RTelenovela

Vor 20 Jahren (91): Im Palmenparadies

Mittwoch, den 25. Juli 2012
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(90) -> 22.7.2012

Sonnabend, 25. Juli 1992.
Der Kreta-Urlaub neigt sich langsam dem Ende zu, und wir haben bis zu diesem Zeitpunkt schon viel erlebt.
Mit dem Bus bereisten wir Ost-Kreta und erlebten das Klischeestrand. Anfang der 90er gab es einen Werbespot von Barcardi. Angeblich wurde der in Vai auf Kreta gedreht. Nun standen wir also an diesem Strand in Vai. Feiner Sand, dazu Palmen und glasklares Wasser. Immerhin konnten wir etwa anderthalb Stunden diese Idylle genießen, wobei wir zu diesem Zeitpunkt auch schon feststellen, dass ja der Strand in Baabe auf Rügen auch ganz schön ist.

Mit einem Fiat Uno ging’s am Tag danach nach Retymnon und Heraklion. Fast hätten wir uns den Wagen gar nicht leihen können, denn den DDR-Führerschein meines Vaters kannte man in Griechenland noch nicht. Es war nicht nur ein DDR-Führerschein, sondern ein versammt alter … Lappen. In den 60ern sah das eben noch nicht so modern aus. Den Fiat haben wir trotzdem bekommen.

Bei der Jeep-Safari zwei Tage später war das wohl nicht mehr so ein Problem. In einer langen Jeep-Kolonne gurkten wir über die Insel, über staubige Straßen, über steile Berge. Geil!
Und abends? Die Mister-Zorbas-Village-Wahl (ich war zu jung, um anzutreten), ein BBQ-Abend, das Ouzo-Quiz oder der sehr beliebte Bingoabend.
Zwei Tage noch, dann geht’s zurück nach Hause.

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Vor 20 Jahren (90): Urlaubslektüre

Sonntag, den 22. Juli 2012
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(89) -> 17.7.2012

Mittwoch, 22. Juli 1992.
Mehr als eine Woche waren wir nun schon auf der griechischen Insel Kreta. Und irgendwie ist man in der Zeit völlig vom Nachrichtengeschehen abgekoppelt. 1992 gab es noch keine Handys oder Internet, wodurch man permanent auf dem Laufenden war. Wir waren darauf angewiesen, dass im Hotelkiosk auch deutsche Presse zu haben war.

Die Auswahl war jedoch nicht sehr groß: Es gab die “Bild” und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Letztere ist für einen Urlaub am Hotelpool dann aber doch ein bisschen zu… ähm… schwer. Stattdessen ließen wir uns von der “Bild”… ähm… informieren. Wobei wir schon 1992 gemerkt haben, dass “Bild” und Information zwei Dinge sind, die nicht unbedingt zusammengehören.

Was es allerdings noch auf Kreta zu kaufen gab: den aktuellen “stern”. Die Zeitschrift kannte ich bereits von meinem Onkel und meinem Cousin. Beide haben den “stern” abonniert, und ich konnte immer darin herumblättern. Die Mischung aus Berichten, Fotos und Comics hat mir immer gut gefallen.
Wir kauften die Ausgabe 30/1992, und ich hatte ja am Pool Zeit genug, mir das meiste davon durchzulesen.
Zwei Tage danach erschien bereits die nächste Ausgabe, und seitdem bin ich Stammleser vom “stern”, bis heute.

Ich mag die Zeitschrift, auch wenn es ab und zu Momente gab, wo ich sie hasste. Wenn mal wieder eine Nackte auf dem Titel war, um die Verkaufszahlen zu steigern. Oder wenn das Heft mal wieder teurer, der Umfang aber dünner geworden ist.
Seit vielen Jahren habe ich den “stern” im Abo, und so lange ich mir das leisten kann, bleibt das auch so.

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Vor 20 Jahren (89): Kreta

Dienstag, den 17. Juli 2012
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(88) -> 26.6.2012

Freitag, 17. Juli 1992.
Lauter erste Male. Das erste Mal Urlaub im Ausland. Das erste Mal geflogen. Ach ja, und das letzte Mal gemeinsam mit den Eltern im Urlaub.
Zwei Wochen Griechenland. Kreta.

Rund um “Zorbas-Village” in Herssonissos war nichts als Ödnis. Aber dafür konnte sich unser Touristendorf durchaus sehen lassen. Ein großer Pool, vor der Tür das Mittelmehr, wegen des steinígen Strandes aber eher, na ja, lassen wir das. Wir hatten ja den Pool.
Ein eigenes Zimmer hatte ich auch. Das ses dort jedoch keinen Fernseher gab, da hielt ich für einen mittleren Skandal. Nur im großen Clubraum gab es einen – wo allerdings aus Deutschland nur RTLplus zu empfangen war.

Fünf Tage zuvor flogen wir von Schönefeld aus nach Heraklion ab. Ein Bus brachte uns zu unserer Hotelanlage.
Zum ersten Mal lernten wir auch, was eigentlich Animateure so alles machen. Am Abend zum Beispiel Folklore. Oder ein Musikquiz mit den Animateuren Fabian und Henriette. Am Tag danach war Barbeque-Abend, noch einen Tag später Cabarett.
Sobald wir allerdings einen Fuß vor die Tore der Anlage setzten, war es Aus mit dem Grün der Natur. Dann standen wir in der Wüste.
Ausflüge waren natürlich auch geplant, aber davon später mehr.

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