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Rückkehr nach Staffelde

Samstag, den 11. Mai 2019
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Sie erinnert sich noch ganz genau: Früher war dort die Schule. Und dort oben, in einer der Wohnungen hat sie mal gelebt. Knapp 70 Jahre muss das hergewesen sein.
Nun stehen wir vor eben diesem Gebäude. Heute befindet sich dort drin die Kita “Räuberhöhle”. Mit meiner Tante habe ich neulich eine Nostalgiefahrt unternommen. Nach dem Krieg – sie war noch ein Kind – landete ihre Familie in Staffelde. In einer der Nachbarwohnungen lebte der Schuldirektor mit seiner Familie. Ein netter Herr sei das gewesen sein, wenn auch ein wenig streng.

Zuvor sind wir durch Groß-Ziethen gefahren. Für meine Tante war es das erste Mal seit gut 60 Jahren. Da, die alte Schule, links die alte Feuerwehr. Hier, auf der Straße nach Staffelde, seien sie früher immer langgelaufen. Wir parken neben der Staffelder Kita, und da steht sie nun und blickt auf ihr ehemaliges Wohnhaus. Erinnerungen kommen auf.
Auch, als wir weiter fahren. Sie freut sich, dass die Dorfstraße immer noch aussieht wie früher – mit Holperpflaster. Der Dorfkrug, viele der alten Häuser, inzwischen saniert. Schön sehe das aus, sagt sie.

Weiter nach Flatow. Auch hier, an der Landstraße seien sie damals oft langgelaufen. Zur Schule. Und einmal pro Woche zum Fleischer. Der wusste immer schon, was sie wollten. Zum Bahnhof sind sie gelaufen, als sie dann später zur Schule nach Nauen mussten. Damals gab es noch Züge, die durch Flatow fuhren.

Auch die Straße von Staffelde über Orion nach Kremmen ist ihr noch gut im Gedächtnis. Zu Fuß ging es auch oft weiter nach Kremmen – und noch weiter zum Kremmener See. Immer im Sommer. Die Altstadt mit dem schönen Rathaus und den vielen sanierten Häusern am Marktplatz – sie hatte viel Lob übrig.

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Abschied auf Raten

Donnerstag, den 31. Januar 2019
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Reinhard Augustin hat am Freitag nach 42 Jahren seinen offiziell letzten Tag als Lehrer in Kremmen – einmal in der Woche wird er trotzdem noch unterrichten

MAZ Oberhavel, 31.1.2019

Kremmen.
Wenn Reinhard Augustin im Schulhaus die Treppen hoch läuft, dann sieht das sehr dynamisch aus. „Die machen das extra, dass ich ganz oben unterrichten muss“, sagt er scherzhaft und lacht. Er ist 62, aber das merkt man ihm nicht an. Dass er am morgigen Freitag seinen letzten Tag an der Kremmener Goethe-Grundschule hat, ist da kaum zu glauben.

„Ich bin Lehrer seit 1977“, erzählt er. „Ich bin das geworden, weil ich gerne mit Kindern gearbeitet habe.“ Sein gesamtes Berufsleben verbrachte er in der Region. Nachdem er seinen Zehnte-Klasse-Abschluss hatte, studierte er vier Jahre lang am Institut für Lehrerbildung in Potsdam. „Deutsch und Mathematik waren Pflicht, außerdem noch Werken.“ Am Ende des Studiengangs ist er gefragt worden, wo er denn hin möchte. „Ich hatte keinen Wunsch.“ Als Vertreter des damaligen Kreises Oranienburg zum Auswahltermin kamen, war er dabei. Heimerzieher wollte er aber nicht werden. „Haben Sie keine Lehrerstelle?“, fragte er. Es gab eine – in Flatow und Staffelde. „Da bin ich bis 2000 geblieben.“
Er hat seine Lehrerstelle in dem Dorf geliebt, sagt er. „Wir waren ein kleines Kollegium, familiär, stressfrei, wir hatten keine Klingel.“ Wenn er Heimatkunde unterrichtete, „brauchten wir nur raus, um uns Getreidearten anzusehen.“ Kamen er und die Kinder am Maisfeld vorbei, „haben wir uns welche abgebrochen und gegessen. Ich bin überall mit den Kindern rein, und das war schön.“

