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In Flatow herrscht Frust über fehlende Investitionen

Freitag, den 15. Oktober 2021
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Diskussion über den Stand des Dorfes innerhalb des Kremmener Stadtgebildes – Ortsvorsteher Gert Dietrich sieht eine Benachteiligung – aber nicht alle teilen seine Meinung, sehen auch Positives

MAZ Oberhavel, 15.10.2021

Flatow.
Die Abfuhr war deutlich. Als Flatows Ortsvorsteher Gert Dietrich (UWG/LGU) vergangene Woche im Namen seines Ortsbeirates vorschlug, dass Geld, das in Flatow erwirtschaftet wird, mindestens teilweise auch in Flatow ausgegeben werde, wurde das seitens der anderen Stadtverordneten abgelehnt. Begründung: Flatow gehört zu Kremmen, und in Kremmen gibt es einen Haushaltstopf. So ging es um das Geld, das bei den Fällungen im Flatower Eichenhain erwirtschaftet worden war. Die Diskussion in der Stadtverordnetenversammlung (MAZ berichtete) gipfelte in der Anmerkung von Bürgermeister Sebastian Busse (CDU): „Man könnte denken, Flatow will eigenständig werden.“

Eine Woche später ist Gert Dietrich immer noch erbost, aber er sagte am Donnerstag im MAZ-Gespräch auch: „Wir wollen nicht weggehen, aber man muss auch ehrlich sein.“ Der Frust sitzt tief. „In Kremmen werden Gehwege gebaut, dann wird der Weg vom Friedhof gepflastert – und bei uns? Nichts.“ Auch der Zustand der Spielplätze sei so ein Beispiel. „Es geht alles nach Kremmen und Staffelde.“ Auch die neue Fahrbahndecke für den Wolfslaker Weg in Staffelde „ist so ein Ding“, wie Dietrich sagte. Da sei die Sanierung auch plötzlich ganz schnell gegangen. „Wenn man das da macht, muss man das in den anderen Orten auch machen.“ Die Straße Am Eichenhain hätte auch seit Jahren gemacht werden müssen, so der Flatower Ortschef.

Schon im März hatte Gert Dietrich seinen Frust in einem Interview mit der MAZ klar gemacht. Die großen Projekte würden alle in Kremmen umgesetzt. „Flatow war ja damals das einzige Dorf, das Nein zum Zusammenschluss gesagt hat. Ich finde, die, die damals Nein gesagt haben, haben recht gehabt. Jetzt werden viele Fördermittel für Kremmen gebraucht, die kommen auch. Aber nach Flatow kommt zu wenig“, so Dietrich im März.

Wie es jetzt weitergehen soll, will der Ortsvorsteher mit seinen Kollegen im Ortsbeirat bald besprechen. Sein Stellvertreter Andreas Schulz wollte sich am Donnerstag konkret nicht äußern. Aber man wolle besprechen, ob man „überreagiert“ habe. „Wir setzen uns zeitnah zusammen und werden darüber sprechen.“

Alleine ist Gert Dietrich mit seiner Meinung nicht. „Als Bürger fühlt man sich hier schon teilweise vernachlässigt“, sagte Arielle Schmidt im Facebook-Forum „Wir in Kremmen“. Außerdem sagte sie, dass auch der Spielplatz sanierungsbedürftig sei. „Das Rutschenhaus wurde weg gemacht, da dort die Nägel und Schrauben rausschauten, nun ist die Rutsche in einem Sandhaufen, wo Kinder mit vier Jahren kaum rutschen können. Die Wippe ist noch aus meiner Kindheit, überall kommen Holzsplitter und Schrauben raus. Auf Nachfrage hatte sie noch viel mehr zu erzählen. „Mülleimer fehlen. Der Löschteich muss endlich gründlich vom Schilf befreit werden, Hundekotbeutelstationen wären was, dafür zahlen die Leute Hundesteuer. Der Jugendclub kann nicht aufmachen, weil Personal fehlt.“ In Kremmen würden die Gehwege saniert, in Flatow sei er in schlechtem Zustand. „Der Friedhof lässt zu wünschen übrig. Parkplätze sind nicht vorhanden, parkt man vorm Haus, gibt es Knöllchen.“
Verärgert ist auch Juliane Dieter. Auf Facebook schrieb sie: „Die Kita hat, vermute ich, den höchsten Sanierungsbedarf von allen in der Stadt Kremmen. Die Gehwege in der Hauptstraße sind stellenweise eine Zumutung. Und vom Friedhof möchte ich erst gar nicht anfangen.“

