RTelenovela

Ommh und Gong!

Samstag, den 6. Juni 2015
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Ein ruhiger Sonntagmittag am Rande des Gewerbegebietes in Altlußheim. Das heißt, so richtig ruhig ist es nicht.
Da ist so ein: Ommmm. Und immer wieder ein: Gooong! Und ein nicht enden wollendes Stimmengewirr, aber ganz leise, als ob alle nur murmeln.

Im Gewerbegebiet des badischen Ortses steht auch ein buddhistisches Zentrum. Und dort muss an diesem Tag eine große Schaffe stattgefunden haben. Es hörte sich jedenfalls so an, als seien dort dutzende, ach was, hunderte Menschen. Das Stimmengewirr war schon den ganzen Vormittag ein Dauerbegleiter im Garten. Durch die Hecken war jedoch nichts zu sehen.

Dann aber, am frühen Nachmittag muss das Treffen seinen Höhepunkt erreicht haben. Die Buddhisten scheinen in ein Gebet eingestiegen zu sein, es klang jedenfalls so, als ob alle den selben Text sprechen – wenn auch nicht alle gleichzeitig oder im synchronen Chor. Zwischendurch, in einem bestimmten zeitlichen Abstand, ertönte immer wieder ein Gong.
Das hatte durchaus was Meditatives. Im Liegestuhl verfolgte ich das akustische Spektakel und wähnte mich zwischendurch ebenfalls in einer anderen, spiritistischen Welt.

Am Abend liefen wir dann am Haus der Buddhisten vorbei. Der Garten war übersät mit Kerzen, die halb abgebrannt waren. Am Ende des Parkplatzes befand sich ein Schrein, auch dort drin standen halb abgebrannt Kerzen, der festgewordene Wachs klebte überall.
Faszinierend. Und auch ein bisschen unheimlich.

ORA aktuell

Opferstock der Oranienburger Nicolaikirche gestohlen

Donnerstag, den 21. Mai 2015
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Zwei jugendliche Personen plünderten am Montagvormittag aus der Oranienburger Nicolaikirche den Opferstock. Der ist etwa einen Meter hoch und massiv und ist aus der Verankerung gerissen und umgeworfen worden. Die Geldkassette daruaf wird öfter geleert, nach Angaben von Pfarrer Friedemann Humburg waren nur 20 bis 30 Euro darin. Er hatte die beiden jungen Männer auch aus der Kirche rennen sehen.
Die Kripo überprüft den Opferstock auf mögliche Spuren.

RTZapper

Sat.1 Nachrichten: Klaps vom Papst

Samstag, den 7. Februar 2015
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FR 06.02.2015 | 19.55 Uhr | Sat.1

Die Aufregung ist groß. Mal wieder. Es muss ja jeder Pups gleich zur Hysterie ausgeweitet werden. Gerade erlebt Papst Franziskus einen Shitstorm. Vermutlich kennt er das Wort nicht, auch wenn es nicht sein erster Shitstorm ist.
In einer Rede habe er gesagt, dass es resktlos sei, ein Kind ins Gesicht zu schlagen, ein kleiner Klaps auf den Hintern sei aber okay.
Böse Falle.

Sofort rollte eine Welle der Empörung heran. Die Boulevardpresse. Internetforen. Und natürlich auch diverse Magazine und, ähm, Nachrichten zogen mit. Und wie sich alle aufregen. Ein Klaps! Schlägereien gegen Kindern! Kinder verprügeln! Ganz, ganz schlimm! Auch in den Sat.1 Nachrichten am Freitagabend durfte eine Frau vom Kinderschutzbund sagen, dass man Kinder nicht schlägt.

Und natürlich hat sie recht. Aber ich habe eher das Gefühl, dass da dem Papst etwas in den Mund gelegt hat, das er so nicht gesagt hat.
Kinder darf man natürlich nicht schlagen, nicht verprügeln. Aber ein Klaps ist auch kein Schlag. Ein Klaps auf den Hintern ist nicht schlimm, so lange keine Härte dahinter steckt, so lange niemand Schaden davon trägt. Zumindest meine ich, ganz gut geraten zu sein – klapslos bin ich schließlich auch nicht geblieben. Dass mir Gewalt angetan würde, das zu behaupten wäre aber auch albern. Aber in dieser wieder mal überzogenen Diskussion wird ja eher selten differenziert.

RTZapper

Das Wort zum Sonntag: Auf die Knie!

