ORA aktuell

26-jährige Tote aus Oranienburg: Ex-Freund festgenommen

Donnerstag, den 29. Juli 2021
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Fahndungserfolg in Oranienburg. Nachdem am 19. Juli eine 26-jährige Vermisste aus Oranienburg in einem ehemaligen Bunker bei Friedrichsthal tot aufgefunden worden ist, ging die Polizei von einem Mord aus.

Laut einer Polizeimeldung vom Mittwoch habe sich der Tatverdacht gegen einen 29-jährigen Oranienburger erhärtet. Er sei am Dienstagabend vorläufig festgenommen worden. Es handele sich um einen ehemaligen Freund des Opfers. Die Polizei geht davon aus, dass die 26-Jährige am 15. Juli getötet worden ist.

Am Mittwochnachmittag habe die Staatsanwaltschaft Neuruppin beim zuständigen Amtsgericht Oranienburg einen Haftantrag gestellt. Der Mann wurde dem Haftrichter vorgeführt. Dieser habe einen Haftbefehl verkündet. Der 29-Jährige kam ins Gefängnis. Die Kripo ermittelt weiter.

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ORA aktuell

Mord? 26-Jährige aus Oranienburg tot aufgefunden

Mittwoch, den 21. Juli 2021
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Eine 26-jährige Frau aus Oranienburg, die seit Donnerstag als vermisst galt, ist am Montag tot aufgefunden worden. Das meldete die Polizei in Oberhavel am Dienstag.
Der letzte bekannte Aufenthaltsort war in der Bernauer Straße in Oranienburg. Zuletzt war sie mit ihrem Smartphone in einer Funkzelle nahe der Lehnitzschleuse eingeloggt. Gefunden wurde sie am späten Montagabend laut dpa von Montagearbeitern in einer Bunkeranlage in einem Waldstück nahe Friedrichsthal.

“Die Mordkommission hat die Ermittlungen hinsichtlich des Verdachtes eines Tötungsdeliktes übernommen”, hieß es am Dienstag in einer Presseinformation der Polizei.
Die Polizei sicherte Spuren. Es ist unklar, ob die Frau an der Fundstelle gestorben sei. Am Mittwoch soll sie durch die Rechtsmedizin untersucht werden.

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RTelenovela

Radtour (42): Vom Lehnitzsee zum Grabowsee

Donnerstag, den 27. Mai 2021
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(41) -> 30.4.2021

Oranienburg hat ja wirklich sehr schöne Radfahrstrecken. Und viel Wasser. Mehr als manche Leute denken. Eine der bekanntesten Strecken führt entlang des Oder-Havel-Kanals.
Besonders schön ist es am Lehnitzsee. Ausgehend von der Badewiese führt der befestigte Weg durch ein Waldstück. Herrlich schattig. An einigen Stellen stehen Tafeln, auf denen Informationen zum Weg und zur näheren Umgebung stehen. Welche Tiere dort sind oder auch welche Pflanzen. Es gibt auch immer wieder Stellen, an denen man kleine Pausen einlegen kann.

Um hoch zur Bundesstraße zu kommen, muss man einen kleinen Berg erklimmen. Aber mit der Gangschaltung sollte das zu schaffen sein. Zumindest ab dem frühen Abend kann man die Bernauer Straße, die B273, auch ganz gut überqueren, dann ist nicht mehr so viel Verkehr.

Der Weg, nun asphaltiert, führt dann an der Lehnitzschleuse vorbei. Wenn man Glück hat, kann man dann auch noch beobachten, wie dort ein Schiff geschleust wird. Es gibt dort auch immer wieder kleine Rastplätze, Bänke und an der Schleuse auch die Wiese zum Hinsetzen. Der Weg ist Teil des Fernradweges Berlin-Kopenhagen.
Wir fahren durch die Klinkerhafenbrücke. Früher führte dort drüber die Bahnstrecke zwischen Sachsenhausen und Schmachtenhagen entlang – lange her. Schade, dass sie nicht reaktiviert wird. Denn dadurch wären Wensickendorf und Schmachtenhagen besser angebunden, und es gäbe einen Ringverkehr oder eine Zweitstrecke über Basdorf künftig nach Gesundbrunnen.

Dann beginnt der idyllische Teil des Weges am Oder-Havel-Kanal. Es herrschte Stille, bis auf das Radgeräusch und das der Entgegenkommenden. Ab und sitzen Angler am Wasser.
Der Weg führt bis Friedrichsthal. Man macht einen Schlenker rauf zur Grabowseebrücke, um den selbigen dort zu erreichen. Die nächste Wasseridylle.