Anders sieht das die Flatowerin Natja Guse. „Wenn man rückblickend auf die vergangenen Jahre blickt, dann sieht man, dass Flatow eigentlich ganz gut da steht als kleines Dorf“, sagte sie am Donnerstag. „Wenn wir Kremmen nicht hätten, würde Flatow nicht so gut da stehen.“ Vielleicht habe man ein Jahr lang gute Einnahmen, dafür in den anderen Jahren weniger. „Ich denke nicht, dass Flatow benachteiligt wird.“ Sicher gebe es immer Wünsche. Auch sie nennt den Zustand der Gehwege an der Hauptstraße, auch die fehlenden Parkbuchten. „Es gibt 1000 Sachen, die man da findet, aber alles geht eben manchmal nicht.“ Der Ortsvorsteher würde schon lange in Richtung Kremmen sticheln, findet sie. Die Skepsis gegenüber der Stadt Kremmen sei in den Köpfen einiger drin. Man könne sich allerdings auch in eine Sache reinsteigern. Sie appelliert mehr positive Energie zu haben „und mehr Verständnis für die Arbeit der anderen. Das fehlt etwas.“

Auch Frank Bommert, der für die CDU lange in der Stadtverordnetenversammlung gesessen hat, äußert sich in diese Richtung. „Flatow hat und profitiert ja auch weiterhin von der gesamten Gemeinschaft“, sagte er. „Wenn alle Ortsteile so denken würden, dann würde es für Flatow am Ende wohl schlechter aussehen.“

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„Wir sollten hier Modellregion werden“

Donnerstag, den 8. April 2021
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Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse über Coronaregeln, die Finanzlage und das Erntefest

MAZ Oberhavel, 8.4.2021

Kremmen.
Zum Abschluss der diesjährigen Reihe „MAZ zu Hause in Kremmen“ äußert sich Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) zu aktuellen Themen.

Halbzeit im Amt des Bürgermeisters. Macht’s noch Spaß?
Sebastian Busse: Ja, definitiv. Am 21. März war Halbzeit. Wie schnell doch die Zeit vergeht, das ist Wahnsinn. Es macht immer Spaß, die Bürgernähe zu haben. Jeder kann sich an mich wenden, egal ob auf der Straße oder über die sozialen Medien, ich versuche stets zu helfen.

Corona hat Ihnen nichts vom Spaß genommen?
Nein. Corona hat uns ja unter Umständen auch wieder mehr Zeit geschenkt für die Familie. Dafür bin ich sehr dankbar. Abendveranstaltungen, Einweihungen fallen ja alle aus. Man sollte bei allen Schwierigkeiten, die die Pandemie mit sich bringt, auch wieder zu schätzen lernen, dass unser Wasser aus der Wand kommt und wir jederzeit Grundnahrungsmittel zur Verfügung haben. Lösungen muss man finden, und kompromissbereit muss man sein.

Vergeht Ihnen manchmal der Spaß, wenn Sie auf die Finanzen der Stadt schauen?
Wir müssen schon mit offenen Augen haushalten und wirtschaften. Aber die Stadt hat die Finanzlage im Blick, da vergeht mir auch nicht der Spaß daran. Ich weiß ja, was passieren wird und kommen kann, so dass die Großprojekte mit Kita, Schule, Feuerwehr und Turnhalle finanzierbar sind. Aber ja, Kremmen kann nur mit Krediten und Fördermitteln solche Großprojekte stemmen. Als Nächstes werden wir einen Nachtragshaushalt für die Feuerwache und die Erweiterung der Kremmener Schule brauchen. Aber wir haben auch schon viel geschafft. Das Rathaus ist digitalisiert, da sind wir weiter als manch andere Kommunen oder Institutionen im Landkreis. Im Juni kann zudem der Erweiterungsbau der Kita Rhinstrolche bezogen werden.

In Oberkrämer wird gebaut ohne Ende, und das Geld dafür scheint immer da zu sein. Kremmen scheint da irgendwie auf der Stelle zu stehen.
Wir haben im Vergleich einiges auf den Weg gebracht. In den letzten zehn Jahren ist Oberkrämer enorm gewachsen, an Einwohnern sowie Gewerbebetrieben, und um wie viel Kremmen? Wir sind minimal gewachsen. Dadurch hat Oberkrämer schon mal höhere Einkommens- und Gewerbesteuereinnahmen. Wenn wir in den nächsten zehn Jahren um 1000 Einwohner wachsen, dann haben wir auch höhere Einnahmen. Ich finde es auch unsolidarisch, dass einer der größten Arbeitgeber in Kremmen hier bei uns keine Steuern zahlt. Da müsste es klare rechtliche Leitlinien von Bund und Land geben.

