RTelenovela

Bald wieder ein Kino-Ziel?

Montag, den 4. Dezember 2017
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Damals mussten wir ein bisschen suchen, denn wir hatten keine Ahnung, wo sich dieses „Kino im Ziel“ befinden soll. Aber wir waren von Oranienburg nach Hennigsdorf gefahren, um im Kino einen Film anschauen zu können. Es war der 10. Februar 1997, und der allererste Film, den ich im „Ziel“ gesehen habe, war „Space Jam“, eine Mischung aus Real- und Zeichentrickfilm mit dem Hasen Bugs Bunny.
Das Kino war damals noch relativ neu, und es profitierte davon, dass Oranienburg zu dieser Zeit ohne Filmpalast da stand.

„Space Jam“ hat sich dennoch eher wenig in mein Gedächtnis eingebrannt. Eher dann schon „Knockin’ on Heavens Door“ mit Til Schweiger und Jan-Josef Liefers, ebenfalls im Februar 1997. Der große Saal war damals rammelvoll.

Als die Betreiber sehr viel später sich nicht mehr sonderlich um ihr Kino kümmerten, blieben eher ärgerliche Besuche hängen mit Filmen in schlechter Bildqualität und einem Ton in Mono (!).

2018 könnten im „Ziel“ wieder Filme laufen, und es wird Zeit für neue Kinosternstunden in Hennigsdorf! Denn momentan zeichnet sich ab, dass es einen neuen betreiber geben könnte. Für die Region wäre das toll!

KeineWochenShow

#47 – Jamaika ist eine Insel

Montag, den 27. November 2017
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Da redet man am Sonntagmorgen (na ja, eher am Sonnabendnachmittag) noch über die schleppenden Jamaika-Sondierungen, und nur ein paar Stunden später, beschließt die FDP, keine Lust mehr auf Regieren hat. Und wir wissen nun: Jamaika ist eine Insel. Und nur das.

In Ausgabe 47 unseres Wochenrückblicks geht es aber auch um Boris Becker. Er ist jetzt 50 geworden, und der Tennisstar leidet unter seinem Promi-Dasein. Herr Becker möchte er genannt werden, sagte er in einer Doku.
Und wenn wir schon bei Geburtstagen sind – wir singen wieder, weil ein bekannter Star mit einem bekannten Hit einen runden Geburtstag feierte.

Außerdem geht es um die Polizei in Hennigsdorf, die bedauerlicherweise ein falsches Fahndungsfoto rausgegeben hat und eine Bäckereiverkäuferin so ins unangenehme Rampenlicht rückte.

Und was ist eigentlich dein Lieblingsweihnachtsmarkt? Wir haben ein paar Vorschläge, und wenn ihr mehr wisst, kommentiert doch einfach hier oder auf Youtube. Dort gibt es auch KeineWochenShow #47.

aRTikel

Heimspiel-Konzerte sind schon legendär

Samstag, den 9. September 2017
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J.O.E. & The Booze Machine aus Kremmen spielen Songs von Johnny Cash bis Jimi Hendrix

MAZ Oranienburg, 9.9.2017

Kremmen.
Wenn sie loslegen, dann stellt sich schnell ein Wow-Gefühl ein. Zuerst Jojo und Eric auf der Gitarre und dem Bass, dann setzt Olli mit seiner Stimme ein. Es erklingt „Personal Jesus“ in der Johnny-Cash-Version, und es macht Spaß, den Musikern zuzuhören und zuzusehen. Die Spielfreude scheint riesig zu sein, die Harmonie greifbar.

Es sind vor allem die Hits aus den 70ern, die die Band spielt: „J.O.E. & The Booze Machine“ nennt sie sich. Die Anfangsbuchstaben leiten sich ab aus Jojo, Olli und Eric – und dann gibt es noch Falk, „The Booze Machine“. Jeder hat seine Rolle in der Gruppe. Oliver Rosewald (27) aus Kremmen singt, Johannes Krüger (27) aus Hennigsdorf – kommt aber auch ursprünglich aus Kremmen – spielt Gitarre und Bass, ebenso wie Eric Brämer (27) aus Kremmen. Falk Thoms (29) aus Sommerfeld spielt Cachon, kümmert sich aber vor allem um die Technik und das ganze Drumherum.