Dienstag, den 30. Dezember 2014
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SA 27.12.2014 | 0.05 Uhr (So.) | Das Erste

Philine ist gerade mal sieben Monate alt und schon ein Fernsehstar. Beim “Wort zum Sonntag” im Ersten lag sie im Arm von Pfarrer Stefan Claaß.
Sie hat ein paar Mal gequängelt, aber sie war tapfer. Sie hat nicht geweint, scheinbar auch nicht gepullert und auch nicht gespuckt oder gebrochen. Ein braves Mädchen. Dabei wäre doch dieser Fernsehauftritt so richtig spektakulär geworden, wenn Philine mal so richtig vom Leder gezogen hätte. Sie hätte ein Youtube-Star werden können, sie wäre der jüngste Gast bei “TV total” gewesen, wenn sie den Stinkefinger gezeigt oder die Zunge rausgestreckt hätte. Aber nein, die Kleine zog es vor, brav zu bleiben.

Anhand des Kindes erklärte der Pfarrer das Wunder der Weihnacht, und davon wie Gott auf die Knie gegangen ist. Letzteres muss ich mir wohl noch mal genauer durchlesen, denn schließlich ist knien doch eher ungemütlich, wo doch Gott auch stehend amit uns auf Augenhöhe sein könnte.
Und vielleicht ist beim “Wort zum Sonntag” zu Weihnachten 2015 ja mal das eine oder andere Schaf zu Gast. Oder ein Hirte. Oder Philine, dann ist sie anderthalb und kann sich doch noch ein paar Special-Effects ausdenken.

RTelenovela

Die aktuelle Christvesperkritik 2014

Donnerstag, den 25. Dezember 2014
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2013 -> 24.12.2013

Ohje.
Irgendwie lief der diesjährige Heiligabend-Gottesdienst in Schmachtenhagen ein wenig aus dem Ruder, und heute habe ich eigentlich auch beschlossen, dass die 17. Auflage meine Letzte sein könnte (das muss nichts heißen, bis zum 24. Dezember 2015 könnte ich das alles wieder vergessen haben).

Eigentlich habe ich mich beim Blick auf den Lied- und Programmzettel gefreut: Nach vielen Jahren gab es wieder mal ein Krippenspiel.
Leider war diesmal wieder nicht der eigentliche Pfarrer dabei, diesmal führte eine Vikarin durch den Gottesdienst. Aber der Männerchor war auch wieder dabei.

Na ja. Machen wir’s kurz. Die Leute vom Männerchor denken, die müssten mal ein bisschen zackiger werden. Deshalb singen sie jetzt irgendein Parapapapam-Mist, der stimmungsmäßig überhaupt nicht in den Gottesdienst passt. Auch haben sie jetzt ein Keyboard dabei, mit dem sie sich begleiten lassen. Allerdings nicht live, sondern mit vorher einprogrammierter Melodie. Oh Gott. Bei den anderen Mitsingliedern singt der Chor leider nicht mit, was für mich völlig unverständlich, ja, eigentloch sogar ärgerlich ist.
Wie überhaupt immer weniger Leute mitsingen. Sie wollen sich nur noch berieseln lassen und sich darüber aufregen, dass ja die Lieder so traurig. Dabei müssten sie sich mal nur den Text durchlesen, um zu wissen, dass das Nonsens ist. Sie sind nicht juchzend-juchhe-fröhlich, aber traurig sind sie auch nicht.

Das Krippenspiel. Nun ja. Die Kinder haben sich Mühe gegeben, vielleicht war’s auch ganz schön. Wir haben nur kaum was mitbekommen. Das Spiel bestand aus lauter Kindern, die vorne auf dem Boden saßen und irgendwas diskutierten. Wir sahen nichts und hörten kaum was. In Reihe 2! Und es zog sich.
Die predigt der Vikarin fing leider zu verkopft an, als dass man ihr hätte gut folgen können. Dabei hatte sie am Ende doch noch ein schönes Thema: das Motiv des Besuches. Was es für Menschen bedeutet, von Freunden besucht zu werden. Das dann umgemünzt auf Gott und den Glauben. Eigentlich schön, aber zu ausschweifend – und zu leise.

