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Viele Ideen: Von der Eisbahn am Dorfanger bis zum Oberkrämer-Radio

Samstag, den 15. Januar 2022
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Maren Gilzer-Kuhlmann (FDP) will Bürgermeisterin werden – sie möchte die Bürger bei sämtlichen Entscheidungen befragen und hat viele Visionen einer modernen Gemeinde

MAZ Oberhavel, 15.1.2022

Oberkrämer.
Dass der Bürgermeister-Wahlkampf weit über die Grenzen von Oberkrämer hinaus bekannt ist, liegt an Maren Gilzer-Kuhlmann. Wegen ihr berichten auch „Brisant“, die FAZ oder der Focus über die Wahl in der kleinen Gemeinde. Unbestreitbar liegt das an der Prominenz der 61-Jährigen. Aber um die soll es hier nur am Rande gehen. Maren Gilzer-Kuhlmann will Verwaltungschefin werden.

Angefangen hat alles mit den Protesten gegen die Schließung des Flughafens Berlin-Tegel, so kam sie mit der FDP in Kontakt. „Sie hat mich sehr überzeugt“, sagt sie. Später engagierte sie sich lokalpolitisch in Hennigsdorf, ist inzwischen stellvertretende Vorsitzende des dortigen FDP-Ortsvereins. „Da habe ich mich zufällig vorher schon mal erkundigt, wie man Bürgermeisterin wird“, erzählt sie. Als der Rücktritt von Peter Leys bekannt wurde, hatte sie dann Uwe Münchow, der FDP-Chef in Oberhavel, angesprochen, ob sie sich den Job vorstellen könne. Sie überlegte ein Wochenende – und sagte dann zu. Seitdem ist Wahlkampf angesagt.

Maren Gilzer-Kuhlmann lebt in Nieder Neuendorf – weshalb sich viele Leute fragen, was sie mit Oberkrämer zu tun habe. „Mein Bruder hat dort zehn Jahre gewohnt“, erzählt sie. Oft war sie am Schloss in Schwante, geheiratet hat sie nebenan in Groß-Ziethen. Inzwischen hat sie sich viel mit Oberkrämer befasst. Sie ist im Wahlkampf mit dem Maren-Mobil unterwegs, Plakate wurden aufgehängt, Flyer verteilt. „Man kann mich persönlich kennenlernen“, sagt sie. Manchmal wird sie auch auf ihre Prominenz angesprochen, „zwei Autogramme musste ich geben“, sagt sie mit einem Schmunzeln.

Sie hat viel vor mit der Gemeinde Oberkrämer. Sie will bessere Busverbindungen mit dichteren Takten, „gerade in die Randgebiete.“ Es liege schon ein Plan der FDP vor. Zusätzlich hat sie die Idee von „Car-To-Go“-Elektroautos in jedem Ortsteil. Dazu möchte sie mit Investoren reden. Auch einen Bürgerhaushalt soll es dann geben. Ein dringendes Anliegen ist die Oberschule für Oberkrämer – wo diese entstehen könnte, müsste eine Umfrage ergeben. „Eichstädt liegt zentral, das wäre als Standort nicht schlecht.“ Wird sie Bürgermeisterin, dann will sie auch in alle Kitas und Schulen, um zu schauen, welche Bedarfe es dort noch gibt. Oberkrämer soll wachsen, aber nicht unendlich, sagt sie. Auf eine Zahl möchte sie sich da nicht festlegen. Jetzt sind es etwas mehr als 12 000.

Oberkrämer soll moderner, schöner werden. Zum Beispiel in Sachen Energieversorgung: „Ich möchte auf lange Sicht, dass wir uns in der Gemeinde energetisch selbst versorgen“, sagt sie. „Ich habe sehr viele kreative Ideen, was ich machen möchte. Man muss den ersten Stein ins Rollen bringen. Das sehe ich als meine Aufgabe.“

Ihr Oberkrämer ist eine echte Vision. Die Dorfanger in den Ortsteilen sollen aufgewertet werden – mit Einkaufsmarkt, einem Zeitungsladen, Restaurants und Cafés, dazu gepflegte Parkanlagen und sanierte Häuser drumherum. „So stelle ich mir jeden einzelnen Dorfanger vor. Es gibt einfach zu wenig Gastronomie.“ Mit dem Musik- und Theaterverein in Schwante will sie Theaterstücke aufführen – mit Tourneen durch alle Ortsteile. Dazu sollen auf allen Dorfangern Bühnen entstehen. In jedem Ortsteil soll es Clubs für die Jugend geben mit verschiedenen Musikstilen und Gesangsbattles. Maren Gilzer-Kuhlmann hat Kontakte zu den „Flying Steps“, die „coole Kurse mit Musik“ anbieten können. Die entsprechenden Räume könnten preiswert von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. Auf dem Dorfanger in Marwitz könnte eine Eisbahn aufgebaut werden, daneben eine Imbissbude. „Ich bin sehr jung im Kopf, ich bin sehr nah dran an der Jugend, von der Mentalität her“, sagt sie. Um mit den Bürgern Kontakt zu halten, „will ich nicht nur regelmäßige Befragungen durchführen. Auch sollen sie zu allen Entscheidungen befragt werden“. Sie könnte sich auch ein Oberkrämer-Radio vorstellen, mit stündlichen aktuellen Informationen aus der Gemeinde.

