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Marode Bahnbrücke wird ersetzt

Dienstag, den 16. April 2013
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Landesstraße 20: In Bötzow beginnt das Planfeststellungsverfahren

MAZ Oranienburg, 16.4.2013

Die Pläne für den Brückenneubau südlich von Bötzow können in der Verwaltung in Eichstädt eingesehen werden. Geplant ist auch ein Radweg.

BÖTZOW
Einen konkreten Termin gibt es noch nicht, aber klar ist, dass die Brücke über die Bahnstrecke am südlichen Bötzower Ortseingang ausgetauscht werden soll. Dazu muss die Landesstraße 20 gesperrt werden, und das wohl monatelang.
Die Planunterlagen liegen noch bis Freitag im Zimmer 9 des Bauamtes der Gemeinde Oberkrämer in Eichstädt aus. Eingesehen werden können der Plan mit den Zeichnungen, Erläuterungen sowie die entscheidungsrechtlichen Unterlagen über die Umweltauswirkungen. Einwendungen sind bis zum 3. Mai bei der Gemeinde oder beim Landesamt für Bauen und Verkehr in Hoppegarten möglich.

Betroffen ist die Strecke zwischen Schönwalde-Dorf (Havelland) und Bötzow. Saniert wird sie auf einer Länge von 780 Metern, inklusive des Brückenneubaus. Die neue Asphaltstraße soll in dem Bereich acht Meter breit sein. Außerdem ist geplant, von der Landkreisgrenze Havelland-Oberhavel bis Bötzow einen begleitenden, 2,1 Kilometer langen Radweg anzulegen.
Ursprünglich gehörte die Brücke zur geplanten Ortsumgehungsstrecke für die Landesstraße 20, die südlich von Bötzow beginnen soll, südlich an Marwitz und Velten vorbei, über Hohenschöpping zum Berliner Ring führen sollte. Von einer den Veltenern lange versprochenen neuen A-10-Abfahrt kämen Autofahrer recht zügig in die Region Bötzow und weiter nach Schönwalde und Falkensee.
Nur die Strecke von Velten nach Hohenschöpping, zur Autobahn 111, jedoch ist fertig, an einen Weiterbau ist laut der aktuellen Unterlagen des Landesbetriebes Straßenwesen derzeit nicht zu denken. Deshalb wird der Brückenneubau in Bötzow nun als der erste Bauabschnitt dieser Strecke bezeichnet.

Peter Leys, der Bürgermeister von Oberkrämer, steht einer Straßensperrung kritisch gegenüber. „Man könnte auf der alten Trasse bauen, der Landesbetrieb sollte ja noch über die entsprechenden Flächen verfügen“, sagt er bei einem Pressetermin. So werde auch beim Brückenneubau an der Autobahnabfahrt Kremmen bei Staffelde verfahren. Die Umleitung führe an der Bötzower Grundschule vorbei. Leys: „Das ist problematisch.“

RTelenovela

Neue Baustelle, da darf der Blitzer nicht fehlen

Mittwoch, den 29. Juni 2011
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Schon wieder wird auf der A111 gebaut. Zwischen Stolpe und dem Dreieck Oranienburg ist die Fahrbahn eingeengt, es gilt Tempo 80.
Da lässt es sich der Landkreis Oberhavel nicht natürlich nicht entgehen, gleich mal den Blitzer aufzustellen. Die wissen eben, wie sie ihr Geld bekommen.
Schon am Wochenende, die Tempo-80-Schilder standen schon, die Baustelle war dagegen nicht nicht wirklich eingerichtet – da stand schon der Blitzer an der Strecke bei Hohenschöpping.
Schließlich muss man die schlimmen Raser ja mal erziehen, nicht wahr?! Zum glück konnte ich noch rechtzeitig bremsen, man muss den Leuten ja nicht das Geld in den gierigen Rachen schmeißen.

aRTikel

1991: Streit um Ortsumfahrung

Freitag, den 25. Februar 2011
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Januar 1991 II -> 1.2.2011

Rückblick: Im Februar 1991 erstmals Variante außerhalb Oranienburgs

MAZ Oranienburg, 25.2.2011

Was passierte vor 20 Jahren im Altkreis Oranienburg – und was stand in der MAZ? Diesmal: die erste Hälfte im Februar 1991.

