RTelenovela

Holprige Heimat

Sonntag, den 12. März 2017
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Wer auf den Landesstraßen in der Region unterwegs ist, wird es merken: Wenn der Heimatkreis Oberhavel endlich erreicht ist. Man braucht als Autofahrer dazu gar kein Schild, dass man nun in Oberhavel ist – man merkt es dadurch, dass es plötzlich total ungemütlich wird im Auto.

Zum Beispiel auf der Landesstraße zwischen Linum und Orion. Im Bereich Ostprignitz-Ruppin ist die Straße glatt und breit, alles ist schick. Vielleicht stellen sie in OPR deshalb auch an der Kreisgrenze entsprechende Willkommensschilder auf. In Oberhavel gibt es die nicht, und es wäre auch ein peinliches Willkommen. Denn plötzlich rumpelt und pumpelt es, die Straße ist wellig, schmaler und einfach nur im Eimer.
Warum ist eigentlich für dieselbe Landesstraße im Nachbarkreis Geld da und hierzulande nicht?
Gleiches erlebt man auf der Landesstraße zwischen Flatow und Kuhhorst. Im Oberhavel-Bereich ist die Strecke schmal und voller Schlaglöcher, die immer wieder mehr schlecht als recht geflickt werden. Und kaum erreicht man OPR, steht da nicht nur ein Schild, sondern – aufatmen – die Straße ist in gutem Zustand.
Ähnliche Beispiele gibt es auch an anderen Stellen.
Oberhavel ist eben eine eher holprige Heimat.

aRTikel

Damals packte die Gemeinschaft mit an

Dienstag, den 7. März 2017
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MAZ-Serie “Jugendzeit”: Der Kremmener Club hinter dem Sportplatz erlebte seine Blütezeit Mitte der 90er-Jahre

MAZ Oranienburg, 7.3.2017

Kremmen.
Ganz viele Erinnerungen! Das ist das Gefühl, das Marlies Wendland hat, wenn sie heutzutage durch die Räume des Kremmener Jugendclubs läuft. „In acht Jahren hat sich nicht so viel getan“, sagt sie, und man weiß nicht genau, ob das ein Lob oder eher negativ gemeint ist. Acht Jahre, so lange ist sie schon raus aus dem Klubbetrieb, von 1996 bis 2009 hat sie dort gearbeitet. Einige Freundschaften mit den damaligen Jugendlichen halten sich bis heute.

„Mit zwölf habe ich angefangen, in den Klub zu gehen“, erzählt Alexandra Luge. Noch als sie schwanger war, besuchte sie die Räume, und mit dem Kind gab es dann sogar einen Jungmüttertreff. „Jeder wusste, dass wir hier gut aufgehoben sind. Die Freunde waren hier, es entwickelten sich neue Freundschaften, und es fanden sich Pärchen.“

Viele Feste sind im Klub gefeiert worden. „Einmal hatten wir eine Live-Band hier“, erinnert sich Marlies Wendland. Ansonsten stand damals Scooter hoch im Kurs. „Ich durfte die Technozeit mitmachen“, sagt die damalige Klubchefin und schmunzelt. Wenn es nach den Teenies gegangen wäre, wäre die laute Musik acht Stunden gelaufen, „aber wir haben uns geeinigt, dass eine Stunde Technomusik gespielt wird – und dann eine Stunde Marlies-Musik, die leichtere Woge.“
Mehr als Lautstärke vier am Radio sei nicht drin gewesen. Als mal jemand kam und es lauter gedreht werden sollte, sei gleich Protest gekommen: „Das wird nur auf Vier gestellt“, hieß es dann. „Später ist mir aufgefallen, dass es an der Anlage gar keine solche Zahlen gab“, erzählt Marlies Wendland und lacht wieder. Der Club sei ihr zweites Zuhause gewesen.