Aber wie kann sie diese Visionen alle durchsetzen? Die Gemeindevertretung sei zu sehr BfO-regiert, sagt sie, ebenso die Verwaltung. „Mit denen muss ich eng zusammenarbeiten, am Anfang werde ich ziemlich gegen Windmühlen kämpfen. Aber ich habe keine Bedenken, dass ich sie weichgeklopft kriege. Ich habe einfach ganz andere Ansätze, die sie nicht haben. Auch durch meinen beruflichen Werdegang kenne ich ganz andere Leute, die uns unterstützen können“, erklärt sie.

Apropos Werdegang. Im Allgemeinen ist der bekannt. Geboren wurde Maren Gilzer-Kuhlmann in Berlin-Treptow, die Familie ging vor dem Mauerbau nach West-Berlin. Sie machte eine Ausbildung zur technischen Zeichnerin, arbeitete dann am Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik. Nebenbei modelte sie so erfolgreich, dass das bald ihr Hauptberuf wurde. Sie ging später zu einem Casting, war dann viele Jahre lang Assistentin an der „Glücksrad“-Ratewand auf Sat.1, war danach 15 Jahre Schauspielerin in der MDR-Serie „In aller Freundschaft“ und wurde später Dschungelkönigin in der RTL-Show „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“. Ihre Hobbys: Architektur und der Erhalt von alten Häusern. „Ich bin gerade dabei, zwei Häuser zu bauen“, sagt sie.

Dass sie nicht in Oberkrämer lebt, findet sie unproblematisch, der Ort sei dichter an Oberkrämer, als Schwante an Bötzow, sagt sie. Und sie kann sich vorstellen, nach Oberkrämer zu ziehen. Ihr Lieblingsstelle: der Dorfanger mit dem Holzbackofen in Schwante.

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Wahlkampf: Schwere Vorwürfe an die BfO

Donnerstag, den 13. Januar 2022
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Dirk Lehmann aus Schwante schreibt Offenen Brief – Bürgermeister Leys darf nicht als Amtsperson werben

MAZ Oberhavel, 13.1.2022

Oberkrämer.
Der Schwantener Dirk Lehmann wirft den Bürgern für Oberkrämer (BfO) schwere Verfehlungen im Bürgermeister-Wahlkampf vor. In einem Fall räumt die BfO einen Fehler ein und bittet um Entschuldigung.
Alles begann am Montag mit einem offenen Brief, der an den Kreiswahlleiter Rudi Mießner, die Gemeindewahlleiterin Sabine Großmann und an die Presse ging. Dirk Lehmann schreibt darin, dass der Wahlkampf fair verlaufe. „Bis auf eine Ausnahme: Die Kandidatin der BfO, Carolin Schmiel, leistet sich immer wieder – ob gewollt oder ungewollt – Verfehlungen, welche sogar gegen aktuelle Rechtsprechung (…) verstoßen.“

Die Liste umfasst fünf Punkte. Die MAZ ist allen Punkten nachgegangen. Dirk Lehmann wirft der BfO unter Punkt 1 vor, dass in der Vehlefanzer Kita im Dezember Wahlwerbung in Form der Ankündigung der Weihnachtskutschentour der BfO gehangen habe. Dazu sagte BfO-Chef Matthias Schreiber am Mittwoch auf MAZ-Nachfrage, dass er davon ausgehe, dass niemand von der BfO dort den Flyer offiziell angebracht habe. Zudem habe es im Umfeld der Veranstaltungen keine direkte Wahlwerbung gegeben, so Schreiber.

Punkt 2: BfO-Kandidatin Carolin Schmiel habe in den Räumen der Gemeindeverwaltung während der Arbeitszeit geholfen, Weihnachtstüten für Senioren zu packen. Dabei handelte es sich um eine Aktion für die Senioren in Vehlefanz, die schon länger läuft. Wie die Verantwortliche Kerstin Laatsch am Mittwoch sagte, fand das Packen in ihrem Büro in „Haus der Generationen“ statt. Schwierig ist die Einordnung der Arbeitszeit, denn Schmiel ist jetzt schon stellvertretende Bürgermeisterin, da kommen solche Aktionen vor. In der Berichterstattung der BfO auf Facebook wurde sie aber als Bürgermeisterkandidatin betitelt. Carolin Schmiel weist aber auch darauf hin, dass sie sich nicht während der Arbeitszeit um ihre Kandidatur kümmere, dass sie sich dann in der Verwaltung auslogge, diese Zeiten dann also nicht als Arbeitszeit gelten würden.

