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Brennpunkt: Der Alpenraum versinkt im Schnee

Freitag, den 11. Januar 2019
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MI 09.01.2019 | 20.15 Uhr | Das Erste

Martin Breitkopf gibt alles für seinen Job. Er ist Reporter für den Bayerischen Rundfunk und muss momentan aus dem Schnee-Krisengebiet in den Alpen berichten. Es ist so schlimm, dass es am Mittwochabend im Ersten einen “Brennpunkt” gab: Denn der Alpenraum versinkt im Schnee – und Martin Breitkopf nahm diesen Sende-Untertitel für die Sondersendung wörtlich und stellte sich in eben jeden tiefen Schnee.

So stand er bei der Schalte da, blickte in die Kamera, und der Schnee stand ihm hüfthoch. Der Mann engagiert, und das ist gut so. Blöd nur, dass die Kamera so stand, dass man sehr gut sehen konnte, dass er direkt neben einem geräumten Weg stand und er extra für seine Schalte zum Ersten in den Schnee geklettert ist.
So sah sein Engagement dann doch eher lächerlich aus, er hätte auch genau so ganz komfortabel auf der Straße stehen können – was natürlich nicht so dramatisch ausgesehen hätte.

Apropos Dramatik: Wenn der “Brennpunkt” ins Programm kommt, muss etwas Dramatisches passiert sein. Am Mittwochabend war der erste Schneechaos-Beitrag die Anlieferung eines Kioskes im, ähm, Krisengebiet. Endlich gibt’s wieder Klopapier, und die Leute sind auch ganz zufrieden. Vielleicht hätte man zu Beginn einen Beitrag zeigen sollen, in dem nicht alle total happy sind.

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Tatort: Der höllische Heinz

Donnerstag, den 3. Januar 2019
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DI 01.01.2019 | 20.15 Uhr | Das Erste

Haha! Selten so amüsiert. Der “Tatort” im Ersten überraschte die Fans zu Neujahr mit… also, mit irgendwas ganz doll Lustigem. Einem, ähm, Fall aus Weimar.
In der Westernstadt El Doroda (muahaha, ist das lustig!) wird nämlich der Chef tot aufgefunden. Es muss etwas Schlimmes vorgehen an dieser Stätte, und deshalb nehmen Dorn und Lessing die Ermittlungen auf – im (also, ich kriege mich kaum noch ein!) Westernkostüm und auf dem Pferd (Wahnsinn!! gnihihi!!). Da fuchtelt Dorn auch mal mit einem Revolver, während sich durch die Stadt reitet.

Der 1. Januar scheint im Fernsehen ein Wettbewerb zu sein. Im vergangenen Jahr zeigte das ZDF an diesem Tag mit einer haarsträubend grauenvolles Folge des “Traumschiffs” meinen Fernsehflop des Jahres. In diesem Jahr könnte es der “Tatort: Der höllische Heinz” geschafft haben.
In Weimar versuchte man sich an einer Westernsatire. Christian Ulmen und Nora Tschirner agierten in einem Krimi, der keiner war, sondern eine extrem platte und billig wirkende Komödie. Die Gags, wenn es denn welche waren, sorgten wahlweise für Müdigkeit oder Augenrollen.
Andererseits war dieser Blödsinn vermutlich für viele Zuschauer genau das richtige Mittel, um den Silvesterkater zu besänftigen.

Klar ist aber: Wenn man “Traumschiff: Japan” an Neujahr besser war als die gleichzeitig laufende “Tatort”, dann ist die Lage ernst.

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Silvestershow mit Jörg Pilawa

Mittwoch, den 2. Januar 2019
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MO 31.12.2018 | 20.15 Uhr | ORF2

In Eurovisionsshows scheinen Frauen auch 2018/19 nur Platzhalter zu sein. Sie haben schön im Bild rumzustehen, sie haben zu lächeln, und sie sollen möglichst wenig sagen.
Zu Silvester übertrug ORF2 (plus Das Erste und SRF) live aus Linz in Österreich die “Silvestershow mit Jörg Pilawa”. Und wie im vergangenen Jahr auch mit Francine Jordi. Doch für die Moderatorin war im Sendungstitel keinen Platz.