OBERHAVEL
Der Februar 1991 beginnt in Nassenheide mit schlechten Nachrichten. Das Trinkwasser hat eine zu hohe Nitratbelastung. Schuld ist die intensive Düngung mit Gülle und Jauche. Probleme gibt es aber auch in Neu-Vehlefanz, Liebenthal, Freienhagen, Wensickendorf, Schmachtenhagen, Bötzow und Hammer.

Viele Kaufhallen im Kreis Oranienburg bekommen ein neues Etikett. Die Häuser der ehemaligen DDR-Handelsorganisation (HO) gehören nun zu Spar. Hinzu kommen weitere 26 Verkaufsstellen im Landkreis. Der Vorwurf, dass ein großes Monopol entsteht, wird laut.

Die Polizei feiert am 1. Februar 1991 einen Erfolg. Beamte nehmen fünf Jugendliche aus Hennigsdorf und Velten fest. Sie sollen 24 Straftaten in zehn Tagen verübt haben. Dazu gehören vier Raubüberfälle, 17 Bungaloweinbrüche, eine Autobeschädigung und zwei weitere Einbrüche. Schockierend ist die besondere Brutalität, mit der die kurzgeschorenen Männer vorgegangen sind. So schlugen sie auch einen 15-Jährigen im Zug zusammen.

Doch es geht auch anders: In Oranienburg renovieren Jugendliche den ehemaligen Jugendklub 3 am „Gesellschaftshaus“ in der Straße des Friedens (Bernauer Straße). Das Christliche Jugendzentrum Oranienburg (CJO) plant, dort einzuziehen. Der Leiter des Vereins in Gründung, Herbert Weimer, will das Haus dreimal pro Woche öffnen.

Schließen muss dagegen der Jugendklub „Freundschaft“ in der Augustin-Sandtner-Straße. Der Kreis und die Stadt Oranienburg konnten ihn nicht mehr finanzieren.

In der Kreisstadt ist mal wieder die Diskussion um eine Ortsumgehung für die B 96 entbrannt. Bislang gilt eine Streckenführung von der Leninallee (Berliner Straße) über die Saarlandstraße und André-Pican-Straße als sicher. Nun wird eine außerörtliche Umgehung ins Auge gefasst. Sie beginnt an der Autobahn bei Hohenschöpping, führt zwischen Leegebruch und Oranienburg entlang, östlich von Germendorf zum Ortseingang von Sachsenhausen. Doch Oranienburgs Abgeordnete sind skeptisch.

Die Situation am Arbeitsmarkt verschärft sich im Winter 1991. Im Arbeitsamtsbezirk Neuruppin hat der Kreis Oranienburg die meisten Erwerbslosen. Jeder Zehnte hat keinen Job.

In der Region gibt es unterdessen Streit um eine Kreisgebietsreform. Oranienburgs Landrat Karl-Heinz Schröter plädiert für eine wohlüberlegte Form zum Ende der Legislaturperiode 1994. Er wünscht sich einen „organischen Kreis“ mit Nauen und Gransee. Ein Großkreis mit Neuruppin stehe dagegen nicht zur Debatte.

Borgsdorf nimmt am 11. Februar 1991 Abschied vom „Weißen Hirsch“. Nur zwei Tage vor dem Aus flatterte der Bescheid der Märkha-GmbH (dem HO-Nachfolger) ins Haus. Das Haus schreibt rote Zahlen, im Januar fuhr es einen Verlust in Höhe von 10.000 Mark ein. Gaststättenleiter Klaus Schwarze ist dennoch enttäuscht.

Der Winter hat die Region fest im Griff. Die Lage auf den Straßen ist angespannt. Allein am Wochenende 9./10. Februar 1991 passierten 43 Unfälle. Im Vergleich zum Vorjahr passierten bis zum 11. Februar 600 Prozent mehr Unfälle. In den ersten 42 Tagen des Jahres 1991 starben sechs Menschen auf den Straßen.

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1990 – Jahr der Einheit: Kohl-Sieg macht Schröter betroffen

Samstag, den 18. Dezember 2010
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November 1990 -> 18.11.2010

Rückblick: Im Dezember 1990 zieht der Landrat in den Bundestag ein / Hooligan-Überfall in Hennigsdorf

MAZ Oranienburg, 18.12.2010

Was passierte im Jahr der Einheit im Altkreis Oranienburg – und was stand in der MAZ? Diesmal: die erste Hälfte im Dezember 1990.