Die Klubgemeinschaft war Mitte und Ende der 90er-Jahre eine besondere – denn sie packte mit an. Sei es beim Kochen, beim Malern oder beim Verlegen von Gehwegplatten. Wer sich die Fotoalben ansieht, wird feststellen: Die damalige Jugend gestaltete sich ihren Club an vielen Punkten selbst, und das machte diese Gemeinschaft aus, betonen alle. Auch neue Leute sind gern aufgenommen worden: „Mir wurde das damals sehr leicht gemacht“, erzählt Annekatrin Busse. „Damals haben ja auch viele Jungs eine Freundin gefunden, und die haben sie auch mitgebracht“, erzählt Alexandra Luge. „Klar kamen wir ihnen auch schnell ins Gespräch.“

Aber nicht alle mochten sich. Die Leute aus dem Kremmener und dem Flatower Klub seien sehr gegensätzlich gewesen, sagt Marlies Wendland. „Die Jugendlichen waren sich spinnefeind, und ich wollte das ändern. Ich habe es dann gewagt, eine gemeinsame Veranstaltung zu organisieren.“ Und hat es geklappt? „Es entwickelte sich.“
Den Jugendlichen kamen die langen Öffnungszeiten entgegen. Unter der Woche war immer bis 21 Uhr, freitags und sonnabends sogar bis 23 Uhr geöffnet. „Damit jede Altersgruppe was davon hatte“, erinnert sich die damalige Chefin. „Der Club war für uns immer zugänglich“, Michaela Barthe. „Er war immer da, wenn man ihn brauchte.“

Heute sei es schwer, die Jugendlichen für den Club zu begeistern: „Es müsste eine kleine Gruppe geben, die anfängt, was aufzubauen, neue Ideen hat, neue Programme“, sagt Alexandra Luge. Inspiration müsse aber auch von der Clubleitung kommen.

aRTikel

Bis heute stehen sie jeden Tag in ihrer Bäckerei

Samstag, den 18. Februar 2017
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Hiltraud und Manfred Guse aus Flatow feiern ihre Goldene Hochzeit – kennen gelernt haben sie ich bei einer Tanzveranstaltung in Staffelde

MAZ Oberhavel, 18.2.2017

Flatow.
Das wird ein großes Fest. Ein halbes Jahrhundert lang sind Hiltraud und Manfred Guse heute verheiratet. Mit einem Gottesdienst in der Flatower Kirche wird das gefeiert. Man kennt die beiden im Dorf – bis heute stehen sie immer wieder hinter der Theke der Bäckerei in der Hauptstraße.

In den 60ern gab es in der Region noch viele Tanzgaststätten. Wie zum Beispiel in Staffelde. Bei einer dieser Veranstaltungen lernten sich Hiltraud und Manfred damals kennen. Sie fanden sich gleich sympathisch, „auch wenn es nicht die Liebe auf den ersten Blick war“, wie sie sagt. Er ist Ur-Flatower. Sie stammt eigentlich aus Pommern, aber noch im Babyalter sind ihre Eltern mit ihr geflüchtet, am Ende landeten sie in Börnicke. Dort trafen sich die beiden auch bald schon wieder.
„So genau wissen wir das gar nicht mehr, wie das war“, sagt sie. Allerdings hatte sie strenge Eltern. Sie war damals 19, als sie sich verlobten, und bis zur Hochzeit durfte sie nicht bei ihm übernachten. „Wir haben uns nicht mal geküsst vor den anderen“, erinnert sie sich. Am 18. Februar 1967 heirateten Hiltraud und Manfred Guse. Die kirchliche Trauung fand in Börnicke statt. „Es war ein schönes Fest!“, sagt sie. 40 bis 50 Leute waren dabei.

