KeineWochenShow

#119 – Die Bude mit dem schwarzen Loch

Sonntag, den 14. April 2019
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Die Palmsonntagsausgabe von KeineWochenShow!
Wir fragen uns: Wo heiraten denn nun Heidi Klum und Tom Kaulitz? Wieso haben wir damals besser gespielt als die Kinder heute? Wieso haben wir damals “Baywatch” geschaut? Wieso warten wir eigentlich so lange mit dem Braunkohle-Stopp? Und was ist denn nun mit dem Brexit? Wieso produzieren Die Ärzte Schrott?

Außerdem geht es um die Oranienburger Wasserstraßen, die wochenlang gesperrt sind – wegen Bomben. Und auch Sarah Kuttners “Kurt”, der ebenfalls in Oranienburg spielt, wird besprochen.
Das und mehr in KeineWochenShow #119 auf Youtube.

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RT liest

RT Zapper: Wir sind empört! Sex, Politik und andere Skandale. Und wie das Fernsehen sie noch ein bisschen schlimmer macht – Kolumnen 2016 bis 2018

Donnerstag, den 4. April 2019
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(1) -> 12.6.2016

Das Fernsehen könnte so gut sein. Wenn es nicht so oft so schlecht wäre.
Wie war das eigentlich, als das ZDF aus Versehen einen Horrorfilm im Kinderprogramm sendete? Und als Jan Böhmermann wegen seines Erdogan-Zoffs plötzlich in der Tagesschau war? Als wir über den Nachbarn Boateng diskutierten? Und die Reporter plötzlich inmitten der G20-Krawalle in Hamburg standen?
Masturbierende Promis im Big-Brother-Haus, ein lieblos durch die Meere gleitendes Traumschiff und Nachrichten im Breaking-News-Modus. Es waren drei aufregende Medienjahre.

Nach dem 20-Jahre-Überblick kommt nun das zweite Buch mit weiteren Medienkolumnen von RT Zapper. Es sind 230 Texte aus den Jahren 2016 bis 2018.
Es geht um Fernsehskandale, um tolle Sendungen, um Sendungen zum Vergessen, um denkwürdige Augenblicke und darum, wie Themen von den Medien zunehmend skandalisiert werden. Und natürlich, wie Populisten das ausnutzen.
Diese 230 Texte sind auch so was wie ein Rückblick auf drei Medienjahre.

RT Zapper: Wir sind empört! Sex, Politik und andere Skandale. Und wie das Fernsehen sie noch ein bisschen schlimmer macht – Kolumnen 2016 bis 2018
Books on Demand, 312 Seiten
10000/10

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KeineWochenShow

#116 – Musi zum Schmusen

Sonntag, den 24. März 2019
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Bevor die heutige Sendung beginnt, gibt es eine neue Ausgabe der Hitparade! Diesmal mit drei hervorragenden Musikacts. Allerdings kommt es zwischendurch immer wieder zu kleinen Störungen.

In der Sendung selbst sprechen wir über das Attentat von Christchurch – aber vor allem auch über die Medien und wie sie damit umgegangen sind. Auch den Schwächeanfall von Jan Hofer werden wir noch mal beleuchten.
In Hohen Neuendorf werden in Zukunft auch Stubenhocker die Gelegenheit haben, die Stadtverordnetenversammlungen zu verfolgen – wir fragen uns, ob es dafür Bedarf gibt.

Und wir testen ein Bier von hier. Es geht um eine Sorte, die in Berlin-Hermsdorf gebraut wird – von einem einzelnen Bierfan aus Glienicke. Das und noch viel mehr in KeineWochenShow #116 auf Youtube.

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aRTikel

Die Wende war seine aufregendste Zeit

Donnerstag, den 21. März 2019
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Wolfgang Krüger lebt seit 1993 in Bärenklau – Journalist, Staatssekretär, Wirtschaftler, Politiker

MAZ Oberhavel, 21.3.2019

Bärenklau.
Es war Anfang der 90er, da fuhr Wolfgang Krüger auf der Autobahn. Auf dem Weg von Berlin nach Schwerin sah er ein Schild, auf dem Grundstücke in Bärenklau angeboten worden sind. „Ich fand den Namen witzig“, erzählt er. Sowieso wollte er mit seiner Frau raus aus Berlin. Im April 1993 sind sie in ihr Haus gezogen. Immerhin kommt er aus der Gegend. 1950 ist er in Hennigsdorf geboren worden – allerdings zog er mit seiner Familie schon ein Jahr später nach Düsseldorf.

