KeineWochenShow

#12 – Willst du was von meiner Fleischpeitsche?

Sonntag, den 26. März 2017
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Tusch! Ausgabe 12 von unser schnuckeligen, kleinen Internetsendung ist technisch endlich so, dass wir erst mal damit leben können.
Diesmal haben wir Donnerstagabend aufgezeichnet, so dass es auch ein bisschen was zu essen gibt – Fleischpeitschen! Mhm, lecker!

In dieser Woche besprechen wir noch einmal die Ereignisse in London. Wie sicher sind wir eigentlich vor Anschlägen? Wie sicher können wir jemals sein?
Weitere Thema sind das Bürgerbegehren für die Offenhaltung des Flughafens Berlin-Tegel und gegen die Kreisgebietsreform in Brandenburg. Zwei Fälle, in denen die Politiker bockig zu sein scheinen.
Auch die Sprengung des Zehlendorfer Funkmastes sprechen wir an, und wir würdigen Chuck Barry.
Nicht zuletzt beschäftigen wir uns mit der Frage, warum sich viele Frauen eigentlich nur geschminkt aus dem Haus trauen.
Und ein Bier gibt’s natürlich auch…

Folge 12 gibt es auf Youtube.

RTelenovela

Da, wo London (angeblich) am sichersten ist

Donnerstag, den 23. März 2017
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Es ist wohl wieder ein Terrorangriff, diesmal in London. Vier Menschen sterben, plus der Attentäter.
Passiert ist das alles am Mittwoch nahe des Londoner Parlaments, unweit der Westminster-Brücke.
In mehreren Kommentaren, zum Beispiel von der ARD-London-Korrespondentin Hanni Hüsch, war die Verwunderung zu hören, wie denn so ein Anschlag ausgerechnet dort passieren könnte, wo London am sichersten sei.

Solche Kommentare wundern mich. Wieso sollte London dort besonders sicher sein? Werden dort sämtliche Autos überprüft, die über die Westminster-Brücke und am Parlament vorbei rollen? Gibt es dort spezielle Personenkontrollen?
Ja, vermutlich ist die Gegend kameraüberwacht. Vermutlich wird man überall dort permanent beobachtet. Aber das schützt doch nicht vor irgendwelchen Anschlägen! Damit verhindert doch niemand, dass ein Irrer in eine Menschenmenge rast. Leider.

In Berlin zum Beispiel. Neulich war ich im Tipi am Kanzleramt, ein bisschen Live-Kultur genießen. Dazu rollte ich mit meinem Auto am Hauptbahnhof vorbei ins Regierungsviertel. Am Kanzleramt vorbei, unweit des Reichstages. Mitten durch die Schaltzentrale der Macht.
Man wird dort nicht kontrolliert, niemand wird dort kontrolliert. Heißt: Niemand kann sich sicher sein, dass da jemand mit einer Autobombe langfährt. Auch in diesem Fall: leider.

Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass wir nirgendwo richtig sicher sind. Wir müssen damit umgehen, dass uns niemand, wirklich niemand, die absolute Sicherheit garantieren kann. Ansonsten würden wir in einem Überwachungs- und Überprüfungschaos landen, wir könnten uns nicht mehr frei bewegen.
Wir müssen uns also entscheiden, was wir wollen. Und ich bin für die Freiheit. Auch wenn es deshalb keine Komplettsicherheit gibt. Das sollte uns aber keine Angst machen, ein gesundes Maß an Aufmerksamkeit reicht aus.

Aber genau deshalb ist die Verwunderung über den ach so sicheren Ort des Londoner Anschlages absoluter Nonsens. Journalisten sollten es wirklich besser wissen.

RTelenovela

Vor 20 Jahren (108): It’s delicious!

Freitag, den 15. Mai 2015
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(107) -> 2.2.2015

Montag, 15. Mai 1995.
“It’s delicious!” Das ist ein Satz, der sich uns eingebrannt hat. Wir waren zu viert bei einer Gastfamilie untergebracht, die uns ein wenig an die Bundys erinnert hat. Zumindest die Dame des Hauses sah aus und wirkte wie Peggy Bundy.
Wir sind in Bournemouth in Südengland, es ist unsere bis dahin größte und aufregendste Klassenfahrt. Und wenn man in der Gastfamilie am Abendbrottisch sitzt, dann muss man ja irgendwas sagen: Und ich so: “It’s delicious.” Also, das Essen. Ich sagte das öfter mal. Aber da wusste ich wenigstens, was ich da sagte.

Es gäbe so wahnsinnig viel über diese wunderbare Tour zu sagen. Deshalb mal im Schnelldurchlauf.
Start mit dem Bus in Oranienburg. Ich war ziemlich stinkig, weil am selben Abend der Eurovision Song Contest 1995 stattgefunden hat. Auch wenn es der erste (und wohl einzige) ohne deutsche Beteiligung war. Die Reise begann am Nachmittag um halb 3, morgens gegen 4 Uhr waren wir in Calais in Frankreich, um mit der Fähre nach Dover überzusetzen.

