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Rügen 2018 (13): Die ruppigen Rüganer

Freitag, den 3. August 2018
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(12) -> 2.8.2018

In irgendeinem Beitrag oder in irgendeiner Erzählung neulich hieß es, dass die Rüganer einen mitunter ruppigen Humor haben, dass sie manchmal ein bisschen speziell sind. Und da musste ich irgendwie sogar zustimmen.

Als ich auf die Insel gereist kam, ließ ich mir wie immer hier und da ein bisschen Zeit. Ich war gerade auf der Fähre, da klingelte mein Handy. Einer mir nicht bekannte Nummer. Ich drückte sie erst mal weg, aber in Glewitz angekommen, rief ich dann doch zurück. Denn ich hatte eine Ahnung. Es war mein Binzer Vermieter. Wann ich denn kommen würde. Ich sagte, so 17.30 Uhr oder 18 Uhr. Was okay ist, denn in der Bestätigungsmail hieß es, bis 20 Uhr könne man anreisen. Aber der Vermieter meinte, da sei er nicht da, denn er habe ja auch andere Dinge zu tun. Da schluckte ich erst mal. Aber er meinte dann, er sei dann gegen 19 Uhr wieder da.
Na dann. Ich konnte mir also noch mehr Zeit lassen, also besuchte ich in Garz erst mal den Supermarkt. Zeitung kaufen und so.

Im Fischimbiss in Baabe standen zwei kleine Mädchen an den Gläsern mit dem Besteck und nahmen sich diverse Gabeln raus. Die Verkäuferin fragte empört, wie viele Gabeln sie denn brauchen. Fünf, war die Antwort. Und wie viele habt ihr? Die Mädchen zählten durch und kamen auf sechs. Die Verkäuferin entriss einem der Mädchen eine Gabel, und fast schien es, als würde sie ihm noch eine scheuern wollen. Das sei ja hygienisch ganz übel, sagte sie dann und knallte die Gabel auf den Tresen. Als sich die Mädchen verschüchtert entfernten, packte die Verkäuferin die Gabel und drückte sie einem jungen Mitarbeiter in die Hand. Mal waschen.

In der Andreaskirche in Lancken-Granitz fand ein Musikabend in der Sommerkonzert-Reihe statt. Ein Konzert mit dem Cellisten Christoph Heinlein. Die Frau, die die Gäste in der Kirche begrüßte, erzählte zu Beginn davon, dass ja in der Ostsee-Zeitung blöderweise der Name des Musikers völlig falsch geschrieben worden sei. Aber schön, dass trotzdem so viele Gäste gekommen sind. Dass in ihrem eigenen Flyer ein falsches Datum stand, erwähnte sie vorsichtshalber nicht.
Es war übrigens ein sehr spannendes und gutes Konzert. Was Christoph Heinlein mit seinem Cello anstellt, ist nämlich durchaus sehens- und hörenswert. Er entlockt dem Instrument Töne, die zumindest ich davon noch nie gehört habe.

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Rügen 2018 (12): Auf der MS Binz von Binz nach Binz II – Einmal rund um Rügen

Donnerstag, den 2. August 2018
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(11) -> 1.8.2018
I -> 7.4.2016

Um 8.30 Uhr legt die MS Binz an der Seebrücke in Binz ab, um 17.30 Uhr soll sie wieder dort anlegen. In diesen neun Stunden umrundet das Schiff einmal die komplette Insel Rügen. Immer nur am Montag wird diese Tour angeboten.
Eigentlich war die spannendste Frage, ob eine so lange Fahrt eher langweilig wird oder ob die Zeit wie im Fluge vergehen wird.

Zunächst legte das Schiff aber noch mal in Sellin und Göhren an, um weitere Passagiere aufzunehmen. Am Ende waren es wohl 130 Menschen, die diese Mammuttour mitmachten.
Erstaunlicherweise spielte das Wetter erst gar nicht so richtig mit. Es war wolkig, zwischendurch gab es Regen. Aber ich hatte mir für den ersten Teil der Tour eh erst mal einen Innenplatz gesucht. Frühstücken und Ostsee-Zeitung lesen.

