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Sportschau live: Biathlon-Weltcup der Herren

Montag, den 11. Februar 2019
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FR 08.02.2019 | 20.15 Uhr | one

Der ARD sind Einschaltquoten ja total egal.
Außer, wenn sie schlecht sind. Dann sind sie den Verantwortlichen plötzlich nicht mehr ganz so egal.
Am Freitag ist das eindrucksvoll bewiesen worden.

Beim Biathlon-Weltcup in Kanada herrschen extrem schwierige Wetterverhältnisse. Es ist bitterkalt, und wenn die Temperaturen unter -20 Grad fallen, können die Wettbewerbe nicht ausgetragen werden. Und deshalb kommt es immer wieder zu kurzfristigen Verschiebungen.

Am Donnerstag wurde ein Herren-Start von 18 Uhr unserer Zeit auf 20.30 Uhr verschoben. Was natürlich auch das ganze Programm im Ersten vollkommen durcheinander brachte. Statt des Usedom-Krimis lief also zur Primetime Biathlon live.
Eigentlich könnte man sich ja freuen, denn Biathlon hat in Deutschland immer sehr gute Einschaltquoten – wenn denn die Zuschauer wissen, dass es stattfindet. War in diesem Fall natürlich schwierig. Die Folge: Nur etwa 3 Millionen Menschen schauten zu. Den Krimi hätten sicherlich viel mehr Leute gesehen.

Am Freitag dasselbe Spiel. Ein Wettbewerb ist wieder in die Primetime verlegt worden, und die Programmänderung im Ersten stand bereits im Videotext. Was auch hieß, dass die Premiere der neuen Reihe “Toni, männlich, Hebamme” verschoben werden musste.
Doch als die Quoten vom Vortag bekannt wurden, hat man bei der ARD offensichtlich einen Rückzieher gemacht. Man ging davon aus, dass die Hebammen-Reihe – die ja auch stark beworben wurde – mehr Zuschauer erreichen würde als der Biathlon. Und so ist die Programmänderung rückgängig gemacht worden.

Stattdessen ging die “Sportschau live” mit dem Biathlon-Weltcup am Freitagabend um 20.15 Uhr nur beim kleinen ARD-Sender one auf Sendung. Dort fanden immerhin fast eine Million Leute die Übertragung. Denn natürlich hat man auch nirgendwo darauf hingewiesen, dass man Biathlon dorthin abgeschoben hatte. Darüber konnte sich wiederum Eurosport 1 freuen – der Sender zeigte den Biathlon-Weltcup ebenfalls und hatte doppelt so viele Zuschauer wie sonst.

Fast 5 Millionen Leute sahen sich den Start der Toni-Serie am Freitagabend an. Die Verantwortlichen werden aufgeatmet haben.

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Das war 2018!

Montag, den 31. Dezember 2018
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Ein sonniger Winternachmittag auf dem Kudamm in Berlin. Die Lichter an den Bäumen sehen zum Träumen aus. Johannes B. Kerner und Marcus Lanz plaudern ein wenig, sie wollen auf den Weihnachtsmarkt, und Marcus freut sich schon auf das Mettbrot, das er sich kaufen will. Träumerisch blickt Johannes den Marcus an und greift nach seiner Hand, als… ähm…
Nein, nein, diese ausgedachten Geschichten sollte ich wirklich lassen. Das konnte Claas Relotius vom “Spiegel” sehr viel besser. Allerdings ist er damit im Dezember 2018 dann doch aufgeflogen. Peinliche Sache, auch für den “Spiegel”, der ja angeblich alles nachrecherchiert, was die Reporter so abliefern.

Der Skandal ist Futter für alle, die sowieso sagen, dass die Medien allesamt lügen, wenn es um brisante Themen geht. Dabei sind 2018 einige heikle Dinge aufgedeckt worden. Da ging es um die Football-Leaks und die Frage, wie sehr sich Fußballvereine von den Fans entfernen. Um den Steuer-Raubzug großer Banken bei den CumEx-Enthüllungen. Um nur zwei dieser Storys zu nennen.
Auch wenn es um die Flüchtlingskrise geht, haken die Journalisten inzwischen knallhart nach. Dass dabei andere, vielleicht sogar wichtigere Themen, untergehen, bemerken offenbar nur die Zuschauer. Bei den Sommerinterviews von ARD und ZDF ging es oft 18 Minuten um die Flüchtlingskrise und zwei um den Rest. Nur bei Alexander Gauland von der AfD ging es fast nur um den Rest – und Gauland schien ratlos.

