RTelenovela

Kommunale Luftverpestung

Mittwoch, den 23. Februar 2011
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Das Dörfchen Dechtow bei Fehrbellin ist ziemlich verschlafen. Die Hauptstraße ist eine holprige Kopfsteinpflasterstrecke, das Zentrum ist ein Mobilfunkturm. Heute aber ist da echt was passiert – allerdings weiß ich nicht genau, was.
Jedenfalls standen am Straßenrand zwei orangene Autos – offenbar irgendwelche kommunale Fahrzeuge, denn daneben standen Herren in orangenen Westen und haben irgendwas getan.
Das war auch eigentlich nicht so spannend. Viel spannender war der Augenblick, als einer der beiden Klein-Lkw losfuhr.

Was für ein Qualm! Das Auto verschwand in einer riesigen Rauchwolke, die Luft stank bestialisch, als das Stinkergefährt an mir vorbeirollte. Eigentlich wollte ich davon auch noch ein Foto machen. Das gelang mir nicht, also beschloss ich, dem Auto einfach mal zu folgen. Ich musste sowieso in die Richtung.
Aber ich hätte mir lieber eine Gasmaske aufsetzen sollen, ich war einer Ohnmacht nah. Auch wenn der Qualm bald ausblieb, die Abgase waren von einem anderen Stern.
Erst in Fehrbellin trennten sich unsere Wege.

Einige Stunden später. Ich war in Neuruppin aufgebrochen, um nach Hause zu fahren. Vor mir: Ein orangefarbener Klein-Lkw. Wieder ein kommunales Baufahrzeug. Eine Marke, die schon zu DDR-Zeiten umherfuhr. Und wieder: Was für ein Gestank!! Was tanken die eigentlich? Billigen Russendiesel? Genauso müffelte das Zeug nämlich. Das Zeug müsste jedenfalls sofort verboten werden, denn irgendwann sackt tatsächlich mal ein Autofahrer wegen Atemnot zusammen, wenn er hinter so einem Ding fährt.
Keine Ahnung, aber vielleicht war es ja derselbe Lkw. Oder fahren in der Gegend nur solche Stinker in Orange herum?

RTelenovela

Schlaglochkrater und Geisterfahrer

Montag, den 14. Februar 2011
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Kein Tag vergeht, an dem ich in der Fehrbelliner Region über kaputte Straßen und den Ruf nach Sanierung berichte.
Wer beispielsweise durch Königshorst nach Lobeofsund fährt, wird mit einem besonders kreativen Fahrbahnbelag überrascht: Auf einer Seite leicht holpriger Asphalt, auf der anderen Kopfsteinpflaster. Und nun ist es sicherlich kein schwieriges Quiz, wenn ich die Frage stelle: Auf welcher Seite fahren die Autos? Natürlich auf dem Asphalt – in beiden Richtungen. Da kommt einem dann schon mal ein Auto auf der falschen Seite entgegen. Geisterfahrer also zwischen Lobeofsund und Königshorst. Ein Streitpunkt.

Streitpunkt 2: Die Straße zwischen Langen und Buskow. Langen gehört zu Fehrbellin, Buskow zu Neuruppin. Und weil wegen einer umleitung eine zeitlang viele Autos über die schmale Strecke rollten, ist sie nun leicht lädiert. Aber wirklich nur leicht. Aber auch dort machen die Leute Druck.

In Deutschhof ist die Straße so marode, dass das Kopfsteinpflaster schon durch den Asphalt schimmert – oder schon zu sehen ist. Die Deutschhofer haben jedoch Glück: Die Straße ist im Sommer dran.

Das Glück haben die Autofahrer, die zwischen Königshorst und Dechtow unterwegs sind, nicht. Zumindest ist wohl erst mal nicht damit zu rechnen, dass die Schlaglochkrater in nächster Zeit ausgebessert werden. Von der an sich schon miesen Straße ganz zu schweigen. Ach ja, und die Dechtower Ortsdurchfahrt ist an sich natürlich auch eine Katastrophe.

Habe ich irgendeine Straße in der Fehrbelliner Region vergessen?
Wenn es um schlechte Straßen geht, werde ich sowieso in Zukunft antworten: Fahre doch einfach mal von Dreibrück (noch ein Ortsteil von Fehrbellin) nach Ebereschenhof (gehört zu Börnicke, gehört zu Nauen im Havelland) – da kann man von einer Straße schon gar nicht mehr sprechen. Da ist man doch schon froh, überhaupt auf befestigtem Grund fahren zu dürfen.