RTelenovela

Februarfrühling

Donnerstag, den 16. Februar 2017
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Ich stehe inmitten eines Ziegengeheges. Die Tiere zieht es aus ihrem Stall raus – an die frische Luft. Es sind 10 Grad, die Sonne scheint, es weht kaum ein Lüftchen. Frühling mitten im Februar.
Auf dem Karolinenhof, einem schönen Fleckchen Erde irgendwo zwischen den Dörfern Kuhhorst und Flatow, herrscht die pure Idylle. Keine Autobahn, keine Züge, keine Menschen. Einfach nur Ruhe. Wie ein Kurzurlaub.
Während ein Lämmchen an meinem Schnürsenkel knabbert, unterhalte ich mich mit der Landwirtin, die die Käserei auf dem Karolinenhof betreibt. Sie sagt, für die Tiere sei das das ideale Wetter. Hitze mögen sie nicht, und die Kälte war auch nicht so schön.
Als ich wieder zum Auto laufe, um zurück in Richtung Kremmen zu düsen, bleibe ich kurz noch mal stehen, um der Stille zu lauschen.

Ich lasse beim Fahren ein Fenster offen – es ist so warm draußen, dass es sehr angenehm ist. Die Sonne und die Wärme haben aber noch einen anderen Effekt: Die Leute müssen dringend ihre Autos waschen lassen, weil die bei dem schönen Wetter nämlich erst recht verdreckt aussehen.
An der Waschstraße im Oranienburger Oranienpark war der Andrang jedenfalls groß – eine lange Autoschlange wartete darauf, dran zu kommen. Die müssen ja Zeit haben…

RTelenovela

Mit Tempo 20 hinterm Mähdrescher

Montag, den 15. August 2016
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Das ist der Autofahrer-Supergau: Wenn direkt vor einem ein Mähdrescher fährt, und es gibt keine Möglichkeit zu überholen. Gar keine. Kilometerlang.
Die Fahrt von der Autobahnbrücke bei Flatow auf der Landesstraße 17 zum Karolinenhof dauerte neulich geringfügig länger als geplant. Der Mähdrescher vor mir hatte konstant Tempo 20 auf der Uhr. Das Fahrzeug war breiter als die Straße selbst, die L 17 zwischen Flatow und Kuhhorst ist ja eher schmal. Überholen ging nicht, ich hätte über den holprigen Rasenstreifen brettern müssen, und das hätte mein Auto vermutlich nicht ohne weiteres überlebt.

So tuckelten wir also übers Feld. Ich hatte mich schon in mein Schicksal gefügt, der junge Mann im Auto hinter mir wirkte schon sehr viel nervöser. Aber immerhin war Zeit, sich die Felder genauer anzusehen, und die – ich staune! – momentan schlaglochfreie Piste. Irgendwann bog der Mähdrescher aber doch ab aufs Feld, das Entschleunigungsprogramm endete damit sehr abrupt. Dennoch kam ich 20 Minuten zu spät. Ohne Mähdrescher wären es … hüstel … nur zehn gewesen.

aRTikel

Ein neues Streichelgehege als lebensrettende Maßnahme

Freitag, den 12. August 2016
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Auf dem Flatower Karolinenhof wird morgen ein weiteres Gelände für die Ziegen eröffnet

MAZ Oberhavel, 12.8.2016

Flatow.
Manchmal haben Besucher Pech. Dann lässt sich direkt auf dem Karolinenhof, zwischen Flatow und Kuhhorst, kaum eine Ziege blicken, wenn sie nämlich draußen auf dem Feld sind. Immer wieder haben Besucher nachgefragt, ob es nicht auch ein kleines Streichelgehege auf dem Hof geben könnte. „Das ist für mich als Landmenschen natürlich erst mal schwer verständlich“, gibt Betreiberin Gela Angermann zu. Aber sie ließ sich gern umstimmen.
Am morgigen Sonnabend wird das neue Streichelgehege gegen 16 Uhr eröffnet. Drei bis vier Ziegen werden darin leben, eventuell kommt im kommenden Jahr noch das eine oder andere Schaf dazu. Besucher können durch ein Doppeltor – sicher ist sicher – in das kleine Gehege gelangen. Die Tiere haben aber direkt dahinter noch einen Stall, in den die Gäste nicht reinkommen. Ebenfalls direkt daneben befindet sich noch ein kleines Auslaufgelände für die Ziegen, das ebenfalls für Besucher tabu ist.