„Seitdem wir uns kennen, machen wir Mucke“, sagt Oliver Rosewald. Und das ist schon eine lange Zeit, teilweise kennen sich die Jungs schon seit der Schule. Früher spielten sie eher Metal, also die härteren Sachen. Und jetzt? „Akustikrock bringt es schon auf den Punkt“, findet der Sänger. In ihrem Programm befinden sich Songs von Motörhead, Jimi Hendrix, Johnny Cash, AC/DC oder Neil Young. „Ein Großteil von uns ist mit diesen Songs aufgewachsen“, sagt Eric Brämer. Schon ihre Väter haben sie gehört, „und das sind noch wirklich echte Songs.“ Falk Thoms ergänzt: „Das ist auch das, was wir in der Freizeit hören.“ Besonders ist, dass die Band ohne Schlagzeug auskommt. Was andere eventuell für einen Makel halten, passt in dieser Konstellation sehr gut. „Wir brauchen es eigentlich nicht“, sagt Oliver Rosewald. Und in der Tat: Lauscht man den Songs, fehlt das Schlagzeug nicht – zumal Bass und Gitarre so auf den Punkt gespielt werden, dass sie den Rhythmus komplett angeben. „Ich finde es gut, wie es ist, und ich vermisse da auch nichts.“

23 Lieder umfasst das Repertoire von „J.O.E. & The Booze Machine“ momentan. „Damit haben wir schon öfter ganze Abende bestritten“, so Falk Thoms. Die Band trat schon im Berliner Lido auf, beim Hafenfest in Velten, auf der Fete de la Musique in Hennigsdorf und bei der 775-Jahr-Feier in Sommerfeld. Hin und wieder treten sie bei Privatfeiern auf. Fast schon legendär sind die Heimspiel-Konzerte im Kremmener Scheunenviertel. In der Bikerscheune und in der „Scheune 29″sorgten sie für volle Häuser. Und das, ohne Eintritt zu nehmen. „Wir freuen uns aber über Spenden“, sagt Falk Thoms. Geprobt wird in der Regel dienstags, oft auch ein zweites Mal in der Woche im Hennigsdorfer Bandhaus am „Conny Island“. Wegen der dortigen Umbauarbeiten weichen die Musiker nun wohl auf ihre privaten Räume in Flatow oder Kremmen aus.

Die Musik füllt einen großen Teil ihres Lebens aus, obwohl alle richtige Jobs haben. Falk ist Techniker bei der Bundeswehr, Oliver arbeitet im Telefonvertrieb, Johannes ist Medientechniker für Film und Fernsehen und Eric Erzieher im Hennigsdorfer Hort. Für die Band nehmen sie sich trotzdem sehr viel Zeit. Sie treffen sich auch, wenn sie gerade keine Musik machen. Auch der Rückhalt in den Familien ist groß. „Unsere besten Fans sind unsere Eltern, die trauen sich auch mal, was Negatives zu sagen. Wobei, unsere größten Kritiker sind wir selbst“, erzählt Falk Thoms und schmunzelt. Unterstützt werden die Musiker auch von ihren drei Frauen, wie sie erzählen. „Sie sind Bestandteil der Band und geben auch konstruktive Kritik.“ Gerade arbeiten „J.O.E. & The Booze Machine“ an neuen Songs. „Einer kommt und schlägt was vor, dann schauen wir, ob das funktioniert“, sagt Sänger Oliver. „Jeder bringt bei uns eigentlich etwas ein.“

Im Dezember soll es im Kremmener Scheunenviertel noch mal ein Konzert geben. „Wir sind wirklich stolz darauf, dass die Leute extra wegen uns dorthin kommen“, sagt Oliver Rosewald.

RTelenovela

Hennigsdorf auf Usedom

Samstag, den 12. August 2017
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Die vielen örtlichen Facebook-Gruppen wandeln sich immer mehr zum Nachrichten- und Serviceportal und zu einem Ort der Nachbarschaftshilfe. Da posten Leute und fragen, ob man denn speziellen Bastelkram bekommt oder von woher man sich am besten Essen liefern lassen kann.

