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Zukunftsangst in Zeiten des Coronavirus

Donnerstag, den 19. März 2020
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Es ist ja nicht nur so, dass uns das Coronavirus Sorgen macht. Dass wir uns Gedanken darüber machen, wie lange das alles dauert. Wie lange wir jetzt zu Hause rumsitzen müssen.
Da ist auch noch die Zukunftsangst, die diffus im Hinterkopf schwirrt. Wenn das alles vorbei ist: Habe ich dann noch meinen Job? Hält mein Arbeitgeber in dieser auch wirtschaftlich hochproblematischen Zeit durch?Wenn man hört, dass andere, ähnliche, wenn auch kleinere Firmen schon Kurzarbeit anmelden, dann wird einem schon mulmig.

Auch in Oranienburg haben am Mittwoch viele Läden geschlossen. Wie lange das dauert, ist unklar. Und wie die finanziellen Verluste sich in Grenzen halten können, auch. Ich hoffe, dass es – wenn wir das alles überstanden haben – meinen Buchladen noch gibt.

Auf meiner kleinen Recherche-Rundtour stoppte ich kurz bei Freunden. Sie haben gerade erst ein neues Lager eröffnet, doch mit Veranstaltungsbedarf ist momentan wenig zu machen, und man kann auch für sie nur hoffen, dass das alles schnell vorübergeht.
In der Disco im Nachbardorf passiert erst mal auch nichts mehr. Das ist bitter, weil es dort seit längerer Zeit mal wieder richtig gut lief, und auch dort passiert beim Veranstaltungsservice, der dort auch betrieben wird, nichts mehr. Kurzarbeit ist schon angemeldet.
Und das sind nur wenige Beispiele. Die Sorgen gibt es jetzt überall.

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aRTikel

Seit 60 Jahren für Senioren im Dienst

Dienstag, den 17. März 2020
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1960 übernahm Inge Meier in Eichstädt ein Ehrenamt, das sie bis heute nicht loslässt – sie leitet den Club der älteren Mitbürger – das Jubiläum ist den meisten im Dorf gar nicht bekannt

MAZ Oranienburg, 17.3.2020

Eichstädt.
Es ist ein Jubiläum, das es vermutlich nicht so oft gibt. Seit 60 Jahren kümmert sich Inge Meier um die Seniorenarbeit in Eichstädt. Die heute 82-Jährige ist die Vorsitzende des Seniorenclubs im Dorf. Schon seit 1960 ist es ihre ehrenamtliche Aufgabe, sich um die älteren Mitbürger – zu denen sie ja inzwischen selbst gehört – zu kümmern.

Und das kam so: Seit 1958 lebt Inge Meier in Eichstädt. Sie stammt aus dem Norden, geboren bei Anklam. Später lebte sie in Stralsund. Inge Meier lernte den Beruf der Erzieherin. Als es darum ging, sich zu bewerben, tat sie das im damaligen Kreis Oranienburg. „Mein Vater war zuvor nach Zühlsdorf gezogen“, erzählt sie. In Eichstädt war damals eine Stelle als Kitaleiterin frei. Das war ihr Start im Dorf. Gleich zu Beginn mit gerade einmal 20 Jahren eine hohe Verantwortung. „Das ist nicht zu empfehlen“, sagt sie schmunzelnd. „Was ich gelernt habe, konnte ich nicht umsetzen. Die Bedingungen waren ganz anders.“ Der Gegenwind durch die Eltern war groß. „Das ging ein paar Jahre so.“ Dann jedoch war sie etabliert, die Arbeit mit den Kindern habe immer großen Spaß gemacht. 40 Jahre blieb sie in der Kita, davon 37 als Leiterin.
Mit den Kitakindern sei sie oft bei den Senioren zu Gast gewesen, um zum Geburtstag zu gratulieren oder zu singen. „Da wurde ich dann angesprochen: Können wir uns nicht mal irgendwann treffen? Das haben wir dann auch gemacht.“ Das war 1960. Damals begann ihre Arbeit mit den Senioren, damals noch über die Volkssolidarität. „Das hat sich alles so ergeben, wir haben uns zusammen etwas aufgebaut.“ Auch wenn sie den Vorsitz hat – alleine war sie in diesem Ehrenamt nie. Heute gibt es im Vorstand des Seniorenclubs fünf Mitglieder. Auch Christa Fritsch ist, wie Inge Meier weiß, schon seit 60 Jahren dabei.

