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Frag Google (14): Ist Einpullern in oder out?

Mittwoch, den 9. Januar 2019
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(13) -> 24.2.2016

Und wieder haben sich zehn Suchanfragen gefunden, mit denen User auf meine Seite gelangt sind – und die weitere Fragen aufwarfen oder besonders seltsam waren.

1. “oranienburg intim”
Will man das?

2. “wer will moderatorin aus frühstücksfernsehen gern ficken und warum?”
Ob sich da jemand gemeldet hat?

3. “ich glaube du hast dich eingepullert”
Ich glaube nicht.

4. “Schwudke amtsgericht”
Schwuttke!

5. “dringend pipi müssen story”
Ja, total spannend!

6. “Susan Stahnke nackt”
Ist das schon pervers?

7. “Schrottwichteln in oder out”
In!

8. “babestation24 kalender”
Kleben die?

9. “babestation 24 funktioniert nicht nicht mehr”
Oh nein!

10. “fernseher reparatur flatow”
Viel Glück!

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aRTikel

Chronik Kremmen 2018

Donnerstag, den 27. Dezember 2018
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MAZ Oberhavel, 27.12.2018

Januar: ​Die Bäckerei Guse in Flatow begeht das 80.Jubiläum. +++ Erstmals erscheinen der Gemeindebrief der Kirche und das Kremmener Stadtmagazin als gemeinsames Heft. +++ Stefan Lux ist neuer Geschäftsführer im Kremmener Zweckverband. +++ Studenten der FH Potsdam zeigen ihre Ideen für die Klubhaus-Gestaltung. +++ Die Modellbahner in Kremmen bauen ihre alte Platte ab, um eine modernere zu bauen.

Februar: ​Das Dorv-Projekt in Sommerfeld gilt als gescheitert. Einen Dorfladen wird es dort vorerst nicht geben. +++ Elke Schwabe, Leiterin der Oberschule, beklagt dauerhaften Lehrermangel. +++ Im Wald bei Hohenbruch werden Sondermüll-Abfälle entdeckt. +++ Im Klubhaus öffnet der Krümelklub, dort treffen sich Eltern mit ihren Kleinkindern.

März: ​An der Goetheschule wird die Goethebüste gestohlen. +++ An der Gerhard-Henniger-Straße baut die Woba ein neues Haus. +++ Kämmerin Kathrin Schönrock geht, André Bröker ist ihr Nachfolger.  +++ Die alte Schulsporthalle wird geschlossen – nach einem Gefahrengutachten.

April: ​Die Feuerwehr in Staffelde feiert ihr 90. Jubiläum. +++ Danny See ist neuer Leiter der Jugendclubs.

Mai: ​Die Bushaltestellen am Markt fallen weg, die Busse halten nun am Schlossdamm. +++ Der Zoff bei der Flatower Feuerwehr wird beigelegt – zwischenmenschliche Probleme. +++ An der Wahl zum Bürgerhaushalt im Ortsteil Kremmen beteiligen sich nur 25 Leute.

Juni: ​Die Flatower Kita feierten ihren 30. Geburtstag. +++ In Sommerfeld öffnet im Alten Hof ein italienisches Lokal. +++ Lara Volgnandt ist neue Erntekönigin. +++ Die neue Kitasatzung wird beschlossen.

Juli​: Urteil im Brandstifterprozess. Robert U. bekommt viereinhalb Jahre Haft, Nico B. zwei Jahre auf Bewährung. Es ging um den Brandanschlag auf das Asylbewerberheim. +++ Die Sanierung der Groß-Ziethener Kirche beginnt. +++ Der wochenlange Schienenersatzverkehr beim Prignitzexpress nervt die Pendler. +++ Elke Schwabe geht in den Ruhestand. neue Leiterin der Oberschule wird Beatrix Scheeren. +++ Mehrere Torfbrände am Luchweg halten die Feuerwehr in Atem. +++ Auf dem Hof von Helmut Voigt in Beetz tummeln sich fünf Störche im Horst.

August: ​Die neue Rettungswache an der Gerhard-Henniger-Straße wird eingeweiht. +++ 2000 Menschen kommen zum Festival „Resist to Exist“. +++ Das Drescherfest in Staffelde ist erstmals am Alten Dorfkrug. +++ Rot-Weiß Flatow trauert um Heinrich Tober. +++ Die Geschenkescheune schließt.