Die AfD sitzt seit 2017 im Bundestag, und immer meinen die Blauen, Unrecht in den Medien aufgedeckt zu haben. Im Brennpunkt steht dabei die Band “Feine Sahne Fischfilet”. Dass sie mal vom Verfassungsschutz beobachtet worden ist, hängt ihr noch ewig nach, und die linke Band ist der rechten AfD ein Dorn im Auge. Andererseits wird aber auch jede Kleinigkeit über “Feine Sahne Fischfilet” in den Medien durchgekaut. Als die Band für das ZDF in Dessau ein Konzert aufzeichnen wollte, sagte der Veranstalter, die Bauhaus-Stiftung, den Veranstaltungsort ab. Eine Diskussion, die für die AfD ein voller Erfolg war.
Ebenso die Diskussion um eine KiKA-Doku über ein junges Mädchen, das einen Moslem liebt, wo die AfD der Meinung war, so etwas könne man nicht unkommentiert lassen. Als Deniz Yücel in der Türkei freigelassen worden ist, wollte die AfD wissen, ob der nicht vielleicht selber schuld war, dass er in Haft war. In den sozialen Netzwerken versuchen viele Parteimitglieder weiterhin, die Gesellschaft zu spalten.

In Cottbus hat das schon gut funktioniert. Die Rechten sind dort der Meinung, dass die Stadt überfremdet sei, dass es zu viele Straftaten von Flüchtlingen gebe. Der Hass bei den Demos, an denen Normalos mit den Rechtsextremen gemeinsam marschieren, richtet sich auch gegen die Medien. Der rbb wird ebenso angefeindet wie die Reporter der Lausitzer Rundschau. Da helfen auch Diskussionssendungen, die der rbb live aus Cottbus sendet, nur wenig. Aber wenigstens bleibt man im Gespräch. Irgendwie.

Das scheint auch das Ziel von CSU-Innenminister Horst Seehofer zu sein. Als er seinen Rücktritt, nun ja, androht, berichten die Nachrichtensender in Dauerschleife. Tritt er zurück? Oder doch nicht? Oder doch? Seehofer weiß nicht so recht, und ganz Deutschland wartet auf einen eventuellen Bruch der Großen Koalition. Als die Meldung bekannt wird, dass sich gar CSU und CDU trennen, schickt ntv die Breaking News gleich auf Sendung – um dann die nächste Breaking News hinterher zu schicken, dass man einer Ente aufgesessen sei. Aber es musste eben schnell gehen. Keiner hatte 2018 so viele Comebacks wie Seehofer.

Comeback ist sowieso ein gutes Stichwort. Fernsehmacher glauben, dass die Zuschauer darauf abfahren, wenn alte Serien wiederbelebt werden. In Deutschland floppte allerdings die Neuauflage von “Akte X” oder “Will & Grace”. Selbst Shows wie “Dingsda” im Ersten und “Die Montagsmaler” im SWR-Fernsehen laufen eher mau.
Die “Lindenstraße” dagegen wird nicht fortgesetzt. Im März 2020 wird nach fast 35 Jahren die letzte Folge laufen. Begründung: schlechte Quoten und inhaltliche Unzufriedenheit. Von einer Absetzung aus inhaltlichen Gründen von “In aller Freundschaft”, “Rote Rosen”, “Sturm der Liebe” oder “Rentnercops” ist allerdings noch nichts bekannt.
Auch an der Vormittagssendung “live nach neun” hält man im Ersten fest, obwohl die Zuschauerzahlen ein Desaster sind. Ähnlich sieht es am Vorabend in Sat.1 aus. Mit “Endlich Feierabend” versucht man da zum x-ten Mal das Frühstücksfernsehen zu kopieren – und scheitert zum x-ten Mal. In diesem miesen Sog läuft auch die neue Dailysoap “Alles oder nichts” ziemlich mies. Sie hatte nie eine wirkliche Chance.
Auch ProSieben hat Sorgen. Die neuen Folgen der “Simpsons” laufen richtig schlecht. Bei Sat.1 wird die Unternehmershow “Start up” abgesetzt, obwohl doch Jurymitglied Carsten Maschmeyer so doll dafür geworben hat. Aber vermutlich wollten gerade wegen ihm so wenige einschalten.
Bei Sky dachte man sich, es sei eine gute Idee, die Castingshow “X-Factor” aus der Versenkung zurückzuholen. Die Quoten waren kaum messbar, und wer gewonnen hat… ähm… Wer hat da eigentlich gewonnen? Eine weitere Staffel ist ausgeschlossen.

