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Seewarnnachrichten

Dienstag, den 20. September 2011
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SO 18.09.2011 | 1.23 Uhr (Mo.) | Dokumente & Debatten

Achtung! Wichtige Durchsage! In der Amrumbank, 54 Grad, 28,5 Minuten Nord, 7 Grad, 45 Minuten Ost ist die Westkardinalleuchttonne beschädigt und die Oostkardinalleuchttonne verschwunden!
Das ist schockierend! Und an anderer Stelle ist die Oost-Süd-Kardinalleuchttonne verschwunden und die Nord-West-Kardinalleuchttonne verlischt.
Schlimme Verhältnisse in der Nordsee!

Wo man so etwas erfährt? In den Seewarnnachrichten. Das ist so etwas wie der Verkehrsservice für Schiffer. Sie kommen immer nachts direkt im Anschluss an den Seewetterbericht auf der Langwelle von DeutschlandRadio Kultur, dem Sender namens Dokumente & Debatten. Beides dauert ab 1.05 Uhr insgesamt 25 Minuten (!). Kein Wunder, wenn man erst mal ewig erklären muss, wo die Leuchttonne kaputt ist. Das lässt sich nicht so einfach sagen wie eine Straßenkreuzung.

In den Seewarnnachrichten gibt es zwar keine Staus, dafür aber auch Bauarbeiten. In dem Fall sind es Unterwasserarbeiten. Nämlich Bohrarbeiten aus Position 53 Grad, 56,4 Minuten Nord, 6 Grad, 35,6 Minuten Oost.
Auf hoher See liegt auch kein Spanngurt auf der Fahrbahn, sondern in der Jade-Weser-Mündung und vor Warnemünde sind Anker mit 13 Längen Kette verloren gegangen. In der Ems-Mündung ist die Radarantwortbarke im Eimer.
Ach ja, und dann ist da noch die multinationale Marineübrung in der Ostsee. Dort werden Übungsminen gelegt und geräumt. Die schifffhart solle doch bitte die Signale beachten.
Ja, besser ist das.

Nächtliche Autofahrten bekommen durch die Seewarnnachrichten durchaus eine ganz besondere Spannungsnote.

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Günther Jauch: Zehn Jahre 11. September

Montag, den 12. September 2011
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SO 11.09.2011 | 21.45 Uhr | Dokumente & Debatten

Günther Jauch im Ersten? Im Fernsehen? Mag sein. Aber es gibt ihn auch im Radio – auf einem Sender namens “Dokumente & Debatten”. Dabei handelt es sich um die Langwelle-Version von Deutschlandradio Kultur, die auch digital über Kabel und Satellit zu empfangen ist. Auf dem Sender laufen Bundestagsdebatten, aber auch aktuelle, radiotaugliche Fernsehtalkshows wie “Maybrit Illner”, “Hart aber fair” und nun auch “Günther Jauch”.

So verfolgte ich die Premiere von “Günther Jauch” mit Günther Jauch im Radio – unterwegs im Auto. “Zehn Jahre 11. September” war das Thema der ersten Sendung. Mit kontroversen Diskussion konnte da natürlich nicht gerechnet werden. Elke Heidenreich erzählte, wieso Harald Schmidt verantwortlich war, dass sie am Vorabend der Terroranschläge New York verließ. Jürgen Klinsmann war da… ähm, weil er in den USA lebt. Marcy Borders, Überlebende der Anschläge auf das World Trade Center, erzählte von den dramatischen Stunden am 11. September 2001.

Es war eine recht interessante Stunde, wenn auch ohne größere Erkenntnisse. Jauch reicherte seinen Talk mit kurzen Hintergrund-Beiträgen an. Das erinnerte ein wenig an “stern TV”, das er lange moderierte. Das muss aber nichts Schlechtes sein, es könnte seine neue Sendung ein wenig auflockern.
Insofern muss man mal abwarten, was Jauch in den nächsten Wochen diskutieren lässt, ändert, besser oder schlechter macht.

Eines muss jedoch noch in den Griff zu kriegen sein: Der Ton ist ziemlich hallig, und eigentlich sollte so was im Vorfeld mal geklärt werden…