Wolfgang Krüger ist heute Gemeindevertreter für die CDU in Oberkrämer, aber wenn man in seinen Lebenslauf schaut, dann hat er schon viel erlebt und getan. Er stammt aus einer Arbeiterfamilie, sein Vater war Autoschlosser. Nach der Volksschule besuchte er das Aufbaugymnasium. „Das war damals eine schwierige Entscheidung, das Geld war knapp.“ Er sei seiner Mutter sehr dankbar, dass sie es möglich gemacht habe. 1970 machte er sein Abitur.
Er selbst spricht von einem „meandernden Lebenslauf“. Nach dem Abi begann er ein Praktikum bei der Rheinischen Post in Ratingen und stellte fest: „Journalismus – das isses.“ Später bekam er ein Volontariat bei der Westfälischen Rundschau. Die stellte damals auch eine Wohnung. „Ich wollte endlich weg von zu Hause und landete bei einer über 80-jährigen Dame mit Hausaltar im Flur, immer beobachtend.“ Bis er versetzt wurde.
Nach seiner Ausbildung wechselte er zur „Bild“, wo er aber nach zwei Jahren eine Sinnkrise bekam. „Will ich immer nur Fotos von Verstorbenen beschaffen?“, fragte er sich. Er sagt aber auch: „Ich habe da wahnsinnig viel gelernt.“ Er begann stattdessen ein Geschichte- und Germanistik-Studium in Düsseldorf. Er schrieb an einer Doktorarbeit zum Thema Entnazifizierung in Nordrhein-Westfalen. Um Geld zu verdienen, arbeitete er nebenher beim WDR und bekam dort später eine Festanstellung, war später Chef vom Dienst der Magazin-Sendung „Aktuelle Stunde“ und bekam dann das Angebot, persönlicher Referent von Intendant Friedrich Nowottny zu werden.
Inzwischen hatte er seine Frau kennengelernt. Sie sagte zu ihm: „Ich folge dir überall hin, nur nicht nach Berlin.“ Genau aber dorthin führte der Weg 1987. Er bekam das Angebot, Chefredakteur des damals in Gründung befindlichen Rias-TV zu werden. Er hat den Vertrag unterschrieben – und seiner Frau erst danach davon erzählt. Im August 1988 ging Rias-TV in Berlin und Umgebung auf Sendung. Am Abend des Mauerfalls am 9. November 1989 war Wolfgang Krüger auf Sendung. „Das war journalistisch die aufregendste Zeit.“ Als Rias-TV 1992 in das neue Auslandsfernsehen der Deutschen Welle aufging, blieb Wolfgang Krüger dort weiter Chefredakteur. Unterdessen zog es ihn aber auch in die Politik. Er war in die CDU eingetreten. Helmut Kohl habe ihn beeindruckt. 1993 schaffte er den Sprung ins Gemeindeparlament von Bärenklau, er begleitete auch den Übergang zu Oberkrämer.
2004 wurde er Staatssekretär im Brandenburgischen Wirtschaftsministerium und 2008 folgte für gute zehn Jahre der Hauptgeschäftsführerposten bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Cottbus. Seit fünf Jahren sitzt er zudem nach einer Pause wieder im Gemeindeparlament von Oberkrämer.

