RTelenovela

Rügen 2022 (1): Bei der Fähre wird gespart

Montag, den 22. August 2022
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2021 -> 30.11.2021

Glewitz. Ich habe mal wieder die Insel Rügen erreicht. Allerdings musste ich an der Fähre länger warten als sonst.
Ich wurde schon stutzig, als ich an der B96 das Hinweisschild für die Fähre gesehen habe – mit der angegebenen Uhrzeit. Normalerweise fahren im Sommer zwei Fähren zwischen Stahlbrode und Glewitz hin und her. Insgesamt von 6 bis 21.30 Uhr. Früher ging es sogar schon um 5 Uhr los.

Doch in diesem Jahr ist die Fahrzeit ordentlich eingedampft worden. Es fährt nur eine Fähre, und die auch nur zwischen 8 und 17.30 Uhr – auf dem Rückweg von Rügen weg fährt die letzte um 17.45 Uhr.
Heißt: Morgens sehr viel später, und am Abend sehr viel früher. Heißt auch, dass die Fährfahrten bei Sonnenuntergang, wie sich sie im vergangenen Jahr erlebte, ausfallen.

Es fährt nur eine Fähre hin und her und das auch nur eine Schicht lang. Es scheint entweder ein Sparzwang zu herrschen oder ein großer Personalengpass. Schade ist es in jedem Fall.

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RTZapper

Leon – Glaub nicht alles, was du siehst

Donnerstag, den 17. Februar 2022
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DI 15.02.2022 | 20.15 Uhr | RTL

Damit die GZSZ-Verwertungsmaschine weiterlaufen kann, hat sich RTL mal wieder ein Spin-Of ausgedacht. Und diesmal gibt es die Wiedervereinigung eines Serien-Traumpaares. Das heißt, zumindest sieht es erst mal so aus. Rein oberflächlich betrachtet.

Am Dienstagabend zeigte RTL den Film “Leon – Glaub nicht alles, was du siehst”. Das Ganze gibt es auch in einer sehr viel längeren 8-teiligen Serienversion bei RTL+.
RTL hat das ganz geschickt gemacht. Denn Leon zieht mit seinem Sohn von Berlin nach Rügen. Den Abschied von Leon in Berlin haben die Zuschauer von “Gute Zeiten, schlechte Zeiten” gerade noch gesehen. Der Film (die Serie) ist die direkte Fortsetzung.

Gerade kommen Leon und sein Sohn mit der Rügen-Fähre in Glewitz an, da scheint Leon einen Geist zu sehen: seine Frau Verena. Die ist schon vor Jahren gestorben. Aber am Ostseestrand erblickt er sie wieder.
Aber es ist nicht Verena, sondern Sarah, die haargenau aussieht wie Verena. Die kommt gerade aus Portugal und hat es mit einem Stalker zu tun. Sarah denkt, es ist Leon, der auch gleich von der Polizei verhört wird.
Aber was hat es nun mit Sarah auf sich?

Für Fans ist die Serie vermutlich ein Fest. Denn mit der Rückkehr von Schauspielerin von Susan Sideropoulos, die wieder mit Daniel Fehlow spielt, geht sicherlich für viele ein Wunsch in Erinnerung. Auch für RTL, die das kräftig bewerben können.
Dass diese hochgradige Ähnlichkeit letztlich gar nicht hinterfragt wird, dass selbst Leons Sohn das zwar interessiert zur Kenntnis nimmt, ihn das aber auch nicht weiter beschäftigt, ist schon merkwürdig.
Am Ende hat die Geschichte aber wenigstens noch eine spannende Wendung, die das Ganze dann doch noch ein wenig interessant machen.
Klar ist aber auch, dass “Leon” vor allem etwas für GZSZ-Fans ist. Es gibt viele schöne Rügen-Bilder, aber dennoch ist die Serie im Look lange nicht so hochwertig wie zum Beispiel “Friedmanns Vier”.

-> Der Film bei RTL+

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KeineWochenShow

#242 – Harz aber fair

Sonntag, den 22. August 2021
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Auch in dieser Woche gehen wir getrennte Wege. Wir melden uns aus Wernigerode und Oranienburg. Natürlich gibt es dazu auch Impressionen aus Wernigerode und vom Brocken in Schierke.