In sechs Jahrzehnten seien viele gekommen und gegangen. „Aber ich habe jetzt die erste in der Gruppe, die ich auch im Kindergarten hatte“, erzählt sie. „Anfangs waren wir so um die 15 Leute, das hat sich später gesteigert.“ In den 90ern war die Aktivität im Seniorenclub zwischenzeitlich nicht ganz so groß, die Kaffeenachmittage habe es aber immer gegeben. „Als ich 1998 aufgehört habe zu arbeiten, da konnte ich dann auch neue Kraft reinstecken.“ Inzwischen ist die Gruppe um die 25 bis 30 Leute stark.
Die Kaffeenachmittage im Saal des Gemeindehauses in Eichstädt sind immer sehr gut besucht. Nur die Suche nach einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger, der die Leitung des Clubs übernehmen könnte, ist offen. Mit ihren 82 Jahren denkt Inge Meier verstärkt darüber nach.

Durch die Corona-Krise sind nun auch die Veranstaltungen der Senioren in Eichstädt ausgesetzt. „Aber es gibt ja das Telefon“, sagt Inge Meier. So könne zu den anderen ebenfalls Kontakt gehalten werden. Sie selbst strickt außerdem sehr gern, und auf ihrem Tisch liegt immer ein Tablet. Auf dem handlichen Computer löst sie Rätsel, sucht über Google aber auch schon mal nach Dingen, die sie interessieren. „Das ist schon eine tolle Erfindung“, findet sie.

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Händeschütteln in Zeiten von Corona

Sonntag, den 8. März 2020
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Ein Lächeln statt eines Händedrucks. Seit einiger Zeit gibt es diesen Hinweis in der Eichstädter Gemeindeverwaltung: „Wir sind nicht unhöflich, wir sind umsichtig. Wir verzichten auf das Händeschütteln und schenken Ihnen ein Lächeln.“ Auch beim Jahresempfang der Gemeinde Oberkrämer am Freitagabend in Marwitz war dieser Hinweis zu lesen.

Gute Sache, eigentlich. Stichwort: Coronavirus und mögliche Ansteckung. Das Problem ist nur: dieser Reflex! Es ist einfach so in uns drin: Wir begegnen einem Menschen, wir treffen ihn, und wir wollen uns die Hand geben. weil man das ja schließlich immer so macht.
Es ist eine regelrechte Überwindung nötig, dass man dran denkt: Ach ja, wir sollen und wollen ja nicht mehr die Hände schütteln. Also, vorerst.

Ich gebe zu: Ich habe es am Freitagabend in Marwitz trotzdem getan. Natürlich mit schlechtem Corona-Gewissen. Zum Glück war aber auch Desinfektionsmittel im Saal vorhanden.

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Abschied nach 27 Jahren

Freitag, den 21. Februar 2020
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Peter Matschke, Justiziar und stellvertretender Bürgermeister von Oberkrämer, steht vor Jobwechsel

MAZ Oranienburg, 21.2.2020

Eichstädt.
Das Gefühl, auf der Schlussetappe zu sein. Anfang der Woche hat sich das bei Peter Matschke eingestellt. Er sitzt in seinem Büro in der Verwaltung der Gemeinde Oberkrämer in Eichstädt, und es wird nur noch wenige Tage sein Arbeitsplatz sein. Der 57-Jährige gibt sein Amt als Justiziar und stellvertretender Bürgermeister auf. Am 28. Februar gibt er am Vormittag seinen Abschied – nach 27 Jahren. Er wird stellvertretender Leiter der Brandenburgischen Kommunalakademie in Potsdam.