2000 wechselte er nach Kremmen, die Schule in Flatow gab es nicht mehr. „Das war schon ungewohnt, der Ablauf hier war ein bisschen anders.“ Aber er hat sich eingewöhnt. „Ich gehe mit einem lachenden und weinenden Auge.“ Einerseits könne er jetzt alles aufarbeiten, was er bislang nicht geschafft hat. Es bleibt wieder mehr Zeit zum Lesen, für Musicals und zum Reisen. Kuba und Vietnam stehen noch auf seiner Liste. Und er muss nicht mehr jeden Tag die 55 Kilometer vom Prenzlauer Berg nach Kremmen.
Andererseits: „Es fällt mir schwer, nicht mehr als Lehrer tätig zu sein. Ich weiß nicht, wie viele Schüler ich unterrichtet habe, aber ich werde das vermissen. Und mein Kollegium, das wie eine zweite Familie für mich geworden ist.“

„Mit Herrn Augustin verlässt ein wahres Urgestein unsere Schule“, sagt Annette Borchert, die Leiterin der Goethe-Grundschule. „Er stand über 40 Jahre vor der Klasse und war während dieser Zeit Lehrer mit Leib und Seele. Er gilt als ein strenger Lehrer mit speziellem Witz und Humor, wofür ihn viele Schüler lieben, für andere stellte er auch eine Herausforderung dar.“ Im Kollegium sei er oft der einzige Mann gewesen, „und es war Ehrensache für ihn seine Damen zum Frauentag jährlich mit einer anderen Überraschung zu erfreuen.“ Sie erinnert sich, dass es am 11. 11. immer Pfannkuchen gab sowie immer liebevoll gestaltete Geburtstagstische. Er habe die Pausen im Lehrerzimmer mit Späßen aufgelockert. „Er ist ein zuverlässiger Kollege, der immer bereit war zu helfen.“

Ganz weg sein wird Reinhard Augustin nicht. Ursprünglich hat er ein Sabaticaljahr geplant. „Das ist ein Freistellungsjahr“, sagt er. Mehrere Jahre lang bekam er weniger Gehalt, um dieses freie Jahr anzusparen. Dass es nun am Ende seiner Laufbahn liegt, war so nicht zwingend geplant. „Viele gehen dann länger ins Ausland.“ Das wird er erst mal nicht. Denn einmal pro Woche wird er weiter nach Kremmen kommen. Donnerstags unterrichtet er Englisch als Begegnungssprache. „Wir mussten im Schulamt nachfragen, ob das überhaupt geht.“
Wahrscheinlich im Februar 2020 geht Reinhard Augustin dann endgültig in Pension. Allerdings habe er „bereits angekündigt, dass er jeder Zeit bereit ist, und wenn Not an Mann ist zu unterstützen“, weiß Schulleiterin Annette Borchert. „Ich glaube nicht, dass sie Nein sagt“, meint der 62-Jährige und lächelt. „Da habe ich ja auch wieder neue Kräfte.“ Bis er 65 werde, könne er auf jeden Fall noch ein bisschen was tun.

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Frag Google (14): Ist Einpullern in oder out?

Mittwoch, den 9. Januar 2019
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(13) -> 24.2.2016

Und wieder haben sich zehn Suchanfragen gefunden, mit denen User auf meine Seite gelangt sind – und die weitere Fragen aufwarfen oder besonders seltsam waren.

1. “oranienburg intim”
Will man das?

2. “wer will moderatorin aus frühstücksfernsehen gern ficken und warum?”
Ob sich da jemand gemeldet hat?

3. “ich glaube du hast dich eingepullert”
Ich glaube nicht.

4. “Schwudke amtsgericht”
Schwuttke!

5. “dringend pipi müssen story”
Ja, total spannend!

6. “Susan Stahnke nackt”
Ist das schon pervers?

7. “Schrottwichteln in oder out”
In!

