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Fußball live: Champions-League-Halbfinale

Donnerstag, den 2. Mai 2013
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MI 01.05.2013 | 20.45 Uhr | Inforadio

Deutsch-deutsches Finale in der Fußball-Champions-League. Am 25. Mai spielen der FC Bayern München und die Borussia Dortmund um den Sieg, das ZDF überträgt.
Doch auch das Radio hat sich am Mittwochabend mal wieder vollbezahlt gemacht. Im rbb-Inforadio war jedenfalls der Reporter-Toooooooooooorrrr!-Schrei beim 0:1 für die Bayern ganz groß! So ein richtiger, langer Schrei. So groß, so laut, so lang, dass es nach Angaben der Reporter stehenden Applaus von den Kollegen gab. Da haben sich die ARD-Leute sicherlich was von den Engländern, Italienern oder Spaniern abgehört…

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Boxen live: Wladimir Klitschko – Mariusz Wach

Montag, den 12. November 2012
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SA 10.11.2012 | 23.05 Uhr | Inforadio

Es gab Zeiten, da versammelte man sich vor dem Radio, um bei einem großen Ereignis dabei zu sein. Die Zeiten sind zwar vorbei, aber diese Radioübertragungen gibt es immer noch.
Es war eine echte Überraschung, als ich am Sonnabendabend auf der Autobahn unterwegs war, mich durch die Radiokanäle zappte und beim Inforadio des rbb hängenblieb. Dort wurde live der Boxkampf zwischen Wladimir Klitschko und Mariusz Wach übertragen.
Erstaunlich, schließlich handelt es sich dabei ja um ein RTL-Event, das da von der ARD ins Radio gebracht wird.

Reporter im Radio müssen mehr leisten als die im Fernsehen. Er muss erzählen, was er sieht, und das so bildlich, dass sich der Hörer das vorstellen kann. Zwischendurch muss er aber auch wichtige Fakten überbringen, die für den Boxkampf relevant sind. So kommt es, dass der Reporter weit mehr als eine Stunde am Stück redet. Wie Klitschko zuschlägt. Und noch mal. Und wie Wach plötzlich kontert und Klitschko zum Wanken bringt.

RTL wird während der Übertragung übrigens mit keinem Wort erwähnt. Es ist immer mal wieder von einem kommerziellen Sender die Rede, mit dem die Klitschkos entsprechende Verträge haben.
Inforadio (und vermutlich viele weitere ARD-Info-Radiosender) bleiben dran, bis nach Runde 12 die Wertung bekanntgegeben wird.

Schön, dass es so was in unserer modernen Medienwelt auch noch gibt: ein Event zum Hören, und das nicht nur beim Fußball.

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Nachrichten: Amoklauf und OB-Wahl

Montag, den 20. September 2010
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SO 19.09.2010 | 19.40 Uhr | Inforadio

Inforadio ist immer total aktuell. Dachte ich. Am Sonntagabend wurde ich eines besseren belehrt.
Zwei Dinge waren mir an diesem Abend wichtig: Bevor ich mich ins Auto setzte, informierte Das Erste die Zuschauer in einem Laufband über den Amoklauf in Lörrach. Genaueres war da noch nicht bekannt. Außerdem: die Oberbürgermeisterwahl in Potsdam, die ich schon im Internet verfolgt hatte.

Um 19.40 Uhr dann die Nachrichten auf Inforadio vom rbb. Die erwiesen sich als nicht gerade aktuell. Oder gar als Wiederholung von 19 oder 19.20 Uhr?
Die Meldung aus Lörrach kam gar nicht vor. Das Zwischenergebnis der Potsdamer OB-Wahl war auch schon eine Stunde alt. Der Sprecher verkündete den Stand nach Auszählung der Hälfte der Wahllokale. Dabei standen zu dem Zeitpunkt bis auf eines schon alle Wahllokal-Ergebnisse fest, ich hatte sie bereits vor Abfahrt auf der Wahlseite im Netz gelesen.

War Radio nicht mal das schnellste Medium? Das scheint vorbei zu sein. Inforadio scheint diesen Wettkampf jedenfalls verloren zu haben.