OBERHAVEL
Zum vierten Mal im Jahr 1990 treten die Bewohner des Kreises Oranienburg an die Wahlurnen. Bei der Bundestagswahl gewinnt in der Region Oranienburg/Nauen die CDU mit 36,9 Prozent vor der SPD (34,6), FDP (10,0), PDS (9,2) und Bündnis 90/Grüne (6,0). Die CDU-Hochburg liegt in Staffelde. Dort erhält die Kohl-Partei 62,5 Prozent der Stimmen. Die SPD schneidet mit 47,2 Prozent besonders gut in Malz ab. In Hohen Neuendorf erhalten die „Mündigen Bürger“ gerade mal eine einzige Stimme. Landrat Karl-Heinz Schröter (SPD) kann die meisten Erststimmen erringen und zieht in den Bundestag. Dass Helmut Kohl erfolgreich ist, mache ihn „nachdenklich, sogar betroffen“.

Inzwischen weihnachtet es sehr. Außer in Oranienburg. Die Mitarbeiter des dortigen Marktcafés sind sauer. Der Weihnachtsmarkt habe kein Flair. Nur DJ Ossi mit seiner Disko verbreite festliche Stimmung, ansonsten sei eigentlich alles wie immer auf dem Markt.

Den Stadtverordneten in Velten steht der Sinn noch nicht nach Weihnachtsfeiern. Die Stadt muss einen Kredit in Höhe von 5,8 Millionen Euro aufnehmen. Bürgermeister Frank-Michael Reinhardt sagt, dass das Geld für neue Ampeln, Straßen und die Sanierung von Schulen gebraucht werde.

Auf den Imbiss an der Veltener Straße der Freundschaft wird unterdessen am 3. Dezember 1990 ein brutaler Überfall verübt. „Geld her!“, schreit der Unbekannte und besprüht die Verkäuferin mit Reizgas. Die Beute: 1000 Mark.

Schockierende Szenen spielen sich fünf Tage danach im Hennigsdorfer LEW-Haus ab. Etwa 30 Hooligans im Skinhead-Look tauchen bei einer Feier auf. Als sie die Bar stürmen, stellen sich ihnen jedoch mutige Männer entgegen. Mit Feuerlöschern schlagen sie die Glatzen in die Flucht. Die Polizei lässt 30 Minuten auf sich warten. Sie findet kaputte Scheiben, demolierte Lampen und eingedrückte Türen vor.

Nach der Währungsunion kaufen sich immer mehr Leute neue Autos. Und die alten? Die lassen sie einfach irgendwo stehen. Die Stadt Oranienburg kündigt nun an, die Wracks zu entfernen. „Der Kundendienst wird ein teurer Spaß“, so ein Sprecher aus dem Landratsamt. Am Ende der Aktion stehen 19 Schrottautos weniger in der Stadt herum.

Auch gefragt nach der Wende: neue Immobilien. Doch einen entsprechenden Markt gibt es bislang noch nicht. Am 6. Dezember 1990 öffnet die Firma Bendzko-Immobilien die erste Filiale vor den Toren Berlins.

Der Arbeitsmarkt erholt sich leicht. Die Quote der Erwerbslosen im Kreis sinkt von 8,7 auf 8,1 Prozent.

Teschendorf bekommt zum Jahresende eine neue Kita mit 60 Plätzen. Der Rohbau war bereits im Frühjahr 1990 fertig, doch nach der Währungsunion im Sommer ging das Geld aus. Die Kreisverwaltung gab 240.000 Euro dazu.

Der Gewerbepark in Hohenschöpping soll sehr viel kleiner werden als bislang geplant. Aus ursprünglich 270 Hektar sind nun 60 geworden. Der Ökologie-Kreistagsausschuss stimmt dem neuen Plan zu.

Der Kreis Oranienburg bekommt Mitte Dezember ein neues Wappen: Zu sehen sind ein roter Adler, darunter zwei silberne Schwäne auf grünem Grund – eine Zusammenfassung der alten Kreiswappen von Niederbarnim und Osthavelland.

Unterdessen versinkt der Kreis im Schnee. Der Winterdienst ist im Dauereinsatz. Es will einfach nicht aufhören zu schneien. Auf der B96 zwischen Birkenwerder und Borgsdorf stürzt ein Baum auf die Straße. Unfälle passieren jedoch nicht. Alle fahren vorsichtig.

aRTikel

1990 – Jahr der Einheit: Velten bekommt die S-Bahn – vielleicht 2010

Donnerstag, den 18. November 2010
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Oktober 1990 II -> 30.10.2010

Rückblick – November 1990: Unterschriften für den Zug von Kremmen nach Tegel / Birgit ist „Miss Busen“

MAZ Oranienburg, 18.11.2010

Was passierte Jahr der Einheit im Altkreis Oranienburg – und was stand in der MAZ? Diesmal: der November 1990.

