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Oranienburg hat einen Knall

Freitag, den 26. Februar 2021
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Es hat geknallt. Wieder mal. Es knallt öfter mal in Oranienburg. Vorzugsweise nachts.
So auch diesmal, und diesmal hatte ich sogar noch das Fenster geöffnet. Es war gegen 1.20 Uhr, es gab einen ordentlichen Knall. Als ob irgendwas zerplatzt ist, als ob was aus Plastik in die Luft geht. Eine Druckwelle gab es nicht, vielleicht war dieser Knall aber auch zu weit weg von mir.
Das passiert öfter mal. Neulich genau um Mitternacht. Manchmal auch gern weit vor Mitternacht.

Und auf den Knall folgt die Knall-Diskussion in der Facebook-Gruppe. Das wird dann aufgeregt gefragt, ob man denn den Knall gehört habe. Alle erzählen, dass sie ihn gehört haben, wo sie beim Knall waren und wie sie sich dabei fühlten. Und dass es doch vielleicht eine Bombe war. Weil alles gezittert habe.
Immer beginnt die Rätselei von neuem. Diesmal war sogar ein Hubschrauber in der Luft, der bis weit nach 3 Uhr offenbar von oben die Stadt absuchte. Gefunden worden ist nichts. Wie immer in solchen Fällen.
Aber dass es sich um einen Böller handeln könnte – nein, nein, das kann gar nicht sein. Da sind sich die Experten bei Facebook einig.

Wenn eine Bombe hochgeht, dann bekommen das wirklich alle mit. Denn dann knallt es nicht nur. Dann gibt es wirklich eine Druckwelle, und dann bebt und wackelt auch kurz die Erde.
Wenn das alles mal eintritt, dann ist wirklich was passiert.
Und so lange freuen sich die Blödmänner, die durch die nächtlichen Explosionen für Angst sorgen.

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Platz 10.554.899 in Zeiten des Coronavirus

Dienstag, den 19. Januar 2021
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Bis ich mich impfen lassen kann, vergeht noch einige Zeit. Meine erste Impfdosis könnte ich zwischen dem 9. Mai und dem 8. August 2021 bekommen, die zweite Impfdosis drei Wochen danach.
In der Warteschlange sind derzeit noch zwischen 10.554.898 und 19.356.898 Menschen vor mir. Das heißt, ich bin mindestens auf Platz 10.554.899.

Was man nicht alles errechnen kann. Das geht mit dem Omni-Calculator, dem Corona-Impfterminrechner. Da gibt man ein paar Daten ein, und dann erreichtet der Computer, wann ich denn dran bin.
Nun gut, die Drei-Monate-Differenz macht das Ganze noch nicht so aussagekräftig. Klar ist aber, dass ich bis zum Sommer warten muss. Was jetzt aber auch nicht überraschend ist.

Und wann bist du dran?

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Guten Tag! Ist alles doof hier!

Sonntag, den 22. November 2020
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Die schlechte Laune oder Miesepetrigkeit mancher Leute lässt einen hin und wieder schon den Kopf schütteln. In einer Facebook-Gruppe aus Bötzow schrieb in dieser Woche eine Frau, dass sie neu zugezogen, und sie wollte wissen, ob es bei der Sparkasse auch einen Schalter gibt.
Normalerweise würde man ihr antworten und sie vielleicht noch herzlichen Willkommen heißen. Aber das wäre ja auch zu freundlich.

“Außer Netto und braune Gesinnung gibt’s hier gar nichts”, antwortete jemand. Und: “Testen sie mal die Busanbindung.” Das mit dem Discounter stimmt, mit der brauen Gesinnung in Einzelfällen auch, die Busverbindung ist seit Jahren ein Diskussionsthema. Aber muss man wirklich erst mal mäkeln, wenn sich jemand neu vorstellt? Man erwartet ein freundliches Lächeln und erntet runtergezogene Mundwinkel. Eine andere Frau merkte an, dass es so schön sei, dass sie auf der Straße sitze. Ein anderer meckert, dass immer wieder fremde Hunde auf sein Grundstück kommen – und stempelt das später als Satire ab.

