RTelenovela

Mit Google Earth in die Historie

Sonntag, den 5. April 2009
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Google Earth ist eine feine Sache. Dort kann sich jeder ein reales Bild davon machen, wie die Gegend von oben aussieht, in der er wohnt, oder wo er demnächst hinfahren wird.
Aber Google Earth hat einen noch ganz anderen Effekt. Einen, der allerdings so wahrscheinlich gar nicht geplant war: historische Aufnahmen.
Wer sich die Satellitenbilder in Google Earth aus der Region Oberhavel und Havelland ansieht, der wird bald feststellen: So sieht das stellenweise gar nicht mehr aus, was dort zu sehen ist.
Anhand der Bilder lassen sich die Fotos etwa auf das Jahr 2001 datieren. Und seitdem ist in der Region sehr viel passiert.
In Oranienburg kann man sich die 2002 eröffnete Turm-Erlebniscity im Bau ansehen. Auch gibt es auf den Fotos noch keine Ortsumgehung der B96 rund um Oranienburg. Bei Germendorf sind aber zumindest die anfänglichen Bauarbeiten einer der Knotenpunkte zu sehen. Ansonsten ist der Wald zwischen Teerofen und Germendorf unberührt. Natürlich ist auch die Innenstadt von Oranienburg noch in ihrem Zustand vor dem heutigen Umbau.
Im Havelland ist es besonders interessant, sich die alte B5 noch ansehen zu können. Heute ist sie zwischen Spandau und Nauen vierspurig. Bei Google Earth wird aus den vier Spuren am Havelpark in Dallgow-Döberitz die alte zweispurige B5. Bei Elstal sieht der Knotenpunkt mit dem Berliner Ring auch noch ganz anders aus. Im weiteren Verlauf führt die Bundesstraße noch nach Nauen rein, heute gibt es dort eine Umgehungsstraße.
Auch in Mecklenburg-Vorpommern können wir ins Archiv blicken. In der Nähe von Greifswald ist die Gegend auf den Fotos noch völlig unberührt, die Ostseeautobahn A20 gibt es dort noch nicht. Ebensowenig das Dreieck Stralsund bei Wüsteney. Im weiteren Verlauf der neuen, heutigen B96 Richtung Rügen scheinen jedoch neue Fotos entstanden zu sein, denn die Straße beginnt auf den Satellitenbildern ganz plötzlich und unvermittelt im Nichts. In Stralsund ist auch schon die neue Rügenbrücke zu sehen – zumindest der erste Teil. Der zweite Teil zwischen Dänholm und Rügen ist auf den Fotos noch im Bau, scheinen also von 2006 oder 2007 zu sein. Zumindest aktueller also als die aus der Brandenburger Region.
Und sicherlich gibt es noch einiges weiteres Historisches bei Google Earth zu entdecken. So bietet das Internet tatsächlich mal ungeahnte Möglichkeiten.

aRTikel

Schlafende Kühe und Fummeleien an den Uhren

Samstag, den 28. März 2009
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Sommerzeit: Kommende Nacht wird uns eine Stunde geklaut / Die MAZ hörte sich um und fragte nach den Auswirkungen im Havelland

MAZ Falkensee, 28.3.2009

HAVELLAND
Der morgige Sonntag hat nur 23 Stunden. Das bedeutet: eine Stunde weniger Wochenende. Wie ärgerlich! Andererseits bleibt es dann am Abend länger hell. Heute Nacht werden die Uhren um 2 Uhr um eine Stunde auf 3 Uhr vorgestellt.
Aber welche Auswirkungen hat es, wenn uns die Zeit gestohlen wird? Wer stellt die Bahnhofsuhren um? Wird der Mittagsschlaf in den Kindergärten verschoben? Werden die Kühe früher gemolken? Muss der Uhrmacher in seinem Geschäft eine Sonderschicht einlegen? Die MAZ hörte sich im Havelland um.

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Noch sind die Kühe in den Ställen der Agro-Glien-GmbH in Paaren im Glien recht gelassen. Jeden Tag ab 4 Uhr und 15.30 Uhr werden die 220 Tiere gemolken. Ab Sonntag, nach der Zeitumstellung, eine Stunde früher. „Wenn wir dann am Morgen anfangen, sind die Kühe sehr müde und schlafen teilweise noch“, erzählt Jan Tempel, Chef der Agro-Glien-GmbH. Im Herbst, wenn die Uhren wieder zurück gestellt werden, ist das Problem nicht so gravierend. Dann kämpfen die Tiere eher mit zwickenden Eutern.