Wir ließen Lobbe und Thiessow an uns vorbeiziehen und erreichten den Greifswalder Bodden. Wir fuhren an Schiffen vorbei, auf denen gebaggert wurde – für die Gasleitung Nordstream 2. Hin und wieder zogen auch andere Frachtschiffe an uns vorbei, vermutlich auf dem Weg nach Mukran.

Spannend wurde es, als wir den Strelasund erreichten. Wir kreuzten die Strecke der Rügenfähre, die immer zwischen Stahlbrode und Glewitz unterwegs ist. Gerade lief ein Schiff in Glewitz ein.
In der Ferne tauchte dann die große Rügenbrücke auf. Wir mussten zu einer bestimmten Zeit in Stralsund ankommen. Denn um 12.20 Uhr wird die Ziegelgrabenbrücke geöffnet – denn der alte Rügendamm mit der Zugbrücke ist ja auch noch da. Neben der neuen Brücke sieht die aber sehr mickrig aus. Allerdings ist sie für den Schiffsverkehr immer noch wichtiger, denn ohne sie geht nichts, kommt keiner durch. Vom Wasser aus sieht man erst mal, wie flach der Rügendamm tatsächlich ist. Nur an der Ziegelgrabenbrücke kommen Schiffe überhaupt durch – und das zu den Hebezeiten.

Vor dem Damm sammelten sich schon die Schiffe. Die Verkehrsschiffahrt hat immer Vorrang, die anderen müssen Platz machen. Pünktlich um 12.20 Uhr ging es dann los. Erst hob sich die Brücke, auf der die Schiene liegt, dann die Brücke mit der Straße. Das dauert ein paar Minuten. Die Ampel springt auf Grün, wenn die Brücken senkrecht stehen.
Und schon fuhren wir durch. Bei der Durchfahrt sieht man sogar das abgeschnittene Gleis. Ein paar Fußgänger standen auch direkt an der Sperre.
Beeindruckend ist es, unter der Rügenbrücke durchzufahren. Sie ist ein gewaltiges Bauwerk und macht was her.

Weiter geht es durch den Stralsunder Hafen, an Altefähr vorbei in Richtung Hiddensee. Die Insel ist klein, aber es dauert gut anderthalb Stunden, bis das Schiff daran vorbei gefahren war. Weite Teile der Insel sind naturbelassen, nur im Zentrum sind die bewohnten Teile.
Weiter geht es in Richtung Kap Arkona und zu den Kreidefelsen. Die sind immer wieder beeindruckend – allerdings habe ich die nun schon mehrfach vom Schiff aus gesehen.

Und inzwischen donnerte die Sonne auf das Schiff. Ich habe mich zwar eingecremt, aber wenn man letztlich gute sieben Stunden draußen steht oder sitzt, dann schafft einen das trotzdem. Wir legten kurz in Sassnitz an, und nach neuneinviertel Stunden erreichten wir wieder Binz.
Diese Tour sollte man aber definitiv mal gemacht haben – man muss halt mal dafür Zeit nehmen.

Video von der Fahrt durch den Rügendamm: auf YouTube.

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Rügen 2018 (4): Zurück in den Winter

Freitag, den 30. März 2018
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-> 7.1.2018

Eigentlich dachten wir, dass ja der Frühling nun langsam mal wirklich begonnen hat. Ganz falsch.
Um so weiter wir nach Norden kamen, desto weißer wurde die Gegend. Schon vorher konnte man auf Facebook sehen: Auf Rügen ist wieder Winter. Mehrere Zentimeter Neuschnee waren gefallen.

Erstmals so richtig gesehen haben wir das in Miltzow bei Greifswald. Dort lag der Schnee zentimeterhoch auf den Wegen.
Immerhin, die Fähre von Stahlbrode nach Glewitz ist in Betrieb – aber auch das später als geplant. Vorher war noch zu viel Eis im Strelasund. Später Winter.