Zeit für eine Hochzeitsreise hatten Guses aber nicht. Sie zog nach Flatow und gab ihren Job im Büro einer Nauener Baufirma auf, um im Bäckerbetrieb ihres Mannes mitzuarbeiten. „Mein Mann brauchte mich als Verkäuferin.“ Sie brauchte ein paar Jahre, um sich wirklich in Flatow einzuleben. „Ich kannte ja am Anfang hier niemanden.”
Das Paar bekam zwei Söhne. Karsten hat inzwischen die Bäckerei der Eltern übernommen. Matthias hat eine Heizungsbaufirma in Börnicke.
Mitten in der Nacht musste Manfred Guse täglich aufstehen, um frische Brötchen oder Brote zu backen. Im Jahr 1986 bauten sie sich auf dem Hinterhof einen kleinen Laden, der bis heute fortbesteht. Davor befand sich das Geschäft noch direkt im Haus von Guses. „Es macht immer noch Spaß, da zu arbeiten“, sagt sie. „Es kommen öfter mal Pilger vorbei, die von Berlin nach Bad Wilsnack unterwegs sind.“ Sogar Stammkunden aus Berlin hat die Flatower Bäckerei. „Wir arbeiten noch jeden Tag“, sagt Manfred Guse. Sie wollen ihren Sohn weiterhin unterstützen, der im Laufe des Morgens viele Backwaren ausfährt.

Bis heute ist Manfred Guse Mitglied bei Rot-Weiß Flatow. „Bis ich 22 war, habe ich noch Fußball gespielt“, erzählt er. Damals noch bei Traktor Flatow. „Dann ging es wegen der Arbeit nicht mehr.“ Da er nicht mehr so gut auf den Beinen ist, schaut er Fußball meistens nur noch im Fernsehen. „Dortmund ist meine Mannschaft.“
Hiltraud singt seit 40 Jahren im Flatower Kirchenchor und hat bis vor kurzem einmal in der Woche in einer Nauener Gruppe Sport getrieben. „Ich bin außerdem leidenschaftliche Autofahrerin“, erzählt sie und schmunzelt.

Jetzt ist die Zeit der Erinnerungen. Hiltraud Guse läuft zum Schrank und holt ein Fotoalbum hervor. Darin befinden sich Bilder von der Hochzeit vor 50 Jahren. Ist es immer noch Liebe? Das Lächeln als Antwort reicht aus.

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Im Handystress

Montag, den 5. September 2016
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Lieber Herr D.!

Sie scheinen ein vielgefragter Mann zu sein, denn Ihr Handy haben Sie immer am Mann. Blöd ist das nur, wenn Sie in einer öffentlichen Versammlung sitzen und dann immer wieder Ihr Telefon klingelt.
Und man muss ja auch sagen, dass Ihr Klingelton auch nicht der leiseste ist.
Beim ersten Mal haben Sie Ihr Handy wohl nicht so schnell aus der Tasche gezogen bekommen. Beim zweiten Mal sind Sie dann raus gegangen, um zu telefonieren. Und als Sie wieder rein kamen, hat Ihr Handy schon wieder geklingelt.
Mensch, Mensch, da war was los. Und irgendwie lustig war es dann ja auch, wie Sie so gestresst mit der Technik waren.

Ich frage mich ja nur, warum Sie Ihr Telefon nicht einfach mal zwei Stunden ausschalten können? Oder wenigstens auf “lautlos” stellen können. Aber vielleicht war das ja alles einfach nur so aufregend…

Herzlichst,
Ihr Sie wissen schon.

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Mit Tempo 20 hinterm Mähdrescher

Montag, den 15. August 2016
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Das ist der Autofahrer-Supergau: Wenn direkt vor einem ein Mähdrescher fährt, und es gibt keine Möglichkeit zu überholen. Gar keine. Kilometerlang.
Die Fahrt von der Autobahnbrücke bei Flatow auf der Landesstraße 17 zum Karolinenhof dauerte neulich geringfügig länger als geplant. Der Mähdrescher vor mir hatte konstant Tempo 20 auf der Uhr. Das Fahrzeug war breiter als die Straße selbst, die L 17 zwischen Flatow und Kuhhorst ist ja eher schmal. Überholen ging nicht, ich hätte über den holprigen Rasenstreifen brettern müssen, und das hätte mein Auto vermutlich nicht ohne weiteres überlebt.