In Zeiten der #metoo- und Gleichberechtigungsdebatte ist das mehr als erstaunlich. Denn Francine Jordi scheint in der Show nicht nur nicht namentlich vertreten zu sein, sondern sie scheint auch nicht wirklich was zu sagen zu haben. Sie hat offenbar die Rolle als Beiwerk zu besetzen. Wenn Jörg Pilawa redet, hat Frau Jordi ruhig zu sein.
Als es um 23.59 Uhr darum ging, den Countdown anzusagen, konnte sie anfangs einen bedeutungslosen Satz sagen, bevor er dann zu einer langen Rede abhob und nicht mehr aufhörte. Als er dann den Countdown zählte, stimmte sie immerhin mit ein.

Auch in anderen Moderationen war Frau Jordi entweder nicht dabei, oder sie hatte die Aufgabe zu lächeln und den großen Jörg Pilawa anzusehen. Und ein bisschen anzuhimmeln. Immerhin hat ja Pilawa eine Show, in der sein Name auch vorkommt.

Wenn es auch 2019 wieder eine Silvershow geben sollte, sollte Francine Jordi dringend ihren Vertrag neu verhandeln. Entweder wird im Sendungstitel der Name Pilawa schlicht gestrichen, denn die Nennung nur eines Moderators ist schlicht unverschämt, oder sie sollte auf diese Show-Männerdomäne einfach mal verzichten. Das Problem: Der Pilawa würde Jordis Fehlen vielleicht nicht mal merken.

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Das war 2018!

Montag, den 31. Dezember 2018
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Ein sonniger Winternachmittag auf dem Kudamm in Berlin. Die Lichter an den Bäumen sehen zum Träumen aus. Johannes B. Kerner und Marcus Lanz plaudern ein wenig, sie wollen auf den Weihnachtsmarkt, und Marcus freut sich schon auf das Mettbrot, das er sich kaufen will. Träumerisch blickt Johannes den Marcus an und greift nach seiner Hand, als… ähm…
Nein, nein, diese ausgedachten Geschichten sollte ich wirklich lassen. Das konnte Claas Relotius vom “Spiegel” sehr viel besser. Allerdings ist er damit im Dezember 2018 dann doch aufgeflogen. Peinliche Sache, auch für den “Spiegel”, der ja angeblich alles nachrecherchiert, was die Reporter so abliefern.

Der Skandal ist Futter für alle, die sowieso sagen, dass die Medien allesamt lügen, wenn es um brisante Themen geht. Dabei sind 2018 einige heikle Dinge aufgedeckt worden. Da ging es um die Football-Leaks und die Frage, wie sehr sich Fußballvereine von den Fans entfernen. Um den Steuer-Raubzug großer Banken bei den CumEx-Enthüllungen. Um nur zwei dieser Storys zu nennen.
Auch wenn es um die Flüchtlingskrise geht, haken die Journalisten inzwischen knallhart nach. Dass dabei andere, vielleicht sogar wichtigere Themen, untergehen, bemerken offenbar nur die Zuschauer. Bei den Sommerinterviews von ARD und ZDF ging es oft 18 Minuten um die Flüchtlingskrise und zwei um den Rest. Nur bei Alexander Gauland von der AfD ging es fast nur um den Rest – und Gauland schien ratlos.

Die AfD sitzt seit 2017 im Bundestag, und immer meinen die Blauen, Unrecht in den Medien aufgedeckt zu haben. Im Brennpunkt steht dabei die Band “Feine Sahne Fischfilet”. Dass sie mal vom Verfassungsschutz beobachtet worden ist, hängt ihr noch ewig nach, und die linke Band ist der rechten AfD ein Dorn im Auge. Andererseits wird aber auch jede Kleinigkeit über “Feine Sahne Fischfilet” in den Medien durchgekaut. Als die Band für das ZDF in Dessau ein Konzert aufzeichnen wollte, sagte der Veranstalter, die Bauhaus-Stiftung, den Veranstaltungsort ab. Eine Diskussion, die für die AfD ein voller Erfolg war.
Ebenso die Diskussion um eine KiKA-Doku über ein junges Mädchen, das einen Moslem liebt, wo die AfD der Meinung war, so etwas könne man nicht unkommentiert lassen. Als Deniz Yücel in der Türkei freigelassen worden ist, wollte die AfD wissen, ob der nicht vielleicht selber schuld war, dass er in Haft war. In den sozialen Netzwerken versuchen viele Parteimitglieder weiterhin, die Gesellschaft zu spalten.