Dover, Canterbury. Kathedralen, komische Autos und Telefonzellen.
Ankunft in Bournemouth, und natürlich wollte ich fast auf der Fahrerseite (rechts) einsteigen. Ist in England aber links. Linksverkehr. Irgendwie komisch.
Beaulieu: Ein toller Vergnügungspark. Zumindest haben wir uns großartig amüsiert, was aber wohl am meisten an uns selbst lag. Wir waren eine tolle Truppe! Dort gab es eine Hochbahn, eine Autoausstellung, diverse Themenparks und geschichtlicher Kram.

Durfte natürlich nicht fehlen: ein Pubbesuch. Nein, es waren mehrere. Die Mädels kreischten den englischen Jungs nach, die ließen erstaunlich viel mit sich machen. Es gab ordentlich zu trinken, und einer unserer Jungs drückte der mitreisenden Referendarin einen Kuss auf die Wange.
Natürlich London. Viel zu kurz. Alles im Schnelldurchlauf. Die Themse. Wachablösung am Buckingham Palace. Eine Kathedrale, natürlich Madame Tussaud und ihre Wachsfiguren. Und ein Reiseführer im Bus, der zum Wegdämmern war.
Bath. Ein altes Bad, eine schöne Stadt. Und dann: die größte Enttäuschung. Ja, ich fand Stonehenge doof. Da stehen also ein paar alte Steine rum, es ist windig, es ist ungemütlich, nein, das war nix für mich.
Zum Schluss: Brighton und Hastings. Hier die uralte Seebrücke (die irgendwann später mal abgebrannt ist, oder irre ich mich da?), da ein Kart-Rennen.

Wir waren damals in der 10. Klasse, es war noch der alte Klassenverband, bevor in der Elften der Kursbetrieb begann. Noch heute schwärmen wir von dieser Englandtour. Und wenn ich mir das Video von der Reise ansehe, dann amüsiere ich mich immer noch.

aRTikel

Mit Schottenrock und Lastenrad

Montag, den 15. Juli 2013
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Für die Hochzeit ihrer Tochter kam Heidrun Baumgart-Knox mal wieder nach Deutschland

MAZ Oranienburg, 15.7.2013

ORANIENBURG Der Abschied aus Oranienburg sei ihr schwergefallen, erzählt Heidrun Baumgart-Knox. Seit 2007 lebt die ehemalige Lehrerin des Runge-Gymnasiums mit ihrem Mann Gordon im nordenglischen Northumberland, nahe der Grenze zu Schottland. Etwa viermal im Jahr kommt sie nach Deutschland zurück, und am vergangenen Wochenende hatte sie dazu einen ganz besonderen Anlass.
Tochter Friederike (40) heiratete ihren langjährigen Lebensgefährten Michael Reich (42), und es war eine besondere Hochzeit, die Oranienburg da am Sonnabendvormittag am und im Schloss erlebt hat. Das frisch vermählte Ehepaar lebt sehr naturfreundlich und kam mit einem Lastenrad von Borgsdorf, ihrem Wohnort, in die Kreisstadt gefahren. Etwa 20 Minuten dauert die Fahrt, erzählte Heidrun Baumgart-Knox. Nach der Trauung im Schloss gab es einen kleinen Empfang im Schlosspark.

Baumgarts Mann Gordon, ein echter Schotte, hat sich für die Hochzeit am Sonnabend so richtig in Schale geschmissen. Er kam im Schottenrock zur Zeremonie, dazu die passenden Schuhe, die weißen Kniestrümpfe, die Tasche vor dem Bauch. „Das zieht man zu ganz festlichen Anlässen an“, sagt Heidrun Baumgart-Knox. In der Oper zum Beispiel, oder eben zu Hochzeiten. „Das ist wie der Smoking in Deutschland.“ Und dann gibt es ja immer noch dieses nette Gerücht, dass die Schotten unten drunter nichts tragen. Die ehemalige Oranienburgerin lacht. „Darüber hüllen sich die Schotten in Schweigen“, sagt sie. Sie könne da auch keine Auskunft geben, allerdings sei es immer die Angst ihres Mannes Gordon, dass die Leute einfach mal schnell nachsehen wollen, was er unter dem zwölf Meter langen, gefalteten Schottenmuster aus Wolle trägt.
Etwa 30 Leute hatten sich zur Hochzeitsfeier angesagt, die am Sonnabend dann im Garten der Borgsdorfer Familie stattfand.

