KeineWochenShow

#124 – I’m sorry, Ibiza! Zero Points!

Sonntag, den 19. Mai 2019
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Es ist viel los gerade, und wir müssen darüber reden. In KeineWochenShow.
Ein Skandalvideo erschüttert Österreich, und alle rätseln darüber, wer dieses Video eigentlich gemacht hat.
Es war auch wieder die Woche des Eurovision Song Contests, wobei wir bei der Aufzeichnung am Sonnabendmittag natürlich das Ergebnis noch nicht kannten.
Wir sprechen wir Fehler auf den Wahlzetteln in Oranienburg und über die Frage, was denn mit den Briefwählern ist, die schon abgestimmt haben und jetzt vielleicht gar nicht mehr im Lande sind.
Es geht um drei Hennigsdorfer Schulen, die den Titel tragen “Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage”, dann aber bei der U18-Wahl gemeinsam fast 30 Prozent der AfD und NPD geben.

Außerdem geht es um die Thailand-Entschuldigung von Sat.1, um einen Pornos schauenden Lokführer – und einen Konzertausschnitt haben wir diesmal auch wieder. KeineWochenShow #124 gibt es auf Youtube.

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aRTikel

Überflieger: Vom Drescherfest bis zum großen Lichtspektakel

Samstag, den 20. April 2019
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Die aus Vehlefanz stammende Alice Paul-Lunow (38) plant in ihrer FirmaFine Emotion Events – alles beginnt am Hennigsdorfer Puschkin-Gymnasium

MAZ Oberhavel, 20.4.2019

Vehlefanz.
Events sind ihr Ding. Schon in der Schule war das so, als sie am Hennigsdorfer Puschkin-Gymnasium den Frühlingsball organisierte. Inzwischen ist Alice Paul-Lunow Geschäftsführerin ihrer eigenen Firma. Das in Potsdam ansässige Unternehmen Fine Emotion gibt es seit acht Jahren. Erst kürzlich fand in der Landeshauptstadt das Tulpenfest statt. Im Herbst heißt es „Berlin leuchtet“ unter ihrer Projektleitung, außerdem findet das Lichtspektakel in Potsdam statt. Bedeutend ist auch die Veranstaltung „M 100“, zu der viele Medienschaffende nach Potsdam kommen.

Alice Paul-Lunow ist in Vehlefanz groß geworden, ihre Familie lebt dort noch immer. Dietmar Sturzbecher, dem der Alte Dorfkrug in Staffelde gehört, ist ihr Vater. „Ich wusste immer, dass ich mit Menschen arbeiten möchte“, erzählt die 38-Jährige. Am Puschkin-Gymnasium war sie Schulsprecherin. Schon mit 17 Jahren bekam sie die Gelegenheit, für eine Agentur Veranstaltungen zu organisieren. „Ich habe dann mit 18 ein Kleingewerbe angemeldet. Damals gab es ja noch nicht so viel in Hennigsdorf.“ Sie war dann an verschiedenen Aktionen im Einkaufszentrum „Ziel“ und in der Storchengalerie beteiligt. „Es gab mal ein Beachvolleyball-Event auf dem Havelplatz.“ Nach dem Abi im Jahr 2000 begann sie eine Lehre als Marketingkauffrau. „Damals gab es noch kein Studium zum Veranstaltungsmanager.“
Im Laufe der Jahre seien die Events immer größer geworden. „Man sammelt ja mit der Zeit immer mehr Kontakte.“ 2010 war sie für eine Festveranstaltung zum 125. Kudamm-Jubiläum in Berlin zuständig. „Mit 10 000 geladenen Gästen und einem großen Feuerwerk an der Gedächtniskirche.“

Wichtig für solche Veranstaltungen sei eine gute Vorplanung. „Dann gibt es den Spannungsmoment, wo dann die Sachen auch alle gelingen müssen. Immerhin ist es für den Kunden der eine große Tag, da ist es egal, ob was schief geht.“ Klar, es funktioniere nicht immer alles, aber im Idealfall bekomme das keiner mit. „Ich mag den Prozess, Dinge zu gestalten. Und das Tolle ist: man bekommt sofort ein Feedback.“ Insgesamt 22 Leute arbeiten in zwei verschiedenen GmbH, eine davon betreibt Gastronomie-Objekte wie den Kutschstall und das Freundschaftsinsel-Café in Potsdam. Am vergangenen Wochenende waren 18 000 Menschen beim Potsdamer Tulpenfest, trotz schlechten Wetters. Allerdings gibt es momentan rund um das Fest Unruhe, weil der frühere Ausrichter rechtlich dagegen vorgehen will und es selbst wieder in die Hand nehmen möchte.