Das Gehege ist genau genommen auch eine Art lebensrettende Maßnahme. Eine der Ziegen ist anderthalb Jahre alt und so klein, dass im Frühjahr bei dem Tier beim Gebärvorgang ein Kaiserschnitt vorgenommen werden musste. Das Tier wird keine Zicklein mehr bekommen. Im Normalfall wäre das Tier früher oder später geschlachtet worden. Nun aber darf es ins Gehege, ebenso wie mehrere weitere Ziegen, die auch keine Milch mehr geben. Die Tiere können bis zu 15 Jahre alt werden, sagt Gela Angermann.Die Ziegen in den Ställen sind immer im Winter eine Attraktion. Hier ein Foto vom Februar 2016.Juliane Weser
Das Gehege selbst entstand mithilfe von Studentinnen der Fachhochschule Eberswalde. Die Idee dafür hatte Sarah Spindler, die auf dem Hof die Ziegenkäserei bewirtschaftet. „Wir sind ganz zufrieden, was dabei herausgekommen ist“, sagt Gela Angermann, „mal sehen, wie es die Ziegen finden.“

Am Sonnabend können die Besucher auf dem Karolinenhof aber auch bei der „Ziegenhochzeit“ dabei sein. Das ist der Moment, wo die beiden Böcke in die übrige, 110 Tiere starke Ziegenherde zurück dürfen. Die Böcke haben dann in den nächsten Wochen ordentlich „zu tun“, immerhin sollen im Januar die nächsten Zicklein das Licht der Welt erblicken.
Neu ist am Sonnabend auch, dass erstmals der „Alte Karolinenhöfer“ verkauft wird, eine besondere Schnittkäse-Sorte, die länger gereift ist. Am 27. und 28. August findet auf dem Gelände zudem wieder das Hoffest statt. Am Abend des ersten Veranstaltungstages spielt eine Live-Band, es gibt außerdem die Möglichkeit, im mitgebrachten Zelt oder Campingbus zu übernachten.

aRTikel

Junges Paar sichert die Zukunft des Karolinenhofs

Mittwoch, den 23. September 2015
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Sarah und Sebastian Spindler erfüllen sich in Flatow ihren Lebenstraum

MAZ Oberhavel, 23.9.2015

FLATOW
Irgendwie war es schon immer klar, dass sie mal einen Hof auf dem Land übernehmen würden. Da sind sich Sarah und Sebastian Spindler einig. Sie hat schon als Kind ein Bild gemalt, auf dem nicht nur die Tante zu sehen war, sondern auch ein Bauernhaus mit Ziegen. Und er war „seitdem ich laufen kann, nur in der Landwirtschaft unterwegs.“

Die beiden leben und arbeiten auf dem Karolinenhof. Das Gelände gehört zu Flatow und liegt nur wenige Kilometer von Kuhhorst entfernt. Im kommenden Jahr will das Paar dort auch Verantwortung übernehmen. Sarah Spindler (27) kümmert sich um die Ziegenkäserei, ihr Mann Sebastian (31) um die Landwirtschaft. Die jetzige alleinige Betreiberin Gela Angermann bleibt auf dem Hof – sie kümmert sich um den Laden.

Schon vor fünf Jahren zog sie auf den Karolinenhof. Sarah Spindler begann damals in Kuhhorst eine Lehre als Landwirtin. Als Kind lebte sie in Hagenow in Mecklenburg-Vorpommern, später sehr lange in Berlin. Dann zog sie es raus. „Ich interessierte mich für die Ökolandwirtschaft und habe eine Stelle bekommen.“ Sie suchte in der Umgebung ein Zimmer und fand es auf dem Hof von Gela Angermann. „Eine Freundin gab mir den Tipp“, erzählt sie.
Während der Lehre lernte sie auch Sebastian kennen, er bildete sie aus. „Wir haben die Regel Nummer eins gebrochen“, sagt sie. Sie lautete: Keine Liebesbeziehung auf der Arbeit anfangen. Aber die beiden wurden ein Paar, bald war er Stammgast auf dem Karolinenhof.
Nach der Lehre begann sie ein Studium in Ökolandbau und Vermarktung in Eberswalde – inklusive Praxissemester in Schweden. „Ich wollte aber nicht alleine“, erzählt Sarah Spindler. Sebastian kündigte seinen Job und ging mit. Sie kümmerten sich dort um einen Ziegenhof. „Am Ende haben wir den ziemlich alleine geführt.“