OBERHAVEL
Die Liebenwalder Stadtverordneten geben Anfang November 1990 grünes Licht: Auf dem Gelände des Krankenhauses an der Zehdenicker Straße soll ein Senioren- und Pflegeheim entstehen. Fertigstellung bis 1996.

Auch Velten steht vor einem Umbruch. In Süd sind Wohnhäuser geplant, der Stadtkern soll erneuert werden und an der Gersinskystraße ein Marktplatz entstehen – mit einem Turm als künftigem Wahrzeichen der Stadt. Damit nicht genug: In der Kachelbrennerei in der Karl-Marx-Straße ist ein Gasthaus mit 80 Übernachtungsbetten geplant. Ärger gibt es um den geplanten Gewerbepark in Hohenschöpping. Dessen Vorteile: Autobahn-, S-Bahn- und Hafenanschluss und die bestehende Energievorsorgung. Der Nachteil – und um den streiten die Menschen: 200 Hektar Wald müssen für die Siedlung weichen.

Neue Supermärkte wachsen nun wie Pilze aus dem Boden: In Flatow öffnet ein Container mit einer Verkaufsfläche von 180 Quadratmetern, Birkenwerder bekommt demnächst einen Billigmarkt, in Lehnitz zieht Aldi in eine neue kleine Markthalle.

Die Zukunft der Fläche am Grabowsee in Friedrichsthal steht unterdessen in den Sternen. Dort, wo bislang sowjetische Militärfahrzeuge ein- und ausfuhren, herrscht nun Leere. Bürgermeister Michael Alpermann träumt von einer Rehabilitationsstätte oder einem Kinderdorf.

In der Oranienburger Nikolaikirche stellt sich am 11. November 1990 der Superintendent Pfarrer Albrecht Rademacher vor. Lob und Ruhm schlagen Gottes Brücken zu den Menschen, sagt er.

Erotisch geht es fünf Tage danach im Gesellschaftshaus in Oranienburg zu – bei der Wahl der „Miss Busen“. Eine gewisse Birgit gewinnt.

Die Kreissparkasse in Oranienburg baut an. Ein Kran hebt am 22. November einen Container von der Straße des Friedens (Bernauer Straße) über das Haus und den Flachbau daneben in den Hof.

Am 27. November überfällt ein maskierter Mann die Sparkasse in Bötzow. Seine Beute ist groß: 35 000 D-Mark.

Auf den Straßen rollt’s – dafür stehen die Züge. Oranienburg ist von einem Bahnstreik betroffen. Erst fallen die D-Züge aus, dann stoppt auch der Güterverkehr. Die Bahner wollen höhere Löhne.

Im Kreis Oranienburg müssen die Asylanten erneut umziehen. Ende September mussten sie von Schildow in die Oranienburger Kanalstraße wechseln. Der Kreistag legt nun fest, dass das Heim ab Januar 1991 in einem ehemaligen Internat für ausländische Arbeiter in Velten untergebracht wird. Leiterin Heidrun Wagner ist sauer, denn eigentlich stand Oranienburg als Standort fest. Wagner bekommt ihre Kündigung zum 31. Dezember.

Die Bürgerinitiative (BI) Kremmen-Tegeler Bahn sammelt 1500 Unterschriften für eine S-Bahn-Strecke von Kremmen nach Tegel. Die Mitglieder der BI sind sauer über die Politik, denn die Stadt Velten steht auf der Prioritätenliste ganz hinten. Das heißt, die S-Bahn kommt also wohl erst im Jahr 2010. Die BI fordert dagegen die Inbetriebnahme der Kremmener S-Bahn bis zum Jahr 1993.

RTelenovela

Im Winterwunderland (5): So viel Schnee war nie

Mittwoch, den 3. Februar 2010
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(4) -> 2.2.2010

Zum Feierabend musste ich in Potsdam erstmal wieder mein Auto vom Schnee befreien. Es schneite, der Wind wehte. Mein Auto war auf der rechten Seite zentimeterdick unterm weißen Pulver. Dort, von wo der Wind wehte.
Die Autobahn war natürlich noch nicht geräumt, mehr als 80 Kilometer pro Stunden waren nicht drin. Und kaum war die Grenze zwischen Berlin und Oberhavel erreicht, wurde es dann erst recht ungemütlich.

