RTelenovela

Flecki

Samstag, den 16. Juni 2018
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Hennigsdorf hat ein Wildschweinproblem. Wer sich mal in den Facebook-Gruppen der Stadt umsieht, wird immer wieder Fotos finden, auf denen Wildschweine in Wohngebieten zu sehen sind. Dazu Kommentare, in denen sich oft genervte Leute dazu äußern. Die Wildschweine sollen weg, sie seien eine Gefahr, so heißt es.
Und sicherlich haben sie damit auch recht.

Aber dann kam Flecki. Flecki heißt Flecki, weil er (oder sie) ganz süüüüße helle Flecke hat. Sooo süüüß! Und jetzt gibt es immer wieder ganz niedliche Flecki-Fotos bei Facebook zu sehen.
Flecki ist nicht eklig. Flecki ist zwar ein Wildschwein, sieht aber süß aus. Deshalb muss Flecki auch nicht weg, sondern ein Maskottchen werden. Ja, das finden einige Leute.
Ein Problem ist so lange ein Problem, bis das Problem ganz doll niedlich ist. Dass Jäger nun total genervt sind, weil sie Angst haben, man bringt sie um die Ecke, wenn sie soooo niiiiiedliche Tierchen wie Flecki töten, kann man da auch schon verstehen.

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Müllsammeln? Nüscht zu tun, oder was?

Mittwoch, den 30. Mai 2018
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Der Müll, der überall rumliegt, ist immer wieder ein großes Thema. Ein kleiner Junge in Oranienburg will es anpacken. Er will jeden Sonntag eine halbe Stunde in Oranienburg rumlaufen und den Müll von Grünflächen und Straßen aufsammeln und entsorgen. Gemeinsam mit den Eltern – und vielleicht ja mit weiteren Leuten, die mitmachen wollen.

Tolle Sache! Ein entsprechender Aufruf in der Facebook-Gruppe „Die Oranienburger“ schlug trotzdem Wellen. „Habt ihr sonst nichts zu tun?“, fragte ein junger Mann. Kinder sollen spielen, und die Stadt werde dafür bezahlt, aufzuräumen, so sein Argument, das natürlich keins ist.

Klar, man kann darüber diskutieren, ob wir uns nicht mal alle besser um unseren Dreck kümmern können. Aber wenn ein Kind ein solches Engagement an den Tag legt, dann sollte man es nicht bepöbeln, sondern dabei unterstützen. Bräsig rumsitzen und nur auf andere zeigen – das ist zu billig.

RTelenovela

Ortsbeirat: Endlich wieder tolle Events!

Donnerstag, den 26. April 2018
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Frohes neues Jahr! Ja, da guckst du jetzt vielleicht ein bisschen irritiert. Aber im Löwenberger Land hat endlich auch das Jahr 2018 begonnen. Zumindest herrschte bis jetzt noch ein besinnlicher Winterschlaf.

Wer in den vergangenen Monaten mal auf der Internetseite der Gemeinde nachschaute, was denn so an Veranstaltungen los ist, der wird gesehen haben: nichts. Null. Seit Anfang Januar kein einziges Event.
Die Veranstaltungen stehen im Löwenberger Land unter der Rubrik “Tourismus”, und bislang scheint es in der Hinsicht noch, nun ja, Anlaufschwierigkeiten gegeben zu haben.

Doch nun, am Donnerstag, findet es statt – das erste touristische Event 2018, das auf der Gemeindeseite angekündigt wird: der Ortsbeirat von Gutengermendorf.
In Gutengermendorf hat man sich vermutlich lange darauf vorbereitet, denn als erste offiziell angekündigte Veranstaltung 2018 hat man ja auch eine gewisse Verantwortung. Und der Ansturm zur Saisoneröffnung dürfte auch groß sein.

Aber mal im Ernst: Vier Monate dauerte es, bis der Veranstaltungskalender auf der Internetseite des Löwenberger Landes gefüllt worden ist. Das ist peinlich. Genauso wie übrigens sinnloserweise viele Veranstaltungen ohne eine Uhrzeit und ohne Veranstaltungsort angekündigt werden. Service sieht anders aus.

aRTikel

Überflieger: Beruf und Hobbys unter einen Hut bekommen

Samstag, den 7. April 2018
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Florian Büttner (32) aus Oranienburg ist Rezepte-Entwickler und Online-Chef beim Berliner Start-up-Unternehmen Kochhaus