Im Kremmener Ortsbeirat wurde neulich über einen Grundstücksverkauf durch die Stadt in Groß-Ziethen diskutiert. Es ging an den Meistbietenden, zu einem höheren Preis als der geschätzte Wert. Im Ortsbeirat gab es Kritik, man wolle ein Einheimischenmodell. Was halten Sie davon?
Dazu muss man wissen: Wir haben wenig eigene Grundstücke. Wir haben vielleicht als Stadt noch ein paar eigene Fleckchen. Die große Fläche nahe der Straße der Einheit kann die Stadt Kremmen nicht selbst entwickeln. Da werden wir sicher einen Investor finden, der die Wohnbebauung vorantreibt. Was den Grundstücksverkauf in Groß-Ziethen angeht: Da hieß es, Einheimische hätten da keine Chance gehabt. Es gab zwar Anfragen. Aber am Bieterverfahren haben sich keine Einheimischen beteiligt. Auch nicht die, die vorher nachgefragt hatten. Es gab fünf Bieter, keiner von hier, und da geht es nun mal an den Meistbietenden. Da hat Kremmen auch nichts zu verschenken.

In acht Ortsspaziergängen wurde immer darauf hingewiesen, welche Geschäfte es früher mal gab, die heute nicht mehr da sind. Schmerzt das?
Ja, das schmerzt schon. Im Konsum in Staffelde war ich ja früher selbst noch einkaufen. In der Altstadt in Kremmen gab es früher mehrere Bäcker, die haben alle selber gebacken. Aber da gab es auch noch nicht die großen Discounter. Die Menschen mussten auch noch nicht so viel in der Tasche haben. Es muss Miete gezahlt werden, die Angestellten müssen bezahlt werden, und übrig bleiben muss auch noch was. Immerhin haben wir auf dem Markt wieder mehr Bewegung.

Kremmen hat den Kirchplatz, die Altstadt, das Scheunenviertel und relativ viel Wasser. Täuscht mein Eindruck, dass das touristische Potenzial noch nicht ausgeschöpft wird?
Da liegt es immer am Interesse des touristischen Ortes und des Betreibers, was man denn selber für Ziele hat. Kremmen kann viel bieten, aber das ist noch lange nicht ausgereizt. Wir sind unter anderem gerade dabei, eine Wanderkarte, die die neuen Brücken am Kanal mit aufzeigen soll, zu erstellen. Da soll es drei Wanderrouten geben, eine führt auch durch die Altstadt. Kremmen bietet außerhalb von Corona viele private Initiativen, die die Stadt gerne unterstützt. Stadtführungen sind auch immer wieder gut besucht.

Immer mal wieder heißt es in den Dörfern, dass durch die großen und wichtigen Projekte das meiste Geld in die Kernstadt fließe. Flatows Ortschef Gert Dietrich sagte gar, dass die Entscheidung, sich Kremmen anzuschließen, falsch gewesen sei.
Über die Aussage von Gert Dietrich war ich enttäuscht, dass er da nach 20 Jahren nicht mal über seinen Schatten gesprungen ist. Es fehlt doch an nichts in Flatow! Alles, was ein Problem war, haben wir angepackt oder versuchen wir zu machen. Dass alles seine Zeit braucht, ist normal. Da muss man geduldiger sein. Ich empfand die Zusammenarbeit mit dem Ortsteil Flatow immer positiv. Die Leute in Flatow profitieren von allen großen Investitionen in Kremmens Infrastruktur.

Die Sommerfelder wünschen sich ein neues Bürgerhaus. Angesichts der großen Kremmener Projekte, besteht doch da aber gerade auch keine Chance, oder?
Ich arbeite mit dem Ortsvorsteher Kurth eng zusammen, und er hat es realistisch dargestellt. Wir hatten zwei Orte im Fokus, der Wunschort des Beirates ist nicht genehmigungsfähig. Vielleicht klappt so was in den nächsten zehn bis 20 Jahren, auch in Verbindung mit einer neuen Feuerwache nahe des Sommerfelder Sportplatzes. Momentan ist ja alles da, und die Gaststätten, wo man sich treffen kann, müssen ja auch von etwas leben.

Ihr Parteikollege Frank Bommert setzt sich für eine Öffnungsstrategie ein, für einen Test, wie auch in Coronazeiten Theater und Restaurants wieder öffnen könnten. Könnten Sie sich vorstellen, sich mit der Stadt Kremmen an einem solchen Test zu beteiligen?
Wir sollten hier zu einer Modellregion werden. Ich unterstütze das überall, wo ich kann. Ich sehe hier in Kremmen ganz klar die Gastro- und Beherbergungsbetriebe, auch unser Scheunenviertel mit dem Theater. Wer einen negativen Test vorliegen hat, sollte die Möglichkeit haben, sich zu erholen, essen zu gehen oder Kultur zu erleben. Ich kann den Landrat nur ermutigen, den nächsten Schritt zur Normalität zu wählen! Wir haben seit dem ersten Lockdown nicht viel geschafft.