Unterdessen genießt Heidrun Baumgart-Knox ihr neues Leben in Großbritannien. Die 67-Jährige ist Rentnerin und schreibt gerade an ihren Lebenserinnerungen. Ob sie sie auch veröffentlicht oder nur für die Familie schreibt, weiß sie noch nicht. Ansonsten genießt sie die Nordsee, an der das Paar lebt.
In England engagiert sie sich aber auch ein wenig in der Politik, sie gehört, wie ihr Mann, der Labour-Party an. Bei der Kommunalwahl bekam die jedoch nicht genug Stimmen, aber ihr Mann Gordon ist Gemeindevertreter.
Wenn sie in Deutschland ist, besucht sie nicht nur die Familie, sondern auch ihre alte Wirkungsstätte, das Runge-Gymnasium. Mit ihren Theaterstücken mit den „Darstellendes Spiel“-Kursen und der „Obst“-Gruppe sorgte sie für Furore. Als sie aber 2012 das vom neuen Spielleiter Robert Pfuhl und seinem Team konzipierte Musical sah, „da war ich richtig stolz“, erzählte sie.

RTZapper

Daniel Barenboim & WEDO spielen Beethoven

Montag, den 19. November 2012
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SO 18.11.2012 | 0.40 Uhr (Mo.) | arte

Das Publikum in Konzerthäusern wird auch immer ungehobelter? Es raschelt, flüstert und hustet ständig? Nicht so in London! Das Publikum in der Royal Albert Hall weiß, was sich gehört.
Sehr schön zu sehen (und zu hören!) war das am späten Sonntagabend bei arte. Der Kultursender zeigte unter dem Titel “Daniel Barenboim & WEDO spielen Beethoven” ein Konzert vom Sommer 2012, als Daniel Barenboim ein Konzert des West-Eastern Divan Orchestras dirigierte.

Als eines der Lieder zu Ende war, herrschte eine ganz kurze Stille im Saal. Dann, ganz plötzlich, setzte es ein: ein regelrechtes Aufatmen, ein Gemurmel, unzählige Leute husteten. Und dann, wieder ganz plötzlich, war es still. Ausgemurmelt. Ausgehustet. Zwei Sekunden später setzte das Orchester zur nächsten Hymne an, Beethovens Neunter: Freude, schöner Götterfunken!
Ein interessanter, wenn auch sehr kurzer, schöner Fernsehaugenblick.

RTZapper

Ein Fest für die Queen – Die große Schiffsparade zum 60. Thronjubiläum

Montag, den 4. Juni 2012
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SO 03.06.2012 | 15.00 Uhr | Das Erste

Es ist Juni, und draußen sind gerade mal 10 Grad. Dazu Regen. Da möchte man lieber nicht vor die Haustür und sitzt sich lieber ein spannendes Sonntagnachmittagsprogramm an. Das Erste hatte ein ganz besonders spannendes Programm zu bieten: Schiffe. Gaaaanz viele Schiffe. Und auf einem stand die Queen und lächelte.

Mehr als dreieinhalb Stunden lang sahen die ARD-Zuschauer “Ein Fest für die Queen – Die große Schiffsparade zum 60. Thronjubiläum”. Die Themse in London war voll mit Schiffen. Auf ein paar davon waren Ruderer. Andere waren schön geschmückt. Und auf dem Schiff der Schiffe stand Queen Elizabeth II. – immer beobachtet von Rolf Seelmann-Eggebert, der sich dafür wieder extra ein Teil seines Haupthaars schwarz gefärbt hat.
Die Queen winkt! Wahnsinn! Und mal winkt sie mit der linken, mal mit der echten Hand. Toll!
Die Queen lächelt! Unglaublich! Die Queen ist ja heute mal total gut drauf.
Die Queen friert! Skandal! Kann ihr nicht mal jemand ein Heißgetränk vorbeibringen?
Die Queen steht! Und sie hält sich gar nicht fest! Dabei ist doch das Geländer des Schiffes direkt vor ihr! Wahnsinn!

Den kompletten Nachmittag lang zeigte das Erste auf einem Fluss umherfahrende Schiffe und eine Königin, die ein paar Regungen von sich gab.
Wenigstens war das Wetter in London genauso beschissen wie hierzulande.

RTZapper

n-tv live: Die Traumhochzeit

Samstag, den 30. April 2011
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FR 29.04.2011 | 11.30 Uhr | n-tv

Wenn in London ein Prinz heiratet, dann darf kann auch n-tv nicht auf eine Live-Berichterstattung verzichten. Aber wie es sich für einen Nachrichtensender gehört, laufen unten im Bild die aktuellen Nachrichten – und vor allem die Breaking News – durch.
Und, nun ja: In London hat ein Prinz geheiratet. Das war die Nachricht am Freitagmittag. Während n-tv also die Hochzeit aus London übertrug, liefen im Nachrichtenticker die Schlagzeilen von der Hochzeit aus London.

Das könnte langweilig sein. Aber bei n-tv gab man sich alle Mühe, ein und denselben Fakt in vielfältiger Weise auszudrücken. Und so standen sinngemäß folgende Nachrichten nacheinander am unteren Bildrand.
Prinzenhochzeit in London.
Jetzt Hochzeit von William und Kate.
Prinz William und Kate Middleton haben geheiratet.
William und Kate haben Ja gesagt.
Und so weiter und so weiter. Kreativ sind sie ja, die Leute bei n-tv.