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Chronik Kremmen 2019

Freitag, den 20. Dezember 2019
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MAZ Oberhavel, 20.12.2019

Januar: In der Raniesstraße in Kremmen brennt ein Nebengebäude ab. +++ Kremmen hat eine neue gemeinsame Kirchengemeinde. +++ Das Polizeirevier zieht aus dem Rathaus ins Woba-Gebäude.

Brandanschlag auf den Jugendclub in Flatow. Unbekannte haben scheinbar am 14. Januar eine brennende Tonne an die Tür gestellt. Der starke Qualm und Ruß hat innen vieles zerstört. Dass daraus kein großes Feuer geworden ist, war wohl eines Glückssache. Bis zum Sommer dauerten dort die Sanierungsarbeiten.

Februar: Die Ex-Oberschulleiterin Elke Schwabe und Ellen Brunner vom Scheunenviertelverein bekommen die Ehrennadel der Stadt. +++ Großeinsatz: In Amalienfelde brennen ein Schuppen und der Dach eines Hauses. +++ Eine Initiative
sammelt Geld für einen Radweg nach Linum. +++ Die Randbereiche der Alten Dorfstraße in Groß-Ziethen sind saniert.

März: An der Alten Hamburger Poststraße werden neue Meilensteine eingeweiht. +++ Margitta Hammerl hat ihren letzten Tag als Sparkassen-Chefin in Kremmen. Ihr folgt Juliane Brösicke.

April: 274 Menschen beteiligen sich am Bürgerhaushalt in Kremmen und den Ortsteilen. +++ Landwirte schlagen Alarm: Die Böden sind trockener als zu Beginn des Dürrejahres 2018.

Die besten Spargelstecher – das war Ende April ein in Kremmen von der MAZ ausgerufener Wettbewerb. Wer kann in zehn Minuten die meisten Stangen stechen. MAZ-Leser Mario Winter machte am Ende das Rennen.

Mai: Die Kita „Villa Kunterbunt“ in Sommerfeld feiert 60. Jubiläum. +++ Der Überflug von Eurofightern erzeugt eine mächtige Druckwelle. +++ Die neue Buslinie zwischen Oranienburg, Schwante und Kremmen startet. Sie soll 2020 wieder
aufgenommen werden. +++ Auf einem Spargelfeld bei Flatow muss eine Handgranate entschärft werden. +++ Bei der Kommunalwahl siegt die CDU vor UWG/LGU und DUB.

Mehr als 100 Mitarbeiter der Sommerfelder Sana-Kliniken sind im Mai in einen zehnstündigen Warnstreik getreten. „Wir sind es wert“, stand auf der Streikkleidung. Die Angestellten fordern eine Lohnerhöhung um sieben Prozent.

Gleich zwei Musikclips von Bosse sind in Kremmen und Umgebung entstanden. „Ich warte auf dich“ mit Bjarne Mädel ist Anfang Februar veröffentlicht worden. Im Mai wurde unter anderen in Sommerfeld gedreht – für „Hallo Hometown“. Anwohnerin Sabrina Schepler stellte dafür auch ihr Grundstück zur Verfügung.

Juni: Das Sommerfelder Projekt „Dorv“-Laden ist gescheitert. Das Interesse ist zu gering. +++ Alle bisherigen Ortsvorsteher werden wiedergewählt. +++ Die Fußballer von Holstein Kiel trainieren in Kremmen.

Madline Fojut ist die Erntekönigin 2019/20 in Kremmen. Beim Tourismustag im Juni auf dem Spargelhof ist sie vorgestellt worden. Den größten Einsatz hatte sie beim Erntefest Ende August im Scheunenviertel. Seit 2001 lebt sie in Kremmen und ist in festen Händen, wie sie sagt. „Jetzt kommt meine Zeit“, sagte sie im Sommer.

Juli: Der Zutritt zum Strand am Kremmener See kostet nun Geld. +++ An der Beetzer Schule entsteht im alten Werkraum ein neuer Klassenraum. +++ Der Scheunenviertelverein feiert 25. Jubiläum. +++ Flatow feiert 110 Jahre Feuerwehr. +++ Andreas Dalibor verlässt die SPD.