8. “babestation24 kalender”
Kleben die?

9. “babestation 24 funktioniert nicht nicht mehr”
Oh nein!

10. “fernseher reparatur flatow”
Viel Glück!

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Chronik Kremmen 2018

Donnerstag, den 27. Dezember 2018
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MAZ Oberhavel, 27.12.2018

Januar: ​Die Bäckerei Guse in Flatow begeht das 80.Jubiläum. +++ Erstmals erscheinen der Gemeindebrief der Kirche und das Kremmener Stadtmagazin als gemeinsames Heft. +++ Stefan Lux ist neuer Geschäftsführer im Kremmener Zweckverband. +++ Studenten der FH Potsdam zeigen ihre Ideen für die Klubhaus-Gestaltung. +++ Die Modellbahner in Kremmen bauen ihre alte Platte ab, um eine modernere zu bauen.

Februar: ​Das Dorv-Projekt in Sommerfeld gilt als gescheitert. Einen Dorfladen wird es dort vorerst nicht geben. +++ Elke Schwabe, Leiterin der Oberschule, beklagt dauerhaften Lehrermangel. +++ Im Wald bei Hohenbruch werden Sondermüll-Abfälle entdeckt. +++ Im Klubhaus öffnet der Krümelklub, dort treffen sich Eltern mit ihren Kleinkindern.

März: ​An der Goetheschule wird die Goethebüste gestohlen. +++ An der Gerhard-Henniger-Straße baut die Woba ein neues Haus. +++ Kämmerin Kathrin Schönrock geht, André Bröker ist ihr Nachfolger.  +++ Die alte Schulsporthalle wird geschlossen – nach einem Gefahrengutachten.

April: ​Die Feuerwehr in Staffelde feiert ihr 90. Jubiläum. +++ Danny See ist neuer Leiter der Jugendclubs.

Mai: ​Die Bushaltestellen am Markt fallen weg, die Busse halten nun am Schlossdamm. +++ Der Zoff bei der Flatower Feuerwehr wird beigelegt – zwischenmenschliche Probleme. +++ An der Wahl zum Bürgerhaushalt im Ortsteil Kremmen beteiligen sich nur 25 Leute.

Juni: ​Die Flatower Kita feierten ihren 30. Geburtstag. +++ In Sommerfeld öffnet im Alten Hof ein italienisches Lokal. +++ Lara Volgnandt ist neue Erntekönigin. +++ Die neue Kitasatzung wird beschlossen.

Juli​: Urteil im Brandstifterprozess. Robert U. bekommt viereinhalb Jahre Haft, Nico B. zwei Jahre auf Bewährung. Es ging um den Brandanschlag auf das Asylbewerberheim. +++ Die Sanierung der Groß-Ziethener Kirche beginnt. +++ Der wochenlange Schienenersatzverkehr beim Prignitzexpress nervt die Pendler. +++ Elke Schwabe geht in den Ruhestand. neue Leiterin der Oberschule wird Beatrix Scheeren. +++ Mehrere Torfbrände am Luchweg halten die Feuerwehr in Atem. +++ Auf dem Hof von Helmut Voigt in Beetz tummeln sich fünf Störche im Horst.

August: ​Die neue Rettungswache an der Gerhard-Henniger-Straße wird eingeweiht. +++ 2000 Menschen kommen zum Festival „Resist to Exist“. +++ Das Drescherfest in Staffelde ist erstmals am Alten Dorfkrug. +++ Rot-Weiß Flatow trauert um Heinrich Tober. +++ Die Geschenkescheune schließt.

September: ​In Ludwigsaue entsteht kein neues Wohngebiet. Entsprechende Gerüchte sorgten für Wirbel. +++ Die Polizei soll in die Räume der Papierwerkstatt ziehen. Das sorgt für Kritik. Später ist klar, dass die Polizei zur Woba zieht.

Oktober: ​Die Sommerfelder Kita ist saniert. +++ In Hohenbruch beginnen die Sanierungsarbeiten am Ruppiner Kanal. +++ Großfeuer: In der Kremmener Altstadt brennt das Dach eines Hauses ab. +++ Die Galeriescheune „Einfach schön“ schließt.

