.35 Uhr, Neulußheim. Nach einem einstündigen Zwischenstopp bei Marcel auf der Reise von Stuttgart nach Hause geht es zurück auf die Piste. Heimreise. Ich bin leicht müde, habe gerade noch eine Kopfschmerztablette genommen. Gut 6 Stunden sind es bis nach Hause. Vielleicht hätte ich lieber doch in “Neulusse” übernachten sollen, um dann ganz früh die Fahrt anzutreten.

Im Radio, auf hr1, wird über Seitensprünge diskutiert. Das ist doch mal ein handfestes Thema für den Rosenmontagabend.
Auf der A67 beginnt es, zu schneien. Das fängt ja gut an.
21.15 Uhr. Tanken in Gräfenhausen, irgendwo bei Darmstadt. Die Raststätte wirkt sehr verlassen. Ich fahre weiter.
Hinter Frankfurt wird der Schneefall heftiger. Der Verkehr wird langsamer, inzwischen fahren die Pkw und die Lkw das gleiche Tempo – zwischen 90 und 100 km/h. Das Überholen der Brummis wird zur Geduld- und Zitterpartie. Auf der Überholspur legt sich langsam, aber sicher, der Schnee nieder.
Ich überhole einen Schwertransport.
22.20 Uhr: Auf hr1 wird die Expertin zum Thema Seitensprünge verabschiedet. So was könne auch mal eine Beziehung kitten, hatte sie vorher erzählt. Kann, muss aber nicht. Und überhaupt müsse man doch auch mal an die Frauen denken, meint eine Psychologin am Telefon. Die Gesellschaft habe doch sowieso einen Überfluss an Sexualität.
Gegen 22.30 Uhr erreiche ich das Hattenbacher Dreieck, dort beginnt die A4. Es geht bergauf. Es schneit weiter. Stellenweise kommt der Verkehr nicht über die 70-km/h-Grenze hinaus. Das macht müde.

23.20 Uhr. Pause bei McDonald’s in Herrleshausen, an der Grenze von Hessen zu Thüringen. Im Gegensatz zur Autobahn, die noch recht frei ist, sind die Straßen abseits der A4 verschneit. Bei McDoof bin ich der letzte Gast des Abends. Bei einem Eis und ner Cola blättere ich die Thüringer Allgemeine durch – dort wird Thüringen im Olympia-Medaillenspiegel extra angegeben.

Mitternacht. Auf DeutschlandRadio Kultur beginnt ein merkwürdiges Feature zu irgendeiner seltsamen Klangkunst. Kann mich nicht so richtig darauf konzentrieren. Finde aber auch nichts Besseres – und lege eine CD ein.
Währenddessen überhole ich den Schwerlasttransport ein zweites Mal.
Inzwischen schneit es auch nicht mehr so wirklich, die Autobahn ist recht gut befahrbar. Einmal überhole ich den Räumdienst, der Salz streut.
Die CD ist zu Ende, ich kehre zum DeutschlandRadio Kultur zurück. In der Telefontalkshow “2254” wird über den Karneval diskutiert. Was wir mögen und was nicht. Die Leute am Telefon erzählen irgendwelche doofen Witze. Einer fängt mit den Mohamed-Karikaturen an. Falsches Thema, auf Wiederhören.

1.45 Uhr, Rasthof Köckern. Zuletzt habe ich hier mit Felix Pause gemacht, als wir vom Taubertal-Festival kamen. Wir stießen auf lauter unfreundliche Damen. Und sie sind immer noch da. Ich war der einzige Gast. Der Parkplatz war voll mit Lkw, in denen die Fahrer wohl schliefen. In der Auslage stand ein Mandarinenkuchen. Ich fragte, ob ich ein Stück haben könne. Was mir die Bedienung geantwortet hat, kann ich nicht sagen. Sie sprach so leise und nuschelig, dass ich es beim besten Willen nicht nachvollziehen konnte. Nur so viel: Ich würde wohl kein Stück bekommen. Vielleicht lieber was von den andern Kuchen? Der sah doof aus, ich wollte nicht. Und nur, weil sie den schönen Mandarinenkuchen nicht anschneiden wollte? Des Rätsels Lösung: Das Ding war noch tiefgefroren. Na toll. So lange kann ich nicht warten. War wieder mal schön in Köckern.