Es wird für das herkömmliche Fernsehen immer schwieriger, Aufmerksamkeit zu erregen. Die Mehrzahl der jungen Zuschauer schaut schon überwiegend online. Und dann eher Netflix oder Amazon Prime, auch Youtube ist ein echter Konkurrent.
Ein Opfer ist der Musiksender VIVA. Nach 25 Jahren wird Silvester der Stecker gezogen, MTV aus dem gleichen Senderkonzern lebt weiter, aber in der Nische. Immerhin noch wacker hält sich Deluxe Music. Musikclips schaut man an sich aber eher bei Youtube.

Immerhin: Man bemüht sich aber noch. Im Ersten läuft im Herbst “Babylon Berlin”, die teure Co-Produktion mit Sky. Auf dem “Tatort”-Sendeplatz werden etwa acht Millionen Zuschauer erreicht. Das Interesse am Berlin der 20er-Jahre schwindet jedoch, am Ende schauen weniger als vier Millionen zu. Allerdings stehen in den diversen Kritiken zur Serie, in denen es hieß, man müsse als Zuschauer drei Folgen durchhalten, bis man es eventuell verdammt gut fände, auch für sich. Allerdings sorgt die Serie auch für einen der magischsten Momente des Fernsehjahres – nämlich mit einer Szene in einem Tanzclub, die für Gänsehaut sorgt.
Im ZDF wird “Bad Banks” von der Kritik gelobt, ist aber dennoch langweilig. Amazon Prime dagegen trumpft mit einer neuen Staffel “Deutschland 86” auf und mit “Pastewka” auf.

Das Fernsehen steht aber immerhin noch für Events. In diesem Land lief es glücklicherweise für Deutschland auch mal gut beim Eurovision Song Contest in Lissabon. Michael Schulte schaffte den 4. Platz. Die Diskussionen darum, dass niemand Deutschland mag und wählt, finden nicht statt.
Bei der Fußball-WM dagegen, ach, lassen wir das. Immerhin sorgte das WM-Spiel von Deutschland gegen Schweden mit 27,48 Millionen Zuschauer für den 2018er-Quotenrekord.
Und auch als in Großbritannien Harry und Meghan heirateten, waren ein paar Millionen dabei – auch Ross Antony, der für RTL vor Ort und ausrastete, nur weil das Prinzenpaar in der Kutsche an ihm vorbeirauschte.

Aber nicht alle haben Glück mit Großereignissen. In letzter Minute hatte Eurosport für die Olympischen Winterspiele in Korea Sublizenzen an ARD und ZDF vergeben. Die Folge: Die meisten Zuschauer waren bei ARD und ZDF dabei, für Eurosport 1 und den Frauensender TLC blieben kaum Zuschauer übrig. Selbst die Abendshow “Zwanzig18” hatte auf zwei Sendern parallel gerade mal 200.000 Zuschauer. Dass man in Korea eventuell einen koreanischen Dolmetscher braucht, konnte man im Ersten allerdings echt nicht ahnen.
Und dann der Echo. Der Musikpreis gerät 2018 zum Debakel. Farid Bang und Kollegah rappten davon, dass sein Körper definierter sei als von Auschwitz-Insassen. Kam nicht überall gut an, Preise gab es dafür trotzdem, und Proteste auch. Selbst in der Show herrschte Unruhe. Danach geben diverse Promis ihre Echos zurück. Ende vom Lied: Der Echo ist tot.