Die Christvesper war so lang wie nie. Erst nach 16.15 Uhr war Schluss, normalerweise läuten um vier die Glocken, und das sollte auch die Marke sein, die einzuhalten ist. Die Leute wurden deutlich unruhig

Mal sehen, was ich mir nächstes Jahr ausdenke. Schmachtenhagen, 18. Auflage? Oder doch mal wo anders?

aRTikel

Heiligabend sind die Kirchen immer voll

Mittwoch, den 3. Dezember 2014
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Pfarrer Thomas Triebler aus Beetz hat nur am ersten Feiertag Zeit, um bei der Familie zu sein

MAZ Falkensee, 3.12.2014

Drei Wochen noch. Dann ist Heiligabend. Das Fest, auf das wir momentan alle hinarbeiten. Für viele Branchen gilt das im wahrsten Sinne des Wortes. Gaststätten haben vermehrt Weihnachtsfeiern und mehr Menschen zu Gast als sonst. Beim Friseur sind vor dem Fest kaum noch Termine zu bekommen. Beim Bäcker müssen die Plätzchen gebacken werden, Supermärkte oder Geschäfte in Einkaufspassagen bieten Sonderöffnungszeiten. Journalisten haben Sonderbeilagen zu füllen, und die Buchhändler haben einen höheren Umsatz als sonst. Zu Weihnachten fällt dann der Stress ab. Zumindest in einigen der Branchen. Bei manchen kehren erst Anfang Januar wieder mehr Ruhe und der Alltag ein.

Zum Beispiel bei Pfarrer Thomas Triebler aus dem Kremmener Ortsteil Beetz. Er hat nur am ersten Weihnachtsfeiertag richtig frei und Zeit für die Familie und private Besinnlichkeit. „Wir sind gerade dabei, verschiedene Gottesdienste vorzubereiten“, erzählt er. Das sind einige, denn im Kremmener Pfarrsprengel gibt es fünf Kirchen, allein Heiligabend finden sieben Gottesdienste statt. „Davon leite ich drei“, so der Pfarrer.
In diesen Tagen beginnt er, an seiner Weihnachtspredigt zu arbeiten. „Damit habe ich den Wunsch, die Leute auch wirklich zu erreichen.“ Dogmatische Redewendungen versucht er zu vermeiden, anhand von Beispielen sollen seine Zuhörer nachvollziehen können, wovon er spricht.
Für den Heiligen Abend sind darüber hinaus viele Absprachen zu treffen, „deutlich mehr als bei anderen Gottesdiensten“, so Triebler.

Schon am kommenden Wochenende findet in Sommerfeld vor der Kirche der Adventsmarkt statt, der von der Gemeinde organisiert wird. Auch dafür ist vieles vorzubereiten. Bis Weihnachten stehen darüber hinaus diverse Feiern in den Ortsteilen auf dem Plan. „Es gibt schon einen großen Bedarf, dass ich als Pfarrer da auch dabei bin“, erzählt Thomas Triebler. „Und es ist auch mein Ziel, dass ich das schaffe.“ Gerade hatte er noch eine Anfrage aus Groß-Ziethen, den Termin konnte er gerade noch dazwischenschieben – aber er macht das gern. „Es ist heute leider eine der wenigen Möglichkeiten, mit der Gemeinde und den Menschen Kontakt zu halten. Denn Einzelbesuche bei den Leuten zu Hause sind zeitlich kaum noch möglich.“ Deshalb sei es ihm auch sehr wichtig, gerade bei diesen Gruppentreffen vor Weihnachten dabei zu sein.

Die täglichen Pflichten bleiben jedoch auch im Dezember nicht aus. Gemeindekirchenrat, der Jahresabschluss, die Friedhofsverwaltung, das Büro. „Das läuft ja alles auch noch weiter“, sagt der Pfarrer und schmunzelt.
Heiligabend ist er bis etwa 23.30 Uhr unterwegs, da predigt er in der Beetzer Kirche. Am ersten Feiertag ist Zeit zum Luftholen. Der zweite Feiertag wird mit einem musikalischen Gottesdienst in Sommerfeld eröffnet. Erst nach Weihnachten wird es ruhiger, im Januar herrscht wieder der Alltag. „Aber bis dahin ist noch viel zu erledigen“, sagt Thomas Triebler.

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Buchhandel: Eifriges Stöbern nach Geschenken

Auf die Frage hin, wie es denn im Nauener Buchhandel mit dem Stress vor dem Weihnachtsfest aussieht, muss Michaela Marszalkowski erst mal lachen. „Da sind Sie genau richtig!“ In den Mittagzeiten, zum Feierabend – das sind die großen Stoßzeiten in der Theodor-Körner-Buchhandlung in der Mittelstraße in Nauen. Die Leute kaufen für sich, vor Heiligabend aber besonders Geschenke für andere ein. „Da ist eigentlich durchweg alles dabei“, sagt die Mitarbeiterin des Buchladens. Hochpreisige Bücher gehen momentan ebenso weg wie Hochliteratur und Taschenbücher.