November: ​Diana Bielicke eröffnet im Scheunenviertel einen Friseurladen mit Café. +++ Ute Spiegel aus Sommerfeld nimmt am Casting für „The Voice of Germany“ teil, kommt aber nicht weiter. +++ In Flatow werden neue Meilensteine aufgestellt. +++ Kremmen muss eine Million Euro Gewerbesteuern zurückzahlen.

Dezember: ​Dagmar Kühling eröffnet in der Altstadt einen Friseurladen. +++ Erstmals findet in Flatow ein Weihnachtsmarkt statt.  +++ Zum Jahresende schließen „Meyhöfers Gasthaus“, „Die alte Lebkuchenfabrik“ und der Sportladen der Schönebergs in Kremmen. 

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2000 schnelle Stoßwellen

Freitag, den 14. Dezember 2018
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In der Kremmener Physiotherapie-Praxis behandelt Jonas Wolf seine Patienten mit einem speziellen Gerät – Heilung von chronischen Muskelstörungen möglich

MAZ Oberhavel, 14.12.2018

Kremmen.
2000 Stöße innerhalb von wenigen Minuten. Direkt auf die Haut, direkt in den Körper. Anfangs nicht zwingend angenehm – aber es soll helfen.

„Als Physiotherapeut will man ja immer das Bestmögliche rausholen bei einer Behandlung“, sagt Jonas Wolf. Er arbeitet in der Praxis von Beate Pleger in Kremmen. „Bei chronischen Sehnenreizungen kommt man aber an seine Grenzen.“ Allerdings kann Jonas Wolf seit einigen Wochen mit einem Gerät arbeiten, das es in der Region nur sehr selten in einer Physiotherapie-Praxis gibt. „Wir arbeiten mit der radialen Stoßwelle“, erzählt er.

Eine Stoßwelle sendet kurze Schallimpulse von sehr hoher Energie, sie wirkt immer von außen in den Körper ein“, erklärt er. Zum Beispiel beim so genannten Tennisarm. Jonas Wolf fühlt die erkrankten Muskel. Dann nimmt er das Gerät, schaltet es ein und setzt es direkt an die Stelle, die weh tut. Nach etwa 300 Stößen, die von dem Gerät ausgehen, setzt er kurz ab und legt es an einer danebenliegenden Stelle wieder auf. Bis am Ende 2000 solcher Stöße erreicht werden – auf dem Display wird der Countdown runter gezählt.
„Der Schall dringt ein“, erklärt Jonas Wolf. Dadurch soll der Stoffwechsel verbessert werden, es soll eine Mikrozirkulation auf Zellebene angeregt werden. Oder salopp gesagt: Der Körper bekomme gesagt, dass er das Problem in den Griff kriegen müsse, es werde ein Reiz auf die Struktur ausgeübt, der Körper fange dadurch an, verstärkt zu arbeiten. Die ganze Prozedur dauert nur wenige Minuten – muss aber im Abstand von ein paar Tagen mehrfach wiederholt werden, bis es zur Heilung kommt. Das Ganze hat allerdings einen Haken: Die Krankenkassen bezahlen die Behandlung nicht. „Da wollen sie nicht ran“, sagt Jonas Wolf. Die Patienten müssen selbst in die Tasche greifen.

Heidrun Kattner aus Flatow gehört zu seinen Kundinnen. Die Lehrerin lässt sich in der Praxis ihren Fersensporn mit der radialen Stoßwelle behandeln. „Es ist am Anfang ein sehr unangenehmes Gefühl gewesen, dass muss man schon sagen“, erzählt sie. Aber inzwischen hatte sie fünf Behandlungseinheiten, und sie spüre, dass es inzwischen nicht mehr so schlimm sei und ein Erfolg in Sichtweite sei. „Häufig sind das Patienten mit langen Leidensgeschichten“, sagt Jonas Wolf. „Der Leidensdruck ist da groß.“ Wichtig sei, dass der Patient ganz am Ende wieder schmerzfrei sei.
Heidrun Kattner hatte das Fersensporn-Problem bereits am anderen Fuß, und es war eine langwierige Angelegenheit. „Diesmal wollte ich nicht ewig warten, und dann ist es mir das Geld auch wert“, erzählte sie.