Putbus ist ein Wintersportort. Der Schlosspark ist ganz in Weiß gehüllt, am Zaun stehen Wildtiere und lassen sich füttern.
Die Landesstraße führt bergauf durch ein Waldstück, und schon überlegt man, ob man eigentlich Skier mit hat.

Am Strand in Binz steht natürlich noch die Glühweinbude, bei der wir schon zum Jahreswechsel “einkaufen” waren. Seit Ewigkeiten sehe ich die Ostsee mal wieder mit höherem und rauschendem Wellengang. Schön, auch im, ähm, Frühling.

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Rügen 2016 (7): Ich wünsche mir zwei Kreisverkehre

Samstag, den 6. August 2016
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(6) -> 9.4.2016

Gerade war Angela Merkel mal wieder auf der Insel Rügen – um ein bisschen zu buddeln. Oder zumindest um ein bisschen so zu tun. Für die neue B96 fand für den Abschnitt zwischen Samtens und Bergen der erste Spatenstich statt. War der Neubau zwischen der Rügenbrücke und Samtens schon umstritten, ist es der zweite Abschnitt noch mehr.
Ich halte ihn in dieser Form für überflüssig, denn in diesem Teilstück gibt es bis auf eine Ampelkreuzung bei Teschenhagen keine Hindernisse mehr. Aber das Geld muss halt verpulvert werden.
Dabei gäbe es ganz andere Stellen, um die man sich mal kümmern könnte und die der Verkehrssicherheit auf Rügen dienlicher wären.

Rügen hat mich diesmal eher unwirtlich empfangen. Als ich in Glewitz die Autofähre verließ, schüttete es kräftig. Der Himmel hatte sich verfinstert, und es wirkte, als wolle mich die Insel nicht wirklich willkommen heißen.
Aber nicht nur das Wetter machte die Anreise kompliziert.
Womit wir wieder bei den Stellen wären, wo man sich um Rügen mal um die Verkehrssicherheit kümmern könnte.
Bei Göhren und in Sellin sind kürzlich neue Kreisverkehre entstanden. Die sind eine gute Sache, da der Verkehr dort auch ohne Ampel ganz gut vorankommt.

Es gibt es mindestens zwei Stellen, wo sich ein Kreisverkehr auch gut machen würde. Zum einen: Die Kreuzung an der B196 bei Serams, wo die Landesstraße nach Binz wegführt. Dort bilden sich vor allem aus Binz kommend in den Stoßzeiten längere Schlangen, weil das Linksabbiegen in Richtung Sellin schwierig ist.
Ähnlich ist es nur ein paar hundert Meter weiter, auch an der B196, am Abzweig in Richtung Putbus. Auch dort wäre ein Kreisverkehr eine tolle Sache, denn der Verkehr aus Putbus kommend hat es schwer, nach links in Richtung Bergen abzubiegen.
Beides müssten wohl Bund und Land bezahlen, aber da geht wohl der B96-Bau vor.

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Rügen 2015 (7): Ach du Scheiße, ein Gast!

Samstag, den 18. Juli 2015
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(6) -> 19.4.2015

Als ich in Stahlbrode auf die Rügen-Fähre fahre, stutze ich: 6,40 Euro. Habe ich schon immer 6,40 Euro für die Überfahrt bezahlt? Ware das nicht mal einen Euro billiger?
Ein bisschen ärgere ich mich, aber am liebgewonnenen Ritual, mit der Fähre nach Rügen zu fahren, möchte ich weiter festhalten.
Ich mag es, mich von Stahlbrode nach Glewitz auf Rügen übersetzen zu lassen. Sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Die gut zehn Minuten zu warten, bis man denn wirklich die Insel erreicht hat.
Das ist Inselfeeling, und wenn ich über eine Brücke fahre will sich das nicht so richtig einstellen.
Erst auf der Rücktour erfahre ich – die Frau an der Kasse scheint sich fünf Tage später an mich zu erinnern -, dass es ein Hin-und-Rücktour-Ticket für 11 Euro gibt, man spart damit 1,80 Euro. Immerhin. Nächstes Mal dann.