Das Punkfestival „Resist to Exist“ sollte Anfang August in Kremmen stattfinden. Erst wenige Tage davor ist entschieden worden, nach Berlin-Marzahn auszuweichen. Im Juni fand auf dem Gelände am Oranienburger Weg
ein Pressetermin statt. Lokalpolitikern und den Organisatoren ist es dennoch nicht gelungen, das Festival für Kremmen zu retten. Im Landratsamt in Oranienburg ist auf eine Baugenehmigung beharrt worden. Es bestand das Verbot, Zelte und Catering aufzubauen. Inzwischen ist klar: Auch 2020 wird „Resist to Exist“ nicht in Kremmen stattfinden. Die Organisatoren wollen langfristig aber zurückkehren, heißt es.

August: Im Beetzer Hort werden Räume gesperrt. Treppe und Fluchtweg seien zu eng. +++ Wochenlang liegt Sanitär-Müll im Wald von Ludwigsaue.

September: Bei der Landtagswahl siegt in Kremmen die AfD vor SPD und CDU. +++ Der hohe Krankenstand im Rettungsdienst sorgt in Kremmen und Staffelde für Probleme. +++ Der Kremmener Tourismusverein löst sich auf.

Oktober: RE 6 und RB 55 fallen aus – die Bahn sorgt ständig für Probleme. +++ Die A 24 wird gesperrt. Ein Wochenende lang rollt der Verkehr über die Dörfer: Chaos! +++ „Webers Eck“ in Sommerfeld soll neu bebaut werden. +++ Hans-Georg Maaßen tritt auf dem Spargelhof auf.

Trauer in Beetz: Bäckermeister Mike Bollig ist im Oktober mit nur 55 Jahren verstorben. Ein paar Tage danach ist die Bäckerei ein letztes Mal geöffnet worden – zu Ehren des Beetzers. Die Familie und Angestellte haben sich dafür zusammengetan.

November: Medikamentenmangel. Auch in Kremmen gibt es Engpässe bei Ibuprofen und anderen Mitteln. +++ Bei der Schleppjagd in Staffelde kommt es zum Zwischenfall. Ein Begleitauto fährt in einen Graben. +++ In der Kita „Räuberhöhle“ in Staffelde gibt es zusätzliche Räume. +++ Der für den Brand im November 2018 in der Ruppiner Straße Verantwortliche, muss drei Jahre in Haft.

Dezember: Zum Jahresende gibt Stadtbrandmeister Gerd Lerche seinen Posten ab.

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Dreifacher Abschied im Sommer 2020

Samstag, den 5. Oktober 2019
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Die Kitaleiterinnen in Flatow, Hohenbruch und Sommerfeld erzählen über den nahenden Ruhestand

MAZ Oberhavel, 5.10.2019

Kremmen.
2020 wird an den Kitas in Flatow, Hohenbruch und Sommerfeld das Jahr der Abschiede. Im Sommer werden die Leiterinnen Kathrin Busse-Staufenbiel, Anita Hahn und Elke Schilling in den Ruhestand gehen.

Elke Schilling wird pünktlich zum 45. Dienstjubiläum gehen. Am 1. August 1975 trat sie nicht nur ihren Dienst an, sie wurde auch gleich Leiterin der Sommerfelder Kita. „Ein bisschen Wehmut ist immer dabei“, sagt sie. „Aber es überwiegt auch die Freude, dann mehr Zeit zu haben.“
Anita Hahn leitet die Hohenbrucher Kita seit 1979. Freut sie sich auf den Ruhestand? Sie überlegt. „Ich bin mir noch nicht so sicher“, sagt sie dann. „Einerseits freue ich mich, aber ich weiß nicht, ob ich absolut loslassen kann, man fühlt sich ja mit der Einrichtung sehr verbunden.“
„Ich werde auf alle Fälle mehr Zeit für mich haben“, sagt Kathrin Busse-Staufenbiel. Zeit für mehr Bewegung, ihren Mann, den Hund und natürlich die Enkel. „Mehr Zeit für die Familie und mich selber“, antwortet auch Elke Schilling auf die Frage, wie sie ihren Ruhestand nutzen will. Anita Hahn sieht das auch so.