Dirk Lehmann wirft außerdem der BfO vor, dass dessen Vorsitzender Matthias Schreiber beobachtet worden sei, wie er gemeinsam mit seiner Frau, die im Ordnungsamt arbeitet und die mit einem Fahrzeug der Gemeinde unterwegs gewesen sei, in Eichstädt BfO-Plakate aufgehangen habe. Als Beweis werden Zeugen und Fotos angegeben. Matthias Schreiber kündigt in dem Zusammenhang rechtliche Schritte an. „Eine Anzeige wegen Verleumdung wurde gefertigt“, so Schreiber in einer Stellungnahme. Wie er sagt, sei Eichstädts Ortsvorsteher Dirk Ostendorf dabei gewesen. Nach Schreibers Angaben habe die Ordnungsamtsmitarbeiterin – seine Frau – nicht geholfen, Plakate aufzuhängen, sondern sie habe in ihrer Job-Funktion darauf hingewiesen, dass ein BfO-Plakat an einer unzulässigen Stelle gehangen habe. Was die Beweisfotos angeht, kommt Sebastian Wolf, der Bürgermeisterkandidat der Linken, ins Spiel. Laut Dirk Lehmann würden die Fotos von ihm stammen. Wolf selbst sagte jedoch auf MAZ-Nachfrage, dass man auf den Fotos wenig Konkretes erkennen könne. Er stünde auch als Zeuge nicht zur Verfügung. Es ist jedoch von einem Wortgefecht zwischen Wolf und Schreiber vor Ort die Rede.

Weiterer Vorwurf: Die Gemeinde Oberkrämer habe eine Wahl-Veranstaltung auf dem Dorfplatz in Klein-Ziethen untergesagt, an der drei Kandidaten teilgenommen hätten, nicht aber die Kandidatin der BfO. Bei einer Veranstaltung der BfO in Schwante wiederum, seien dagegen keine Abstände eingehalten worden, auch seien mehr als zehn Leute zusammengekommen. Laut Ordnungsamtsleiter Dirk Eger habe die Gemeinde die Veranstaltung in Klein-Ziethen nicht untersagt. „Da hatten wir gar keine Infos drüber“, sagte er der MAZ. Dementsprechend habe es da seitens der Gemeinde keine Einmischung gegeben. Auch der Neujahrsempfang in Vehlefanz ist nicht untersagt worden, sondern wurde durch den Heimatverein aufgrund der hohen Hürden der Umsetzung abgesagt.

Schwerwiegend ist der Vorwurf Lehmanns, dass auf einem BfO-Flyer auch Bürgermeister Peter Leys für Carolin Schmiel wirbt. „Verstoß gegen das Neutralitätsgebot“, so Dirk Lehmann. Matthias Schreiber räumt diesen Fehler ein. „Dafür bitten wir um Entschuldigung“, sagte er. Der Begriff „Bürgermeister“ dürfe dort nicht erscheinen. Auch Carolin Schmiel, die Kandidatin selbst, räumte das Versäumnis ein. Als Privatperson dürfe er aber werben, und deshalb seien die Flyer nun mit Überklebungen oder Schwärzungen verteilt worden. Einen ähnlichen Hinweis gab es vom Landkreis. Leys sei „auf sein Neutralitätsgebot hingewiesen“ worden, „da er im Falle des genannten Flyers nicht als Privatperson handelt“, so Pressesprecherin Constanze Gatzke.

Gemeindewahlleiterin Sabine Großmann schließt unterdessen aus, dass Carolin Schmiel von der Wahl ausgeschlossen werde. Es gebe aber die Möglichkeit, nach der Wahl Einsprüche zu erheben.

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Chronik Oberkrämer 2021

Donnerstag, den 23. Dezember 2021
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MAZ Oberhavel, 23.12.2021

Januar:
Nach einem Unfall vor der Vehlefanzer Nashorn-Grundschule findet eine Verkehrszählung statt. Fahren wirklich genug Autos, damit die Stelle entschärft werden kann? +++ Auf der A10-Bahnbrücke über dem Wendemarker Weg in Bärenklau bildet sich eine gewaltige Delle. +++ Der Sozialausschuss spricht sich gegen Luftfilter in Kitas und Schulen aus. +++ Auszeichnung: Die RB 55 ist die schlechteste Bahnlinie.

Februar:
Die Grüne/FWO/Linke-Fraktion gibt 400 Masken in die Kitas. +++ Anwohner der Straße Zum Heidegarten in Eichstädt sind nicht amüsiert über den neuen Funkmast. +++ Am Rand von Schwante sollen 220 weitere Häuser entstehen.

März:
In Bötzow öffnet der zweite Hort-Neubau. +++ Protest in Vehlefanz: Ein 200 Jahre alter Baum ist für neue Häuser gefällt worden. +++ Matthias Schweighöfer soll für den Kurzfilmdreh eines Schwanteners zugesagt haben. Daraus wurde dann aber wohl nichts.