Ein großes Thema ist aber natürlich die Eskalation in Afghanistan und die Reaktionen der deutschen Politik. Kein Thema war in der vergangenen Woche beherrschender.
In Sachen Medien war die neue Sendung “RTL direkt” ein großes Thema. Jan Hofer ist doch noch nicht in Rente und versucht sich bei RTL als Magazin-Moderator. Was eher nicht so gut funktioniert.

Außerdem geht es um Kondome für den Piks, um Gerd Müller – und einen tollen Sonnenuntergang in Glewitz auf Rügen haben wir auch noch im Angebot – in KeineWochenShow #242 auf Youtube.

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RTelenovela

Rügen 2021 (8): Fährtag

Freitag, den 20. August 2021
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(7) -> 19.8.2021

Schaprode auf Rügen hat einen Hafen, und der Ort lebt auch ein bisschen davon. Von Schaprode aus gehen nämlich die Fähren nach Hiddensee.
Hiddensee ist für Autos tabu. Das bedeutet für Urlauber, dass sie ihre Autos irgendwo anders stehenlassen müssen. Das kann Stralsund sein, aber viele fahren nach Schaprode. Im Ort hat man sich darauf vorbereitet. Bevor man überhaupt ins Dorf fährt, kommen die Schilder mit dem Hinweis auf den großen Parkplatz.
3,50 Euro zahlt man, wenn man den Platz nur für einen Tag nutzen will. Wer also länger auf Hiddensee bleibt, muss dementsprechend draufzahlen. Aber andererseits zahlt man im Urlaub ja meistens für einen Parkplatz.

Vom Parkplatz kann man entweder mit einer kleinen Bahn zum Hafen fahren. Aber auch zu Fuß läuft man keine zehn Minuten, und wenn man einen Rollkoffer hat, dann geht das schon einigermaßen.
Aber der Parkplatz verschafft den Leuten in Schaprode Luft, denn ansonsten würden die Autos vermutlich das ganze Dorf zuparken. Andererseits nutzen die Leute im Dorf den Umstand, dass da viele Leute ankommen, um dann weiterzureisen, kaum. Es gibt außer dem Parkplatz nicht wirklich Einnahmequellen, die die Schaproder anzapfen.

Mit der Fähre “Vitte” ging es dann auch in genau diesen Ort. 45 Minuten braucht die Fähre von Schaprode nach Vitte auf Hiddensee. Allerdings ist es eine ziemlich zugige Fähre. Ein kleines Restaurant bietet einen Rückzugsort. Aber angenommen, die Fähre ist voll und es herrscht schlechtes Regenwetter mit starkem Wind – dann ist man auf der Fähre ziemlich aufgeschmissen. Auf der Hinfahrt wehte der Wind kräftig. Auf der Rückfahrt schien aber die Sonne.
Wer dann vom Parkplatz in Schaprode wieder runterfährt, wird übrigens noch mal kontrolliert, man muss seinen Parkschein vorzeigen. Nicht, dass man nur einen Tag gezahlt hat, aber zehn Tage auf der Insel war…

Von Hiddensee nach Rügen mit der Fähre. Aber auch von Rügen aufs Festland bei Greifswald nahm ich die Fähre. Es war der Sommer-Abschied 2021 von der Insel Rügen. In Glewitz musste ich fast 30 Minuten auf die Fähre warten – was nicht schlimm war. Denn über dem Strelasund ging gerade die Sonne unter und sorgte für phantastische Bilder.

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RTelenovela

Rügen 2018 (13): Die ruppigen Rüganer

Freitag, den 3. August 2018
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(12) -> 2.8.2018

In irgendeinem Beitrag oder in irgendeiner Erzählung neulich hieß es, dass die Rüganer einen mitunter ruppigen Humor haben, dass sie manchmal ein bisschen speziell sind. Und da musste ich irgendwie sogar zustimmen.