Angesichts des Regel-Wirrwarrs rund um die Corona-Pandemie kündigte Leegebruchs Bürgermeister Martin Rother kürzlich den Austritt aus der CDU an. Können sie das nachvollziehen?
Ich habe wirklich gezweifelt, als der Donnerstag vor Ostern ein Ruhetag werden sollte. Aber ich werde deshalb jetzt nicht aus der CDU austreten. Die CDU ist in anderen wichtigen Punkten für mich ein Eckpfeiler. Ich versuche immer, das Ganze zu sehen.

Wird es ein Erntefest 2021 geben?
Ja. Abgespeckt. Daran arbeiten wir gerade. Es wird in diesem Jahr was geben. In welcher Größenordnung weiß ich noch nicht.

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Chronik Kremmen 2020

Donnerstag, den 24. Dezember 2020
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MAZ Oberhavel, 24.12.2020

Januar:
Kremmens Stadtbrandmeister Gerd Lerche verabschiedet sich Anfang Januar von seiner Aufgabe. Doch so ohne Weiteres wollen ihn die Kameraden nicht „entlassen“. Der Einsatz auf dem Sommerfelder Sportplatz entpuppt sich für Gerd Lerche dann als Abschieds- Überraschungsparty. +++ Zu wenig Platz in der Stadtparkhalle: An der Kremmener Goethe-Grundschule werden die Sportstunden gekürzt. +++Marcel Steinke ist neuer Jugendbeauftragter. +++ An der Goethe-Oberschule gibt es einen Krätze-Fall. +++ Familie Glanzer wird im eigenen Lokal in Staffelde überrascht. Denn die Freunde der Gaststätte und der Familie wollen zum Abschied ein zünftiges Überraschungsfest veranstalten. Nach 23 Jahren geben Glanzers die „Tenne“ auf, einen Nachfolger haben sie nicht finden können. +++ Zum Neujahrsempfang kommen 300 Gäste. +++ Hauptamtsleiterin Bianca Haak verlässt die Verwaltung.

Februar:
Um die Sirene in Groß-Ziethen gibt es eine Diskussion. Sie schallt direkt auf den Hof einer Anwohnerin. +++ Simone Bahr und Wolfgang Engel sind die neuen Vorsitzenden des Seniorenbeirates. +++ Bei Hohenbruch stirbt ein Mann bei einem Autounfall. +++ Der langjähriger Flatower Wehrführer Ewald Werder ist gestorben. +++ In der Kremmener Spargelscheune feiern die Treckerkerls ihr zehnjähriges Bestehen. Aus einer Bierlaune heraus wird die Spaßgruppe 2010 gegründet.

März:
Vom Sommerfelder Klinik-Gelände werden 16 Bienenvölker gestohlen. +++ Heidi Sommer ist neue Gleichstellungsbeauftragte. +++ Musiklehrer und Musiker Ulf Gruber aus Beetz ist gestorben. +++ Frank Bommert (CDU) tritt als Stadtverordneter zurück. +++ Die Poststelle wird geschlossen, weil die Kunden die Corona-Regeln nicht einhalten. +++ Die Staffelder Naturkita schließt. +++ Das Coronavirus sorgt für Einschränkungen. Schulen und Kitas müssen schließen. Das Seniorenfest wird abgesagt.

April:
Am Rathaus ist ein Banner befestigt worden: „Kremmen ist diszipliniert, motiviert, dankbar … und hält Abstand“. +++ Am Spargelhof Kremmen öffnet ein Spargel-Drive-In. Wegen der Pandemie darf das Restaurant nicht öffnen. +++ Das Erntefest wird abgesagt – Corona. +++ Der Jugendclub verlagert seine Aktivitäten ins Internet. +++ Es gibt keine Osterfeuer.

Mai:
Die Sommerfelder Badestelle ist saniert worden. +++ Vier tote Storchenbabys in Kremmen sorgen für Trauer. +++ Katharina Neumann ist neue Betreiberin der „Alten Lebkuchenfabrik“ in Kremmen.

Juni:
Diskussion um die Badestelle am Kremmener See. Der Steg darf nicht mehr benutzt werden, die Öffnungszeiten werden stark eingeschränkt – der Betreiber muss Rettungsschwimmer bereitstellen. +++ Ministerin Julia Klöckner kommt auf den Spargelhof.

Juli:
Der FC Kremmen wird 100 – kann aber nicht feiern. +++ Die Sommerfelder Kitaleiterin Elke Schilling und ihre Beetzer Kollegin Anita Hahn gehen in den Ruhestand. +++ Der Heimatverein Groß-Ziethen löst sich auf. +++ Der Grundstein für den Kremmener Kita-Anbau wird gelegt.

August:
Im alten Aldi-Markt öffnen die Beekeepers. +++ Tina Tischendorf ist neue Pächterin im Sommerfelder Café Hofkultur. +++ Der ehemaliger Groß-Ziethener Ortsvorsteher Lutz Dubrow ist gestorben. +++ Bei Flatow stirbt ein Mann bei einem Verkehrsunfall.

