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Berlinale-Pressekonferenz: Barbara

Montag, den 13. Februar 2012
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SA 11.02.2012 | 4.40 Uhr (So.) | rbb

“Barbara” ist der erste deutsche Film, der sich dem Berlinale-Wettbewerb im Jahr 2012 stellte. In der Berlinale-Pressekonferenz stellten sich u.a. Regisseur Christian Petzold und Schauspielerin Nina Hoss des Fragen der Filmjournalisten.
Freundlicherweise zeigt der rbb viele dieser Pressekonferenzen in kompletter Länge – allerdings mitten in der Nacht.

Die Fragerunde zum Wettbewerbsbeitrag “Barbara” lief in der Nacht zum Sonntag um 4.40 Uhr. Wer, bitte schön, schaut sich das um diese Zeit an?
Dann kann man es auch gleich sein lassen, lieber rbb.
Bevor der rbb diese Pressekonferenzen übertrug, machte das der inzwischen eingestellte Berliner Lokalsender FAB. Mit dem Unterschied, dass damals so ziemlich alle Fragerunden live gezeigt wurden.
Schade, dass das heute offenbar nicht mehr möglich ist, dabei hätte der rbb oder die ARD durchaus die Möglichkeiten dazu.
phoenix – immerhin der Ereignis- und Dokumentationskanal – hat ganz sicher Sendeplätze frei. Auch einsfestival könnte zum Berlinale-Festival-Sender umfunktioniert werden. Wenn man nur will.
So bleibt uns bloß der Berlinale-Livestream im Internet.

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Das war 2009!

Donnerstag, den 31. Dezember 2009
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Die Wirtschaftskrise hat im Jahr 2009 auch die Medien voll im Griff. Überall wird gespart, verknappt, gestrichen. Dokusoaps, kostenpflichtige Gewinnspiele, billige Rankingshows, Astro- und Werbesendungen. Programmperlen finden die Zuschauer immer seltener.

Krisenmeldungen: Das Fernsehen aus Berlin (FAB) stellt seinen Sendebetrieb ein. Ebenso der Spielesender Giga und das Deutsche Gesundheitsfernsehen (DGF). Der hr spart im Programm ebenso wie der rbb. N24, der angebliche Nachrichtensender, will seine Nachrichten einkürzen.
Die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) entlässt 300 Mitarbeiter. Die “Vanity Fair” und “Tomorrow” erscheinen nicht mehr. Der Nordkurier in Neubrandenburg lässt seinen überregionalen Mantelteil außerhäusig produzieren. Die Verlage sehen die Lösung im kostenpflichtigen Internetauftritt. Ob das funktioniert, ist noch offen.
Der Relaunch des Senders Das 4. fällt aus. Stattdessen viel Astro, viel Werbung, viel Kirchen-TV und erschreckend wenig eigenes Programm. 2010 noch weniger.

In der Krise ist der Zuschauer nur noch ein Wirtschaftsfaktor. Mehr nicht. Um gutes Programm oder starke Marken geht es schon lange nicht mehr.
ProSieben unterbricht “Die Simpsons” für eine Sonderausgabe seiner “ProSieben-Newstime”. Ein außerirdisches Wesen sei gefunden worden, sagt der Nachrichtensprecher, der auch sonst die News vorliest. Dazu gruselige Bilder. Erst spät wird klar: In Wirklichkeit ist die Newssendung ein Trailer für die neue Mysteryserie “Fringe”. ProSieben narrt seine Zuschauer und die quittieren dies mit Nichtbeachtung von “Fringe”. Auch gut.
Und noch mal ProSieben. Im “Popstars”-Halbfinale verkünden die Moderatoren im Minutentakt, dass diesmal ein Kandidatenpaar rausfliegt. Aber am Ende – welch Überraschung – fliegt keiner raus. Stattdessen dürfen die doofen Zuschauer weiterwählen. Bis zur nächsten Show. 50 Cent pro Anruf. Danke und auf Wiedersehen.
Das NDR fernsehen beglückt seine Zuschauer zur Primetime mit 105 Minuten Dauerwerbung für das neue Kreuzfahrtschiff “Mein Schiff” der Tui. Das bleibt ohne Folgen.
DMAX, der Männersender, verzichtet nachts auf die Dokus und zeigt stattdessen Pornos. Ohne Erfolg: 2010 fliegen die wieder raus.
Sat.1 mal ganz dreist: Der Sender behauptet während der Übertragung des “Deutschen Fernsehpreises”, die Show sei live. Das ist eine Lüge. Klingt aber besser.