Seit zwölf Jahren ist Jonas Wolf Physiotherapeut, seit zehn Jahren arbeitet er in der Kremmener Praxis, in der insgesamt 20 Leute beschäftigt sind. Die Größe der Firma habe die Anschaffung des Gerätes möglich gemacht, sagt er. Ob sich die Kosten amortisieren, sei nicht klar. Zumal ja längst nicht alle Patienten mit der Stoßwelle behandelt würden. Heidrun Kattner jedenfalls ist zufrieden. „Beim ersten Mal habe ich gesagt, da gehe ich nie wieder hin. Aber es ist definitiv so, dass es von Mal zu Mal besser wird“, erzählt sie.

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Beagle Cuga ist das Ass im Ärmel

Freitag, den 13. Juli 2018
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Der neue Kremmener Jugendkoordinator Danny See (33) hat viele Ideen und einen Begleiter

MAZ Oberhavel, 13.7.2018

Kremmen.
Es herrschte in letzter Zeit ein wenig Unruhe auf dem Posten des Kremmener Jugendkoordinators. Das soll sich nun wirklich ändern – mit Danny See. Der 33-Jährige leitet seit diesem Frühjahr die Jugendarbeit in der Stadt und den Ortsteilen. „Die Stelle war ausgeschrieben, ich habe mich beworben“, erzählt der Neuruppiner. Er bekam den Zuschlag.

„Ich fühle mich unglaublich wohl mit den Kollegen und den Kids“, sagt er. Dass er sagen könne, dass er richtig angekommen sei, „das dauert länger, vielleicht ein Jahr.“ Auf jeden Fall sei ihm Feedback sehr wichtig. „Ich spreche regelmäßig mit allen Beteiligten.“ Und Danny See hat ein Ass im Ärmel – ein lebendiges: Immer mit dabei ist der siebenjährige Beagle Cuga. „Er springt immer im Club mit herum, das ist völlig unkompliziert. Es geht immer darum, wer als Erstes ein Leckerli geben darf.“ Danny See hat vorher eine kleine Einweisung gegeben, allerdings hat Cuga auch eine Begleithundeprüfung abgelegt, kennt also den Umgang mit Menschen.

Danny See ist studierter Sozialpädagoge. Nach seinem Studium arbeitete er mehrere Jahre in einem Jugendamt sowie ehrenamtlich in der Erlebnispädagogik.

Den Club in Kremmen, neben dem Sportlerheim im Park, empfand er als etabliert, als er dort ankam. „Ich wollte immer nach vorne sehen“, das war zudem seine Devise. Nicht schauen, was war, sondern Neues wagen. „Die Kids sollen eine schöne Möglichkeit haben, ihre Freizeit zu verbringen.“ Es gehe aber auch um außerschulische Bildung, um Natur und Kultur. „Der Club in Kremmen hat noch viel Potenzial“, da ist sich der 33-Jährige sicher. Sechs Tage pro Woche ist geöffnet, dazu kommen die Räume in Beetz, Flatow und Staffelde – letzterer Club ist allerdings in Abstimmung mit den Kindern in den Sommerferien nicht geöffnet.

Das Rad wolle er in Kremmen nicht neu erfinden. „Aber klar kann man auch was verändern, sicher wird es Veränderungen geben.“ Was das ist, das stehe aber noch nicht fest. „Ich schaue mir erst mal alles an.“ Spruchreif sei noch nichts. Der Rückhalt aus der Kremmener Verwaltung sei aber gut. „Mehr geht immer, aber Bürgermeister Busse ist sehr engagiert, er war auch bei der letzten Clubratssitzung dabei.“ So wurde besprochen, dass im Stadtpark mehr Abfalleimer aufgestellt werden, nachdem es dort immer wieder Müllprobleme gab.

