KeineWochenShow

#220 – שלום ישראל!

Sonntag, den 21. März 2021
Tags: , ,

In Ausgabe #220 von KeineWochenShow gibt es fast mal ein hochoffizielles Schaltgespräch mit der ARD! Ich spreche nämlich mit dem ARD-Hörfunk-Korrespondenten Benjamin Hammer in Tel Aviv über die Coronalage in Israel. Da ist die Situation nämlich eine ganz andere. Während Deutschland gerade in die dritte Welle steuert, entspannt sich die Lage in Israel.
Woher Benjamin Hammer und ich uns kennen und was Oranienburg damit zu tun hat, klären wir aber auch.

Und es gibt eine Premiere: Normalerweise gibt es den RTest immer am Mittwoch. Diesmal aber gibt es eine Sonderfolge innerhalb von KeineWochenShow. Weshalb die Ausgabe aus Perwenitz nicht regulär am Mittwoch startet, erfahrt ihr im Laufe der Sendung.

Genau vor einem Jahr sind wir übrigens wegen der damaligen Zuspitzung der Coronalage aus unserem Kellerstudio in die Garage gezogen – mit frischer Luft. Inzwischen haben wir im Studio aber eine Trennscheibe, und einer von uns ist bereits geimpft. Deshalb ist für uns die Lage anders als im März 2020.

Es geht aber auch um Die Ärzte, die 2022 durch Berlin touren wollen und um Dieter Bohlen, der wohl gegen RTL klagen will. Das und mehr in KeineWochenShow #220 auf Youtube!

Hits: 299

RTZapper

Grand Prix in Israel – Kein bisschen Frieden

Montag, den 6. Mai 2019
Tags: , , , ,

SA 04.05.2019 | 19.20 Uhr | 3sat

Netta hat den Eurovision Song Contest 2019 nach Israel geholt. Es ist das dritte Mal, dass der “Grand Prix” in dem Land stattfindet, nach 1979 und 1999.
Das Mega-Event wird in Tel Aviv stattfinden, und eine Dokumentation auf 3sat hat am Sonnabendabend gezeigt, mit welchen Problemen die Show in diesem Jahr zu kämpfen hat. “Grand Prix in Israel – Kein bisschen Frieden” hieß der Film.

So sollte die Show eigentlich in Jerusalem stattfinden, die Regierung hätte das gern gesehen. Doch die Veranstalter zogen Tel Aviv vor, weil die Stadt mehr Möglichkeiten bietet. Sowohl in Sachen Veranstaltungsort als auch in der Infrastruktur.
Aber auch die palästinensisch organisierte und international vernetzte Boykottbewegung BDS (Boycott – Devestment – Sanction) protestiert. Sie will den ESC nicht, weil es Israel nur darum gehe, sich gut darzustellen.
Die israelische orthodox-religiöse Bevölkerung meint dagegen, dass die Show auf keinen Fall am Sonnabend stattfinden dürfe, weil an diesem Tag Schabbat ist. Da werde keine Musik gehört, es herrsche Stille, die Menschen würden sich nur bedächtig unterhalten. Auch herrsche ein Fahrverbot. Und man sei empört, dass der ESC sich darüber hinwegsetze und die Sitten des Landes missachte. Und die Show könne doch auch am Dienstag oder Mittwoch stattfinden. Wo doch immer von Toleranz gesprochen werde.

Das verwundert. Wie konnte eigentlich der ESC 1979 und 1999 stattfinden? Gab es da diese Regeln noch nicht?
Aus der Doku ging leider nicht so genau hervor, wie viele Menschen das eigentlich betrifft, wie groß der Anteil der Bevölkerung in Tel Aviv ist, der sich davon gestört fühle.

Schwieriges Thema. Denn natürlich sollte man religiöse Gefühle nicht verletzen. Allerdings ist Toleranz ja keine Einbahnstraße, und der Eurovision Song Contest ist kein lokales Event. Er folgt Regeln und Terminen, die schon lange festgelegt sind. Es hängen daran mehr als 40 Länder in der Eurovision.
Zumal ja angeblich der ESC in Israel jedes Jahr von vielen Menschen zelebriert werde, und die scheinen sich ja in den Vorjahren auch nicht um Regeln geschert zu haben. Im Gegenzug müsste das ja heißen, dass dieses Event ganz grundsätzlich im Land nicht verfolgt würde.

Es dauert nur noch acht Tage, bis die Halbfinals beginnen, die Proben laufen in Tel Aviv bereits. Hoffentlich wird der Eurovision Song Contest 2019 in Israel auch wieder ein fröhliches, kontinentales Fest, so wie wir es aus den Vorjahren kennen.

Hits: 316

RTZapper

24h Jerusalem

Sonntag, den 13. April 2014
Tags: , ,

SA 12.04.2014 | 6.00 Uhr | arte

24 Stunden Jerusalem, von 6 bis 6 Uhr. Einen ganzen Tag lang streift man durch die israelische Großstadt, das Fernsehen macht’s möglich.
Nach dem riesigen Erfolg von “24h Berlin” folgt nun der zweite Stadt, die 24 Stunden lang unter die Lupe genommen wird. 70 Filmteams begeleiteten 90 Menschen im West- und Ostteil der Stadt. Das Bayerische Fernsehen und arte zeigen das Mammutprojekt.

Aber der Hype bleibt aus, denn auch wenn die Projektleiter dieselben sind wie damals in der deutschen Hauptstadt, gibt es einen großen Unterschied. “24h Berlin” spielte hier. Wer im Sendegebiet des rbb lebte, kannte auch Berlin. Der wusste, dass es diesen einen Tag gab, an dem zig Kamerateams in der Stadt unterwegs waren. Der rbb hatte das intensiv begleitet. Und natürlich war die ganze Stadt und das Umland sehr gespannt darauf, was denn da nun rausgekommen ist. “24h Berlin” zeigte die Heimat und die Leute von nebenan.

“24h Jerusalem” fehlt dieser Reiz. Auch wenn es auch dort ebenfalls faszinierende Augenblicke gibt, auch wenn man durchaus länger dranbleibt – das Fieber bleibt aus, die große Begeisterung. Jerusalem ist eine spannende Stadt voller Gegensätze, aber sie ist weit weg. Zumindest mir fehlte irgendein Bezug, das machte es mir schwer, reinzukommen in die Doku, der Anreiz dazu blieb aus.
Dass der BR sein komplettes Programm freiräumt und teilweise auf den Bilungskanal BR alpha abschiebt, ist aber dennoch eine sehr bemerkenswerte Sache, die man nicht oft genug loben kann.

Hits: 131