In Cottbus hat das schon gut funktioniert. Die Rechten sind dort der Meinung, dass die Stadt überfremdet sei, dass es zu viele Straftaten von Flüchtlingen gebe. Der Hass bei den Demos, an denen Normalos mit den Rechtsextremen gemeinsam marschieren, richtet sich auch gegen die Medien. Der rbb wird ebenso angefeindet wie die Reporter der Lausitzer Rundschau. Da helfen auch Diskussionssendungen, die der rbb live aus Cottbus sendet, nur wenig. Aber wenigstens bleibt man im Gespräch. Irgendwie.

Das scheint auch das Ziel von CSU-Innenminister Horst Seehofer zu sein. Als er seinen Rücktritt, nun ja, androht, berichten die Nachrichtensender in Dauerschleife. Tritt er zurück? Oder doch nicht? Oder doch? Seehofer weiß nicht so recht, und ganz Deutschland wartet auf einen eventuellen Bruch der Großen Koalition. Als die Meldung bekannt wird, dass sich gar CSU und CDU trennen, schickt ntv die Breaking News gleich auf Sendung – um dann die nächste Breaking News hinterher zu schicken, dass man einer Ente aufgesessen sei. Aber es musste eben schnell gehen. Keiner hatte 2018 so viele Comebacks wie Seehofer.

Comeback ist sowieso ein gutes Stichwort. Fernsehmacher glauben, dass die Zuschauer darauf abfahren, wenn alte Serien wiederbelebt werden. In Deutschland floppte allerdings die Neuauflage von “Akte X” oder “Will & Grace”. Selbst Shows wie “Dingsda” im Ersten und “Die Montagsmaler” im SWR-Fernsehen laufen eher mau.
Die “Lindenstraße” dagegen wird nicht fortgesetzt. Im März 2020 wird nach fast 35 Jahren die letzte Folge laufen. Begründung: schlechte Quoten und inhaltliche Unzufriedenheit. Von einer Absetzung aus inhaltlichen Gründen von “In aller Freundschaft”, “Rote Rosen”, “Sturm der Liebe” oder “Rentnercops” ist allerdings noch nichts bekannt.
Auch an der Vormittagssendung “live nach neun” hält man im Ersten fest, obwohl die Zuschauerzahlen ein Desaster sind. Ähnlich sieht es am Vorabend in Sat.1 aus. Mit “Endlich Feierabend” versucht man da zum x-ten Mal das Frühstücksfernsehen zu kopieren – und scheitert zum x-ten Mal. In diesem miesen Sog läuft auch die neue Dailysoap “Alles oder nichts” ziemlich mies. Sie hatte nie eine wirkliche Chance.
Auch ProSieben hat Sorgen. Die neuen Folgen der “Simpsons” laufen richtig schlecht. Bei Sat.1 wird die Unternehmershow “Start up” abgesetzt, obwohl doch Jurymitglied Carsten Maschmeyer so doll dafür geworben hat. Aber vermutlich wollten gerade wegen ihm so wenige einschalten.
Bei Sky dachte man sich, es sei eine gute Idee, die Castingshow “X-Factor” aus der Versenkung zurückzuholen. Die Quoten waren kaum messbar, und wer gewonnen hat… ähm… Wer hat da eigentlich gewonnen? Eine weitere Staffel ist ausgeschlossen.

Es wird für das herkömmliche Fernsehen immer schwieriger, Aufmerksamkeit zu erregen. Die Mehrzahl der jungen Zuschauer schaut schon überwiegend online. Und dann eher Netflix oder Amazon Prime, auch Youtube ist ein echter Konkurrent.
Ein Opfer ist der Musiksender VIVA. Nach 25 Jahren wird Silvester der Stecker gezogen, MTV aus dem gleichen Senderkonzern lebt weiter, aber in der Nische. Immerhin noch wacker hält sich Deluxe Music. Musikclips schaut man an sich aber eher bei Youtube.

