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ZDF-Fernsehgarten: Holland

Dienstag, den 1. August 2017
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SO 30.07.2017 | 14.00 Uhr | ZDF

Da hat wohl bei der UEFA niemand eine Fernsehzeitung zur Hand gehabt. Weil am Sonnabend leider der Fußballplatz in den Niederlanden überflutet war, konnte das Viertelfinal-Spiel der deutschen Frauen nicht angepfiffen werden. Es wurde stattdessen verschoben – auf Sonntag um 12 Uhr.
Und was läuft am Sonntagmittag live im ZDF? Der Fernsehgarten! Auf die zwei Stunden wäre es dann auch nicht mehr angekommen, und wäre der Anpfiff erst um 14 Uhr – nach der Live-Show – erfolgt, hätten die Fußballdamen auch noch ein bisschen länger schlafen können, und vielleicht hätten wir dann ja … na ja, alles Spekulation.

Aber so musste Andrea “Kiwi” Kiewel leider weichen, und stattdessen verloren die deutschen Fußballerinnen zur Mittagszeit ihr Viertelfinalspiel, weil sie, wie eine Spielerin sagte, viel zu müde gewesen seien.
Na so was.

Nächstes Mal sollte man bei der UEFA vielleicht doch noch mal mit dem ZDF Rücksprache halten. Vielleicht tut Kiwi den Fußballerinnen ja doch ganz gut…

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aRTikel

Im Sommer geht es zur U-21-Fußball-EM nach Polen

Mittwoch, den 3. Mai 2017
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Jan Seidel (32) aus Schwante ist Schiedsrichter-Assistent und wird in der Bundesliga und bei der Champions League eingesetzt

MAZ Oberhavel, 3.5.2017

Schwante.
Möchte sich Jan Seidel entspannen, joggt er am Vehlefanzer Mühlensee. Weg vom Trubel des Alltags. Am Sonnabend erst stand der 32-Jährige aus Schwante in Leipzig am Fußballfeld: Er ist Schiedsrichter-Assistent, und in diesem Fall überwachte er die Partie zwischen dem RB Leipzig und dem FC Ingolstadt mit.

Er war 14, als seine Karriere als Schiedsrichter begann. „Ich war selbst Spieler bei den Potsdamer Kickers“, erzählt Jan Seidel. In Berlin geboren, wuchs er in Groß-Glienicke auf, zog später nach Hennigsdorf, seit dreieinhalb Jahren lebt er mit seiner Familie in Schwante.
Sein Vater war es, der ihn einst ansprach, ob er nicht Schiedsrichter werden möchte. „Ich habe mich dann dafür entschieden.“ 2001 stand er das letzte Mal als Spieler auf dem Fußballfeld.

Er begann in den unteren Ligen und stieg Jahr für Jahr auf. „Wichtig dafür sind Persönlichkeitsmerkmale, das Alter, absolvierte Lehrgänge oder Lauftests.“ Es wird ein Ranking erstellt, und wer ganz oben ist, steigt auf. Jetzt gerade ist der Schwantener Schiedsrichter-Assistent in der 1. Bundesliga. Aber das ist noch nicht alles: In dieser Saison war er auch bei zwei Champions-League-Spielen als vierter Offizieller dabei, eines in London, eins in Paris.
Ist man da ehrfürchtig? „Man hat eher Respekt“, sagt Jan Seidel. „Man kennt ja die Stadien aus dem Fernsehen.“ Wenn man aber schon in Dortmund, München oder auf Schalke war, habe man ja bereits große Stadien erlebt. Im historischen Stadion von Arsenal London sei das aber doch noch mal ein anderes Gefühl gewesen, erzählt er.

Geht es noch weiter nach oben? „Einiges geht schon noch“, sagt der Schwantener. Im Sommer ist er für die U-21-EM in Polen nominiert. „Bei einem Turnier dabei zu sein war immer mein Ziel, das klappt jetzt.“ 13 Jahre lang kann er auf der internationalen Ebene noch dabei sein. Mit 45 ist Schluss, in Deutschland mit 47 Jahren. „Da ist natürlich noch das Ziel, bei einem großen Turnier dabei zu sein.“

Natürlich treffe er auch schon mal Fehlentscheidungen. „Es gibt immer etwas, was man besser machen kann.“ Jedes Spiel werde aber genau analysiert. Wichtige Situationen sehe er sich im Nachhinein noch mal an, sagt er.