April:
Der neue Frosch in der Bahnhofstraße in Schwante ist weg. Geklaut? Nein, entfernt, weil verboten. +++ Erneut gibt es im Gemeinderat keine Mehrheit für die Hissung der Regenbogenfahne. +++ Vandalismus in Bötzow mit Bränden, Graffiti und Zerstörungen.

Mai:
Überfall auf die Tankstelle in Vehlefanz. Viel war nicht zu holen. +++ Das Gemeindezentrum in Bötzow soll nun eingezäunt werden – gegen den Vandalismus. +++ Der ADAC will im Gewerbegebiet Bärenklau bauen.

Juni:
In Oberkrämer findet die Landpartie statt – oder so was Ähnliches, was nicht Landpartie genannt werden darf, wegen der Coronaregeln. +++ Der Wald bei Bötzow brennt – tagelang.

Juli:
Der Marwitzer Kreisel wird wegen Bauarbeiten in den Sommerferien gesperrt. +++ Sechs Jungstörche sterben nach einem Starkregen. +++ Amazon wird sich im Gewerbegebiet Vehlefanz ansiedeln. +++ Klaus Rettschlag, Gründungsmitglied der SG Vehlefanz, stirbt mit 67.

August:
Der Anbau für die Vehlefanzer Nashorn-Grundschule wird eröffnet. +++ Die ehemalige Neu-Vehlefanzer Bürgermeisterin Irene Hoppe stirbt mit 91.

September:
Der Mühlenhof in Vehlefanz wird eröffnet – womit das Dorf eine zweite Mühle hat. +++ Die Bärenklauer feiern ihr Erntefest – an nur einem Tag und mit Hygieneregeln. +++ Es gibt Ärger um Kitagebühren, die in höheren Gehaltsklassen steigen sollen. +++ Bei der Bundestagswahl gewinnt in Oberkrämer die SPD vor der CDU.

Oktober:
Die Feuerwehr spricht sich dagegen aus, nachts die Sirenen abzuschalten. +++ Die ehemalige Vehlefanzer Ortsvorsteherin Erika Kaatsch stirbt mit 87. +++ Peter Leys gibt bekannt, dass er im März 2022 als Bürgermeister zurücktreten wird.

November:
In der Oberkrämerhalle in Eichstädt findet eine Impfaktion statt – 200 Leute kommen. +++ Die Vehlefanzer Kirche bekommt eine zweite, neue Glocke.

Dezember:
Bei der Landratswahl gewinnt in Oberkrämer Alexander Tönnies (SPD) vor Sebastian Busse (CDU). +++ Bötzow bekommt in der Veltener Straße einen Blitzer.

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Oberschule in Oberkrämer? „Man soll realistisch sein“

Freitag, den 19. November 2021
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Bürgermeister Peter Leys spricht im Interview mit der MAZ über die Gründe seines bevorstehenden Rücktritts, andauernde Straßenbauarbeiten, die Bildungslandschaft und den Bahnverkehr

MAZ Oberhavel, 19.11.2021

Oberkrämer.
Zum 1. März 2022 hat Peter Leys (BfO), der Bürgermeister in Oberkrämer seinen Rücktritt eingereicht. Er geht vorzeitig in den Ruhestand, aus gesundheitlichen Gründen.

Wie geht es Ihnen?
Peter Leys: Schwierige Frage. Eigentlich fühle ich mich momentan relativ gut. Aber das ändert sich oft sehr schnell. Die Hälfte meiner Dienstzeit habe ich Kopfschmerzen, es fällt mir zunehmend schwer, mich länger zu konzentrieren.

Ist Ihnen die Entscheidung aufzuhören, dennoch schwergefallen?
Das ist eine zwiespältige Sache. Einerseits habe ich mich wählen lassen und den Wählern damit ein Versprechen gegeben. Damit habe ich schon ein Problem. Andererseits, bekomme ich zunehmend Probleme in der Richtung, dass Stress bei mir mit starken Kopfschmerzen verbunden ist, so dass ich meine Arbeit nicht mehr ordentlich erledigen kann. Lange Sitzungen haben mich in den letzten Monaten so belastet, dass ich jedes Mal froh war, sie schadlos überstanden zu haben. Ich habe es viele Jahre geschafft, Probleme nicht an mich persönlich heran kommen zu lassen.

Was werden Sie vermissen?
Auf jeden Fall meine Kollegen und den Kontakt zu vielen Leuten. Das Gefühl, in Oberkrämer einiges bewegen zu können und Einfluss auf viele Dinge zu haben. Es ist auch immer ein gutes Gefühl, viele Ideen gemeinsam mit anderen Leuten umzusetzen. Auch die Diskussionen in der Verwaltung über die Lösung vielfältigster Probleme unserer Gemeinde wird mir fehlen.