So tuckelten wir also übers Feld. Ich hatte mich schon in mein Schicksal gefügt, der junge Mann im Auto hinter mir wirkte schon sehr viel nervöser. Aber immerhin war Zeit, sich die Felder genauer anzusehen, und die – ich staune! – momentan schlaglochfreie Piste. Irgendwann bog der Mähdrescher aber doch ab aufs Feld, das Entschleunigungsprogramm endete damit sehr abrupt. Dennoch kam ich 20 Minuten zu spät. Ohne Mähdrescher wären es … hüstel … nur zehn gewesen.

aRTikel

Investiert, gefeiert und gestritten

Montag, den 28. Dezember 2015
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Politische Auseinandersetzungen, eine schnelle Wahl, schwere Unfälle – und ein Wolf im Wald
Jahresrückrückblick 2015 für Oberkrämer und Kremmen

MAZ Oberhavel, 28.12.2015

OBERKRÄMER/KREMMEN
Es heißt immer, in den ländlichen Regionen passiere so wenig. Das kann man für Oberkrämer und Kremmen nicht gerade behaupten. Freude und Leid, Freundschaft und Streit lagen 2015 dicht beieinander.

Fangen wir mit den guten Nachrichten an. Der Bau des altersgerechten Wohnheims in Vehlefanz kommt gut voran. Das Haus wird ein wenig teurer als geplant, aber die Senioren warten schon sehnsüchtig auf die Eröffnung im Frühjahr 2016.
Der Hof der Kremmener Goetheschule ist saniert und kann jetzt zum Toben und Spielen genutzt werden. Gegen einen von Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse (SPD) ausgesprochenen Baustopp protestierten Kinder, Lehrer und Eltern – mit Erfolg.
Die Vehlefanzer feierten den 200. Geburtstag ihrer Mühle – die jetzt sogar einen Namen hat: die „Schön Kathrein“. Daran wird man sich allerdings erst noch gewöhnen müssen.

Das Thema Flüchtlinge ging an Oberkrämer und Kremmen natürlich nicht vorbei. Das Heim in Bärenklau ist inzwischen voll belegt. In der Notunterkunft in Kremmen leben momentan etwa 90 Leute. Die Hilfsbereitschaft ist groß – die Proteste gegen die Asylpolitik aber auch. Dass in Kremmen nun neun Häuser mit je vier Wohnungen für Flüchtlinge gebaut werden sollen, stößt nicht nur auf Gegenliebe.

Einen großen Knall gab es im Frühjahr in Vehlefanz – der führte dazu, dass der Ort monatelang keine Bank hatte. Räuber hatten das Geldinstitut in die Luft gejagt. Das Haus ist nicht mehr nutzbar, die Trümmer „verschönern“ Vehlefanz bis heute. Immerhin gibt es inzwischen einen „Ausweich-Container“.
Auch nahe Bärenklau hat es geknallt. Die Bewohner waren schockiert, als ein Auto in einer Kurve von der Straße abkam, ein junger Mann ist gestorben. Trauer! Und das am Tag des Erntefestumzuges. Die Stimmung war gedrückt.
Bei Sommerfeld ist im Sommer ein Heißluftballon abgestürzt. Er schwebte zuvor dicht über den Dächern des Dorfes. Zum Glück gab es „nur“ Verletzte.

In den diversen Streitigkeiten, die in der Region 2015 geführt worden sind, gab es zwar keine Verletzten – aber manchmal hatte man den Eindruck, es dauert nicht mehr lange. Einige Stichwörter: Gehwegbau in Flatow und Groß-Ziethen. Die Turnhallensanierung in Marwitz, die – sehr, sehr vorsichtig ausgedrückt – ein wenig teurer wurde als geplant. Also, fast dreifach so teuer. Vom Zoff in der Stadtverordnetenversammlung in Kremmen mal ganz abgesehen.

Relativ harmonisch verlief dagegen die Bürgermeisterwahl in Oberkrämer. Peter Leys (BfO) hat sie bereits im ersten Wahlgang souverän gewonnen. Seine Kontrahenden Carsten Schneider (SPD) und Jörg Ditt (Grüne) waren enttäuscht, dass es dann doch so eindeutig war.