In Kilometern lässt es sich schwer ausdrücken, aber Jan Seidel ist viel unterwegs. „Bei nationalen Spielen bin ich anderthalb Tage weg, bei internationalen Spielen drei Tage.“ Um die 100 Nächte im Jahr verbringt er in Hotels. „Aber wenn mich das nerven würde, dann würde ich aufhören“, sagt er. Immerhin ist es ja sein Hobby, das er damit auch betreibt. „Man muss viel Zeit opfern, aber ich sehe das positiv. Nach Rom würde ich sonst kaum kommen.“

Eigentlich arbeitet Jan Seidel im Controlling bei der Investitionsbank in Berlin. „Das ist ein Sitzjob und der Kontrast dazu.“ Seinen Job dort hat er auf 20 Stunden in der Woche reduziert. „Da geht das ganz gut, mehr ist nicht machbar.“

„Die Familie managt sich in der Zeit, in der ich unterwegs bin, ganz gut“, erzählt er. „Meine Frau macht sehr viel, sie ist die Säule in unserem Haus, sie hält alles zusammen.“ Die ganze Familie helfe aber mit, Oma, Opa, die Tante.
Schwante, das Dorf in dem Jan Seidel nun seit einigen Jahren lebt, bezeichnet er als seinen Rückzugsort. „Ich bin ja in Berlin aufgewachsen, wir haben direkt am Alex gewohnt, lauter geht es nicht.“ Irgendwann habe er gesagt: Es reicht mit der Großstadt, er wollte dem Stress entgehen. Er genießt nun die Ruhe beim Joggen am Mühlensee. Fit hält er sich aber auch bei der Betriebssportgruppe seines Arbeitgebers.

Welches Spiel Jan Seidel als nächstes als Schiedsrichter-Assistent begleiten wird, weiß er übrigens noch nicht hundertprozentig. Die Ansetzungen werden zwar zehn Tage vorher festgelegt, er weiß zunächst jedoch nur, dass er am besagten Spieltag in der Bundesliga eingesetzt wird. Bei welchem Spiel ganz genau, das erfährt er dann erst drei Tage davor.

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Das war 2016!

Samstag, den 31. Dezember 2016
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Was war das für 1 Jahr???!!!!11!!
Die Welt wird immer verrückter. Nein, eigentlich sind es die Menschen, die immer irrer werden. Die sich gegenseitig anstacheln, die nur noch ihre eigenen Wahrheiten akzeptieren, alles andere als Lüge abtun. Die immer und überall Verschwörungen wittern und nicht mal mehr offiziellen Mitteilungen der Polizei glauben.
Stattdessen wird immer mehr als gefühlte Wahrheiten gesetzt. Was ich fühle, wie ich etwas empfinde, ist auch ein Fakt. Wir leben im postfaktischen Zeitalter, und das ist auch das Wort des Jahres. Eigentlich ja eher das Unwort.

RT Deutsch zum Beispiel. Das russische Auslandsfernsehen sei reine Propaganda, sagen die einen. Das sei alles die Wahrheit, und nur dort gebe es sie, sagen die anderen. Als in Berlin angeblich ein Asylbewerber eine junge Russlanddeutsche entführt und vergewaltigt, kocht die Volksseele, angestachelt auch durch Berichte von RT Deutsch. Dass das Mädchen die Schule geschwänzt und der Mann ihr Freund war – irgendwann hat es schlicht keinen der Demonstrierenden mehr interessiert.
Es sind nämlich nicht nur von Gefühlen geprägte Kommentare, die verbreitet werden – sondern auch Fakenews, Nachrichten, die schlicht ausgedacht, die eine Lüge sind. Da werden Politiker Worte in den Mund gelegt, die sie nie gesagt haben. Oder Gerüchte über angebliche Taten von Ausländern gegenüber Deutschen, die so nie stattfanden.
So haben EU-Gegner den Brexit in Großbritannien erreicht, dass die Wähler für den Austritt des Königreiches aus der EU stimmen, hatten wenige für möglich gehalten. So hat es Donald Trump in den USA geschafft, Präsident zu werden. Gefühle statt Fakten. Irgendwelche Zahlen statt echtem Inhalt.
Oder eben irgendwas daher gelabert. So macht das Mario Barth. In New York sendete er live auf Facebook und wunderte sich, dass zwar über Anti-Trump-Demo berichtet werde, er aber keine sehe. Dass es am Tage war und die Straße, an der er stand, gesperrt – na ja, das hat Mario ja nicht wissen können.
Facebook, Twitter und Co. werden aufgefordert, etwas gegen die Verbreitung solcher Fakenews zu unternehmen. Darüber wird 2017 noch zu reden sein.

