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Chronik Oberkrämer 2019

Samstag, den 14. Dezember 2019
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MAZ Oberhavel, 14.12.2019

Januar: Neujahr gegen 1 Uhr brennt im Schlossweg in Schwante eine Hecke. +++ Feuer beim Autohandel in Eichstädt – Brandstiftung. Schaden: 13 000 Euro. +++ Krise beim Bärenklauer Kulturverein Arge Baer. Der Vorstand findet keine Nachfolger. Der Ortsbeirat kümmert sich nun um das Erntefest. +++ Andres Irmisch aus Schwante verlässt die CDU.

Die Brücke am Wendemarker Weg in Bärenklau war am Jahresanfang schon einmal gesperrt – aber Bauarbeiten fanden nicht statt. Während die Sperrung termingerecht erfolgte, verzögerte sich der Baustart oben auf der Autobahn. Das sorgte im Ort für Protest. Karsten Peter Schröder vom Ortsbeirat machte seinem Unmut Luft. Mit Erfolg – die Sperrung der Straße wurde für einige Wochen wieder aufgehoben.

Februar: Der Schwantener Bäcker Karl-Dietmar Plentz gibt das Buch „Der Brotmacher“ heraus. +++ Der Familiensportverein will in Bärenklau eine Hockeyanlage betreiben. Aber eine Bodenversiegelung wird nicht gestattet.

März: Carsten Schneider verlässt die SPD und wechselt zu den Linken. +++ Das Sommerlager der Freikirche findet nicht mehr in Vehlefanz, sondern in Oranienburg statt.

Die Feuerwehr in Oberkrämer hat im März für die Wachen in Bötzow, Marwitz und Vehlefanz neue Löschfahrzeuge bekommen. Die Übergabe fand an der Oberkrämerhalle in Eichstädt statt. Etwa 1,2 Millionen Euro hat die Gemeinde in diese Neuanschaffungen investiert. Mit großen Getöse sind die drei Autos auf den Platz gefahren – unter dem Applaus der Anwesenden und mit einer Feuershow am Wegesrand. Die alten Fahrzeuge haben den Anforderungen nicht mehr entsprochen.

April: Ingo Pahl von der Feuerwehr Marwitz stirbt mit 71 Jahren. +++ Die Freikirche will in Vehlefanz eine Kita eröffnen. +++ Joanna und Gregor Künzer eröffnen den Dorfkrug in Bärenklau neu.

Erika Kaatsch verabschiedete sich mit der Kommunalwahl im Mai von ihren Ämtern. Mit 84 Jahren trat sie mehr an. Lange war sie Ortsvorsteherin von Vehlefanz – hier mit ihrem Ortsbeirat. Abschied nahm sie auch von der Gemeindevertretung. Sie hat viel bewegt im Ort, nun genießt sie ihr Leben.

Mai: Die Büffel aus Schwante büxen aus und werden von der Polizei bei Klein-Ziethen gestellt. +++ Das Dach der Kirche in Marwitz ist fertig. +++ Die Bahn fällt ständig aus, das sorgt für Ärger bei den Pendlern. Offener Brief verhallt. +++ Neuer Hort in Bötzow wird eröffnet. +++ BfO gewinnt bei den Kommunalwahlen, AfD erstmals in der Gemeindevertretung.

Juni: Mandy Krenz wird neue Ortschefin in Bötzow, Hubert Gediga neuer Ortsvorsteher in Vehlefanz.

Loretta Würtenberger und Daniel Tümpel sind die neuen Besitzer von Schloss Schwante. Christian Schulz und das Monbijou-Theater mussten es aus finanziellen Gründen verkaufen. Der Wechsel hat im Ort für viel Wirbel gesorgt, denn die Familie will im Schloss auch wohnen. Die Sorge war groß, dass der Weg durch den Schlosspark und der Park selbst nicht mehr nutzbar seien. Die Kommunikation schien nicht immer einfach. Der Weg im Park wird nun verlegt.