MAZ Oberhavel, 7.4.2018

Oranienburg.
Das klingt lecker: Fusilloni mit Ricotta, frischem Babyspinat und getrockneten Tomaten. Aber was brauche ich dafür? Und wie kommt es auf den Teller? Der 32-jährige Oranienburger Florian Büttner weiß das. Er ist verantwortlich für den Produktbereich und die Rezepte-Entwicklung im Kochhaus. Wer in eine der drei Berliner Filialen geht oder online bestellt, bekommt alle Zutaten für die Gerichte genau so, wie sie benötigt werden. Dazu noch einen Flyer, wie zu Hause daraus eine fertige Mahlzeit wird. 18 Gerichte stehen zur Auswahl.
„Die Rezeptentwicklung ist ein fortlaufender Prozess“, sagt Florian Büttner. Jede Woche werden drei Gerichte ausgetauscht. „Wir versuchen immer, alle Bereiche abzudecken.“ Ein Pastagericht werde durch ein anderes Pastagericht ersetzt, ebenso im veganen Bereich oder bei den Curry-Gerichten.
Das Büroteam besteht aus 30 Leuten, sie sammeln Ideen, kalkulieren die Preise und machen dreimal ein Probekochen – auch für die Flyerfotos und die Rezeptanleitung.

Florian Büttner machte 2005 sein Abitur am Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium. Mehrere Jahre leitete er die Schülerzeitung „Iwahn“. In der Band Radiopilot spielte er Klavier. Mit seinen Musikerkollegen bekam er einen Plattenvertrag, eine Single schaffte es bis in die Charts. Von 2009 bis 2013 studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. Zwischendurch drehte er gemeinsam mit einem Freund Videoclips für verschiedene Bands. Schon viele Jahre also drehte sich bei ihm alles um Kreativität.

2012 begann er ein Praktikum beim Kochhaus. „Das hat alle meine Hobbys abgedeckt“, sagt der 32-Jährige, der inzwischen in Berlin-Wannsee lebt. „Ich konnte meine Lust am Kochen ausleben, ich kann programmieren, fotografieren und gestalten. Ich hatte von dem Praktikum gelesen und fand, es war genau das Richtige für mich.“ In dieser Zeit baute er den Lieferservice mit auf, nach seinem Praktikum wurde er dann Verantwortlicher für die Rezepte-Entwicklung. Auch das Onlinemarketing fällt in seinen Bereich. „Es geht darum, wir kriegen wir die Rezepte zu den Kunden.“ Früher hat er die Seite mitgestaltet, inzwischen ist er der Chef der Leute, die das machen.

Elf Filialen gibt es deutschlandweit. Die Leute können vor Ort einkaufen oder im Internet. Die Kernzielgruppe sind Berufstätige zwischen 25 und 60 Jahren. „Sie bekommen alle Zutaten bei uns, dadurch können sie sich die Zeit zum Einkaufen sparen.“ Aber auch Rentner kommen ins Kochhaus, denn dort gibt es zum Beispiel auch einzelne Knoblauchzehen – und keine Vorratspackungen.
„Wir sehen einen starken Trend zur Online-Lebensmittel-Bestellung“, sagt Florian Büttner. „Die Zaghaftigkeit der Leute nimmt drastisch ab.“ Das Berliner Start-up-Unternehmen reagiert zum Beispiel mit Kochboxen darauf, in denen auch schon alle Zutaten für bestimmte Gerichte enthalten sind.

In den vergangenen Jahren hat Florian Büttner viel dazu gelernt. „Gerade auch ganz viele Tricks beim Kochen.“ Zu Hause kocht er aber auch gern aufwendiger – Schmorbraten zum Beispiel, oder er backt eigenes Brot. Nebenher betreibt er einen Foodblog mit kunstvollen Bildern von Speisen. Unter dem Stichwort „Paulsbreakfastclub“ sind sie auf Instagram zu finden – unter dem selben Namen aber auch auf eigener Webseite. Für den Garten, fürs Bauen, Malen oder die Musik ist auch noch hin und wieder Zeit.

Beim Kochhaus geht es unterdessen weiter mit der Expansion. Eventuell nach Österreich und in die Schweiz. Da wird Florian Büttner auch sicherlich wieder mit dabei sein

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Nickel und Herr Siemon hinter der Wand

Donnerstag, den 5. April 2018
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Es gibt Kindheitserinnerungen, die zwar irgendwie noch vorhanden sind, aber mit der Zeit immer unkonkreter werden. Dazu gehören Kinderhörspiele.
Als Kind lief bei mir am Sonntagmorgen immer das Radio, der SFB. Dort lief – warum auch immer – zunächst der “Ö3-Wecker” vom österreichischen ORF, und um 8.30 Uhr begann immer ein Kinderhörspiel. Auf eine Serie freute ich mich immer besonders, und wenn die Titelmelodie einsetzte, war ich ein glückliches Kind: “Nickel und Herr Siemon hinter der Wand”.