September: ​In Ludwigsaue entsteht kein neues Wohngebiet. Entsprechende Gerüchte sorgten für Wirbel. +++ Die Polizei soll in die Räume der Papierwerkstatt ziehen. Das sorgt für Kritik. Später ist klar, dass die Polizei zur Woba zieht.

Oktober: ​Die Sommerfelder Kita ist saniert. +++ In Hohenbruch beginnen die Sanierungsarbeiten am Ruppiner Kanal. +++ Großfeuer: In der Kremmener Altstadt brennt das Dach eines Hauses ab. +++ Die Galeriescheune „Einfach schön“ schließt.

November: ​Diana Bielicke eröffnet im Scheunenviertel einen Friseurladen mit Café. +++ Ute Spiegel aus Sommerfeld nimmt am Casting für „The Voice of Germany“ teil, kommt aber nicht weiter. +++ In Flatow werden neue Meilensteine aufgestellt. +++ Kremmen muss eine Million Euro Gewerbesteuern zurückzahlen.

Dezember: ​Dagmar Kühling eröffnet in der Altstadt einen Friseurladen. +++ Erstmals findet in Flatow ein Weihnachtsmarkt statt.  +++ Zum Jahresende schließen „Meyhöfers Gasthaus“, „Die alte Lebkuchenfabrik“ und der Sportladen der Schönebergs in Kremmen. 

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aRTikel

2000 schnelle Stoßwellen

Freitag, den 14. Dezember 2018
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In der Kremmener Physiotherapie-Praxis behandelt Jonas Wolf seine Patienten mit einem speziellen Gerät – Heilung von chronischen Muskelstörungen möglich

MAZ Oberhavel, 14.12.2018

Kremmen.
2000 Stöße innerhalb von wenigen Minuten. Direkt auf die Haut, direkt in den Körper. Anfangs nicht zwingend angenehm – aber es soll helfen.

„Als Physiotherapeut will man ja immer das Bestmögliche rausholen bei einer Behandlung“, sagt Jonas Wolf. Er arbeitet in der Praxis von Beate Pleger in Kremmen. „Bei chronischen Sehnenreizungen kommt man aber an seine Grenzen.“ Allerdings kann Jonas Wolf seit einigen Wochen mit einem Gerät arbeiten, das es in der Region nur sehr selten in einer Physiotherapie-Praxis gibt. „Wir arbeiten mit der radialen Stoßwelle“, erzählt er.

Eine Stoßwelle sendet kurze Schallimpulse von sehr hoher Energie, sie wirkt immer von außen in den Körper ein“, erklärt er. Zum Beispiel beim so genannten Tennisarm. Jonas Wolf fühlt die erkrankten Muskel. Dann nimmt er das Gerät, schaltet es ein und setzt es direkt an die Stelle, die weh tut. Nach etwa 300 Stößen, die von dem Gerät ausgehen, setzt er kurz ab und legt es an einer danebenliegenden Stelle wieder auf. Bis am Ende 2000 solcher Stöße erreicht werden – auf dem Display wird der Countdown runter gezählt.
„Der Schall dringt ein“, erklärt Jonas Wolf. Dadurch soll der Stoffwechsel verbessert werden, es soll eine Mikrozirkulation auf Zellebene angeregt werden. Oder salopp gesagt: Der Körper bekomme gesagt, dass er das Problem in den Griff kriegen müsse, es werde ein Reiz auf die Struktur ausgeübt, der Körper fange dadurch an, verstärkt zu arbeiten. Die ganze Prozedur dauert nur wenige Minuten – muss aber im Abstand von ein paar Tagen mehrfach wiederholt werden, bis es zur Heilung kommt. Das Ganze hat allerdings einen Haken: Die Krankenkassen bezahlen die Behandlung nicht. „Da wollen sie nicht ran“, sagt Jonas Wolf. Die Patienten müssen selbst in die Tasche greifen.

Heidrun Kattner aus Flatow gehört zu seinen Kundinnen. Die Lehrerin lässt sich in der Praxis ihren Fersensporn mit der radialen Stoßwelle behandeln. „Es ist am Anfang ein sehr unangenehmes Gefühl gewesen, dass muss man schon sagen“, erzählt sie. Aber inzwischen hatte sie fünf Behandlungseinheiten, und sie spüre, dass es inzwischen nicht mehr so schlimm sei und ein Erfolg in Sichtweite sei. „Häufig sind das Patienten mit langen Leidensgeschichten“, sagt Jonas Wolf. „Der Leidensdruck ist da groß.“ Wichtig sei, dass der Patient ganz am Ende wieder schmerzfrei sei.
Heidrun Kattner hatte das Fersensporn-Problem bereits am anderen Fuß, und es war eine langwierige Angelegenheit. „Diesmal wollte ich nicht ewig warten, und dann ist es mir das Geld auch wert“, erzählte sie.

