RTelenovela

Aschermittwoch – aber die Jecken bleiben jeck!

Mittwoch, den 13. Februar 2013
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Alles hat ein Ende, und nicht nur die Wurst hat zwei. Das gilt offenbar auch für den Fasching. Ein Blick auf den Kalender verrät: Heute ist Aschermittwoch, das Ende der närrischen Zeit. Eigentlich.

Aber in einigen Orten scheint noch immer keine Katerstimmung zu herrschen. Die Narren machen einfach weiter, als ob nichts gewesen wäre. Die Senioren in Eichstädt ignorierten den Aschermittwoch eiskalt und feierten heute ihren Fasching.
Am kommenden Wochenende geht es munter weiter, da sind die Nassenheider immer noch jeck, auch die Falkenthaler geben weiter Gastspiele. Die Fürstenberger Narren lassen es ebenfalls weiterkrachen. In Kremmen rufen sie nach Sessionsschluss auch noch „Helau!“, am Sonntag in der Musikantenscheune. Die Senioren in Vehlefanz haben auch noch nicht genug, und feiern am kommenden Dienstag ihren verspäteten Fasching.

Wer weiß, vielleicht wird der 11. 11. ja demnächst auch schon am 10. 10. gefeiert. Die Narren machen eben was sie wollen. Auch nach Aschermittwoch.

aRTikel

1992: Der Kremmener Bahnhof ist für einen Tag voller Flüchtlinge

Samstag, den 4. Februar 2012
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Januar 1992 II -> 31.1.2012

Vor 20 Jahren: Dreharbeiten für den Kriegsfilm „Die Krücke“ / Explosion im Oranienburger Heizwerk / Veltener streiten um Hafenflächen

MAZ Oranienburg, 4.2.2012

Was passierte vor 20 Jahren im Altkreis Oranienburg? Diesmal: die erste Hälfte im Februar 1992.

OBERHAVEL
Der Kremmener Bahnhof verwandelt sich am 1. Februar 1992 in den Bahnhof der schlesischen Stadt Namslau. Und nicht nur das: Tiefflieger nähern sich der Stadt. Das ZDF und die Defa drehen den Film „Die Krücke“. Der Bahnsteig ist voller „Flüchtlinge“, einen Tag wird die Zeit um mehr als 45 Jahre zurückgedreht. Die Filmcrew entschied sich für Kremmen, weil dort seit 1945 der Bahnhof kaum modernisiert wurde.

In Oranienburg explodiert am selben Tag im Heizwerk an der Klagenfurter Straße ein Kessel. Offenbar sind bestimmte Messwerte nicht beachtet worden. Zum Glück nehmen weder Menschen noch Umwelt Schaden.

Auch die Sumpfbieber an der Havel lassen sich davon nicht stören. Sie werden 1992 am Blauen Wunder in der Kreisstadt heimisch. Sie kommen offenbar von einer Nutriafarm, aus der Tierschützer kurz zuvor 500 der Nager befreiten. Von den Oranienburgern werden die Sumpfbieber nun liebevoll gefüttert.

Zoff gibt es dagegen in Liebenthal. Die Mehrheit der Bewohner spricht sich für eine Fusion mit Groß Schönebeck und gegen Liebenwalde aus. Im Landratsamt in Oranienburg ist man wenig begeistert.

Auch die Veltener haben Ärger. Am Hafen sind städtische Flächen durch die Treuhand an private Investoren verkauft worden – ohne Wissen der Verwaltung. Bürgermeister Frank-Michael Reinhardt kündigt an, die Treuhand zu verklagen. Denn nun wäre der aufwändig sanierte Umschlagplatz der Stadt nur noch von zwei Stellen aus erreichbar.

Unterdessen nimmt im Kreis Oranienburg die Zahl de Arbeitslosen rasant zu. Die Quote liegt nun bei 20,3 Prozent. Es heißt, zum 31. Dezember 1991 seien viele Arbeitsverträge ausgelaufen.

Rund um das Gut Pinnow soll ein Freizeit- und Naherholungszentrum entstehen. Dazu gehören ein Reiterhof, eine Pension und Wohnräume. 60 Millionen Mark sollen dafür investiert und 65 Arbeitsplätze geschaffen werden. Allerdings will Bürgermeister Lothar Wolf das Handtuch werfen, denn das Projekt gerät ins Stocken. Der Verwalter, die Stadtgüter Berlin GmbH, sieht sich im Februar 1992 nicht in der Lage, irgendetwas zu entscheiden.

In der Oranienburger Schulstraße legt die Telekom den Grundstein für ein neues Gebäude. In den Mehrgeschosser ziehen die digitale Fernsprechvermittlung, Geschäfte und Büros. Das Erdgeschoss ist bei der Zeremonie am 7. Februar schon zu sehen.

Auch Kremmen würde gern feiern. Ein Unternehmer aus Mainz hat das frühere städtische Klubhaus am Markt übernommen und will daraus eine gastronomische Perle machen, wie er sich in der MAZ ausdrückt. Der Umbau soll nach dem Fasching beginnen.

Die Bürgermeisterwahl in Stolpe-Süd am 7. Februar 1992 fällt aus. Das teilte Gemeindevertreterchef Heinrich Nabrowsky den Kollegen kurzfristig per Brief mit. Am Tag der Wahl ist er nicht zu erreichen, es heißt, er sei krank. Damit spitzt sich der Streit in der Gemeinde – Ende Januar 1991 hat Landrat Schröter den Bürgermeister wegen angeblicher Verfahrensfehler entlassen – weiter zu.

Kremmen und Liebenwalde haben währenddessen Probleme bei der Bildung eines Amtes. Kremmen fehlen 400 zu den geforderten 5000 Einwohnern. Hohenbruch will sich Oranienburg anschließen. Die Lösung wäre, dass Staffelde dazustößt. Staffelde will jedoch nach Eichstädt. Auch Liebenwalde verhandelt noch – Mitte Februar 1992 mit Falkenthal. Doch die Chancen stehen schlecht, Falkenthal hat eine Verwaltungsgemeinschaft mit Zehdenick. Freienhagen will lieber nach Oranienburg. Müssen sich nun die Liebenthaler trotz gegenteiligem Votums doch nach Liebenwalde orientieren?

ORA aktuell

Fußball: Eklat bei Oranienburger Hallenfußballturnier

Montag, den 30. Januar 2012
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Bei den Fußball-Hallenkreismeisterschaften der Frauen in der Oranienburger Arena im Turm kam es am Sonntag zu einem Eklat.
Eine Spielerin der Mannschaft aus Falkenthal verletzte sich und erlitt eine Gehirnerschütterung. Doch ein Krankenwagen wurde zunächst nicht gerufen. Während die Spielerin am Boden lag, gab Bernd Trojanowski, der Vorsitzende des Fußballkreises Oberhavel, durchs Mikrofon bekannt, dass “hier nur der Objektleiter der Turm-Erlebniscity entscheide, wann und wo ein Krankenwagen gerufen wird, und kein anderer”.

Unter Spielern und Zuschauern sorgte das für heftige Aufregung. Mehrere Mannschaften drohten mit vorzeitiger Abreise.
Ein Sprecher der Turm-Erlebniscity wies unterdessen gegenüber der Märkischen Allgemeinen die Aussage Trojanowskis zurück, dass nur der “Turm”-Hausherr den Rettungswagen rufen würfe.