Mehrere Feuer in der Nähe von Wolfslake sorgten im Juni für einen Großeinsatz der Feuerwehren aus der Region. Immer wieder flammten Glutnester auf. Zwischenzeitlich musste wegen des Qualms sogar die Autobahn zwischen dem Dreieck Havelland und Falkensee gesperrt werden.

Juli: Die Apfelernte in Eichstädt-Ausbau fällt aus – der Frost im Frühjahr ist schuld. +++ An der Nashorn-Grundschule in Vehlefanz wird die Fassade erneuert.

August: Jennifer Prahl wird die Leitung der Bibliothek übernehmen. +++ Spendenaktion für Johannes (3) aus Marwitz beginnt. Er hat einen Gehirntumor.

September: SPD, AfD und CDU bei der Landtagswahl in Oberkrämer vorn. +++ Bei Schwante muss ein Kleinflugzeug nach Propellerbruch notlanden. +++ Unbekannte hinterlassen bei Eichstädt riesigen Müllberg. +++ Der Förderverein der
Kirche in Eichstädt hat jetzt 100 Mitglieder.

Die alte schmale Brücke am Gewerbegebiet Vehlefanz, die über die A 10 führte, ist Geschichte. Inzwischen gibt es eine neue Brücke, die mehr Platz bietet, perspektivisch mit Radweg-Anschluss. Die A 10, die durch Oberkrämer führt, ist eine Großbaustelle. Sie wird auf sechs Fahrstreifen verbreitert. Bis zum Jahresende ist eine der neuen Fahrbahnen bereits fertig. Immer wieder ist es 2019 zu Verkehrsbehinderungen gekommen. Die Anschlussstelle war längere Zeit gesperrt, für die Autofahrer bedeutete es lange Umwege. 2020 geht es weiter.

Oktober: Die Verwaltung in Eichstädt soll ausgebaut werden. +++ Edeka in Vehlefanz will hinter dem jetzigen Gelände neu bauen. +++ Dino Preiskowski und Dana Bosse leiten die SPD in Oberkrämer. +++ In Sommerswalde wollen die Buddhisten einen Tempel bauen.

November: „Reckin’s Eiche“ in Klein-Ziethen soll im August 2020 geschlossen werden. +++ Der Bahnübergang am Lindenweg in Schwante soll wieder gesperrt werden – nach Protesten nur halbseitig. +++ Die Grünen gründen gemeinsamen Ortsverein mit Leegebruch. +++ Justiziar Peter Matschke verlässt die Gemeinde Anfang 2020. +++ Die Energieinsel in Vehlefanz bekommt den Zukunftspreis des Landes Brandenburg. +++ Die Brücke auf der L 20 in Bötzow ist wieder frei.

Dezember: Der Bau eines zweiten neuen Hortgebäudes beginnt in Bötzow. +++ Die gGmbH Kenntnisreich macht das Angebot, in Oberkrämer eine Kita zu bauen.

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Chronik Oberkrämer 2018

Sonntag, den 16. Dezember 2018
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MAZ Oberhavel, 17.12.2018

Januar: ​Neben der Kita in Vehlefanz wird der Hort-Neubau eröffnet. +++ Eltern der Kita in Schwante fordern Tempo 30 auf der Bahnhofstraße – kommen damit aber nicht durch. +++ Beim Eichstädter Fußball-Hallenturnier gibt es Tumulte. +++ Nach einem Schwelbrand in der Bötzower Bergstraße wird ein Spendenkonto für die betroffene Familie eingerichtet. +++ Vehlefanzer Senioren fordern eine Querungshilfe in der Lindenallee an der Alten Schule.

Februar: ​Die Bärenklauer Dance Bears feiern 20. Jubiläum. +++ Im Wald bei Wolfslake brennt ein Auto ab. Darin wird ein Toter gefunden. +++ Auf der A 10 bei Oberkrämer kippt ein Lkw um. Es kommt zu einer langen Sperrung.

März: ​Erika Kaatsch gibt nach mehr als 20 Jahren ihr Amt als Chefin des Seniorenbeirates ab. Ihre Nachfolgerin ist Kerstin Laatsch. +++ Die Gemeinde Oberkrämer hat Zahlen erhoben, wie sich die Einwohnerzahl entwickelt – 2024 könnte sie bei 12 800 liegen. Auch sieht die Gemeinde einen Bedarf für eine Oberschule.