Ganz unschuldig sind die Medien aber nicht, dass man ihnen nicht glaubt. Als in der Neujahrsnacht rund um den Kölner Hauptbahnhof hunderte Männer Frauen begrapschen und Passanten berauben, dauerte es Tage, bis umfassend berichtet worden ist. Der WDR sendete um Mitternacht sogar live aus der Domregion – da hat man das offenbar nicht mitbekommen. Beim ZDF war selbst am 4. Januar, als alle anderen endlich berichteten, noch nichts dazu zu sehen. Man bat um Verzeihung. Im Laufe des Jahres ist dann aber recherchiert worden: Dass es sich vorwiegend um Täter aus Nordafrika handelt. Dass die Polizei haarsträubend unterbesetzt war, dass Fehlentscheidungen getroffen und in einer ersten Pressemitteilung beschönigt worden ist.

Es war kein schönes Jahr. Terror, Unglücke, Todesfälle.
Und immer startet die Breaking-News-Maschine. Ein Zwischenfall in Berlin? Da darf gern mal schwadroniert und vermutet werden – immer mit der Betonung, man wolle nichts vermuten. Amoklauf in München? Da zeigt man bei RTL schon mal, wie Leichen abtransportiert werden und live hinter dem Reporter, wie Polizisten mit Waffen auf Passanten zielen. Auch der Teilzeitnachrichtensender N24 ist da ganz weit vorn mit bei.
Und immer wieder der Vorwurf an ARD und ZDF, es werde in solchen Fällen zu spät reagiert. Nach dem Zugunglück in Bayern ging der BR erst nach Stunden auf Sendung, nach dem Berliner Zwischenfall das ZDF erst nach fast zwei Stunden.

Und dann immer wieder die Empörungswellen, die durch Deutschland rollen.
Letzter Platz beim Eurovision Song Contest? Empörung! Keiner hat uns lieb! Alles Fake! Und überhaupt! Dass unser Song mies war, zieht keiner in Betracht – obwohl er in den deutschen Charts auch unterbelichtet war. Na ja, diese Fakten halt.
Die Sache mit dem Nachbarn Boateng. AfD-Mann Alexander Gauland habe gesagt, keiner wolle, dass Boateng sein Nachbar sei. Mag er so gesagt haben, er meinte aber wohl eher, dass viele Deutsche erst mal schlucken würden, wenn ein Dunkelhäutiger nebenan einziehen würde. Dennoch: Empörung! Aber eher eine geheuchelte, weil nicht weiter nachgedacht, sondern nur auf einen Satz Bezug genommen wurde, aber nicht auf den Kontext.
Fußball-Bundestrainer Jogi Löw kratzt sich während eines EM-Spiels an den Eiern und riecht dann an seiner Hand. Groooße Aufregung! Viele Berichte und Artikel, als ob wir keine anderen Sorgen haben.
Diskuswerfer Christoph Harting gewinnt Gold bei Olympia und erdreistet sich, bei der Hymne nicht ernsthaft zu sein. Empörung! Wie kann er nur so respektlos sein!! Meine Güte.
Und so weiter.

Da geht es schon mal fast unter, wenn Journalisten etwas enthüllen – die Panamapapers. Es ging um Briefkastenfirmen in Panama und um Geldwäsche von Unternehmen und Promis. Da wird ein großes Ding aufgedeckt, es ist das, was die Menschen fordern: diese Art des Enthüllungsjournalismus. Zwei Abende lang ist das ein Thema, dann verpufft es schon wieder. Empörung? Hält sich in Grenzen.
Oder wenn Jan Böhmermann in seiner zdf_neo-Show “Neo Magazin Royale” aufdeckt, wie die Leute in der RTL-Dokusoap “Schwiegertochter gesucht” arbeiten, wie sie die Teilnehmer und Zuschauer veralbern. Kurze Aufregung und gleich wieder verpufft. Quasi ohne Folgen.