Denn der Zeitfaktor ist für die drei Frauen wichtig. Alle drei arbeiten in ihrem verantwortungsvollen Job mehr als die Regelarbeitszeit es vorgibt. „Man ist in Gedanken immer bei seiner Verantwortung, die man hat“, sagt Kathrin Busse-Staufenbiel. „Das ist nicht nach 40 Stunden vorbei“, ergänzt Elke Schilling. „Man überlegt auch in der Freizeit immer wieder, wie man jedem gerecht werden kann.“ Hinzu kommen die üblichen Konferenzen. Am Dienstag erst trafen sich alle Kitaleiterinnen im Kremmener Rathaus zur Besprechung. „Viel Bürokratie“, sagt Elke Schilling. Sie hätte gern weniger davon, dafür mehr Zeit, sich um die Kinder ganz konkret zu kümmern.

Alle drei Frauen sind jahrzehntelang im Dienst, deshalb haben sie inzwischen auch mehrere Kindergenerationen in ihren Kitas betreut. „Man wird schon mal angesprochen“ , erzählt Elke Schilling. „Na, Tante Elke“, habe ihr mal ein Mann zugerufen. „Ich habe ihn aber nicht erkannt und meinte dann: Wenn du mir jetzt noch sagst, wer du bist …“ Als der Mann dann gelacht habe, habe sie auch gleich gewusst, wer er war. Kathrin Busse-Staufenbiel nickt und sagt: „Es ist immer eine große Freude, wenn wir jemanden wiedererkennen.“ Anita Hahn fügt hinzu: „Wir haben ja auch oft schon von den Kindern die Kinder bei uns.“
In den vielen Jahren haben sich aber auch die Kinder verändert, finden sie. „Sie sind selbstbewusster geworden“, sagt Kathrin Busse-Staufenbiel. „Aber auch aufgeschlossener und mitteilungsfreudiger. Ebenso fordernder, was die Aufgaben angeht.“ Elke Schilling stimmt ihr zu und erklärt: „Man muss konsequent sein, wenn es um Regeln geht. Kinder brauchen ihr Nest, ihre Zuneigung. Sie müssen wissen, wo sie hingehören.“
Aber auch die Arbeit mit den jeweiligen Kollegen ist allen drei sehr wichtig. „Wenn ich meine Kollegen nicht gehabt hätte, wäre gar nichts gelaufen“, sagt Elke Schilling. Zusammenhalt sei ihr sehr wichtig. „Den wollen wir auch an die jüngere Generation weitergeben.“ Anita Hahn lächelt und ergänzt: „Ohne die Kollegen und die Eltern wäre ich überhaupt nichts.“

Alle drei sind inzwischen 60 Jahre und älter. Da fällt einiges schon schwerer. „Der Lärm“, sagt Kathrin Busse-Staufenbiel. „Die täglichen Aufgaben fallen schwerer“, sagt Anita Hahn. „Ich merke, ich bin am Abend ganz schön k.o, das war vor zehn Jahren noch nicht so.“
Wie sie ihren letzten Arbeitstag verbringen werden, ist noch nicht klar. „Da habe ich noch nicht drüber nachgedacht“, so Kathrin Busse-Staufenbiel. „Da möchte ich noch nicht dran denken“, sagt Anita Hahn. „Da wird es sicher Tränen geben“, vermutet Elke Schilling. „Aber da gebe ich einen aus.“

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Rückkehr nach Staffelde

Samstag, den 11. Mai 2019
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Sie erinnert sich noch ganz genau: Früher war dort die Schule. Und dort oben, in einer der Wohnungen hat sie mal gelebt. Knapp 70 Jahre muss das hergewesen sein.
Nun stehen wir vor eben diesem Gebäude. Heute befindet sich dort drin die Kita “Räuberhöhle”. Mit meiner Tante habe ich neulich eine Nostalgiefahrt unternommen. Nach dem Krieg – sie war noch ein Kind – landete ihre Familie in Staffelde. In einer der Nachbarwohnungen lebte der Schuldirektor mit seiner Familie. Ein netter Herr sei das gewesen sein, wenn auch ein wenig streng.