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Sport live – Frauenfußball-Champions-League-Finale: Potsdam – Lyon

Freitag, den 21. Mai 2010
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DO 20.05.2010 | 20.25 Uhr | Inforadio

Irgendwie läuft das alles nicht so gut. Fehlpässe, kaum Torschüsse, eine einizige Katastrophe. Zwei Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs. Im Inforadio des rbb mussten Guido Ringel und Christian Riedel am Donnerstagabend das Champions-League-Finale im Frauenfußball kommentieren. Sie taten das exklusiv fürs Inforadio, eine andere ARD-Anstalt schien dieses Topereignis nicht sonderlich zu interessieren. Und wenn Potsdam nicht im Finale gestanden hätte, hätten auch wir sicherlich nichts von diesem Spiel mitbekommen.

Den Kommentatoren wäre das sicherlich recht gewesen. Das, was die im Stadion zu sehen bekamen, muss schlimm gewesen sein. Sie moserten am laufenden Band. Gaben das Spiel auf. Betontes immer wieder des schlechte Niveau und hofften, dass es keine Verlängerung geben würde. Irgendwann beschäftigten sie sich mit dem Namen des Torwarts (gibt es davon ein weibliches Wort?) und machten sich um die Figur einiger Spielerinnen Sorgen. Meckerten über andauernde Fehlentscheidungen der Schiedsrichterinnen.
Immer wieder betonten sie, dass die Damen beider Mannschaften nur so schlecht spielen würden, weil sie so nervös seien. Finale und so. ZDF-Liveübertragung und so. Ja, da kann frau schon mal nervös werden, jaja. “Da passiert nichts mehr”, meinte einer der Kommentatoren nach 60 Minuten Spielzeit. Sie müssen sehr gelitten haben.

Beim ZDF müssen sie ein anderes Spiel gesehen haben. Spannend fand es der dortige Kommentator. Gute Spielzüge will er gesehen haben. Als gute Werbung für den Frauenfußball bezeichnete er das Spiel – ganz anders als die Herren vom Radio, die dasselbe Spiel als Antiwerbung für den Frauenfußball betitelten. Alles offenbar eine Geschmacksfrage – oder eine Frage der Erwartungen.

Die letzten Minuten waren dann noch tatsächlich spannend. Was aber daran liegt, dass das Elf-Meter-Schießen immer spannend ist, egal, wer da mitspielt.
Dennoch: Glückwunsch an die Potsdamerinnen. Sie siegten am Ende, alle jubelten. Ein gutes Fußballspiel war es trotzdem nicht.
Ich bin ja nun nicht der ganz große Fußballfan. Aber Frauenfußball finde ich nun wirklich noch öder.


PS: Dies ist der 2000. RT-Zapper-Blogbeitrag.

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Frauen-Fußball-EM 2009 live – Finale: Deutschland – England

Freitag, den 11. September 2009
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DO 10.09.2009 | 18.00 Uhr | Inforadio

Und da ist sie schon wieder vorbei, die Fußball-EM der Frauen. Mit einem Finale an einem späten Donnerstagnachmittag. Damit es ja nicht zu viele Leute mitbekommen.
Aber Glückwunsch: Die deutschen Damen haben ihren Europameistertitel gegen die Engländerinnen verteidigt. Besonders schwierig war es offenbar nicht – am Ende stand es 6:2.

Das mediale Interesse hielt sich in Grenzen. Und auch die Organisatoren schienen nicht viel von ihrer eigenen Veranstaltung gehalten zu haben. Oder warum sonst die merkwürdigen Ansetzungszeiten? Warum wird so ein Spiel nicht wenigstens am Wochenende ausgetragen? An einem Wochentag um 18 Uhr sind viele noch nicht mal von der Arbeit zurück.
So verfolgte ich das Finale auch nicht im Fernsehen, sondern im Inforadio des rbb – auf der Heimfahrt von der Arbeit.
So eine schöne Radio-Live-Reportage hat allerdings auch seine Reize. Und wenn ich sowieso schon alle weiteren EM-Spiele verpasst habe, dann eben auch das Finale.
Von einem Frauen-Fußball-Boom kann jedenfalls nicht (mehr) die Rede sein.