Immerhin: Man bemüht sich aber noch. Im Ersten läuft im Herbst “Babylon Berlin”, die teure Co-Produktion mit Sky. Auf dem “Tatort”-Sendeplatz werden etwa acht Millionen Zuschauer erreicht. Das Interesse am Berlin der 20er-Jahre schwindet jedoch, am Ende schauen weniger als vier Millionen zu. Allerdings stehen in den diversen Kritiken zur Serie, in denen es hieß, man müsse als Zuschauer drei Folgen durchhalten, bis man es eventuell verdammt gut fände, auch für sich. Allerdings sorgt die Serie auch für einen der magischsten Momente des Fernsehjahres – nämlich mit einer Szene in einem Tanzclub, die für Gänsehaut sorgt.
Im ZDF wird “Bad Banks” von der Kritik gelobt, ist aber dennoch langweilig. Amazon Prime dagegen trumpft mit einer neuen Staffel “Deutschland 86” auf und mit “Pastewka” auf.

Das Fernsehen steht aber immerhin noch für Events. In diesem Land lief es glücklicherweise für Deutschland auch mal gut beim Eurovision Song Contest in Lissabon. Michael Schulte schaffte den 4. Platz. Die Diskussionen darum, dass niemand Deutschland mag und wählt, finden nicht statt.
Bei der Fußball-WM dagegen, ach, lassen wir das. Immerhin sorgte das WM-Spiel von Deutschland gegen Schweden mit 27,48 Millionen Zuschauer für den 2018er-Quotenrekord.
Und auch als in Großbritannien Harry und Meghan heirateten, waren ein paar Millionen dabei – auch Ross Antony, der für RTL vor Ort und ausrastete, nur weil das Prinzenpaar in der Kutsche an ihm vorbeirauschte.

Aber nicht alle haben Glück mit Großereignissen. In letzter Minute hatte Eurosport für die Olympischen Winterspiele in Korea Sublizenzen an ARD und ZDF vergeben. Die Folge: Die meisten Zuschauer waren bei ARD und ZDF dabei, für Eurosport 1 und den Frauensender TLC blieben kaum Zuschauer übrig. Selbst die Abendshow “Zwanzig18” hatte auf zwei Sendern parallel gerade mal 200.000 Zuschauer. Dass man in Korea eventuell einen koreanischen Dolmetscher braucht, konnte man im Ersten allerdings echt nicht ahnen.
Und dann der Echo. Der Musikpreis gerät 2018 zum Debakel. Farid Bang und Kollegah rappten davon, dass sein Körper definierter sei als von Auschwitz-Insassen. Kam nicht überall gut an, Preise gab es dafür trotzdem, und Proteste auch. Selbst in der Show herrschte Unruhe. Danach geben diverse Promis ihre Echos zurück. Ende vom Lied: Der Echo ist tot.

2018 war wieder ein Jahr der Abschiede. Wir mussten uns von vielen Promis verabschieden. Die große Aretha Franklin lebt nicht mehr. Monserrat Caballé ist verstummt. Ebenso die Musiker Holger Biege, Jürgen Marcus, DJ Avicii, Lys Assia, France Gall, Ingo Insterburg, Abi Ofarim, Dolores Edwards (Cranberries) und Charles Aznavour. Auch nicht mehr da: die Schauspieler Rolf Hoppe, Morten Grunwald, Burt Reynolds, Rolf Zacher, Siegfried Rauch, Wolfgang Völz, Jochen Senf und Ulrich Pleitgen. Die Sportler Markus Beyer und Graciano Rocchigiani. Die Fernsehleute Dieter-Thomas Heck, Egon Hoegen, Wilfried Scharnagl, Gunther Witte, Friedrich Moll, Stefanie Tücking, Martin Haas, Thomas Leif und Dagobert Lindlau. Die Entertainer Jens Büchner und Daniel Küblböck, der am Jahresende nach einem Sturz vom Schiff immer noch als vermisst gilt. Die Politiker George Bush, seine Frau Barbara Bush, Philipp Jenninger und Kofi Annan. Wissenschaftler Stephen Hawking, Sternekoch Paul Bocuse, Kirchenmann Karl Kardinal Lehmann, Unternehmerin Käthe Wohlfahrt. Die Autorin Philip Roth und Christine Nöstlinger. Sie werden fehlen.