Seit zwölf Jahren ist Jonas Wolf Physiotherapeut, seit zehn Jahren arbeitet er in der Kremmener Praxis, in der insgesamt 20 Leute beschäftigt sind. Die Größe der Firma habe die Anschaffung des Gerätes möglich gemacht, sagt er. Ob sich die Kosten amortisieren, sei nicht klar. Zumal ja längst nicht alle Patienten mit der Stoßwelle behandelt würden. Heidrun Kattner jedenfalls ist zufrieden. „Beim ersten Mal habe ich gesagt, da gehe ich nie wieder hin. Aber es ist definitiv so, dass es von Mal zu Mal besser wird“, erzählt sie.

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aRTikel

Beagle Cuga ist das Ass im Ärmel

Freitag, den 13. Juli 2018
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Der neue Kremmener Jugendkoordinator Danny See (33) hat viele Ideen und einen Begleiter

MAZ Oberhavel, 13.7.2018

Kremmen.
Es herrschte in letzter Zeit ein wenig Unruhe auf dem Posten des Kremmener Jugendkoordinators. Das soll sich nun wirklich ändern – mit Danny See. Der 33-Jährige leitet seit diesem Frühjahr die Jugendarbeit in der Stadt und den Ortsteilen. „Die Stelle war ausgeschrieben, ich habe mich beworben“, erzählt der Neuruppiner. Er bekam den Zuschlag.

„Ich fühle mich unglaublich wohl mit den Kollegen und den Kids“, sagt er. Dass er sagen könne, dass er richtig angekommen sei, „das dauert länger, vielleicht ein Jahr.“ Auf jeden Fall sei ihm Feedback sehr wichtig. „Ich spreche regelmäßig mit allen Beteiligten.“ Und Danny See hat ein Ass im Ärmel – ein lebendiges: Immer mit dabei ist der siebenjährige Beagle Cuga. „Er springt immer im Club mit herum, das ist völlig unkompliziert. Es geht immer darum, wer als Erstes ein Leckerli geben darf.“ Danny See hat vorher eine kleine Einweisung gegeben, allerdings hat Cuga auch eine Begleithundeprüfung abgelegt, kennt also den Umgang mit Menschen.

Danny See ist studierter Sozialpädagoge. Nach seinem Studium arbeitete er mehrere Jahre in einem Jugendamt sowie ehrenamtlich in der Erlebnispädagogik.

Den Club in Kremmen, neben dem Sportlerheim im Park, empfand er als etabliert, als er dort ankam. „Ich wollte immer nach vorne sehen“, das war zudem seine Devise. Nicht schauen, was war, sondern Neues wagen. „Die Kids sollen eine schöne Möglichkeit haben, ihre Freizeit zu verbringen.“ Es gehe aber auch um außerschulische Bildung, um Natur und Kultur. „Der Club in Kremmen hat noch viel Potenzial“, da ist sich der 33-Jährige sicher. Sechs Tage pro Woche ist geöffnet, dazu kommen die Räume in Beetz, Flatow und Staffelde – letzterer Club ist allerdings in Abstimmung mit den Kindern in den Sommerferien nicht geöffnet.

Das Rad wolle er in Kremmen nicht neu erfinden. „Aber klar kann man auch was verändern, sicher wird es Veränderungen geben.“ Was das ist, das stehe aber noch nicht fest. „Ich schaue mir erst mal alles an.“ Spruchreif sei noch nichts. Der Rückhalt aus der Kremmener Verwaltung sei aber gut. „Mehr geht immer, aber Bürgermeister Busse ist sehr engagiert, er war auch bei der letzten Clubratssitzung dabei.“ So wurde besprochen, dass im Stadtpark mehr Abfalleimer aufgestellt werden, nachdem es dort immer wieder Müllprobleme gab.