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Kommende Nacht um 2 Uhr wird es auch bei der Bahn spannend. Bundesweit müssen 120 000 Bahnhofsuhren umgestellt werden, so Pressesprecher Burkhard Ahlert. „Das passiert per Funk.“ Das Signal kommt von der physikalisch-technischen Bundesanstalt in Braunschweig. „Es ist Routine, gängige Praxis und völlig eingespielt“, so Ahlert. Regionalzüge seien vom Beginn der Sommerzeit nicht betroffen, dafür aber deutschlandweit etwa 40 Nachtzüge. „Deren Fahrpläne enthalten jedoch einen so großen Spielraum, dass sie sich am Ende kaum verspäten.“

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In der Nauener Havellandklinik ist die Rechnung einfach: „Die Crew, die in dieser Nacht Dienst hat, ist auch bei der nächsten Umstellung im Oktober dran“, erklärt Silke Monte von der Klinik. Im Spandauer Krankenhaus „Havelhöhe“ ist das Problem, „dass die Mitarbeiter auch wirklich daran denken, eine Stunde früher zur Arbeit zu kommen“, so ein Sprecher des Hauses. Die Ausgabe der Medikamente erfolge problemlos: „Wenn dreimal täglich Medikamente verabreicht werden, ist ohnehin immer eine Stunde plusminus einkalkuliert.

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Montagmorgen. Die Uhr zeigt 7 Uhr, aber zurückgerechnet ist es eigentlich erst 6 Uhr. Die Müdigkeit greift um sich in den ersten Tagen nach der Zeitumstellung. Kindererzieherin Ramona Eckstädt bemerkt dies besonders deutlich bei ihren kleinen Schützlingen in der Falkenseer Kita „Falkennest“. „Die Kinder sind am Morgen müder“, sagt sie. „Wir merken das auch am Mittag, sie sind schon eine Stunde früher als sonst total fertig.“ Das wirkt sich jedoch nicht auf die reguläre Mittagsschlafzeit aus. „Durch Liedersingen und andere Motivationen halten wir sie wach“, erzählt Ramona Eckstädt. Während der etwa einstündigen Mittagsruhe schlafen die Kinder in den ersten Tagen der Sommerzeit besonders gut. „Das pegelt sich nach zwei bis drei Wochen wieder ein“, sagt die Erzieherin.

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In den Büros des Landratsamtes sehen die Mitarbeiter der fehlenen Stunde relativ gelassen entgegen. „Die Uhren in den Computern und Servern stellen sich automatisch um“, so Kreissprecher Erik Nagel. „Allerdings funktioniert die automatische Umstellung der Schließanlage in seltenen Fällen nicht richtig und muss per Hand eingestellt werden.“ In der Stadt Falkensee richtet sich der Blick am Sonntag auf die Rathausuhr, dem einzigen städtischen Zeitanzeiger. „Vor zwei Jahren ist sie auf den Funkbetrieb umgestellt worden“, sagt Falkensees Pressesprecherin Manuela Dörnenburg.

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Im Schmuck- und Uhrenhaus Kunze in Elstal ist der Beginn der Sommerzeit vor allem Fummelarbeit. „Etwa 80 Uhren müssen bei uns umgestellt werden“, sagt Firmeninhaber Matthias Kunze und ergänzt: „Zur Freude unserer Azubis.“ Bis zu drei Tage kann es dauern, bis die Zeitumstellung in dem Geschäft komplett vollzogen ist. „Das macht sehr viel Arbeit.“ In der ersten Woche kommen vermehrt Kunden, die Hilfe brauchen: „Hier in Elstal sind es immer 20 bis 30 Leute, denen wir dabei helfen, ihre Uhren umzustellen“, erzählt Matthias Kunze. Die Sommerzeit hält der Uhrmacher für vollkommen unnötig. „Da kommt nicht viel bei raus“, sagt er. Nur dass viele Menschen eine Menge Arbeit deswegen hätten. Und er fügt hinzu: „Außerdem stimmen sieben Monate lang die Sonnenuhren gar nicht mehr.“

aRTikel

Der Glaube an Gott als Lebensinhalt

Donnerstag, den 23. Oktober 2008
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Religion: Philipp Rüdiger (23) studiert im siebten Semester am Theologischen Seminar in Elstal

MAZ Falkensee, 23.10.2008

Zu wissen, dass Gott auf seiner Seite ist. Das sei die zentrale Grundlage seines Lebens, sagt Philipp Rüdiger. Der 23-Jährige möchte nach seinem Studium in Elstal Gemeindepastor werden.