Als die beiden wieder in Deutschland waren, stand die Frage im Raum, wie es nun weitergehen soll. „Als ich das erste Mal wieder auf den Karolinenhof kam, habe ich mich wirklich wieder angekommen gefühlt.“ Auf einer Feier machte ihnen Gela Angermann dann das Angebot, bei ihr auf dem Hof mit einzusteigen. Zwar steht bei Sarah Spindler bis Jahresende noch ihr Studium im Vordergrund, aber danach geht es richtig los. „Für mich war das sofort klar“, sagt sie.
„Bei mir hat es einen Moment gedauert“, gibt ihr Mann zu. Aber letztlich gehe ihn für auch ein Traum in Erfüllung. „Auf lange Sicht werden wir den Hof weiterführen.“ Genaue Konditionen werden später noch besprochen. „Fest steht für uns, dass wir nicht wollen, dass sich Gela Angermann ganz rauszieht, sie soll noch lange hier auf dem Hof bleiben“, sagt Sarah Spindler. Am 18. Juli haben Sarah und Sebastian geheiratet – mit großem Fest auf dem Hof.

Für die Zukunft haben sie 1000 Ideen. Die 27-Jährige denkt beispielsweise an eine Streuobstwiese. „Ich hätte auch gern einen kleinen Streichelzoo“, sagt sie. „Die Ziegen anzufassen ist ja immer eher schwierig.“ Einmal in der Woche könnten sie sich vorstellen, Brot zu backen – oder auch Pizzen. „Das Hauptziel ist aber erst mal, das Bestehende zu optimieren“, sagt Sebastian Spindler, „und Connections aufzubauen.“ Wobei es jetzt schon so sei, dass sich die Bauern untereinander helfen.
Hin und wieder fährt Sarah Spindler aber auch noch in ihre alte Heimat Berlin. „Das ist ein schöner Ausgleich. Trotzdem habe ich hier nicht das Gefühl, dass ich etwas vermissen müsste.“

aRTikel

Flatower Party-Veranstalterin ist frustriert

Mittwoch, den 19. August 2015
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Ronja Angermann hatte privates Musik-Event mitorganisiert. Drogenfälle sorgten für Abbruch.

MAZ Oranienburg, 19.8.2015

FLATOW
Sie ist frustriert und geknickt. Ronja Angermann war gestern Mittag mit vielen Helfern damit beschäftigt, die Reste ihrer großen Technoparty zu beseitigen. „Das ist scheiße gelaufen“, sagt sie. Am Sonnabend musste die Party abgebrochen werden. Sie war nicht angemeldet gewesen, aber das eigentliche Problem war ein anderes.

„Die Stimmung war total schön“, erzählte die 23-jährige Veranstalterin. „Auch in den Pausen, wo keine Musik lief, saßen die Leute hier und spielten Gitarre.“ Etwa 700 Leute waren auf dem Feld zu Gast. Es liegt etwa 500 Meter entfernt vom Flatower Karolinenhof und unweit der Dörfer Kuhhorst und Ebereschenhof.
Es seien viele Vorkehrungen getroffen worden. Der Lärmschutz sei ein Thema und der Brandschutz optimal gewesen, mehrere Johanniter waren permanent vor Ort. „Wir haben alle Auflagen erfüllt“, so die Veranstalterin der Party. Die Sanitäter mussten am Sonnabend jedoch aktiv werden. Vier Fälle von Drogenmissbrauch habe es gegeben. Die Party war vorbei, „nur weil andere meinen, Fremden was ins Getränk kippen zu müssen“, so Ronja Angermann verärgert. „Das ist richtig asozial. Fünf von 700 Leuten haben sich mies benommen, alle anderen müssen es ausbaden.“ Die vier Betroffenen konnten das Krankenhaus schon wieder verlassen. Die Polizei war dann aber daraufhin vor Ort, ebenso Kremmens Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse und weitere Vertreter der Stadtverwaltung. Hätte es die Drogenfälle bei der Party nicht gegeben – es hätte noch eine Chance bestanden, dass sie im Nachhinein genehmigt worden wäre. So sagte es später auch der Bürgermeister.

„Ohne die Drogen wäre das alles nicht aufgefallen“, sagte gestern Gela Angermann, die Mutter von Ronja und Besitzerin des Karolinenhofes. Lärmbeschwerden habe es keine gegeben. „Wir haben nichts gehört“, so Flatows Ortsvorsteher Gert Dietrich.
Die Feier war keine öffentliche Party. Dabei sein konnte nur, wer eine bestimmte Internetseite anklickte und das Passwort wusste. Das Gelände ist zudem abgesperrt und kontrolliert worden. Eintritt musste nicht gezahlt werden, die Gäste konnten spenden.