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60x Deutschland – Die Jahresschau: 2002

Donnerstag, den 14. Mai 2009
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DO 14.05.2009 | 19.45 Uhr | Inforadio

54-mal blickte Sandra Maischberger inzwischen auf die deutsche Geschichte zurück. Am heutigen Tag geht es in “60x Deutschland” um das Jahr 2002.
Die Reihe läuft nicht nur im Fernsehen, sondern auch im Radio. Und bisher bin ich davon ausgegangen, dass die Radioversion inhaltlich keinen Unterschied zur TV-Version aufweist. Weit gefehlt, wie ich heute im Inforadio des rbb feststellte.
In den 15-minütigen täglichen Radiofeatures scheinen sehr viel mehr Ereignisse der einzelnen Jahre festgehalten worden zu sein. Teilweise griffen die Redakteure auch auf ganz andere O-Töne oder Themen zurück als im Fernsehen.

So ist “60x Deutschland – Die Jahresschau” eine sehr gute Ergänzung zur Fernsehvariante. Und sie läuft früher und öfter: Ab 18.45 Uhr jede Stunde im Inforadio.

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ZAPPER VOR ORT: Inforadio in Berlin

Samstag, den 22. November 2008
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FR 21.11.2008 | Berlin, Haus des Rundfunks

7.58 Uhr. Im Inforadio des rbb läuft ein Kulturbeitrag. Im Studio macht sich Dietmar Ringel für seine nächste Moderation bereit. Der nächste Nachrichtenblock muss angekündigt werden.
Ich hatte für mehr als eine Stunde die Gelegenheit, live im Studio dabei zu sein und Dietmar Ringel gewissermaßen über die Schultern zu schauen.
Der Morgenmoderator steht an seinem Pult, das Headset, mit seinem Namen versehen, auf dem Kopf. Vor ihm stehen mehrere Monitore. Einer zeigt seinen nächsten Moderationstext an. Die werden sowohl von der Redaktion vorbereitet, als auch von ihm selbst geschrieben. Auf einem anderen Monitor werden die folgenden Programmpunkte, Berichte, Teaser, Werbeblöcke, angezeigt, die Ringel selbst starten muss. Auf einem dritten werden die aktuellen Wetterdaten und Verkehrsmeldungen angezeigt. Bei Gefahrenmeldungen muss mitunter sofort reagiert werden. Auf einem vierten kommen fortlaufend die Agenturmeldungen rein.
Es ist 8 Uhr, es folgen die Nachrichten, die von einer Sprecherin im Nebenstudio verlesen werden. Sie hat wohl den härtesten Job. Alle 20 Minuten ist sie auf Sendung – und das sechs Stunden lang. Ringels Schicht dauert nur drei Stunden.
Um 6 Uhr geht Dietmar Ringel auf Sendung, spätestens um 4 Uhr muss er dazu im „Haus des Rundfunks“ in der Berliner Masurenallee sein. Dann werden die Zeitungen durchgeblättert, noch einmal die Themen der Nacht studiert, Interviews und Moderationen vorbereitet.
Die Interviews in der Stunde von 8 bis 9 Uhr waren alle bereits aufgezeichnet, Ringel führte sie bereits zu früherer Stunde in der Sendung, sie werden dann wiederholt. So gut wie kein Hörer ist länger als 30 Minuten beim Inforadio dabei.
Hat Ringel seinen Beitrag gestartet, wirft er einen Blick auf den Agenturenmonitor und bereitet die nächste Moderation vor. Kurz bevor er auf Sendung geht, blinkt eine gelbe Leuchte, wenn er drauf ist, leuchtet sie rot.
Die Herbsttagung der Innenminister in Potsdam ist das ganz große Thema an diesem Morgen, es verfolgt uns die ganze Zeit – in den Nachrichten, Beiträgen und Interviews.
Um kurz vor 9 kündigt Ringel seinen Kollegen an, während der Nachrichten findet dann der fliegende Wechsel statt. Und nach einer kurzen „Stehung“, in der die Sendung ausgewertet wird, kann er ins Wochenende abdüsen. In der Woche hat er oft nur eine Pause, um am Nachmittag schon wieder die nächste Morgensendung vorzubereiten.