Zuvor sind wir durch Groß-Ziethen gefahren. Für meine Tante war es das erste Mal seit gut 60 Jahren. Da, die alte Schule, links die alte Feuerwehr. Hier, auf der Straße nach Staffelde, seien sie früher immer langgelaufen. Wir parken neben der Staffelder Kita, und da steht sie nun und blickt auf ihr ehemaliges Wohnhaus. Erinnerungen kommen auf.
Auch, als wir weiter fahren. Sie freut sich, dass die Dorfstraße immer noch aussieht wie früher – mit Holperpflaster. Der Dorfkrug, viele der alten Häuser, inzwischen saniert. Schön sehe das aus, sagt sie.

Weiter nach Flatow. Auch hier, an der Landstraße seien sie damals oft langgelaufen. Zur Schule. Und einmal pro Woche zum Fleischer. Der wusste immer schon, was sie wollten. Zum Bahnhof sind sie gelaufen, als sie dann später zur Schule nach Nauen mussten. Damals gab es noch Züge, die durch Flatow fuhren.

Auch die Straße von Staffelde über Orion nach Kremmen ist ihr noch gut im Gedächtnis. Zu Fuß ging es auch oft weiter nach Kremmen – und noch weiter zum Kremmener See. Immer im Sommer. Die Altstadt mit dem schönen Rathaus und den vielen sanierten Häusern am Marktplatz – sie hatte viel Lob übrig.

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Abschied auf Raten

Donnerstag, den 31. Januar 2019
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Reinhard Augustin hat am Freitag nach 42 Jahren seinen offiziell letzten Tag als Lehrer in Kremmen – einmal in der Woche wird er trotzdem noch unterrichten

MAZ Oberhavel, 31.1.2019

Kremmen.
Wenn Reinhard Augustin im Schulhaus die Treppen hoch läuft, dann sieht das sehr dynamisch aus. „Die machen das extra, dass ich ganz oben unterrichten muss“, sagt er scherzhaft und lacht. Er ist 62, aber das merkt man ihm nicht an. Dass er am morgigen Freitag seinen letzten Tag an der Kremmener Goethe-Grundschule hat, ist da kaum zu glauben.

„Ich bin Lehrer seit 1977“, erzählt er. „Ich bin das geworden, weil ich gerne mit Kindern gearbeitet habe.“ Sein gesamtes Berufsleben verbrachte er in der Region. Nachdem er seinen Zehnte-Klasse-Abschluss hatte, studierte er vier Jahre lang am Institut für Lehrerbildung in Potsdam. „Deutsch und Mathematik waren Pflicht, außerdem noch Werken.“ Am Ende des Studiengangs ist er gefragt worden, wo er denn hin möchte. „Ich hatte keinen Wunsch.“ Als Vertreter des damaligen Kreises Oranienburg zum Auswahltermin kamen, war er dabei. Heimerzieher wollte er aber nicht werden. „Haben Sie keine Lehrerstelle?“, fragte er. Es gab eine – in Flatow und Staffelde. „Da bin ich bis 2000 geblieben.“
Er hat seine Lehrerstelle in dem Dorf geliebt, sagt er. „Wir waren ein kleines Kollegium, familiär, stressfrei, wir hatten keine Klingel.“ Wenn er Heimatkunde unterrichtete, „brauchten wir nur raus, um uns Getreidearten anzusehen.“ Kamen er und die Kinder am Maisfeld vorbei, „haben wir uns welche abgebrochen und gegessen. Ich bin überall mit den Kindern rein, und das war schön.“

2000 wechselte er nach Kremmen, die Schule in Flatow gab es nicht mehr. „Das war schon ungewohnt, der Ablauf hier war ein bisschen anders.“ Aber er hat sich eingewöhnt. „Ich gehe mit einem lachenden und weinenden Auge.“ Einerseits könne er jetzt alles aufarbeiten, was er bislang nicht geschafft hat. Es bleibt wieder mehr Zeit zum Lesen, für Musicals und zum Reisen. Kuba und Vietnam stehen noch auf seiner Liste. Und er muss nicht mehr jeden Tag die 55 Kilometer vom Prenzlauer Berg nach Kremmen.
Andererseits: „Es fällt mir schwer, nicht mehr als Lehrer tätig zu sein. Ich weiß nicht, wie viele Schüler ich unterrichtet habe, aber ich werde das vermissen. Und mein Kollegium, das wie eine zweite Familie für mich geworden ist.“