Die Zuschauer sind unterdessen immer unberechenbarer: Kein Wunder, dass die Liste der Flops unendlich lang ist. Wie die “Promi-Singles” (Sat.1) einen Partner suchen, will kaum jemand sehen. Auch die VOX-Talkshow “Frauenzimmer” sendet unter Ausschluss der Öffentlichkeit. “Ich kann Kanzler” (ZDF) behaupten ein paar jugendliche Jungpolitiker. Das Geschwafel interessiert nur wenige.
Politik scheint sowieso out zu sein: RTL geht vor der Bundestagswahl mit seinen Townhall-Meetings baden. Ebenso Sat.1 mit seiner Talkreihe zur Wahl. Aber auch das ZDF mit “Illner intensiv”. Das “TV-Duell” verliert sechs Millionen Zuschauer, und die Runde der Spitzenpolitiker wird abgesagt, weil Merkel und Steinmeier keine Lust hatten.

Aber die Menschen ergötzen sich sowieso lieber am Elend der kleinen Leute: “Bauer sucht Frau” und “Schwiegertochter gesucht” (RTL) boomen. Ebenso wie der Hohn und der Spott, die sich über die seltsamen Leute in den dortigen Sendungen ergießen.
Kopfschütteln mussten wir 2009 oft. Die Kackewette bei “Wetten, dass…?” (ZDF). Der seltsam überhebliche, schöööööne Peter Bond im Dschungelcamp von RTL. Das “Kipp-Roll-Fall-Spektakel” von ProSieben, das leider zum Kipp-Roll-Fall-Debakel wurde. Es funktionierte nichts in der Dominoshow.
In “Giulia In Love?!” wollte DJ-Zicke Giulia Siegel einen Mann suchen. Aber wo ist eigentlich der Bus mit den Leuten, die so etwas sehen wollen?
Der WDR wollte eine “Zimmer frei!”-Folge mit Ex-”Titanic”-Chef Martin Sonneborn ungesendet ins Archiv verschieben. Zu anspruchslos. Nach Protesten lief die Sendung irgendwann in der Nacht. Und heraus kam: Christine Westermann konnte mit Sonneborn einfach nichts anfangen. Und sie wirkte schrecklich hilflos.

Handfeste Skandale bot 2009 aber auch. Der NDR feuerte seine Fernsehspielchefin Doris Heinze. Sie schrieb unter Pseudonym Drehbücher und verkaufte sie. Auch an den NDR, wo sie das volle Honorar einstrich. Ihr Mann machte das Gleiche. Sehr unschön. Kritiker, wie “Polizeiruf 110″-Kommissar Uwe Steimle, feuerte sie. Er fand das Drehbuch, das Heinze unter falschem Namen schrieb, Schrott. Pech gehabt. Aber jetzt ist das Spiel aus.
Die CDU leistete Widerstand gegen den ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender. Roland Koch und Co. stimmten gegen ihn. Brender muss gehen. Er war zu CDU-fern und überhaupt ganz schön anstregend für die Politiker. Vor allem für die CDU. Wenn die Politik ins Öffentlich-Rechtliche – bisher staatsferne – Fernsehen eingreift…
“Erwachsen auf Probe” hieß eine RTL-Dokureihe. Darin hüteten Jugendliche für einige Tage fremde Kinder. Skandal! Alle regten sich auf – ohne eine Folge gesehen zu haben. Die Reihe entpuppte sich als relativ harmlos. Aber so wissen wir wenigstens, wie viele Jugendverbände es gibt.