April: ​Der Seniorenclub Neu-Vehlefanz wird 20 Jahre alt. +++ Karl-Heinz Hardel aus Bärenklau ist Kandidat in der Kuppelshow „Hotel Herzklopfen“.

Mai: ​Die Durchfahrt von Bötzow nach Schönwalde auf der Landesstraße 20 wird gesperrt – erst wegen eines Grabenbaus, dann wegen des Brücken-Neubaus. +++ Die Firma Energieinsel aus Germendorf baut neu im Gewerbegebiet Vehlefanz. +++ Der Mühlenhof in Vehlefanz wird erstmals für Gäste geöffnet. +++ An einer Diskussion zur Schullandschaft nehmen in Marwitz etwa 200 Leute teil. 

Juni: ​Der Getränkehandel in Bötzow schließt. +++ Der Musik- und Theaterverein in Schwante muss eine nachträgliche Baugenehmigung für den Saal stellen. Veranstaltungen müssen ins Schloss ausgelagert werden. +++ Die Feuerwehr Eichstädt 90. Jubiläum.

Juli: ​Schock auf dem Autohof in Vehlefanz. Ein Anrufer droht damit, dass eine Bombe hochgeht. Es wird aber nichts gefunden. +++ Erster Spatenstich für den Ausbau der Autobahn +++ Beim Matjesfest in Vehlefanz verwendet der Heimatverein erstmals kein Einweg-Geschirr mehr. +++ Das Sommerlager in Vehlefanz beginnt – vermutlich zum letzten Mal an bekannter Stelle am Mühlensee.

August: ​Die Dürre in der Region sorgt für Ernteausfälle. Thomas Richter aus Schwante spricht von einem Verlust von 42 Prozent. +++ Die Kita „Krämer Kids“ ist nach dem Schimmelbefall saniert. +++ Kommt am Mühlensee in Schwante und Vehlefanz ein Leinenzwang für Hunde? Der Protest ist groß, das Vorhaben wird abgelehnt. +++ Für den „Polizeiruf 110“ wird in Schwante gedreht. 

September: ​Die Theatergruppe Bärenklau begeht ihr 20. Jubiläum. +++ Es wird bekannt, dass Andreas Sass nur noch bis 1. Januar den Dorfkrug in Bärenklau als Pächter nutzen kann. +++ Die Bibliothek Oberkrämer feiert 25. Geburtstag. +++ Das Dach der Eichstädter Kirche wird saniert.

Oktober: ​Die Nashorn-Grundschule in Vehlefanz wird 25. +++ Dass Margitta Bergmann (FDP) im Gemeinderat mit Thomas Schulz (Ex-NPD) eine Fraktion bilden will, sorgt für Wirbel. Sie sagt das Vorhaben ab und verlässt die FDP. 

November: ​Einem Feuerwehrmann im Einsatz wird an der Vehlefanzer Wache das Rad geklaut. +++ Schwanteland baut in Vehlefanz neue Produktionsstätten.

Dezember: ​Der 812er-Bus hält wegen der Bauarbeiten in Bärenklau vorerst nicht mehr an der Vehlefanzer Grundschule.

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Chronik Oberkrämer 2017

Freitag, den 29. Dezember 2017
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MAZ Oranienburg, 29.12.2017

Januar: Die „Vehlefanzer Amseln“ feiern ihr zehntes Jubiläum. Der Chor wurde 2007 gegründet. – Erste Pläne für die neuen Hortgebäude in Vehlefanz und Bötzow werden vorgestellt. Die Kosten betragen insgesamt etwa 4,5 Millionen Euro. Der Hort in Vehlefanz sollte im Herbst fertig sein, nun aber erst 2018.

Trauer in Marwitz
Albrecht Seeburg ist am 27. Januar im Alter von 79 Jahren überraschend gestorben. Bis zuletzt war er Ortsvorsteher in Marwitz und Gemeindevertreter in Oberkrämer – er setzte sich für die Belange der Menschen ein.