Was haben Sie im Ruhestand vor?
Ausruhen, womit ich bisher leider so meine Probleme hatte. Ich werde versuchen, kürzer zu treten. Anfang März kann man ja noch nicht so viel machen. Wir waren schon immer Camper. Immer wenn ich unterwegs war, fühlte ich mich spätestens nach einer Woche deutlich besser. Bisher waren wir meistens nur zwei Wochen unterwegs, länger war das oft nicht möglich. Meine Frau und ich wollen zukünftig versuchen, unser Hobby mehr zu unserem Lebensinhalt zu machen.

Dann kommen wir jetzt zum Geschehen in Oberkrämer. Die Bauarbeiten am Marwitzer Kreisel und der Chausseestraße ziehen sich hin.
Beim Kreisverkehr, an dem sich zwei Landesstraßen kreuzen, war ich immer der Meinung, dass das nicht unsere Aufgabe als Gemeinde ist, sich darum zu kümmern. Aber wir hatten den ganz dringenden Wunsch aus Bötzow, die Anbindung des Radweges nach Velten so zu gestalten, dass man gefahrlos über den Kreisel kommt. Unsere Chance, das durchzuziehen, war, dass wir mit dem Land reden und die Baumaßnahmen übernehmen. Der Landesbetrieb Straßenwesen hat offensichtlich ein noch größeres personelles Problem als wir. Ich war trotzdem kein ein Freund davon, dass wir als kleine Gemeinde Oberkrämer uns diese Maßnahme auf den Tisch ziehen. Und leider ist es dann auch so eingetreten, dass die Baumaßnahme nicht so gelaufen ist, wie wir uns das gewünscht hatten. Was nicht nur an fehlenden Materialien lag. Im wesentlichen ist der Kreisel fertig. In der Chausseestraße baut die Owa eine Trinkwasserleitung, der Landesbetrieb erneuert die Straße. Ich gehe davon aus, dass die Chausseestraße erst im nächsten Jahr fertig wird.

Auch der Mühlenweg in Schwante dauert viel länger als geplant.
Bevor man eine Straßenbaumaßnahme beginnt, muss man alle betroffenen Träger beteiligen. Im Rahmen dieser Beteiligung hat sich aber niemand gemeldet, weder Edis noch Telekom oder sonst wer. Erst als wir angefangen haben kamen die Medienträger. Die Edis wollte neue Kabel verlegen. Und die eine Firma darf dann nur die Kabel verlegen, die andere darf sie anschließen. Die Koordinierung war katastrophal, das hat uns sehr zurückgeworfen. Beim Bau der Straße hat man dann festgesellt, dass die Schmutzwasserleitung in Teilen schon sehr marode war und in mehreren Abschnitten ausgewechselt werden musste. Das war alles nicht vorhersehbar. Komplett fertig wird die Straße voraussichtlich erst im Frühjahr des kommenden Jahres. Aber ich hoffe, dass die Befahrbarkeit der Straße noch 2021 wieder möglich sein wird. Aktuell beabsichtigt die Telekom, die uns schon während der Maßnahme behindert hat, Glasfaserkabel zu verlegen. Dem Öffnen der bereits neu hergestellten Fahrbahn werden wir nicht mehr zustimmen..

Der Anbau der Vehlefanzer Grundschule ist fertig, bald wird in Bötzow eine neue Turnhalle gebaut, was auch mehr Platz schafft. Ist dann in Sachen Platzbedarf für die Schulen erst mal alles geschafft?
Die Turnhalle in Bötzow ist noch eines meiner wichtigen Ziele, die ich auf den Weg bringen wollte. Wir hatten große Probleme mit der Baugenehmigung. Jetzt liegt sie vor, so dass wir nächste Woche die Ausschreibung vorbereiten können. Auch wenn ich das Gefühl habe dass die Schulleitung in Bötzow sich nicht so darauf freut wie ich. Wir können glücklich sein, dass wir in der Lage sind, solche Vorhaben noch umzusetzen. Wir verfügen dann über drei große Sporthallen. Aus der alten Halle in Bötzow werden danach wieder Klassenräume. Mittelfristig sollte die Gemeinde Oberkrämer dann in Sachen Grundschulplätze gut aufgestellt sein..

In Schwante entsteht noch ein großes Wohngebiet. Reichen die Plätze in der Kita in Schwante und der Grundschule in Vehlefanz?
Im Rahmen der Kitabedarfsplanung sind Sommerswalder Dreieck und Schäferweg mitbetrachtet worden. Wir haben aufgrund dessen schon Maßnahmen umgesetzt. Die Kapazität der Schule und des Hortes in Vehlefanz wurde deutlich erhöht. Wenn die Bonava in Schwante mit den Baumaßnahmen beginnt, rechnen die mit sechs Jahren bis zur vollständigen Umsetzung, das ist deutlich länger als in unserer Bedarfsplanung angenommen wurde. Das Sommerswalder Dreieck wird sich nicht so schnell entwickeln wie die Marwitzer Heide. Wir werden das hinkriegen.

