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Kaisermania 2019

Sonntag, den 4. August 2019
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SA 03.08.2019 | 20.15 Uhr | mdr-Fernsehen

Wann hört eigentlich die dämliche Unsitte auf, dass am Ende von Konzerten um Zugaben gebettelt werden muss, die sowieso im Ablaufplan stehen?
Zu sehen war das auch wieder am Sonnabendabend bei der “Kaisermania 2019” im mdr. Die Live-Übertragung aus Dresden war bis 22.50 Uhr geplant, und um 22.27 Uhr verschwanden Roland Kaiser und seine Band von der Bühne. Dann: “Zugabe, Zugabe”, und um 22.29 Uhr konnte das Konzert weitergehen.

Davon abgesehen: Die Kaisermania war auch 2019 sehens- und meistens auch hörenswert. Roland Kaiser hat bei weitem an diesem Abend nicht jeden Ton getroffen. Aber andererseits: Mehr als zweieinhalb Stunden sang der live. Und wirklich live. Das ist heutzutage bei Fernsehübertragungen eine echte Seltenheit, und deshalb sind kleine gesangliche Fehler sehr verzeihlich.

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Kaisermania 2018

Mittwoch, den 8. August 2018
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SA 04.08.2018 | 20.15 Uhr | mdr-Fernsehen

Vermutlich gibt es in Deutschland keinen Schlagerstar, dessen Konzerte so regelmäßig komplett live übertragen werden, wie von Roland Kaiser. Immer am ersten Sonnabend im August überträgt der mdr live aus Dresden das “Kaisermania”. Zweieinhalb Stunden singt Roland Kaiser seine Hits, und mehrere zehntausend Menschen jubeln ihm vor der Bühne, die unweit der Elbe steht, zu.

An diesem Sonnabend schauten rund 1,3 Millionen Menschen deutschlandweit bei der Kaisermania zu. Und das völlig zurecht, denn Roland Kaiser bietet eine wundervolle Sommernachtsparty. Von “Santa Maria” über “Joana” und “Warum hast du nicht Nein gesagt” sind die meisten Hits dabei, die Kaiser in seiner vier Jahrzehnte dauernden Karriere hatte.
Es ist schön zu sehen, dass es Roland Kaiser geschafft hat, auch 2018 immer noch alle Generationen zu vereinen. Denn zu den Konzerten nach Dresden kommen nun wirklich nicht die ältere Menschen – Jung und Alt feiern gemeinsam.

Dass Kaiser auch einen Udo-Jürgens-Hit im Gepäck hat, ist übrigens kein Zufall: “Mit 66 Jahren” sang er, der nun auch schon 66 ist. Dass es da eine tolle Leistung ist, zweieinhalb Stunden live zu singen und zu performen, muss man da gar nicht erst reden.
Kaisermania – ich freue mich auf 2019!

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RT liest

Ralf Günther: Das Weihnachtsmarktwunder

Sonntag, den 20. Dezember 2015
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Kleinhainichen in Sachsen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Martin (15) darf zum ersten Mal mit zum Striezelmarkt nach Dresden, um dort das Holzspielzeug zu verkaufen, das sie vorher selbst geschnitzt haben.
Als aber der Händler und auch Martins Vater krank werden, entschließt er sich, allein nach Dresden aufzubrechen. Eine echte Herausforderung: der weite Weg, der Schnee und Leute, die Martin in Dresden aufs Kreuz legen wollen.

Noch heute ist der Striezelmarkt in Dresden ein großer Anziehungspunkt. Ralf Günther erzählt eine Geschichte, die gut 200 Jahre her. Sie ist spannend, sie geht ans Herz und zeigt nebenher natürlich auch, wie schwierig das Leben zur damaligen Zeit war. Über Freud und Leid eines jungen Mannes in der Vorweihnachtszeit.

Ralf Günther: Das Weihnachtsmarktwunder
Kindler, 141 Seiten
7/10

Hits: 67

RTelenovela

Aufgedeckt: Die Dresden-Lüge um die Prager Straße!!

Freitag, den 22. Mai 2015
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Man hat mich jahrelang – ach was: jahrzehntelang!! – belogen und betrogen! Aber jetzt kam alles raus! Endlich!

Dresden. Ich bin sonst immer nur im Dezember, zur Striezelmarktzeit dort, jetzt erstmals in der warmen Jahreszeit mit freundlichem Wetter und Sonnenschein. Da wirkt die Stadt noch viel schöner als sowieso schon. Der Altmarkt wirkt auch im Frühling belebt, irgendein Fest scheint darauf immer stattfinden.

Wer von der Frauenkirche auf den Markt will – der muss über die Prager Straße. So hat man mir das erzählt. So sagte es die Dresden-Expertin in meiner Familie immer wieder, und die muss es ja wissen, weil sie doch früher so total oft in Dresden war.
So liefen wir neulich wieder durch Dresden. Mein Bruder aber hat die Lüge aufgedeckt. Dem mobilen Internet sei Dank. Denn das Smartphone führte uns zur Prager Straße. Und – was für ein Schock!! – die ist ganz woanders! Die Prager Straße ist eine beliebte Einkaufsstraße südlich des Altmarktes. Und nicht nördlich, wie ich immer dachte.

Die Prager Straße entpuppte sich stattdessen als die Wilsdruffer Straße – wie wir dann rausgefunden haben.
Da war das Ende der Dauerlüge – und wir gönnten uns zur Feier des Tages erstmal einen Kaffee – ganz in der Nähe der Pra…, äh, Wilsdruffer Straße.