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aRTikel

Feuerwehr-Zoff wird beigelegt

Freitag, den 1. Juni 2018
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Mehrere Austritte – Flatower arbeiten künftig noch enger mit den Staffeldern zusammen

MAZ Oberhavel, 1.6.2018

Flatow.
Es muss ordentlich geknallt haben bei der Flatower Feuerwehr. Gebrodelt hatte es offenbar schon ziemlich lange. Mehrere Mitglieder sind ausgetreten, darunter Löschzugführer Enrico Hamann. Bei Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) hatte es zuvor mehrere Sitzungen gegeben, bei denen Streitigkeiten geschlichtet werden sollten. Beim Osterfeuer Ende März kam es dann zu einem Zwischenfall, bei dem ein Feuerwehrmann schließlich das Feuer plötzlich mit Wasser gelöscht und einige Besucher nass gespritzt hat. Von ordentlichem Zoff ist da die Rede, und im Schaukasten vor dem Gemeindezentrum hängt heute noch eine schriftliche Entschuldigung dafür an alle Flatower. Stadtbrandmeister Gerd Lerche sprach am Donnerstag von einem „ungeschickten Verhalten“.

So ging es jedenfalls nicht weiter – auch in Hinblick auf die Tagesbereitschaft der Feuerwehr. Am Mittwochabend war das ein heiß diskutiertes Thema im Ortsbeirat. Offenbar stand in dem Streit auch Ortsvorsteher Gert Dietrich unter Beschuss, der wohl in diesem Zuge vor einiger Zeit schon die Auflösung der Flatower Wehr ins Gespräch gebracht hatte – was ihm übel genommen worden ist. Am Mittwochabend sagte er: „Die Feuerwehr sollte bleiben, aber der Unruheherd sollte raus.“ So weit wird es auch nicht kommen, wie im Ortsbeirat beteuert worden ist. Allerdings wird die Leitung der Flatower Wehr demnächst von Staffelde aus erfolgen. Die Kremmener planen, Ortswehrführer John Wehden auch die Verantwortung für Flatow zu übertragen. Bislang war er einer der Stellvertreter. Heißt: Die Feuerwache an der Hauptstraße in Flatow bleibt bestehen – im Alarmfall werden aber sowohl Staffelde als auch Flatow informiert und gerufen. Was allerdings auch nicht ganz neu ist. Schon seit 2009 bilden Staffelde/Groß-Ziethen und Flatow den Kremmener Löschzug 3. „Wir klauen keinem was, aber wir wollen effektiv arbeiten“, so Stadtbrandmeister Gerd Lerche.
Schlösser wurden ausgetauscht

Die Einsatzbereitschaft sei gegeben, sagte Bürgermeister Busse. Allein in Flatow gebe es zehn aktive und ausgebildete Kameraden, der gesamte Löschzug 3 habe 40 Aktive. „Wenn dann am Tage 20 davon da sind, dann sind wir gut.“ Dennoch sehen Anwohner Probleme. So sei es schon vorgekommen, dass vier Kameraden am Depot gestanden hätten, aber nicht rein kamen. „Kein Schlüssel, kein Maschinist, Flatow ist ein Nichts, so kann das nicht weiter gehen“, so der Anwohner. Dem widersprach der Bürgermeister, aber er merkte auch an: „Wir haben die Schlösser ausgetauscht, nachdem dort Schindluder getrieben worden ist“, sagte Sebastian Busse.
Er gehe zudem davon aus, dass einige der Feuerwehrleute, die ausgetreten sind, irgendwann wieder dazu kommen. „Aber das braucht wahrscheinlich noch ein bisschen Zeit.“ Der Standort der Flatower Wehr sei in jedem Fall für die kommenden Jahre gesichert. Auch das kündigte der Bürgermeister im Ortsbeirat an. Der Pachtvertrag für die Nutzungsverlängerung des Hauses werde unterschrieben, außerdem solle gemalert werden. Und wenn es um Veranstaltungen im Dorf gehe, dann werde auch die Feuerwehr in Zukunft wieder mitmischen, so hieß es am Mittwochabend.

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aRTikel

Als Horst ein Auge auf Waldtraut warf

Donnerstag, den 7. Dezember 2017
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Das Ehepaar Schütt aus Flatow feiert heute die diamantene Hochzeit – gefeiert wird erst später

MAZ Oranienburg, 7.12.2017

Flatow.
Beim Tanzen haben sie sich kennengelernt. Wobei: So ganz stimmt das nicht. Denn Horst Schütt hatte schon vorher ein Auge auf Waldtraut geworfen. „Die wird mal meine Traumfrau“, soll er zu Freunden gesagt haben, als er sie am Grundstück seiner Eltern vorbeilaufen sah. Und er sollte Recht behalten. 60 Jahre sind die beiden Flatower inzwischen verheiratet, heute wird diamantene Hochzeit gefeiert.