2018 war wieder ein Jahr der Abschiede. Wir mussten uns von vielen Promis verabschieden. Die große Aretha Franklin lebt nicht mehr. Monserrat Caballé ist verstummt. Ebenso die Musiker Holger Biege, Jürgen Marcus, DJ Avicii, Lys Assia, France Gall, Ingo Insterburg, Abi Ofarim, Dolores Edwards (Cranberries) und Charles Aznavour. Auch nicht mehr da: die Schauspieler Rolf Hoppe, Morten Grunwald, Burt Reynolds, Rolf Zacher, Siegfried Rauch, Wolfgang Völz, Jochen Senf und Ulrich Pleitgen. Die Sportler Markus Beyer und Graciano Rocchigiani. Die Fernsehleute Dieter-Thomas Heck, Egon Hoegen, Wilfried Scharnagl, Gunther Witte, Friedrich Moll, Stefanie Tücking, Martin Haas, Thomas Leif und Dagobert Lindlau. Die Entertainer Jens Büchner und Daniel Küblböck, der am Jahresende nach einem Sturz vom Schiff immer noch als vermisst gilt. Die Politiker George Bush, seine Frau Barbara Bush, Philipp Jenninger und Kofi Annan. Wissenschaftler Stephen Hawking, Sternekoch Paul Bocuse, Kirchenmann Karl Kardinal Lehmann, Unternehmerin Käthe Wohlfahrt. Die Autorin Philip Roth und Christine Nöstlinger. Sie werden fehlen.

Auch Nachrichten fehlen. RTL II findet, dass die News zu wenige Zuschauer haben. Deshalb laufen die nun am Nachmittag und sind fünf Minuten kürzer. Und auch der rbb hat seine Spätnachrichten um die Hälfte auf 15 Minuten gekürzt. Damit um 22 Uhr gut abgehangene und preiswerte ARD-Degeto-Schnulzen laufen können. Bei N24 hat sich dagegen wenig geändert – bis auf den Namen: Welt.

Und sonst so? Sascha Hehn will nicht mehr Kapitän vom Traumschiff sein. Ist ihm vielleicht zu doof geworden. Kein Wunder.
Spiegel TV ist 30 geworden. Geschenk von RTL: Sendeplatzverschiebung auf den späten Montagabend. Glückwunsch.
Auf Sat.1 durfte im “Promi Big Brother”-Haus eine gewisse Katja Krasavice minutenlang in der Wanne mit dem Duschkopf masturbieren.
Die Chefs vom FC Bayern München teilten den Journalisten mit, dass die ein bisschen genervt von der ewigen Kritik seien. Bitte mal aufhören. Danke.
Dunja Hayali moderiert nun auch das “Aktuelle Sportstudio” im ZDF. Ihren Hatern bleibt aber auch gar nichts erspart.
Das SWR-Mega-Live-Event “Jäger der versunkenen Lok” musste ausfallen. Mangels versunkener Lok. Ist aber erst nach 25 Jahren Suche aufgefallen.
Und dann noch die Helene und der Flori. Es ist so traurig.

Kann man da eigentlich noch das Jahresende feiern? Darf man sich da noch auf 2019 freuen? Mit neuen Diskussionen und Hasskommentaren und den aktuellen Wasserstandsmeldungen von “Feine Sahne Fischfilet?” Und den neuen Schluckaufs der AfD? Wir bleiben dran und freuen uns auf 2019. Und Michelle ist auch dabei.

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Tennis live – US Open: Rafael Nadal – Dominic Thiem

Samstag, den 8. September 2018
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DI 04.09.2018 | 3.05 Uhr (Mi.) | Eurosport 1

Die Regeln im Tennis sind ja eigentlich ganz simpel. Da bräuchte man bei Live-Übertragungen nicht unbedingt einen Kommentator. Wie entspannend das sein kann, bewies uns Eurosport 1 in der Nacht zu Mittwoch – allerdings wohl mehr aus Versehen.