Hin und wieder kommt es dabei zu lustigen Begebenheiten. So wissen Kunden manchmal nicht den genauen Titel eines Buches, das sie suchen: „Ich hab’s irgendwo gesehen, es ist blau!“, heißt es da schon mal. „Einmal fragte ein Kunde nach dem Roman ,Flucht aus dem Altenheim’“, erinnert sich die Buchverkäuferin. Gemeint war allerdings „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“.
Auch Heiligabend hat das Geschäft bis zum Mittag noch geöffnet. „Das ist der Tag, an dem die Last-Minute-Kunden zu uns kommen“, sagt Michaela Marszalkowski. Nach Weihnachten ist allerdings noch nicht Ruhe. „Dann kommen die Kunden mit Gutscheinen, die sie als Geschenk bekommen haben.“

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Viele Stollen fürs Fest
In der Bäckerei Forduhn in Groß-Ziethen werden Extraschichten geschoben

Bäcker Carsten Forduhn aus dem Kremmener Ortsteil Groß-Ziethen arbeitet vor Weihnachten in Sonderschichten. „Das Weihnachtsgebäck ist recht zeitaufwändig“, sagt er. Kekse und Mohnstollen werden vor dem Fest vermehrt verkauft.
Jede Nacht um 2 Uhr backt er zunächst Brote und Brötchen. „Dann folgen die Schnecken und der Kuchen.“ Um 6 Uhr stehen die Mohnstollen auf dem Plan, bevor noch weiteres Brot gebacken wird. Zu guter Letzt folgt noch der Butterstollen.

Das meiste geht bei Forduhns über verschiedene Vorbestellungen auf den Weg zu den Kunden. Dennoch hat Birgit Forduhn, die Ehefrau des Bäckermeistes, auch in ihrem Laden an der Alten Dorfstraße, noch viele Kunden und entsprechend gut zu tun.
Forduhns beliefern darüber hinaus auch das Schloss Ziethen, unweit der Bäckerei. Auch ist das kleine Unternehmen mit einem mobilen Verkaufsstand unterwegs. Damit beliefert Carsten Forduhn seine Kunden in den umliegenden Dörfern. Dazu gehören Klein-Ziethen, Vehlefanz oder auch Kremmen. „Da wird kurz gehupt, dann wissen die Leute schon Bescheid.“ Weitere Sonderbestellungen seien in der Bäckerei zeitlich schon gar nicht mehr zu schaffen.

Heiligabend wird bei ihm noch bis zum Mittag gearbeitet, dann kommen die letzten Kunden, um bei Forduhns einzukaufen. Schließlich stehe ja nicht nur Weihnachten vor der Tür, sondern auch ein extralanges Wochenende. Nach dem zweiten Feiertag folgen gleich der Sonnabend und der Sonntag. Heißt: Weihnachten ist erst mal Pause. Allerdings geht es schon am zweiten Feiertag gleich wieder los, denn dann steht schon der Wochenendeinkauf auf dem Programm. Am 27. Dezember, dem Sonnabend, soll dann schon wieder frisches Brot verkauft werden.
Rund um Neujahr wird es ähnlich verlaufen, so schätzt Carsten Forduhn die Situation ein. Erst Anfang Januar, nach sämtlichen Feierlichkeiten, könnte tatsächlich wieder ein bisschen Ruhe einkehren.

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Last-Minute-Haarschnitt
Auch Heiligabend gehen die Leute in Oranienburg noch zum Friseur

Es sind besonders die jungen Leute, die Heiligabend um 11.45 Uhr noch beim Friseur auftauchen – eine Viertelstunde, bevor das Geschäft schließt. Friseurin Monika Teichler lächelt, als sie das erzählt. Sie arbeitet im Laden von Jutta Quarg in der Oranienburger Havelstraße. „Das ist dann aber wirklich auf den letzten Drücker“, erzählt Monika Teichler.
Ob die Kunden dann noch dran kommen, hängt davon ab, wie voll das Geschäft ist. „Wenn wir schon zwei oder drei wartende Kunden haben, und es sind nur noch ein paar Minuten bis zum Geschäftsschluss, dann können wir irgendwann keinen mehr annehmen.“
Heiligabend ist ordentlich was los beim Friseur, aber auch schon in den Tagen davor. „Wir haben viele Stammkunden, die wissen das immer schon“, erzählt Monika Teichler.