ELSTAL
„Ich spüre Gottes Gegenwart, er ist um mich rum. Gott liebt mich, und deshalb kann ich leben.“ Das sind große Worte. Philipp Rüdiger lebt danach. Der 23-Jährige studiert im siebten Semester am Theologischen Seminar in Elstal.
„Ich merke auch, wenn ich Antworten von ihm bekomme“, sagt er. „Gerade, wenn ich die Bibel lese.“ Es sei ein Gefühl der Freude. Eine andere Freude als die, die man bei einem Tor beim Fußball verspürt. Eine, die auch dann vorhanden ist, wenn es gerade nichts zum Freuen gibt.
Wer Philipp auf seinem Zimmer in Elstal besucht, bekommt viele Bibelsprüche zu lesen, die überall an Wänden und Regalen kleben. Weltkarten, aber auch ein Spongebob-Poster. Es gibt für ihn auch ein Leben abseits der Bibel: Mit Freunden Fußball gucken oder am Computer zocken, wie er sagt.
Die Wurzeln für seinen Glauben liegen in der Familie. Aufgewachsen ist er in einem Dorf in der Nähe von Oranienburg. Seine Eltern haben ihn erzogen und ihn mit der Gemeinde in Kontakt gebracht. Seit er denken kann, war er dabei. Er findet: „Prägung spielt immer eine Rolle, ist aber nicht alles.“ Der Glaube an Gott ist sein Leben.
Getauft wurde Philipp, da war er elf. Bei den Baptisten kann jeder selbst entscheiden, ob er diesen Schritt gehen will oder nicht, das ist für ihn ein großer Unterschied gegenüber den anderen Kirchen. Er erinnert sich an ein Erlebnis in der Kindheit. „Da spürte ich plötzlich: Gott ist da.“ Richtig beschreiben kann er das Gefühl nicht. An dem Tag beschloss er jedoch, selbst auch ein Christ zu werden. Er besuchte regelmäßig die evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in Oranienburg.
Sein Ziel ist es, Gemeindepastor zu werden. Dabei wollte er das erst gar nicht. „Ich fand das nie interessant“, sagt er. Auf dem Programm stand nach dem Abi das Studium der Geschichtswissenschaften. „Ich bin dann aber eines Morgens aufgewacht und habe über mein Leben nachgedacht. Plötzlich hatte ich eine klare Sicht.“ Der Entschluss stand fest, dem jungen Mann war nun klar, was Gott von ihm will: Philipp wird Gemeindepastor. „Anfangs hatte ich Befürchtungen, dass ich dem nicht gewachsen bin, aber jetzt spüre ich Vorfreude.“
Momentan hält er einmal pro Monat eine Predigt, entweder in der Heimatgemeinde oder hin und wieder auch anderswo. Wenn er das Studium in Elstal in zwei Jahren abschließt, hat er den „Master of Theology“ und kann seiner Lebensaufgabe nachgehen. „Zunächst eher in Westdeutschland, ich will erst mal raus“, sagt er. Aber irgendwann kann er sich vorstellen, eine kleine Stelle in Brandenburg anzutreten.
Es kommt nicht oft vor, aber manchmal stößt er mit einer Lebenseinstellung auch auf Ablehnung. „Beschimpfungen sind selten, manchmal von Betrunkenen auf dem Weg in die Gemeinde“, erzählt Philipp. Gleichgültigkeit findet er schlimmer. Zu sehen, wie andere ihr Leben wegwerfen. „Ihre Familie, ihre Zukunft sind ihnen vollkommen egal.“
Philipp ist der Überzeugung, dass das Leben die Gemeinschaft mit Gott ausmacht.“ Nichtgläubige verpassen in seinen Augen etwas Entscheidendes. Das heißt nicht, dass er sie anders behandelt. „Eine Beziehung ist nicht davon abhängig, ob es einen Glauben gibt oder nicht.“ Es gilt das Prinzip der Nächstenliebe, der bedingungslosen Akzeptanz. Auch in seinem Freundeskreis ist das immer wieder ein Thema.
Zum Lebensende, so stellt sich Philipp vor, wird er vor Gott stehen und Zeugnis abliefern, was er aus seinem Leben gemacht hat. „Ich werde die Ewigkeit bei Gott verbringen.“ Wenn das der Himmel ist, dann will er das nicht verpassen. Doch bis dahin hat der 23-jährige Student noch viel vor.

