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Katrin Schrader: Sternstunden unterm Fernsehturm

Donnerstag, den 13. Februar 2020
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Pensionierung. Katrin Schrader war Lehrerin an den Gesamtschulen in Glienicke und Mühlenbeck. Und dann sollte Schluss sein? Das kam für sie nicht in Frage. “Ich wollte weitermachen”, sagte sie danach.
Sie wurde Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache an der Deutschakademie am Alexanderplatz in Berlin. Dorthin kommen Leute, die aus beruflichen oder persönlichen Gründen nach Deutschland kommen und die Sprache lernen wollen oder müssen.

In ihrem Buch “Sternstunden unterm Fernsehturm” berichtet sie über ihre Arbeit an der Deutschakademie, aber vor allem vom Unterricht mit ihren Schülerinnen und Schülern. Darunter sind Italiener, Brasilianer, Spanier, US-Amerikaner, Koreaner, Australier und viele Nationalitäten mehr. Sie kommen aus allen möglichen Berufen, die nun eine Arbeit in Berlin haben. Psychologen, Architekten und vieles mehr. Andere wollen ihren Doktor in der Stadt machen und müssen dafür Deutsch können. Oder es sind Frauen, die mit ihren Männern und der Familie nach Berlin gekommen sind, und nun auch die deutsche Sprache lernen möchten.
Sie erzählt in dem Buch von den Mühen und vom Spaß, den es macht, gemeinsam an einer Sprachschule dieses schwierige Unternehmen zu starten – nämlich eine ganz neue Sprache zu lernen. Als Deutscher ist es zudem immer wieder interessant, zu erfahren, wie schwer sich andere tun, die Sprache zu lernen und welche Probleme es dabei gibt. Allein schon die vielen Fälle verwirren, ebenso wie die scheinbar wahllosen Artikel vor Wörtern.
Das ist zum Beispiel Fatma aus Tunesien. Als sie in Katrin Schraders Kurs ist, ist es heiß draußen – und Ramadanzeit. Es ist zur Tradition geworden, dass auch gemeinsam gefrühstückt wird. Fatma kann das nicht, und für sie wird das zu einer echten gesundheitlichen Herausforderung. Oder Billy, der immer gerne von seiner Freundin erzählt hat, sie wollten in Deutschland glücklich werden, und dann ist alles zerbrochen.
Es geht um kleine Dramen, um Momente des Glücks, aber auch um die Anstrengungen, die so ein Deutschkurs mit sich bringt.

Das Buch hat viele spannende und interessante Momente. Es vermittelt einen Eindruck davon, was für Leute in so einem Kurs sitzen. Wie die Stimmung ist, und wie schwer es hin und wieder ist, gute Stimmung zu verbreiten.
Manchmal kratzen die kurzen Geschichten zwar ein bisschen sehr an der Oberfläche. Aber andererseits spiegelt das auch das Erleben der Lehrerin wider, die mit einigen ihrer Kursleute ein engeres Verhältnis aufbaut und andere quasi nur am Rande mitbekommt. Spannend sind aber in dem Zusammenhang auch die Ausflüge in ihr Privatleben und die Rückblicke in ihr Schaffen als Musicalautorin in Glienicke.

Katrin Schrader: Sternstunden unterm Fernsehturm
Books on Demand, 215 Seiten
7/10

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aRTikel

Gehandelt statt gewartet

Dienstag, den 14. Januar 2020
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Der Glienicker Marcel Hanisch räumt mit drei Mitstreitern Müll in Schönfließ weg

MAZ Oberhavel, 14.1.2020

Schönfließ.
Es hat ihm gereicht. Am Sonntagmorgen hat sich der Glienicker Marcel Hanisch eine Harke geschnappt, Müllsäcke und Handschuhe. Er und insgesamt drei weitere Mitstreiter begannen dann, aufzuräumen.

Schon längere Zeit hat er sich über Müll auf einem Hügel nahe des Waldes hinter der Glienicker Breitscheidstraße geärgert. „Das ist ein Hotspot, wo sich Jugendliche treffen“, erzählt der 40-Jährige. Es heißt, schon mehrere Male seien sie angesprochen worden, sich dort zu benehmen. Nun aber standen dort mehrere kaputte Stühle vom Sperrmüll, aufgerissene Kissen einer Couchgarnitur. „Alles aufgerissen und zerkloppt. Da lagen sogar Socken rum.“ Auch einige Reste von Silvesterknallern waren auf dem Areal noch zu finden.
Er meldete die Stelle in der Glienicker Gemeindeverwaltung. Allerdings stellte sich raus, dass sie dafür nicht zuständig sei, die Fläche, um die es da geht, gehört schon zu Schönfließ im Mühlenbecker Land. In der dortigen Verwaltung gab man an, es handele sich um ein Privatgrundstück, offenbar gehört es dem Landkreis. Es passierte jedenfalls: nichts.