September:
In Flatow herrscht Unzufriedenheit über die Qualität der Denkmal-Sanierung. +++ Bei Kremmen wird ein Teilstück der sanierten A 24 freigegeben.

Oktober:
Auf dem ehemaligen NVA-Gelände im Beetzer Wald findet im Bunker eine illegale Partys statt. Daraufhin wird beschlossen, den Bunker zu sichern, so dass er nicht mehr betretbar ist. +++ Das Asylbewerberheim in Kremmen ist leergezogen. Nun beginnt der Umbau zu Mietwohnungen. +++ Jan Rawitzer (14)aus Sommerfeld hat es ins Radio geschafft. Der Schüler des Veltener Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums hat sich ein ganz besonderes Praktikum rausgesucht. Er schickt eine Bewerbung zum Berliner Radiosender Star FM – und bekommt den Zuschlag dafür. Er darf sich zwei Wochen lang nicht nur in der Redaktion umsehen und an vielen Stellen mithelfen. Er geht auch on Air, ist mehrfach im Radio zu hören. +++ Der Gehweg in der Kremmener Straße der Einheit ist saniert. +++ Das Beetzer Kirchenbüro schließt.

November:
Die evangelische Gemeinde eröffnet das neue Gemeindehaus. +++ Zwei Klassen der Goethe-Grundschule lernen jetzt im Container. +++ Die Feuerwehr bekommt ein neues Drehleiterfahrzeug gesponsert.

Dezember:
Der musikalische Adventskalender der Goethe-Grundschule wird online veranstaltet. +++ In Kremmen wird der neue Lidl-Markt eröffnet.

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Erinnerung ans Autokino Flatow: Filme aus dem Lkw

Samstag, den 6. Juni 2020
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Von 2000 bis 2008 stand die zwölf Meter große Leinwand auf dem Gelände des stillgelegten Güterbahnhofs – Betreiberin Rita Marcinkowski erzählt

MAZ Oranienburg, 6.6.2020

Flatow.
Heute erinnert hinter dem ehemaligen Güterbahnhof in Flatow nichts mehr daran, dass dort mehrere Jahre lang immer im Sommer Kinofilme zu sehen waren. Rechts und links der alten Kopfsteinpflasterstraße ist das Gras hochgewachsen. In den Jahren 2000 bis 2008 befand sich auf dem Gelände das Autokino Flatow.

Rita Marcinkowski war damals die Betreiberin. „Das erste Jahr verlief sehr gut“, erzählt die Nauenerin. In der Stadt im Havelland hatte sie Ende der 90er-Jahre vergeblich nach einer Fläche für ein Autokino gesucht. Fündig wurde sie am alten Güterbahnhof in Flatow – an der stillgelegten Strecke zwischen Nauen und Kremmen. „Das war eine wunderschöne Fläche, die haben wir uns ausgesucht, die Bahn hat sie uns vermietet.“

Das Autokino Flatow war allerdings kein festes Gebäude, weshalb davon heute auch nichts mehr übrig ist. „Wir haben aus einem Lkw heraus gespielt.“ Die Leinwand hatte eine Größe von 144 Quadratmeter, war zwölf Meter hoch. Dazu gab es einen Imbisswagen, Popcorn konnten die Besucher natürlich auch kaufen. „Die Flächen sind geschoben worden“, erinnert sich Rita Marcinkowski. Die Flächen seien so gestaltet worden, dass kleine Anhöhen entstanden waren, so standen die Autos vorn höher, die Sicht für die Zuschauer wurde besser. Es gab 130 Stellplätze.
Die Autokino-Saison dauerte von April bis Oktober. „Die Jugend wollte Action sehen“, sagt die damalige Kinochefin. Es sei jedoch nicht einfach gewesen, immer die aktuellen Filme zu bekommen. „Da haben wir schon mal vier bis acht Wochen gewartet.“

Die ersten Jahre waren sehr erfolgreich. Aber dann sei es immer schwieriger geworden. „Die Zahlen gingen zurück.“ Schon 2007 war vom Aus die Rede, nach der Saison 2008 war wirklich Schluss. Einerseits weil Rita Marcinkowski in den Ruhestand ging, aber auch, weil bei einem Weiterbetrieb in neue Technik hätte investiert werden müssen.