„Mit Herrn Augustin verlässt ein wahres Urgestein unsere Schule“, sagt Annette Borchert, die Leiterin der Goethe-Grundschule. „Er stand über 40 Jahre vor der Klasse und war während dieser Zeit Lehrer mit Leib und Seele. Er gilt als ein strenger Lehrer mit speziellem Witz und Humor, wofür ihn viele Schüler lieben, für andere stellte er auch eine Herausforderung dar.“ Im Kollegium sei er oft der einzige Mann gewesen, „und es war Ehrensache für ihn seine Damen zum Frauentag jährlich mit einer anderen Überraschung zu erfreuen.“ Sie erinnert sich, dass es am 11. 11. immer Pfannkuchen gab sowie immer liebevoll gestaltete Geburtstagstische. Er habe die Pausen im Lehrerzimmer mit Späßen aufgelockert. „Er ist ein zuverlässiger Kollege, der immer bereit war zu helfen.“

Ganz weg sein wird Reinhard Augustin nicht. Ursprünglich hat er ein Sabaticaljahr geplant. „Das ist ein Freistellungsjahr“, sagt er. Mehrere Jahre lang bekam er weniger Gehalt, um dieses freie Jahr anzusparen. Dass es nun am Ende seiner Laufbahn liegt, war so nicht zwingend geplant. „Viele gehen dann länger ins Ausland.“ Das wird er erst mal nicht. Denn einmal pro Woche wird er weiter nach Kremmen kommen. Donnerstags unterrichtet er Englisch als Begegnungssprache. „Wir mussten im Schulamt nachfragen, ob das überhaupt geht.“
Wahrscheinlich im Februar 2020 geht Reinhard Augustin dann endgültig in Pension. Allerdings habe er „bereits angekündigt, dass er jeder Zeit bereit ist, und wenn Not an Mann ist zu unterstützen“, weiß Schulleiterin Annette Borchert. „Ich glaube nicht, dass sie Nein sagt“, meint der 62-Jährige und lächelt. „Da habe ich ja auch wieder neue Kräfte.“ Bis er 65 werde, könne er auf jeden Fall noch ein bisschen was tun.

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Frag Google (14): Ist Einpullern in oder out?

Mittwoch, den 9. Januar 2019
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(13) -> 24.2.2016

Und wieder haben sich zehn Suchanfragen gefunden, mit denen User auf meine Seite gelangt sind – und die weitere Fragen aufwarfen oder besonders seltsam waren.

1. “oranienburg intim”
Will man das?

2. “wer will moderatorin aus frühstücksfernsehen gern ficken und warum?”
Ob sich da jemand gemeldet hat?

3. “ich glaube du hast dich eingepullert”
Ich glaube nicht.

4. “Schwudke amtsgericht”
Schwuttke!

5. “dringend pipi müssen story”
Ja, total spannend!

6. “Susan Stahnke nackt”
Ist das schon pervers?

7. “Schrottwichteln in oder out”
In!

8. “babestation24 kalender”
Kleben die?

9. “babestation 24 funktioniert nicht nicht mehr”
Oh nein!

10. “fernseher reparatur flatow”
Viel Glück!

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Chronik Kremmen 2018

Donnerstag, den 27. Dezember 2018
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MAZ Oberhavel, 27.12.2018

Januar: ​Die Bäckerei Guse in Flatow begeht das 80.Jubiläum. +++ Erstmals erscheinen der Gemeindebrief der Kirche und das Kremmener Stadtmagazin als gemeinsames Heft. +++ Stefan Lux ist neuer Geschäftsführer im Kremmener Zweckverband. +++ Studenten der FH Potsdam zeigen ihre Ideen für die Klubhaus-Gestaltung. +++ Die Modellbahner in Kremmen bauen ihre alte Platte ab, um eine modernere zu bauen.