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Paris trauert

Montag, den 12. Januar 2015
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SO 11.01.2015 | 15.05 Uhr | Das Erste

Mehr als eine Millionen Menschen in der Pariser Innenstadt. Franzosen, Deutsche, Italiener, Arabier, Türken. Christen, Juden, Moslems. Otto-Normal-Bürger, Politiker.
Es war ein versöhnliches Wochenende nach deprimierenden, schockierenden, traurig und nachdenklich machenden Tagen.

Das Erste übertrug am Sonntagnachmittag unter dem Titel “Paris trauert” mehr als zwei Stunden lang die Trauerdemonstration aus Anlass der Anschläge auf die Satirezeitschrift “Charlie Hebdo” und den jüdischen Supermarkt in Paris.
Viele hunderttausend Menschen gingen auf die Straße, um zu zeigen: “So nicht!” Um zu zeigen, dass die Nation zusammensteht und zusammenhält. Dass sie sich nicht von hasserfüllten Extremisten Angst machen lassen wollen. Deshalb fiel der eigentlich geplante Schweigemarsch auch lauter aus als gedacht, deshalb riefen die Menschen Friedensparolen, hielten “Je suis Charlie”-Schilder hoch, sangen und klatschten.

Gemeinsam mit der Demo am Sonnabend in Dresden, als 35.000 Menschen gegen jeglichen Pegida-Hass auf die Straße gingen, machten diese beiden Tagen wieder Hoffnung, dass das Gute auf der Welt vielleicht doch die Oberhand behält.
Auf jeden Fall waren es zwei gute Tage für die Demokratie.

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Schiff in der Schwebe

Freitag, den 19. Dezember 2014
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Ein Kran hob in Marwitz das 14 Tonnen schwere Gefährt vom Laster

MAZ Oranienburg, 19.12.2014

MARWITZ
Ein großes Knirschen – und schon hängt „Beethoven“ am Kran und schwebt über Marwitzer Boden. Ein 14 Tonnen schweres und 19 Meter langes ehemaliges Passagierschiff befindet sich seit gestern Vormittag auf dem Gelände der „Historischen Bauelemente“ am Bärenklauer Weg in Marwitz. Ein Kran hatte es vom Sattelschlepper rüber auf das Firmengelände gehoben.

Eigentlich sollte das Schiff – in seiner Vergangenheit trug es die Namen „Beethoven“ und „Stadt Bamberg“ – auf ein Wassergrundstück nach Berlin-Heiligensee gebracht werden, erklärte gestern Geschäftsführer Olaf Elias. Dort war ein Kindercafé geplant. Nach der Restaurierung des 1927 erbauten Schiffes sollte es auch wieder auf der Havel unterwegs sein. Doch der Kauf besagten Grundstücks war in letzter Minute geplatzt. Nun musste eine schnelle Entscheidung her, wo das Schiff erst mal hin soll. So strandete es gestern in Marwitz. „Wir haben uns vorher ausgerechnet, ob es überhaupt hier reinpasst“, erzählte Olaf Elias am Vormittag. „Es war perfekt.“

Was mit dem Schiff nun konkret passiert, ist offen. „Wir werden es hier erst mal sichern, dass es nicht mehr dem weiteren Verfall augesetzt ist“, so Olaf Elias. Es hat keinen Motor mehr, der Stahlrumpf muss saniert werden.
Das Schiff kommt von einer aufgelösten Werft in Dresden, es wäre in der Schrottpresse gelandet, wenn Elias nicht zugegriffen hätte. Zuvor war es lange in Düsseldorf und später in Bamberg unterwegs gewesen. Wenn die „Historischen Bauelemente“ in Marwitz im kommenden Jahr ihr 25. Jubiläum feiern, ist auch eine Kinderparty geplant. „Vielleicht finden wir Partner, das Schiff bis dahin flott zu machen“, sagt Olaf Elias. Auch will er weiter nach passenden Grundstücken Ausschau halten, die am Wasser liegen und für das Schiffskindercafé geeignet wären.
Aber auch nach Bamberg gibt es Kontakte. „Es gibt dort einen Dampferverein“, erzählt Olaf Elias. Vielleicht kehrt das Schiff irgendwann auch dahin zurück.

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RTelenovela

Geordnetes Striezelchaos

Samstag, den 21. Dezember 2013
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Das letzte Mal waren wir 2009 auf dem Striezelmarkt in Dresden, und ich kann mich dunkel erinnern, dass ich den Weihnachtsmarkt an der Frauenkirche schon da viel schöner fand.
In diesem Jahr war das nicht anders.

Wie üblich dröhnt Frank Schöbels Weihnachtsmusik aus den Lautsprechern, auf der Bühne unterhält sich ein Weihnachtsmann mit Kindern.
Der Plan, einfach durch die Budenreihen zu schlendern, scheiterte daran, dass es keine Reihen mehr gibt. Die Buden stehen kreuz und quer auf dem Altmarkt, und irgendwie irrt man immer rechts- und linksherum und weiß am Ende gar nicht, wo man schon war oder wo man noch mal hin will.
Das ist vielleicht so gewollt, aber dennoch doof. Irgendwie mag man diese ordentlichkeit, für die die Deutschen ja gern belächelt werden, ja doch.
Ansonsten ist alles schön geschmückt, die Atmosphäre ist nett – aber warum der Stiezelmarkt in Dresden nun zu den berühmtesten Weihnachtsmärkten Deutschlands zählt, erschließt sich einem eher nicht sofort.

Rund um die Frauenkirche und auf dem Weg zur Elbe ist’s ein bisschen enger und kuscheliger. Musik wabert durch die Gassen, und der Funke springt da viel scheller über. Wenn am Freitag nur der Regen nicht gewesen wäre…

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