Auch Nachrichten fehlen. RTL II findet, dass die News zu wenige Zuschauer haben. Deshalb laufen die nun am Nachmittag und sind fünf Minuten kürzer. Und auch der rbb hat seine Spätnachrichten um die Hälfte auf 15 Minuten gekürzt. Damit um 22 Uhr gut abgehangene und preiswerte ARD-Degeto-Schnulzen laufen können. Bei N24 hat sich dagegen wenig geändert – bis auf den Namen: Welt.

Und sonst so? Sascha Hehn will nicht mehr Kapitän vom Traumschiff sein. Ist ihm vielleicht zu doof geworden. Kein Wunder.
Spiegel TV ist 30 geworden. Geschenk von RTL: Sendeplatzverschiebung auf den späten Montagabend. Glückwunsch.
Auf Sat.1 durfte im “Promi Big Brother”-Haus eine gewisse Katja Krasavice minutenlang in der Wanne mit dem Duschkopf masturbieren.
Die Chefs vom FC Bayern München teilten den Journalisten mit, dass die ein bisschen genervt von der ewigen Kritik seien. Bitte mal aufhören. Danke.
Dunja Hayali moderiert nun auch das “Aktuelle Sportstudio” im ZDF. Ihren Hatern bleibt aber auch gar nichts erspart.
Das SWR-Mega-Live-Event “Jäger der versunkenen Lok” musste ausfallen. Mangels versunkener Lok. Ist aber erst nach 25 Jahren Suche aufgefallen.
Und dann noch die Helene und der Flori. Es ist so traurig.

Kann man da eigentlich noch das Jahresende feiern? Darf man sich da noch auf 2019 freuen? Mit neuen Diskussionen und Hasskommentaren und den aktuellen Wasserstandsmeldungen von “Feine Sahne Fischfilet?” Und den neuen Schluckaufs der AfD? Wir bleiben dran und freuen uns auf 2019. Und Michelle ist auch dabei.

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Anne Will: CDU mit neuer Chefin – reicht das für einen Neustart?

Donnerstag, den 13. Dezember 2018
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SO 09.12.2018 | 21.45 Uhr | Das Erste

Rechtzeitig bevor Anne Will in die Weihnachtspause verschwindet, sorgte die CDU noch mal für einen Showdown. Annegret Kramp-Karrenbauer die die neue CDU-Chefin, sie löst Angela Merkel ab, die nun “nur” noch Bundeskanzlerin ist. Und die Annegret will nun ihre Nachfolgerin werden.

Am Sonntagabend war AKK dann im Ersten bei Anne Will in “Anne Will” zu Gast. Die Frage, um die es gehen sollte, war, ob es denn für einen Neustart reiche, wenn die Christdemokraten eine neue Chefin haben.
Dazu holte sich die Redaktion Gäste ins Studio, die es wissen mussten. Zum Beispiel Martin Schulz. Der ist ja nun schon seit fast zwei Jahren SPD-Vorsitzender und erfolgreicher Minister in der Großen Koa… ähm, Moment mal. Martin Schulz, der gescheiterte SPD-Chef, der als Heiland gestartet ist und dann die Wahl in den Sand gesetzt hat und fast rausgeschmissen werden musste, weil er zunächst gar nicht dran dachte, Konsequenzen zu ziehen.
Und dann war da noch FDP-Mann Wolfgang Kubicki, der natürlich auch viele gute Ratschläge hatte, wie man den erfolgreich regi… äh, Halt. Da war ja was mit der FDP, die dann doch nicht mitregieren wollte.

Annegret Kramp-Karrenbauer holte sich am Sonntagabend bei Anne Will also viele liebgemeinte Ratschläge von Männern ab, die in der jüngeren Vergangenheit nicht wirklich Erfolge vorweisen können.
Vielleicht hätte sich AKK lieber einen ruhigen Sonntagabend zu Hause im Saarland machen sollen.

