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In den Bergen bei Oranienburg

Freitag, den 2. November 2018
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Was Licht doch alles für Wirkungen haben kann. Manchmal ist es atemberaubend, was die Natur leistet, ohne eigentlich viel zu leisten.

Oranienburg ist ein Ort direkt am großen Berg. So sah es aus, als ich am Donnerstagabend im Auto unterwegs war. Die Sonne war längst untergangen, letzte Helligkeitsfelder waren aber noch am Himmel zu sehen. Ich fuhr auf der B273 von Oranienburg nach Germendorf. Auf einer Brücke blickt man ein wenig auf Germendorf hinab. Über dem Dorf hingen schwere, dunkle Wolken. Sie hingen so tief, dass darüber noch letzte helle Felder zu sehen waren.
Es sah aus, als ob sich über oder hinter Germendorf riesige Berge befinden. Berge, über denen letzte Sonnenstrahlen scheinen. Ein fantastisches Bild, weil man sich sehr gut vorstellen konnte, dass man gerade in ein Bergdorf reinfährt.

Sofort arbeitete die Fantasie. Es fühlte sich an wie im Urlaub, irgendwo in Bayern oder Österreich. Hinten die Berge, vor mir die Straße ins Tal. Es fühlte sich tatsächlich an wie eine ganz andere Gegend.
Nur erzeugt durch spannende Lichtverhältnisse. Und durch die Fantasie. Ein schöner, kurzer Moment.

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Gelbe Säcke

Freitag, den 2. März 2018
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Alle zwei Wochen am frühen Donnerstagmorgen werden bei uns die Gelben Säcke abgeholt. Sie liegen immer am Straßenrand und sind irgendwann weg.

Am Donnerstagvormittag stand ich in Germendorf in einer großen Halle – vor mir ein riesiger Berg mit Gelben Säcken. Bei dem Abfallunternehmen werden sie gesammelt, und es ist irgendwie ein seltsamer Anblick, diesen großen Haufen vor sich zu sehen, der irgendwann gesondert von dort abgeholt wird, da die Gelben Säcke ja nicht in den normalen Müllkreislauf gehen.

Man könnte meinen, es ja ja ein leichter Job, die Säcke einzusammeln. Immerhin sind die Dinger meist nicht sehr schwer. Allerdings: Wenn man jeden Tag acht Stunden unterwegs ist und nur einmal eine halbe Stunde Pause hat, dann ist das in Wirklichkeit ein Knochenjob. Mehrere Tonnen Müll hat man im Laufe des Tages eingesammelt, wenn man auf dem Unternehmenshof wieder ankommt. Dafür braucht man viel Kondition, erzählten die Mitarbeiter der Firma.

Der Mülltransport geschieht für mich nahezu unsichtbar, weil er in meiner Gegend am sehr frühen Morgen geschieht – aber ab und zu sollte man sich dieses Geschehen doch mal vor Augen führen.

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Ein Hoch auf die Technik (43): Keine Bewegung!

Freitag, den 2. Februar 2018
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(42) -> 16.1.2018

Lichtschalter sind out. Macht man heute nicht mehr. Lässt man einfach weg. Bewegungsmelder sind viel moderner.
In einer Gaststätte in Germendorf bin ich neulich auf’s Klo gegangen. Der Bewegungsmelder sorgte für das nötige Licht.
Ohne ins Detail zu gehen – aber ich saß dann ein bisschen auf dem Klo rum, als plötzlich das Licht ausging. Der Bewegungsmelder hat keine Bewegung mehr erkannt.
Ähnlich ging es mit im Herbst in einer Gaststätte in Baabe auf Rügen. Auch war es im kompletten Sanitärbereich plötzlich zappenduster.

Was tut man in einer solchen Situation? Sich bewegen! Dem Bewegungsmelder sagen, dass da jemand ist. Winken! Aufstehen. Kleine Schritte machen!
Und letztlich: Mit dem Smartphone für Licht sorgen. Denn meistens erkennt der Bewegungsmelder auf den Klos keine Bewegungen.

Wer plant so was eigentlich? Gehen Planer davon aus, dass sich im Sanitärbereich Leute permanent bewegen? Ist es nicht vorgesehen, dass man sich ein paar Minuten bewegungslos auf dem Klo aufhält?
Und diese Sache mit den Lichtschaltern – ist die nicht doch ganz sinnvoll?

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B denkt, dass er tuckert, tut er aber nicht

Mittwoch, den 16. August 2017
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Kürzlich habe ich mich ja an dieser Stelle über tuckernde Berliner auf Brandenburger Straßen echauffiert. Vielleicht hat derjenige das ja gelesen und ist gleich nervös geworden.