Apropos Böhmermann: Nach einer “extra 3”-Satire über den türkischen Ministerpräsidenten Erdogan legte er in seiner Show noch einen drauf. Er wolle mal zeigen, was denn ein Schmähgedicht sei und wie es klingen müsse: und trug eines vor. Und wieder: groooooße Aufregung. Das ZDF löschte vorsichtshalber die Passage aus der Mediathek, in der Wiederholung lief die Show verkürzt. Erdogan forderte eine Strafe, die Bundesregierung gab den Fall zur Ermittlung frei. Böhmermann zog sich einige Wochen zurück. Am Ende siegte dennoch die Satirefreiheit. Zumal viele Kritiker schlicht den Kontext des Gedichtes ausblendeten. Dass Böhmermann Aufsehen erregen wird, ahnte er wohl, dass das Aufsehen so groß wird – inklusive Berichte in “Tagesschau” und Co., das ahnte er sicher nicht.

Aber zwischendurch waren die Deutschen sowieso mit, ähm, wichtigeren Dingen beschäftigt: dass sich Sarah und Pietro getrennt haben. Weshalb RTL II das auch ordentlich ausschlachtete. Dass Babette von Kienlin (Einstmann) zum zweiten Mal in ihrer ZDF-“Drehscheibe” zusammengebrochen ist. Dass irgendwo irgendwelche Horrorclowns aufgetreten sind.
Oder dass sich Til Schweiger unfassbar toll findet. Sein Nick Tschiller im “Tatort” sei der beste Krimi, der je im Fernsehen lief, und jeder Kritiker habe keine Ahnung, so schrieb er auf Facebook. Von Fernsehgeschichte war da die Rede. Nun ja.

Einer hat keine Lust mehr auf den Zirkus: Im Herbst hing Tobias Schlegl seinen Fernsehjob an den Nagel – um sich zum Notfallsanitäter umschulen zu lassen.
Auch Jürgen Domian will nicht mehr – jedenfalls nicht Nacht für Nacht im 1LIVE-Studio sitzen. Nach 22 Jahren endet seine Call-in-Show “Domian”. Sie wird schwerstens vermisst.

Viele werden am Ende des Jahres vermisst. Sehr viele Promis – sehr viele Musiker sind 2016 gestorben.
George Michael ist tot, ebenso Prince und David Bowie. Leonard Cohen und Roger Cicero. Achim Mentzel und Ekki Göpelt. Außerdem “Trio”-Schlagzeuger Peter Behrens und Manfred Durban von den Flippers. Der Publizist Roger Willemsen, die Politiker Guido Westerwelle, Hans-Dietrich Genscher, Lothar Späth, Peter Hintze, Jutta Limbach, Hildegard Hamm-Brücher, Henning Voscherau und Walter Scheel. In Kuba Fidel Castro. Der Produzent Wolfgang Rademann. Die Schauspieler Götz George, Manfred Krug, Uwe Friedrichsen, Alan Rickman, Bud Spencer, Maja Maranow, Gisela May, Hans Korte, Hilmar Thate, Karl-Heinz von Hassel und Peter Lustig. Die Moderatorinnen Erika Berger und Miriam Pielhau, die Journalisten Günter-Peter Ploog und Jana Thiel, Tamme Hanken, Schriftsteller Umberto Eco, Synchronsprecher Arne Elsholtz, Comiczeichner Lothar Draeger, DDR-Regimefrau Morgot Honecker und der Boxer Muhammad Ali.

Drei Fernsehsender haben sich auch verabschiedet: Der Social-Media-Sender joiz ist erst verkauft worden, dann ging er in Insolvenz, das Studio ließ der Besitzer schon mal ausräumen – ein Musiksender sollte daraus werden. Am Ende zog man den Stecker. einsplus und zdf.kultur gibt es auch nicht mehr. Dafür aber das ARD/ZDF-Jugendangebot Funk – allerdings nur im Internet.
Und was ist mit Servus TV? Erst ließ Besitzer und Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz verkünden, er mache den Sender zum Jahresende dicht. Zu Hohe Kosten. Und von der Gründung eines Betriebsrates war die Rede. Nur einen Tag später hieß es: Es geht doch weiter. Und dann: Servus TV beendet die Ausstrahlung in Deutschland. Und dann: doch nicht, alles geht weiter. Ein Hü und Hott.