„Es gab bei mir die Überlegung, wie es weitergeht“, sagt er. „Viele hatten mich auch angesprochen, ob ich in vier Jahren der Nachfolger von Peter Leys als Bürgermeister werden möchte.“ Mehrere Wochen habe er überlegt und abgewägt. Bis zum Oktober dauerte das. Er entschied sich letztlich für die Bewerbung in Potsdam. „Es ist aber keinesfalls so, dass ich der Arbeit in Oberkrämer überdrüssig bin“, stellt er klar. Das Verhältnis zum Bürgermeister und den Mitarbeitern in der Verwaltung sei „ohne Fehl und Tadel“. Die Zusammenarbeit mit Peter Leys bezeichnet er als professionell, vertrauensvoll und auch freundschaftlich. „Ich hatte Peter Leys auch frühzeitig in meine Überlegungen eingebunden, es war mir wichtig, wie er darüber denkt.“

Peter Matschke stammt aus dem Ruhrgebiet. „Groß geworden bin ich in Gladbeck.“ Es folgte ein Studium in Bochum, das Referendariat in Münster. Inzwischen lebt er in Oranienburg. Er kam im Frühjahr 1993 in die Region. „Da hatte ich gerade das zweite Staatsexamen in Nordrhein-Westfalen abgelegt.“ Von dort aus hatte er auch die Wende mitverfolgt. „Meine Überlegung war: Es ist eine Herausforderung und reizvoll, hier etwas mitzugestalten und entwickeln zu können.“ In den alten Bundesländern hatte er so eine Chance auf Veränderungen nicht gesehen. „Aber hier wurde eine Verwaltung aufgebaut, sie musste sich finden und entwickeln.“ Dabei wollte er mitmachen, sich der Herausforderung stellen, Strukturen aufzubauen.
Damals ist ein Justiziar für die damaligen Ämter Oberkrämer, Kremmen und die Gemeinde Leegebruch gesucht worden. „ Ich wollte mich einbringen.“ Als er 2008 stellvertretender Bürgermeister in Oberkrämer geworden ist, „wurden die Aufgaben immer vielfältiger, und mein Zeitkontingent reichte nicht mehr aus.“ Somit konzentrierte er sich ganz auf Oberkrämer.

Ein Wessi und ein Jurist. Kam das gut an in der Region? „Ich bin ja bis heute bemüht, dass Herkunft und Beruf keine Rolle spielen. Und auch 1993 wollte ich genau das nicht zum Ausdruck bringen.“ Er sieht sich vielmehr als „Wossi“, und er ergänzt: „Ich fühle mich total angekommen und akzeptiert.“ Immerhin lebt er nun schon 27 Jahre – also die Hälfte seines Lebens in der Region. Direkt nach Oberkrämer gezogen ist er jedoch nie. „Wir wohnen in Oranienburg. Das ähnelt dem städtischen Wohnen, wie ich es immer gewöhnt war.“ Durch die Landesgartenschau habe die Stadt einen großen Satz nach vorn gemacht. Dort will er auch wohnen bleiben, wenn er künftig in Potsdam arbeitet.

Oberkrämer aber war sein Wirkungsbereich. Er freut sich, dass er „als Justiziar der Gemeinde dabei mitwirken konnte, dass ein solides und rechtlich abgesichertes Ortsrecht geschaffen werden konnte.“ Mit den Mitgliedern der kommunalen Gremien habe er immer konstruktiv, vertrauensvoll „und gern auch kontrovers“ diskutiert. „Vielleicht ist es mir sogar auch gelungen, mit meinem Wirken das positive Erscheinungsbild und Ansehen der Gemeinde Oberkrämer ein wenig mitgeprägt zu haben.“ Und er ergänzt: „Sollte es so sein, freut mich das natürlich am meisten.“