Die ARD weiß auch nicht mehr so genau, was wichtig ist. Horst Köhler ist es nicht. Die Bundestagsrede des Bundespräsidenten zum 60. Jahrestag der Auschwitz-Befreiung war zu lang, die Sendezeit zu Ende. Da war Schluss. Das Erste musste ganz dringend um Punkt 12 Uhr zu den ZDF-”heute mittag”-Nachrichten schalten, die selbstverständlich auch im ZDF selbst liefen.
Auch die Volksmusikschunkler sind nicht mehr wichtig. Weil eine Boxübertragung anstand, blendete sich die ARD aus dem laufenden “Musikantenstadl” des ORF aus. Ein kurzes Laufband, und tschüss.
Michael Jackson dagegen ist wichtig. Die Trauerfeier für den “King Of Pop” brachte die Primetime durcheinander. Die “Tagesschau” begann erst 20.20 Uhr.

Michael Jackson. Der wohl prominenteste Tote im Jahr 2009. Als er im Juni starb, stand kurz die Welt still.
Abschied nehmen mussten wir aber auch von Pittiplatschs Stimme Heinz Schröder, Autor Robert Stromberger (”Diese Drombuchs”), den Schauspielern Fred Delmare, Gudrun Okras, Günter Neumann (”Polizeiruf 110″), Barbara Rudnik, Monica Bleibtreu, Christel Peters, Beatrice Arthur (”Golden Girls”) und Dirk Dautzenberg. Torwart Robert Enke beging Selbstmord. Gegangen sind auch Erich Böhme, Ilona Christen, Liedtexter Fred Gertz (”Sagte mal ein Dichter”), Margot Ebert (”Zwischen Frühstück und Gänsebraten”), Jeanne-Claude, Johannes Mario Simmel, Peter Zadek, die Politiker Otto Graf Lambsforff und Edward Kennedy, Gangsterjäger Eduard Zimmermann und der Sänger Stephen Gately.
Im September starb Schauspieler Patrick Swayze an Krebs. Aber wirklich. Im Mai wurde er von RTL und n-tv versehentlich schon mal für Tod erklärt.

Aber 2009 hatte auch gute Seiten. Das Fernsehjahr bot auch Höhepunkte. Die 24-Stunden-Echtzeitdoku “24h Berlin – Ein Tag im Leben” (rbb/arte) war ohne Zweifel ein Erlebnis. Spannend war auch die Dokureihe “60x Deutschland” (Das Erste) mit Sandra Maischberger. Auch die neuen Folgen von “Doctor’s Diary” (RTL) waren wieder schön, ebenso die Satireshows “Fröhliche Weihnachten” (Sat.1) und “Switch Reloaded” (ProSieben) sowie der eine oder andere “Tatort” und “Polizeiruf 110″. Im Internet machen “Fernsehkritik TV” und “retro tv” auf sich aufmerksam.
Der Quoten-Hit 2009: “ZDF Sport extra” mit dem Fußball-WM-Qualifikationsspiel zwischen Russland und Deutschland am 10. Oktober. 12,46 Millionen sahen sich das Spiel an.

Und sonst so? Unser Beitrag beim “Eurovision Song Contest” ging mal wieder unter. Und nächstes Jahr wird mit Stefan Raab alles anders. Raabs Wok-WM ist unterdessen auch offiziell zur Werbesendung geworden.
Boris Becker hat jetzt Lilly. Und seine Ex Sandy krallte sich den Pocher. Und der Pocher hatte die Schweinegrippe, die ja von den Medien 2009 ganz hochgeredet wurde. Davor trennte sich Pocher von Harald Schmidt. Ihre beiden Shows dümpeln nun im Quotenloch. Und besonders Harald Schmidt glänzt oft mit Langeweile.
Das “heute”-Studio des ZDF ist nun komplett virtuell. Und auch nach einem halben Jahr immer noch hässlich. Thomas Gottschalk hat in “Wetten, dass…?” nun einen Zivi: Michelle Hunziger. Simone Thomalla und Rainer Assauer prügeln sich auf Sylt. Und “Bild” hat die Bilder. Das ZDF macht auf Jung und startet zdf_neo. Und Premiere ist jetzt Sky.

Nun beginnt ein neues Jahrzehnt. Noch mehr Castings? Noch mehr Astro? Noch mehr Gewinnspiele? Noch mehr Dokusoaps? Egal. Hauptsache Breitbild. Und Hauptsache in HD. Und der Inhalt? Na ja, mal sehen.
Wir warten ab, in 2010.