Februar: 35 Leute kommen zum Seniorenfasching nach Eichstädt. Die Kaffeenachmittage, die jeden Monat im Gemeindehaus stattfinden, sind ein voller Erfolg.

Müllers Helfer
Nachdem auf dem Hof von Familie Müller in Schwante ein milder Volgelgrippe-Fall aufgetreten war, wurden dort rund 500 Tiere getötet. Die Trauer in der Familie war groß. Um so größer die Freude, als im Februar viele Helfer auf den Hof kamen, um aufzuräumen und für einen Neustart zu sorgen.

Thiede zeigt’s dem Minister
Albrecht Gerber, der Wirtschaftsminister von Brandenburg, war im Februar zu Gast in der Tischlerei von Olaf Thiede in Bötzow. Er staunte: “Ein ganz großes Spektrum” habe er dort entdecken können.

Mehr Plätze in der Bötzower Kita
Der Anbau der Kita “Traumzauberbaum” in Bötzow ist Ende Februar eröffnet worden. Sie bietet nun Platz für 165 Kinder, das sind 40 mehr als vorher.

März: Die Kirche in Marwitz ist marode und muss saniert werden. Betroffen sind das Dach und das Gestein. Der neue Pfarrer Marcus Schütte beziffert die Kosten auf etwa 310 000 Euro. Er bittet bei der Gemeinde Oberkrämer um Hilfe. – Nach dem Tod von Albrecht Seeburg wird Thomas Nocke neuer Ortsvorsteher von Marwitz. – Auf dem Autohof Oberkrämer in Vehlefanz kommt es zu einem Zwischenfall: Es gibt Streit um die Plätze an den Spielautomaten. Ein Mann (28) kommt mit einem Beil und schlägt auf einen 35-Jährigen ein. – In Schwante schließen sich die Gastwirte vom Schloss, Forsthaus und Gartenhaus zusammen. Sie starken die Vermarktungskampagne „Schwante is(s)t gut“.

April: Eigentlich sollte am Gemeindezentrum in Bötzow eine Streetball-Anlage entstehen. Sie kommt nicht, weil der Ortsbeirat befürchtet, es könnte zu laut werden. – An der MAZ-Frühlingswanderung zur Mühle nach Vehlefanz nehmen 80 Leute teil und sehen Oberkrämer von einer anderen Seite. – Die Gemeindevertreter beschließen einen Nachtragshaushalt für 2017. Die Höhe der Investitionen steigt von 1,98 auf 6,5 Millionen Euro Euro. – Manfred Ende aus Bötzow veröffentlicht sein neues Buch „Als der Bleistift spöttisch die Miene verzog“. – Bernd Ostwald aus Schwante ist neuer Behindertenbeauftragter in Oberkrämer. – Unzählige Besucher kommen zum 15. Krämerwaldfest nach Wolfslake.

Mai: Der Bau des Radweges an der L 170 von Schwante nach Germendorf kommt noch vor 2030. Das geht aus einer neuen Bedarfsliste der Landesregierung hervor. Es herrscht Frust. – Es wird bekannt, dass der Lindenkrug in Schwante schließen muss. Ende September ist Schluss. – Polizei, Veterinäramt und ein Tierarzt holen von einem Grundstück in Eichstädt-Ausbau viele Enten, Hühner, Puten und mehr. Es besteht der Vorwurf der Tierquälerei, den der Besitzer bestreitet. – Das Unternehmen „Fi-sherman’s Partner zieht von Schwante in den Gewerbepark nach Vehlefanz und öffnet dort eine größere Filiale. – Der Oberkrämer-Abschnitt der Straße von Sommerswalde nach Hohenbruch wird saniert.

Marwitzer Partypeople
Die Beat-Fabrik in Marwitz feierte im Mai ihren 20. Geburtstag. Einmal im Monat wird dort eine Nacht lange gefeirt.