-> Die Tour in KeineWochenShow #228 auf Youtube

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KeineWochenShow

#228 – Herrentag am Wasser II: Vom Lehnitzsee zum Grabowsee

Donnerstag, den 13. Mai 2021
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Zum zweiten Mal unternehmen wir zum Herrentag eine Radtour am Wasser entlang. 2020 waren wir am Oranienburger Kanal unterwegs. Diesmal radeln wir entlang des Oder-Havel-Kanals vom Lehnitzsee in Oranienburg bis zum Grabowsee in Friedrichsthal.
Wir stoppen an der Lehnitzschleuse, auf der Grabowseebrücke, an einem Bootssteg.
Natürlich gibt es unterwegs ein Bier, wir sprechen über Boris Palmer, den Eurovision Song Contest – und es gibt die große Schleusenwette!
Und fast wäre die Tour ins Wasser gefallen – mehr dazu steht hier!

Und die Herrentags-Radtour in KeineWochenShow #228 seht ihr auf Youtube – diesmal schon am Donnerstag, Himmelfahrt, um 19.30 Uhr!

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RT liest

Vincent Kliesch: Auris

Donnerstag, den 6. August 2020
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Knast, lebenslang. Matthias Hegel hatte zuvor den Mord an einem Obdachlosen gestanden.
Etwas, womit niemand gerechnet hat, denn Hagel ist nicht irgendwer. Er gilt als der beste forensische Phonetiker in Deutschland. Er hat ein fantastisches Gehör, hört in einer Stimme kleinste Nuancen, weiß, wenn sich jemand verstellt, kann sogar etwas zum Bildungsstand sagen oder weiß auch ziemlich genau, woher jemand kommt. Alle nennen ihn Auris.
Aber nun das. Schuldig.
Wirklich? Jula Ansorge arbeitet bei einem Berliner Radiosender. Sie fragt sich, warum ausgerechnet dieser Mann so eine Tat verüben sollte. Sie beginnt zu recherchieren. Allerdings: Hegel will das gar nicht, er will nicht aus dem Knast. Dass sie sich und ihre Familie selbst in Gefahr bringt, muss sie bald feststellen. Denn plötzlich ist ihr jüngerer Halbruder verschwunden.

Der Roman “Auris” von Vincent Kliesch entstand nach einer Idee von Sebastian Fitzek. Diese Ideengebung schlachtet der Droemer-Verlag großspurig aus, Fitzek steht sogar gleichrangig mit dem Namen des eigentlichen Autors – sicherlich in der Hoffnung, ein paar Bücher mehr zu verkaufen.
Die Story an sich ist durchaus spannend, sie wird auch recht filmisch erzählt. Kino im Kopf. Allerdings können in diesem Buch auch ohne Weiteres ganze Abschnitte quergelesen werden. An vielen Stellen hätte der Text auch gerafft werden können, weil inhaltlich wenig passiert.
Der Roman spielt in Berlin, zur Wendung kommt es allerdings, als Auris in einem Telefonmitschnitt hören will, dass eine Person in Oberhavel lebt. Dass der Showdown des Romans ausgerechnet in der ehemaligen Lungenheilstätte am Grabowsee in Friedrichsthal, lässt sich kaum erklären, kommt aber natürlich im Roman gut als gruseliger Ort.

Vincent Kliesch: Auris
Droemer, 352 Seiten
6/10

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KeineWochenShow

#178 – E wie Erst mal kein Umweltschutz

Sonntag, den 31. Mai 2020
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Folge #168 von KeineWochenShow war die erste, die wir wegen des Coronavirus unterm Carport und mit frischer Luft aufgezeichnet haben. Nun sind wir schon bei Ausgabe #178.
Covid-19 wird uns wohl noch eine Weile beschäftigen, aber ab dieser Woche verzichten wir auf die Statistik, die wir nun seit fast drei Monaten immer am Anfang der Sendung hatten. Das Virus selbst bleibt natürlich ein Thema.

Wir sprechen über das aktuelle Regel-Wirrwarr und darüber, ob in Sachen Umwelt danach alles besser werden wird. Vermutlich nicht. Warum gibt es Flüge von Düsseldorf nach Frankfurt/Main? Und wann gibt es wieder Kreuzfahrten? Und ist Fußball ohne Zuschauer wirklich so öde?
Im Interview ist diesmal Tino Herrig. Mit seinen Söhnen spielte er jeden Sonntag vor der Friedrichsthaler Kirche ein paar Lieder. Letzten Sonntag zum vorerst letzten Mal, und im Gespräch berichtet er, wie es dazu kam.