Glücklicherweise gibt es im Gegenzug aber auch andere Leute, die die Neubürgerin freundlich begrüßen. Man muss ja nicht immer alles gleich niedermachen.

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Die Maerker-Ampel steht auf Gelb

Mittwoch, den 11. November 2020
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Es hält sich kaum jemand dran, aber in der Stralsunder Straße in Oranienburg gilt an der Busbahnhof-Baustelle beidseitig Tempo 10 wegen einer „unebenen Fahrbahn“. Und das seit dem Frühjahr, als eine provisorische Leitung über die Straße verlief und die Autos nur extrem langsam und sehr holprig rüberfahren konnten.
Die Gefahrenstelle gibt es seit Monaten nicht mehr – aber die Schilder stehen noch.

Für Oranienburg gibt es den „Maerker“ im Internet, auf dieser Seite können Anwohner so etwas melden. Die Stadtverwaltung hat darauf Zugriff, antwortet und handelt gegebenenfalls.
Am 1. September schrieb ich dort die Meldung rein und wies auf das überflüssige Schild hin, und bald darauf stand drunter: „Vielen Dank für Ihren Hinweis, den wir an das zuständige Fachamt weitergeleitet haben.“
Die Bearbeitungsampel steht auf Gelb. Bis heute.

Die Schilder stehen noch immer. Was ist da los? Ist die Meldung im Amt nicht angekommen? Müssen erst Ausschüsse darüber diskutieren? Das Stadtparlament darüber entscheiden, ob die Schilder weg können? Vielleicht sogar der Landtag? Der Bundestag? Das EU-Parlament oder gar die UN-Vollversammlung?
Zehn Wochen Bearbeitungszeit für zwei Schilder sind jedenfalls zu viel, und selbst wenn es einen Grund geben sollte, dass die Schilder da immer noch rumstehen, kann man das ja im “Maerker” ja wenigstens mal mitteilen.

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Aus einer vagen Idee wurden 200 Ausgaben von KeineWochenShow

Freitag, den 30. Oktober 2020
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Und, was war das hier? Schon wieder KeineWochenShow!
Und das inzwischen 199-mal. Am Freitag zeichnen wir in der Marwitzer Beat-Fabrik die 200. Ausgabe auf. Eigentlich war das – wie auch bei Ausgabe #100 – mit Publikum geplant, aber die steigenden Coronazahlen machen uns da einen Strich durch die Rechnung. So wird es eher ein ruhiges Jubiläum, das sich auch viel mit der Krise der Kulturschaffenden beschäftigen wird.
Die Sendung geht am Sonntag um 11.30 Uhr auf Youtube online.

Für das Jubiläum habe ich einen achtminütigen Film zusammengeschnitten, der auf die vergangenen fast vier Jahre zurückblickt.
Als wir Anfang Januar 2017 begonnen haben, war das eigentlich nur eine vage Idee. Wir hatten noch nicht mal einen Namen, der kam erst, als wir Sendung #1 schon aufgezeichnet hatten.
Seitdem sprechen wir Woche für Woche über das, was so geschehen ist, was wir erlebt haben, was uns bewegt hat, was uns wichtig ist. Und immer gibt es ein Bier und Tipps – oft Metal.
In den 199 Sendungen hatten wir auch den einen anderen Gast. Während der Coronakrise kümmerten wir uns um Leute, die darüber redeteten, wie sie in der Krise klarkommen oder nicht klarkommen.
Wir sangen, wir blödelten.
All das kann man sich hier ansehen.