aRTikel

Lob für die Dallgower Komparsen

Donnerstag, den 20. März 2008
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-> 22.2.2008

Kino: Regisseur Dennis Gansel über „Die Welle“ und die Zeit am Curie-Gymnasium

MAZ Falkensee, 20.3.2008

„Die Welle“, gedreht unter anderem in Elstal und Dallgow-Döberitz, sahen am ersten Wochenende in den Kinos mehr als 300000 Zuschauer. MAZ-Mitarbeiter Robert Tiesler traf Regisseur Dennis Gansel.

MAZ: „Die Welle“ wurde in großen Teilen am Marie-Curie-Gymnasium in Dallgow-Döberitz gedreht. Wie kam es dazu?
Dennis Gansel: Ich wollte für den Film ein modernes Gymnasium haben, kein altes Gebäude, in dem man sich vorstellen könnte, dass hier schon Nazilehrer unterrichtet haben könnten. Es sollte davon total unbeleckt sein.

Wie war die Arbeit in Dallgow?
Gansel: Das war super! Ich hatte noch nie so tolle Komparsen. Alle haben wie echte Schauspieler gearbeitet, haben sich mit unserer Hilfe eigene Biografien erstellt. Sie waren voll integriert.

Die Dreharbeiten fanden in den Ferien statt. Die Dallgower Schüler kamen trotzdem in die Schule. Zum Drehen.
Gansel: Ja, und es waren harte Drehtage. Es war echt erstaunlich, wie gut alle durchgehalten haben. Oft haben wir 17 Stunden gearbeitet, mit den Scheinwerfern da reingeballert. Aber wir haben auch immer versucht, eine tolle Atmosphäre zu schaffen.

Wie sind Sie auf „Die Welle“ aufmerksam geworden?
Gansel: Das war schon zu meiner Schulzeit ein klassischer Schulstoff. Ich habe das Buch gelesen und darüber nachgedacht, wie das alles so passieren konnte.

Vor dem Dreh haben Sie in mehreren Schulen in Deutschland recherchiert. Was ist Ihnen aufgefallen?
Gansel: Es gibt eine hohe Gewaltbereitschaft. Sogenannte Patchworkfamilien sind an der Tagesordnung. Es gibt viele Scheidungskinder. Das war früher noch anders. Extreme Individualität wird heute als störend empfunden.

Was kann man für die Jugend tun?
Gansel: Man muss ihnen eine Zukunft bieten. Da wird noch immer zu wenig getan und so lange wird sich auch nichts ändern. Es wird zu wenig gefördert und das ist keine regionale Sache.

„Die Welle“ ist eigentlich eine Geschichte aus den USA. Haben Sie es bewusst als deutsche Story geschrieben?
Gansel: Der erste Gedanke war: Würde das hier auch funktionieren? Und wäre ich dabei gewesen? Schon beim Dreh mit 30 Schauspielern und 120 Komparsen bekam das alles auch immer eine Eigendynamik.