Auf der L170 zwischen Germendorf und Sommerswalde. Im Wald gilt Tempo 80, und als ich mich dem Auto mit dem B-Kennzeichen langsam nähere, blinkt mein Vorfahrer rechts und wird ein wenig langsamer. Es ist das Zeichen, dass er entweder rechts abbiegen will (aber wohin?) oder dass ich überholen kann.
Allerdings: ich will gar nicht überholen, denn der Berliner fährt Tempo 80.
Er blinkt noch mal, aber ich überhole nicht. Inzwischen beschleunigt der Fahrer wieder, fährt inzwischen fast 90. Keine Ahnung, warum ich ihn hätte überholen sollen.

Am Sommerswalder Dreieck gilt dafür Tempo 50. Während ich abbremse, düst der Berliner relativ zügig durch und entfernt sich wieder von mir.
B tuckert eher nicht.

ORA aktuell

Oberhavel-Busboss wirft Vertreter der Gedenkstätte raus

Dienstag, den 29. November 2016
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“Sie sind hier unerwünscht!” Mit diesen Worten brüskierte Klaus-Peter Fischer, der Geschäftsführer der Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG), Vertreter der Gedenkstätte Sachsenhausen.
Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Dik de Boef, Generalsekretär des Internationalen Sachsenhausen Komitees und Stiftungssprecher Horst Seferens, wollten mehr als 14.000 Unterschriften überreichen. Dabei geht es um die Forderung nach einer besseren Busverbindung vom Bahnhof Oranienburg zur Gedenkstätte. Es heißt, sie seien angemeldet gewesen.

Fischer ließ erst ausrichten, er sei in einer Sitzung, dann riss er laut Medienberichten die Tür auf: “Ich freue mich nicht über Ihren Besuch!” Nachdem er noch mitteilte, dass die Herren unerwünscht seien, knallte er die Tür wieder zu.

Das Verhalten Fischers sorgt nun allseits für Empörung. Landrat Ludger Weskamp habe Fischer zum Gespräch gebeten und dessen verhalten missbilligt.
Es heißt, es soll nun einen weiteren Gesprächsversuch geben.

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Braune Dreckdusche

Samstag, den 26. November 2016
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Momentan warte ich sehnsüchtig auf den nächsten Regen. Bei einem Blick auf mein Auto ist mir nämlich ziemlich schwindelig geworden. Es sieht momentan – und ich sage es mal ganz vorsichtig – recht schmuddelig aus. Allerdings war es auch zwei recht speziellen Situationen ausgesetzt.

Das Drama um die miese Straßensituation in Groß-Ziethen ist ja mittlerweile bekannt. Wer einmal durch den Ort fährt und es unglücklicherweise mit Gegenverkehr zu tun hat, weiß, dass die Schlammpfützen am Straßenrand eine Freude für jeden Autofahrer sind. Die Ortsdurchfahrt ist schmal und brüchig. Die Randbereiche kaputtgefahren. Stehen dort Pfützen – und nach dem Regen stehen dort immer Pfützen – kann man als Autofahrer nicht einschätzen, wie tief sie sind. Und sie sind tief, sehr tief sogar.
Bei Gegenverkehr muss man in den Schlamm ausweichen.

Auf der weiteren Fahrt Richtung Oranienburg bekam es aber gleich noch eine ordentliche Dreckdusche ab. Kurz vor Germendorf, an der Kiesgrube, ist die Straße meistens unfassbar dreckig – sicherlich durch den dortigen Lkw-Verkehr vom und auf das Gelände. Direkt vor mir fuhr ein anderes Auto, und ich konnte zusehen, wie der bräunliche Dreck aufwirbelte und sich langsam auf meiner Frontscheibe festsetzte. Natürlich zahlt das verursachende Unternehmen keine Autowäsche.
Und deshalb: Ein bisschen Regen wäre echt toll!

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Im Germendorfer Stau

Sonntag, den 31. Mai 2015
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Stau! In Germendorf! Das ist wohl eher selten, könnte man meinen. Aber bei schönem Wetter passiert das vermutlich doch öfter – und ist hausgemacht. Klar, dass am Pfingstmontag die Leute das schöne Wetter nutzten und alle raus wollten. An der Mühle in Vehlefanz war es voll, auf dem Spargelhof und im Scheunenviertel in Kremmen ebenfalls und natürlich im Tierpark in Germendorf.

Auf dem Weg zurück nach Hause trafen wir uns alle in der Kremmener Allee in Germendorf, der ehemaligen B 273. Im Wald zwischen Sommerswalde und Germendorf waren wir fast alleine.
Aber dann: In Höhe des Tierparks stockte plötzlich der Verkehr. Stau. Stillstand. Ein Autofahrer wollte zum Überholen ansetzen, bremste aber schnell wieder ab. Vermutlich hielt er es für unmöglich, dass es in Germendorf mal einen Stau geben könnte.

Und wer war schuld? Die Ampel an der Hauptkreuzung! Die sorgte für den Stillstand, weil sie immer nur wenige Wagen durchließ. An der Schaltung muss was geändert werden! Besonders zur Rush Hour am Feiertagsnachmittag.