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Feuerwehr-Zoff wird beigelegt

Freitag, den 1. Juni 2018
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Mehrere Austritte – Flatower arbeiten künftig noch enger mit den Staffeldern zusammen

MAZ Oberhavel, 1.6.2018

Flatow.
Es muss ordentlich geknallt haben bei der Flatower Feuerwehr. Gebrodelt hatte es offenbar schon ziemlich lange. Mehrere Mitglieder sind ausgetreten, darunter Löschzugführer Enrico Hamann. Bei Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) hatte es zuvor mehrere Sitzungen gegeben, bei denen Streitigkeiten geschlichtet werden sollten. Beim Osterfeuer Ende März kam es dann zu einem Zwischenfall, bei dem ein Feuerwehrmann schließlich das Feuer plötzlich mit Wasser gelöscht und einige Besucher nass gespritzt hat. Von ordentlichem Zoff ist da die Rede, und im Schaukasten vor dem Gemeindezentrum hängt heute noch eine schriftliche Entschuldigung dafür an alle Flatower. Stadtbrandmeister Gerd Lerche sprach am Donnerstag von einem „ungeschickten Verhalten“.

So ging es jedenfalls nicht weiter – auch in Hinblick auf die Tagesbereitschaft der Feuerwehr. Am Mittwochabend war das ein heiß diskutiertes Thema im Ortsbeirat. Offenbar stand in dem Streit auch Ortsvorsteher Gert Dietrich unter Beschuss, der wohl in diesem Zuge vor einiger Zeit schon die Auflösung der Flatower Wehr ins Gespräch gebracht hatte – was ihm übel genommen worden ist. Am Mittwochabend sagte er: „Die Feuerwehr sollte bleiben, aber der Unruheherd sollte raus.“ So weit wird es auch nicht kommen, wie im Ortsbeirat beteuert worden ist. Allerdings wird die Leitung der Flatower Wehr demnächst von Staffelde aus erfolgen. Die Kremmener planen, Ortswehrführer John Wehden auch die Verantwortung für Flatow zu übertragen. Bislang war er einer der Stellvertreter. Heißt: Die Feuerwache an der Hauptstraße in Flatow bleibt bestehen – im Alarmfall werden aber sowohl Staffelde als auch Flatow informiert und gerufen. Was allerdings auch nicht ganz neu ist. Schon seit 2009 bilden Staffelde/Groß-Ziethen und Flatow den Kremmener Löschzug 3. „Wir klauen keinem was, aber wir wollen effektiv arbeiten“, so Stadtbrandmeister Gerd Lerche.
Schlösser wurden ausgetauscht

Die Einsatzbereitschaft sei gegeben, sagte Bürgermeister Busse. Allein in Flatow gebe es zehn aktive und ausgebildete Kameraden, der gesamte Löschzug 3 habe 40 Aktive. „Wenn dann am Tage 20 davon da sind, dann sind wir gut.“ Dennoch sehen Anwohner Probleme. So sei es schon vorgekommen, dass vier Kameraden am Depot gestanden hätten, aber nicht rein kamen. „Kein Schlüssel, kein Maschinist, Flatow ist ein Nichts, so kann das nicht weiter gehen“, so der Anwohner. Dem widersprach der Bürgermeister, aber er merkte auch an: „Wir haben die Schlösser ausgetauscht, nachdem dort Schindluder getrieben worden ist“, sagte Sebastian Busse.
Er gehe zudem davon aus, dass einige der Feuerwehrleute, die ausgetreten sind, irgendwann wieder dazu kommen. „Aber das braucht wahrscheinlich noch ein bisschen Zeit.“ Der Standort der Flatower Wehr sei in jedem Fall für die kommenden Jahre gesichert. Auch das kündigte der Bürgermeister im Ortsbeirat an. Der Pachtvertrag für die Nutzungsverlängerung des Hauses werde unterschrieben, außerdem solle gemalert werden. Und wenn es um Veranstaltungen im Dorf gehe, dann werde auch die Feuerwehr in Zukunft wieder mitmischen, so hieß es am Mittwochabend.

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