Juni: Vehlefanz hat eine zweite Mühlen-Attraktion. Dietmar Sturzbecher kümmert sich um die Bathe-Mühle an der Lindenallee. – Für das Gemeindezentrum in Schwante werden nach dem Auszug der Tourismusinfo neue Nutzer gesucht. – 170 Gäste kommen zur Feier der Brandenburgischen Seniorenwoche in die Marwitzer Turnhalle. – Die Jugendkoordinatorin Marlies Arian geht in den Ruhestand. Silvia Hinze ist ihre Nachfolgerin. – Der Jahrhundertregen sorgt insbesondere in Vehlefanz, Bärenklau und Schwante für viele Einsätze. – David Ostwald ist neuer Gemeindebrandmeister.

140 Jahre Plentz
Das Erdbeerfest im Juni auf dem Dorfanger in Schwante nutzte Bäckermeister Karl-Dietmar Plentz für eine besondere Feier. Die Bäckerei ist 1877 gegründet worden, nun stand das 140. Jubiläum auf dem Programm.

Touristischer Mittelpunkt
Die Mühle in Vehlefanz entwickelt sich weiter zum touristischen Mittelpunkt in Oberkrämer. Im Juni ist dort die neue Tourismusinfo eröffnet worden. Dazu ist ein ehemaliges Wohnhaus direkt neben der Mühle umgebaut worden.

Juli: Die Dorfkirche in Marwitz ist 250 Jahre alt. Das Kirchweihjubiläum wird mit einem Gemeindefest gefeiert. – Es gibt Dauerregen in Oberkrämer. Erneut hat die Feuerwehr diverse Hochwassereinsätze. – Die Senioren aus dem altersgerechten Wohnheim in Vehlefanz unternehmen mit dem Erlebnisshuttle aus Paaren eine Sommertour durch Vehlefanz und Schwante. – Das Sommerlager der Freikirche muss umziehen. Das Gelände am Mühlensee in Vehlefanz ist zu schlammig. Kurzfristig muss das Lager eine Wiese weiterziehen – eine logistische Herausforderung. Am Ende läuft alles reibungslos.

Land unter am Hörstegraben
Viel zu sehen vom Hörstegraben ist nicht mehr. Ende Juni gab es den Jahrhundertregen. Im Juli folgte ein zweiter Mega-Regenguss, gefolgt von mehrtägigem Dauerregen. Der Hörstegraben in Schwante, in dem viele Kanäle aus Oberkrämer zusammenlaufen und nach Kremmen weiterfließen, konnte die Wassermassen im Laufe des Sommers nicht mehr aufnehmen. Die Wiese nebenan war mehr als einen halben Meter überflutet. Im Spätherbst bot sich an der Stelle noch einmal ein ähnliches Bild. Ein Problem auch für die Anwohner des Grabens.

August: Das Hochwasser nach den Regenfällen am Elsgraben in Bärenklau läuft nur langsam ab. Die Anwohner bitten um Hilfe. – In Vehlefanz startet eine Verfolgungsjagd. Ein Autofahrer ignoriert eine Polizeikontrolle. Die Jagd endet an einem Straßenbaum in Sommerswalde. – Die Gemeindevertreter lehnen die Pläne zur Erweiterung des Geländes der Firma in Winzler in Bötzow-West ab. – Lisa Andreß (22) ist Erntekönigin in Bärenklau. – Ein Hannoveraner-Wallach in Bötzow muss in Quarantäne. Das Pferd ist an Druse erkrankt.

September: Die Kita „Krämer Kids“ wird gesperrt – wegen aggressiven Schimmelbefalls. Die Kinder müssen ausweichen in die Kita Bötzow und ins „Haus der Generationen“. – Die Marwitzer Straße in Bötzow wird ausgebaut – breiter und sicherer soll sie werden. – In Schwante stürzt ein Bauarbeiter aus großer Höhe ab und landet auf einer Zwischendecke. Er wird schwer verletzt. – Bei der Bundestagswahl liegt in Oberkrämer die CDU (32,8 Prozent) vor der SPD (23,0) und der AfD (18,2).