Was für ein Match! Die Menschen in Österreich haben sich in der Nacht zu Mittwoch den Wecker gestellt, um ihren Tennishelden zu sehen: Dominic Thiem spielte im Viertelfinale der US Open gegen den Weltranglistenersten Rafael Nadal aus Spanien. Eurosport 1 übertrug das Match.

In der ersten Viertelstunde blieb es allerdings recht still. Eigentlich sollten Matthias Stach und Boris Becker das Match kommentieren. Aber sie blieben stumm. Stattdessen hörten die Zuschauer den Originalton der Veranstaltung in New York. Man hörte, was der Schiedsrichter zu sagen hatte, man hörte das Schlagen der Bälle. Und keiner störte.
Eigentlich war das total entspannend.
Und irritierend. Denn eigentlich sind die beiden Kommentatoren für das Match angekündigt worden, und Boris Becker war kurz vorher noch auf dem Platz zu sehen, um sich mit Nadal und Thiem fotografieren zu lassen. Ob Becker danach den Weg zur Kommentatorenkabine nicht gefunden hat?

Nach einer Werbepause waren die Kommentatoren plötzlich on Air, ohne irgendwas dazu zu sagen. Sie kommentierten eiun aufregendes Match mit einem 6:0 im ersten Satz für Thiem und einem wahren Kampf um die weiteren Punkte. Erst nach 8 Uhr stand mit Nadal der Sieger fest.
Tennis kann ein wahnsinnig aufregender Sport sein, da sind fünf Stunden wie im Flug verflogen.

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zwanzig18 – Die Olympia Show

Donnerstag, den 22. Februar 2018
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MI 21.02.2018 | 20.15 Uhr | Eurosport 1

Olympia in Asien ist für Europa eher nicht so toll. Wenn in Deutschland die Live-Übertragungen aus Pyeongchang in Südkorea beginnen, dann ist es hierzulande etwa 1 Uhr, und um etwa 15 Uhr ist’s so ziemlich vorbei mit den Live-Ereignissen des Tages.
Normalerweise Arbeitnehmer bekommen also höchstens zum Frühstück ein bisschen direktes Olympia-Feeling mit.

Bei Eurosport ging man allerdings davon aus, dass die Zuschauer dann am Abend heiß sind auf ausführliche Zusammenfassungen. Rechteinhaber Discovery hat es deshalb ARD und ZDF sogar verboten, abendliche Sendungen auszustrahlen. Das wollte man exklusiv auf Eurosport 1 und TLC. Deshalb gibt es auf den beiden Sendern jeden Abend um 20.15 Uhr “zwanzig18 – die Olympia Show”. Blöd nur: Manchmal sind auf beiden Sendern nicht mal 100.000 Zuschauer dabei – das ist extrem wenig für so viel Aufwand.

Dabei hätte man das ahnen können. Denn was nun mal bei Großereignissen gilt, ist: live muss es sein. Und wenn man es live nicht erleben kann, dann reichen die Schnipsel, die man in den Nachrichten zu sehen bekommt.
Auch wenn sich das Team mit der Abendshow viel Mühe gibt – Olympia als Aufzeichnung macht einfach keinen Spaß.

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PyeongChang 2018 live: Snowboard – Halfpipe, Herren

Donnerstag, den 15. Februar 2018
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DI 13.02.2018 | 2.25 Uhr (Mi.) | TLC

Das schlechte Wetter in Südkorea ist für die Sender, die Olympia übertragen, ein echtes Problem. Eigentlich sollte in der Nacht zum Mittwoch das alpine Ski-Slalomrennen stattfinden. Aber der Sturm machte allen einen Strich durch die Rechnung.
Und so zeigten sowohl das ZDF als auch Eurosport 1 einen ziemlich langweiligen Curling-Wettbewerb. Während dort also gemächlich gewischt und gerutscht wurde, stach plötzlich das kleine TLC hervor. Die hatten eine echte Powersportart im Programm.