Einer, der sich an diese Zeit erinnert, ist Enrico Gennrich. Er lebte in der Anfangszeit des Autokinos in Flatow. „Ich habe damals um die Ecke gewohnt“, sagt er. „Das war die Sturm- und Drangzeit. Wir sind vom Jugendclub aus öfter hingegangen.“ Sie seien nie mit dem Auto dagewesen, konnten sich stattdessen auf eine Bank setzen. „Sie haben für uns dort eine Box hingestellt, sie haben das für die Dorfjugend immer möglich gemacht.“ An die Betreiber erinnert er sich mit guten Gefühlen.
Heute ist Enrico Gennrich selbst Mitbetreiber eines Autokinos – nämlich in Nauen. „Wir sind eigentlich Veranstalter und DJs“, sagt er. „Wir machen das in Nauen aufgrund der Coronasituation.“ Weil momentan immer noch keine Kinos geöffnet haben, bieten sie das Autokino in Nauen an. Weil sie eine moderne LED-Wand haben, können sie auch tagsüber beispielsweise Kinderfilme zeigen. Tickets gibt es nur online. Über die Pfingstfeiertage seien die Vorverkäufe sehr gut gewesen, so Enrico Gennrich.

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Chronik Kremmen 2019

Freitag, den 20. Dezember 2019
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MAZ Oberhavel, 20.12.2019

Januar: In der Raniesstraße in Kremmen brennt ein Nebengebäude ab. +++ Kremmen hat eine neue gemeinsame Kirchengemeinde. +++ Das Polizeirevier zieht aus dem Rathaus ins Woba-Gebäude.

Brandanschlag auf den Jugendclub in Flatow. Unbekannte haben scheinbar am 14. Januar eine brennende Tonne an die Tür gestellt. Der starke Qualm und Ruß hat innen vieles zerstört. Dass daraus kein großes Feuer geworden ist, war wohl eines Glückssache. Bis zum Sommer dauerten dort die Sanierungsarbeiten.

Februar: Die Ex-Oberschulleiterin Elke Schwabe und Ellen Brunner vom Scheunenviertelverein bekommen die Ehrennadel der Stadt. +++ Großeinsatz: In Amalienfelde brennen ein Schuppen und der Dach eines Hauses. +++ Eine Initiative
sammelt Geld für einen Radweg nach Linum. +++ Die Randbereiche der Alten Dorfstraße in Groß-Ziethen sind saniert.

März: An der Alten Hamburger Poststraße werden neue Meilensteine eingeweiht. +++ Margitta Hammerl hat ihren letzten Tag als Sparkassen-Chefin in Kremmen. Ihr folgt Juliane Brösicke.

April: 274 Menschen beteiligen sich am Bürgerhaushalt in Kremmen und den Ortsteilen. +++ Landwirte schlagen Alarm: Die Böden sind trockener als zu Beginn des Dürrejahres 2018.

Die besten Spargelstecher – das war Ende April ein in Kremmen von der MAZ ausgerufener Wettbewerb. Wer kann in zehn Minuten die meisten Stangen stechen. MAZ-Leser Mario Winter machte am Ende das Rennen.

Mai: Die Kita „Villa Kunterbunt“ in Sommerfeld feiert 60. Jubiläum. +++ Der Überflug von Eurofightern erzeugt eine mächtige Druckwelle. +++ Die neue Buslinie zwischen Oranienburg, Schwante und Kremmen startet. Sie soll 2020 wieder
aufgenommen werden. +++ Auf einem Spargelfeld bei Flatow muss eine Handgranate entschärft werden. +++ Bei der Kommunalwahl siegt die CDU vor UWG/LGU und DUB.

Mehr als 100 Mitarbeiter der Sommerfelder Sana-Kliniken sind im Mai in einen zehnstündigen Warnstreik getreten. „Wir sind es wert“, stand auf der Streikkleidung. Die Angestellten fordern eine Lohnerhöhung um sieben Prozent.

Gleich zwei Musikclips von Bosse sind in Kremmen und Umgebung entstanden. „Ich warte auf dich“ mit Bjarne Mädel ist Anfang Februar veröffentlicht worden. Im Mai wurde unter anderen in Sommerfeld gedreht – für „Hallo Hometown“. Anwohnerin Sabrina Schepler stellte dafür auch ihr Grundstück zur Verfügung.

Juni: Das Sommerfelder Projekt „Dorv“-Laden ist gescheitert. Das Interesse ist zu gering. +++ Alle bisherigen Ortsvorsteher werden wiedergewählt. +++ Die Fußballer von Holstein Kiel trainieren in Kremmen.

Madline Fojut ist die Erntekönigin 2019/20 in Kremmen. Beim Tourismustag im Juni auf dem Spargelhof ist sie vorgestellt worden. Den größten Einsatz hatte sie beim Erntefest Ende August im Scheunenviertel. Seit 2001 lebt sie in Kremmen und ist in festen Händen, wie sie sagt. „Jetzt kommt meine Zeit“, sagte sie im Sommer.

Juli: Der Zutritt zum Strand am Kremmener See kostet nun Geld. +++ An der Beetzer Schule entsteht im alten Werkraum ein neuer Klassenraum. +++ Der Scheunenviertelverein feiert 25. Jubiläum. +++ Flatow feiert 110 Jahre Feuerwehr. +++ Andreas Dalibor verlässt die SPD.