Werden wir je erleben, dass es in Oberkrämer eine Oberschule gibt?
Wenn ich ehrlich bin, glaube ich das nicht. Man soll realistisch sein, auch wenn man niemals nie sagen soll. Auch wenn das identitätsstiftend wäre. Man muss auch sehen, wir haben Oberschulen in Kremmen, Velten und Hennigsdorf. Sicherlich wird die Bevölkerung hier weiter wachsen. Für Bötzower und Marwitzer Kinder, ist es eher besser, nach Velten zur Oberschule zu gehen. Und auch wenn wir bald überall unsere Orte mit Radwegen verbunden haben, wäre Vehlefanz für diese Schüler trotzdem weiter als Velten. Der Landkreis plant in Velten den Neubau der Zürner-Schule. Ich denke mal, die Marwitzer und Bötzower haben mehr Interesse daran, eher nach Velten zu gehen, wenn die Kinder der anderen Ortsteile dann in Kremmen unterrichtet werden, ist das eine akzeptable Lösung, wenn man über die Grenzen unserer Gemeinde hinausdenkt. Die Gemeindevertreter haben sich ja mehrheitlich dafür ausgesprochen, dass in Oberkrämer eine Oberschule entstehen soll, aber ich halte das für unrealistisch. Es wäre eine Schule, die der Landkreis bauen müsste, der wird das nicht tun.

Die Regionalbahn 55 fällt sehr oft aus. Haben Sie als Gemeinde mal Protest eingelegt?
Versuchen Sie mal, an die Bahn ranzukommen. Natürlich haben wir das versucht, bewegt hat sich nichts. Das ist ein schlechter Zustand. Ich hoffe, dass in Zukunft nicht nur mit Bekenntnissen gearbeitet wird. Ich hoffe, dass man es hinbekommt, das Angebot zu verbessern. Es heißt immer, wir wollen mit Bus und Bahn fahren, aber es fahren oft gar keine Bahnen und Busse.

Mit dem Gewerbegebiet Vehlefanz-Bärenklau bekommt auch der Bahnhof Bärenklau eine neue Bedeutung.
Klar ist eins: In den nächsten Jahren werden dort sehr viele Arbeitskräfte gebraucht, von denen hoffentlich viele mit der Bahn kommen. Das setzt aber voraus, dass man eine vernünftige Taktung und Anbindung hat. Der Radweg im Gewerbegebiet geht schon bis zur Autobahnbrücke, den Rest zum Bahnhof Bärenklau bauen wir auch noch, so dass man mit dem Rad oder E-Roller dorthin fahren kann.

Was wünschen Sie der Gemeinde Oberkrämer nach der Ära Leys?
Aus meiner Sicht ist es wichtig, dass man es weiterhin schafft, finanziell auf soliden Beinen zu stehen, dafür sind die Gewerbegebiete wichtig. Und dass sich die Gemeindevertreter wieder aufeinander zubewegen, dass man die Gemeinde im Fokus hat und nicht die eigene politische Richtung. Dass sich Leute engagieren für die Gemeinde und in den Vereinen.

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Fuffifund

Samstag, den 9. Oktober 2021
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50 Euro. Der Schein liegt auf dem Boden, ein paar Mal gefaltet. Ein echt wertvolles Fundstück.
Der Schein liegt vor der Gemeindeverwaltung in Eichstädt. Gerade ist der öffentliche Teil des Sozialausschusses zu Ende, ich laufe zum Auto, als ich den Fuffi auf der Erde liegen sehe.

Was tun? Klar, ich könnte ihn aufheben und mitnehmen. Mit 50 Euro kann man ja einiges machen. Aber da kommen auch gleich die Skrupel, denn die 50 Euro haben jemandem gehört, vielleicht jemandem, der im Ausschuss sitzt. Immerhin lag der Schein direkt vorm Eingang.
Und, irgendwie denke ich, es könnte mich ja jemand beobachten.
Also hebe ich ihn auf, gehe wieder in den Sitzungssaal zurück und reiche der Protokollantin den Geldschein.

Am nächsten Vormittag telefoniere ich mit der Ortsvorsteherin von Bärenklau. Sie bedankt, denn es stellte sich raus: Der Fuffi gehört ihr. Sie war die Letzte, die zur Sitzung kam, und die 50 Euro hatte sie von einem Kunden bekommen, dem sie gerade noch was ausgeliefert hatte.
Ende gut, alles gut.