Eigentlich sollte nach 13 Folgen, zwar nicht Schluss sein, aber eine Staffel enden. Aus den 13 Folgen 199 geworden, und am Sonntag kommt eine 200. dazu.
Und wenn ich mir das Werk so ansehe, dann macht mich das stolz, und ich freue mich, was wir das so alles geschaffen haben, wie gut wir harmonieren. Wenn wir unsere kleinen Hitparaden machen oder kurze Clips, dann machen wir das einfach. Geprobt wird nichts. Gar nichts.
Ich habe noch Lust drauf, und Themen gibt es ja immer, die zu besprechen sind.

Ich danke allen, die jede Woche zuschauen, die auch mal sagen, was gut ist und was nicht. Die kommentieren und Hinweise geben. Die uns von irgendwoher ein Bier spenden. Die helfen beim Filmen, die bei uns Gast sind oder die für ein Interview zur Verfügung stehen. Ohne Sie und euch alle, wäre KeineWochenShow auch nichts.

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ORA aktuell

Oranienburger Stadtverordnetenversammlung erstmals online

Mittwoch, den 28. Oktober 2020
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Die Oranienburger Stadtverordnetenversammlung ist am Montagabend erstmals im Internet live gestreamt worden. Insgesamt 283 Zuschauer schalteten während der fünfstündigen Sitzung ein. In der Spitze waren es 109 Menschen, im Durchschnitt zwischen 50 und 70.

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Ein Hoch auf die Technik (62): Um den Strom müssen Sie sich schon selbst kümmern!

Samstag, den 24. Oktober 2020
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(61) -> 25.8.2020

Sich Technik über Amazon zu bestellen, hat seine Tücken. Man weiß nie so genau, was da letztlich zu Hause ankommt, weil man mal wieder das Kleingedruckte nicht gelesen oder nicht richtig verstanden hat.
Für Videoaufnahmen brauchte ich mehr Licht.

Erste Idee: ein Ringlicht. Ich bestellte mir eines über Amazon, doch die böse Überraschung kam beim Auspacken. Erstens fehlte eine Gebrauchsanweisung, wie man die verschiedenen Teile zusammenbaut. Das hat man gefälligst selbst rauszufinden – vielleicht gibt es ja ein Youtube-Tutorial. Zweitens fehlte die Möglichkeit, das Ding an den Strom anzuschließen. Stattdessen gab es ein USB-Kabel, das man ans Handy anschließen kann.
Nur will ich meistens nicht mit dem Handy filmen, sondern mit der Fotokamera. Mir war das alles zu umständlich, zu blöd, zu ärgerlich, ich schickte das Zeug zurück.

Zweite Idee: ein Scheinwerfer. Ich fand bei Amazon auch etwas, was mir gefiel und bestellte es. Zunächst kamen auch tatsächlich die beiden Scheinwerfer, nur das Stativ dazu – das kam nicht an. Erst zwei Tage danach.
Und ich hatte schon beim Auspacken festgestellt: Es gibt zwar Stromkabel, aber keinen Stecker. Ich würde die Scheinwerfer so nicht in Betrieb bekommen. Später las ich, dass das auch so in der Beschreibung steht, aber dennoch frage ich mich, was das soll. Das ist reine Schikane für den Kunden.
Also fuhr ich zum Elektronikhändler in Oranienburg, um dort zu erfahren, dass ich da nicht bekomme, was ich suche. Was mich wundert, dass es im Elektronikmarkt keinen Stecker und keine Kabel geben sollte. Vielleicht war es Lustlosigkeit.
Stattdessen ging es in den Baumarkt nach Germendorf. Am Infoschalter erzählte ich, was ich wollte, und nachdem wir das Missverständnis geklärt haben, dass es nicht um einen Autoscheinwerfer geht, habe ich auch bekommen, was ich brauchte.
Mein Bruder baute mir alles zusammen, ich hätte das nicht hinbekommen.
Aber das muss man sich mal vorstellen: Man bestellt sich unfertige Teile, bezahlt dafür und muss das ganze auch noch – wenn man es nicht selbst kann – zusammenbauen lassen.
Toll, diese schöne Online-Bestellwelt.

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