Aber es habe auch schwierige Zeiten gegeben. „Wenn ich an das Schloss Schwante denke“, sagt er. Der Immobilienskandal rund um den damaligen Pächter sorgte zur Jahrtausendwende für Wirbel. „Das hätte ich mir nicht vorstellen können, dass dort so starke politische Einflüsse genommen werden.“ Auch die Diskussion um die mögliche Errichtung eines riesigen Factory Outlet Centers bei Karlsruh an der Autobahn hatte damals für Diskussionen gesorgt. „Ich fand es einerseits reizvoll, aber es hätte auch einen tiefen Einschnitt in den Charakter der Region gehabt.“
Er sagt: „Kein Mensch ist fehlerlos.“ Es gebe Situationen, die sich manchmal im Nachgang anders darstellen. Aber dass er in seinen 27 Jahren in Oberkrämer etwas „wirklich verbockt“ habe, das könne er nicht sagen.
Ab März arbeitet er dann in der größten kommunalen Aus- und Fortbildungsstätte für kommunale Bedienstete in Brandenburg. Schon in den vergangenen Jahren war er dort nebenher als Dozent tätig. Nun wird er stellvertretender Leiter.

Wehmut ist trotzdem dabei. „So eiskalt ist man da sicher nicht. Aber der letzte Tag soll auch kein Trauertag werden. Ich werde die Region nicht aus den Augen verlieren“, sagt er.

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aRTikel

Chronik Oberkrämer 2019

Samstag, den 14. Dezember 2019
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MAZ Oberhavel, 14.12.2019

Januar: Neujahr gegen 1 Uhr brennt im Schlossweg in Schwante eine Hecke. +++ Feuer beim Autohandel in Eichstädt – Brandstiftung. Schaden: 13 000 Euro. +++ Krise beim Bärenklauer Kulturverein Arge Baer. Der Vorstand findet keine Nachfolger. Der Ortsbeirat kümmert sich nun um das Erntefest. +++ Andres Irmisch aus Schwante verlässt die CDU.

Die Brücke am Wendemarker Weg in Bärenklau war am Jahresanfang schon einmal gesperrt – aber Bauarbeiten fanden nicht statt. Während die Sperrung termingerecht erfolgte, verzögerte sich der Baustart oben auf der Autobahn. Das sorgte im Ort für Protest. Karsten Peter Schröder vom Ortsbeirat machte seinem Unmut Luft. Mit Erfolg – die Sperrung der Straße wurde für einige Wochen wieder aufgehoben.

Februar: Der Schwantener Bäcker Karl-Dietmar Plentz gibt das Buch „Der Brotmacher“ heraus. +++ Der Familiensportverein will in Bärenklau eine Hockeyanlage betreiben. Aber eine Bodenversiegelung wird nicht gestattet.

März: Carsten Schneider verlässt die SPD und wechselt zu den Linken. +++ Das Sommerlager der Freikirche findet nicht mehr in Vehlefanz, sondern in Oranienburg statt.

Die Feuerwehr in Oberkrämer hat im März für die Wachen in Bötzow, Marwitz und Vehlefanz neue Löschfahrzeuge bekommen. Die Übergabe fand an der Oberkrämerhalle in Eichstädt statt. Etwa 1,2 Millionen Euro hat die Gemeinde in diese Neuanschaffungen investiert. Mit großen Getöse sind die drei Autos auf den Platz gefahren – unter dem Applaus der Anwesenden und mit einer Feuershow am Wegesrand. Die alten Fahrzeuge haben den Anforderungen nicht mehr entsprochen.

April: Ingo Pahl von der Feuerwehr Marwitz stirbt mit 71 Jahren. +++ Die Freikirche will in Vehlefanz eine Kita eröffnen. +++ Joanna und Gregor Künzer eröffnen den Dorfkrug in Bärenklau neu.

Erika Kaatsch verabschiedete sich mit der Kommunalwahl im Mai von ihren Ämtern. Mit 84 Jahren trat sie mehr an. Lange war sie Ortsvorsteherin von Vehlefanz – hier mit ihrem Ortsbeirat. Abschied nahm sie auch von der Gemeindevertretung. Sie hat viel bewegt im Ort, nun genießt sie ihr Leben.