Das ist doch mal eine Begrüßung. Als ich kurz nach 10 Uhr in meinem Hotel in Sellin frühstücken will, ist der Frühstücksraum verschlossen. Obwohl es eigentlich bis 11 Uhr zu essen geben sollte.
Plötzlich taucht eine junge Frau auf, ich frage, ob es kein Frühstück gibt. Und sie: Sie könnte jetzt “Guten Morgen” sagen. Stattdessen sagt sie: “Ach, du Scheiße.”
Sie hat mich vergessen und den Raum schon abgeschlossen. Alle anderen hätten heute schon gegessen, sagt sie. Ungewöhnlich sei das gewesen, dass alles schon so früh da waren, sagt sie noch. Ich sage, ich könnte ja auch woanders frühstücken, aber das lehnt sie ab.
Für mich hat das was Gutes: Wo normalerweise ein Büfett steht, bekomme ich den Rundum-Service an den Tisch gebracht. Brötchen? Marmalade? Nutella? Aufschnitt? Kaffee? Klar, gerne doch, bringe ich Ihnen.
Es ist mir ein wenig peinlich – andererseits ist die ganze Sache natürlich auch ihr peinlich. So komme ich also doch noch zu meinem Frühstück – mit Ostsee-Zeitung und Sonderservice.

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Rügen 2013 (8): Hans im Glück mit Orange und Senf

Sonntag, den 11. August 2013
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(7) -> 10.8.2013

Drei Tage Rügen im Sommer 2013 sind nun zu Ende. Es folgt ein kleiner kulinarischer Rückblick.

Der Höhepunkt.
An der Binzer Strandpromenade ist Hans im Glück. So heißt nicht nur ein Grimmsches Märchen, sondern auch ein Lokal mit Edel-Fastfood. Es gibt Burger in diversen Variationen mit leckeren Salaten und Soßen. Zum Beispiel die Orangen-Senf-Soße, in die ich mich am liebsten reingelegt hätte. Oder zumindest gern den Teller mit der Zunge abgeleckt hätte. Wäre aber sicher nicht gut angekommen…

Der Wartemarathon.
In der Schillerstraße in Binz gibt es einen Balkan-Grill. Das Ćevapčići hätte gern noch etwas mehr durchgebraten werden können, dafür habe ich darauf aber auch besonders lange gewartet. Also, nicht direkt aufs Ćevapčići, sondern überhaupt erst mal darauf, überhaupt bdient zu werden. Irgendwie haben mich sämtliche Bediengungen an diesem Abend ignoriert. Selbst intensives Angucken hat nichts gebracht. Fast wäre ich schon wieder gegangen, aber nach einer Viertelstunde bemerkte mich jemand…

Der Waffelhit.
Muss sein. Ein Besuch der Waffelstube an der Binzer Hauptstraße ist gewissermaßen Pflicht. Schmeckt. Und wie immer gut! Auch das Schoko-Vanille-Softeis ist lecker, leider suppt die Waffel ein bisschen zu schnell durch.

Das Fischbrötchen.
Fischbrötchen muss auch sein, wenn man an der Küste ist. Das erste Fischbrötchen auf Rügen gibt es in Glewitz, gleich hinter der Rügen-Fähre. Das Brötchen ist warm, der Bismarckhering sowieso lecker, der Salat frisch. Alles wird erst zubereitet, wenn es gebaucht wird.
Nebenbei: Das beste Bismarck-Brötchen gibt es in Baabe, kurz vor dem Strand. Aber bis dahin habe ich es diesmal nicht geschafft.

Das Badbistro.
Wer baden geht, will auch was essen. Und weil das Wetter nicht immer mitspielte, ging es in die Therme nach Neddesitz. Aber liebe treiber, ein bisschen mehr Mühe kann man sich auch in einer Therme schon geben, oder? Ein karger Raum abseits des Bades, ein bisschen Currywurst hier, Pommes da und dazu Eis – aber kein Schoko und Vanille, danke für Ihr Verständnis. Aber der Salat, der war okay. Immerhin.