Inzwischen ist er 69, und wenn man ihn in seinem Haus in Bärenklau sprechen hört, schwingt sehr viel Zufriedenheit mit. Ist er jetzt Rentner? Er lächelt: „Ich gebe zu, ich tue mich schwer damit. Es ist eher ein Unruhestand.“ So sitzt er weiter im Aufsichtsrat für den BER, den Flughafen Berlin-Brandenburg in Schönefeld. Viele Akten liegen in seinem Büro. Außerdem ist er im Beirat eines Energieversorgers. Für fünf Jahre will er auch noch mal im Gemeindeparlament mitmischen. „Wichtig ist für mich die Frage: Wie organisiert man im Alter Lebensqualität? Ich beschließe mein Leben nicht auf Kreuzfahrten“, sagt er. Er bleibe ein politischer Mensch. „Ich mische mich weiter in Debatten ein.“ Und er sagt auch: „Radikaler Egoismus bringt uns nicht weiter.“ Er bedauert, dass Diskussionen kaum noch möglich seien. „Zu allem nur Nein zu sagen, ist einfach. Aber man muss dann schon sagen, wo man hin will.“
Oberkrämer beispielsweise sei in „bemerkenswert guter Verfassung. Wir sind eine schuldenfreie Kommune.“ Was nicht heiße, dass es keine Probleme gebe. „Durch den Zuwachs wird sich Oberkrämer verändern, und wir müssen fragen: Was bedeutet das für uns?“ Man müsse über Schulen und den Nahverkehr sprechen. Was er nicht gut findet: Dass die Politik sich oft nur punktuell an Themen abarbeite, die großen Zusammenhänge aber oft Außerachtgelassen würden.

Langweilig wird es Wolfgang Krüger auch in Zukunft nicht werden. „Ich möchte mir bis ins hohe Alter meine Neugier bewahren.“

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KeineWochenShow

#112 – Bitte nominiere mich!

Sonntag, den 24. Februar 2019
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Es wird wieder Zeit für eine Nominierung! Wir haben da natürlich einen ganz speziellen Preis im Blick, aber welcher das ist, das erfahrt ihr, wenn ihr euch KeineWochenShow #112 anseht.

Ansonsten sind wir natürlich immer noch die große Expertensendung zum Eurovision Song Contest (also, einer von uns). Wir sprechen über die S!sters, die für Deutschland mit “Sister” zum ESC 2019 nach Tel Aviv reisen werden.
Es geht aber auch um Einkaufskörbe, die immer wieder aus dem Rewe-Markt in Velten geklaut werden – in Oranienburg gibt es sie deshalb schon gar nicht mehr.
Auch einige Comebacks werden wir besprechen – nämlich das vom “Superball” und von tm3, der allerdings kein Frauensender mehr ist.

Dazu natürlich wieder ein Bier, eine CD, ein Buch, Promi-Geburtstage, Trauerfälle und Jubiläen – alles in KeineWochenShow #112 auf Youtube.

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KeineWochenShow

#111 – Aufrecht gehn, arme Greta!

Sonntag, den 17. Februar 2019
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Schnapszahl-Sendung! Ausgabe #111 von KeineWochenShow! Diesmal geht es um diverse Menschen, die einem aus verschiedenen Gründen sehr leid tun können.
Der CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak zum Beispiel. Der kann einem wirklich leid tun, weil er einer Jugendlichen erklären will, warum sie zu doof für den Umweltschutz ist.
Oder Karl-Heinz Rummenigge, der die Champions League wieder im Free-TV haben will, weil seine Sponsoren keine Reichweite mehr bekommen. Ohje!
Oder Hinrich Lührssen, weil er nun doch nicht mehr Teil der AfD sein will. Wer er ja vorher nicht ahnen konnte…

Außerdem geht es um Bosse und Bjarne Mädel in Kremmen, um den Besuch bei einer fröhlichen Frauenrunde in Beetz und um den Gesangsabschied von Mary Roos. Das und mehr in Folge #111 von KeineWochenShow auf Youtube.