Mai: Die Büffel aus Schwante büxen aus und werden von der Polizei bei Klein-Ziethen gestellt. +++ Das Dach der Kirche in Marwitz ist fertig. +++ Die Bahn fällt ständig aus, das sorgt für Ärger bei den Pendlern. Offener Brief verhallt. +++ Neuer Hort in Bötzow wird eröffnet. +++ BfO gewinnt bei den Kommunalwahlen, AfD erstmals in der Gemeindevertretung.

Juni: Mandy Krenz wird neue Ortschefin in Bötzow, Hubert Gediga neuer Ortsvorsteher in Vehlefanz.

Loretta Würtenberger und Daniel Tümpel sind die neuen Besitzer von Schloss Schwante. Christian Schulz und das Monbijou-Theater mussten es aus finanziellen Gründen verkaufen. Der Wechsel hat im Ort für viel Wirbel gesorgt, denn die Familie will im Schloss auch wohnen. Die Sorge war groß, dass der Weg durch den Schlosspark und der Park selbst nicht mehr nutzbar seien. Die Kommunikation schien nicht immer einfach. Der Weg im Park wird nun verlegt.

Mehrere Feuer in der Nähe von Wolfslake sorgten im Juni für einen Großeinsatz der Feuerwehren aus der Region. Immer wieder flammten Glutnester auf. Zwischenzeitlich musste wegen des Qualms sogar die Autobahn zwischen dem Dreieck Havelland und Falkensee gesperrt werden.

Juli: Die Apfelernte in Eichstädt-Ausbau fällt aus – der Frost im Frühjahr ist schuld. +++ An der Nashorn-Grundschule in Vehlefanz wird die Fassade erneuert.

August: Jennifer Prahl wird die Leitung der Bibliothek übernehmen. +++ Spendenaktion für Johannes (3) aus Marwitz beginnt. Er hat einen Gehirntumor.

September: SPD, AfD und CDU bei der Landtagswahl in Oberkrämer vorn. +++ Bei Schwante muss ein Kleinflugzeug nach Propellerbruch notlanden. +++ Unbekannte hinterlassen bei Eichstädt riesigen Müllberg. +++ Der Förderverein der
Kirche in Eichstädt hat jetzt 100 Mitglieder.

Die alte schmale Brücke am Gewerbegebiet Vehlefanz, die über die A 10 führte, ist Geschichte. Inzwischen gibt es eine neue Brücke, die mehr Platz bietet, perspektivisch mit Radweg-Anschluss. Die A 10, die durch Oberkrämer führt, ist eine Großbaustelle. Sie wird auf sechs Fahrstreifen verbreitert. Bis zum Jahresende ist eine der neuen Fahrbahnen bereits fertig. Immer wieder ist es 2019 zu Verkehrsbehinderungen gekommen. Die Anschlussstelle war längere Zeit gesperrt, für die Autofahrer bedeutete es lange Umwege. 2020 geht es weiter.

Oktober: Die Verwaltung in Eichstädt soll ausgebaut werden. +++ Edeka in Vehlefanz will hinter dem jetzigen Gelände neu bauen. +++ Dino Preiskowski und Dana Bosse leiten die SPD in Oberkrämer. +++ In Sommerswalde wollen die Buddhisten einen Tempel bauen.

November: „Reckin’s Eiche“ in Klein-Ziethen soll im August 2020 geschlossen werden. +++ Der Bahnübergang am Lindenweg in Schwante soll wieder gesperrt werden – nach Protesten nur halbseitig. +++ Die Grünen gründen gemeinsamen Ortsverein mit Leegebruch. +++ Justiziar Peter Matschke verlässt die Gemeinde Anfang 2020. +++ Die Energieinsel in Vehlefanz bekommt den Zukunftspreis des Landes Brandenburg. +++ Die Brücke auf der L 20 in Bötzow ist wieder frei.

Dezember: Der Bau eines zweiten neuen Hortgebäudes beginnt in Bötzow. +++ Die gGmbH Kenntnisreich macht das Angebot, in Oberkrämer eine Kita zu bauen.