Für Alice Paul-Lunow spielt aber auch Oberhavel weiter eine Rolle. „Ich freue mich, wie sich die Region weiterentwickelt“, sagt sie. Sie lobt das Schloss Schwante, das Forsthaus in Sommerswalde und das Kremmener Scheunenviertel. Am Sonnabend, 27. April, ist sie beim Krämerwaldfest in Wolfslake, sie wird das Festprogramm moderieren. „Es ist total schön, dort wieder zu sein.“ Auch gehört sie zum Organisationsteam des Staffelder Drescherfestes, das am Alten Dorfkrug stattfindet.

Die Art der Veranstaltungen habe sich in den vergangenen Jahren durchaus geändert. „Früher gab es bei solchen Gelegenheiten immer, Champagner und Kaviar, aber das ist heute natürlich schwer erklärbar. Der Trend setzt auf Nachhaltigkeit und Regionalität. Es geht darum, Wärme zu vermitteln, die Leute abzuholen, sie sehnen sich danach, berührt zu werden.“

Sie hat zwei Kinder. „Das muss man gut organisieren, aber das haben wir sehr gut hinbekommen.“ Nachmittags nimmt sie sich Zeit für die Kinder, aber dafür wird abends noch mal gearbeitet. Momentan steckt sie schon in den Vorbereitungen für die Berliner und Potsdamer Lichterfeste. „Ansonsten lese ich sehr gerne“, sagt sie. Privat telefoniert sie ungern. „Ich versuche dann eher, Zeit mit lieben Menschen zu verbringen, da brauche ich auch keine laute Musik.“

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RTelenovela

Ab nach Henningsdorf!

Montag, den 15. April 2019
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Vielleicht hätte man doch noch mal nachschauen sollen. Auf der Landstraße zwischen Vehlefanz und Eichstädt ist in der dortigen Baustelle ein neuer, provisorischer Wegweiser aufgestellt worden. Da fiel mir am Sonnabend etwas sofort ins Auge. Denn ganz oben und ganz groß stand der Hinweis auf die Stadt “Henningsdorf”.
Mir ist das sofort aufgefallen, aber diversen Leuten, die sich sicherlich mit der Aufstellung eines solchen Schildes beschäftigt haben, scheinbar nicht.

Viele Leute sprechen von “Henningsdorf”, wenn sie von der sogenannten Stahlstadt an der Havel sprechen. Kein Wunder, dass da öfter mal ein N zu viel im Ortsnamen auftaucht. Denn natürlich heißt die Stadt Hennigsdorf.
Ob wir uns den “Henningsdorf”-Schriftzug nun monatelang ansehen müssen?

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aRTikel

Der singende Dachdecker aus Kremmen

Dienstag, den 26. Februar 2019
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Werner Marzahn feiert heute seinen 80. Geburtstag – der Kremmener hat lange Zeit dafür gesorgt, dass die Dächer in der Stadt schöner aussehen

MAZ Oberhavel, 26.2.2019

Kremmen.
Das wird ein Fest! Etwa 60 Leute werden kommen, um einen Mann zu feiern, der viel dafür getan hat, dass Kremmen einen schönen Anblick bietet. Dachdeckermeister Werner Marzahn ist heute 80 Jahre alt geworden. Freunde, Bekannte und natürlich die Familie kommen am Nachmittag in die Bikerscheune.
Wer durch Kremmen spaziert, der wird so einige Dächer entdecken, die Werner Marzahn und seine Leute gedeckt haben. Die Kremmener Nikolaikirche gehörte 1990 zu den größten Aufträgen. „Acht Wochen haben wir damals für das Dach gebraucht“, erzählt er. „Auch den ganzen Markt rauf und runter.“ In Kremmen und drumherum war er aktiv.