Waldtraut kam mit ihrer Familie 1953 aus Oranienburg nach Flatow, sie arbeitete in der Landwirtschaft. 1955, beim Tanz in der Dorfgaststätte, sprach Horst sie an. „Er war ein hübscher Mann“, erinnert sie sich. „Er war freundlich und nett.“ Sie war damals 20, er 22. „Ich glaube, seine Eltern waren sehr zufrieden mit mir”, sagt sie. Anderthalb Jahre später haben sie sich verlobt. „Wir sind nach Oranienburg gefahren und haben Ringe gekauft.“ Zu diesem Zeitpunkt hatten sie schon einen Sohn: Wolfgang wurde im Januar geboren, war also bei der Hochzeit seiner Eltern schon dabei. Die Zeremonie fand am 7. Dezember 1957 in der Flatower Kirche statt. „100 Personen waren wir dann bei der Feier in der Gaststätte”, sagt Waldtraut Schütt. Kein Wunder, denn alleine Waldtraut hatte acht Geschwister. Bis früh um fünf haben sie gefeiert, es fiel der erste Schnee, als sie nach Hause gingen.

1960 wurde Sohn Reiner geboren, 1961 kam Uwe hinzu. Inzwischen haben Waldtraut und Horst sechs Enkel und acht Ur-Enkel. „Wir sind eine große Familie, und fast alle wohnen hier im Dorf“, sagt die 80-Jährige. „Wir haben einen engen Zusammenhalt, wir feiern oft zusammen.“ Sie hatten es in den 60 Jahren dennoch nicht immer leicht. Sie verrichtete Feldarbeit, „und das war oft eine schwere Arbeit.“ Bis 1992, da ging sie in Rente. Er ist seit 1990 Invalidenrentner. Viele Reisen haben sie nicht unternommen. 1982 waren sie durch eine LPG-Auszeichnung in Ungarn, außerdem ein paarmal in Binz auf Rügen. Aber das war ihnen auch nicht so wichtig, sagt sie.

Wichtiger war zum Beispiel die örtliche Feuerwehr, in der er bis heute Mitglied ist. Und der Fußball. „Er hat gespielt, bis er die erste Hüft-OP hatte“, erzählt sie. „Aber dadurch haben wir auch so viele Fußballer in der Familie.“ Normalerweise besuchen sie sonst auch immer noch alle Feiern der Senioren oder Sportler. Aber momentan ist Horst, inzwischen 82 Jahre alt, im Krankenhaus – wenn alles gut geht, dann darf er am Donnerstag extra für die diamantene Hochzeit nach Hause kommen. Die eigentliche Feier ist auf Mai verschoben. „Ich hoffe, dass mein Mann gesund wird, das ist die Hauptsache“, sagt Waldtraut Schütt. Wirklich gestritten haben sie nie – nicht mal ums Fernsehprogramm. Wenn sie „Sturm der Liebe“ schaut, dann auf dem Zweitfernseher. Er mag lieber Quizsendungen und, na klar, Fußball schauen.

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aRTikel

Sein Stil: Da sein, viel lesen, alles auf den Tisch bekommen

Freitag, den 24. November 2017
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Kremmens Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) über seine Artr zu arbeiten – Pläne für die alte Schulsporthalle, den Radweg nach Ludwigsaue und Forderungen an die Bahn

MAZ Oberhavel, 24.11.2017

Kremmen.
Bis 2. Dezember läuft in der MAZ noch die Reihe „MAZ zu Hause in Kremmen“. Deshalb baten wir auch Bürgermeister Sebastian Busse (CDU) zu einem Gespräch.

Sie sind jetzt acht Monate im Amt. Wie fühlt es sich an?
Sebastian Busse: Es fühlte sich von Anfang an richtig an. Ich fühlte mich nie fremd und bin auch von den Mitarbeitern im Rathaus herzlichst aufgenommen worden. Von Anfang an war es mein Ziel, viel miteinander zu sprechen. Mir ist es wichtig, da zu sein, viel zu lesen, alles auf den Tisch zu bekommen und dass die Menschen meinen Stil verstehen.