Das Punkfestival „Resist to Exist“ sollte Anfang August in Kremmen stattfinden. Erst wenige Tage davor ist entschieden worden, nach Berlin-Marzahn auszuweichen. Im Juni fand auf dem Gelände am Oranienburger Weg
ein Pressetermin statt. Lokalpolitikern und den Organisatoren ist es dennoch nicht gelungen, das Festival für Kremmen zu retten. Im Landratsamt in Oranienburg ist auf eine Baugenehmigung beharrt worden. Es bestand das Verbot, Zelte und Catering aufzubauen. Inzwischen ist klar: Auch 2020 wird „Resist to Exist“ nicht in Kremmen stattfinden. Die Organisatoren wollen langfristig aber zurückkehren, heißt es.

August: Im Beetzer Hort werden Räume gesperrt. Treppe und Fluchtweg seien zu eng. +++ Wochenlang liegt Sanitär-Müll im Wald von Ludwigsaue.

September: Bei der Landtagswahl siegt in Kremmen die AfD vor SPD und CDU. +++ Der hohe Krankenstand im Rettungsdienst sorgt in Kremmen und Staffelde für Probleme. +++ Der Kremmener Tourismusverein löst sich auf.

Oktober: RE 6 und RB 55 fallen aus – die Bahn sorgt ständig für Probleme. +++ Die A 24 wird gesperrt. Ein Wochenende lang rollt der Verkehr über die Dörfer: Chaos! +++ „Webers Eck“ in Sommerfeld soll neu bebaut werden. +++ Hans-Georg Maaßen tritt auf dem Spargelhof auf.

Trauer in Beetz: Bäckermeister Mike Bollig ist im Oktober mit nur 55 Jahren verstorben. Ein paar Tage danach ist die Bäckerei ein letztes Mal geöffnet worden – zu Ehren des Beetzers. Die Familie und Angestellte haben sich dafür zusammengetan.

November: Medikamentenmangel. Auch in Kremmen gibt es Engpässe bei Ibuprofen und anderen Mitteln. +++ Bei der Schleppjagd in Staffelde kommt es zum Zwischenfall. Ein Begleitauto fährt in einen Graben. +++ In der Kita „Räuberhöhle“ in Staffelde gibt es zusätzliche Räume. +++ Der für den Brand im November 2018 in der Ruppiner Straße Verantwortliche, muss drei Jahre in Haft.

Dezember: Zum Jahresende gibt Stadtbrandmeister Gerd Lerche seinen Posten ab.

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Dreifacher Abschied im Sommer 2020

Samstag, den 5. Oktober 2019
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Die Kitaleiterinnen in Flatow, Hohenbruch und Sommerfeld erzählen über den nahenden Ruhestand

MAZ Oberhavel, 5.10.2019

Kremmen.
2020 wird an den Kitas in Flatow, Hohenbruch und Sommerfeld das Jahr der Abschiede. Im Sommer werden die Leiterinnen Kathrin Busse-Staufenbiel, Anita Hahn und Elke Schilling in den Ruhestand gehen.

Elke Schilling wird pünktlich zum 45. Dienstjubiläum gehen. Am 1. August 1975 trat sie nicht nur ihren Dienst an, sie wurde auch gleich Leiterin der Sommerfelder Kita. „Ein bisschen Wehmut ist immer dabei“, sagt sie. „Aber es überwiegt auch die Freude, dann mehr Zeit zu haben.“
Anita Hahn leitet die Hohenbrucher Kita seit 1979. Freut sie sich auf den Ruhestand? Sie überlegt. „Ich bin mir noch nicht so sicher“, sagt sie dann. „Einerseits freue ich mich, aber ich weiß nicht, ob ich absolut loslassen kann, man fühlt sich ja mit der Einrichtung sehr verbunden.“
„Ich werde auf alle Fälle mehr Zeit für mich haben“, sagt Kathrin Busse-Staufenbiel. Zeit für mehr Bewegung, ihren Mann, den Hund und natürlich die Enkel. „Mehr Zeit für die Familie und mich selber“, antwortet auch Elke Schilling auf die Frage, wie sie ihren Ruhestand nutzen will. Anita Hahn sieht das auch so.

Denn der Zeitfaktor ist für die drei Frauen wichtig. Alle drei arbeiten in ihrem verantwortungsvollen Job mehr als die Regelarbeitszeit es vorgibt. „Man ist in Gedanken immer bei seiner Verantwortung, die man hat“, sagt Kathrin Busse-Staufenbiel. „Das ist nicht nach 40 Stunden vorbei“, ergänzt Elke Schilling. „Man überlegt auch in der Freizeit immer wieder, wie man jedem gerecht werden kann.“ Hinzu kommen die üblichen Konferenzen. Am Dienstag erst trafen sich alle Kitaleiterinnen im Kremmener Rathaus zur Besprechung. „Viel Bürokratie“, sagt Elke Schilling. Sie hätte gern weniger davon, dafür mehr Zeit, sich um die Kinder ganz konkret zu kümmern.