„Aber das geht so nicht. Da ist Schaumstoff bei gewesen, und der gehört nicht in den Wald. Das ist für die Natur der letzte Dreck. Ich hasse so was“, sagt Marcel Hanisch. Auch findet er dort öfter Verpackungsreste, alte Flaschen und einiges mehr. „Das gehört einfach nicht dorthin.“ Nicht nur, weil es sehr unschön aussieht, auch gehen dort hin und wieder Leute mit ihrem Hund spazieren.
Am Sonntagfrüh begann dann also die Reinigungsaktion. „Erst habe ich alleine angefangen, nachher waren wir dann insgesamt vier Leute.“ Eine Frau, die er nicht kannte, habe auch spontan mitgemacht. Um die anderthalb Stunden dauerte die Arbeit – alles zusammenharken, den Müll in die Säcke. Gerade das Zusammenharken sei auf dem Waldboden gar nicht so einfach gewesen. „Wir haben dann alles zur Breitscheidstraße gebracht, an den dortigen Mülleimer gestellt.“

Er hofft, dass es dort nun sauber bleibe, die Jugendlichen stünden unter vermehrter Beobachtung. „So eine Aktion sollte jedenfalls nicht zur Regel werden“, so der Glienicker weiter.

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aRTikel

Noch lange kein Ruhestand

Donnerstag, den 19. Dezember 2019
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In dem Buch „Sternstunden unterm Fernsehturm“ beschreibt Katrin Schrader aus Glienicke ihre Erlebnisse als Sprachlehrerin

MAZ Oranienburg, 18.12.2019

Glienicke.
Als Katrin Schrader pensioniert worden ist, war für die Lehrerin klar: „Ich wollte weitermachen.“ Die Glienickerin hatte sich überlegt, was sie nun machen wollte. Sie ist nun Lehrerin für Deutsch als Zweitsprache und arbeitet an der Deutschakademie am Berliner Alexanderplatz. „Ich habe mich dort beworben und dann dort angefangen.“

Sie lehrt Deutsch für Leute, die nach Deutschland und Berlin gezogen sind, um dort zu leben und zu arbeiten. Darunter sind Italiener, Brasilianer, Spanier, US-Amerikaner, Koreaner, Australier und viele Nationalitäten mehr. „Sie kommen aus allen möglichen Berufen, die nun eine Arbeit in Berlin haben. Psychologen, Architekten und vieles mehr.“ Andere wollen ihren Doktor in der Stadt machen und müssen dafür Deutsch können. Oder es sind Frauen, die mit ihren Männern und der Familie nach Berlin gekommen sind, und nun auch die deutsche Sprache lernen möchten.
Seit vier Jahren ist Katrin Schrader nun schon Lehrerin an der Deutschakademie. Bereits nach dem ersten Jahr hatte sie ein Buch über ihre Erfahrungen als Lehrerin dort geschrieben. „Aber das war mehr für den Privatgebrauch.“ 50 Exemplare hatte sie sich drucken lassen und an die Familie und Freunde verschenkt.

„Sternstunden unterm Fernsehturm“ heißt das zweite Buch, das kürzlich erschienen ist. „Ich erlebe dort jeden Tag viele interessante Sachen und mache mir immer Notizen.“ Sie erzählt in dem Buch von den Mühen und vom Spaß, den es mache, gemeinsam an einer Sprachschule dieses schwierige Unternehmen zu starten – nämlich eine ganz neue Sprache zu lernen. So berichtet sie von einem Mann aus Syrien, der von sich sagte, er sei nicht teamfähig. Er hielt sich von den Aktivitäten des Kurses immer fern. Zum Geburtstag aber, von dem er selbst sagte, er habe ihn vergessen, kaufte Katrin Schrader ihm eine Karte, ließ sie von den anderen Kursteilnehmern unterschreiben. Es wurde gesungen und gelacht, und später schrieb der Mann in die WhatsApp-Gruppe des Kurses: „Es war ein ganz erstaunlicher Tag für mich.“ und für Katrin Schrader eine Sternstunde, die dann auch namensgebend für ihr Buch geworden ist.

In der Regel gibt sie in Berlin einen Sprachkurs, montags bis donnerstags immer drei Stunden am Morgen. Das will sie auch noch so lange wie möglich machen. An Ruhestand denkt sie noch lange nicht.

„Sternstunden unterm Fernsehturm“ von Katrin Schrader ist im Selbstverlag „Books on Demand“ erschienen und kostet 11 Euro. Im normalen Buchhandel oder unter www.bod.de.