In einer der Hennigsdorf-Gruppen hatte neulich jemand ein besonderes Anliegen. Er fragte, auf wessen Grundstück er mal parken könne, um dort im Auto zu übernachten. Denn er wolle einfach mal frei und unkompliziert (heißt: besonders preiswert) ein Wochenende auf Usedom verbringen und dort mit seinem Klapprad rumfahren.
Immerhin gab der Mann zu, dass es sich um eine etwas ungewohnte Frage handele.

Allerdings stand auch die Frage im Raum, warum er auf einem Hennigsdorfer Grundstück parken will, um auf Usedom Rad zu fahren. Ist ja doch ein bisschen weit.
Des Rätsels Lösung: Er hatte sich in die falsche Gruppe verirrt, wollte eigentlich in Heringsdorf irgendwo parken.
Hennigsdorf. Heringsdorf. Das kann schon mal passieren.
War dann immerhin so was wie der Thread der Woche.

RTZapper

Oberhavel TV: Mal wieder Zirkus

Dienstag, den 23. Mai 2017
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MO 22.05.2017 | 22.35 Uhr | Oberhavel TV

Unsere Welt ist im Wandel. Aus Analog wird Digital. Papier wird ebenfalls digital. Erfindungen kommen und gehen, Trends enden und neue kommen. Das gilt auch für den Zirkus.
Der Zirkus, wie wir ihn früher irgendwie gut fanden, wird aussterben. Tiere, die in der Manege lustige Sachen machen, wollen immer mehr Menschen nicht mehr sehen, und das vollkommen zurecht.

In der aktuellen Sendung von Oberhavel TV gibt es einen Beitrag von einem in Hennigsdorf gastierenden Zirkus. Es sind Bilder des Jammers, und das, obwohl sich da alle Mühe geben.
In dem spärlich besetzten Zirkuszelt, in dem aber sowieso nur drei Stuhlreihen stehen, klatschen die paar Leute ab und zu mal, Stimmung kommt da nicht auf. Die Zirkusleute machen harmlose Clownsnummern, es soll ein bisschen lustig sein. dazwischen ein bisschen Akrobatik und auch ein Messerwerfer. Um den Kindern was zu bieten, aber ohne sich selbst was einfallen lassen zu müssen, gibt es dann noch eine Disney-Eisprinzessin-Nummer – und man kann nur hoffen, dass dafür auch Lizenzgebühren gezahlt werden.

Und dann sind da eben auch Tiere. Pferde, die im Kreis laufen. Die tun, was man ihnen beigebracht hat.
Joa, süß. Aber auch irgendwie doof.
Ich finde, Tiere haben im Zirkus nichts verloren. Zootiere sind ja an sich oft schon grenzwertig. Aber Tiere, die dann auch noch dämliche Spiele machen müssen, um Leute zu belustigen, braucht man heute nicht mehr.
In anderen Zirkussen gibt es Elefanten, die traurig gucken, während sie ihr Programm abspulen. Und gibt es noch Zirkusse mit Löwen?
Klar, anderswo geht es Tieren noch schlechter. So sagen Leute, wenn es über das Thema Diskussionen gibt. Aber ein Argument ist das ja nun wirklich nicht.

Zirkusleute sagen, die Leute kämen doch wegen der Tiere. Aber ist das wirklich so? Ist es nicht so, dass Zirkusse immer mehr Probleme haben, Zuschauer zu bekommen? Ist es nicht eher so, dass immer weniger Leute Tiere im Zirkus sehen wollen?
Kleine Zirkusse werden es immer schwerer haben. Weniger Leute, weniger Geld, weniger Attraktionen. Aber wer tolle Artisten hat, gute Entertainer, eine aufregende Show bietet, der sollte auch auch Tiere auskommen können.
Der Beitrag bei Oberhavel TV hat jedenfalls gezeigt, dass der dort gezeigte Zirkus seinen Zenit längst überschritten hat.