Endlich fertig!
Die Kirche in Vehlefanz wurden sieben Jahre lang saniert. Dach, Fassade, Innenraum. Im September feierte die Gemeinde die Wiedereinweihung.

Oktober: Der Seniorenbeirat Oberkrämer feiert das 20. Jubiläum. Viele Ziele seien geschafft, so die Vorsitzende Erika Kaatsch. – Die Schlossherren in Schwante wollen wieder mehr auf die Dorfbewohner zugehen. Geplant sind diverse Abendveranstaltungen und Feste. – Der Heimatverein Vehlefanz feiert das 25. Jubiläum. Weil im „Haus der Generationen“ aber die Kita untergebracht ist, wird die Feier auf 2018 verschoben. – Der Bolzplatz in Bötzow wird eröffnet. Kosten: etwa 114 000 Euro. – An der Kirche in Vehlefanz wird ein Luther-Baum gepflanzt. – Der Jugendclub zieht vorübergehend in die Feuerwehr, der Platz im „Haus der Generationen“ wird von der Kita gebraucht.

Xavier ließ die Bäume fallen
Große Schäden richtete Anfang Oktober das Orkantief Xavier in Oberkrämer an. Allein auf der L17 zwischen Schwante und Groß-Ziethen fielen 21 dicke Alleebäume samt Wurzeln um und richteten dadurch auch Schäden an der Straße an. Schlimm sah es auch am Wendemarker Weg in Bärenklau aus. Blockiert waren auch die Straßen zwischen Germendorf, Sommerswalde und Schwante sowie zwischen Eichstädt und Marwitz. Die Aufräumarbeiten dauerten langen an.

November: Bei der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge in Bärenklau kommen 2375,50 Euro zusammen. – An der A 10 in Oberkrämer werden Bäume gefällt. Kahlschlag. Bitter ist das für die Autobahn-Anwohner in Neu-Vehlefanz. Sie sind dem Krach nun komplett ausgesetzt. – Die Senioren-Weihnachtsfeier wird zur logistischen Hausforderung. Weil 240 Leute kommen, ist die Marwitzer Halle zu klein. Es wird in der Oberkrämerhalle in Eichstädt gefeiert.

Dezember: Die Gaststätte „Zur Waage“ schließt. – Die Bärenklauer Sicherheitspartner werden vom Landespräventionsrat ausgezeichnet. Preisgeld: 1000 Euro. – Der Heimatverein Bärenklau veranstaltet auf dem Remontehof erstmals einen Adventsmarkt. – Das Auto von Thomas Nocke, dem Marwitzer Ortsvorsteher, brennt ab. Es ist wohl Brandstiftung – und das dritte Mal, dass es in Zusammenhang mit Nocke einen Zwischenfall gibt.

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RTelenovela

Eingesperrt zwischen den Leitplanken

Donnerstag, den 17. März 2016
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Für Fußgänger und Radfahrer ist die Strecke zwischen Vehlefanz und Wolfslake die Hölle. Es gibt keinen Gehweg an der Landesstraße. Schlimmer noch: Ein großer Teil der Strecke ist eingerahmt von Leitplanken. Es ist schlicht kein Platz für die Leute, die zu Fuß oder auf dem Rad unterwegs sind. Nun könnte man natürlich sagen: Für die zwei Leute, die da pro Woche lang gehen, wäre das ja Geldverschwendung.

Ich bin diesen beiden Leuten gestern begegnet, und es war eine echte Schrecksekunde. Ich kam aus Wolfslake und bereitete mich schon auf eine relativ enge Linkskurve vor, da tauchten plötzlich auf der Fahrbahn zwei Fußgänger auf. Die beiden Frauen liefen – wie es die Straßenverkehrsordnung auch vorschreibt – entgegen der Fahrbahn auf der linken Seite, kamen mir also entgegen. Wegen der Leitplanken konnten sie kaum ausweichen.

Zum Glück hatte ich keinen Gegenverkehr, ansonsten wäre es eng geworden. Ob ich es jemals erleben werde, dass dort ein Weg gebaut wird, steht dennoch in den Sternen. Ich möchte dort jedenfalls kein Fußgänger sein.