Bei Hohenschöpping war die linke Fahrbahn zugeschneit. Ich hatte Glück, dass vor mir ein Bus fuhr, der mir schon mal eine kleine Fahrspur in den Schnee drückte.
Der Wind pfiff über die Brücke im Autobahndreieck Oranienburg bei Velten. Auch auf der B96 war die Lage äußerst kritisch. Überall Schneeflocken, am Rand türmte sich der verwehte Schnee auf. Es lässt sich langsam erahnen, wie es ist, wenn man plötzlich in einer echten Wehe steckt.

Und dann Oranienburg: Hier hat es den ganzen Nachmittag heftig geschneit und geweht. Die Schneeberge an den Straßen werden immer höher. Die Nebenstraßen sind kaum noch befahrbar. Bald kann man nirgendwo mehr parken.
Ich glaube, ich kann sagen, dass ich definitiv in meiner Stadt noch nie so viel Schnee gesehen habe. Und auch nirgendwo sonst.
Insofern ist es für mich tatsächlich kein normaler Winter.

RTelenovela

Das Eis ist so toll – das lassen wir so!

Montag, den 5. Januar 2009
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Mehrere Zentimeter Schnee, eine Temperatur ziemlich weit unter 0 Grad. Der Winter hat Oranienburg fest im Griff.
Da ich ja seit meinem Umzug keine Garage mehr habe, ist mein Auto der vollen Wetterwucht ausgesetzt. Und es mag dieses Wetter gar nicht. Nachdem ich es erstmal im hohen Schnee befreit und die Scheiben freigekratzt habe, ging die Fahrt nach Potsdam los.
Die Straßen in Oranienburg waren zwar nicht frei, es haben sich am Morgen aber schon passable Fahrspuren gebildet. Blöderweise war mein Scheibenwischer immer noch vereist und zeigte sich nicht in der Lage, das zu tun, was er soll: wischen. Da ging gar nichts.
Eine verdreckte Frontscheibe macht sich natürlich besonders gut, wenn die aufgehende Sonne genau von vorn kommt.
Blindfahrt über das Kreuz Oranienburg und die A111 entlang. Das konnte nicht gutgehen, deshalb erstmal runter von der Autobahn: In Hohenschöpping wischte ich die Scheibe notdürftig sauber. Auf dem Parkplatz Parforceheide bei Potsdam das zweite Mal.
Bis dorthin waren die Straßen auch schon gut passierbar. Aber dann erreichte ich Potsdam. Stutzig wurde ich schon, als vor der Abfahrt Babelsberg plötzlich kleine Eisflächen auf der rechten Fahrspur der A115 zu sehen waren.
Dann mein Glück: Stau auf der Abfahrt Babelsberg. Und der Grund: Vorn hatte sich ein Auto gedreht. Im Schneckentempo fuhr die Schlange von der Autobahn runter. Die gesamte Abfahrt war vereist. Und auch die Nuthe-Schnellstraße in Potsdam war ein Bild des Jammers. Geräumt? Nö. Eine schöne Schnee- und Eisfläche. Der Verkehr quälte sich. Auch alle anderen Straßen machten nicht wirklich einen geräumten Eindruck. Die Straßen in Oranienburg waren sicherer als die in der Landeshauptstadt.
Ich erreichte das Verlagshaus in Potsdam mit 20 Minuten Verspätung.

Nachmittag, nach 17 Uhr. Rückfahrt. Jetzt wird ja alles einigermaßen frei sein. Dachte ich.
Da dachte ich falsch.
Im Gegenteil: Die Nuthe-Schnellstraße ist inzwischen zur Eisstraße geworden. Wieder Schneckentempo bis zum Babelsberger Autobahnanschluss, der ebenfalls immer noch nicht geräumt war. Erst auf der autobahn war wieder freie Fahrt.
Was ist da los in Potsdam? Hat da jemand aus dem Fenster geguckt und sich gedacht: “Huch, Winter!”? Oder fanden die Verantwortlichen das Eis so toll, dass sie beschlossen, das so zu lassen?
Ganz klar: Der Potsdamer Winterdienst hat kläglich versagt.

Morgen wirds spannend: Übersteht mein Auto die heutige Eiseskälte? Wir haben schon jetzt um die -11 Grad. Und es geht weiter bergab.