Ihr Stil?
Ja. Zielstrebig, organisiert, ergebnisorientiert, zuverlässig.

Aber gibt es auch Punkte, wo Sie sagen, es ist schwieriger als gedacht?
Ja, klar. Mal schnell eine Firma anrufen und sagen „Könnt ihr mal kommen?“, so einfach geht das nicht. Da gibt es das Kommunalvergabegesetz, das hat zum Beispiel der Wirbel um das Sommerfelder Feuerwehrfahrzeug gezeigt. Mit der Bürokratie der Vergaberichtlinien blockieren wir uns in manchen Fällen selbst. Manches dauert länger, bis man damit zu Ende ist. Es ist wichtig, sich in meiner Position mit den Gesetzen auseinanderzusetzen, einiges ist doch nicht so einfach umsetzbar, wie ich vielleicht dachte.

In den vergangenen Monaten gab es Situationen, wo Sie schon getätigte Aussagen zurückgenommen haben.
Man lernt ja aus jeder Situation, egal ob positiv oder negativ. Ich bin dabei Erfahrungen zu sammeln, ich sammele sie jeden Tag und bin gewillt, die auch anzunehmen. Ich weiß, man muss erst mal drüber nachdenken, bevor man eine Antwort gibt. Ich möchte schnell helfen, aber das geht eben nicht immer.

Man sieht Sie oft auch in den Ortsbeiratssitzungen. Welchen Eindruck haben Sie von den Ortsteilen?
Jedes Dorf ist abhängig von seinen Einwohnern. Das Ehrenamt muss sehr groß geschrieben werden. In Sommerfeld gibt es sehr engagierte Bewohner, die den Ortsbeirat sehr unterstützen, da merkt man den Zusammenhalt der Leute – auch bei der 775-Jahr-Feier im Sommer. In Groß-Ziethen haben wir beim Schlaglochgolf gemerkt, dass sich alle Ortsteile gemeinsam für eine Sache einsetzen. Staffelde hat seine Feste und Vereine, und Flatow hat mit Gert Dietrich einen der engagiertesten Ortsvorsteher, da hat es jeder Nachfolger mal sehr schwer. Auch in Hohenbruch gehe ich gern in die Ortsbeiratssitzungen. Ich lade außerdem alle Ortsvorsteher einmal im Quartal zu mir ein, um Probleme anzusprechen. Und Lösungen zu finden.

Eine große Baustelle wird im kommenden Jahr die alte Schulsporthalle in Kremmen.
Wir wollen 2018 den ersten Bauabschnitt vollbringen, mit der kompletten Außenhülle, der Verglasung, dem Dach und der Fassade. Das kostet etwa 400.000 Euro. 2019 folgt der zweite Bauabschnitt mit den Innenarbeiten, da kommen 250.000 Euro hinzu. Ich hoffe, die Halle steht zum Schuljahresbeginn im August 2018 wieder zur Verfügung, und ich bin sehr glücklich, dass wir das so entschieden haben.

Wie geht es weiter an der Alten Dorfstraße in Groß-Ziethen?
Wir haben die Genehmigungsplanung beauftragt, die liegt uns noch nicht vor. Das Geld ist im Haushalt 2018 eingestellt. Ziel ist es, 2018 die Arbeiten an den Seitenstreifen zu vollbringen. Ich habe gedacht, dass wir das noch in diesem Jahr hinbekommen, das ist ein großer Tiefschlag gewesen, dass das doch nicht so schnell umsetzbar ist. Aber wir müssen sehen, was wir machen können, denn wir sind ja danach auch zuständig für dortige Reparaturen, und wir gehen das Risiko ein, dass, wenn doch mal die Straße gemacht wird, wieder alles hin ist.

Wann gibt es Entscheidungen rund um das Klubhaus am Marktplatz?
Wir haben Studenten der Potsdamer Fachhochschule das Klubhaus gezeigt, sie haben ein Konzept in die Hand bekommen. Die 17 Studenten sollen drei Gruppen bilden und Vorschläge einreichen. Am 17. Januar gibt es eine Präsentation in der Schulaula, dann gibt es eine Jury, die entscheidet, welcher Plan der Verwaltung vorgeschlagen wird.