Als ich auf die Insel gereist kam, ließ ich mir wie immer hier und da ein bisschen Zeit. Ich war gerade auf der Fähre, da klingelte mein Handy. Einer mir nicht bekannte Nummer. Ich drückte sie erst mal weg, aber in Glewitz angekommen, rief ich dann doch zurück. Denn ich hatte eine Ahnung. Es war mein Binzer Vermieter. Wann ich denn kommen würde. Ich sagte, so 17.30 Uhr oder 18 Uhr. Was okay ist, denn in der Bestätigungsmail hieß es, bis 20 Uhr könne man anreisen. Aber der Vermieter meinte, da sei er nicht da, denn er habe ja auch andere Dinge zu tun. Da schluckte ich erst mal. Aber er meinte dann, er sei dann gegen 19 Uhr wieder da.
Na dann. Ich konnte mir also noch mehr Zeit lassen, also besuchte ich in Garz erst mal den Supermarkt. Zeitung kaufen und so.

Im Fischimbiss in Baabe standen zwei kleine Mädchen an den Gläsern mit dem Besteck und nahmen sich diverse Gabeln raus. Die Verkäuferin fragte empört, wie viele Gabeln sie denn brauchen. Fünf, war die Antwort. Und wie viele habt ihr? Die Mädchen zählten durch und kamen auf sechs. Die Verkäuferin entriss einem der Mädchen eine Gabel, und fast schien es, als würde sie ihm noch eine scheuern wollen. Das sei ja hygienisch ganz übel, sagte sie dann und knallte die Gabel auf den Tresen. Als sich die Mädchen verschüchtert entfernten, packte die Verkäuferin die Gabel und drückte sie einem jungen Mitarbeiter in die Hand. Mal waschen.

In der Andreaskirche in Lancken-Granitz fand ein Musikabend in der Sommerkonzert-Reihe statt. Ein Konzert mit dem Cellisten Christoph Heinlein. Die Frau, die die Gäste in der Kirche begrüßte, erzählte zu Beginn davon, dass ja in der Ostsee-Zeitung blöderweise der Name des Musikers völlig falsch geschrieben worden sei. Aber schön, dass trotzdem so viele Gäste gekommen sind. Dass in ihrem eigenen Flyer ein falsches Datum stand, erwähnte sie vorsichtshalber nicht.
Es war übrigens ein sehr spannendes und gutes Konzert. Was Christoph Heinlein mit seinem Cello anstellt, ist nämlich durchaus sehens- und hörenswert. Er entlockt dem Instrument Töne, die zumindest ich davon noch nie gehört habe.

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RTelenovela

Rügen 2018 (12): Auf der MS Binz von Binz nach Binz II – Einmal rund um Rügen

Donnerstag, den 2. August 2018
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(11) -> 1.8.2018
I -> 7.4.2016

Um 8.30 Uhr legt die MS Binz an der Seebrücke in Binz ab, um 17.30 Uhr soll sie wieder dort anlegen. In diesen neun Stunden umrundet das Schiff einmal die komplette Insel Rügen. Immer nur am Montag wird diese Tour angeboten.
Eigentlich war die spannendste Frage, ob eine so lange Fahrt eher langweilig wird oder ob die Zeit wie im Fluge vergehen wird.

Zunächst legte das Schiff aber noch mal in Sellin und Göhren an, um weitere Passagiere aufzunehmen. Am Ende waren es wohl 130 Menschen, die diese Mammuttour mitmachten.
Erstaunlicherweise spielte das Wetter erst gar nicht so richtig mit. Es war wolkig, zwischendurch gab es Regen. Aber ich hatte mir für den ersten Teil der Tour eh erst mal einen Innenplatz gesucht. Frühstücken und Ostsee-Zeitung lesen.

Wir ließen Lobbe und Thiessow an uns vorbeiziehen und erreichten den Greifswalder Bodden. Wir fuhren an Schiffen vorbei, auf denen gebaggert wurde – für die Gasleitung Nordstream 2. Hin und wieder zogen auch andere Frachtschiffe an uns vorbei, vermutlich auf dem Weg nach Mukran.

