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Helgoland

Dienstag, den 2. August 2016
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Michael Kessler sei Dank. In einer seiner rbb-Expeditionen reiste er mit dem Katamaran von Hamburg nach Helgoland. Und Helgoland stand sowieso schon länger auf der Liste. Nun hat es gepasst, ich habe mir eine Hin- und Rückfahrt gebucht.

8.40 Uhr an den Landungsbrücken in Hamburg, für mich eher früh. Der Halunder-Jet stand schon bereit. Mit dem Ticket hatte ich auch einen festen Platz gebucht. Allerdings: Es herrschte ziemliche Leere, obwohl bei der Buchung fast alles weg war. Aber das sollte sich ändern, erst ab Cuxhaven wird das Schiff richtig voll.

Etwa 225 Minuten dauert die Tour, die ungefähr 160 Kilometer lang ist. Das ist fix für ein Schiff – es fährt bis zu 68 km/h. Allerdings noch nicht im Bereich von Hamburg, da darf es noch nicht Vollgas geben.

In Wedel an der Unterelbe steigen die nächsten Leute zu. Das Besondere: Alle großen Schiffe werden mit Musik aus Lautsprechern verabschiedet. Die riesigen Containerschiffe mit der passenden Nationalhymne.
Als wir den Hafen von Cuxhaven verlassen, ist das Schiff tatsächlich voll. Es geht raus auf die hohe See – die aber ruhig ist. Und selbst wenn nicht: Das Schiff ist so gebaut, dass die Wellen während der Fahrt kaum zu merken sind. Und wir haben mächtig Speed drauf.

Helgoland. Deutschlands einzige Hochseeinsel.
Erster Eindruck: Sieht aus wie eine Mischung aus England und Skandinavien. Was ja auch durchaus mit der Geschichte der Insel zu tun hat.
Lauter kleine verschiedenfarbige Holzhäuser. Wohnungen, Pensionen, Läden.
Gleich im Südhafen befindet sich der erste Duty-Free-Shop. Davon gibt es auf Helgoland zig.
Immer und überall trifft man auf Leute, die telefonieren. Ob man denn Zigaretten mitbringen solle, und wenn ja wie viele. Wie am Flughafen zollfrei.

Klar, wenn die Schiffe kommen, ist es voll auf der Insel. Aber ich vermute, ab dem späteren Nachmittag wird es richtig ruhig. Wer länger dort ist, kann so richtig runterkommen – wenn man die Abgeschiedenheit mag.

Die meisten Gaststätten und Bistros waren voll, ebenso die vielen Duty-Free-Shops.
Ab und zu fährt ein Taxi an mir vorbei. Immer dasselbe. Es gibt nur eins auf Helgoland, und das surrt total leise und elektrisch dahin. Wie auch die kleinen Müllautos und die wenigen anderen Fahrzeuge dort.
Ein Fahrstuhl führt ins Oberlandesgericht der Insel. Für Versehrte ist das billiger, so verrät es das Preisschild. Versehrte. Wusste gar nicht, dass das Wort noch verwendet wird. Aber Helgoland ist ja auch weitab von allem.
Vom Oberland aus hat man einen schönen Blick auf die Insel, auf den Hafen. Und dort hat man auch mal einen Moment lang Ruhe.

Gut dreieinhalb Stunden dauerte der Aufenthalt auf Helgoland. Interessant war die Exkursion auf jeden Fall. Ob ich aber mal länger dort bleiben will? Dann wohl lieber doch Rügen…

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