Wir sprechen außerdem über einen Tempel in Sommerswalde, einen Aufkleberskandal in Oranienburg und einiges mehr. In KeineWochenShow #178 auf Youtube.

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aRTikel

Musik gegen den Coronakoller

Montag, den 25. Mai 2020
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Familie Herrig aus Malz spielt seit Mitte März jede Woche vor der Kirchentür in Friedrichsthal – zum letzten Auftritt gibt es einen Kuchen zum Dank

MAZ Oranienburg, 25.5.2020

Friedrichsthal.
Mal ein paar Minuten Zerstreuung, ein bisschen Kultur und Besinnlichkeit in aufregenden Zeiten: Zwölfmal stand Familie Herrig aus Malz immer am Sonntagvormittag vor der Kirche in Friedrichsthal, um Musik zu machen. An diesem Sonntag das vorerst letzte Mal.
Vor der Kirchentür wurden Mikrofone aufgebaut, ein Piano, und eine Trompete war auch dabei. Tino Herrig, Kirchenmusiker in Friedrichsthal, Nassenheide, Sachsenhausen und Freienhagen, und seine beiden Söhne Paul (19) und Franz (15) haben sich jedes Mal drei Titel rausgesucht, die gemeinsamen mit den anderen Leuten gesungen werden konnten, außerdem zwei weitere Lieder.

In den vergangenen Wochen waren Gottesdienste wegen der Regeln rund um das Coronavirus nicht erlaubt. „Mitte März hat es angefangen, als alles verboten war“, erzählt Tino Herrig. „Es war die Idee unseres Pfarrers Peter Krause.“ Sie lautete: „Musik vor dem Turm“. Sie fand in Friedrichsthal mit den Herrigs statt und gleichzeitig mit Pfarrer Krause in Sachsenhausen, eine Stunde danach in Nassenheide. „Es tat mir ein bisschen weh, dass die Kirche so sang- und klanglos ihre Türen geschlossen hat, also haben wir dann nach Ideen gesucht, die in dieser Zeit auch erlaubt gewesen seien. 15 Minuten lang sollten die Leute sonntags mit Musik erfreut werden.
Reklame dafür gab es nicht – aus guten Gründen. Aber natürlich sprach sich das Friedrichsthal schnell rum. Außerdem blieben immer wieder Passanten stehen, und in den umstehenden Häusern wurden viele Fenster geöffnet. „Wir haben gemerkt, wie sehr die Sehnsucht nach etwas Gemeinsamkeit und nach dem Wort Gottes da ist, sagte Tino Herrig am Sonntag.
Gespielt worden sind Hoffnungs- und Dankeslieder. „Wir haben auch immer versucht, ein paar liturgische Sachen zu spielen und auch zeitgemäße Musik.“

Seine Kinder musste er nicht lange bitten. „Franz hat sofort mitgemacht, und dann hat Paul auch bald Ja gesagt.“ Paul hat in der Zeit auch sein Abitur gemacht, war also auch mit seinen Prüfungen beschäftigt.
Franz hat es großen Spaß gemacht, jeden Sonntag zu spielen. „Es war interessant, dass auch Leute kamen, die nicht christlich waren“, erzählte der 15-Jährige. „Musik bedeutet für mich, mich zu öffnen. Das, was man mag, kann man preisgeben.“ Ein Lieblingslied hat er nicht. „Am liebsten spiele ich aber neue Hits, die angesagt sind.“ Trompete spielt er, seit er neun Jahre alt war, anfangs an der Musikschule, inzwischen im Sachsenhausener Posaunenchor. „Ich mag den Ton, der da rauskommt“, erzählte er. Ansonsten geht er in die 9. Klasse an der Oranienburger Torhorst-Gesamtschule. Später will er am liebsten beruflich etwas mit Musik machen.

Jeden Sonntag dabei war auch Edelgard Müller. Die Friedrichsthalerin leitet das Frauenfrühstück in Malz. „Wie anders und ärmer wäre unsere Coronazeit doch verlaufen, gäbe es nicht die Familie Herrig, die uns und viele andere mit ihrer Musik immer sonntags an der Kirche Friedrichsthal erfreut hat.“ Es sei ein Ersatz dafür gewesen, dass ja sonst nicht viel los sein konnte. „Man sah mal ein paar Leute und konnte von weitem ein paar Worte wechseln“, sagte sie. Sie schrieb nicht nur einen Dankesbrief, sondern überreichte am Sonntag Tino Herrig auch eine Torte zum Geburtstag.

Pfingsten findet dann wieder eine Andacht in der Kirche statt, aber am 21. Juni soll ab 18 Uhr zur Sommersonnenwende wieder vor der Kirchentür Musik gemacht werden.

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