Was war sonst so?
Der Deutsche Fernsehpreis ist nun eine rumpelige Gala in den Düsseldorfer Rheinterrassen. Eine öde Party.
Harald Schmidt ist auch noch da – in grausamen Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen – und auf dem Traumschiff.
Weibliche Fußball-Kommentatorinnen wollen einige deutsche Männer nicht haben: Als Claudia Neumann im ZDF ein Herren-EM-Spiel kommentiert, wird im Internet fies gepöbelt. Wo doch angeblich nur Asylbewerber nicht gut mit ihren Frauen umgehen. Wobei, sorry, im Fußball gelten natürlich andere Regeln.
RTL hat einen neuen Ableger: RTLplus. Noch mehr Sendeflächen für Gerichtsshow-Resterampen.
Daniela Katzenberger und Lucas Cordalis teilen ihr Leben mit den RTL-II-Zuschauern: Hochzeit und Heiligabend live. Puh.
Auch puh, aber anders: Als Jörg Draeger, Frederic Meißner, Björn-Hergen Schmipf und Harry Wijnvoord den Jakobsweg liefen, entstand daraus die 12-teilige Dokureihe “OGOT” bei Tele 5. Slow-TV vom feinsten. Ein kleines TV-Highlight.
Sehr sehenswert war auch “Terror – Ihr Urteil”. Der Film bestand nur aus einer Gerichtsverhandlung um den Abschluss eines Flugzeuges, das von Terroristen entführt worden ist, und am Ende konnte das Fernsehvolk abstimmen. Ein spannendes Experiment, und immerhin ist das auch einen Tag diskutiert worden.
Olympia in Rio. Das letzte Mal bei ARD und ZDF – nun übernimmt Eurosport.
Als an einem Sonntag morgens um kurz vor halb 7 im ZDF der Horrorfilm “Halloween – Nacht des Grauens” statt Kinderfernsehen läuft, fragen ein paar Leute via Twitter mal nach. Erst da fällt den ZDF-Leuten was auf. Ups.

Da ist man schon mal aufgeregt. Und bei all dem Neuen blickt sowieso keiner mehr durch. Deshalb kommen nun auch viele Sendungen von damals wieder. Für die guten Gefühle. Oder so. Das “Glücksrad” ist wieder da. “Herzblatt”, das “Familien-Duell”, “Jeopardy!”, “Ruck Zuck”, “Akte X”, “Der heiße Stuhl” und – da haben wir ja wirklich drauf gewartet: “Tutti Frutti”.
Mal sehen, wer oder was 2017 alles zurückkommt. Und ob wir uns alle ein bisschen abregen. So ganz allgemein.
Guten Rutsch.

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RTelenovela

EM-Tipps 2016: Finale

Sonntag, den 10. Juli 2016
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Finale! Im Tippspiel zwischen Thommi und mir hat im Halbfinale überhaupt nichts getan. Immer noch 35:31 für mich. Je nachdem, wie wir beide tippen, ist aber immer noch ein Wechsel möglich!

Getippt wird das Ergebnis nach 90 Minuten – und dann der weitere Verlauf, also das Endergebnis. Im Fall eines Unentschieden gibt es also im besten Fall doppelte Punktzahl.

SO 10.07.2016
Portugal 1:1 Frankreich -> 2:1

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EM live – UEFA EURO 2016: Deutschland – Frankreich

Freitag, den 8. Juli 2016
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DO 07.07.2016 | 19.25 Uhr | ZDF

Da staunten die Isländer aber nicht schlecht: Als am Donnerstagabend im Fußball-EM-Halbfinale die Franzosen die Deutschen besiegt haben, stellte sich die Mannschaft in eine Formation machte gemeinsam mit dem Publikum: “Huh! Huh!”
Ein bisschen peinlch ist es ja schon, dass einem im Siegestaumel nichts anderes einfällt, als die Isländer zu kopieren. Über Twitter machten sie ihrem Unmut Luft: “Meine Güte, Frankreich, ihr habt uns besiegt, aber findet euren eigenen Weg, den Sieg zu zelebrieren”, hieß es auf der Seite des Icelandic Football.
Falls die Franzosen am Sonntag auch das Finale gewinnen, lassen sie sich hoffentlich mehr einfallen als die sehr billige Kopie eines netten Einfalls aus Island.