Weiterfahrt um 2.10 Uhr. Die Müdigkeit schlägt um sich. Ich lege meine Schlager-CD ein, die ich von Sabi und Bär zum 10000.Tag bekommen habe. Beschwingt passiere ich Brandenburg.
Auf dem Berliner Ring angekommen gehe ich zu 104.6 RTL über. Dort kündigen sie den brandneuen Song von Melanie C. an. Seltsam: am Nachmittag auf SWR3 wurde auch ein neuer Song von ihr gespielt, aber ein anderer – der wirklich brandneue Song. Nun ja, RTL spielt ihn dann, wenn er auch in den Charts ist und verkauft ihn eben dann als neu. Merkt ja keiner.
3.30 Uhr. Oranienburg. Endlich zu Hause. Ein wenig länger gefahren als sonst. mein bett ruft. Gute Nacht.

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Taubertal

Montag, den 15. August 2005
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Der Freitag war nass. Sehr nass. Und schlammig. Das Festival-Gelände verwandelte sich in eine große Matschfläche, was nicht so sehr angenehm war.
Musikalische Highlights am Freitag: Die Bands Das Pop und The Toy Dolls. Insgesamt waren Freitag nur Bands, die mich nicht so sehr interessiert haben.

Die Band übernachtete in einer Jugendherberge in Rothenburg, wir waren auf einem Zeltplatz in der Nähe des Ortes. Na ja, Zeltplatz kann man nicht sagen. Es war eher ein Feld auf dem jetzt halt mal ein paar Zelte rumstanden. Sanitäre Anlagen waren vorhanden. Vereinzelt.
Übrigens schliefen wir in Baden-Württemberg. Denn wenige Meter vor unserem Zelt verlief die Grenze zwischen Bayern und BaWü.

Der Sonnabend war dagegen trocken und – geil.
Die Sportfreunde Stiller bildeten mein absolutes Festival-Highlight! Farin Urlaub war auch sehr unterhaltsam, ebenso wie Silbermond. Juli spielte danach auf einer anderen Bühne, zu der so ziemlich alle Silbermond-Fans hinwollten. Was zu einem Chaos führte – und dazu, dass wir schnell beschlossen, nach 10 Minuten das Juli-Konzert wieder zu verlassen.
Tele fand ich okay, mit der Zeit ein wenig langweilig. Putzig war VIVA-Moderator Tobi Schlegl mit seiner Band Die Familie. Musikalisch eher durchschnittlich.
In Sachen Emergenza (die Bühne stand gegenüber der Hauptbühne) hat mich Indra aus Manchester fasziniert. Und natürlich Kimono, die vor den Sportfreunden spielten. Was für die Band nicht unbedingt ein Vorteil war. Denn zwischen Farin Urlaub und Sp.Stiller wollte natürlich kaum jemand seinen Platz vor der Hauptbühne verlassen. Trotzdem werden sie die Kimono-Klänge zumindest von weitem gehört haben.
Den Sonnabend zu Ende brachte die Band Madsen, die ganz okay waren – aber natürlich nach Sp.Stiller nix mehr reißen konnten…

Rothenburg ob der Tauber ist übrigens ganz niedlich. Eine Spezialität sind die Schneeballen, die es bei jedem Bäcker gibt. Und die Teilchen. Und Susi und ihre strenge Chefin.

Vom Sonntagsprogramm haben wir nicht allzuviel mitbekommen, bis zum Nachmittag trieben wir uns in der Stadt (Susi hatte frei) und in der Jugendherberge rum.
Nach der Siegerehrung spielte noch Mia. Ging so.

Um 20.30 Uhr ging’s dann am Sonntag wieder zurück in Richtung Heimat.
Ich danke der überaus netten Verkäuferin an der Raststätte Köckern, dass sie mir, obwohl es schon 23.45 Uhr war, doch noch den Milchreis warmgemacht hat. Obwohl ja schon das Nachtmenü galt. Weshalb sie auf meine Nachfrage auch fix das Milchreis-Schild versteckt hat. Danke nochmal. Und an die Kollegin: Lächle doch mal!
“Benjamin Blümchen als Koch” begleitete uns dann auf den Berliner Ring.

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