Geboren ist Werner Marzahn am 26. Februar 1939 in Nauen, aufgewachsen ist er in Perwenitz. „Meine Eltern waren Kleinbauern“, erzählt er. Er hatte zwei Geschwister, er war der Jüngste. 1945 kam er zur Schule. „Ich kann nicht sagen, dass ich ein schlechter Schüler war“, sagt er und lächelt. Nach der 8. Klasse beginnt er bei der Lokomotivbau Elektrotechnischen Werken (LEW) in Hennigsdorf eine Lehre als Blechschlosser. Den Gesellenbrief bekam er zu seinem 18. Geburtstag. „Die Arbeit hat mir Spaß gemacht.“ Dass er wie seine Eltern Bauer wird, stand nicht zur Debatte. „Mein Bruder sollte die Landwirtschaft vom Vater übernehmen.“ Bis 1963 arbeitete er bei den LEW. Im selben Jahr heiratete er Marie-Luise, die von allen Marlies genannt wird. Vier Wochen nach der Hochzeit muss er zur Armee nach Eggesin. „Anderthalb Jahre. Die waren das Schlimmste.“
Danach stand Werner Marzahn vor einer Entscheidung fürs Leben. Soll er zurück ins Werk oder soll er in die Firma seines Schwiegervaters Werner Sandow einsteigen? Er entschloss sich umzusatteln. Er wurde Dachdecker, machte 1969 in Potsdam die Meisterprüfung.
Ein halbes Jahr später übernahm er die Firma, die es bereits seit 1890 gibt. „Aufträge waren da, Material haben wir bekommen, das lief alles in geordneten Verhältnissen“, erinnert er sich. Fünf bis sechs Leute hatte er damals. So richtig los ging es dann aber mit der Wende. „Alle haben ihre Dächer neu machen lassen.“ Viele Aufträge hatte er zu dieser Zeit auch im früheren West-Berlin. Bis zu 16 Angestellte hatte er zu dieser Zeit.
2003 gab er den Betrieb an seinen Schwiegersohn ab. Seitdem ist Jörg Schmidtsdorf der Chef, seit 1986 war er bereits in der Firma. Werner Marzahn ist nun Rentner. „Ich bin körperlich noch ganz fit“, sagt er. Er muss immer mal wieder seine Frau Marlies zum Arzt fahren. Außerdem engagiert er sich in der Kirchengemeinde. Bis vor zwei Jahren spielte er im Posaunenchor mit. Außerdem war er 51 Jahre lang Mitglied im LEW-Blasorchester. Er war Trompeter. „Die Musik hat mich ausgelastet“, sagt er. Zu DDR-Zeiten spielte er oft auf Hochzeiten. „Er war der singende Dachdeckermeister“, sagt seine Frau Marlies und lacht.

Die beiden haben viel gesehen von der Welt. Sie waren in Neuseeland, Australien, Amerika, Südafrika, in London, Paris, Moskau und St. Petersburg. Indien und China haben sie ausgelassen. „Zu groß, zu viele Menschen. Aber von den Reisen zehrt man jetzt“, sagt Marlies Marzahn. Jetzt ist Werner 80 geworden. Für ihn zählt jetzt vor allem eines: „Gesund bleiben“.

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RTelenovela

Ein Blick in die Rückspiegel ist immer eine gute Sache

Dienstag, den 22. Januar 2019
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Manchmal frage ich mich ja, was in Autofahrern so vorgeht. Da tuckern sie auf der freigegebenen Autobahn mit gutem Tempo 100 und ziehen plötzlich nach links.
Am Montagabend auf der A111 nahe der Abfahrt Velten: Ein Großraum-Taxi zieht plötzlich auf die linke Spur, es ist viel langsamer als ich, und der Fahrer bringt uns alle in Gefahr. Die starke Bremsung hätte auch schief gehen können, und die Fahrgäste im Taxi haben sich vermutlich auch gefragt, ob sie mit dem Fahrer sicher sind.

Keine zwei Minuten später, immer noch auf der A111, zieht wieder ein langsamer fahrendes Auto nach links, weil es einen anderen Wagen überholen will. Guckt da eigentlich niemand in den Rückspiegel? Kann niemand mehr beim Blick nach hinten abschätzen, ob das Auto schneller ist als man selbst? Oder wird rüber gezogen, ohne zu gucken?
Ich finde: Ein Blick in die Rückspiegel ist immer eine gute Sache. Und wenn man mit dem Satz nichts anfangen kann, dann wäre ein Besuch einer Fahrschule ganz ratsam.

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RTelenovela

Weg damit: Heidschi Bumbeidschi

Sonntag, den 16. Dezember 2018
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Inzwischen schon eine recht lange Tradition: das Weihnachtsliedersingen bei Freunden in Hennigsdorf. In diesem Jahr feierten wir das 10. Jubiläum. Das heißt, eigentlich feierten wir es nicht, weil ich das eben erst zufällig hier im Blog entdeckt habe, dass es 2008 damit los ging.
Wenn wenn jedes Jahr die Weihnachtslieder singt, dann hat man auch Favoriten. Und die, die man eher langweilig findet.

Sah ein Knab ein Röslein stehen. Ich muss sagen, dass ich mich sehr langweile, wenn wir dieses Lied singen. Die Melodie ist lahm, und inhaltlich… nun ja. Viel los ist da nicht.
Heidschi Bumbeidschi. Das Ding steht in unserem Liederheft, und in diesem Jahr haben wir darauf verzichtet, weil wir alle fanden, dass es ziemlich doof ist. Schon wegen des Dialektes, den keiner kann.
Das ewige Lied: Vom Himmel hoch. Es hat – zumindest in unserem Liederheft 15 Strophen. Heute haben wir uns darauf geeinigt, dass sechs reichen müssen. Danach wird sowieso nicht gelabert.
Happy X-Mas. Klingt viel besser, wenn John Lennon das schmettert. Wenn wir das singen, ist das irgendwie oll.