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Feuerwehr ist gegen Sirenen-Abschaltung

Mittwoch, den 6. Oktober 2021
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In Oberkrämer gibt es derzeit zwischen 22 und 6 Uhr keine lauten Alarmierungen mehr – das sorgt für Diskussionen

MAZ Oranienburg, 6.10.2021

Oberkrämer.
Als in der vergangenen Woche in Bötzow ein Müllcontainer gebrannt hat, da heulten im Ort die Sirenen – Einsatzbeginn war 21.57 Uhr. Nur ein paar Minuten später, und die Sirenen wären still geblieben. In der Gemeinde Oberkrämer läuft derzeit ein Test, wonach die Sirenen in den Dörfern zwischen 22 und 6 Uhr ausgeschaltet bleiben.
Ausgeschaltete Sirenen bedeuten natürlich nicht, dass die Feuerwehrleute nicht zu den Einsätzen gerufen werden können. Das passiere über den Pieper und über das Handy, sagte Oberkrämers Bürgermeister Peter Leys (BfO). Auch wies er darauf hin, dass andere Kommunen in Oberhavel gar nicht mehr die Sirenen nutzen oder keine mehr haben.
„Die neue Technik ist hervorragend“, sagt Karsten Peter Schröder (SPD). Der Bärenklauer ist Mitglied der Feuerwehr. Es gebe neben dem Pieper die Blaulicht-SMS. Jeder könne gleich mitteilen, ob er zum Einsatz kommen könne oder nicht.

Die Abschaltung sei diskutiert worden, sagte Dirk Eger, der Leiter des Ordnungsamtes, der auch für die Feuerwehr zuständig ist. Es habe Beschwerden von Anwohnern gegeben. Es sei nicht zu erklären, warum die Sirenen noch benötigt werden, wenn es doch die neue Technik gebe, die auch in Oberkrämer genutzt werde. „Wir haben genügend Alarmierungswege, wir wollten es mal ausprobieren“, so Dirk Eher weiter. Hintergrund sei, dass zum Beispiel Einsätze durch Unfälle oder Wetterschäden inflationär seien. „Und dann werden alle davon geweckt.“

Das sehen längst nicht alle so. „Es ist ja nicht der Fall, dass die Sirenen dreimal pro Nacht heulen“, sagt der Vehlefanzer Gemeindevertreter Carsten Schneider (Linke). Er wohne auch nahe einer Sirene, und ihn störe sie nicht. „Ich frage mich, wo solche Beschwerden herkommen.“
Karsten Peter Schröder sagt: „Wir sollten froh sein, dass wir noch funktionstüchtige Sirenen haben.“ Nicht nur das, sie wurden kürzlich erst gewartet, wie Dirk Eger anmerkt. Die Sirenen seien für den Katastrophenschutz präpariert worden. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht.“

Es habe keinen Aufschrei wegen der nachts abgeschalteten Sirenen gegeben, so Feuerwehrmann Karsten Peter Schröder. Es sei von Seiten der Kameraden durchaus okay, nachts die Sirenen abzuschalten. Doch das scheint eine auch bei der Feuerwehr umstrittene Ansicht zu sein. Grundsätzlich haben sich die Ortswehrführungen in Oberkrämer gegen die Abschaltung ausgesprochen, erklärte der Gemeindebrandmeister David Ostwald am Montag. „Die Sirene hat ja auch die Aufgabe, dass sie die Bevölkerung warnen soll.“ So könne es ja sein, dass ein Auto vor einem Haus brennt. Auf diesen Aspekt hat auch der Schwantener Gemeindevertreter Bernd Ostwald (CDU) hingewiesen. Der Aspekt des Warnens sei nicht zu vernachlässigen.

„Ich sehe das auch als Anerkennung der Kameraden an“, sagt Thomas Nocke (BfO), der Marwitzer Ortsvorsteher. „Die Sirene ertönt, und man weiß, die tun was, sie retten Leute.“ In Marwitz habe man es nicht fassen können, dass die Sirenen nachts ausbleiben. „Es ist für jeden, der in Not ist, ein großes Gefühl, wenn dann die Sirene ertönt und man weiß: Sie sind unterwegs.“
Demnächst soll das Thema in den Ausschüssen in Oberkrämer beraten und entschieden werden. Gemeindebrandmeister David Ostwald sagt zur Abschaltung: „Wir empfehlen das nicht.“

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Überflieger: Essen mit Emotionen

Samstag, den 24. Juli 2021
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Sebastian Theiss (39) ist Koch als Leidenschaft und auf höchstem Niveau unterwegs – von Eichstädt aus bietet er handgemachte Caterings an

MAZ Oberhavel, 24.7.2021

Eichstädt.
Zur Begrüßung gibt es einen Brownie. Der sieht an sich schon mal köstlich aus. Einmal kurz flambiert, eine sahnige Soße drauf – und ein rotes Pulver: Rote Beete. Was Sebastian Theiss schnell mal drüber gestreut, ist aber alles andere als schnell gemacht. „Das Rote-Beete-Pulver für Desserts ist mehr als nur die Tüte zu öffnen.“ Die Rote Beete müsse getrocknet und in der Kaffeemühle zu Pulver gemahlen werden. „Was oft dahinter steckt, sieht der Kunde nicht.“ Die Herstellung bezeichnet der 39-Jährige durchaus als anstrengend – sie ist ihm aber wichtig.
Auf einem Gewerbehof Am Eichenring in Eichstädt betreibt Sebastian Theiss „Farm to Fork“, übersetzt heißt das „Vom Bauernhof auf die Gabel“. „Ich mache Caterings auf sehr hohem Niveau“, sagt er. „Wer zu mir kommt, will was Besonderes haben.“ Einfach nur zu essen sei langweilig, es gehe um Wertschätzung, Emotionen, dass die Leute sagen, es habe Spaß gemacht.