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Ein Hoch auf die Technik (58): Liegenbleiber

Dienstag, den 10. Dezember 2019
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(57) -> 26.10.2019

Es wirkte ein bisschen, als würde ich betrunken Auto fahren. Als ich den Kreisverkehr am Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium Richtung Innenstadt verlasse, zieht der Wagen nicht mehr, ich komme nicht in Gang und fahre schon halb auf den Bordstein. Aber dann zieht er doch noch mal an, und ich fahre zurück auf die Straße. Wirkte ein bisschen orientierungslos, war aber pure Verzweiflung.

Mein Auto und ich, wir werden wohl keine echten Freunde mehr. Zum dritten Mal in diesem Jahr ist es zu einem größeren Motorschaden gekommen. Ich habe es schon in Eichstädt gemerkt. Er ruckelte, und so richtig gut Gast geben konnte ich nicht. Ein bisschen leichtsinnig fuhr ich dennoch auf die Autobahn, in der Hoffnung, nicht komplett liegenzubleiben. Aber ich musste unbedingt bis Oranienburg kommen, dort ist die Werkstatt.
Und so gab ich immer wieder Gas und ließ mich rollen. Gas geben und rollen. Weiter ging es auf die B96, und das Gasgeben wurde immer problematischer.
Bis zum Kreisverkehr ging alles gut. Ich rettete mich bis in die Havelstraße, und da war klar: Durchs Zentrum komme ich nicht mehr. Der familiäre Abschleppservice sorgte dann dankenswerterweise, dass ich es mit dem Auto doch noch in die Werkstatt schaffte.

Ärgerlich ist das alles aber dennoch: Ich muss Pech haben mit meinem Auto, dass ständig größere Schäden entstehen, und dann hat die Werkstatt und das Autohaus nicht mal einen Leihwagen für mich. Da ist man schon mal doppelt bedient.

Es wird 2020 wohl Zeit, mich von der Marke BMW zu verabschieden. Die Marke ist teuer, die Reparaturen sind teuer. Und dann hat man es noch mit einem Montagsauto zu tun. Ein preiswerteres Auto müsste es doch eigentlich auch tun. Na, mal schauen…

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Irrwege in der A10-Baustelle

Freitag, den 6. Dezember 2019
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Der Autobahnbau auf dem nördlichen Berliner Ring kommt voran. Teilweise sind die Autofahrer schon auf der neuen Fahrbahn unterwegs. Wer auf der Anschlussstelle Oberkrämer in Richtung Oranienburg auf die A10 will, der bekommt gewissermaßen schon eine Preview. Denn einen guten Kilometer geht es zwischen Warnbaken auf der neuen Fahrbahn voran. Erst vor vor Bärenklau wird der Verkehr von der Auffahrt in den fließenden A10-Verkehr geleitet. Fährt sich übrigens gut.

Am Donnerstagvormittag aber, da sorgten die Bauarbeiter für ein merkwürdiges Verwirrspiel. Weil gerade die Baken umgestellt wurden, wusste der Fahrer vor mir nicht so genau, wo es denn nun lang gehen sollte. Der Bauarbeiter in der orangen Warnweste zeigte den Weg. Einen Kilometer weiter zeigte ein anderer Bauarbeiter zur Seite, wir sollten rechts an ihm vorbeidüsen. Die Kolonne blieb also auf der neuen Fahrbahn. Offenbar sollte wieder eine neue Fahrbahnführung kommen.
Die Kolonne stoppte aber in einer Sackgasse. Irgendwann war einfach Schluss, da standen Baufahrzeuge, keiner kam mehr vorbei. Ratlosigkeit. Um dann: umdrehen. So ging es wieder zurück, bis zur der Stelle, wo wir dann alle doch noch in den A10-Verkehr aufschließen konnten. Fast ein bisschen Anarchie, aber wieso uns die Bauarbeiter in die Sackgasse geleitet haben, wissen vermutlich nicht mal sie selbst. Dass da plötzlich Autos in der Baustelle stoppten, hat eigentlich auch keinen interessiert…

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