Zum fünften Mal fand die Party statt, aber noch nie war sie so groß. Warum sie nicht angemeldet worden ist, bleibt unklar. Ronja Angermann sagte, man habe ihr vergangenes Jahr gesagt, das sei nicht nötig gewesen. Auch sei die Anmeldung teuer. Bert Lehmann vom Ordnungsamt sagte gestern, die Party sei sicherlich genehmigt worden und bezahlbar gewesen.

Zwei Wochen lang dauerten die Vorbereitungen für die Party, ein paar Zelte standen gestern noch. Auch die Bar war noch zu sehen, dazu einige Bänke und viele Bierkästen. Der Abbau geht weiter.

aRTikel

Ein einziger großer Straßenschaden

Dienstag, den 11. Juni 2013
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Unterwegs auf der L17: Mega-Schlaglöcher bei Flatow / Probleme in Groß-Ziethen und Vehlefanz

MAZ Oranienburg, 11.6.2013

KREMMEN/OBERKRÄMER
Gute Stoßdämpfer! Wer die am Auto nicht hat, der ist auf der Landesstraße 17 im Bereich Kremmen und Oberkrämer ziemlich aufgeschmissen.

Es ist ein sonniger Nachmittag, die Reise kann beginnen. Zwischen Kuhhorst und dem Karolinenhof beginnt der Oberhavel-Abschnitt der L 17 – und gleich einer der schlechtesten. Elke Bonanaty weiß, wovon die Rede ist. Sie wohnt in Jahnberge (Havelland) und arbeitet in Oranienburg. Sie muss jeden Tag dort langfahren.
Die Straße ist zwischen Karolinenhof und Flatow in einem jämmerlichen Zustand. „Teilweise sind die Löcher so tief, dass ich mit dem Auto aufsetze.“ Im Dunkeln oder bei Regen ist die Strecke gerade für Motorradfahrer extrem gefährlich. Einige Löcher ziehen sich quer über die halbe Straße. Ausweichen ist kaum möglich, die Randstreifen sind ebenfalls wellig. Bei Regen sammelt sich das Wasser auf dem brüchigen Asphalt, es kann kaum abfließen.
Erlaubt ist Tempo 80, aber Kenner der Straße fahren sehr viel langsamer. „Ich fordere keinen grundhaften Ausbau“, sagt Elke Bonanaty. „Der kommt sowieso nicht, aber die Löcher zuzumachen, das muss doch drin sein!“ Sie sagt, eigentlich müsse man überlegen, die Straßenverkehrsbehörde anzuzeigen. „Das ist ja Vorsatz. Wenn hier jemand körperlich zu Schaden kommt, was passiert dann?“

In der Tat ist der Zustand der L17 in dem Bereich dem Landesbetrieb Straßenwesen bekannt. Es handele sich jedoch um den am schwächsten frequentierten Straßenabschnitt in der Zuständigkeit der Straßenmeisterei in Nassenheide, sagt die Sprecherin Brigitte Sterl auf MAZ-Nachfrage. Stärker befahrene Strecken wie die ebenfalls marode L 213 zwischen Freienhagen und Neuholland hätten eine höhere Priorität. Für den Rest fehlt das Geld. Die gute Nachricht: Im Laufe dieser Woche sollen die gröbsten Löcher geflickt werden. „Da der unbefestigte Seitenstreifen vor allem von vielen Landwirtschaftsfahrzeugen befahren wird, ist eine dauerhafte Instandsetzung nur in größeren Abschnitten machbar“, so die Sprecherin des Straßenlandesbetriebs.

Die Reise auf der L 17 führt durch Flatow, dort ist die Straße gut in Schuss. Bis zum Sportplatz, dann beginnt der Stoßdämpfertest. Direkt an der Einfahrt zum ehemaligen Flatower Bahnhof kommt ein Moped ins Schlingern, der Fahrer hat im letzten Moment ein Schlagloch entdeckt.
In Staffelde vereinigt sich die Landesstraße kurzzeitig mit der B 273. Am Ortsausgang Richtung Groß-Ziethen informiert ein Schild über Straßenschäden – einen Kilometer lang. Am Ende dieses Kilometers ist Groß-Ziethen erreicht, und ein neues Schild informiert über weitere Straßenschäden. Es ist nur Tempo 30 erlaubt, die Straße ist schmal, die Randstreifen sind ausgefahren. Ein Auto muss scharf abbremsen, als sich von vorn ein Lkw nähert. Vor einer tiefen Pfütze bleibt das Auto stehen. Anwohner haben schon im vergangenen Jahr mal nachgemessen: Mitunter sind die Löcher am Fahrbahnrand um die 20 Zentimeter tief.

