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Hallo Niedersachsen: Feiertagsirrsinn auf der Autobahn

Samstag, den 25. Juni 2011
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FR 24.06.2011 | 11.00 Uhr | NDR fernsehen

Donnerstag mussten die Brandenburger arbeiten, die Bayern nicht. Die Niedersachsen mussten arbeiten, die Hessen nicht. Es war Fronleichnam.
Dass innerhalb eines Landes in einem Gebiet feiertag ist und im anderen nicht, ist ja schon irrsinnig genug. Für die Brummifahrer war dieser Donnerstag aber eine echte Katastrophe. Stichwort: Sonntagsfahrverbot – das gilt auch an Feiertagen.

Das NDR-Regionalmagazin “Hallo Niedersachsen” berichtete am Donnerstag und Freitag über diesen Irrsinn. Brummifahrer, die auf der Autobahn in Niedersachsen unterwegs waren, mussten an der letzten Raststätte vor der grenze nach Hessen stoppen. Denn in Hessen durften sie am Feiertag nicht fahren.
So standen die Brummis in Göttingen am Rastplatz und mussten den Tag dort verbringen. Nach Osnabrück in Niedersachsen konnten sie auch nicht – denn es liegen einige Kilometer NRW dazwischen – und NRW hatte Feiertag. Somit war Osnabrück für sie unerreichbar.

Eigentlich kann man sich da nur an den Kopf fassen. Und woher sollen insbesondere ausländische Fahrer wissen, ob denn irgendwo zufälligerweise ein Feiertag ist, wenn selbst die Deutschen erst mal nachforschen müssen, wo sie hindürfen.

RTelenovela

Bahnbekanntschaften (15): Ja, so isch des!

Freitag, den 23. März 2007
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“Soll es morgen eigentlich wieder wärmer werden? Haben Sie da was gehört?” Wie? Was? So ganz habe ich den Mann nicht verstanden, der sich hinter Frankfurt/M im ICE auf den Platz neben meinem setzte. Ich hörte gerade auf CD den “kleinen Nils” und hatte keine Ohren, für fremde Onkels, die von mir eine meteorologische Aussage haben wollten.
Mit dem ICE von Berlin nach Stuttgart. Durch das winterliche Deutschland. Das Schneetreiben erreichte in Göttingen seinen Höhepunkt.
Bis Hildesheim blieb der Platz neben mir frei. Bis eine junge Dame kam – in Begleitung eines großen Schäferhundes. Wegen der Witterung auch nicht gerade geruchsfrei. Aber das Hundchen fand die Situation offenbar auch nicht gerade toll und blieb die ganze Zeit ruhig – bis sich Frauchen ein besseres Plätzchen gesichert hatte.
Und dann kam er. Der in Frankfurt arbeitende Businessmann.
Dass er ja bis Mannheim fahre. Und überlege, wo denn heute sein Auto stehe. Und, ja, wie denn das Wetter morgen wird? Wo komme ich her? Berlin? War er auch schon mal, in der Sonnenallee. Wo kann man denn noch hin Berlin? Wo gibts die beste Currywurst? Ich rede ihm Konoppke aus, die wirklich beste Currywurst gibt es am Bahnhof Friedrichstraße..
Und in Berlin gäbe es ja noch so viele Bomben! Ach, in Oranienburg noch mehr? Wahnsinn!
Ja, so isch des.
Und Potsdam? Liegt das auch in der Nähe? Wo genau wohnt der Jauch eigentlich?
Sind wir schon in Biblis? Dann wären wir ja ziemlich pünktlich.
Ja, so isch des.
In Mannheim verließ mich der gute Mann wieder. Bis Stuttgart war ich wieder allein mit meinen Gedanken – und mit Nils.