RTelenovela

Abschied von einer Unbekannten

Donnerstag, den 10. Mai 2007
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Ich glaube, ich war in den vergangenen zehn Tagen der aufmerksamste Zeitungsleser im ganzen Havelland – habe jeden, aber wirklich jeden Artikel gelesen, der im Heimatblatt erschienen ist: Straßenbau in Falkensee, Hundetötung in Dallgow-Döberitz, Eisenbahntag in Elstal, Knochenmarkspende in Ketzin, Barfußtag in Nauen. Und und und. Das alles natürlich nicht ohne Grund: Ich war heute im Falkenseer Büro mit der Zeitungskritik dran. Und mal völlig vom Handwerklichen abgesehen: Ich glaube, ich weiß jetzt, was so los ist im Osthavelland…

*

Ich kenne die Frau nicht persönlich, dennoch hat mich eine Todesanzeige heute kurz betroffen gemacht. In Elstal starb eine Frau, die bei fast jedem unserer Gewinnspiele mitgemacht hat. Als ich ihren Namen heute entdeckte, war das schon ein seltsames Gefühl. Wir kannten uns nicht, unbekannt war sie mir trotzdem nicht.

aRTikel

2559 Burger

Freitag, den 23. März 2007
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Trend aus dem Internet: Sturm auf McDonald’s / Massenbestellungen beim Schnellimbiss

MAZ Falkensee, 22.3.2007

ELSTAL
Er ist derzeit das große Thema im Internet – bei Youstube, in Foren und Blogs: der Sturm auf McDonald’s. An einem bestimmten Tag, in einer bestimmten Stadt, in einer bestimmten Filiale der Imbisskette treffen sich Hunderte Leute, um dann Burger zu bestellen. Nicht einen, nicht zwei – nein: 2211. So geschehen vor einigen Wochen in Braunschweig. Es soll getestet werden, wie die Burgerfirma mit so einem plötzlichen Ansturm fertig wird.
Bei McDonald’s in Elstal hat man von diesem neuen „Trend“ bisher noch nichts gehört. „Selbst wenn, wir dürften dazu nichts sagen“, sagt eine Sprecherin der Restaurantleitung.
Nachfrage in der Burgerzentrale in München. „Es gab an verschiedenen Orten derartige Aktionen“, weiß Matthias Mehlen, stellvertretender Unternehmenssprecher. „Das breitet sich momentan bundesweit aus.“ Für die Restaurants seien solche Megabestellungen eine logistische Herausforderung. „Aber wir verweigern uns dem nicht“, so Matthias Mehlen. Im Gegenteil: „Wir versuchen, alle Wünsche zu befriedigen. Falls doch mal eine Grenze erreicht ist, müssen wir eben sagen, dass alles ausverkauft ist.“ Der Rekord liegt aktuell bei 2559 Burgern, die bei McDonald’s in Ibbenbüren über den Tresen gingen.
Mehlen: „Wir haben mit dieser Aktion nichts zu tun, aber wir freuen uns, damit im Brennpunkt zu stehen. Es ist für uns auch eine Herausforderung.“ Bisher seien die Lagerkapazitäten kein Problem gewesen. Bei neuen Rekordversuchen würde man bei McDonald’s vorher sogar einen telefonischen Tipp bekommen. Und im Internet kursiert schon der nächste Sturmtermin: am 31. März an der Gedächtniskirche in Berlin.

RTelenovela

Olympia ist verblasst

Samstag, den 24. Februar 2007
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Wer auf der B5 vom Berliner Ring in Richtung Falkensee unterwegs ist, fährt bei Elstal auch mitten durch das ehemalige olympische Dorf von 1936.
Ein trauriger, trostloser Anblick. Alte Häuser, die verrotten, verfallen und offenbar zu nichts mehr zu gebrauchen sind. Das Dorf scheint zwar noch hier und da als eine Art Museum zu dienen, aber große Teile scheinen vollkommen ungenutzt.
Am Rand des Dorfes stehen dann auch noch alte DDR-Wohnblocks. Völlig entkernt, nur noch die Hüllen sind zu sehen. Die Blöcke stehen im völligen Nichts.
Irgendwie gespenstisch.

In Elstal befinden sich übrigens auch die Fabrikverkäufe diverser Markenfirmen. Und wo billige Klamotten versprochen werden, sind natürlich die potenziellen Käufer nicht weit. Himmel und Menschen, die Hemden, Pullover und Schuhe anproben, wieder wegstellen oder dann doch kaufen.
Interessante Strategie: An einen Ständer wird ein Schild gehangen, auf dem Klamotten “ab 8 Euro” angeboten werden. Die gibt’s da auch tatsächlich – nur nicht so zahlreich. Der Rest kostet dann auch schon mal 40 oder 50 Euro. Aber bei einigen Kunden scheint das Lockangebot zu funktionieren – bei mir nicht.