TLC übertrug einen Snowboard-Wettbewerb. Die Männer zeigten in der Halfpipe, was sie drauf haben. Und das ist mitunter atemberaubend. Mit ihren Schneebrettern rauschen die Männer also rein in die Halfpipe und sausen von einer Seite auf die andere – und am Rand schwingen sie immer wieder in die Luft und vollführen unglaubliche Kunststücke.
Das sieht hart aus, wuchtig, aber dennoch schnell – und ist irgendwie fesselnd.
Eine Nacht zuvor waren auch die Frauen in der Halfpipe, und das Gefühl beim Zusehen war dasselbe.

So sorgt der Ausfall eines der klassischen Wettbewerbe bei Olympia dafür, dass man auch mal den Blick frei hat auf eine noch junge Sportart – und dieser Blick lohnt sich sehr.

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PyeongChang 2018 live: Biathlon, 7,5-km-Sprint der Damen

Dienstag, den 13. Februar 2018
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SA 10.02.2018 | 12.05 Uhr | TLC

Die Aufregung war groß: Olympia nicht bei ARD und ZDF! Der Medienkonzern Discovery hatte die Rechte an den Olympischen Spielen gekauft und konnte sich zunächst nicht über den Öffentlich-Rechtlichen über Sublizenzen einigen.
Schon war der Plan geboren, Olympia bei Eurosport zu zeigen und zusätzlich auf den Spartensendern TLC und DMAX.
Am Ende kam es doch anders: ARD und ZDF bekamen doch Sublizenzen und dürfen nun parallel zu Eurosport live aus Pyeongchang in Südkorea berichten.
Die Folge – und man hätte es sich denken können: Die Masse schaut bei ARD und ZDF – und kaum jemand auf Eurosport 1 und fast niemand auf TLC.

Dass der Frauendoku-Sender TLC plötzlich zu einem Live-Sportsender mutiert, erscheint als reine Werbemaßnahme, denn der Sender ist bislang noch kaum bekannt, wenn er denn überhaupt in der Senderliste der Leute auftaucht.
Inzwischen zeigt sich aber: Mit Olympia hat TLC noch schlechtere Quoten.

Am Sonnabend übertrug das ZDF den 7,5-Kilometer-Sprint der Damen im Biathlon. Die Sportart hat in Deutschland traditionell sehr viele Zuschauer. Im ZDF sahen 6,52 Millionen Menschen zu – und das zur Mittagszeit. Parallel lief die Übertragung auch auf TLC – mit 0,06 Millionen Zusehern. Was schon sehr bitter ist – auch für die Kommentatoren auf TLC, die es eigentlich gewohnt sind, für Eurosport 1 zu arbeiten und mitunter auch on Air darüber moserten, nun bei TLC eine Nische im Nischendasein zu fristen.
Bei Discovery wird man sich vermutlich in den Hintern beißen, dass sie als eigentliche Rechteinhaber vom Olympia-Boom absolut nicht profitieren.

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Olympia 2018 live: Eröffnungsfeier

Sonntag, den 11. Februar 2018
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FR 09.02.2018 | 12.00 Uhr | Das Erste

Also, das konnte ja nun wirklich keiner ahnen! Ein koreanischer Amtsträger, der in Korea koreanisch spricht! Ein echtes Ding der Unmöglichkeit. Zumindest für die Verantwortlichen der ARD-Olympia-Übertragung.
Am Freitagmittag lief im Ersten die Übertragung der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele im südkoranischen Pyeongchang. Alles war schick, bis plötzlich Lee Hee-Beom sprach, der Chef der koreanischen Organisationskomitees.

Der Übersetzer stammelte anfangs noch: “Wie schön, Sie hier alle zu begrüßen.” Aber ob Lee Hee-Boeom das wirklich sagte, weiß keiner. Denn sehr schnell verstummte der Dolmetscher, der sich am Ende als nichtwissend outen musste. Man habe nicht damit gerechnet, dass der Mann auf Koranisch sprechen werde. Man sei davon ausgegangen, dass er Englisch reden wollte. Später hieß es noch, es habe sich um eine Kommunikationspanne gehandelt.

Aber das muss man der ARD wirklich lassen – da übertragen sie live aus Korea und sind überrascht, wenn jemand in der Landessprache spricht. Und da es auf Eurosport 1 parallel einen Dolmetscher gab, kann das alles ja doch keine so große Überraschung gewesen sein.

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