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Rügen 2012 (5): Leitwolf

Montag, den 21. Mai 2012
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(4) -> 20.5.2012

Ich, der Leitwolf. Weil unser eigentlicher Rallyeboss sein Auto schon auf seinen Trailer geladen hat, bin ich heute derjenige, der den Oldtimertross anführt. Und das, obwohl ich selbst gar nicht mit einem Oldtimer unterwegs bin. Aber glücklicherweise ist die Anzahl der Autos an unserem dritten und letzten Rallyetag nicht mehr so groß, dass die Fahrt kompliziert werden könnte.

Wir starten wieder in Göhren und fahren am Bahnhof vom Rasenden Roland vorbei. Wie wir am Abend zuvor schockiert festgestellt haben, war einigen unserer Mitreisenden (oder eher -innen) nicht klar, dass Göhren einen Bahnhof hat – und wo der sein soll. Dass wir dort schon oft vorbei gefahren sind, ist ihnen irgendwie entfallen. Aber irgendwohin muss Roland ja fahren…

Als Leitwolf muss man einige Rücksichten nehmen. Am Ortsausgang gebe ich erst später Gas, damit die Truppe beisammen bleibt. Am Abzweig zwischen Lancken-Granitz und Serams müssen wir nach links in Richtung Putbus abbiegen. Da ist es wichtig, eine besonders große Lücke im Gegen verkehr zu finden, damit so viele wie möglich hinter mir noch abbiegen können. Und glücklicherweise gibt es auch immer wieder Autofahrer, die erkennen, dass Gruppen unterwegs sind und dann auch mal anhalten, um alle durchzuwinken.

Ein echtes Erlebnis ist die Straße in Vilmnitz. Obwohl es sich um eine Landesstraße handelt, macht sie eher einen musealen Eindruck. Ein extrem holpriges, uraltes Pflaster, enge Kurven, ausgefahrene Ränder. Mit raffinierten Kameraeinstellungen lassen sich in dem Dorf sicherlich Filme drehen, die im frühen 20. Jahrhundert spielen. Oder noch früher.

In Lauterbach legen wir am Hafen einen Zwischenstopp ein. Pflichtbewusst kaufe ich mir ein Parkticket, schließlich haben fast alle anderen Autos auf dem Parkplatz schon ein Knöllchen. Merke: In Lauterbach geht das Ordnungsamt auch am Sonntag um. Allerdings hätten die Oldtimerfreunde sicherlich eine gute Verhandlungsbasis gehabt, warum sie kein Parkticket kaufen müssen.
In einem Miniauto fährt ein Mann umher, hört italienische Musik und macht Faxen. Immerhin bekommt er unsere Aufmerksamkeit. Er wirbt für ein italienisches Lokal am Putbuser Bahnhof, und wir würden einen Kaffee kostenlos bekommen. Wir kündigen uns an und bitten darum, dass er uns Parkplätze freihalte.

Am Bahnhof von Putbus fährt an diesem Nachmittag eine Lok des Rasenden Roland hin und her. Immer wieder. Mal tutet sie, mal schnauft sie. Es ist Bahnhofsfest, und deshalb dürfen Interessierte mit der Lok fahren.
Wir beobachten das vom Italiener aus, wo wir zwar keinen kostenlosen Kaffee bekommen, dafür aber Pizzen, Fisch und Wasauchimmer.
Mit einer Ehrenrunde rund um den Putbuser Circus (nein, keine Artistik und Tiere, sondern weiße Häuser im Rondell), verlassen wir die Stadt.

Unser letztes Ziel auf Rügen ist Glewitz. Dort, wo mein Mai-Rügen-Aufenthalt begann, endet er auch wieder. Wir sind pünktlich, die Fähre aus Stahlbrode ist gerade angekommen, wir können gleich rauffahren.
Diesmal gibt es kaum Wellen, dafür viel Sonne und einen Surfer, der spannende Kunststücke auf dem Strelasund macht.

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