Spannend wurde es, als wir den Strelasund erreichten. Wir kreuzten die Strecke der Rügenfähre, die immer zwischen Stahlbrode und Glewitz unterwegs ist. Gerade lief ein Schiff in Glewitz ein.
In der Ferne tauchte dann die große Rügenbrücke auf. Wir mussten zu einer bestimmten Zeit in Stralsund ankommen. Denn um 12.20 Uhr wird die Ziegelgrabenbrücke geöffnet – denn der alte Rügendamm mit der Zugbrücke ist ja auch noch da. Neben der neuen Brücke sieht die aber sehr mickrig aus. Allerdings ist sie für den Schiffsverkehr immer noch wichtiger, denn ohne sie geht nichts, kommt keiner durch. Vom Wasser aus sieht man erst mal, wie flach der Rügendamm tatsächlich ist. Nur an der Ziegelgrabenbrücke kommen Schiffe überhaupt durch – und das zu den Hebezeiten.

Vor dem Damm sammelten sich schon die Schiffe. Die Verkehrsschiffahrt hat immer Vorrang, die anderen müssen Platz machen. Pünktlich um 12.20 Uhr ging es dann los. Erst hob sich die Brücke, auf der die Schiene liegt, dann die Brücke mit der Straße. Das dauert ein paar Minuten. Die Ampel springt auf Grün, wenn die Brücken senkrecht stehen.
Und schon fuhren wir durch. Bei der Durchfahrt sieht man sogar das abgeschnittene Gleis. Ein paar Fußgänger standen auch direkt an der Sperre.
Beeindruckend ist es, unter der Rügenbrücke durchzufahren. Sie ist ein gewaltiges Bauwerk und macht was her.

Weiter geht es durch den Stralsunder Hafen, an Altefähr vorbei in Richtung Hiddensee. Die Insel ist klein, aber es dauert gut anderthalb Stunden, bis das Schiff daran vorbei gefahren war. Weite Teile der Insel sind naturbelassen, nur im Zentrum sind die bewohnten Teile.
Weiter geht es in Richtung Kap Arkona und zu den Kreidefelsen. Die sind immer wieder beeindruckend – allerdings habe ich die nun schon mehrfach vom Schiff aus gesehen.

Und inzwischen donnerte die Sonne auf das Schiff. Ich habe mich zwar eingecremt, aber wenn man letztlich gute sieben Stunden draußen steht oder sitzt, dann schafft einen das trotzdem. Wir legten kurz in Sassnitz an, und nach neuneinviertel Stunden erreichten wir wieder Binz.
Diese Tour sollte man aber definitiv mal gemacht haben – man muss halt mal dafür Zeit nehmen.

Video von der Fahrt durch den Rügendamm: auf YouTube.

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RTelenovela

Rügen 2018 (4): Zurück in den Winter

Freitag, den 30. März 2018
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-> 7.1.2018

Eigentlich dachten wir, dass ja der Frühling nun langsam mal wirklich begonnen hat. Ganz falsch.
Um so weiter wir nach Norden kamen, desto weißer wurde die Gegend. Schon vorher konnte man auf Facebook sehen: Auf Rügen ist wieder Winter. Mehrere Zentimeter Neuschnee waren gefallen.

Erstmals so richtig gesehen haben wir das in Miltzow bei Greifswald. Dort lag der Schnee zentimeterhoch auf den Wegen.
Immerhin, die Fähre von Stahlbrode nach Glewitz ist in Betrieb – aber auch das später als geplant. Vorher war noch zu viel Eis im Strelasund. Später Winter.

Putbus ist ein Wintersportort. Der Schlosspark ist ganz in Weiß gehüllt, am Zaun stehen Wildtiere und lassen sich füttern.
Die Landesstraße führt bergauf durch ein Waldstück, und schon überlegt man, ob man eigentlich Skier mit hat.

Am Strand in Binz steht natürlich noch die Glühweinbude, bei der wir schon zum Jahreswechsel “einkaufen” waren. Seit Ewigkeiten sehe ich die Ostsee mal wieder mit höherem und rauschendem Wellengang. Schön, auch im, ähm, Frühling.

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