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FAB: Vier Monate Schwarzbild

Samstag, den 15. August 2009
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Liebe Leute von Kabel Deutschland! Vielleicht habt ihr es ja noch nicht mitbekommen, aber der Berliner Lokalsender FAB sendet im Gegensatz zum vor sich dümpelnden Oberhavel TV nicht mehr. Und vielleicht ist euch ja auch schon das schicke Schwarzbild aufgefallen, dass seit inzwischen vier Monaten (!) auf dem ehemaligen FAB-Kanal im Kabelnetz von Birkenwerder zu sehen ist.
Was ist da los? Ist Kabel Deutschland Befürworter vom monatelangen Nichts? Oder haben wir es da in Wirklichkeit mit einem Gothic-Sender zu tun, der nichts anderes als Schwarz sendet?
Brauchen die Leute bei Kabel Deutschland wirklich immer Monate, bis es mal Veränderungen gibt? Wie wäre es langsam mal mit einem neuen Sender an besagter Stelle? Das kann doch nicht so schwer sein!

Und wenn wir schon mal dabei sind: Wieso sendet Euronews im Oberhavel-Kabel eigentlich auf Französisch und nicht auf Deutsch? Es gibt nämlich eine deutsche Sprachversion. Und wieso brauchen wir mit TV5 einen weiteren französischen Sender? Etwa für die Millionen französischen Einwanderer in Oberhavel?
Rätsel über Rätsel…

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Standbild – Aus für FAB

Donnerstag, den 2. April 2009
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MI 01.04.2009 | 23.55 Uhr | FAB

Ein älterer Mann mit grauen Haaren starrt nachdenklich ins Nichts. Und das schon seit Stunden. Nur noch ein Standbild ist auf FAB, dem Fernsehen aus Berlin, zu sehen.
Standbild bedeutet wohl in diesem Fall: Sendeschluss. Für immer.
Nachdem FAB Ende Januar Insolvenz anmelden musste, schien es für den Lokalkanal nun wohl keine Rettung gegeben zu haben.
Wie der Mediendienst DWDL meldet, kam das Ende von einem auf den anderen Tag. Am 1. April hielten einige, wenige Mitarbeiter noch einen Notbetrieb aufrecht – bis zum Ende, dem Standbild.
Fast 20 Jahre sendete FAB in Berlin vor sich hin, mehr oder weniger unbemerkt von den Berlinern. Dass nun Schluss ist, werden dementsprechend auch die wenigsten mitbekommen.

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Zapp: Medienkrise

Donnerstag, den 19. Februar 2009
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MI 18.02.2009 | 23.00 Uhr | NDR fernsehen

Die Wirtschaftskrise macht sich auch immer deutlicher in den Medien bemerkbar. Gerade der heutige Mittwoch war wieder so ein schwarzer Tag, wie das Medienmagazin “Zapp” berichtete.
Die WAZ-Gruppe entlässt 300 Redakteure. Ein unfassbare Zahl, und niemand weiß so genau, wie die eigentlich noch qualitativ gute Zeitungen produzieren wollen.
Die “Vanity Fair” wird eingestellt. Ab sofort. Das plötzliche Aus. Dabei stand allerdings schon länger die Frage im Raum, wie viele Zeitschriften die eigentlich in Wirklichkeit verkauft haben. Schließlich lagen tonnenweise Freiexemplare nicht nur in den Cinestar-Kinos herum.
Doch auch vor dem heutigen Tag gab es lauter schlechte Nachrichten.
Der Spielesender Giga wird Ende März eingestellt. Das DGF, das Deutsche Gesundheitsfernsehen, stellt seine Ausstrahlung via Astra ein und sendet nur noch im Internet. Da wird sie zwar niemand mehr finden, weil auch schon vorher die wenigsten wussten, was das DGF ist, aber sie werden schon wissen, was sie tun.
Der Nordkurier wird seinen Mantel ab März nicht mehr selbst produzieren, sondern von einer Firma von Schwerin, die schon u.a. die Ostsee-Zeitung und die Lübecker Nachrichten beliefert.
FAB, das Fernsehen aus Berlin, ist insolvent.
Die Computerzeitschrift “Tomorrow” wird nicht mehr erscheinen. Das war allerdings auch das Blatt, das sich jedes Jahr scheinbar komplett neu erfand.
Das ist sicher noch längst nicht alles. Und so langsam macht man sich dann doch Sorgen, wo das nur alles hinführen wird. Ob der eigene Job noch sicher ist. Was die Zukunft bringen wird.