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aRTikel

Dschungelstar begeistert in der Kirche

Montag, den 4. Februar 2019
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Peter Orloff gibt mit seinen Schwarzmeer Kosaken fast ausverkauftes Konzert in Oranienburg

MAZ Oberhavel, 4.2.2019

Oranienburg.
Einige Gäste in der Oranienburger Nicolaikirche waren sich am Sonnabendnachmittag gar nicht so sicher, ob sie Peter Orloff überhaupt zu Gesicht bekommen werden. Immerhin war der Sänger noch eine Woche zuvor im australischen Dschungel. In der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ belegte er den dritten Platz. Erst vor ein paar Tagen landete er wieder in Deutschland. Der Schwarzmeer Kosaken-Chor trat in der Zeit in einigen Orten ohne Peter Orloff auf. Aber die Sorge war unbegründet. Als das Konzert begann und die Männer vom Chor durch die Kirche nach vorn liefen, da stand Peter Orloff schon an der Eingangstür und beobachtete den Beginn der Gesänge.

„Ich mag seine Stimme“, sagte eine Besucherin vor Konzertbeginn. „Ich habe ihn schon als Schlagersänger erlebt.“ Ursula Schwabach aus Oranienburg hat natürlich mitbekommen, dass er in den vergangenen Wochen im RTL-Dschungelcamp war. „Aber ich bin hauptsächlich wegen des Kosakenchores hierher gekommen“, ergänzte sie. Sie war erstaunt, dass die Oranienburger Nicolaikirche am Sonnabend so voll war. Es war kaum noch ein Platz frei, als das Konzert begann.

Am Ende des ersten Liedes der Schwarzmeer Kosaken lief Peter Orloff durch den Mittelgang nach vorn. „Herzlich willkommen zu unserem festlichen Konzert, auf das ich mich ganz besonders gefreut habe“, sagte er. Er wünsche sich, dass die Zuschauer sich schöne Erinnerungen in die Herzen aufnehmen. Ein unvergessliches Konzertereignis wolle er gemeinsam mit seinen Sangeskollegen bieten. Diese Warmherzigkeit war auch den Zuschauern im Fernseh-Dschungel nicht verborgen geblieben – dort war er auch immer derjenige, der ausgleichen und für eine friedliche Stimmung sorgen wollte.

„Hieran habe ich gedacht, als ich die vergangenen drei Wochen im Dschungel war“, sagte Peter Orloff. „Jetzt bin ich zurück, jetzt geht es weiter.“ Zu einem „Vater unser“-Lied erhoben sich in der Nicolaikirche alle Zuschauer. Er wolle mit allen „gemeinsam aus tiefstem Herzen beten“, so der Sänger weiter. Später hörten die Leute Werke, die ohne Zweifel zu den ganz großen Klassikern der Chormusik und der populären Klassik gehören. „Nessun Dorma“, das „Ave Maria“ und der Gefangenenchor aus Verdis „Nabucco“ gehörten für viele Menschen zu den Höhepunkten dieses Konzertes.

Die Männer sind stimmgewaltig. Tiefe Töne werden im Hintergrund von hellen Stimmen ergänzt, dazu der Klang des großen Kirchenraumes. Die Nicolaikirche erwies sich als ziemlich perfekter Ort für den Auftritt von Peter Orloff und den Schwarzmeer Kosaken.
Seit 1993 leitet Peter Orloff den Chor. Von 1958 bis 1967 gehörte er ihm schon mal an, bevor er seine Karriere eher in Richtung Schlager lenkte. 30-mal trat er allein in der „ZDF-Hitparade“ auf. Inzwischen ist er wieder hauptsächlich mit den Schwarzmeer Kosaken unterwegs.

Später gab es am Sonnabend noch einen Auszug aus Tschaikowskis „Schwanensee“. Peter Orloff hatte vorher schon Entwarnung gegeben: „Keine Angst, wir tanzen nicht. Wir singen nur.“ Orloff – im März wird er 75 – hob hervor, dass in seinem Chor, in dem er musikalischer Gesamtleiter ist, die besten Künstler aus Russland und der Ukraine konzertieren würden. Das gab einen Extraapplaus.
„Wir singen meist in vollen, ausverkauften Hallen oder Kirchen“, sagte der Chorleiter. „Das ist ein Geschenk, dass Sie uns machen.“ Er versprach, das beste Konzert der gesamten Tournee für die Menschen in Oranienburg zu singen. Ob ihm und seinen Chormusikern das gelungen ist, weiß man natürlich (noch) nicht. Kulturell wertvoll war das Konzert aber definitiv.

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