Für die Mitarbeiter bedeutet das in der Zeit vor Weihnachten mehr Arbeit und durchaus auch Stress. Für die Friseurin ist das aber kein Nachteil. „Spaß macht die Arbeit trotzdem“, sagt sie. Zudem seien die meisten Leute ja auch immer nett. Nur manchmal käme es vor, dass die Kunden etwas gestresst seien. „Die schauen dann zu uns rein und sehen, dass da schon zwei Kunden vor ihnen warten, dann gehen sie gleich wieder raus, weil sie Angst haben, dass es zu lange dauert“, erzählt Monika Teichler. „Dabei geht das eigentlich recht schnell.“
Nach Weihnachten wird es in dem Geschäft deutlich ruhiger – zumindest scheinbar, so die Friseurin: „Allerdings beobachten wir, dass unsere älteren Kunden gerade dann erst kommen, weil sie dem Trubel vor dem Fest aus dem Weg gehen wollen.“

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Gastwirte: Bis Neujahr herrscht Hochbetrieb

Schon jetzt ist die Gaststätte „Sonnenburg“ in Oranienburg festlich geschmückt. An der Decke hängen lauter Schneekugeln, Weihnachtssterne und Adventskränze. „Wir haben jetzt viele Weihnachtsfeiern bei uns im Haus“, sagt Astrid Welz-Krinke, die Inhaberin des Lokals an der Robert-Koch-Straße.
Besonders an Donnerstagen und Freitagen finden die Feiern in der Regel statt. „Die normalen Familienfeiern haben wir aber auch noch, auch im Dezember werden ja schließlich Geburtstage gefeiert“, sagt die Gastronomin und lächelt.

Das Team in der Gaststätte, die es in der Stadt schon viele Jahrzehnte gibt, ist es gewöhnt, dass kurz vor Weihnachten das Haus gut gefüllt ist. Allerdings wird es in der „Sonnenburg“ zum Fest selbst noch nicht wirklich ruhiger. Nur Heiligabend – da ist das Haus geschlossen. „Wir haben mal versucht, an diesem Tag bis zum Nachmittag zu öffnen, aber da kam kaum jemand.“ Den Test haben die Gastronomen dann wieder aufgegeben. Dafür aber ist an den beiden Feiertagen ordentlich was los. Da wird das Haus wieder voll sein. „Das sind unsere Hauptkampftage“, sagt Astrid Welz-Krinke. Sie sieht das an den Tischbestellungen, die schon jetzt vorliegen.
Ob die Leute vor dem Fest in Sachen Trinkgelder spendabler sind als sonst, kann sie nicht sagen. „Das ist sehr unterschiedlich. Ich hoffe aber für meine Mitarbeiter, dass es so ist.“
Der vor- und nachweihnachtliche Stress zieht sich im Lokal noch weiter hin. Es folgen eine Woche nach dem Fest die Silvesterparty und der Neujahrsbrunch. „Eigentlich wird es bei uns erst ab 5. Januar ruhiger. Wobei wir uns eigentlich immer freuen, wenn es gerade nicht ruhig ist“, so die Leiterin des Lokals.

RTelenovela

Bautzen und seine knalldolle Kirche

Samstag, den 8. November 2014
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Dass ich in Bautzen eine ganz besondere Kirche (nicht ganz) betreten habe, das habe ich gerade eben erst gelesen. Der Petri-Dom wird nämlich von mehreren Konfessionen genutzt. Es gibt innen eine katholische und eine evangelische Ecke.
Leider konnte ich mir das nicht näher ansehen, die Kirche ist eine Großbaustelle. Nur der Vorraum lässt sich besichtigen. Der aber scheint ein kleines Mädchen auch schon sehr begeistert zu haben. “Es hat uns knalldoll gefallen”, schrieb es ins Gästebuch.

Ein Aufstieg in den Kirchenturm war jedoch möglich. Mehr als 200 Stufen sind zu erklimmen. Zunächst auf Betonstufen, dann auf Holz. Und mal abgesehen davon, dass ich mehr und mehr atemlos (an dieser Stelle ist kurz Platz für einen kleinen Helene-Fischer-Ohrwurm) war, der Aufstieg ist auch nicht so einfach.
Auf immer schmaler werdenden Treppenstufen ging es nach oben, an einigen Stellen musste ich mich mit beiden Händen an den Geländern festhalten, steil wie auf einer Leiter stieg ich Meter um Meter auf.

Aber ich wurde belohnt – mit einem schönen Ausblick auf Bautzen. Die Altstadt kann sich sehen lassen. Viele historische Häuserzeilen, mehrere Kirchen, ein rathaus und andere große öffentliche Gebäude und eine Burg. Bautzen hat mehr zu bieten als die DDR-Knast-Vergangenheit.