Dagegen finde ich “Sind die Lichter angezündet” wahnsinnig schön. Gerade die DDR-Weihnachtslieder hatten immer so eine besinnlich-fröhliche Note. Oft sind die Melodien sehr schön. Das gilt auch für “Vorfreude, schönste Freude”, “Oh, es riecht gut” und “Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen”.

Klassiker wie “Oh du Fröhliche” und “Stille Nacht” singe ich dagegen auch gern – aber nur einmal Jahr, am Heiligabend beim Gottesdienst in der Kirche…

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aRTikel

Erstes Album am Horizont

Mittwoch, den 28. November 2018
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Die Band Altertune bringt Songs heraus – geprobt wird regelmäßig im Leegebrucher Jugendclub – dort nimmt sie auch ihre Musik auf

MAZ Oranienburg, 28.11.2018

Leegebruch.
Ihren bisher schönsten Auftritt hatten sie beim Veltener Hafenfest. „Das war ein gutes Feeling auf der großen Bühne“, sagt Christian Kunz. Der 30-jährige Oranienburger ist Teil des Bandprojektes Altertune. Seit September 2017 gibt es die Gruppe in der aktuellen Zusammensetzung. Gerade haben sie ein kleines Album mit sieben Songs herausgebracht. Der Titel: „Horizont“. So heißt auch einer der Songs auf dem Album, zu dem es auf Youtube auch ein Musikvideo gibt.

Altertune – das sind Laura Stubbe (23) aus Vehlefanz. Sie ist die Sängerin und arbeitet im Jugendamt. Christian Kunz, Gesang und Produktion, ist Koch bei der Berliner Polizei. Der Maschinenfahrer Sebastian „Zeus“ Beuster (25) rappt und ist ebenfalls für die Produktion zuständig. Außerdem ist noch Danny „Ride“ Engel (27) aus Hennigsdorf mit dabei.

„Christian und ich kennen uns seit fünf Jahren“, erzählt Sebastian Beuster. „Wir haben schon viel gemacht, hatten nun aber Bock auf eine Gruppe.“ Mit ihrer Musik wollen sie verschiedene Zielgruppen bedienen und vereinen. Laura und Kunz (als Spitzname gesprochen mit langem U) machen eher den softeren Pop. „Das sind größtenteils emotionalere Songs.“ Gesellschaftliche Themen, aber auch über Freundschaft und Liebe. Andererseits bedienen Zeus und Ride die HipHop- und Rap-Schiene. „Da können wir auf den Putz hauen, auch mal sagen, was uns gesellschaftlich auf den Sack geht und können manchmal laut werden“, erzählt Zeus. So solle bei Konzerten für jeden etwas dabei sein.

Und warum Altertune? Die Musiker lachen bei der Frage. Es handele sich dabei um eine Zusammensetzung. Sie kommt von zwei Technikprogrammen, vom Autotune und dem Programm „Little Alter Boy“, die beide auf ihre Art den Klang der Stimmen verändern können.

Die Songs von Altertune – egal, ob in der Pop- oder der Rapsparte – bestechen durch ihre mitunter sehr eingängigen Melodien. Ein Lied wie „Horizont“ bleibt sehr schnell im Ohr. Den ersten gemeinsamen Auftritt hatte Altertune im vergangenen Jahr beim Benefizkonzert nach dem Starkregen in Leegebruch. „Das Gefühl mit der eigenen Musik auf der Bühne zu stehen, ist unbeschreiblich“, erzählt Zeus und lächelt. „Wenn alle feiern, was du da machst. Das ist dann krass.“

Nun ist schon das erste Album fertig. Es entstand im Leegebrucher Jugendclub, da gibt es die entsprechende Technik. Dort treffen sich die vier Bandmitglieder auch immer wieder zum Proben. „Wenn einer unserer Songs mal im Radio laufen würde, das wäre ein Traum“, sagt Zeus. Das müsse man sich aber nach und nach erarbeiten, gibt Kunz danach zu bedenken. „Dafür sind wir auch noch zu jung als Gruppe“, schiebt Laura nach. Auf jeden Fall wollen sie auch 2019 wieder Auftritte absolvieren. Beim Veltener Hafenfest, auch aufs Hennigsdorfer Stadtfest wollen sie sehr gern.

Die Band im Internet: www.facebook.com/AlterTune. Youtube: AlterTune Musik. Das Album gibt es auf allen bekannten Streamingportalen wie Spotify.

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