Februar: ​Das Dorv-Projekt in Sommerfeld gilt als gescheitert. Einen Dorfladen wird es dort vorerst nicht geben. +++ Elke Schwabe, Leiterin der Oberschule, beklagt dauerhaften Lehrermangel. +++ Im Wald bei Hohenbruch werden Sondermüll-Abfälle entdeckt. +++ Im Klubhaus öffnet der Krümelklub, dort treffen sich Eltern mit ihren Kleinkindern.

März: ​An der Goetheschule wird die Goethebüste gestohlen. +++ An der Gerhard-Henniger-Straße baut die Woba ein neues Haus. +++ Kämmerin Kathrin Schönrock geht, André Bröker ist ihr Nachfolger.  +++ Die alte Schulsporthalle wird geschlossen – nach einem Gefahrengutachten.

April: ​Die Feuerwehr in Staffelde feiert ihr 90. Jubiläum. +++ Danny See ist neuer Leiter der Jugendclubs.

Mai: ​Die Bushaltestellen am Markt fallen weg, die Busse halten nun am Schlossdamm. +++ Der Zoff bei der Flatower Feuerwehr wird beigelegt – zwischenmenschliche Probleme. +++ An der Wahl zum Bürgerhaushalt im Ortsteil Kremmen beteiligen sich nur 25 Leute.

Juni: ​Die Flatower Kita feierten ihren 30. Geburtstag. +++ In Sommerfeld öffnet im Alten Hof ein italienisches Lokal. +++ Lara Volgnandt ist neue Erntekönigin. +++ Die neue Kitasatzung wird beschlossen.

Juli​: Urteil im Brandstifterprozess. Robert U. bekommt viereinhalb Jahre Haft, Nico B. zwei Jahre auf Bewährung. Es ging um den Brandanschlag auf das Asylbewerberheim. +++ Die Sanierung der Groß-Ziethener Kirche beginnt. +++ Der wochenlange Schienenersatzverkehr beim Prignitzexpress nervt die Pendler. +++ Elke Schwabe geht in den Ruhestand. neue Leiterin der Oberschule wird Beatrix Scheeren. +++ Mehrere Torfbrände am Luchweg halten die Feuerwehr in Atem. +++ Auf dem Hof von Helmut Voigt in Beetz tummeln sich fünf Störche im Horst.

August: ​Die neue Rettungswache an der Gerhard-Henniger-Straße wird eingeweiht. +++ 2000 Menschen kommen zum Festival „Resist to Exist“. +++ Das Drescherfest in Staffelde ist erstmals am Alten Dorfkrug. +++ Rot-Weiß Flatow trauert um Heinrich Tober. +++ Die Geschenkescheune schließt.

September: ​In Ludwigsaue entsteht kein neues Wohngebiet. Entsprechende Gerüchte sorgten für Wirbel. +++ Die Polizei soll in die Räume der Papierwerkstatt ziehen. Das sorgt für Kritik. Später ist klar, dass die Polizei zur Woba zieht.

Oktober: ​Die Sommerfelder Kita ist saniert. +++ In Hohenbruch beginnen die Sanierungsarbeiten am Ruppiner Kanal. +++ Großfeuer: In der Kremmener Altstadt brennt das Dach eines Hauses ab. +++ Die Galeriescheune „Einfach schön“ schließt.

November: ​Diana Bielicke eröffnet im Scheunenviertel einen Friseurladen mit Café. +++ Ute Spiegel aus Sommerfeld nimmt am Casting für „The Voice of Germany“ teil, kommt aber nicht weiter. +++ In Flatow werden neue Meilensteine aufgestellt. +++ Kremmen muss eine Million Euro Gewerbesteuern zurückzahlen.

Dezember: ​Dagmar Kühling eröffnet in der Altstadt einen Friseurladen. +++ Erstmals findet in Flatow ein Weihnachtsmarkt statt.  +++ Zum Jahresende schließen „Meyhöfers Gasthaus“, „Die alte Lebkuchenfabrik“ und der Sportladen der Schönebergs in Kremmen. 