RTelenovela

Akkordglocke

Mittwoch, den 19. April 2017
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Liebe Leute in Hennigsdorf, ihr habt einen sehr schönen Friedhof in der Stadt. Ein idyllisches Fleckchen Erde. Auch die Kapelle ist nett eingerichtet. Aber was eigentlich ist mit der Glocke los?
Sie läutet immer dann, wenn bei Beerdigungen die Andacht zu Ende ist und die Trauergesellschaft den Weg zum Grab antritt.

Sie läutet im Akkord. In einem großen Tempo, und das ziemlich hart und wenig wohlklingend. Wenn sie beginnt, zu läuten, dann zuckt man zusammen.
Lässt sich das nicht ändern? So ein Totenglöckchen sollte doch gemächlicher läuten, ein wenig leiser, nicht so schrill und hart.
In einem Moment der Trauer donnert diese Bimmel ziemlich rein, und das ist schade.

aRTikel

Musik zum Zuhören und Mittanzen

Donnerstag, den 23. Februar 2017
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Die Band “Maxi” aus Schwante heißt wie ihre Sängerin und covert Songs im ganz eigenen Stil – Gern würden sie öfter auf Festen in der Region auftreten

MAZ Oberhavel, 23.2.2017

Schwante.
Wenn Maxi am Lagerfeuer ihre Lieder anstimmt, dann wird es gemütlich. „I see Fire“ oder „Kling Klang“ oder auch Lucilectrics „Mädchen“. Die Bandbreite ist groß. Maxi heißt die Band, die alle zwei Wochen donnerstags bei Maxi im Wohnzimmer in Schwante zur Probe zusammenkommt.

Sängerin Maxi Ulrich (28) stammt aus Hennigsdorf, lebt nun in Schwante. Schlagzeuger Robert Hörster (29) kommt aus Nieder Neuendorf und lebt nun in Berlin-Alt-Reinickendorf. Gitarrist Oliver Dolgener (27) ist Spandauer. Und wie das immer so ist bei Bands – jeder kannte jeden irgendwie durch die Musik. Maxi und Robert spielten gemeinsam in der Musikschule Hennigsdorf. Robert und Oliver kennen sich auch schon zehn Jahre und machten schon zusammen Musik.

Im Sommer 2014 trafen sie sich erstmals in dieser neuen Konstellation. Anlass war ein Konzert im Hennigsdorfer Stadtklubhaus, zu dem diverse ehemalige Musikschüler zusammenkamen. „Wir haben dann lange überlegt, was wir überhaupt machen wollen“, erzählt Maxi. Angefangen hat alles draußen im Garten auf der Picknickdecke: mit Cajon, Gitarre und Gesang. „So ganz unter Freunden eben”, sagt Robert.
Sie spielten in Wohnungen, bei Grillpartys, später auch auf Hochzeiten. Erst seit dem vergangenen Jahre heißt die Band wie die Sängerin: Maxi. „Wir wollten weder einen deutschen noch einen englischen Namen, und da blieb Maxi übrig“, sagt die Sängerin und Robert ergänzt: „Maxi und ihre Jungs – das stand auch noch zur Auswahl.“ Den ersten richtigen Auftritt mit neuem Namen hatten sie bei einer Firmenfeier von Maxis Vater. „Das hat Spaß gemacht“, sagt Robert.

Momentan präsentiert die Band ausschließlich Coversongs, sowohl Ruhiges als auch Schnelleres. „Wir haben drei Parts“, sagt Robert. „Die Teile, wo man gern zuhört, die, wo die Musik im Hintergrund läuft und die zum Mittanzen.“ Meist fangen die Konzerte ruhig an, „später wird es dann tanzbarer“, erzählt Oliver.
Welche Lieder es ins Repertoire schaffen, entscheiden alle gemeinsam. Die Songs werden nach Maxi-Art so unbearbeitet, dass sie ein Stückweit anders klingen wie das Original. „Wir hangeln uns nicht an den Noten entlang, wir spielen einen individuellen Stil“, sagt Maxi. „und jeder Auftritt ist ein Unikat.“

Gern würden die drei Musiker in Zukunft öfter mal auftreten. Stadt- oder Dorffeste sowie andere Feiern. „Wir freuen uns über jede Auftrittsmöglichkeit“, sagt Maxi.