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Das Adventsfest der 100.000 Lichter

Montag, den 3. Dezember 2018
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SA 01.12.2018 | 20.15 Uhr | Das Erste

Die Schlagershows mit Florian Silbereisen im Ersten sind ja durchaus ein Phänomen. Sie sind so modernisiert worden, dass sie nur noch selten altbacken und trutschig wirken.
Aber wenn es um Weihnachten geht, da wird auch in der ARD das Rad wieder zurück gedreht.
Am Sonnabendabend gab es live “Das Adventsfest der 100.000 Lichter”. In einer künstlichen Weihnachtskulisse in der der Sporthalle in Suhl sollte ein bisschen Kuscheligkeit vermittelt werden.

Deshalb kommt der Flori auch nicht in lockeren Klamotten, sondern er gibt den Herrn Silbereisen im stilvollen Smoking, und er hat auch gleich ein Weihnachtslied auf den Lippen. Oli.P kommt auch vorbei und trällert herzerwärmend mit einer Gruppe Kindern noch ein paar Lieder. Wie überhaupt Kinder in dieser Show ganz hoch im Kurs stehen – so lang es die Sendezeit und das Playbackband erlauben. So so herzig das alles wirken soll., die Musik kommt vom Band, und schon wirkt alles eher steif.

Wo bei den Schlagershows sonst Lockerheit herrscht, ist in der Adventsshow alles gediegen, und alles ist bedeutungsschwanger. Die Kelly Family kommt und trällert mehr schlecht als recht “We are the World”. Rolando Villazón singt eine Arie, während das Friedenslicht aus Bethlehem ins Studio getragen wird.
Nur eine spielt nicht mit: Die kleine Tochter von Eloy de Jong hat – Überraschung für Papa – ihren ersten Auftritt. Aber vielleicht auch ihren letzten, denn so wirklich gesungen hat sie nicht, vielleicht war das Kind selbst überrascht, dass man es vor die Kameras gezerrt hat.

Zwischendurch noch die Weihnachtsgeschichte, ein bisschen Palaver in der Weihnachtsbäckerei, und am Ende der mehr als dreistündigen Show wünscht man sich, dass der Restadvent weniger anstrengend wird als diese ach so besinnliche Adventsshow.

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extra 3

Freitag, den 30. November 2018
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DO 29.11.2018 | 22.45 Uhr | Das Erste

Manchmal ist sie schon seltsam, diese alte Tante ARD. Da hat sie mit “extra 3” ein sehr gutes Satiremagazin, das eine schöne Ergänzung zur “heute show” vom ZDF darstellt, und dann gibt es dafür nicht mal einen Sendeplatz. Sondern zwei. Und keiner sieht so genau durch, auf welchem der beiden Sendeplätze denn zufälligerweise in dieser Woche die Sendung läuft.

Also: Eigentlich läuft “extra” mittwochs um 22.50 Uhr im NDR. Aber schon vor einigen Jahren ist die Sendung befördert worden und hat einen Sendeplatz im Ersten bekommen. Allerdings donnerstags um 22.45 Uhr. Anderer Tag, andere Sendung. Dort läuft sie aber nicht jeden Donnerstag. Manchmal alle vier Wochen, manchmal alle zwei Wochen, manchmal aber auch zwei- oder dreimal hintereinander donnerstags. Und wenn nicht am Donnerstag, dann eben schon Mittwoch, und dann eben im NDR.
Na, alles klar?

Ach ja, und wenn “extra 3” donnerstags im Ersten läuft, dann gibt es am Mittwoch im NDR ein “extra 3”-Special mit Beiträgen aus der Reihe “Der normale Irrsinn”. Oder ein Best of. Oder die Sendung fällt da ganz aus. Ein System dahinter konnte ich nicht erkennen.

Liebe ARD, wer soll da eigentlich durchsehen? Ist es wirklich nicht möglich, einem wöchentlichen Magazin einen wöchentlichen Sendeplatz zu geben, der sich idealerweise immer an derselben Stelle befindet?

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