Nickel ist ein kleines Mädchen, und immer wenn sie ich in der Familie unverstanden fühlt oder keiner Zeit für sie hat, dann geht sie durch eine geheime Tapetentür über dem Hochbett. Dort, hinter der Wand, ist Herr Siemon, und bei ihm werden alle Träume wahr. Sogar fliegen mit dem Bett.

Die Serie gab es nur einmal im Monat, insgesamt liefen 35 Folgen, von Ende 1984 bis Anfang 1988. Dann hab es nur noch Wiederholungen. Pfingsten 1988 hatte ich die Serie mal in einem Text erwähnt. Irgendwann hat der SFB die Kinderhörspiele ganz gestrichen.

Seitdem habe ich nie wieder etwas von Nickel und Herrn Siemon gehört. Es ist somit fast 30 Jahre her, dass mir das Hörspiel in den Ohren lag. Ich habe auch im Internet nichts dazu gefunden.
Neulich aber wurde ich doch fündig. Erst vor kurzem wurde auf Youtube die erste Folge des Hörspiels hochgeladen. Ich habe sie mir natürlich gleich reingezogen.
Der Erinnerungsflash kam, als Nickel das erste Mal auf Herrn Siemon hinter der Wand trifft – da gibt es nämlich immer eine ganz bestimmte Musik – ein elektronisches Instrumentalstück, das ein bisschen ufomäßig klingt.

Das Hörspiel selbst kann man sich immer noch ganz gut anhören, es ist zeitlos und ganz bestimmt auch für heutige Kinder ein schönes Erlebnis. Eigentlich ist es schade, dass solche Schätze nirgendwo komplett zu hören sind. Wie wäre es denn mal mit der ARD-Audiothek?

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Tinder!

Mittwoch, den 28. Februar 2018
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Na, auch schon mal auf dem Smartphone herumgewischt? Die Guten nach rechts, die nicht so Guten nach links? So jedenfalls funktioniert Tinder. Das ist eine Flirt-App, die einzig von einem oder mehreren Fotos sowie – wenn man will – ein paar spärlichen Infos lebt. Wer in der Gunst des kurzen Augenblicks durchfällt, wird links weggewischt. Wer einen guten Eindruck macht, nach rechts. Und hat der- oder diejenige das mit dem eigenen Foto auch gemacht – dann gibt’s ein Match!

Ein Mittag in einem Oranieburger Asia-Imbiss. Am Nebentisch sitzen zwei Frauen, und nachdem sie sich erzählt haben, was bei ihnen gerade so los ist, beginnt eine von ihnen der anderen Tinder-Fotos zu zeigen. Man hört immer nur: Nein. Nein. Nein. Oh, nein.
Ein Herr scheint es ihnen dann aber besonders angetan zu haben. “Der hat irgendwas”, sagt die eine. “Ja, aber was denn?” – “Na, guck doch mal, diese Augen, und dann das Kinn.” Sie beginnen zu fachsimpeln, und sie überlegen sich, wie man denn diesen Mann anschreiben könnte. Ob man denn gleich schreiben müsse, was man denn mag, oder ob ein einfaches “Hallo” reicht.

Wie dieses mögliche Tinder-Date ausgegangen ist, muss offen bleiben. Während sie weiter am Text gefeilt haben, habe ich gezahlt und bin gegangen.
Aber viel Glück!

KeineWochenShow

#56 – Wir sind Stars! Lasst uns da kostenlos rein!

Montag, den 29. Januar 2018
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Es folgt eine Ansage: Wir würden gern vier Tage Urlaub machen, und dafür suchen wir ein schönes Hotel. Und weil wir ja auf YouTube 43 Follower haben, fänden wir es ganz toll, wenn wir kostenlos wohnen könnten. Wir würden im Gegenzug natürlich das Hotel in “KeineWochenShow” erwähnen. Das ist doch ganz klar!
Einen Versuch ist es wert, auch wenn es bei Elle Darby nicht geklappt hat. Der YouTube-Star hat genau diese Masche versucht und ist beim Hotelmanager auf Granit gestoßen. Und Elle war darüber wiederum empört.
Wir haben eine Meinung zu diesem, ähm, Vorfall. Die erfahrt ihr in der neuen Ausgabe unseres wöchentlichen Vlogs.

Außerdem sprechen wir über die aktuelle SPD-Krise, über das aktuelle Dschungelcamp, über die neue Aggression der Menschen und über ein besonderes Theaterstück.
Ausgabe #56 von “KeineWochenShow” gibt es natürlich auf YouTube.