Alle drei Frauen sind jahrzehntelang im Dienst, deshalb haben sie inzwischen auch mehrere Kindergenerationen in ihren Kitas betreut. „Man wird schon mal angesprochen“ , erzählt Elke Schilling. „Na, Tante Elke“, habe ihr mal ein Mann zugerufen. „Ich habe ihn aber nicht erkannt und meinte dann: Wenn du mir jetzt noch sagst, wer du bist …“ Als der Mann dann gelacht habe, habe sie auch gleich gewusst, wer er war. Kathrin Busse-Staufenbiel nickt und sagt: „Es ist immer eine große Freude, wenn wir jemanden wiedererkennen.“ Anita Hahn fügt hinzu: „Wir haben ja auch oft schon von den Kindern die Kinder bei uns.“
In den vielen Jahren haben sich aber auch die Kinder verändert, finden sie. „Sie sind selbstbewusster geworden“, sagt Kathrin Busse-Staufenbiel. „Aber auch aufgeschlossener und mitteilungsfreudiger. Ebenso fordernder, was die Aufgaben angeht.“ Elke Schilling stimmt ihr zu und erklärt: „Man muss konsequent sein, wenn es um Regeln geht. Kinder brauchen ihr Nest, ihre Zuneigung. Sie müssen wissen, wo sie hingehören.“
Aber auch die Arbeit mit den jeweiligen Kollegen ist allen drei sehr wichtig. „Wenn ich meine Kollegen nicht gehabt hätte, wäre gar nichts gelaufen“, sagt Elke Schilling. Zusammenhalt sei ihr sehr wichtig. „Den wollen wir auch an die jüngere Generation weitergeben.“ Anita Hahn lächelt und ergänzt: „Ohne die Kollegen und die Eltern wäre ich überhaupt nichts.“

Alle drei sind inzwischen 60 Jahre und älter. Da fällt einiges schon schwerer. „Der Lärm“, sagt Kathrin Busse-Staufenbiel. „Die täglichen Aufgaben fallen schwerer“, sagt Anita Hahn. „Ich merke, ich bin am Abend ganz schön k.o, das war vor zehn Jahren noch nicht so.“
Wie sie ihren letzten Arbeitstag verbringen werden, ist noch nicht klar. „Da habe ich noch nicht drüber nachgedacht“, so Kathrin Busse-Staufenbiel. „Da möchte ich noch nicht dran denken“, sagt Anita Hahn. „Da wird es sicher Tränen geben“, vermutet Elke Schilling. „Aber da gebe ich einen aus.“

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Rückkehr nach Staffelde

Samstag, den 11. Mai 2019
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Sie erinnert sich noch ganz genau: Früher war dort die Schule. Und dort oben, in einer der Wohnungen hat sie mal gelebt. Knapp 70 Jahre muss das hergewesen sein.
Nun stehen wir vor eben diesem Gebäude. Heute befindet sich dort drin die Kita “Räuberhöhle”. Mit meiner Tante habe ich neulich eine Nostalgiefahrt unternommen. Nach dem Krieg – sie war noch ein Kind – landete ihre Familie in Staffelde. In einer der Nachbarwohnungen lebte der Schuldirektor mit seiner Familie. Ein netter Herr sei das gewesen sein, wenn auch ein wenig streng.

Zuvor sind wir durch Groß-Ziethen gefahren. Für meine Tante war es das erste Mal seit gut 60 Jahren. Da, die alte Schule, links die alte Feuerwehr. Hier, auf der Straße nach Staffelde, seien sie früher immer langgelaufen. Wir parken neben der Staffelder Kita, und da steht sie nun und blickt auf ihr ehemaliges Wohnhaus. Erinnerungen kommen auf.
Auch, als wir weiter fahren. Sie freut sich, dass die Dorfstraße immer noch aussieht wie früher – mit Holperpflaster. Der Dorfkrug, viele der alten Häuser, inzwischen saniert. Schön sehe das aus, sagt sie.

Weiter nach Flatow. Auch hier, an der Landstraße seien sie damals oft langgelaufen. Zur Schule. Und einmal pro Woche zum Fleischer. Der wusste immer schon, was sie wollten. Zum Bahnhof sind sie gelaufen, als sie dann später zur Schule nach Nauen mussten. Damals gab es noch Züge, die durch Flatow fuhren.

Auch die Straße von Staffelde über Orion nach Kremmen ist ihr noch gut im Gedächtnis. Zu Fuß ging es auch oft weiter nach Kremmen – und noch weiter zum Kremmener See. Immer im Sommer. Die Altstadt mit dem schönen Rathaus und den vielen sanierten Häusern am Marktplatz – sie hatte viel Lob übrig.

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