Doreen Stemmler und ihre Nachbarn beobachten gerade den dörflichen Straßenverkehr. „Wir werden von Jahr zu Jahr vertröstet“, erzählt sie. „Und der Verkehr nimmt zu.“ Ihre Hofeinfahrt zur Straße hin hat sie selbst gebaut.
Wie die Groß-Ziethener Ortsvorsteherin Bettina Böcker erzählt, soll es demnächst deshalb eine Bürgerinitiative geben. „Wir sind dabei, zu planen“, sagt sie. Bald soll ein neuer Gehweg gebaut werden. „Das macht aber nur Sinn, wenn dann auch die Straße saniert wird.“
In der Kremmener Stadtverwaltung wird der schlechte Straßenzustand in Groß-Ziethen seit Jahren gegenüber dem Landesbetrieb angemahnt. „Gespräche mit der Straßenmeisterei und dem Landesbetrieb führten zu keinem Lösungsweg“, sagt Bauamtsleiterin Birgit Neumann-Hannebauer. Immerhin: Brigitte Sterl, Pressesprecherin vom Landesbetrieb Straßenwesen, kündigt eine bestmögliche Instandsetzung dieses Abschnittes in den kommenden Wochen an.

Hinter Groß-Ziethen führt die L17 in das Gebiet von Oberkrämer. Der Abschnitt bis Schwante hat zwar nur wenige Schlaglöcher, die Fahrbahn ist jedoch sehr uneben, wellig und schmal. Eine echte Herausforderung für die Stoßdämpfer und die Autofahrer. Am Dorfanger vereinigt sich die Landesstraße ein weiteres Mal ein paar hundert Meter mit der B 273. Der Abschnitt bis Vehlefanz ist in sehr gutem Zustand, doch dann beginnen wieder die Missstände. In Vehlefanz selbst sind die schlimmsten Schlaglöcher in der vergangenen Woche gestopft worden. Dennoch geht auch dort der Kampf um einen grundhaften Ausbau weiter. „Nächstes Jahr will das Land noch weniger Geld für die Erhaltung des Straßennetzes bereitstellen“, sagt Bernd Ostwald von der CDU-Fraktion in Oberkrämer. „Die Chance, dass die L 17 saniert wird, geht gegen Null.“ Das wollen er und seine Mitstreiter jedoch nicht hinnehmen. Demnächst beginnt eine Unterschriftenaktion. „Wir kämpfen dafür, dass der Etat nicht gesenkt wird.“

Auch in Eichstädt hat die L 17 erste Risse. In Marwitz ist, wie auch in Vehlefanz, jüngst die Schlaglochkette notdürftig repariert worden. Doch im kommenden Jahr dürfte das Umfahrungsspiel wieder von vorn losgehen.
Hinter dem Marwitzer Kreisel führt die Landesstraße 17 weiter nach Hennigsdorf und Stolpe-Süd, aber so desolat wie in Kremmen und Oberkrämer ist die Fahrbahn dort nicht.

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Im Winterwunderland (18): Aprilschnee

Freitag, den 5. April 2013
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(17) -> 14.3.2013

Schnee! Im April! Es ist müßig, sich darüber aufzuregen. So langsam macht sich das weiße Zeug vom Acker, kommende Woche könnte endlich der Frühling einziehen.
Es gibt aber noch Gebiete, in denen man sogar noch Wintersport betreiben kann.

Wer von Borgsdorf nach Briese unterwegs ist, wird immer noch ein Winterwunderland erleben. Der Wald präsentiert sich in einer dicken Schneehülle. Selbst die schmale Straße durch das Briesetal ist schneebedeckt, es haben sich tiefe Spurrillen gebildet. Offenbar fühlte sich niemand bemüßigt, die Straße irgendwann mal zu räumen. Vielleicht fahren einfach zu wenige Autos dort lang.

Aber auch auf dem Waldweg von Verlorenort nach Kremmen liegt der Schnee noch zentimeterhoch. Was gar nicht ungefährlich ist, denn die Spurrillen dort sind so tief, dass man Angst haben muss, aufzusetzen. Augen und Ohren zu und durch!
Und auch in Karolinenhof, einem Wohnplatz der zu Flatow (Kremmen) gehört und direkt neben Kuhhorst (Fehrbellin) liegt, sind die Felder noch schneebedeckt. Blöd für die dortigen Tiere, denn sie können noch nicht auf die Wiesen und Gras fressen. Sie bekommen immer noch Heu.

So wird aus dem Winterwunderland irgendwann eben doch ein Winterfrustland – spätestens im April.