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Peter Leys bleibt Bürgermeister in Oberkrämer

Montag, den 9. November 2015
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Absolute Mehrheit gleich im ersten Wahlgang – nur 38,3 Prozent beteiligten sich an der Abstimmung

MAZ Oberhavel, 9.11.2015

OBERKRÄMER
Für ein paar Minuten stand Marwitz im Brennpunkt des Interesses bei der Bürgermeisterwahl in Oberkrämer. Der Ortsteil übermittelte als Letztes das Ergebnis zur Verwaltung nach Eichstädt. Um 18.40 Uhr, also nicht mal eine Stunde nach Schließung der Wahllokale, stand aber fest: Peter Leys (BfO) bleibt Bürgermeister von Oberkrämer, und das mit einem überraschend klaren Abstand.

Leys gewann mit 2257 Stimmen (64,7 Prozent) , das ist schon die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang. Damit ist keine Stichwahl nötig. Carsten Schneider (SPD) bekam 647 Stimmen (18,6 Prozent) , Jörg Ditt (Grüne) 582 Stimmen (16,7 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei nur 38,3 Prozent.

Im Eichstädter Verwaltungsgebäude brandete Applaus auf, als das Ergebnis feststand. „Ich hatte die Hoffnung, dass wir es ohne Stichwahl schaffen“, sagte Peter Leys. „Aber ich hätte nicht gedacht, dass es so deutlich ist. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich unterstützt haben.“ Der Wahlsieger sieht seinen Vorteil im Amtsbonus und darin, dass man ihn in der Gemeinde seit vielen Jahren kenne, auch schon als Bauamtsleiter.
Besonders stark war Leys in Eichstädt, wo er 82,1 Prozent der Stimmen erreichte, am schwächsten mit 47,6 Prozent in Neu-Vehlefanz.
„Mehr als zufrieden“ war auch Bernd Ostwald (CDU), seine Partei unterstützte Peter Leys. Das sei die richtige Entscheidung gewesen. „Wir haben dem Wähler wahrscheinlich eine Stichwahl erspart“, sagt er am Sonntagabend in Eichstädt.

Carsten Schneider war über das Ergebnis sehr enttäuscht. Er hat beide Wahlziele nicht erreicht: „Einen souveränen zweiten Platz und die Stichwahl.“ Für eine Analyse sei es noch zu früh. „Aber es gibt wohl keinen so großen Veränderungsbedarf seitens der Bürger“, sagte Schneider. Die Stimmung bei den SPD-Leuten beim Treffen in Bärenklau war gedrückt. Als die Ergebnisse kamen, sei das ein Schock gewesen. „Das ist, als wenn man in der Schule eine unerwartete Fünf bekommt.“ Mit nur 7,5 Prozent schnitt Schneider am schlechtesten in Eichstädt ab, am besten im Gemeindezentrum in Bötzow mit 24,2 Prozent.

„Ich bin enttäuscht“, sagte auch Jörg Ditt. „Das habe ich nicht so gedacht, nicht in der Eindeutigkeit. Aber das ist das Votum des Wählers.“ Ditt hatte sich zumindest eine Stichwahl erhofft. Er habe es wohl nicht geschafft, die unzufriedenen Bewohner von Oberkrämer an die Wahlurne zu holen. Jörg Ditt schnitt in Neu-Vehlefanz am besten ab, dort bekam er 36,9 Prozent der abgegebenen Stimmen. Sein schlechtestes Ergebnis erzielte er in Eichstädt mit 10,4 Prozent.

Von 9289 Wahlberechtigten gingen am Sonntag 3561 Menschen zur Wahl. Wie Wahlleiterin Sabine Großmann sagte, habe es keine Probleme gegeben. „Aber bis um 10 Uhr war es sehr ruhig“, erzählte Anneliese Kolewe, Wahlhelferin in Eichstädt. „Zur Kaffeezeit nach dem Spaziergang kamen die meisten.“ Mit 45,9 Prozent war die Wahlbeteiligung in Eichstädt auch am höchsten.