Geboren in Wolmirstedt, kam er mit zwei Jahren mit seinen Eltern nach Eichstädt, in Beetz ging er zur Schule, und das Kochen hat ihn scheinbar schon früh interessiert, denn er begann dann eine Ausbildung bei Mövenpick im Berliner Europacenter. Doch die Lehre sei „so bitter“ gewesen, dass er sich fragte: „Was willst du mit diesem Beruf?“ Und fast wäre er Krankenpfleger geworden – denn im Zivildienst an der Sommerfelder Klinik hatte er gute Erfahrungen gemacht.
Aber ganz wollte er seinen Kochberuf noch nicht aufgeben. Er hatte von der Eröffnung eines Mövenpicks am Anhalter Bahnhof gehört. „Der Küchenchef war ein richtig großer Typ. Die Kochlehre fing da von vorne an.“ Mit Respekt und Angst, wie Sebastian Theiss erzählt. Er lernte das Filigrane am Essen kennen, Speisen zu analysieren, Komponenten zusammenzubringen. Kurzum: Er hatte die Liebe zu seinem Beruf wiederentdeckt. „Die Qualität war abartig hoch“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Viereinhalb Jahre blieb er dort. Es folgten weitere Stationen, darunter als Küchenchef im Arcotel unweit des Auswärtigen Amtes. Nach zwei Jahren aber habe er gedacht: „Ich muss ins Ausland. Ich kündige einfach alles. Ich habe alles verkauft.“

Er ging nach Australien, arbeitete in einer Cateringfirma im Outback, in einem australisch-österreichischen Lokal in Melbourne, und er kümmerte sich um die Eröffnung eines Hotels von Jamie Oliver in Perth. Später reiste er nach Thailand, Neuseeland und auf die Philippinen. Überall hat er etwas Neues gelernt. „Ich habe gemerkt, wie verschwenderisch wir sind.“ Auf den Philippinen habe er gelernt, alles, was man sonst wegschmeißt, anders zu verwenden. „Das ist eine Nachhaltigkeit, die kennt hier keiner.“
Er kam zurück nach Deutschland, arbeitete bei einem Caterer, der unter anderem auch bei größeren politischen Veranstaltungen dabei war. „Das war mega hochwertig.“ Aber auch anstrengend. Es blieb keine Zeit für die Familie, die Freundin, für Hobbys. Er beschloss, sich selbstständig zu machen.

Er bekam die Ladenfläche in Eichstädt und konnte sie zu seinen Zwecken umbauen. Auf dem Kremmener Spargelhof setzte er seine ersten Caterings um, half dort auch in der Küche. „Ich helfe da auch noch aus. Das ist das Tolle hier. In der Stadt ist es schwieriger, Connections zu finden. Hier kennt man den Bauern, und er grüßt einen.“ Alle würden versuchen, sich gegenseitig zu unterstützen.

Bei „Farm to Fork – Mr. Th. Catering“ sagt Sebastian Theiss, der inzwischen in Hohen Neuendorf wohnt, sei Genuss jede Sünde wert. „Ich mache nur planbare Sachen.“ Dazu gehören Hochzeiten, Geburtstage, Seminar-Caterings. Einen kleinen, hochwertigen Laden, nennt er seine Firma. Sein Credo: „Ich möchte bei jeder Veranstaltung dabei sein, ich möchte selber sehen, dass das, was ich mir vorgestellt habe, umgesetzt wird.“ Auch Live-Kochen ist bei ihm möglich.
Die Coronazeit nutzte Sebastian Theis unter anderem für die Produktentwicklung. Unter dem Label gibt es verschiedene BBQ-Saucen, ein Parmesan-Dressing und eine Wild-Preiselbeer-Dessert-Sauce. Vom Flaschendesign, über die Etiketten bis zum Inhalt – alles selbst gemacht, in mühevoller Arbeit. „Das läuft gut, ist aber Beiwerk“, sagt Sebastian Theiss. Seine Produkte gibt es zum Beispiel in den Hofläden an der Milchtankstelle und am Schloss in Schwante und dem Spargelhof in Kremmen.

Wie es weiter geht – Sebastian Theiss lässt es auf sich zukommen. Die Branche ist durch Corona in großen Schwierigkeiten. Aber er sagt auch: „Bis jetzt finde ich das alles noch ganz toll.“ Und momentan sei richtig viel zu tun.
Mehr Infos gibt es im Internet: farmtofork-catering.de.

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