Ein weiteres Großprojekt könnte die neue Feuerwache werden. Klar ist, sie wird nicht auf einer Wiese am Schlossdamm gebaut. Wo stattdessen?
Es gibt schon neue Gespräche, aber ich habe noch nichts in der Hand, um konkret zu werden. Klar ist aber, dass Kremmen das finanziell nicht aus eigener Kraft stemmen kann. Wenn wir Fördermittel bekommen, wäre es möglich oder mit einem dreijährigen Kurzzeitkredit.

Ein aktueller Streitpunkt sind die Baumscheiben in der Berliner Straße.
Ich kann das größtenteils nachempfinden. Aber dennoch werden wir nicht morgen die Baumscheiben zurückbauen, es sind erst mal andere Dinge abzuwarten, vielleicht ist das ja auch mit einem Parkverbot zu händeln. Ich kann keine Unfallgefahr erkennen, nur, dass die Leute oft keine Zeit haben und nicht den entgegenkommenden Verkehr abwarten.

Wann kommt der Radweg von Beetz nach Ludwigsaue?
Ich sehe nur die Möglichkeit, mit Fördermitteln einen Weg über den ländlichen Wegebau zu bekommen. Eine Strecke von circa drei Kilometern ist noch offen, der Rest ist schon ausgebaut. Würden wir einen Radweg entlang der Landesstraße bauen, würden wir dafür keine Fördermittel bekommen. Ohne Fördermittel können wir es uns nicht leisten. So denken wir auch darüber nach, den Weg von Kremmen nach Verlorenort zu erschließen – auch über den ländlichen Wegebau, das sind die Felder, wo die Möglichkeit besteht, Gelder zu bekommen. Aber da ist noch nichts klar.

Im Zuge unserer Serie „MAZ zu Hause in Kremmen“ haben wir auch Leserfragen bekommen. So wird ein neues Tempolimit auf der Landesstraße zwischen Sommerfeld und Beetz gefordert, Tempo 80 sei wegen der Einmündung zur Bahnhofstraße zu schnell.
Wenn der Ortsbeirat das an mich heranträgt, können wir einen Antrag stellen. Ich sehe aber wenig Hoffnung, dass der Landesbetrieb das mitmacht.

Die Sommerfelder wünschen sich Einkaufsmöglichkeiten. Unterstützen Sie das „Dorv“-Projekt mit einer Art Dorfzentrum?
Ich unterstütze das, aber ob es in Sommerfeld machbar ist, muss sich zeigen. Jetzt sagen viele, dass sie diesen Laden wollen, aber das Konzept sagt ja aus, dass es ehrenamtlich betrieben wird. Wir haben in Sommerfeld zum Beispiel die alte Schule, dort könnte man dem Projekt eine Chance geben, aber nicht wenn es ein Fass ohne Boden ist.

Immer wieder wird gefragt, wie es um mögliche Windräder im Wald nördlich von Hohenbruch steht.
Wir haben eine Stellungnahme abgegeben. Wir wollen selbst einen Flächennutzungsplan ausweisen mit der Maßgabe, dass Windräder nicht höher sein dürfen als 150 Meter. Aber wir müssen etwas machen, ansonsten stellt man uns die Anlagen dort hin, wie sie wollen.

Die Bewohner in Neu-Ludwigsaue wünschen sich einen befestigten Weg aus ihrem kleinen Ort direkt zur Landesstraße. Problem: Es geht auch über Flächen, die schon zu Ostprignitz-Ruppin gehören.
Sie können auch die Straße über Ludwigsaue nutzen. Das Problem ist mir noch nicht bekannt. Am besten ist, die Bewohner wenden sich an den Beetzer Ortsbeirat, da kommt es ins Protokoll, und ich fahre dann mal selbst hin.

Für Ärger sorgt immer wieder der Prignitzexpress. Wie positioniert sich die Stadt Kremmen?
Ich arbeite mit den Stadtverordneten an einer Stellungnahme zum Nahverkehrsplan. Momentan ist die Situation absolut negativ. Wir wollen definitiv die Direktanbindung nach Berlin-Gesundbrunnen. Dass die Durchbindung über Tegel verwirklicht wird, ist man den Bürgern schuldig, und der Bedarf gibt das her. Wir wollen hier ja auch Zuwachs, und dann müssen die Menschen auch eine Möglichkeit haben, direkt mit der Bahn zu uns zu kommen. Außerdem fordern wir, dass ein zweites Gleis gebaut wird, zumindest zwischen Neuruppin und Kremmen.

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