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Der Arsch von Oberkrämer

Donnerstag, den 5. November 2015
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Der Arsch von Oberkrämer ist weder eine spezielle Person, noch ein Körperteil. Auch wenn’s vielleicht so klingt.
Am Dienstagabend fand in Eichstädt das Forum zur Bürgermeisterwahl in Oberkrämer statt, das ich gemeinsam mit einem Kollegen moderiert habe. Und dabei habe ich sogar noch etwas gelernt.

Oberkrämer hat einen Blinddarm und einen Arsch.
Bötzow ist der Blinddarm. So hat es jedenfalls eine Bötzowerin in der Bürger-Fragerunde gemeint. Weil angeblich zu wenige Busse durch den Ort fahren und keiner was dagegen tut.
Daraufhin kam ein junger Mann und erzählte, dass er in Klein-Ziethen wohnt, und dort fahren noch weniger Busse zu den richtigen Zeiten. Und wenn Bötzow der Blinddarm sei, dann sei Neu-Vehlefanz (wozu das Dorf Klein-Ziethen gehört) der Arsch von Oberkrämer.
Daran werde ich wohl jetzt immer denken, wenn ich in diese Gegend fahre.

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“Wir hatten nichts, trotzdem waren wir glücklicher”

Mittwoch, den 24. Dezember 2014
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Gerda Kleeßen aus Klein-Ziethen über den Zusammenheit unter den Menschen früher und heute

MAZ Oranienburg, 24.12.2014

KLEIN-ZIETHEN
Der Satz ist bemerkenswert, aber er ist öfter zu hören: „Damals, nach dem Zweiten Weltkrieg hatten wir nichts, trotzdem waren wir glücklicher.“ Gerda Kleeßen lebt seit 1956 mit kleinen Unterbrechungen und seit 1972 dauerhaft in Klein-Ziethen. Seit 16 Jahren geht sie regelmäßig zur Seniorengruppe, neulich trafen sich alle zur gemeinsamen Weihnachtsfeier.

Ihre Kindheit sei hart gewesen, sagt Gerda Kleeßen. Die Familie kam aus Ostpreußen, zog dann nach Steinförde bei Fürstenberg. „Wir waren fünf Kinder, mein Vater kam erst später aus der Gefangenschaft zurück“, erzählt Gerda Kleeßen. „Wir haben zu viert in einem Bett geschlafen, wir hatten wenig Geld, kaum was zu essen – und waren trotzdem irgendwie glücklicher.“ Sie klingt nachdenklich, als sie das sagt. Man sei über das zufrieden gewesen, was man hatte. Es musste immer wieder improvisiert werden. „Wir leben heute im Überfluss und können es gar nicht mehr schätzen, wie gut es uns geht.“ Heute seien die Leute immer öfter unzufrieden, obwohl es ihnen doch eigentlich gar nicht so schlecht gehe.

16 Jahre lang arbeitete Gerda Kleeßen in Schwante als Verkäuferin. Sie hat in ihrem Leben viele Menschen getroffen. „Zum Frauentag gab es immer große Feiern, auch zum 7.Oktober.“ Gemeint ist der DDR-Republikgeburtstag, der in allen Orten gegangen worden ist. Weihnachtsfeiern erlebte sie allerdings erst nach der Wende, als es in Klein-Ziethen die Seniorengruppe gab.
Die jedoch macht sie sehr glücklich. Bei der Weihnachtsfeier vor zwei Wochen herrschte gute Stimmung. „Unter den Senioren ist der Zusammenhalt eigentlich auch heute noch recht groß“, sagt Gerda Kleeßen. „Wir treffen uns alle vier Wochen und unternehmen auch mal was.“ Immer am Anfang eines Jahres schmieden die Senioren von Klein-Ziethen, Wolfslake und Neu-Vehlefanz Pläne. Da steht dann zum Beispiel ein Kegelausflug auf dem Programm.

Jetzt, zu Weihnachten, steht aber erst mal die Familie ganz oben auf dem Plan. An einem der Feiertage bekommt sie Besuch von ihren Kindern – und freut sich drauf.

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