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RTelenovela

Feuer-Sammelpunkt unter Kiefern

Sonntag, den 15. September 2019
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Neulich fragten wir uns im Büro, was eigentlich das quadratische grüne Schild bedeutet, auf dem in der Mitte vier Personen zu sehen sind, auf die an jeder Ecke Pfeile zeigen. Der Kollege hatte so ein Schild in Leegebruch gesehen, und ich kannte das aus Oranienburg, wo es in der Nähe vom Schloss an einem Zaun befestigt ist.
Es handelt sich, wie wir rausgefunden haben, um das Schild, das den Sammelpunkt markiert, wo sich alle Leute in einem Notfall einfinden sollen.

Neulich bin ich wieder auf dieses Schild gestoßen, nämlich im Garten des Bürgerhauses in Glienicke. Eigentlich fiel es eher einer Freundin auf, die auf dieses Schild blickte. Sie wunderte sich, dass sich der Sammelpunkt unter Kiefern befindet. Was ist denn, wenn es brennt? Dann ist der Sammelpunkt unter Kiefern vielleicht nicht der günstigste, meinte sie.
Wobei ich mich sowieso frage, wieso man ein Schild dafür, um zu bestimmen, wo man sich sammeln muss. Vielleicht um ein Chaos zu verhindern, aber das Bürgerhaus-Gelände ist ja nicht so weitläufig als dass sich Sammelpunkte eventuell ganz von selbst ergeben. Und wenn es brennt, dann sammelt man sich vielleicht doch woanders.

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RTelenovela

Countdown: Lesung in Glienicke

Donnerstag, den 12. September 2019
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Heute mal wieder Werbung in eigener Sache. Am Freitag, 13. September 2019, lese ich aus meinen “RT Zapper”-Kolumnen – das Beste aus 1996 bis 2019.
Ich bin zu Gast auf Einladung des Kulturvereins Glienicke im Bürgerhaus des Ortes. Ich werde Texte aus dem aktuellen Buch lesen, aber auch welche, die nur im Blog oder im alten Buch stehen. Mal sehen, wie sich der Abend entwickelt.

Um 19 Uhr geht es los, der Eintritt kostet 5 Euro, und in der Pause gibt es auch Häppchen und Getränke vom Kulturverein.

Mehr Termine gibt es hier.

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KeineWochenShow

#116 – Musi zum Schmusen

Sonntag, den 24. März 2019
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Bevor die heutige Sendung beginnt, gibt es eine neue Ausgabe der Hitparade! Diesmal mit drei hervorragenden Musikacts. Allerdings kommt es zwischendurch immer wieder zu kleinen Störungen.

In der Sendung selbst sprechen wir über das Attentat von Christchurch – aber vor allem auch über die Medien und wie sie damit umgegangen sind. Auch den Schwächeanfall von Jan Hofer werden wir noch mal beleuchten.
In Hohen Neuendorf werden in Zukunft auch Stubenhocker die Gelegenheit haben, die Stadtverordnetenversammlungen zu verfolgen – wir fragen uns, ob es dafür Bedarf gibt.

Und wir testen ein Bier von hier. Es geht um eine Sorte, die in Berlin-Hermsdorf gebraut wird – von einem einzelnen Bierfan aus Glienicke. Das und noch viel mehr in KeineWochenShow #116 auf Youtube.

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RTelenovela

Acht Bundesländer und die anderen

Sonntag, den 20. Januar 2019
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Wenn man irgendwo sitzt, wo noch viele andere Leute sind, da kann man sich ja den Gesprächen am Nebentisch nicht wirklich entziehen. Wie am Sonnabend im Glienicker Schnellimbiss.

Wie viele Bundesländer hat Deutschland eigentlich? Ich weiß nicht, warum das nun eigentlich ein Thema war – vielleicht hätte ich mal früher lauschen sollen.
Das junge Mädchen überlegte einen Augenblick und nannte das eine oder andere Bundesland. Acht – so das Ergebnis. Die Eltern schüttelten den Kopf, es seien viel mehr. 16 nämlich.

Und dann begannen sie aufzuzählen. Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen. Bremen? Bremen ist ein Bundesland?= Die Verwunderung war – durchaus zu recht – groß. Es kamen noch Thüringen, Niedersachsen, Berlin und Brandenburg, Hessen, NRW, das Saarland, Nordrhein-Westfalen und Thüringen.
Und, klar, NRW und Thüringen waren doppelt, da müssen wir je eins abziehen. Fehlten aber immer noch welche. Allerdings kam dann der “Bayern München”-Einwurf. Am Ende fehlten immer noch ein paar Bundesländer.

Vermutlich haben wir einfach viel zu viele davon. Bremen zum Beispiel.

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