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2000 schnelle Stoßwellen

Freitag, den 14. Dezember 2018
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In der Kremmener Physiotherapie-Praxis behandelt Jonas Wolf seine Patienten mit einem speziellen Gerät – Heilung von chronischen Muskelstörungen möglich

MAZ Oberhavel, 14.12.2018

Kremmen.
2000 Stöße innerhalb von wenigen Minuten. Direkt auf die Haut, direkt in den Körper. Anfangs nicht zwingend angenehm – aber es soll helfen.

„Als Physiotherapeut will man ja immer das Bestmögliche rausholen bei einer Behandlung“, sagt Jonas Wolf. Er arbeitet in der Praxis von Beate Pleger in Kremmen. „Bei chronischen Sehnenreizungen kommt man aber an seine Grenzen.“ Allerdings kann Jonas Wolf seit einigen Wochen mit einem Gerät arbeiten, das es in der Region nur sehr selten in einer Physiotherapie-Praxis gibt. „Wir arbeiten mit der radialen Stoßwelle“, erzählt er.

Eine Stoßwelle sendet kurze Schallimpulse von sehr hoher Energie, sie wirkt immer von außen in den Körper ein“, erklärt er. Zum Beispiel beim so genannten Tennisarm. Jonas Wolf fühlt die erkrankten Muskel. Dann nimmt er das Gerät, schaltet es ein und setzt es direkt an die Stelle, die weh tut. Nach etwa 300 Stößen, die von dem Gerät ausgehen, setzt er kurz ab und legt es an einer danebenliegenden Stelle wieder auf. Bis am Ende 2000 solcher Stöße erreicht werden – auf dem Display wird der Countdown runter gezählt.
„Der Schall dringt ein“, erklärt Jonas Wolf. Dadurch soll der Stoffwechsel verbessert werden, es soll eine Mikrozirkulation auf Zellebene angeregt werden. Oder salopp gesagt: Der Körper bekomme gesagt, dass er das Problem in den Griff kriegen müsse, es werde ein Reiz auf die Struktur ausgeübt, der Körper fange dadurch an, verstärkt zu arbeiten. Die ganze Prozedur dauert nur wenige Minuten – muss aber im Abstand von ein paar Tagen mehrfach wiederholt werden, bis es zur Heilung kommt. Das Ganze hat allerdings einen Haken: Die Krankenkassen bezahlen die Behandlung nicht. „Da wollen sie nicht ran“, sagt Jonas Wolf. Die Patienten müssen selbst in die Tasche greifen.

Heidrun Kattner aus Flatow gehört zu seinen Kundinnen. Die Lehrerin lässt sich in der Praxis ihren Fersensporn mit der radialen Stoßwelle behandeln. „Es ist am Anfang ein sehr unangenehmes Gefühl gewesen, dass muss man schon sagen“, erzählt sie. Aber inzwischen hatte sie fünf Behandlungseinheiten, und sie spüre, dass es inzwischen nicht mehr so schlimm sei und ein Erfolg in Sichtweite sei. „Häufig sind das Patienten mit langen Leidensgeschichten“, sagt Jonas Wolf. „Der Leidensdruck ist da groß.“ Wichtig sei, dass der Patient ganz am Ende wieder schmerzfrei sei.
Heidrun Kattner hatte das Fersensporn-Problem bereits am anderen Fuß, und es war eine langwierige Angelegenheit. „Diesmal wollte ich nicht ewig warten, und dann ist es mir das Geld auch wert“, erzählte sie.

Seit zwölf Jahren ist Jonas Wolf Physiotherapeut, seit zehn Jahren arbeitet er in der Kremmener Praxis, in der insgesamt 20 Leute beschäftigt sind. Die Größe der Firma habe die Anschaffung des Gerätes möglich gemacht, sagt er. Ob sich die Kosten amortisieren, sei nicht klar. Zumal ja längst nicht alle Patienten mit der Stoßwelle behandelt würden. Heidrun Kattner jedenfalls ist zufrieden. „Beim ersten Mal habe ich gesagt, da gehe ich nie wieder hin. Aber es ist definitiv so, dass es von Mal zu Mal besser wird“, erzählt sie.

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