PS: Ja, verloren. Schöner Mist. Aber erstens hätten die Deutschen ja auch gern mal ein Tor schießen können. Und zweitens: Halbfinale! Hallo?! Das ist doch nun wirklich auch nicht so schlecht…

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DIE EM-Alternative: Der goldene Handschuh

Freitag, den 8. Juli 2016
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MI 06.07.2016 | 21.00 Uhr | Tele 5

Wenn ein Fußball-EM-Halbfinale läuft, ist es ja im Grunde wurscht, was die anderen Programme senden. Die Quoten werden mau sein. Bei Tele 5 hat man aus der Not (mal wieder) eine Tugend gemacht.
Weit mehr als drei Stunden lang lief am Mittwochabend “DIE EM-Alternative”: ein Hörbuch! Nicht enden wollende 200 Minuten sahen wir Leuten dabei zu, wie sie lesen.

Bei mir würde das nicht funktionieren: Denn ich lese sehr viel auf dem Klo, und dabei möchte ich – und da bitte ich um Verständnis – keine Zuschauer haben.
Bei Tele 5 setzte sich am Mittwochabend eine junge Frau in einen Sessel. Es scheint, dass der Fernseher läuft, weil entsprechendes Licht in die Szene fällt. Die Frau nimmt sich ein Getränk und liest in einem Buch.
Mehr passiert nicht.
Das heißt doch, denn wir hören “Der goldene Handschuh”, ein Hörbuch gelesen von Heinz Strunk.
Acht Minuten lang passiert nichts weiter, die Kamera steht fest, bewegt sich nicht.

Dann wird plötzlich ein Mann ins Bild gebeamt, er scheint sich zu langweilen, legt sich das Buch auf den Kopf und verschwindet kurz darauf wieder. Auch die Frau ist plötzlich weg, aber es erscheint eine andere. Die redet mit jemanden, was sie sagt, hören wir aber nicht, weil ja der Strunk labert. Zwischendurch isst sie noch eine Banane, stellt dann das Buch ins Regal und haut dann auch wieder ab.
Später kuschelt ein Paar auf dem Sessel, und ein junger Mann verschüttet beim Torschrei sein Bier. Was interessant ist, denn die Szene lief, als parallel tatsächlich Portugal ein Tor geschossen hatte.
Live war die Leserbeobachtung aber nicht, denn später wiederholten sich Leseszenen plötzlich – wieder die Banane-essende Frau, wieder der Typ, der sich das Buch auf den Kopf legt.

Das ist fast schon ein bisschen enttäuschend, denn der Reiz hätte ja wirklich darin liegen können, so was wirklich live zu machen – also live die Leute zu beobachten, wie sie lesen – oder was sie sich sonst so einfallen lassen.
Immerhin 40.000 Leute haben sich das im Schnitt angesehen – und am Sonntag können sie wieder einschalten. Wenn das EM-Finale angepfiffen wird (ja nun leider ohne Deutschland), dann wird auf Tele 5 wieder gelesen, Heinz Strunk liest dann den zweiten Teil seines Buches.
Ob dann wieder die selben Leute lesen und Banane essen und Bier verschütten?

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RTelenovela

EM-Tipps 2016: Halbfinale

Mittwoch, den 6. Juli 2016
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Weiter geht’s! Im Tippspiel zwischen Thommi und mir hat sich noch mal was getan. Das Deutschland-Spiel ging gut für mich aus, denn auf das 1:1 nach 90 Minuten habe ich getippt, auch die letztliche Tordifferenz stimmte – brachten für mich also fünf Punkte auf einen Schlag. Ich führe mit 35:31. Aber immer noch nicht uneinholbar!

Jetzt kommt das Halbfinale.
Getippt wird das Ergebnis nach 90 Minuten – und dann der weitere Verlauf, also das Endergebnis. Im Fall eines Unentschieden gibt es also im besten Fall doppelte Punktzahl.

MI 06.07.2016
Portugal 1:1 Wales -> 2:1

DO 07.07.2016
Deutschland 2:1 Frankreich

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