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Hallo Berlin aktuell: FAB-Insolvenz

Samstag, den 31. Januar 2009
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MI 28.01.2009 | 19.00 Uhr | FAB

Warum ein Moderator lächelt, wenn ihm sein Geschäftsführer während der laufenden Sendung mitteilt, dass die Insolvenz angemeldet werden muss – das bleibt wohl ein ewiges Geheimnis.
Der geschäftsführende Gesellschafter Mike Meier Hormann musste am Mittwoch in “Hallo Berlin aktuell” die Insolvenz des Fernsehens aus Berlin verkünden. Und das in einem erstaunlich plauderhaften, 27-minütigen Gespräch. Als ob Gast und Moderator ein internes Gespräch führen würden, wie auch Stefan Niggemeier im FAZ-Fernsehblog anmerkte: Wo man noch Schulden hätte. Wo der Chef selbst Geld reingeschossen hat. Und so weiter.
FAB, in diesem Jahr immerhin 20 Jahre auf Sendung, sei zwar gut aufgestellt, aber der Umzug in das neue Medienhaus in Berlin drohe ihm das Genick zu brechen. Der Berliner Lokalsender setzt sein Programm erst mal fort.
Aber: Wen interessiert das? Sicherlich versucht FAB seriös daher zu kommen. Astro und Sex finden nicht statt. Call-in-Quizshows waren auch nur vorübergehend im Programm (auch wenn Meier Hormann sagt, das habe es im FAB nie gegeben). Dennoch hat sich eigentlich nie wirklich jemand für den Sender interessiert. Das wirklich spannende Format fehlt. Ein hübsches Logo sowieso. Gegen die “Abendschau” des rbb kommt FAB nicht an. Die Suche nach einem interessanten Format schlug bisher immer fehl. Lokalfernsehen für die Metropole – aber in Wirklichkeit Provinzfernsehen.
Unvergesslich übrigens die Zeit Anfang der 90er, als FAB als Programmunterbrecher für das damalige RTLplus in Berlin bekannt war. Während dort “Elf99″, lief konnten die Berliner nur das Rumpelprogramm von FAB empfangen.
Ein Aus ist FAB nicht zu wünschen. Einerseits. Ein ansprechenderes Programm aber doch.

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Nach dem 11. September: Ausnahmezustand

Donnerstag, den 13. September 2001
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Radio und Fernsehen reagierten auf den Terror-Anschlag auf die USA auf eine noch nie da gewesene Art und Weise.
So gab es am Dienstagabend so gut wie kein Alternativprogramm zur Berichtserstattung aus den USA. Die Nachrichtensender n-tv und N24 waren als Erstes am Ball, während die ARD beispielsweise noch eine Doku über Elefanten sendete.
Für den Laien wurde erstmals wirklich sichtbar, welcher Kanal zu welcher Senderfamilie gehörte. So war auf SAT1, ProSieben, Kabel1, Neun Live, Premiere3 und TV.B das Programm von N24 zu sehen. VOX und RTLII übernahmen die „RTL News“. Überhaupt waren die Nachrichten von RTL überraschend gut und kompetent.
Die Champions-League-Spiele wurden trotz allem ausgetragen. Allerdings verzichtete man auf Premiere Sport auf jeglichen Kommentar.
Neben dem Berliner Lokalsender FAB unterbrachen VIVA und VIVA Zwei ihr Programm für 17 Stunden. In einer „Interaktiv“-Spezial-Ausgabe konnten die Zuschauer ihre Gefühle und Gedanken erzählen. So ernst sah man die VIVA-Moderatoren noch nie.
Fast alle Privatsender verzichteten während den stundenlangen Übertragungen auf ihre kompletten Werbeeinnahmen.
Totale Stille herrschte dann gestern Vormittag um 10Uhr. Es gab nur wenige Sender, die nicht schwiegen, selbst Teleshopping und Sportsender gaben für einen Moment Ruh. Ein Moment des Gedenkens, der Besinnung.