Und sonst so? Die Ex-Kneipe „Nussbaum“ in Schwante ist endlich abgerissen – hat nur ein paar Monate gedauert. Im Wald bei Groß-Ziethen ist ein Wolf gesichtet worden. Aufregung! Und Bäckermeister Plentz aus Schwante hatte eine sehr hohe Fernsehpräsenz und ist Deutschlands siebtbester Bäcker. Oder so ähnlich.
Auf ein Neues, 2016!

aRTikel

Flatower Party-Veranstalterin ist frustriert

Mittwoch, den 19. August 2015
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Ronja Angermann hatte privates Musik-Event mitorganisiert. Drogenfälle sorgten für Abbruch.

MAZ Oranienburg, 19.8.2015

FLATOW
Sie ist frustriert und geknickt. Ronja Angermann war gestern Mittag mit vielen Helfern damit beschäftigt, die Reste ihrer großen Technoparty zu beseitigen. „Das ist scheiße gelaufen“, sagt sie. Am Sonnabend musste die Party abgebrochen werden. Sie war nicht angemeldet gewesen, aber das eigentliche Problem war ein anderes.

„Die Stimmung war total schön“, erzählte die 23-jährige Veranstalterin. „Auch in den Pausen, wo keine Musik lief, saßen die Leute hier und spielten Gitarre.“ Etwa 700 Leute waren auf dem Feld zu Gast. Es liegt etwa 500 Meter entfernt vom Flatower Karolinenhof und unweit der Dörfer Kuhhorst und Ebereschenhof.
Es seien viele Vorkehrungen getroffen worden. Der Lärmschutz sei ein Thema und der Brandschutz optimal gewesen, mehrere Johanniter waren permanent vor Ort. „Wir haben alle Auflagen erfüllt“, so die Veranstalterin der Party. Die Sanitäter mussten am Sonnabend jedoch aktiv werden. Vier Fälle von Drogenmissbrauch habe es gegeben. Die Party war vorbei, „nur weil andere meinen, Fremden was ins Getränk kippen zu müssen“, so Ronja Angermann verärgert. „Das ist richtig asozial. Fünf von 700 Leuten haben sich mies benommen, alle anderen müssen es ausbaden.“ Die vier Betroffenen konnten das Krankenhaus schon wieder verlassen. Die Polizei war dann aber daraufhin vor Ort, ebenso Kremmens Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse und weitere Vertreter der Stadtverwaltung. Hätte es die Drogenfälle bei der Party nicht gegeben – es hätte noch eine Chance bestanden, dass sie im Nachhinein genehmigt worden wäre. So sagte es später auch der Bürgermeister.

„Ohne die Drogen wäre das alles nicht aufgefallen“, sagte gestern Gela Angermann, die Mutter von Ronja und Besitzerin des Karolinenhofes. Lärmbeschwerden habe es keine gegeben. „Wir haben nichts gehört“, so Flatows Ortsvorsteher Gert Dietrich.
Die Feier war keine öffentliche Party. Dabei sein konnte nur, wer eine bestimmte Internetseite anklickte und das Passwort wusste. Das Gelände ist zudem abgesperrt und kontrolliert worden. Eintritt musste nicht gezahlt werden, die Gäste konnten spenden.

Zum fünften Mal fand die Party statt, aber noch nie war sie so groß. Warum sie nicht angemeldet worden ist, bleibt unklar. Ronja Angermann sagte, man habe ihr vergangenes Jahr gesagt, das sei nicht nötig gewesen. Auch sei die Anmeldung teuer. Bert Lehmann vom Ordnungsamt sagte gestern, die Party sei sicherlich genehmigt worden und bezahlbar gewesen.

Zwei Wochen lang dauerten die Vorbereitungen für die Party, ein paar Zelte standen gestern noch. Auch die Bar war noch zu sehen, dazu einige Bänke und viele Bierkästen. Der Abbau geht weiter.